Emma Brockes Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas

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Inhaltsangabe zu „Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas“ von Emma Brockes

Ihr Leben lang hat Emmas Mutter Paula von ihrer Kindheit und Jugend in Südafrika geschwiegen. Kurz vor ihrem Tod erzählt sie Emma zum ersten Mal davon. Sie war eines von acht Kindern eines gewalttätigen Vaters, der seinen Kindern Schreckliches antat. Nach dem Tod ihrer Mutter will Emma Licht in die Familiengeschichte bringen. Sie reist nach Johannesburg, verabredet sich mit Verwandten, versucht sie zum Reden zu bringen, studiert Gerichtsakten. Was sie dabei erfährt, ist schier unglaublich …

Für meinen Geschmack zu distanziert geschrieben

— gst
gst

Das war leider so gar nicht meins ...

— Ikopiko
Ikopiko

Blick in ein Familienalbum voller Schrecken und Greuel. Für den Leser zu wenig Hintergrundinformationen. Man fühlt sich ausgeschlossen.

— Gela_HK
Gela_HK

eine bewegende Geschichte, mit wahrem Hintergrund, aber leider etwas wenig Tiefe und Nähe zum Leser.

— Floh
Floh

Hält nicht, was der Klappentext verspricht.

— Tamaru
Tamaru

*puuuuhh* ... furchtbar anstrengend zu lesen. Bin echt enttäuscht, da ich viel mehr erwartet habe. Die Handlung wird sehr langatmig erzählt.

— 19angelika63
19angelika63

auf der Spuren der Vergangenheit...

— Emili
Emili

Die autobiographische Suche nach der Vergangenheit der eigenen Mutter - interessant, teilweise erschreckend, aber nicht fesselnd.

— vielleser18
vielleser18

Ich hatte große Erwartungen, die sich nicht voll erfüllt haben. Trotzdem eine Leseempfehlung. Irgendwie berührt einen das Buch dann doch.

— IlonGerMon
IlonGerMon

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— dicketilla
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  • Sie ging nie zurück

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    anne_fox

    anne_fox

    16. September 2016 um 14:22

    In diesem Roman enstand für mich kein Lesefluss und ich konnte mich nicht in die Geschichte einfinden. Es sie die wahre Geschichte von Emmas Mutter unterlegt mit vielen privaten Fotos. Wer´s mag. Ich würde meine persönliche Geschichte so niemals schreiben

  • Eine Frau auf der Suche nach der wahren Geschichte ihrer Mutter

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    gst

    gst

    28. May 2016 um 18:12

    „ Die Vorstellung, dass Bosheit durch Schönheit oder Liebe oder gute Haushaltsführung gezähmt werden kann, ist eine Idee, die Frauen seit Anbeginn der Zeit in schlechten Ehen gehalten hat ...“ (Seite 285) Die Autorin, die sich nach dem Tod ihrer Mutter auf die Suche nach deren Wurzeln in Südafrika begeben hat, beschreibt detailliert ihre Begegnungen mit Verwandten in dem ihr fremden Land. Solange die Mutter lebte, erfuhr Emma Brockes kaum etwas über deren Geschichte. Sie wusste nur, dass die Mutter der Mutter viel zu früh verstorben war und der Vater sie „verschleppte“. Sie wuchs mit einer Stiefmutter und zahlreichen Geschwistern auf und strengte später einen Prozess gegen ihren Vater an. Nach und nach erfährt die Autorin teilweise erschütternde Einzelheiten aus dem Leben ihrer Mutter und lernt deren Halbgeschwister kennen. Familienbilder untermalen die sehr persönliche Geschichte. „Couragiert und mit klarem Blick untersucht dieses Buch die Langlebigkeit von Familiengeheimnissen und die empfindliche Schnittstelle zwischen Unschuld und Wissen“, schrieb The Guardian. Mich hat dieses Buch jedoch nicht so gefangen genommen, wie ich mir erhoffte. Mir war der Schreibstil zu distanziert – was aus Sicht der Autorin wahrscheinlich gar nicht anders möglich war.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • eine tragische Liebesgeschichte

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    Kuhni77

    Kuhni77

    05. November 2015 um 14:57

    INHALT: Ihr Leben lang hat Emmas Mutter Paula von ihrer Kindheit und Jugend in Südafrika geschwiegen. Kurz vor ihrem Tod erzählt sie Emma zum ersten Mal davon. Sie war eines von acht Kindern eines gewalttätigen Vaters, der seinen Kindern Schreckliches antat. Nach dem Tod ihrer Mutter will Emma Licht in die Familiengeschichte bringen. Sie reist nach Johannesburg, verabredet sich mit Verwandten, versucht sie zum Reden zu bringen, studiert Gerichtsakten. Was sie dabei erfährt, ist schier unglaublich … MEINUNG "Sie ging nie zurück" ist die Lebensgeschichte von Paula. Paula hat ihrer alten Heimat Afrika und ihrer Familie den Rücken gekehrt und ist nach England ausgewandert. "Eines Tages erzähle ich dir die Geschichte meines Lebens ....", das sagt Paula zu ihrer Tochter Emma. Leider soll es aber nie dazu kommen! Nach dem Tod ihrer Mutter und den vielen angedeuteten Geheimnissen, beschließt Emma sich auf die Suche nach "der" Geschichte zu machen. Paula hatte von tödlichen Schlangenbissen, ihren 7 Geschwistern und dem afrikanischem Busch erzählt - sogar von einem Prozess und Mord war die Rede. Um endlich mehr zu erfahren, macht sich Emma auf die Reise nach Afrika. Hier wird schnell klar, dass man gerne alles vergessen würde und die Familienmitglieder lieber schweigen. Die Leseprobe hatte mir sehr gut gefallen und ich habe mich sehr auf das Buch gefreut. Leider habe ich dann doch nur sehr schleppend in die Geschichte hineingefunden. Vielleicht auch, weil ich die Ruhe diesmal nicht so hatte. FAZIT: "Sie ging nie zurück" ist ein sehr persönliches Buch über eine Familiengeschichte die sehr tragisch ist. Wie gesagt bin ich leider nur sehr langsam in die Geschichte gekommen, mir war sie stellenweise zu langatmig. Es ist ein Buch, für das man sich wirklich Zeit nehmen sollte und es nicht einfach mal so als Zwischendurch-Lektüre ansehen sollte.

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  • Sie ging nie zurück

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    Ikopiko

    Ikopiko

    13. April 2015 um 14:01

    Die Mutter von Emma Brockes ist in Südafrika aufgewachsen. Vor vielen Jahren ist sie nach England gezogen, wo Emma geboren ist und bis heute lebt. Leider war die Mutter nie bereit, viel aus ihrer Vergangenheit zu erzählen, so sehr Emma auch bohrte. Selbst ihren Ehemann ließ sie im Unklaren. Als ihre Mutter stirbt, will die Autorin das Geheimnis lüften und reist nach Südafrika. Einzige Anhaltspunkte für ihre Spurensuche sind die Kontaktdaten einer Tante und einer Freundin ihrer Mutter. Was Emma in Südafrika erfährt, ist erschreckend. „Sie ging nie zurück“ erzählt die Sucher der Autorin Emma Brockes nach ihren Wurzeln. In Südafrika befragt sie Freunde und Verwandte ihrer Mutter, forscht in Archiven, bereist verschiedene Stationen des Lebens ihrer Mutter und erfährt, warum diese nie von früher erzählen, die Vergangenheit begraben wollte. Für die Autorin wird es die Erfahrung ihres Lebens gewesen sein. Für mich als Außenstehende kam jedoch aufgrund des Schreibstils und den Zeitsprüngen keinerlei Interesse oder gar Spannung auf. Anhand der Bilder versuchte ich, mich mit der Autorin verbundener zu fühlen, aber auch das ist nicht gelungen.

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  • Auf den Spuren einer Familientragödie...

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    WildRose

    WildRose

    01. March 2015 um 14:39

    Nach dem Tod ihrer starken, unkonentionellen Mutter beschließt die junge Journalistin Emma Brockes, das sorgsam gehütete Familiengeheimnis zu lüften und sich auf eine emotional anstrengende Spurensuche aufzumachen, die sie bis nach Südafrika, dem Heimatland ihrer Mutter, führen wird. In ihrem Buch beschreibt Brockes auf liebevolle und doch unsentimentale Art ihre Mutter, eine wirklich außergewöhnlich wirkende Frau, der es gelang, ihrer Tochter eine behütete, glückliche Kindheit zu ermöglichen - auch wenn sie selbst diese bedingungslose Liebe und Unterstützung vonseiten der Eltern nie erfahren hatte. Außerdem erzählt die Autorin von ihrer Reise nach Südafrika, von aufwühlenden Recherchen und Gesprächen mit den Geschwistern und sonstisgen Verwandten ihrer Mutter, die alle etwas dazu beitragen, dem Familiengeheimnis eine klarere Kontur und Form zu geben. Es ist die interessante Geschichte einer jungen Frau, die versucht, ihre so rätselhafte, stets so stark wirkende Mutter nach deren Tod zu entschlüsseln; herauszufinden, welche Wunden sie davongetragen hat und warum sie Südafrika als junge Frau so plötzlich verließ und sich in England ein fast völlig neues Leben aufbaute. Nicht erwarten darf man hier einen Familienroman; das Buch ist eindeutig biographisch, erzählt die Familiengeschichte aus Sicht der direkt involvierten Autorin, sodass das Buch nicht immer strukturiert ist und man als Leser am Ende vermutlich noch jede Menge offener Fragen im Kopf hat. Aber so ist nun einmal das wahre Leben: oftmals äußerst unvollständig, verwirrend, verworren. Brockes jedenfalls hat eine aufrichtige, unsentimentale Hommage an ihre Mutter zustande gebracht, indem sie "Sie ging nie zurück" schrieb und sich der Familientragödie stellte. Das Buch ist meiner Meinung nach eine sicherlich geeignete Lektüre für Menschen, die wahre Geschichten zu schätzen wissen, beispielsweise "Schloss aus Glas" von Jeannette Walls.

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  • Hält nicht so ganz was es verspricht

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    bieberbruda

    bieberbruda

    22. December 2014 um 09:24

    Ich war von einer Leseprobe sehr überzeugt und habe mir das Buch nun gekauft, da ich es hier leider nicht gewonnen habe. Die Leseprobe war sehr berührend - voller witziger Anekdoten einer toughen Frau. Leider konnte das Buch für mich nicht das Halten, was ich mir nach der Leseprobe erhofft hatte. Das Thema ist äußert brisant - es geht um Inzest, Gewalt und Alkoholsucht. Nach den Berichten der Geschwister kommen immer mehr schockierende Geschichten ans Licht. Man kann verstehen weshalb Pauline/Paula ihrer Tochter diese Geschichten nicht erzählen wollte. Auch der Bruch mit der Heimat Südafrika und damit auch der fehlende Kontakt zu den Geschwistern ist sehr nachvollziehbar. Was hat mich also an dem Buch gestört und wieso gebe ich nur 3 Sterne? Die Autorin hat leider kaum einen roten Faden in ihre Erzählung bringen können. Es wird viel "durch die Zeit gesprungen", sodass man manchmal nicht sofort folgen kann. Auch die vielen Charaktere erschweren den Lesegenuss: Ein Familienstammbaum/ Beschreibung der vielen Personen hätte viel geholfen - viele werden nur sehr notdürftig und kurz beschrieben. Auch die vielen kleinen Anekdoten ihrer Reise sind zwar amüsant - bringen aber die Geschichte leider nicht voran und passen manchmal nicht so wirklich zum aktuellen Thema. Die Reise nach Südafrika soll laut der Autorin nur 6 Monate gedauert haben - beim Lesen fühlte es sich allerdings wie Jahre an, da man auch nicht allzu viel Neues erfährt. Fazit: Starker Start mit einer sehr sympatischen, toughen Mutter. Leider wird das Buch danach jedoch sehr langatmig und der fehlende rote Faden/die vielen Charaktere tragen zu Bewertung von 3 Sternen bei. Schade - ich hatte mir wesentlich mehr erhofft...

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  • Sie ging nie zurück

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    Aoibheann

    Aoibheann

    19. November 2014 um 20:04

    "Eines Tages erzähle ich dir die Geschichte meines Lebens, da wirst du staunen..." Das sagt Paula zu ihrer Tochter Emma immer wieder. Doch es soll nie dazu kommen, dass die Mutter ihre Geschichte erzählt. Paula stirbt früh an Krebs, ihre unerzählte Lebensgeschichte behält sie für sich. Emma Brockes kann sich nur aus Fetzen ein vages Bild davon machen. Sätze, die ihre Mutter scheinbar ohne Zusammenhang in vielen Situationen von sich gab. Für Emma Brockes machen sie zunächst keinen Sinn. Nach dem Tod ihrer Mutter beschließt Emma die Geschichte ihrer Familie zu erforschen. Warum verließ ihr Mutter die Heimat Südafrika und zog ans andere Ende der Welt, nach London? Was und vor allem wen hat sie versucht hinter sich zu lassen? Sie nimmt Kontakt zu verschiedenen Familienmitgliedern auf und versucht das Puzzle zusammenzusetzen. Dabei muss sie einen regelrechten Drahtseilakt vollführen, denn sie trifft wahlweise auf, Schweigen, Resignation und Leugnung. Was also kann sie in Erfahrung bringen? Ihre Mutter Paula wird in Südafrika geboren, sie ist 2 Jahre alt, als ihre eigene Mutter stirbt. Der Vater Jimmy heiratet kurz darauf erneut, die Familie wächst - es werden weitere Kinder geboren. Für Paula sind dies alles ihre Brüder und Schwestern, die sie sehr liebt. Paula ist beliebt, ehrgeizig und eine Kämpfernatur. Erst im Verlauf ihres Besuchs in Südafrika kann Emma Brockes Details aus ihrer Verschwandschaft herauskitzeln. Missbrauch durch den eigenen Vater, exzessive Alkoholgelage des Vaters, ein Gerichtsprozess. Ein Vater, der seine Kinder und seine Frau unter Druck setzt. Eine Mutter, die den Geschehnissen zum Teil tatenlos zusieht und viel zu spät die Reißleine für sich und ihre Kinder zieht. Den Geschwistern fällt es auch nach vielen Jahren Abstand noch enorm schwer, darüber zu sprechen. Nur Stück für Stück kann Emma ihre Familiengeschichte in Erfahrung bringen, weitere Informationen liefern ihr die Unterlagen aus dem Gerichtsprozess. Ein Buch, dass mir sehr bewegt hat. Es ist eindrucksvoll und auch respektvoll geschrieben, genauso lässt es sich auch lesen. Es ist eine liebevolle Verbeugung vor dem Schicksal der eigenen Mutter, die so stark dafür gekämpft hat ihrem eigenen Kind Mut, Kraft und Stärke mit ins Leben zu geben. Die Art, wie Paula ihr Leben gemeistert hat ist schlicht und ergreifend bewundernswert. Der leichte Plauderton vom Anfang, mit dem Emma Anekdoten aus ihrer Kindheit erzählt, weichen nach und nach der Sprache einer versierten Journalisten. Doch immer wieder kommen Angst, Unsicherheit, Trauer, Unglauben und Schock zwischen den Zeilen hervor. Mir hat auch die Art gefallen, wie Emma Brockes über ihre eigenen Ängst schreibt. Ist sie dem Rest der Familie überhaupt willkommen? Wird man mit ihr über das Geschehene sprechen? Wird man sie deshalb ablehnen, wenn sie nachforscht? Südafrika erscheint zudem wie eine andere Welt, in vielen unterschiedlichen Facetten. Und so facettenreich und auch faszinierend sind auch die Familienmitglieder die Emma trifft. Jeder von ihnen hat auf ganz eigene Weise versucht die Geschichte zu verarbeiten; einige sind auch daran gescheitert.

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  • Die Suche nach den eigenen Wurzeln

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    bblubber

    bblubber

    29. October 2014 um 11:29

    Mitte des 20. Jahrhunderts wird Pauline in Südafrika geboren. Ihre Mutter stirbt, als sie zwei ist und der Vater heiratet bald erneut und Pauline bekommt insgesamt 7 Halbgeschwister. In den 60ger Jahren verlässt sie überraschend schnell Afrika und lebt seitdem bis zu ihrem Tod in London. Sie nennt sich fortan Paula, heiratet erst sehr spät und ist schon über 40, als sie ihre einzige Tochter Paula bekommt. Ihr Leben in Afrika und ihre Eltern schweigt sie tot, erzählt nie, was sie damals zu ihrer Auswanderung bewogen hat und warum sie nie mehr in den anderen Kontinent zurückgekehrt ist, um ihre Geschwister und die inzwischen weitverzweigte Familie zu treffen. Ihre Tochter Emma rästelt und bekommt doch keine Antwort. Sie ist ihrer Mutter zwar nahe aber das Leben mit den Eigenheiten und Schrullen von Paula ist manchmal schwer und schwer begreiflich, warum sie sich so verhält. Emmas Vater ist ein sanfter Mann und nimmt die Kapitolen seiner Frau gelassen hin. Erst kurz vor ihrem Krebstod öffnet Paula sich ein wenig und macht einige Andeutungen, die Emmas Neugierde weiter schüren. Nach dem Tod der Mutter macht sie sich auf nach Südafrika, um die Rätsel zu lösen. Es ist eine Suche nach den eigenen Wurzeln und Paula weiß bereits, dass nicht alles sie erfreuen wird, was sie erfährt. Nach und nach besucht sie alle noch lebenden Geschwister der Mutter und lernt auch einige Cousinen und Cousas kennen, ebenso wie Freundinnen ihrer Mutter die besonders erschüttert über ihren Tod sind. Langsam wird klar, dass Emmas Opa, Paulas Vater, ein gewalttätiger und herrschsüchtiger Mann war, der mindestens zwei seiner Töchter inzestiös missbraucht hat und alle Familienmitglieder gequält, geschlagen und erniedrigt hat. Die Familie hatte eine lange Leidensgeschichte bis der Vater mit 40 dann gestorben ist. Und er war auch der Grund, warum Pauline zu Paula wurde und jetzt in England gestorben ist. Die Autorin, Emma Brockes, findet trotz aller Tragik einen angenehmen und leichten Erzählton und das Buch ist in weiten Strecken durchaus unterhaltsam und nur mäßig dramatisch. Klug beschreibt sie die veschachtelten Beziehungen der Geschwister und man kommt wirklich einen Einblick, wie es dazu kommen konnte, dass alle so lange geschwiegen haben. Schlimm fand ich, dass trotz Gerichtsverfahren der Mann nicht bestraft wurde und die Kinder ein Leben lang unter ihrer Jugend mehr oder weniger gelitten haben. Und dass auch Emma eine Zeit lang schwer zu tragen hat, an diesem Erbe ihrer Mutter. Das Ende stimmt aber durchaus versöhnlich und dieses Buch ist sicherlich ein Beitrag dazu, alles aufzuabeiten.

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  • Eine faszinierende, aber auch schockierende Familiengeschichte mit einem ernsten Thema.

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    Lesegenuss

    Lesegenuss

    25. October 2014 um 11:49

    Meine Meinung: „Eines Tages erzähle ich dir dir Geschichte meines Lebens, da wirst du staunen …“, so beginnt der Klappentext des Buches „Sie ging nie zurück“ von der Autorin Emma Brockes. Emma war zehn Jahre, als ihre Mutter diesen Satz das erste Mal zu ihr sagte. Doch es sollten noch viele Jahre vergehen, bevor Emma mehr von der Familiengeschichte ihrer Mutter erfuhr. Diese war 1960 aus Südafrika nach London ausgewandert. Sie stammte aus der Familie DeKiewit und war das älteste von acht Kindern. In England ändert sie ihren Vornamen und lernt John kennen. Die beiden heiraten und bekommen eine Tochter, Emma. Die 27-jährige Journalistin Emma ordnet nach dem Tod der Mutter mit ihrem Vater den Verkauf des Hauses, und sortiert die persönlichen Dinge von Paula. Ihre Recherchen werden sich als schwierig gestalten, zumal es eine große Verwandtschaft gibt. Emmas Reise ist nicht nur eine Reise in die Vergangenheit. Paula verlor schon sehr früh ihre Mutter und wuchs zu Zeiten der Apartheid in Südafrika auf.  Der Vater, ein Alkoholiker, gewalttätig, heiratete neu und so kamen noch weitere Geschwister dazu. Ausschlaggebend für den Fortgang aus Südafrika, das Verlassen der Geschwister, die Paula immer wieder vor den Übergriffen des Vaters schützen wollte, war auf jeden Fall der Vater. Im Nachlass der Mutter findet sich eine Pistole, die sie aus Südafrika mitgebracht hatte. Wenn die Tochter den eigenen Vater anzeigt, es darüber Gerichtsakten gibt, was steckte dahinter? Die Recherche wird für Emma schmerzlich, denn es kommen schreckliche Dinge ans Tageslicht. Doch bei all dem zeigt sich auch die Schönheit Afrikas in den Zeilen, denn nicht alle Menschen sind schlecht. Die Zeit der Apartheid in Südafrika wird in diesem Familiendrama gut beschrieben. Eine Reise zurück zu den Wurzeln – doch nicht immer kommt nur Gutes ans Licht. „Sie ging nie zurück“, eine Hommage an Emmas Mutter. Die privaten Fotos fügen sich gut in die Handlung ein und gewähren einen Blick in die Familie. Dass die häusliche Gewalt, wie Emmas Mutter sie erfahren musste, selbst heute in unserer modernen Gesellschaft stattfindet, macht nachdenklich. Eine faszinierende, aber auch schockierende Familiengeschichte mit einem ernsten Thema. Das Buch mag nicht jeden Leser ansprechen, doch derjenige, der sich auf diese Geschichte einlässt, wird es nicht bereuen. Mein Buchtipp – und klare Lese-/Kaufempfehlung!

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  • Ineressante Familiengeschichte

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    wusl

    wusl

    20. October 2014 um 10:38

    Emma Brockes ist eine versierte Journalistin. Das merkt man von Beginn an, wenn man in das Buch "Sie ging nie zurück" langsam reinfindet. Im leichten Plauderton berichtet sie von Erlebnissen aus ihrer Kindheit, die sich vor allem mit dem Wesen ihrer Mutter beschäftigen, welches voller verschiedener widersprüchlicher Facetten ist. Paula war eine komplizierte, teils sehr dominante Frau mit einem Hang zur Kontrolle und mit Ängsten, die sie nicht immer verbergen konnte. Bis zu ihrem Tod verbirgt sie vor ihrer Tochter Familien-Geheimnisse aus der Vergangenheit und die Andeutungen kurz vor ihrem Tod sind für Emma der letzte Anstoß zu dem Entschluss, selbst nachzuforschen und herauszufinden, welche dunklen Punkte in Paulas Leben dazu geführt haben, dass sie so wurde, wie sie war. Bei der folgenden Suche nach Antworten hilft der Autorin natürlich ihre berufliche Erfahrung. Sie liest sich zuerst mal durch Bibliotheken in denen sie nach Zeitungsausschnitten und Gerichtsprotokollen sucht, die ihre Vermutungen bestätigen, dass alle Fäden bei ihrem Großvater Jimmy zusammenlaufen, der wie der große Rest von Paulas Familie in Südafrika lebte und auch starb. Nach dem Tod von Paulas Mutter heiratete er erneut und hatte mit seiner zweiten Frau sieben weitere Kinder, von denen Emma aber niemanden kannte. Auch die Vielzahl an Cousinen und Cousas war ihr unbekant. Sie war im fernen England fast ohne Familie aufgewachsen und machte sich also auf die Reise, alle kennenzulernen und zu erfahren, wie die Kindheit und Jugend ihrer Mutter wirklich verlaufen war. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf und springt zwischen den verschiedenen Zeiten hin und her, was leider oftmals die Spannung wieder rausnimmt. Die verschiedenen Lebensabschnitte ihrer Mutter, Kindheitserinnerungen der Autorinnen, Fakten über die Urgroßeltern, über Onkel und Tanten, Begebenheiten in England und Afrika, sind etwas willkürlich aneinandergereiht und man muss dabei bleiben um bei alle den Personen und Namen nicht schnell den Überblick zu verlieren. Erst, als Emma nach Afrika kommt, wird die Erzählung ruhiger und kontinuielicher erzählt und schnell weiß man, dass es hier um die früchterliche Geschichte von Gewalt in der Familie, Vergewaltigung von Kindern,ja noch schlimmer, um Inzest geht. Nach und nach erfährt Emma immer mehr über die Schandtaten ihres Großvaters, über die verzweifelten Versuche seiner Kinder - und ihrer Mutter - aus seinem Dunstkreis zu entkommen, der sogar zu einem Gerichtsverfahren führt, in welchem er aber freigesprochen wird. Die Erzählungen ihrer Onkel und Tanten sind für Emma teilweise schwer zu ertragen aber gleichzeitig auch wichtig und erlösend von der Ungewissheit und so manchem Rätsel um ihre Mutter. Der Roman erzählt eine spannende Suche nach den Wurzeln einer Frau und der Wahrheit über die Ursache ihrer seelischen Schmerzen. Es ist aber auch das Finden einer lange geheim gehaltenen Familie, die Emma durch diese Nachforschungen beschert wird. Denn der Mensch kann nicht in einem luftleeren Raum leben, ohne Familienbande und Familienerlebnisse. Das Buch hat mir gut gefallen und ist sehr empfehlenswert für Freunde von tatsächlichen Familiengeschichten. Schön finde ich auch die äußere Aufmachung und dass es einige alte Fotografien zu sehen gibt, die dem Leser die Menschen dieser Geschichte näher bringen.

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  • Schockierendes Familiendrama

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    BeckyHH

    BeckyHH

    18. October 2014 um 16:28

    Um ehrlich zu sein, hinterlässt mich dieses Buch mit sehr gemischten Gefühlen. Emma, die Hauptprotagonistin, ist sehr neugierig und authentisch. Den Verlust ihrer Mutter Paula habe ich mitbetrauert, da ich sie gleich ins Herz geschlossen habe, trotz ihrer offensichtlichen „Macken“.   Anfangs habe ich mich gefragt, wann denn nun der Moment der Erkenntnis über das Geheimnis der Familie kommen würde. Nach einer Weile wurde mir klar: Bei diesem Buch ist der Weg das Ziel. All die Gespräche von Emma mit den Familienmitgliedern und deren Schweigen bzw. Ausweichen zu einigen Themen konnten nur schlimmes erahnen lassen. Und so war es dann auch. Das letzte Drittel hat mich dann wirklich umgehauen und mich so schockiert, dass ich es immer noch nicht in Worte fassen kann. Umso mehr kann ich nun die Mutter, Paula, verstehen.   Mir ist jedoch im Verlauf der Geschichte aufgefallen, mit welcher Ausführlichkeit manche Szenen geschrieben wurden. Ja, ich wollte alles über die schockierende Familiengeschichte erfahren, aber das war mir dann häufig auch zu langatmig, weswegen ich einige Lesepausen einsetzen musste.   Bisher habe ich noch kein Familiendrama gelesen. Es ist auf jeden Fall Geschmackssache und man sollte wirklich Interesse an dem Genre haben. Mir persönlich hat Emma Brockes „Sie ging nie zurück“ ganz gut gefallen, wenn es auch Schwächen hatte. Copyright © 2014 by Rebecca H

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  • Als Leser fühlt man sich ausgeschlossen

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    Gela_HK

    Gela_HK

    11. September 2014 um 11:16

    Nach dem Tod ihrer Mutter macht sich Emma auf nach Südafrika, um die verschwiegene Familiengeschichte zu hinterfragen. Warum hat ihre Mutter nie über ihre Kindheit und Jugend gesprochen, was ist in Südafrika vorgefallen? Emma lernt ihre Verwandten kennen und durchsucht Archive. Was sie erfährt, möchte man lieber nicht über nahe Verwandte erfahren. Emma Brockes schildert in diesem biografischen Roman ihre eigene Suche nach ihren Wurzeln in Südafrika. Nach dem Tod ihrer Mutter in England, die immer nur andeutungsweise über ihre Familie gesprochen hat, möchte Emma Gewissheit über ihre gestellten Vermutungen haben. Ihr Schreibstil ist sehr sprunghaft. Die Mischung von Verwandten, Freunden und Bekannten, die erwähnt werden, überfordert den Leser. Die Zusammenhänge werden erst später deutlich. Persönliche Empfindungen der Autorin werden eher zurückhaltend und andeutungsweise erwähnt. Als Leserin habe ich mich ausgeschlossen gefühlt. Mir haben besonders Hintergrundinformationen zum Thema Südafrika, Apartheid und den angesprochenen Örtlichkeiten gefehlt. Die unvorstellbaren Verhältnisse in dieser Familie können nur erahnt werden und machen betroffen. Für die Autorin war es sicherlich wichtig, mit dem neuerworbenen Wissen, die Familiengeschichte für sich selbst aufzuarbeiten und dadurch Abstand zu gewinnen. Mich hat das Buch emotional bewegt, weil die schrecklichen Erlebnisse der Kinder so unvorstellbar sind. Lange unzusammenhänge Passagen über Verwandtschaftsverhältnisse, Rangfolgen einzelner sozialer Schichten und distanzierte Erlebnisse der Autorin lassen aber keinen Lesefluss entstehen.

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  • Eine schwere Reise in die Vergangenheit

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    Steffi1611

    Steffi1611

    02. September 2014 um 18:59

    Die Autorin Emma Brocks schildert in diesem Buch eine Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter Paula. Die wahre Familiengeschichte spielt zum Teil in England und in Südafrika. Paula erwähnt Emma gegenüber oft, dass sie ihr eines Tages ihre Lebensgeschichte erzählen wird, aber dazu kommt es nie. Recht früh stirbt Paula an Lungenkrebs und hinterlässt ihrer Tochter nicht viel über ihre Vergangenheit. Um sich ein wirkliches Bild zu machen beschließt Emma nach der Beerdigung und Haushaltsauflösung nach Südafrika zu reisen. Dort lebt der Großteil von Paulas Geschwistern, welche Emma besuchen möchte. Bei den Gesprächen mit ihren Onkeln und Tanten wird nicht oft sehr direkt erzählt, was früher war. Viele Sachen traut Emma sich einfach nicht zu fragen, aber nach und nach setzt sich ein Bild der Vergangenheit zusammen, welches sehr traurig ist. Paulas Mutter starb, als sie 2 war. Von da an hat sie zu der Familie ihrer Mutter gar keinen Kontakt mehr. Sie lebt bei ihren Vater und seiner neuen Frau sowie den Halbgeschwistern. Die Kindheit und Jugend ist geprägt von Armut, Alkohol, Gewalt und Missbrauch. Der Vater ist ein wirklicher Tyrann und macht seiner Familie das Leben zur Hölle. Paula bleibt lange bei ihrer Familie wohnen, obwohl sie es nicht leicht hat. Sie will ihre Geschwister nicht im Stich lassen. Ihre Stiefmutter hat es die ganze Zeit über nicht geschafft, sich gegen den Vater durchzusetzen oder ihn endgültig zu verlassen. Also sie sich entschieden haben ihn anzuzeigen, bricht die Stiefmutter nach einiger Zeit wieder ein und der Vater wird nicht verurteilt. Aber Paula verlässt ihre Familie und zieht nach England. Die Geschichte, welche hier erzählt wird, ist traurig aber es zeigt einem auch etwas Positives. Auch nach einer solchen Kindheit kann etwas Gutes aus einem werden. Klar hatte Paula ihre Ticks und war nicht immer einfach, aber sie hat nie aufgegeben und es geschafft allem zu entkommen. Meine Meinung zu dem Buch fällt allerdings eher mittelmäßig aus. Ich empfand das Lesen als unglaublich anstrengend und war froh, als es vorüber war. Dieses Buch hat so viele Längen. Die Reise nach Südafrika wird für mich zu detailliert dargestellt. Hier hätte man sich ruhig einfach auf die Fakten und Gespräche mit den Geschwistern beschränken können. Es wird zu sich zeitweise zu sehr mit Nebensächlichkeiten beschäftigt. Gleich zu Beginn des Buches kam es mir unglaublich unstrukturiert vor. Es wird viel hin und her gesprungen zwischen Erinnerungen und dem Jetzt. Nur leider ohne klare Struktur. Dies wird mit der Zeit im Buch besser, aber der anfängliche Eindruck bleibt. Des Weiteren bin ich nach dem Ende des Buches etwas ratlos zurück geblieben. Auf der einen Seite ist da das Gefühl, dass es schön ist, dass Emma sich auf diese Reise begeben hat und das ihre Mutter eine starke Frau war. Aber auf der anderen Seite ist da auch noch das Gefühl, dass es unvollständig ist. Irgendwas fehlt für einen wirklichen Abschluss. Ob das Buch zu empfehlen ist, sollte jeder selber entscheiden. Ich bereue es nicht komplett es gelesen zu haben, da es eine Liebeserklärung und eine Erinnerung an eine tolle Mutter und starke Frau ist.

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  • Eine Familiengeschichte, die leider nicht überzeugen konnte

    Sie ging nie zurück. Die Geschichte eines Familiendramas
    LaElla

    LaElla

    11. August 2014 um 00:50

    Emma ist eine mehrfach ausgezeichnete Journalistin und erzählt in diesem Roman ihre eigene Familiengeschichte. Die Geschichte ihrer Mutter Pauline, die in ihren 20ern Südafrika verließ und in England einen Neuanfang wagte. All die Jahre fragte sich Emma, was ihre Mutter wohl zu dieser scheinbar überstürzten Immigration bewegte und warum sie seitdem weder richtigen Kontakt zu ihrer Familie hatte, noch nach Südafrika zurückkehrte. Ihre Mutter erzählte ihr immer nur kleine Teile ihrer Jugend und lässt durch Kleinigkeiten durchscheinen, dass ihr wohl Schlimmes widerfahren ist. Als sie an einem Krebsleiden stirbt, begibt sich Emma auf die Suche nach ihren Wurzeln und vor allem nach einem: der Wahrheit. “Als ich beim Sportfest von einer roten Ameise gebissen wurde, untersuchte meine Mutter den winzigen Punkt, während ich vor mich hin schniefte. »Um Himmels willen. Was für ein Theater wegen so einer Lappalie. « Da, wo sie herkam, war der Biss einer Ameise, die den Namen verdiente, tödlich.” (S. 21) Dieser Roman ist eine wahre Geschichte über ein dunkles Familiengeheimnis und eine Hommage an Emmas Mutter Pauline, einer sehr speziellen Art von Frau, deren schreckliche Jugend sie bis zu ihrem Tod in ihren Handlungen und Charakter prägte. Ein großer Teil des Buches spielt in Südafrika und man erfährt viel über diesen Teil der Erde, die Mentalität der Einwohner und die Landschaft. Als Leser merkt man sofort, dass Emma Brocke eine erfahrene Journalistin ist. Allerdings wird ihr dies, in meinen Augen, oft zum Verhängnis, da ihr Schreibstil oft zu distanziert und zu sachlich wirkt. Dieser Umstand nahm mir oftmals das Gefühl in der Geschichte drin zu stecken, wirklich von ihr eingenommen und festgehalten zu werden. Es passierte mir oft, dass ich nach ein paar Seiten noch mal zurückgehen musste, weil ich las und las aber mir der Zusammenhang zu dem vorherigen Geschichtsstrang nicht einleuchtete. Es ist des Öfteren so, dass ein Satz in einer anderen Zeit spielt, als der nächste und dies nicht durch eine Überleitung deutlich wird. Das ist natürlich für einen guten Lesefluss eher hinderlich. “[...] darunter ein Brief meiner Mutter von 1976. »Das Baby hat alle meine Fehler«, lese ich und lache. Es ist ein indirektes Kompliment: Ihre Fehler hielt meine Mutter für sehr viel wertvoller als die Stärken der meisten anderen Leute.” (S.176) Emmas Familiengeschichte ist wirklich verstörend. Die Autorin bringt diese, die sie nur durch Nacherzählungen durch ihre Verwandten erfährt allerdings so pragmatisch rüber, dass man als Leser kaum berührt wird. Nur die Stellen, die sie selber erlebt hat, wie den Tod ihrer Mutter, sind so authentisch geschrieben, dass es mir sehr nah ging und ich meine Tränen nicht zurückhalten konnte. Bilder helfen dem Leser dabei, sich die Personen, um die es geht besser vorstellen zu können. Wie sie wohl waren und wodurch sie zu den Personen wurden, die sie heute sind. Das zeigte mir auch, dass selbst ein, auf einem Foto lachendes Gesicht, nie offenbart wie sich eine Person wirklich fühlt. Ich habe mir oft überlegt, warum ich in diesem Buch nicht vorankam und warum es sich für mich trotz der geringen Seitenzahl so unendlich lang anfühlte. Ich denke, dass es an der Tatsache lag, dass es eine wahre Geschichte ist. Es ist keine ausgedachte Geschichte in der der Protagonist ständig unvorhersehbare Dinge erlebt und einen Spannungsbogen aufrechterhalten kann. Sondern eine Geschichte, die zwar nicht alltäglich ist, jedem von uns jedoch so passieren könnte. Eine Nacherzählung über die Ahnenforschung einer jungen Frau, die ihre Mutter viel zu froh verlor, ohne deren Geschichte zu hören. Fazit Der Roman zog sich leider viel zu lang. Es nahm mir regelrecht die Lust am Lesen und ich war froh, als ich es endlich beendet hatte. Nichtsdestotrotz, war die Familiengeschichte Emma Brockes dennoch interessant. Für mich, die ich andere Erwartungen an das Buch hegte, leider nichts. Für Stammbauminteressierte bestimmt lesenswert.

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