Emma Healey

 4,1 Sterne bei 171 Bewertungen
Autor*in von Elizabeth wird vermisst, Elizabeth wird vermisst und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Emma Healey

Cover des Buches Elizabeth wird vermisst (ISBN: 9783404172733)

Elizabeth wird vermisst

(131)
Erschienen am 08.10.2015
Cover des Buches Elizabeth wird vermisst (ISBN: 9783838773360)

Elizabeth wird vermisst

(21)
Erschienen am 16.04.2015
Cover des Buches Elizabeth Is Missing (ISBN: 9780062309686)

Elizabeth Is Missing

(17)
Erschienen am 02.06.2015
Cover des Buches Elizabeth is Missing (ISBN: 9781471270024)

Elizabeth is Missing

(0)
Erschienen am 01.07.2014

Neue Rezensionen zu Emma Healey

Cover des Buches Elizabeth wird vermisst (ISBN: 9783404172733)
belli4charlottes avatar

Rezension zu "Elizabeth wird vermisst" von Emma Healey

belli4charlotte
Alzheimer perfekt beleuchtet

Cover:

Mir persönlich gefällt das Cover sehr,allerdings hat eswenig mit dem Inhalt zu tun. So richtig passt es nicht.
Man könnte hier eben meinen,dass es sich um eine junge Frau handelt.

Inhalt:
Maud ist eine gestandene alte Dame und sie fühlt sich missverstanden Und das ständig, so dass sie teils regelrecht wütend wird. Sie hat Alzheimer und auch das vergisst sie leider öfters, so dass es schwer ist ein Übereinkommen mit der Familie zu kommen. Niemand glaubt ihr, dass ihre Freundin Elizabeth vermisst wird. Sie sucht sie überall und geht sogar zur Polizei. Auf der Suche nach Elizabeth gleitet Maud immer auch in die Vergangenheit ab, denn nach Kriegsende in jungen Jahren verschwand bereits ihre Schwester Sukey. 


Meinung:

Der Schreibstil ist einnehmend und emotional, so dass man sich gleich zu Beginn abgeholt fühlt. Es wird aus der Sicht von Maud geschrieben, so dass man ihren emotionalen Zwiespalt immer wieder erfährt. Maud ist fest davon überzeugt dass ihre beste Freundin Elisabetz vermisst wird und sie versucht einfach alles , um sie zu finden. Doch dabei verliert sie sich selbst oftmals in wirren Gedanken und schwankt immer wieder zurück in die Vergangenheit. So dass sich oft Vergangenheit und Realität vermischen. ihre Familie kümmert sich sehr liebevoll um Maud und versucht so gut wie möglich auf sie aufzupassen. Es ist einfach gelungen wie toll man das Thema Alzheimer hier aufgegriffen hat. 

Man spürt die Anstrengung den Alltag zu meistern, wenn man unter dieser Krankheit leidet. Es gibt aber nicht nur traurige und bewegende Stellen, sondern auch ganz viel ungewollt komische und humorvolle Szenen, doedie eher beklemmende Stimmung auflockern.

Zudem entwickelt sich der Roman schon fast zu einen Krimi, denn so ganz nebenbei deckt Maud einen Mordfall auf. Das wird hier aber nicht weiter verraten.

Einziger Punktabzug,da es doch teils etwas schwer zu lesen war aufgrund der fast fließenden Wechsel zwischen Erinnerung und Erleben.

Als ob man sich durch einen engen dunklen Tunnel gräbt ohne zu wissen, ob man am Ende das Tageslicht sieht – so fühlt es sich an, dieses Buch zu lesen.

Keinesfalls ein schlechtes Buch, nur wurde es völlig falsch beworben. Wenn man die Rezensionen auf dem Klappentext sieht, entsteht der Eindruck, dass es sich um einen Thriller oder einen fesselnden Krimi handelt. In Wahrheit ist „Whistle in the Dark“ eine Familiengeschichte mit viel Seelenstriptease, in der die Kernfrage, was mit dem Mädchen während seines Verschwindens passiert ist, zur Nebensache verkommt. Es hat zugegebenermaßen etwas Poetisches: Das Wie und Warum ist fast egal, wichtig ist, wie die Familie damit umgeht. Aber als Fan von klassischen Krimis und Whodunnits, fand ich das Buch, trotz Stärken, zu langatmig. 

Was mir gefallen hat:

  • Die Geschichte an sich ist mal was ganz anderes. Keine Klischees, nichts Abgedroschenes, sondern viele originelle Ideen, die in die (eigentlich simple) Handlung einfließen.
  • Die Familie mit all ihren Macken kommt authentisch rüber. Jede Figur könnte mir genau so im realen Leben begegnen. 
  • Das Ende ist spannend & stimmig und ließ einen Teil meiner Frustration verpuffen. 

Was mir nicht gefallen hat: 

  • Der Schreibstil ist zu blumig und ausführlich, die Autorin scheint besessen von der Idee zu sein, so viele Adjektive und Adverbien wie möglich in einen Satz zu packen. Beschreibungen kurzer Handlungen, Bewegungen, oder auch nur Blicke werden schnell mal drei Zeilen lang. Das bläht das Buch auf und ist Zeitverschwendung, da diese Ausführlichkeit nicht immer zur Charakterisierung beiträgt. 
  • Die Handlung wird durchbrochen von gedanklichen Abschweifungen und Einschüben, wie z.B. Erinnerungen oder Dialoge im Stil eines Theaterstücks. Stilistisch bedeutet das eine Aufwertung des Buches, gleichzeitig fühlte ich mich aber ausgebremst -- die Reminiszenz an einen Urlaubsflirt vor 30 Jahren ist nicht interessant, wenn ich einfach nur erfahren möchte, wieso die Hauptfigur verschwunden ist. Klar, am Anfang denkt man noch „Oh, das ist super wichtig was die Mutter da überlegt, da sind bestimmt Hinweise enthalten!“ Nein, leider eben nicht … 
  • Das ist eine ganz individuelle Sache, aber ich fand die Familie nicht sympathisch. Besonders nicht den Vater, der sich aus allem heraushält und ein schockierendes Laissez-faire an den Tag legt angesichts der Tatsache, dass seine Tochter eine höchst traumatische Erfahrung gemacht hat. Ganz allgemein habe ich nicht verstanden, wieso man der Tochter nach ihrer Rückkehr wieder so viel erlaubte und wie schnell zum Alltag übergegangen wurde.

 Fazit: Leider ist „Whistle in the Dark“ zu aufgebläht, der Schreibstil verwässert den im Grunde interessanten Plot. Und im Mittelpunkt steht letztendlich das Mutter-Tochter-Verhältnis … was nicht schlimm ist, aber eben etwas anders als das, was auf dem Etikett versprochen wird

Cover des Buches Elizabeth wird vermisst (ISBN: 9783404172733)
Tilman_Schneiders avatar

Rezension zu "Elizabeth wird vermisst" von Emma Healey

Tilman_Schneider
was ist da los

Maud ist 80 Jahre alt und hat Alzheimer. Manchmal kennt und traut sie sich selbst nicht und sie schreibt ganz viele Zettel und Notizen, damit sie nichts vergisst und sich an sich selbst erinnern kann. Sie will ihre Freundin Elizabeth finden, denn diese wird vermisst. Warum ist sie nicht da? Was geht vor sich? Maud gräbt und sucht und schaut und hinterfragt und vergisst immer wieder, was sie eigentlich macht. Was sie aber entdeckt, dass gibt neue Rätsel auf. Emma Healey hat einen großartigen Roman geschrieben. Eine tragische Komödie mit einer Prise Krimi und ganz viel Gefühl. Von dieser noch sehr jungen Autorin, darf man noch großes erwarten.

Gespräche aus der Community

Daniliesings avatar
Daniliesing
Hallo,

ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese.

Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!)

Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben.

Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben.

Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen.

Dankeschön!

Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:
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