Alex, sie ist „Gast“ in der Welt der Schönen und Reichen.
Sie ist eine Hochstaplerin und Escortdame – und sie hat Schulden bei ihrem Ex, der deswegen immer dicht hinter ihr ist, um sein Geld zurückzubekommen.
Und auch bei ihren Buchungen läuft nicht alles rund. Gern gesehen ist sie schon lange nicht mehr als Gast.
Dann lernt sie Simon kennen, der sie als Freundin mit zu sich nimmt. Doch auch dort läuft nicht alles glatt und so setzt er sie nach einem Fehltritt vor die Tür.
Aber das hält Alex nicht davon ab, Spaß zu haben und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Schließlich hat sie einen Plan. Den will sie durchziehen – ohne Rücksicht auf Verluste!
Emma Cline hat hier einen Roman geschrieben, den ich nicht so ganz einordnen kann – aber ich finde ihn wirklich absolut gelungen. Ein bisschen Spannung, ein paar Wendungen, und vieles mehr.
Alex ist hier eine wirklich außergewöhnliche und unsympathische Protagonistin, die die Geschichte prägt. Man lernt nicht ihr wahres Gesicht kennen, sondern nur ihre Rollen, die sie spielt, um gut durchs Leben zu kommen.
Manchmal hätte ich sie einfach gerne nur geschüttelt, damit sie zur Besinnung kommt.
Es ist eine Geschichte, die zeigt, wie schnell man in Abhängigkeit geraten kann, und auch, was Macht alles verursachen kann.
Das Buch heißt in der englischen Originalversion „The Guest“ und hat auch ein anderes Cover. Ich finde, dass der Titel „The Guest“ irgendwie besser zur Geschichte passt. Auf dem englischen Buchcover ist der Hintergrund grün und es ist eine Hand zu sehen.
Ich muss sagen, dass mir der englische Titel besser gefällt und passender zur Geschichte ist. Allerdings gefällt mir das Coverbild der deutschen Version mehr. Ich glaube, die Kombination würde es für mich ausmachen.
Dass der Schluss der Geschichte offen ist, ist absolut passend.
Ich finde, dass es ein lesenswerter Roman ist, für den ich eine Leseempfehlung abgeben kann.

























