Adam und Jules haben sich jung kennengelernt und so ihre große Liebe entdeckt. Doch mittlerweile sind viele Jahre vergangen. Der Alltag, der Berufsstress und die Herausforderungen der Familie haben dazu geführt, dass die große Liebe gelitten hat. Wie schön wäre es da, in die Vergangenheit zurückzureisen und kleine Veränderungen vornehmen zu können?
Meinung:
Ein Roman über eine Liebesgeschichte, die im Alltagsstress gelitten hat.
Die Romanidee ist, das die Protagonisten wechselnd mithilfe der alten Mix-Tapes und Mix-CDs, die sich beide gegenseitig erstellt und geschenkt haben, noch einmal in die Vergangenheit zurückzureisen, um kleine Änderungen vorzunehmen. Die ersten Änderungen bringen sogar echte kleine Verbesserungen und die Beziehung erhält neue Frische, doch dann greifen einige Änderungen tiefer in die Geschichte ein und dadurch verändert sich das bisherige Zusammenleben mit immer mehr Nachhaltigkeit.
Die wird Geschichte wechselnd aus der Sicht beider Protagonisten geschildert. So tauche ich als Leser tief in die Motivationen und Absichten beider ein und kann jede einzelne Handlung gut nachvollziehen, auch wenn ich nachher mit den Protagonisten die Auswirkungen miterlebe. Auf den ersten Blick wirkt es wie Befreiung, denn die ersten Änderungen sind klein. Beiden wird schnell klar, welche Gefahren darin lauern und beschließen nichts mehr zu verändern. Eine schöne Absicht, die aber ihre Tücken hat.
Mir haben die Charaktere der beiden Protagonisten sehr gefallen. Auch die Art der Erzählung ist perfekt gemacht. Denn aus den zunächst harmlosen Veränderungen werden nur nach und nach tiefgreifendere Veränderungen. Für mich hat sich nach der Hälfte des Romans die Frage gestellt, welche und wie tiefgreifende Veränderungen kann eine Liebe auf Dauer überhaupt aushalten.
Fazit:
Sehr interessantes „Was-wäre-Wenn-Experiment“ mit einer großen Liebe: fünf Sterne.







