Emma Campbell Webster Lost in Austen: Create Your Own Jane Austen Adventure

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Lost in Austen: Create Your Own Jane Austen Adventure“ von Emma Campbell Webster

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Buch zum Mitdenken und Entscheidungen treffen

    Lost in Austen: Create Your Own Jane Austen Adventure
    Tinalini

    Tinalini

    04. June 2013 um 20:50

    Als ich das Buch letztes Jahr gekauft habe, wollte ich es unbedingt sofort lesen. Nun hat es doch noch so lang gedauert. Eigentlich wollte ich ja alle anderen Austen-Bücher lesen, immerhin habe ich noch drei (vier, aber ein Werk in zwei Ausgabe/Sprachen) Bücher im Schrank stehen: Emma, Mansfield Park, Sense and Sensibility und Sinn und Sinnlichkeit. Aber dann kam immer etwas dazwischen, entweder waren es Rezensionsexemplare, die selbstverständlich immer bevorzugt behandelt und zwischen geschoben werden, oder eine Reihe, die ich lese und anschließend verleihe. Oder die akute Unlust ein so anspruchsvolles Buch zu lesen. Ausreden hin und her, ich habe das Buch jetzt gelesen und muss sagen: man versteht es auch so. Das Buch beginnt mit einer kurzen Erklärung, wer man (also Elizabeth) denn überhaupt ist, aus welcher Gesellschaftsschicht man stammt und was denn überhaupt los ist. „Hier stehst du und hier willst du hin. Sieh zu.“ Was mir noch nicht so ganz schlüssig ist und eigentlich auch irgendwie ein bisschen sinnfrei war, sind diese Punkte, die man zählen muss. Es gibt Punkte für Intelligenz, Selbstbewusstsein und Glück. Außerdem hat man Listen seiner Fähigkeiten/Errungenschaften, seiner Fehler und seiner Beziehungen, diese sind unterteilt in „bessere“ und „schlechtere“. In regelmäßigen Abständen passieren dann Ereignisse, bei denen man in diesen Kategorien Punkte abziehen oder addieren kann, man „lernt“ Fähigkeiten und die Fehler kommen ans Licht. Wozu man das aber schlussendlich braucht, ist mir nicht ganz klar. In meinem „Leselauf“ gab es lediglich zwei Stellen, an denen etwas stand wie „Wenn du 400 Intelligenzpunkte oder mehr hast, gehe zu Seite XXX und wenn du weniger als 400 hast, gehe zu Seite XXY“. Ich habe es natürlich fleißig gemacht, aber sollte ich das Buch noch mal lesen, würde ich darauf sicher verzichten. Ich muss auch zugeben, dass ich vom Anfang bis zum Ziel insgesamt vier Mal versagt habe. Game Over. Diese alternativen Enden waren aber immer sehr lustig und ich habe mehr als einmal herzlich gelacht. Der Reiz des Buches liegt sicherlich darin, vom bekannten Weg abzuweichen. An jeder selbst zu treffenden Entscheidung habe ich gründlich überlegt, wie es im Buch war, bzw. in einer der vielen Verfilmungen. Und auch, wenn ich häufig den altbewehrten Weg genommen habe, habe ich trotzdem den ersten Antrag von Mr. Darcy angenommen. Was dabei passiert ist? Tja, ich verrate nichts.  Zwischen den einzelnen Absätzen kamen immer wieder kurze Passagen der „Erzählerin“, die einem noch mal bestätigt hat, wie blöd es grad gelaufen ist, auch wenn man selbst nichts entscheiden konnte und eben angesagt hat, welche Punkte man wo ergänzen oder wegstreichen musste. Ich habe übrigens am Ende 7 positive Eigenschaften gehabt, dafür aber 23 Fehler. Das Buch hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, allerdings macht es, glaube ich, nur dann Spaß, wenn man das Original kennt. Und man versteht es auch, wenn man die anderen Werke von Frau Austen nicht kennt. Am Ende stehen ganz viele Anmerkungen, wenn z.B. Lizzie in einer Abweichung jemanden trifft, der aus einem anderen Buch stand oder wenn Lizzie irgendwo ist, wo Frau Austen nachweislich selbst einmal war. Diese Stellen sind im Buch optisch gekennzeichnet und am Ende nach Seitenzahlen erklärt. Aber ich habe nur selten nachgeschlagen. Ging auch so. Ich ziehe einen Punkt ab, den Grund dafür möchte ich nicht öffentlich schreiben, weil ich ja nicht spoilern möchte. Wer es wissen will, möge sich bei mir melden.

    Mehr