Neuer Beitrag

aba

vor 1 Jahr

Alle Bewerbungen

"Etwas von einer anderen Welt umgab sie..."

Mit gerade 27 Jahren ist die US-amerikanische Autorin Emma Cline der aufsteigende Stern am Literaturhimmel. Ihr Debütroman "The Girls" erntet begeisterte Reaktionen und stürmt weltweit die Bestsellerlisten.
"The Girls" erzählt die Geschichte eines Mädchen und dessen schmerzhaften Weg zur Frau im wilden Kalifornien während des turbulenten Sommers des Jahres 1969. Dieses Buch überzeugt mit einer intelligenten und tiefgründigen Prosa, einer fulminanten Handlung und unvergesslichen Charakteren.
Seid ihr bereit für "The Girls"? Dann dürft ihr diese garantiert spannende Leserunde nicht verpassen!

Mehr zum Inhalt

Kalifornien, 1969. Evie Boyd ist vierzehn und möchte unbedingt gesehen werden – aber weder die frisch geschiedenen Eltern noch ihre einzige Freundin beachten sie. Doch dann, an einem der endlosen Sommertage, begegnet sie ihnen: den "Girls". Das Haar, lang und unfrisiert. Die ausgefransten Kleider. Ihr lautes, freies Lachen. Unter ihnen ist auch die ältere Suzanne, der Evie verfällt. Mit ihnen zieht sie zu Russell, einem Typ wie Charles Manson, dessen Ranch tief in den Hügeln liegt. Gerüchte von Sex, wilden Partys, Einzelne, die plötzlich ausreißen. Evie gibt sich der Vision grenzenloser Liebe hin und merkt nicht, wie der Moment naht, der ihr Leben mit Gewalt für immer zerstören könnte.

Seid ihr neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe

Mehr zur Autorin
Emma Cline, geboren 1989, wuchs mit ihren fünf Geschwistern im nordkalifornischen Sonoma auf. Nach einem Master of Fine Arts an der Columbia University zog sie nach Brooklyn. Sie schreibt u. a. für den New Yorker und Oprah Winfreys Magazin O., 2014 hat sie den Plimpton Prize for Fiction der Paris Review erhalten.

Rechtzeitig zum Erscheinungstermin verlosen wir zusammen mit Hanser 25 Exemplare von "The Girls" unter allen, die diesen überwältigenden Roman lesen und sich auch im Rahmen einer Leserunde mit anderen Lesern darüber austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten.
Wer also mehr über "The Girls" erfahren möchte, soll sich unbedingt am besten bis zum 27.07. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, und auf diese Frage antworten:

Evies Eltern lassen sich scheiden, ihre einzige Freundin beachtet sie nicht. Sie verfällt dem Reiz der "Girls" und sieht nicht die Gefahr, die droht, ihr Leben zu zerstören.
Glaubt ihr, dass ein Leben, in dem man immer die richtigen Entscheidungen trifft, das Resultat einer glücklichen Kindheit und einer erfüllten Jugend ist? Sind gute Eltern die Garantie für ein glückliches Leben?


Auf eure Antworten und die Diskussion bin ich sehr gespannt und wünsche euch viel Glück!

* Bitte beachtet auch unsere Richtlinien für Leserunden und Buchverlosungen.

Autor: Emma Cline
Buch: The Girls

Gwenliest

vor 1 Jahr

uiiii ich bewerbe mich nicht, da ich es gerade schon lese, aber merke mir die Runde vor und diskutiere mit wenn ich darf!

PS aber sehr interessante Bewerbungsfrage... da denke ich mal darüber nach!

Melissa7

vor 1 Jahr

Alle Bewerbungen

Hallo,
Das Buch sieht sehr interessant aus und auch der klappentext spricht mich sehr an. Zur Frage :
Ich denke es gibt keinen Menschen,der immer richtige Entscheidungen trifft. Ich denke Fehler gehören dazu um daraus zu lernen. Außerdem ist meiner Meinung nach das Wort ""richtig "
nicht unbedingt Glück. Nun zu den Eltern :
Ich habe das Glück wundervolle Eltern zu haben ,die auch einer der Gründe sind, weshalb ich glücklich bin. Ich glaube aber ob man glücklich ist oder nicht hängt von einem selber ab. Manchmal muss man kämpfen um glücklich zu werden, aber es lohnt sich.

Beiträge danach
1,061 weitere Beiträge (Klassische Ansicht)
Beiträge davor

aba

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 2: Erster Teil (ab Kapitel 3)
@dreadwolfdreams

Ja, das finde ich auch.
Es gibt zahlreiche Interviews, Berichte, Filme und (leider) sogar Fotos zu Manson, seiner "Familie" und den Verbrechen, die sie begangen haben.

Marina_Nordbreze

vor 1 Jahr

Wie gefällt euch das Cover? Würde es euch in der Buchhandlung auffallen?

Das Cover ist echt so viel schöner als das englische. Das hat der Verlag toll hinbekommen!

dreadwolfdreams

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 3: Zweiter Teil
Beitrag einblenden

In diesem Abschnitt werden also die beiden Themen des zweiten Abschnitts noch einmal aufgegriffen und vertieft - Evies gestörtes Verhältnis zu ihrer Mutter und das Leben auf der Ranch. Auch Evies Sexualität spielt wieder eine große Rolle, aber dazu später.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass das Buch in diesem Abschnitt noch weiter an Tempo verloren hat. Ich hatte öfter das Gefühl, das manche Passagen gar nicht zur Handlung beigetragen haben und nur der Atmosphäre dienen sollten. Diese war alles in allem noch drückender und schleppender als in den beiden vorherigen Abschnitten. Hinzu kommt aber, dass Evie diesmal genau das tut, was ich bisher vermisst habe - sie baut Distanz auf und versucht ihr Handeln erklärbar zu machen. Allerdings tut sie dies mit einer fast kleinlichen Genauigkeit, sie seziert jeden Gedanken und entschuldigt jede noch so unbedeutende Handlung. Das hat mich persönlich leider gestört, ich hatte auch nicht das Gefühl, dass diese Reflexion von besonderer psychologischer Tiefe zeugt, sondern eher den Lesefluss bremst und die Atmosphäre löst.
Evies Mutter scheint sich immer noch keine Sorgen um ihre Tochter zu machen, obwohl sie inzwischen den Verdacht hegt, dass sie zweifelhaften Umgang pflegt. Frank versucht weniger zu vermitteln als Macht zu demonstrieren, weshalb auch er Evies Leben im Elternhaus immer unerträglicher macht. Auf der Ranch würde ich persönlich es vermutlich keinen Tag aushalten - wie kann Evie nur über die dort herrschenden Missstände hinwegsehen? Der arme Nico und die anderen Kinder tun mir einfach nur leid, sie werden sich selbst überlassen und spüren keinen Funken der "Liebe", die Russell ja immer so anpreist.
Apropos Russell, sein Verhältnis zur Gruppe der Frauen wird immer klarer, er scheint wie in einem Rudel die Rolle des Leittiers innezuhaben und versucht von Mitch zu profitieren. Der wiederum nutzt dessen finanzielle Abhängigkeit für seine persönlichen Drogentrips und Sexeskapaden. Die Sexszene zwischen Evie, Suzanne und Mitch hat bei mir diesmal ernsthaft für Ekel gesorgt, da Evie leer und willenlos wirkte. Sie war nur auf Suzanne fixiert, die sie jedoch nur als eine von vielen Frauen und Männern der Ranch wahrzunehmen scheint. Nach dieser Szene wird klar, wie abhängig Evie von Suzanne ist und wie sehr sie sich um ihr Wohlwollen bemüht. Für Suzanne bricht sie sogar bei den Duttons ein, aus welchem Grund auch immer. Wahrscheinlich wird Evie nun führ diesen "Kick" bezahlen müssen...
Ich hoffe, dass das Buch wieder an Fahrt gewinnt und die Handlung vielleicht die eine oder andere unerwartete Wendung nimmt.

dreadwolfdreams

vor 1 Jahr

Leseabschnitt 3: Zweiter Teil

SallysAngel schreibt:
Bin ich eigentlich die Einzige, die es stört, wenn so aus der Zukunft Sachen eingeworfen werden, wie mit den Polizeifotos? Ich fühle mich da immer kurz aus der Geschichte hinausgerissen..

Naja, als direkt störend empfinde ich es nicht, aber es unterbricht tatsächlich kurz die Handlung und ich bin jedes Mal geneigt, die Vergangenheit mit der Zukunft zu verbinden. Was haben Linda und Mitch mit den Morden zu tun? Und wie kommt diese ja sonst so auf "Liebe und Gemeinschaft" pochende Gruppe überhaupt dazu, einen Mord zu begehen? Es verwirrt mich kurz, aber erzeugt auf der anderen Seite natürlich auch etwas Spannung.

dreadwolfdreams

vor 12 Monaten

Leseabschnitt 4: Dritter Teil - Ende
Beitrag einblenden

Nun ist es also vollbracht, der letzte Abschnitt ist geschafft und ich muss leider sagen, dass das Buch einen etwas bitteren Beigeschmack zurücklässt. Das liegt nicht nur an der Handlung, mit der es für Evie ja mehr und mehr bergab ging. Als sie zunächst bei ihrem Vater wohnen sollte, hatte ich kurz die Hoffnung, dass sie erkennt, wie schlecht man auf der Ranch für sie gesorgt hat. Leider war ihre Liebe zu Suzanne stärker und sie ist einfach weggelaufen. Doch dort merkt selbst die naive Evie, dass sich die Ranch mittlerweile selbst zugrunde gerichtet hat und das Ende absehbar ist. Für Suzanne hält sie es weiter aus und am Ende bleibt ja die Frage, wie weit sie für Suzanne gegangen wäre. Die Morde sind einfach nur abscheulich und ich habe mir lange den Kopf darüber zerbrochen, welche Absichten Suzanne zum Beispiel verfolgt hat. Warum hat sie Evie aus dem Auto geworfen? Was hat sie sich dabei gedacht, dabei gefühlt? Hat sie überhaupt noch gedacht oder war sie nicht mehr in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen? Diese Undurchsichtigkeit hat mich persönlich sehr gestört - ich weiß, jeder Leser soll Raum für Interpretation erhalten, aber letztlich ist Suzanne für mich ein leerer Charakter geblieben - substanzlos, ohne Bezugspunkt, ohne erkennbare Intention. Das finde ich persönlich sehr schade. Auch die Atmosphäre vermochte mich nicht mehr mitzureißen. Die letzten einhundert Seiten plätscherten mehr oder weniger vor sich hin, um dann in einem für mich nur wenig zufriedenstellenden Ende zu münden. Hättet ihr mit so einem Ende gerechnet? Ich hatte irgendwie mehr erwartet. Es wäre vermutlich für mich schon um einiges versöhnlicher gewesen, wenn sie statt der männlichen Person einer Frau begegnet wäre, die sie im ersten Moment an Suzanne erinnert. Als Zeichen dafür, dass Evie sie auch nach all den Jahren nicht vergessen hat und vielleicht immer noch ein wenig liebt. Das wäre für mich ein leises, aber bedeutungsvolles Ende gewesen, aber so? Bis auf die Tatsache, dass Evie immer noch in Angst lebt, bleib für mich am Ende keine Moral, keine Essenz des Romans hängen. Schade eigentlich.
In puncto Sasha muss ich euch leider widersprechen: für mich war sie nettes Beiwerk, aber nie Motivation genug, um in der Gegenwart weiterlesen zu wollen. Natürlich zieht Emma Cline hier die Parallele zwischen 1969 und der beinahe unveränderten Situation junger Mädchen in 2016 - immer noch sehnen sie sich nach Aufmerksamkeit, Anerkennung, Liebe. Trotzdem wächst auch Sasha nie wirklich über dich hinaus, obwohl auch hier sehr viel Potenzial drin gewesen wäre. Insgesamt ein solides, aber nicht herausragendes Buch, an dem sich vermutlich noch die Geister scheiden werden. Ich kann mir vorstellen, dass viele Leser und Kritiker begeistert sein werden, aber mich hat das Buch leider nicht voll und ganz überzeugen können.

dreadwolfdreams

vor 12 Monaten

Leseabschnitt 4: Dritter Teil - Ende
Beitrag einblenden

tootsy3000 schreibt:
Keiner der Beteiligten kommt wirklich gut weg in dem Buch wie ich finde. Weder die Jungs, noch Männer, Frauen, Eltern, auch nicht Evie. Oder ist das nur mein Eindruck?

Ein klassisches Buch, bei dem jeder Protagonist sein eigener Antagonist ist - jeder Charakter hat eine Seite, die er bei Tageslicht nie zeigen würde, damit niemand hinter die Fassade blickt und erkennt, wie hässlich er sein kann.

dreadwolfdreams

vor 12 Monaten

Fazit/Rezension

Ich habe es nun auch endlich geschafft. Entschuldige bitte noch einmal die Verspätung. Ich danke dir, liebe aba, für das Buch und deine Engelsgeduld!

https://www.lovelybooks.de/autor/Emma-Cline/The-Girls-1235959336-w/rezension/1324984075/

Neuer Beitrag