Emma Claire Sweeney

 3.8 Sterne bei 35 Bewertungen
Autorin von Beim Ruf der Eule.
Emma Claire Sweeney

Lebenslauf von Emma Claire Sweeney

Von einer, die sich traut, Unsagbares niederzuschreiben: Die US-amerikanische Autorin veröffentlicht seit Jahren Kunstfeatures und Beiträge über Behinderungen im Guardian, bei Independent on Sunday, Mslexia und in der Times. Ihr Schaffen wurde mehrfach ausgezeichnet, beispielsweise mit Arts Council, Royal Literary Fund und Escalator Awards. Ihren Debütroman „Owl Song at Dawn“ publizierte die Schriftstellerin, die kreatives Schreiben an der New York University unterrichtete, im Jahr 2016. Die deutsche Übersetzung „Beim Ruf der Eule“ erschien 2018. Inspiriert von ihrer an Zerebralparese und Autismus erkrankten Schwester, erzählt sie die Geschichte der bald 80-jährigen Maeve Maloney, die nach langer Zeit wieder auf ihre große Liebe Vincent Roper trifft. Er ist der einzige, der noch von ihrer Schwester Edie weiß, die singen konnte wie eine Nachtigall und ein Star geworden wäre, hätte das Schicksal nicht seine Finger im Spiel gehabt. Emma Claire Sweeney lebt in London.

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Emma Claire SweeneyBeim Ruf der Eule
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Beim Ruf der Eule
Beim Ruf der Eule
 (35)
Erschienen am 27.07.2018

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Rezension zu "Beim Ruf der Eule" von Emma Claire Sweeney

Ergreifende, schwermütige Geschichte
verena1995vor 20 Tagen

„Auch mit fast 80 führt Maeve Maloney ihre kleine Pension am Meer mit unerschütterlicher Energie. Auf viele wirkt sie unnahbar, fast ruppig. Nur wenige wissen um die Zärtlichkeit, die sie in ihrem Inneren verbirgt. Als Jahrzehnte nach seinem Weggang auf einmal Vincent Roper vor ihrer Tür steht, würde Maeve ihn am liebsten wegschicken. Einst war er ihre große Liebe, heute ist er der Einzige, der noch weiß, dass sie einmal eine Schwester hatte: Edie, die singen konnte wie eine Nachtigall und ein gefeierter Star geworden wäre, hätte das Schicksal es nicht anders gewollt …“1

1https://www.luebbe.de/bastei-luebbe/buecher/sonstige-belletristik/beim-ruf-der-eule/id_6187216

 

Mir hat das Buch gut gefallen, an manchen Stellen fand ich es aber einfach schwer dem Text zu folgen, auch die ganze Geschichte ist nichts für schwache Nerven.  Maeve ist eine tolle Frau, wie sie trotz ihrem Alter noch die Pension führt und sich so für andere Menschen, vorallem mit Behinderung einsetzt, ist bemerkenswert. Durch die Krankheit ihrer Schwester Edie wurde sie ihr ganzes Leben lang geprägt.

 

Ein wirklich bewegendes Buch, das mich aber leider nicht vollkommen überzeugen konnte. Hab einfach manche Schwierigkeiten beim Leben gehabt. Das Thema an sich hat mir gut gefallen, aber der Schreibstil/Erzählstil war für mich nicht einfach, brauchte eine Zeit bis ich richtig reingekommen bin. Insgesamt eine schwermütige, aber ergreifende Lebensgeschichte.

Vergeben dafür 3,5 von 5 Sternen.

 

Bastei Lübbe

Taschenbuch

Sonstige Belletristik

415 Seiten

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

ISBN: 978-3-404-17713-4

Ersterscheinung: 27.07.2018

 

 


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Beizeitenbuechers avatar

Rezension zu "Beim Ruf der Eule" von Emma Claire Sweeney

Beim Ruf der Eule
Beizeitenbuechervor einem Monat

Kritik zur Geschichte des Buches: Die Idee der Geschichte dieses Buches ist wirklich eine ganz wunderbare. Alleine das Maeve mit ihren stolzen 80 Jahren noch eine Pension betreibt und darin aufgeht. Immerhin ist es ihr ganzes Herzblut und hat auch einen Hintergrund, warum sie diese Pension mit soviel Liebe über die Jahre hinweg führt. Da steckt eine Lebensgeschichte hinter.

Kritik zu den Protagonisten: Die Hauptprotagonistin Maeve hat mich am Anfang wirklich zwiespältig auf ihr Wesen schauen lassen und ich war hin- und hergerissen ob ich sie nun mag oder nicht. Auf einer Seite war ich gerührt, dass sie mit ihren 80 Jahren diese Pension führt und in ihrer Art doch schon liebevoll ist und auf der anderen Seite, fand ich ihre Antworten in einem Gespräch mit einem besonderen Menschen ziemlich ruppig und rauh. Ich habe mich versucht in Maeve hinein zu versetzen, warum sie gerade so reagiert hat, konnte aber erst beim Beenden des Buches und die Sicht auf ihr ganzes Leben schon verstehen, warum sie so manches Mal so reagiert. Zumal ist dies auch eine ganz andere Generation als wir. Sie sind anders aufgewachsen. Andere Verhältnisse, ein anderer Jahrgang, ein anderes Leben. Maeve sollte man in diesem Buch wirklich seine Zeit geben, vor allem auch um mit ihr warm zu werden. Gebt ihr also ihre Zeit.

Edith die Schwester von Maeve erwärmte mir das Herz, alleine mit ihren Wörtern. Bei mir hängen geblieben ist die Schnutendose. Was es genau ist, möchte ich hier natürlich nicht vorab verraten. Als ich las welches Schicksal sie (er)tragen musste und wie lebensfroh sie dennoch war, da ging mein Herz auf, wirklich. Was diese Zeit für besondere Menschen wie sie dennoch mitbrachte, lässt sich wohl kaum in Worte fassen und ich glaube vieles ist heute nicht besser, auch wenn es vielleicht mehr Mittel und Wege gibt, die bei Weitem mit Sicherheit auch besser waren als zu der Zeit. Sie wurde jedenfalls wirklich gut herausgearbeitet und ich sah sie oft bildlich vor meinen Augen in einigen Situationen. Sie ist mir auf jeden Fall ans Herz gewachsen. Ebenso Maeves und Ediths Mutter. Was sie für Lasten und Leid zu tragen hatte, wie oft sie versuchte alles aufrecht zu erhalten, wie stark sie war. Es gab einen Moment da konnte ich mich sogar mit ihr vergleichen. Wahrscheinlich konnte sie in dieser Zeit nicht viel tun außer stark zu bleiben. Sie war eines der mitstärksten Charaktere in diesem Buch. Meine Bewunderung auch für die Ausarbeitung von ihr.

Maeves und Ediths Vater hingegen war ehrlich ein sturer Mensch, den ich manchmal die Schranken hätte weisen wollen. Ich glaube nicht, dass ihm der Zustand und die Situation um seine Tochter Edith leicht gefallen ist aber das ist eine Sorte Mensch, der manchmal der Kopf gewaschen werden muss. Warm wurde ich nicht mit ihm.

Frank der frühere Verlobte von Maeve kam mir sehr starr vor und war für mich oft nicht erreichbar, was vielleicht an seiner Art lag. So warm geworden bin ich mit ihm irgendwie gar nicht wirklich.

Vincent der auch seine Rolle in diesem Buch hat und ein früherer Freund von Maeve ist erinnerte mich etwas an meinen Großvater. Eine sehr ruhige, frohe Lebensart die zeitweise sogar ansteckt. Ein Mann der nicht aufdringlich ist, ein Mann der Fehler macht und diese sich eingesteht. In der heutigen Welt wirklich viel wert.

Die restlichen Protagonisten wie zum Beispiel Steph und Len waren auch echt toll. Sie sind mir wahnsinnig ans Herz gewachsen, ebenso Zenka.

Kritik zur Umsetzung des Buches und dem Schreibstil: Die Umsetzung dieses Buch war wirklich grandios, auch wenn ich anfangs dachte, dass ich dieses Buch zur Seite legen werde aber das Dranbleiben hat sich auf jeden Fall mehr als gelohnt und wer mich kennt, weiß das ich auch die schlechtesten Bücher zu Ende lese. Alle Charaktere in diesem Buch waren sehr gut aufeinander abgestimmt, die Geschichte wirklich gut ausgearbeitet und vor allem die besonderen Menschen gaben mir das Gefühl von Echtheit und Charakter. Es war einfach alles sehr stimmig und das hat mir beim Lesen Freude bereitet. Es gibt zudem auch einen Grund, warum all das so stimmig und wunderbar ausgearbeitet wurde. Dies erfahrt ihr aber am Ende.

Der Schreibstil ist sehr gut, es liest sich flüssig und lässt Bilder vor den Augen entstehen. Ich fühlte mich von dem Buch getragen, mitgenommen und oft mitgerissen.

Kritik zum Cover des Buches: Das Cover ist und bleibt Coverliebe. Einfach nur schön und wunderbar passend zum Titel und dem Inhalt der Geschichte.

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Rezension zu "Beim Ruf der Eule" von Emma Claire Sweeney

Einfühlsam, zeitweise recht schwer, aber wunderbar!
3erMamavor 2 Monaten

Ein wunderschöner Debütroman der Autorin, welcher sehr zum Nachdenken anregt.

Kein leichtes Thema für mal eben zwischendurch. Geht es doch um so vieles: das Verarbeiten von Schuldgefühlen aus der Vergangenheit, Zusammenleben von Behinderten und Nichtbehinderten inklusive Ärzteentscheidungen über Köpfe hinweg, Gas Zutun der Kirche, die erste große Liebe, die nicht gelebte Liebe.

Auf manchen Seiten tat ich mich etwas schwer, aber der Großteil hingegen war wunderbar geschrieben und ich fühlte mich zeitweise in die wunderschöne, wenn auch alte, Pension, die Maeve im stolzen Alter von 80 Jahren führt, versetzt. 

Ein wunderbares Buch, welchem ich 4 von 5 Sternen gebe. 

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