Nacht über Frost Hollow Hall

von Emma Carroll und Verena Körting
4,3 Sterne bei28 Bewertungen
Nacht über Frost Hollow Hall
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MsChilis avatar

4,5 Sterne für ein außergewöhnliches Kinderbuch. Hat mir sehr gefallen.

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Ein bisschen gruselig, viel Spannung und ganz viel Herz!!

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Inhaltsangabe zu "Nacht über Frost Hollow Hall"

Für alle Fans von Downton Abbey! Kinderbuch für Mädchen ab 10.
Ob es auf Frost Hollow Hall spukt? Tilly ist froh, dass sie mit ihren 12 Jahren auf dem herrschaftlichen Anwesen eine Arbeit gefunden hat. Und mit Gracie, mit der sie sich eine Kammer teilt, versteht sie sich wunderbar. Doch schon bald merkt Tilly, dass auf Frost Hollow Hall seltsame Dinge vor sich gehen. Als sie eines Abends zum Kühlhaus eilt, um Eiswürfel für den Lord zu schlagen, entdeckt sie eine Gestalt auf dem zugefrorenen See …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783522184502
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:19.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    HighlandHeart1982s avatar
    HighlandHeart1982vor einem Monat
    Absolut überzeugend

    Tilly und Will gehen unerlaubt auf dem See bei Frost Hollow Hall Schlittschuhlaufen, woraufhin Tilly ins Eis einbricht und nur durch ein Wunder gerettet wird. Dadurch wird ihre Neugier für das geheimnisvolle Anwesen geweckt.

    Die Geschichte ist spannend und interessant erzählt, die Kapitel sind recht kurz, was ich sehr angenehm finde. Die Handlung ist verständlich beschrieben und der Schreibstil macht Spaß.

    Das Cover sieht toll aus und macht gemeinsam mit dem Klappentext neugierig auf das Buch. zu Beginn eines jeden Kapitels sind schwarz-weiße Bilder, die die Stimmung der Geschichte wiederspiegeln.

    Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen, man "fliegt" regelrecht durch die Seiten.

    Dieses Werk hat zurecht in Großbritannien einige der wichtigsten Literaturpreise gewonnen und ich kann es jedem empfehlen, der gerne Romane liest.

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    MsChilis avatar
    MsChilivor einem Monat
    Kurzmeinung: 4,5 Sterne für ein außergewöhnliches Kinderbuch. Hat mir sehr gefallen.
    Kann ich empfehlen

     Tilly, zwölf Jahre alt, ist froh Arbeit gefunden zu haben. Und dann noch an so einem interessanten Ort wie das Anwesen Frost Hollow Hall. Auch wenn sich natürlich die Gerüchte um die Familie und das Gebäude ranken. Und dann geschehen wirklich seltsame Dinge auf dem Anwesen und Tilly fragt sich, ob es wirklich spukt.

     

    Dieses Buch kann meiner Ansicht nach nicht nur Kinder begeistern. Trotz meines Alters fand sogar ich manche Stellen etwas gruselig. Die ganze Atmosphäre im Buch strotzt vor geisterhafter Energie und die Umgebung, das Herrenhaus und der See sind grandios beschrieben. Die Orte konnte ich mir richtig gut vorstellen. Auch die Charaktere überzeugen hier. Tilly ist von Anfang an sympathisch und ihre Art muss man einfach mögen. Sie ist lebhaft, neugierig, dabei aber auch hilfsbereit. Insgesamt herrscht eine frostige, unheimliche Stimmung, die natürlich durch die verbreitete Schauergeschichte mit Kit’s Tod nur noch verstärkt wird. So eine mitreißende Gruselgeschichte hatte ich schon lange nicht mehr.

     

    Hat mir ausgesprochen gut gefallen und kann ich nur empfehlen.

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    Cellissimas avatar
    Cellissimavor 5 Monaten
    Downton Abbey für kids mit einer guten Portion Geister, Spuk, Grusel und Spannung!

    Die 12-jährige Tilly beginnt als Dienstmädchen auf Frost Hollow Hall zu arbeiten.
    Das freut sie nicht nur deshalb, weil es dort wunderschön ist, sondern auch, weil sie einen Plan hat: sie will mehr über Master Kit und die mysteriösen Umstände seines Todes erfahren. Etwa 10 Jahre zuvor starb dieser nämlich beim Eislaufen auf dem See - und nachdem es Tilly beinah ebenso erging und sie in letzter Sekunde von Kits Geist gerettet wurde, erscheint er ihr immer öfter im Traum ...
    Sie wird in ihrem Vorhaben bestärkt, als sie sehr bald merkt, dass es nicht nur auf dem Anwesen, sondern auch in dem Haus selbst spukt. -Und es ist kein netter Geist ... oder sind es gar mehrere? Was geht auf Frost Hollow Hall vor sich?

    ******

    "Nacht über Frost Hollow Hall" ist eine Mischung aus historischem Roman (wir befinden uns im Jahr 1881) und Geister- bzw. Gruselgeschichte für ältere Kinder und Jugendliche.
    Kulisse, Figuren und Handlung erinnern stark an Downton Abbey, die Geschichte ist sehr authentisch und atmosphärisch.
    Die Grundstimmung ist aber düster, mysteriös. Daher finde ich die Altersempfehlung ab 10 Jahren etwas zu tief angesetzt. Ich kenne wenige 10-Jährige, die schon reif für diese Geschichte wären. Die meisten würden noch zu viel Angst bekommen. Im Zweifel daher lieber noch etwas warten!
    Die Geschichte liest sich auch für Erwachsene schön und flüssig, sie macht einfach Spaß, wenn man historische Romane, Downton Abbey-Feeling und ein wenig Geister, Spuk und schaurige Stimmung mag. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz.
    Es ist eine Geschichte, die ganz klar das Potenzial für volle 5 Sterne hat- dass es die von mir nicht gibt, liegt daran, dass mir das Ende nicht so gut gefiel. Mir hätte es besser gefallen, wenn Tilly auf Frost Hollow Hall geblieben wäre.
    Auch finde ich diese Liebesthematik am Ende für eine 12-Jährige einfach nicht angemessen und überzeugend ... es wirkt, als ob sie ihrer Mutter ihren Verlobten vorstellen und um deren Segen bitten wolle. Wie passt das zu Tillys zartem Alter? -Für mich leider gar nicht ... und auch deswegen würde ich die Altersgrenze ein wenig höher als empfohlen ansetzen.
    Ansonsten aber einfach schön und lesens- und empfehlenswert!








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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Geistergeschichte
    Spannende Geistergeschichte

    1881, England: Frost Hollow Hall ist ein kalter und dunkler Ort, an dem es angeblich sogar spukt. 10 Jahre ist es her, seit der junge Lord Christopher (Kit) Barrington im nahegelegenen See beim Schlittschuhlaufen ertrunken ist. Seitdem lebt die Familie in Trauer. Nun wäre fast wieder ein Unglück passiert. Beim unerlaubten Schlittschuhlaufen mit ihren Freund Will bricht auch die junge Tilly im Eis ein, wird aber zum Glück von einem mysteriösen Jungen mit goldenem Haar gerettet. Schnell wird ihr klar: ihr rettender Engel ist Kit. Doch warum findet Kit keine Ruhe und sucht sie sogar in ihren Träumen heim? Um mehr zu erfahren, nimmt Tilly daher eine Stellung als Dienstmädchen auf Frost Hollow Hall an und kommt dabei überraschenden Geheimnissen auf die Spur.

    "Nacht über Frost Hollow Hall" stammt aus der Feder von Emma Carroll. Die britische Autorin legt hier eine unterhaltsame viktorianische Geisterstory vor und glänzt dabei mit viel Atmosphäre, welche durch das tolle Cover und die wunderbaren Zeichnungen an jedem Kapitelanfang noch unterstrichen wird. Frost Hollow Hall ist ein richtig düsterer Schauplatz und einige Male lief auch mir ein Schauer über den Rücken. Denn im Herrenhaus gehen wirklich unheimliche und mysteriöse Dinge vor sich. Wer oder was steckt dahinter?

    Auch die Figuren überzeugen. Ich-Erzählerin Tilly ist eine liebenswerte und sympathische Heldin, mit der ich auf Anhieb mitgefühlt und mitgefiebert habe. Momentan ist ihr Leben nicht gerade leicht. Ihr Vater ist verschwunden, ihre Mutter hält die kleine Familie mit Näharbeiten über Wasser und die Miete ist auch bald fällig. Daher ist der Job als Dienstmädchen gleich doppelt nützlich. Nicht nur um Geld zu verdienen, sondern auch um die Wahrheit über die damaligen Geschehnisse herauszufinden. Mit Tillys Alter hatte ich allerdings ein paar Probleme, denn dieses wird im Buch nie erwähnt. Der Verlag gibt hier 12 an, ich persönlich würde sie eher auf 14-15 Jahre schätzen. Auch weil wir hier eine zarte Romanze erleben.

    Der Roman liest sich ausgesprochen flüssig und entwickelt sich schnell zu einem richtigen Pageturner. Themen wie Trauer, Schmerz, Loslassen, Freundschaft und Liebe spielen dabei eine wichtige Rolle. Die spannende Spurensuche auf Frost Hollow Hall offenbart so manche Überraschung, wobei ich mir die Auflösung fast noch ein wenig spektakulärer vorgestellt hatte. Trotzdem konnte ich das Buch am Ende mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht zuklappen.

    Insgesamt kann ich daher "Nacht über Frost Hollow Hall" sehr empfehlen. Eine schaurig-schöne Geistergeschichte für Jung und Alt, für die ich sehr gute 4 Sterne vergebe.

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    Smilla507s avatar
    Smilla507vor einem Jahr
    Kurzmeinung: So winterlich-frostig, wie das Cover vermuten lässt und auch etwas gruselig. Aber großartig erzählt!
    Sehr geheimnisvoll und ein bisschen gruselig

    Seitdem Tilly beim Eislaufen beinahe im See ertrunken ist, begegnet ihr im Traum Kit, der verstorbene Erbe von Frost Hollow Hall. Er ertrank ebenfalls im See beim Schlittschuhlaufen. Tilly ist neugierig und geht der Sache nach, wird als Hausmädchen auf Frost Hollow Hall angestellt. Doch seltsame Dinge geschehen dort. Geister?

    Lauter Geheimnisse gilt es aufzudecken, was dieses Buch so spannend und auch äußerst winterlich-atmosphärisch macht. Die frostige Stimmung des Covers findet sich im Buch wieder. Aber auch das Herz wird angesprochen, denn es gibt eine erste, zarte Liebesgeschichte, die sich ganz unaufdringlich in die Handlung einflicht.

    Die Geschichte ist ungefähr zu Beginn des letzten Jahrhunderts angesiedelt und lässt seine Leser in eine Zeit ohne Handys abtauchen, in der Züge und Kutschen noch Fortbewegungsmittel Nr. 1 waren.

    Die Inhaltsangabe lässt es bereits vermuten: Dieses Buch ist nichts für zartbesaitete Kinder, da es etwas gruselig wird. Ich würde das Buch auch 12jährigen Mädels noch empfehlen, da Tilly ebenfalls in diesem Alter ist und die ganze Story nicht sehr kindlich anmutet.

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    lex-bookss avatar
    lex-booksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bei der Altersempfehlung gerne zwei Jahre drauf, ansonsten ein gutes, teilweise recht gruseliges Debüt mit kleinen Längen und Kanten.
    Tolles, teilweise unheimliches Schauermärchen - eher ab 12 Jahren geeignet

    Bei der Altersempfehlung ab 10 Jahren waren einige Leser skeptisch. Als Richtwert sagt man, das Alter der Leser sollte in etwa dem der Protagonisten entsprechen - und da wäre man mit 12 Jahren auf der sicheren Seite. Im Zweifelsfall muss man - wie immer - individuell entscheiden, wieviel Spannung das eigene Kind verträgt. Meiner Meinung nach geschieht hier nichts, was für ältere (!) Kinder nicht zumutbar wäre. Noch dazu löst Emma Carroll am Ende alle Handlungsfäden auf eine sehr versöhnliche Weise auf.

    „Nacht über Frost Hollow Hall“ ist Geschichtsstunde und Geisterbuch in einem: 1881 war nicht nur der Winter rau, sondern auch das Leben und nicht selten der Ton. Der Alltag der 12jägrigen Tilly ist von harter Arbeit und Armut geprägt. Umso mehr, seit der Vater vor kurzem verschwunden ist und Tilly mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Eliza alleine über die Runden kommen muss. Als sie das Angebot erhält, als Dienstmädchen auf dem abgelegenen Landsitz Frost Hollow Hall zu arbeiten, nimmt sie begeistert an. Es lockt nicht nur die Aussicht auf eine gute Bezahlung, sondern auch das Rätsel um den vor zehn Jahren ertrunkenen jungen Lord Barrington, der Tilly seit einem Unfall nachts in ihren Träumen erscheint. Im Haus trifft Tilly jedoch auf eine Barriere des Schweigens und der Angst.

    Hinter einer Geistererscheinung steht immer ein ungelöstes Geheimnis. Und so verlegt sich Emma Carroll nicht auf bloße Effekte, sondern bindet den Spuk in eine tragische Familiengeschichte ein, in der Verlustangst und Trauer eine Rolle spielen. Das verleiht dem Plot Tiefe, ist aber für jüngere Leser eventuell emotional herausfordernd, auch wenn immer wieder muntere Passagen folgen und Tillys Nachforschungen im Vordergrund stehen.

    Sprachlich ist die Geschichte durchweg altersgerecht. Emma Carroll schreibt leicht verständlich und Tillys Ton entspricht dem einer 12jährigen, die zum Teil noch ungestümes Kind ist, mit einem Fuss aber schon auf der Schwelle zur Jugend steht und beispielsweise beginnt, sich für Jungs zu interessieren. Dass Tilly in einigen Dingen, etwa Geld- und Arbeitsfragen, einen reifen Eindruck macht, steht für mich im Einklang mit den historischen Gegebenheiten, die authentisch - heißt: nicht verklärend - rüber kommen.

    Die Charaktere, die Tilly durch die Geschichte begleiten, sind zum Teil sympathisch und herzlich, zum Teil distanziert, undurchsichtig und streng. Tilly begegnet den Bewohnern von Frost Hollow Hall jedoch äußerst tapfer und couragiert und bewahrt sogar auf unheimlichen dunklen Treppen und im einsamen, frostweißen Wald einen kühlen Kopf. Es fiel mir sehr leicht, mich auf die Figur einzulassen und mich gemeinsam mit ihr auf Spurensuche zu begeben.

    Emma Carroll hat mir einige sehr spannende Lesestunden beschert. Hier und da hätte man vielleicht besser abrunden können. Die Nebenhandlung um Tillys verschwundenen Vater kommt insgesamt etwas kurz, hätte aus meiner Sicht aber auch Stoff für ein eigenes Buch geboten. Letztlich wird hier auf die reale historische Gegebenheit der Armutsflucht Bezug genommen, ich bezweifle aber, dass Kinder die Hinter- und Beweggründe wirklich ganz durchschauen können. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft kleine Längen im Mittelteil: Hier kommt Tilly mit ihren Nachforschungen etwas langsam voran. Trotzdem war das Buch für mich weit von Langeweile entfernt: Die unheimliche, düstere Atmosphäre im alten Herrenhaus, das seltsame Verhalten seiner Bewohner und deren beharrliches, bedrückendes Schweigen ließ bei mir - im Gegenteil - viel Vorfreude auf Halloween und die dunkle Jahreszeit aufkommen.

    Fazit: Eine traurige, schaurige und trotzdem auch schöne Geschichte über ruhelose Geister und die ungute Macht des Schweigens. Mit viel atmosphärischem Grusel, aber kleinen Längen und Kanten. Die Altersempfehlung könnte man gut und gerne zwei Jahre anheben.

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    EmmyLvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geheimnisse, Geister, seltsame Vorfälle und unglaubliche Erscheinungen - ein spannendes Leseerlebnis mit Gänsehaut-Faktor.
    Eine schaurig-schöne Geschichte

    In dem kleinen Ort Frostcombe kennt jeder eine gruselige Geschichte über das große Herrenhaus Frost Hollow Hall. Vor zehn Jahren ist das einzige Kind von Lord und Lady Barrington beim Schlittschuhfahren tödlich verunglückt. Seit dem ist der herrschaftliche Haushalt in trauernder Stille versunken und wilde Gerüchte machen die Runde.

    Zehn Jahre später wagt sich Tilly wegen einer Wette ebenfalls auf den zugefrorenen See. Leider ist das Eis in der Mitte zu dünn und das Mädchen versinkt im eisigen Wasser. Ihr Leben wird auf mystische Weise gerettet. Im Traum erscheint ihr der rettende Engel immer wieder und verlangt für seine Tat eine nicht zu bewältigende Gegenleistung.

    Tilly ist ein aufgewecktes, zwölfjähriges Energiebündel. Mit ihrer Familie bewohnt sie ein sehr kleines Häuschen. Während der Vater in der Ferne Geld verdient, näht die Mutter zu Hause. Leider reicht das wenige Geld weder für die Miete, noch für ausreichend Essen. Aus diesem Grund arbeitet Tilly in der Schule für die Lehrerin und ihre Schwester in einer Fabrik am Rande der Ortschaft. Als der Vater die Familie verlässt, um in Amerika sein Glück zu machen, folgt ihm die Schwester. Allein mit der Mutter bleibt Tilly nichts anderes übrig, als in Frost Hollow Hall eine besser bezahlte Stellung als Dienstmädchen anzunehmen.

    Tilly steckt voller Energie. Sie zeigt Courage, indem sie sich nicht verbiegen lässt. Steht zu ihren Taten und sagt gnadenlos die Wahrheit, denn es gibt eindeutig zu viele Geheimnisse in Frost Hollow Hall.

    Die Geschichte wird von Tilly in der Ich-Form im Präteritum erzählt. Sie lässt den Leser hautnah an ihren Erlebnissen teilhaben.

    Ein spannender Schreibstil, kurze Sätze und übersichtliche Gliederung machen dieses Werk zu einem einmaligen Leseerlebnis. Geheimnisse, Geister, seltsame Vorfälle und unglaubliche Erscheinungen sind in dieser Erzählung perfekt verpackt. Der Roman hält genau das richtige Maß an Gänsehaut-Situationen bereit, um schaurig zu sein, der jungen Leserin aber nicht den Nachtschlaf zu rauben. Über jedem Kapitelanfang befindet sich eine dunkle, kalte Zeichnung. Sie versetzt die Leserin genau in die richtige Stimmung. Zur besseren Gliederung sind zwischen den Absätzen zwei dunkle, fliegende Vögel zu finden. So wird der Text gekonnt aufgelockert und zieht auch kleine Lesemuffel in seinen Bann.

    Eine schaurig schöne Geschichte für Mädchen ab 12 Jahre.

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    Archers avatar
    Archervor einem Jahr
    Spooky Hollow

    Wir schreiben das Jahr 1881. Die junge Tilly ist bettelarm und lebt mit ihrer Mutter und Schwester in einer Kate, für die sie kaum die Miete aufbringen können. Sie warten auf den Vater, der einige Wochen woanders gearbeitet hat und Geld mitbringen soll. Doch er kommt nicht, stattdessen machen sich er und Tillys ältere Schwester auf den Weg nach Amerika und lassen Tilly und ihre Mutter zurück. Um Geld zu verdienen, geht Tilly als Dienstmädchen nach Frost Hollow Hall, dem unheimlichen Herrenhaus. Schnell merkt sie, dass es dort nicht nur spukt, sondern auch die Besitzer und selbst die Dienstboten Geheimnisse haben. Sie weiß, dass es nur besser wird, wenn sie die Geheimnisse aufklärt und den Toten ihre Ruhe wiederbringt.

    Ein spannendes Thema, meiner Meinung wurde die Zeit gut recherchiert und umgesetzt. Mit Tilly erfährt man nicht nur vom Dorfleben der einfachen Menschen, sondern lernt auch die Gebräuche und Sitten auf einem großen Gut kennen, genauso wie die Hackordnung unter dem Gesinde. Dass es ein wenig mystisch wird, tut der Geschichte keinen Abbruch; ich glaube, ich habe mich hier an manchen Stellen mehr gegruselt als bei Stephen King. Wofür es bei mir Abzug gibt, ist das Alter der Protagonistin. Sie erschien mir immer älter als ihre angegebenen zwölf Jahre, auch wenn sich Kinder damals schneller entwickelt haben mochten, erschien sie mir meistens deutlich reifer, gerade wenn es zu den Begegnungen mit dem Fleischerjungen Will oder dem Geisterjungen Kit kam. Auch finde ich die Einordnung ins Genre Kinderbuch ein bisschen arg optimistisch, Jugendbuch wäre weitaus besser geeignet. Trotzdem eine echt coole Story, die Spaß gemacht hat zu lesen.

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    Sonjalein1985s avatar
    Sonjalein1985vor einem Jahr
    Nicht nur für Kinder

    Inhalt: Die 12-jährige Tilly ist froh, als sie eine Stelle in Frost Hollow Hall bekommt. Doch in dem herrschaftlichen Anwesen scheint es nicht mit rechten Dingen zuzugehen, denn immer wieder gehen Dinge zu Bruch. Bald schon glaubt Tilly, dass ein Geist sein Unwesen treibt. Jedoch scheinen ihr die Erwachsenen nicht zu glauben, also muss das Mädchen auf eigene Faust ermitteln.

    Meinung: „Nacht über Frost Hollow Hall“ ist ein spannendes und leicht unheimliches Buch, das nicht nur für Kinder geeignet ist. Die Geschichte und die Umgebung ziehen den Leser schnell in seinen Bann und die Charaktere tun ihr übrigstes.
    Im Mittelpunkt steht natürlich die 12-jährige Tilly, die gerade familiär einiges durchzustehen hat. Da sie außerdem in Armut lebt, ist sie froh, als sie eine Anstellung in Frost Hollow Hall bekommt, einem Herrenhaus, das angeblich verflucht sein soll. Für Tilly ist dieses Gerede jedoch ein Grund mehr, unbedingt dort arbeiten zu wollen, wurde sie doch kürzlich von einem Geist gerettet und will diesen nun unbedingt ebenfalls helfen. Dieser Geist war nämlich niemand anderes, als der verstorbene Erbe von Frost Hollow Hall: Kit. In dem alten Haus angekommen merkt sie jedoch schnell, dass die Taten des Geistes sich völlig von dem Bild unterscheiden, das sie sich von Kit gemacht hat. Also beginnt sie zu ermitteln.
    Tilly ist mutig, frech und durchsetzungsstark. Ausserdem ist sie sehr hilfsbereit, nicht nur gegenüber dem Geist, sondern ebenfalls gegenüber ihrer Familie und neuen Kollegen. Ich mochte diesen Charakter und habe so sehr stark mit ihr mitgefiebert.
    Auch die anderen Charaktere, sei es nun die feine Hausherrin oder der befreundete Fleischersbursche sind alle sehr authentisch und zeitgemäß beschrieben und somit vollkommen glaubwürdig.
    Die Umgebung ist unheimlich und dunkel, was durch die Tatsache das tiefster Winter herrscht noch verstärkt wird.
    Die Geschichte ist sehr spannend und setzt sich, außer mit dem Grusel, noch mit ernsten Themen wie Trauerbewältigung, Standesunterschieden oder der ersten Liebe auseinander.
    „Nacht über Frost Hollow Hall“ ist meiner Meinung nach nicht nur für Kinder geeignet. Ich selbst bin über die eigentliche Zielgruppe schon länger hinaus, trotzdem konnte mich das Buch wahnsinnig gut unterhalten. Ich würde eher sagen, da es „auch“ für Kinder geeignet ist, da es nicht blutig oder brutal ist.

    Fazit: Gelungenes, etwas unheimliches, Buch, das nicht nur für Kinder spannende Lesestunden bereithält.

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    anke3006s avatar
    anke3006vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine faszinierende Geschichte
    Tilly und das Geheimnis

    Ob es auf Frost Hollow Hall spukt? Tilly ist froh, dass sie mit ihren 12 Jahren auf dem herrschaftlichen Anwesen eine Arbeit gefunden hat. Und mit Gracie, mit der sie sich eine Kammer teilt, versteht sie sich wunderbar. Doch schon bald merkt Tilly, dass auf Frost Hollow Hall seltsame Dinge vor sich gehen. Als sie eines Abends zum Kühlhaus eilt, um Eiswürfel für den Lord zu schlagen, entdeckt sie eine Gestalt auf dem zugefrorenen See … Wow, dieses Buch hat uns vom ersten Moment gefangen genommen. Es war so spannend. Der Schreibstil ist wirklich toll. Schon zu Beginn, die Szene am See und wie Tilly durch das Eis bricht. Tillys Träume, man erlebt dies alles förmlich mit. Emma Carrol hat bei uns sofort das Kopfkino anspringen lassen und wir wollten das Buch nicht mehr weglegen. Ein tolles Debüt.

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