Emma Cline The Girls

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Inhaltsangabe zu „The Girls“ von Emma Cline

California. The summer of 1969. In the dying days of a floundering counter-culture a young girl is unwittingly caught up in unthinkable violence, and a decision made at this moment, on the cusp of adulthood, will shape her life.... Evie Boyd is desperate to be noticed. In the summer of 1969, empty days stretch out under the California sun. The smell of honeysuckle thickens the air and the sidewalks radiate heat. Until she sees them. The snatch of cold laughter. Hair, long and uncombed. Dirty dresses skimming the tops of thighs. Cheap rings like a second set of knuckles. The girls. And at the centre, Russell. Russell and the ranch, down a long dirt track and deep in the hills. Incense and clumsily strummed chords. Rumours of sex, frenzied gatherings, teen runaways. Was there a warning, a sign of things to come? Or is Evie already too enthralled by the girls to see that her life is about to be changed forever?

Sehr interessante Erzählweise, die sich von allen anderen abgrenzt

— 22kristina02
22kristina02

Dieses Buch vermochte mich so gar nicht zu begeistern. Die Wechsel zwischen dem Jetzt & der Vergangenheit gefielen mir, aber das war's dann.

— naninka
naninka

Emma Clines THE GIRLS fasziniert durch die überragende Sprache und durch Charaktere die einen nicht mehr loslassen.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Für die einen endete es mit einem abrupten Aufwachen und für die anderen mit einem nicht enden wollenden Leben auf der Suche nach dem Sinn.

— kassandra1010
kassandra1010

Sprachlich toll, aber manche Figuren zu undurchsichtig

— BookfantasyXY
BookfantasyXY

Mich hat der auch sprachlich hervorragende Roman gefesselt und in jeder Hinsicht überzeugt.

— Greedyreader
Greedyreader

Ein sehr intensives und bedrückendes Buch, mit einer tollen Atmosphäre und einem interessanten Hintergrund

— Luiline
Luiline

Emma Cline schreibt atemberaubend schön über die Fragen nach Identität, Zugehörigkeit und Selbstwahrnehmung. Bitte mehr von der Autorin!

— aylareadsbooks
aylareadsbooks

Anfangs sehr gut, hat aber gegen Ende deutlich nachgelassen. Insgesamt etwas langatmig.

— sahni
sahni

Atmosphärisch und sprachlich anspruchsvoll, aber nicht herausragend

— Lilith79
Lilith79

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  • Themen
  • Ein geniales Buch!

    The Girls
    anena

    anena

    29. April 2017 um 17:23

    Dieses Buch erzählt die Geschichte von zwei Mädchen in Kalifornien, Suzanne und Evie, der Erzählerin. Sie treffen sich zufällig Anfang der 70er Jahre und Evie verfällt der Anziehungskraft von Suzanne, die auf einer Ranch in einer Hippie-Kommune lebt. Die Atmosphäre der Geschichte, die vor dem Hintergrund der Manson-Bluttaten spielt, ist dicht und fesselnd, die Sprache der Autorin zauberhaft. Erschreckend, wie junge Menschen in den Sog von Brutalität hineingezogen werden können - und dies ist nur ein Aspekt des großartigen Romans.

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  • Melancholisch

    The Girls
    22kristina02

    22kristina02

    21. December 2016 um 10:20

    ch fand das Buch unglaublich. Der Schreibstil ist sehr eigen, was nicht negativ gemeint ist. Vorerst ist es gewöhnungsbedürftig, aber dann spielen die Bilder im Kopf. Die Autorin kann so geschickt diese Stimmungen zeigen. Es ist überwältigend. Ich würde das Buch, jedoch erst für alle ab 14 empfehlen, da sie kein Blatt vor den Mund nimmt. Mit einer Unverfrorenheit erzählt die Geschichte von Evie, wobei es faszinierend ist, wie sie auf das Leben eines Jugendlichen eingeht. Es ist sehr gut zu erkennen, wie Evie sich verändert. Die Hauptgeschichte passiert in Rückblicken und in der Gegenwart  wird die Spannung aufgebaut, was denn mit den Mädchen passiert ist.Ein Meisterstück.

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  • The Girls - Gähnende Langeweile

    The Girls
    naninka

    naninka

    15. September 2016 um 14:52

    Kalifornien, 1969. Evie Boyd ist vierzehn und möchte unbedingt gesehen werden – aber weder die frisch geschiedenen Eltern noch ihre einzige Freundin beachten sie. Doch dann, an einem der endlosen Sommertage, begegnet sie ihnen: den „Girls“. Das Haar, lang und unfrisiert. Die ausgefransten Kleider. Ihr lautes, freies Lachen. Unter ihnen ist auch die ältere Suzanne, der Evie verfällt. Mit ihnen zieht sie zu Russell, einem Typ wie Charles Manson, dessen Ranch tief in den Hügeln liegt. Gerüchte von Sex, wilden Partys, Einzelne, die plötzlich ausreißen. Evie gibt sich der Vision grenzenloser Liebe hin. Ums kurz zu machen: mich hat dieses Buch schlicht gelangweilt. Mich befremdet es, dass die Mutter so wenig Zugang zu ihrer Tochter hat und offenbar blind ist. Evie ist einerseits behütet aufgewachsen und gleichzeitig wird sie total vernachlässigt. Wohlstandsverwahrlost... Wie auch immer. Sie sieht The Girls im Park und ist fasziniert, schliesst sich der Gruppe an und doch nicht, da sie immer wieder heimkehrt. Sei es für frische Kleider, sei es um Geld zu klauen. Jedenfalls dröhnt sie sich mit Drogen voll, hat Sex mit Suzanne und ihren Gurus und ist durch die Abweisung Suzannes zu ihrem Glück nicht bei der Schreckenstat dabei. Zwar wird die Mansons-Kommune nicht explizit erwähnt, aber man weiss, dass THE GIRLS eigentlich die Geschichte um deren Schreckenstat nachzeichnet. Dabei kam im realen Leben auch Polanskis schwangere Frau ums Leben. Ich verstehe nicht, wieso dieses Buch derart gehypt wurde und bin sehr versucht einen einzigen Stern zu geben. Doch sprachlich ist es gut. Vor allem die Wechsel zwischen dem jetzt und damals gefielen mir. Ansonsten - gähnende Langeweile und so gar kein Lesevergnügen...

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    • 3
  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Bleibt im Gedächtnis

    The Girls
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2016 um 20:00

    Emma Clines Roman The Girls beeindruckt durch eine Sprache, die sehr bildlich ist und mit ihren kurzen und knappen Sätzen dennoch sehr ausdrucksstark sein kann. Als Evie Boyd zum erste Mal „The Girls“ sieht, wird ihre Präsenz mit dem folgenden Satz beschrieben: „Sleek and thoughtless as sharks breaching the water“. Und damit fängt auch die Geschichte von "The Girls" an. Der Roman erzählt zum Einen von einer Evie Boyd, die erwachsen ist und auf ihr Leben zurückschaut. Diese Evie ist einsam, verlassen und nur noch ein Schatten ihrer selbst. Mit der Vergangenheit scheint sie nicht abschließen zu können, alles was sie sieht, erinnert sie an ihre Zeit mit ihrer ehemaligen Freundin Suzanne und der Hippie-Kommune. Doch die Evie, die nach der Kommune ein neues Leben beginnen musste, hat ihre Identität nie gefunden. In diesem zweiten Erzählstrang passiert sehr wenig, die Gegenwart scheint für Evie stehen zu bleiben. Auch das überraschende Auftauchen von Julian und Sascha, dem Sohn eines Freundes, macht deutlich, wie sehr Evie sich von der Gesellschaft abgewandt hat. Vielmehr noch, sie hat Angst davor, wie die Jugendlichen sie sehen und möchte sich vor der Außenwelt verstecken. Als sie merkt, dass sie für die Jugendlichen erst interessant wird, als sie von ihrer Zeit bei der Kommune erzählt, kann sie wieder zu der Evie werden, die sie einmal war. Und es bleibt für immer die Frage, was wäre wenn. Der zweite Erzählstrang beginnt mit der 14 jährigen Evie, die in Kalifornien aufwächst. Und obwohl Evie aus einem scheinbar behüteten Haus bekommt, bröckelt die Fassade. Die Eltern lassen sich scheiden, der Vater verlässt die Familie für eine jüngere Frau und die Mutter steckt in einer Identitätskrise. Da beide keine Zeit für sie haben, soll die Tochter nach den Sommerferien aufs Internat. Es ist somit Evies letzter Sommer in Freiheit. Und Evie fühlt sich von ihren Eltern vernachlässigt, ist auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Liebe und findet diese dann schließlich bei Suzanne, dem 18 jährigen Mädchen, welche Evie in die Kommune einführt.  Die Kommune wird von Russel geführt, der wesentlich älter ist und der es schafft, alle Mädchen auf der Farm gefügig zu machen. Auch Evie verfällt in seinen Bann und ist verrückt nach seiner Aufmerksamkeit. Um diese zu bekommen, geht sie auch auf sexuelle Handlungen mit ihm ein. Der Leser bekommt oft nur am Rande mit, was auf der Farm vor sich geht. Da aus Evies Sicht erzählt wird, wird der Kindesmissbrauch und die Prostitution als etwas „Normales“ angesehen. Emma Cline schafft es, den Leser auf indirekte Weise zu schockieren. Vielmehr noch, die Zustände auf der Farm bleiben dem Leser lange im Kopf. Die Kinder sind verwahrlost, es gibt kaum etwas zu Essen, die Hygiene wird nicht beachtet und die Mädchen, die von Russel ein Kind bekommen, dürfen das Kind nicht erziehen. Diese Kinder sind auf der Farm sich selbst überlassen. Als ein kleiner Junge in den Pool fällt und fast ertrinkt, wird dies sehr deutlich in The Girls. Emma Cline schafft es, den Leser in ihren Bann zu  ziehen. Nach wenigen Seiten möchte man nicht mehr aufhören, denn man weiß, dass etwas Schlimmes passieren wird und Emma Cline bereitet den Leser langsam darauf vor. Doch die Ausmaße werden erst am Ende des Romans bekannt. Die Geschichte in The Girls greift auf die Geschichte der Manson Family zurück, in welcher die Manson Girls für Charles Manson zu Mörderinnen wurden. Und es gelingt der Autorin, einen Roman zu erschaffen, der nicht nur von einem brutalen Mord erzählt, sondern vor allem von einer einsamen Kindheit, einer Freundschaft und der Suche nach Identität.

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  • Extreme Rahmengeschichte

    The Girls
    SLovesBooks

    SLovesBooks

    27. August 2016 um 10:53

    Meine Meinung:Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, weil ich es in letzter Zeit an jeder Ecke gesehen habe.Dieses Buch basiert auf den Ereignissen in den 70 er rund um die Manson Family. Da ich diesbezüglich schon ein wenig Vorwissen hatte, wenn auch kein vertieftes, wusste ich bezüglich des Endes bereits bescheid. So blieb ein wenig die Überraschung aus.Also konzentrierte ich mich auf die Vorgeschichte und wollte erfahren, wie es zu diesen Ereignissen gekommen ist. Der Leser bekommt einen Einblick in den Lebensstil und vor allem das Lebensgefühl der Hippiefraktion in dieser Zeit. Diesen Einblick empfand ich als gelungen dargestellt. Ich habe selbst zu dieser Zeit noch gar nicht gelebt, konnte mir trotzdem viele Dinge auch anhand der Beschreibungen gut vorstellen. Das Buch legt es an vielen Stellen darauf an zu provozieren. Sex und Drogen sind keine Seltenheit. Auch der Kreislauf und Sog einer Sekte wird hier auf verblüffende Art und Weise dargestellt.Die Figuren treten leider zurück. Sie konnten mich nicht von sich überzeugen. Tief ausgearbeitet ist keine einzige. Das ist auch meine größte Kritik an diesem Roman.Die Sprache des englischen Originals lässt sich gut lesen. Die Autorin hat einen wirklich schönen Schreibstil, bisweilen etwas poetisch. Insgesamt hat mir die Thematik und die vermittelte Stimmung gut gefallen. Bei den Charakteren hätte ich mir mehr gewünscht.

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  • Ein Leben auf der innerlichen Flucht!

    The Girls
    kassandra1010

    kassandra1010

    27. August 2016 um 09:10

    Wir starten mit Emma Clines „The Girls“ ins Jahr 1969 und lernen Evie kennen, die sich als Teenie so durch den Alltag schleppt. Sie trifft eines Tages auf Suzanne, die für Evie die Verkörperung der Zukunft darstellt. Frei, mutig und voller Leben. Das erhofft sich auch Evie, als sie sich Suzanne und der kommunenhaften Verbindung Rund um Russell anschließt. Doch Evie blickt in diesem Buch auf sich und auf ihr bisheriges Leben zurück und stellt fest, das Freiheit doch ein großer Begriff ist und war und sie diese immer noch nicht für sich gefunden hat. Emma Clines Buch zeigt einen Ausschnitt in den damaligen American Dream mit seiner Sucht nach Freiheit, Drogen und einem Leben ohne Verbindlichkeiten. Für die einen endete es mit einem abrupten Aufwachen und für viele andere mit einem nicht enden wollenden Leben auf der Suche nach dem Sinn des eigenen Daseins.

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  • Let's read in English 2016

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    New year, new reading challenge: Let's read in English 2016! You love reading in English and you would like to read more English books? We have the perfect reading challenge for you: our Let’s read in English Challenge! No matter how good your English skills are - don't be shy, join the fun and read some thrilling books in the original!Every month you have the chance to join a reading group for a funny, thrilling or romantic novel published by Penguin Random House UK, to discuss it with other readers in German or English and to earn points for writing a review. Also, you can earn points for every review you write about an English book (either in German or English). Thereby, you're totally free in your choice of books: there are no restrictions concerning author, genre, publisher or publishing date. You can gain lottery tickets throughout the year by writing reviews of English books on LovelyBooks.de. You can chose for yourself which books you want to read and review – there are no limitations concerning genre, publishing date, author or publisher. The review can be either in English or German. To take part in the tombola you only have to write at the minimum 10 reviews over the duration of the challenge. You get one lottery ticket for every ten reviews. So make sure to write as many reviews as possible to increase your chances to win. You can take part in the English reading group every month and use the review of the monthly books for gaining a ticket. It is important that you post the link to every review into the Review Topic so that we can count your reviews.At the end of the year we will start the lottery and announce the grand prize winner who wins a weekend trip to London with a visit of the Penguin Random House publishing house! The places 2-5 will get a surprise package from Penguin Random House. On top of this everybody who signed up to the challenge and wrote at least one review has the chance to win one of three Penguin bags filled with books and goodies every three months. The second quarterly lottery takes place at the end of June.You can find further information on the challenge and the prizes here!Enter the competition by posting a short comment to let us know that you are in for reading loads of inspiring English books!Now everything that is left to say: Ready, set, go! Let's start a year full of books and English and literature! Have fun! :)

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    • 691
  • Berührt nicht wirklich

    The Girls
    Cambridge

    Cambridge

    24. August 2016 um 02:55

    Als ich das Buch las, war ich mir nicht bewusst, das es sich auf die realen Ereignisse rund um Charles Manson und seiner "Family" bezog. Aber schon während des Lesens kam mir einiges bekannt vor. Das Buch ist aber mehr eine Geschichte übers Erwachsenwerden als ein Krimi. Es gibt eine Rahmenhandlung, in der wir die erwachsene Evie treffen. Die zweite Zeitebene zeigt uns die 14jöhrige Evie, zu der Zeit, als sie die Mädchen traf, die sie zu dem seltsamen Kult führten. Die Rahmenhandllung ist eher ein Fremdkörper. Evie als 14jährige in den 60igern ist ein unsicherer Teenie. Sie sehnt sich nach Liebe und Anerkennung, die ihr ihre Eltern nicht geben können. Eines Tages sieht sie in einem Park eine kleine Gruppe von Mädchen, die so selbsticher und in sich ruhend, aussehen, das sie sofort fasziniert ist. Deswegen ist so begeistert, als sie durch Zufall mit diesen Mädchen in Kontakt kommt und von diesen auf ihre Farm, die ihnen als Wohnsiitz dient, mitgenommen wird. Dort trifft sie auf ihren enigmatischen Führer Russell. Schon bald wird sie ein williger Teil dieser Gemeinschaft. Dabei rührt ihre Faszination mehr von der geheimnisvollen Suzanne her als von Russel. Sie läßt sich von ihm befingern, aber eigenlich will sie nur Suzanne gefallen. Sie ist ein 14hähriges Mädchen, das mehr dazugehören will als das sie irgendeiner Gesinnung folgt. Sie tut Dinge einfach, um dazu zu gehören. Dazu gehört auch traumatischer Sex mit einem Mann, der Russel einen Plattenvertrag versprochen hat. Als er dieses Versprechen nicht einlöst, eskalieren die Dinge. Das Buch entwickelt sich sehr langsam. Die Story nimmt sich viel Zeit, sich zu entfalten. Wir erfahren eine Menge über Evies Leben. Das ist z.T. recht deprimierend, da vieles sehr bekannt erscheint, wenn man sich an seine eigene Jugend zurück erinnert. Z.T. habe ich Evie sehr gut verstanden. Das Gefühl, das man nie das bekommt was man wirklich möchte, so sehr man sich auch bemüht, und die Dinge die man tut nur um anderen zu gefallen. Und die Scham hinterher. Und das war auch das Problem für mich bei diesem Buch: es ist so deprimierend. Und das es so langsam war. Die Story is so fokussoert auf Evie und diesen Kult das alles andere in ihrem Schatten blieb. Es ist ebenso sehr deprimiernd zu lesen, wie alle Frauen in diesem Buch alles für die Männer tun. Die Männer in diesem Buch sind ausschließlich egoistisch und abstoßend, sie denken nur an ihre Bedürfnisse. Da mag was wahres dran sein und es mag auch zeitbezogen richtig sein, aber es war sehr deprimierend, so darüber zu lesen. Frauen sind Objekte. So war das Buch für mich kein angenehmes Leseerlebnis. Ich empfand es als ungeheurer deprimierend. Ich weißl ich habe dieses Wort in dieser Rezi schon oft benutzt, aber es ist einfach nur passend. "The Girls" wird gerade enorm gehyped. Ich habe ein ähnliches Buch vor einiger Zeit gelesen, das die Thematik rund um so einen Kult mir als Leser näher bringen könnte als "The Girls". Emma Clines Schreibstil ist angenehm und anspruchsvoll, aber ich persönlich empfand diese Buch als zu negativ, zu niederschmetternd (um mal andere Worte zu verwenden) und konnte es mich nciht restlos überzeugen.

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  • Leserunde zu "The Girls" von Emma Cline

    The Girls
    PenguinRandomHouseUK

    PenguinRandomHouseUK

    Liebe Leser,Diesen Monat wollen wir euch THE GIRLS von Debutautorin Emma Cline vorstellen.DAS BUCHCalifornia. The summer of 1969. In the dying days of a floundering counter-culture a young girl is unwittingly caught up in unthinkable violence, and a decision made at this moment, on the cusp of adulthood, will shape her life....'This book will break your heart and blow your mind.' Lena DunhamEvie Boyd is desperate to be noticed. In the summer of 1969, empty days stretch out under the California sun. The smell of honeysuckle thickens the air and the sidewalks radiate heat.Until she sees them. The snatch of cold laughter. Hair, long and uncombed. Dirty dresses skimming the tops of thighs. Cheap rings like a second set of knuckles. The girls.And at the centre, Russell. Russell and the ranch, down a long dirt track and deep in the hills. Incense and clumsily strummed chords. Rumours of sex, frenzied gatherings, teen runaways.Was there a warning, a sign of things to come? Or is Evie already too enthralled by the girls to see that her life is about to be changed forever?DIE AUTORINEmma Cline is from California. Her fiction has appeared in Tin House and The Paris Review. She was the recipient of the 2014 Paris Review Plimpton Prize for Fiction.Ich verlose wieder 25 Exemplare, also hüpft schnell in den Lostopf! HIER GEHT’S ZUR LESEPROBE!Viel Glück!Liebe Grüße,Svenja

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    • 524
  • DAS Sommerbuch 2016 lässt mich leider kalt zurück.

    The Girls
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Kein englischer Text zu einem englischen Buch. Es war schwierig genug, "The Girls" auf Englisch zu lesen, was einerseits mit der eingerosteten Fremdsprache und andererseits mit dem Buch selber zu tun hatte. Denn – und es tut mir leid, das sagen zu müssen – aber DAS Sommerbuch 2016 hat mich komplett kalt gelassen. An "The Girls" kam man in den letzten Wochen gefühlt gar nicht vorbei. Egal, ob auf Englisch oder Deutsch, das Buch war in aller Munde, auf allen Instagram-Kanälen, in jedem Twitter-Stream. Dermaßen beeinflusst konnte ich nicht anders und las "The Girls". Sommer 1969. Evie Boyd ist ein junges, gelangweiltes Mädchen. Sie begegnet den Mädchen, die eine besondere Anziehungskraft auf sie ausüben. Lange Haare, luftige Kleidung, barfuß, skeptisch beobachtet vom Rest der Bevölkerung. Evie lässt sich treiben, verbringt immer mehr Zeit auf der Farm, einem abgelegenen Grundstück, auf dem Russell seine Anhänger um sich schart. Mit Drogen und Sex bindet Russell Evie immer enger an sich und die Mädchen. Bis eine grausame Tat Evie aufrüttelt. So jedenfalls erzählt es Evie Jahre später in der Rahmenhandlung, bei der sie das Haus eines alten Freundes hütet und auf dessen Sohn und seine Freundin trifft. Oh, die 70er-Jahre. Gut, das Buch spielt 1969, aber trotzdem. Mit Hippies kann ich komplett nichts anfangen. Und deswegen habe ich Evies Faszination für langhaarige, barfüßige Mädchen, die Drogen nehmen und Sex mit einem Pseudo-Guru haben, komplett nicht nachvollziehen können. Für mich zog sich die Lektüre wie Kaugummi. Ein Kaugummi, der mich sehr verwirrte, weil Emma Cline ständig Zeit- und Ortssprünge einbaut. Der Wechsel zwischen 1969 und heute findet manchmal so abrupt statt, dass ich einen Absatz häufiger lesen musste, um zu verstehen, welche Personen da jetzt plötzlich aufgetaucht sind, weil diese im vorherigen Absatz noch gar nicht geboren waren. Die "unthinkable violence" sowie die ganze Geschichte um "The Girls" ist angelehnt, an die Manson Family, eine Hippie-Kommune, die Ende 1960 mehrere Menschen ermordet hat, darunter die schwangere Frau von Roman Polański. Im Buch schwebt dieses Ereignis die ganze Zeit über der Geschichte, es werden Andeutungen fallen gelassen, doch bis zum Ende weiß man nicht genau, welche Rolle Evie dabei gespielt hat. Erst ungefähr 50 Seiten vor Schluss beschreibt Emma Cline, was Russell seinen Girls aufgetragen hat. Und erst in diesem Moment schafft es die Autorin mich wenigstens halbwegs zu fesseln. Aber ich glaube nicht, dass das an meinem heimlichen Vergnügen an Gewaltfantasien liegt. Sondern eher daran, dass erst dann überhaupt etwas passiert.Die Charaktere bleiben die ganze Zeit über farblos, austauschbar und handeln ohne erkennbares Motiv. 350 Seite lang wird versucht, das Gefühl der 70er aufzubauen, aber es kommt nichts bei mir an. Drogen und Sex sollen skandalös wirken, diese Wirkung verpufft aber ob der zahllosen Wiederholungen der immergleichen Abläufe. Vielleicht bin ich in der Hinsicht aber auch schon abgestumpft. Ich hatte mir einfach einen tieferen Einblick in die damalige Zeit erwartet. Und eine interessantere Beziehung zwischen den Mädchen. So bleibe ich enttäuscht zurück und frage mich, was die restlichen Leser des Buches anders gemacht haben. Hätte ich das Buch lieber auf Deutsch lesen sollen? Fehlt mir prinzipiell der Zugang zu diesem Jahrzehnt, dieser Lebenseinstelllung? Falls mir da jemand weiterhelfen kann, gerne! 

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    • 4
  • Skandalöses 1969

    The Girls
    Luiline

    Luiline

    18. August 2016 um 17:24

    Heute gibt es eine Rezension zu dem englischen Roman "The Girls" von Emma Cline. Kurzinformationen: Verlag: Chatto & Windus Seitenzahl: 355 Erscheinungsjahr: 2016 ISBN: 978-1-784-7404-0 Preis: 12,99 Pfund Inhalt: Northern California, during the violent end of the 1960s. At the start of summer, a lonely and thoughtful teenager, Evie Boyd, sees a group of girls in the park, and is immediately caught by their freedom, their careless dress, their dangerous aura of abandon. Soon, Evie is in thrall to Suzanne, a mesmerizing older girl, and is drawn into the circle of a soon-to-be infamous cult and the man who is its charismatic leader. Hidden in the hills, their sprawling ranch is eerie and run down, but to Evie, it is exotic, thrilling, charged—a place where she feels desperate to be accepted. As she spends more time away from her mother and the rhythms of her daily life, and as her obsession with Suzanne intensifies, Evie does not realize she is coming closer and closer to unthinkable violence. _____________________________________________________________ Kalifornien, 1969. Evie Boyd ist vierzehn und möchte unbedingt gesehen werden – aber weder die frisch geschiedenen Eltern noch ihre einzige Freundin beachten sie. Doch dann, an einem der endlosen Sommertage, begegnet sie ihnen: den „Girls“. Das Haar, lang und unfrisiert. Die ausgefransten Kleider. Ihr lautes, freies Lachen. Unter ihnen ist auch die ältere Suzanne, der Evie verfällt. Mit ihnen zieht sie zu Russell, einem Typ wie Charles Manson, dessen Ranch tief in den Hügeln liegt. Gerüchte von Sex, wilden Partys, Einzelne, die plötzlich ausreißen. Evie gibt sich der Vision grenzenloser Liebe hin und merkt nicht, wie der Moment naht, der ihr Leben mit Gewalt für immer zerstören könnte. Meine Meinung: Die Geschichte von der Protagonistin Evie wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Am Anfang lernt man sie als Erwachsene kennen und danach springt man in der Zeit zurück und erfährt, was Evie als 14-jährige passiert ist. Am Anfang ist mir aufgefallen, dass der Schreibstil schon eher anspruchsvoll ist. Da es sich nicht um ein Jugendbuch handelt, war dies aber zu erwarten. Nach und nach habe ich mich aber an den Schreibstil gewöhnt und man konnte die Geschichte auch gut verstehen, selbst wenn man nicht jedes Wort verstanden hat. Die Atmosphäre der 60-er Jahre in Kalifornien bringt die Autorin sehr gut rüber und generell lebt das Buch sehr von der Stimmung. Evie als Protagonistin ist nicht immer sympathisch, sie verhält sich nicht ihrem Alter entsprechend. Mit ihr als Protagonistin konnte ich mich überhaupt nicht identifizieren, aber die Autorin möchte wahrscheinlich auch, dass sie sehr kontrovers ist. Einen weiteren wichtigen Teil nimmt die Clique ein, mit denen Evie im Laufe der Geschichte in Kontakt kommt. Um sie dreht sich das Buch hauptsächlich. Bis auf einige wenige Personen blieben die Figuren aber relativ blass. Die Thematik in dem Buch ist sehr interessant, aber auch teilweise verstörend. Daher würde ich schon sagen, dass es ein eher anspruchsvollerer Roman ist.Zum Ende hin gibt es immer wieder Anspielungen auf das Ende, wodurch ich die letzten Kapitel an einem Stück gelesen habe. Leider wurde ich mehr oder weniger am Anfang der Leserunde gespoilert, wodurch ich ungefähr schon wusste, wie das Buch endet. Meiner Meinung nach sollte man ohne viel Vorwissen an das Buch herangehen. Fazit: Das Buch besticht durch die tolle Atmosphäre und der kontroversen Protagonistin. Emma Cline ist da ein sehr gutes Debüt gelungen, was zwischendurch kleine Längen hatte, aber gerade am Anfang und am Ende sehr stark geschrieben ist. Das Buch ist auch schon auf Deutsch erschienen und kann daher auch gelesen werden, wenn man keine Bücher auf Englisch liest. Daher gibt es von mir 4 Sterne!

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  • Ein sprachlich herausragendes Debüt

    The Girls
    BookfantasyXY

    BookfantasyXY

    11. August 2016 um 13:16

    Evie Boyd ist ein vierzehnjähriges Mädchen, das ihren kalifornischen Sommer im Jahre 1969 mehr auf einer Ranch als bei ihren Eltern verbringt. Mit ihren Eltern scheint es gerade eh nicht gut zu laufen da diese sich getrennt haben. Ihre Mutter tröstet sich über ihren Kummer hinweg mit Frank, und ihr Vater ist mich sich und seiner neuen Freundin Tamar beschäftigt. Da bleibt für Evie nicht viel Zeit. Einige Zeit später lernt Evie den Mann Russell kennen, der mit anderen jungen Frauen und teilweise deren Kinder auf einer heruntergekommenen Ranch lebt. Zunächst wirkt diese Ranch idyllisch, harmoniegeschwängert und abwechslungsreich. Doch Evie lernt auch die Schattenseite diese Ranch kennen. Dazu gehören Drogen, Dreck und sexuelle Praktiken zwischen Russell, einem weiteren Mann namens Mitch und der dominanten Suzanne. Evie schaut zu Suzanne auf, aber ein warmherziges Verhältnis kommt zwischen den beiden nicht auf. Eher im Gegenteil. Emma Cline schrieb mit diesem sprachgewaltigen Roman ihr Debüt. Die Autorin versetzt die Leserschaft in die Hippiezeit, allerdings eine Hippiezeit, die sekundär daran erinnert. Stellt man sich das Leben auf der Ranch real vor, so könnte dieses Leben dort psychische Folgen mit sich tragen. Dazu gehören Drogen und Sex mit minderjährigen Mädchen; einmal abgesehen von den unsauberen Räumen, einseitigem Essen und Eintreibung von Geld. Evie steht im Mittelpunkt der Geschichte. Einmal wird ihre Geschichte aus der Perspektive der vierzehnjährigen und einmal aus der Erwachsenenperspektive erzählt. Evie wird in das Leben der Ranch aufgenommen, allerdings immer ein wenig mit Distanz, denn sie kehrt immer wieder zu ihren Eltern zurück. Auf der einen Seite steht Evie und auf der anderen Seite die Ranch mit Russell, Suzanne und die anderen Bewohner. Beide Seiten werden aber eher oberflächlich meiner Meinung nach erzählt, weil die Figuren nicht tiefgründiger gestaltet sind. Trotzdem weist die Geschichte Pluspunkte auf, weil die Sprache in der Geschichte beim Lesen mitreißt. Bildhafte Szenen lassen kleine imaginäre Filmchen laufen, und man denkt: oh bei der Szene möchte ich nicht dabei gewesen sein. Eine andere Zeit, ein anderer Alltagskult. Emma Cline überzeugte mich mit ihrer Sprache. Die englische Originalsprache brachte mich wieder näher an die englische Sprache. Dennoch musste ich Schwachstellen in der Geschichte feststellen, weil ich manche Figuren nicht nachvollziehen konnte. Aber als Debütroman eine gut gelungene und unterhaltsame Geschichte. Der Autorin würde ich eine zweite Chance geben, um ihr Talent auszubauen.

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    • 8
  • Sprachlich faszinierende Schilderung einer verirrten Seelen

    The Girls
    Lesestunde_mit_Marie

    Lesestunde_mit_Marie

    10. August 2016 um 09:29

    „The Girls“ ist Emma Clines vielversprechendes Erstlingswerk. Ein Roman, der sich eines sehr heiklen Themas annimmt und Abgründe auftut. Es war anfangs, nicht einfach Emma Clines Evie und den Girls zu folgen. Ich bedurfte einiger Kapitel, um mich in die Geschichte einzufinden. Doch die erstaunliche sprachliche Ausdrucksstärke der jungen Autorin, die es schafft auch kleinste Schattierungen und Nuancen der Gefühlspalette in Worte zu kleiden und dadurch sowohl emotionale Ergriffenheit als auch Abgestumpftheit und Ignoranz erlebbar zu machen, zog mich förmlich in den Plot und trieb mich durch Evies Leben.Protagonistin ist die Ich-Erzählerin Evie, die ihr Leben aus zwei Perspektiven beleuchtet. Retrospektiv betrachtet die mittlerweile erwachsene, über 40 jährige Evie den lebensprägenden Abschnitt, als sie als 14 jährige kalifornische Teenagerin Ende der 60er in Kontakt zu einer kleinen Sekte kommt. Im Wechsel dazu schildert sie ihre gegenwärtige Situation, als arbeitslose Frau, die Unterschlupf im Ferienhaus eines alten Freundes gefunden hat.Die 14 jährige Evie ist ein zutiefst verunsicherter Teenager. Ihre Hauptbezugspersonen, ihre Mutter, ihre Freundin Connie und ihr Vater geben ihr jedoch keinen Halt. Sie ist ein Scheidungskind, das in begüterte Verhältnisse hineingeboren wurde. Die Familie lebt mehr oder weniger von dem Vermögen der verstorbenen Großmutter, die früher eine berühmte Filmschauspielerin war. Evies Vater wohnt mittlerweile bei seiner Mitarbeiterin und die Mutter ist verzweifelt auf der Suche nach einem Mann und dem Sinn des Lebens. Evie hat mit Connie nur eine einzige Freundin, zu der sie aber auch keine tiefe Bindung hat. An einer Nichtigkeit zerbricht die Freundschaft. Als Evie auf das unkonventionell provokante Hippiemädchen Suzanne trifft, die einige Jahre älter ist als sie, ist sie sofort fasziniert und förmlich magisch angezogen. Denn Suzanne ist so anders als Evie, wirkt frei und unbeschwert. Zudem ist sie offensichtlich Teil einer Gemeinschaft, einer Gemeinschaft, die Suzanne scheinbar Aufmerksamkeit und Anerkennung zollt. Durch Suzanne kommt auch Evie in diese „Gemeinschaft“. Sie wird mitgenommen in eine Kommune, die die Unkompliziertheit einer alternativen Lebensform darstellt, die Evie Liebe und Geborgenheit vorgaukelt, objektiv betrachtet aber marod, manipulativ und abstoßend ist. Die ganze Gemeinschaft dreht sich um den geheimnisvollen Russel.Die erwachsene Evie berichtet aus der Gegenwart und reflektiert über die damaligen Geschehnisse. Hierbei gewährt sie tiefe Einblicke in die Abgründe ihrer Seele. Die heutige Evie erscheint mir als gescheiterte Existenz, die schwer geprägt wurde durch ihre Erfahrungen in jungen Jahren. Durch die Ankunft Julians, der Sohnes des Freundes, der ihr das Ferienhaus überließ, werden ihre Erinnerungen wachgerüttelt. Denn zunächst hält sie den jungen Mann und seine blutjunge Freundin Sasha für Einbrecher. Der vermeintliche Einbruch, lässt sie an ein Verbrechen aus der damaligen Zeit denken und auch die junge Sasha scheint Assoziation an die junge Evie zu erzeugen.Von Anbeginn der Geschichte ist dem Leser bewusst, dass ein grauenvolles Verbrechen stattgefunden haben muss. Stück für Stück werden Entstehung, Opfer und der Grund offengelegt. Erstaunlich ist der Umgang und das Involvement Evies damit …Der Charakter der Evie ist so unfassbar naiv und blauäugig, so hoffnungslos nach Geborgenheit, Liebe und Anerkennung heischend, dass ich sie das ein oder andere Mal am liebsten wachgerüttelt hätte. Sie war in ihrer Labilität sehr überzeugend und auch die sie umgebenden Personen so dermaßen ignorant und ichbezogen, dass es mich förmlich niederschmetterte. Evie ist schlicht gesagt kein Charakter, mit dem man sich identifizieren möchte, aber doch so lebensecht geschildert. Ein Teenager wie er sicher häufig vorkommt: seiner selbst nicht bewusst, zutiefst verunsichert und ohne stabiles soziales Umfeld. So ist es für mich gut nachvollziehbar, dass Evies Gedanken ständig darum kreisen, Beachtung zu finden und einfach gesehen zu.Suzanne ist auf ihre besondere Art faszinierend, unfassbar und abstoßend zugleich. Andeutungsweise werden Beweggründe von ihr dargelegt. Doch sie bleibt ein Mysterium.Die Schilderungen der Kommune und des Sektenführers Russel erinnern stark an Charles Manson. Russel scheint eine große Anziehungskraft auszuüben und ein starkes Charisma – zumindest auf labile Persönlichkeiten - zu haben. Er erzählt den Mädchen, was sie hören wollen. Er macht sie abhängig von sich und seiner Zuneigung, nimmt massiven Einfluss auf ihr Leben. Er zieht aber auch prominente Persönlichkeiten an. Bei näherer Betrachtung ist er ein armseliger Mensch, der andere manipuliert und dermaßen selbstverliebt und dabei gleichermaßen komplett kritikunfähig ist.Fazit:Im englischen Original eine sprachlich faszinierende, interessante und mitreißende Story, deren Protagonistin zwar fiktiv ist, deren Begebenheiten aber offensichtlich in Teilen auf wahren Begebenheiten beruhen. Wer tiefe Einblicke in verirrte Seelen und menschliche Abgründe mag, ist hier richtig: irritierend abstoßend und faszinierend anziehend zugleich.

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    • 6
  • Geschichte einer Verführung

    The Girls
    Greedyreader

    Greedyreader

    09. August 2016 um 18:12

    Im Jahr 1969 ist Evie Boyd 14 Jahre alt. Ein langer ereignisloser Sommer scheint vor ihr zu liegen, bevor sie im neuen Schuljahr ein Internat besuchen wird. Doch tatsächlich wird nach diesen drei Monaten nichts mehr so sein, wie es war. Evie durchlebt eine schwierige Phase. Sie ist einsam und unglücklich. Ihre Eltern sind frisch geschieden und haben mit sich selbst zu tun. Evie sehnt sich nach Aufmerksamkeit und Liebe, will irgendwo dazugehören. Da sieht sie Tages in einem Park eine Gruppe junger Mädchen in schmutzigen alten Kleidern und mit ungepflegten Haaren. Evie ist fasziniert, besonders von der 19jährigen Suzanne. Was dann geschieht, passiert fast zwangsläufig. Evie geht mit auf die Farm, lernt die anderen Mitglieder der Kommune kennen, vor allem den charismatischen Sektenführer Russell, der alle mit seinem verquasten Gerede einwickelt. Alle Frauen liegen ihm zu Füßen und lassen sich von ihm manipulieren.. Binnen kurzem gibt Evie die Kontrolle über ihr Leben ab und lässt widerstandslos alles mit sich machen. Sie glaubt, auf diese Weise Suzanne näher zu kommen. Bedenken und ungute Vorahnungen verdrängt Evie, obwohl alles auf eine Katastrophe zusteuert. Evie stiehlt für die Kommune und wird von Russell sexuell ausgebeutet. Dann kommt es zu blutigen Morden, die dem Traum der Blumenkinder ein schnelles Ende bereiten.Die Ereignisse werden in der Rückschau von der erwachsenen Evie, einer Frau in mittleren Jahren, auf zwei Zeitebenen erzählt. Die Autorin hat sich von den Ereignissen um Charles Manson und seine Sekte – The Family – inspirieren lassen, ohne sich detailgetreu an die Fakten zu halten. Ihr Buch ist ein fiktionaler Text, kein Sachbuch. Bei ihr steht nicht der Sektenführer im Mittelpunkt, auch nicht die grässlichen Morde, die er in Auftrag gibt. Emma Cline konzentriert sich auf ihre Protagonistin Evie und zeigt, was dieser Sommer mit ihr macht. Evie ist nie über diese Erfahrung hinweggekommen. Sie hat weder ein eigenes Heim noch einen richtigen Beruf. Sie verdient ihren Lebensunterhalt, indem sie pflegebedürftige Personen oder Häuser in Abwesenheit der Besitzer betreut. Immer hat sie Angst, auch in den alltäglichsten Situationen, dass ihre Vergangenheit sie einholt. War ihr sogenanntes normales Leben ohne Schuld und Sühne wirklich ein Geschenk? So empfindet Evie es nicht. Im Unterschied zu der verurteilten Mörderin Suzanne, die nach Verbüßung ihrer Strafe ein neues Leben anfangen kann, hat sie nie einen Schlussstrich ziehen können. Die Ereignisse des Sommers 1969 haben ihr Leben zerstört, sie für immer gezeichnet.Emma Clines Debütroman hat Furore gemacht – zu Recht. Mich hat der auch sprachlich hervorragende Roman gefesselt und in jeder Hinsicht überzeugt.

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