Emma Healey Elizabeth wird vermisst

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Inhaltsangabe zu „Elizabeth wird vermisst“ von Emma Healey

»Elizabeth wird vermisst«, sage ich. »Habe ich dir das schon erzählt?« Ich schaue Helen an, sie mich aber nicht. »Ja, hast du. Was willst du essen?« Ich starre sie über den Rand meiner Speisekarte hinweg an. Ich habe keine Ahnung, wo wir sind. Maud hat Demenz. Und sie sorgt sich um ihre verschwundene Freundin Elizabeth. Auf der Suche nach ihr gleitet Maud immer öfter in die Vergangenheit ab. Denn kurz nach Kriegsende verschwand bereits einer ihrer liebsten Menschen spurlos, ihre Schwester Sukey ...

ergreifend, interessant und spannend, ein tolles Paket

— Anneja
Anneja

Berührend und traurig, aber auch stellenweise tragisch komisch! Liest sich stellenweise fast wie ein Krimi. Leseempfehlung von mir!

— Seehase1977
Seehase1977

So schöne Geschichte - so traurig - so humorvoll - so spannend - mein bisheriges Buch 2016

— DieBerta
DieBerta

Wahnsinnig berührend, traurig - ein tolles Debüt

— dieFlo
dieFlo

Erschreckend, was mit einem passieren kann. Aber das Buch ist auch spannend, da irgendwie ein Krimi zwischen den Seiten steckt.

— kleine_welle
kleine_welle

Ein beeindruckend konsequent erzählter Roman von einer Autorin, die sich traut, den Leser arbeiten zu lassen

— Karen_Nieberg
Karen_Nieberg

Beklemmend und gut geschrieben.

— BecameInsane
BecameInsane

Ein Buch, das noch lange nachklingt!

— Loukia
Loukia

Ein außergewöhnliches Buch welches durch tragikkomische Momente ein ernstes Thema auflockert und einen ungewohnt leichten Ton anschlägt.

— knuddelbacke
knuddelbacke

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  • Ein bewegender Roman über Alzheimer, Familie und die heutige Welt

    Elizabeth wird vermisst
    Anneja

    Anneja

    11. June 2017 um 12:34

    Ich bin einfach nur überwältigt. Selten hat mich ein Buch so nah an meine emotionalen Grenzen gebracht. Denn um die Thematik in diesem Buch machen sich die wenigsten in meinem Alter Gedanken, Alzheimer. Dabei wissen wir nicht wann es wen trifft, schon allein da die Erkrankung schleichend ist. Das Buch offenbarte mir, zum einen den Blickwinkel einer Betroffenen und zum anderen den der Angehörigen und wie sie es schaffen müssen ein möglichst normales Leben für ihre Lieben zu erschaffen, was nicht immer leicht ist.Maud ist nicht mehr die Jüngste und leidet an Alzheimer, was sie jedoch nicht so ganz wahr haben möchte. Denn sie hält sich nur für ein bisschen vergesslich. Doch je weiter wir in das Buch kommen um so mehr erleben wir wie vergesslich sie wirklich ist. Denn teilweise vergisst sie innerhalb von Minuten was sie gerade getan hat oder gerade tun wollte. Ihre einzige Hilfe sind da ihre viele Notizen, welche sie mehr verwirren, da sie nie genau weiß wann welche Notiz aktuell war. Schon zu Anfang erfahren wir das Maud eine Freundin hat, Elizabeth, doch als sie zum Haus kommt ist das Haus verlassen und es fehlen Dinge. Für Maud steht sofort fest das Elizabeth etwas geschehen ist und sie setzt sich in den Kopf sie zu finden. Sie hinterfragt stets ihre Tochter Helen, die Polizei oder Presse, die die alte Dame einfach ernst nehmen wollen. Zwischen den Abschnitten aus der Gegenwart gleiten wir immer wieder mal zurück in Maud´s Vergangenheit. Genauer genommen in die Zeit als sie noch ein junges Schulmädchen war und erleben hier nicht nur die Zeit nach dem Krieg sondern auch das Verschwinden ihrer Schwester Sukky, was bis in die Gegenwart nicht aufgeklärt werden konnte. Die Wege überkreuzen sich und sickern immer wieder in Maud´s Gedächnis. Schließlich gibt sie nicht auf, denn Elizabeth wird vermisst und sie muss sie finden.Noch immer denke ich an Maud, an diese kleine, ältere Dame die unbedingt ihre Freundin finden will. Das ganze Buch über erleben wir ihre Sicht und egal wie oft sie etwas vergisst und anschließend verleugnet, sie war ein Charakter zum lieb haben. Für ihre Tochter Helen, ihre Enkelin Katy sowie ihrem Arzt oder der Polizei hat man einfach Verständnis. Man kann sich vorstellen das das Leben mit Maud nicht mehr das leichteste ist. Gerade Helen wirkte hier sehr authentisch. Sie gibt ihr bestes, doch man merkt ihr an das sie immer mehr die Kraft verliert. Das sie hin und wieder deswegen schlechte Laune hat versteht man vollkommen. Auch der Arzt oder der Polizist der ihre Vermisstenanzeige aufnehmen soll, waren glaubwürdig und sehr gut umgesetzt. Denn was würden sie machen wenn ein und die selbe Person bereits 4 mal da war um eine Vermisstenanzeige aufzugeben, sich aber nicht daran erinnern kann das sie dies bereits mehrfach getan hat. Das Thema Alzheimer hat mich bis zu diesem Buch nicht sonderlich interessiert. Ich habe niemanden der daran leidet. Da die Krankheit aber schleichend kommt sollte man bei kleineren Veränderungen einer Person die Ohren spitzen. Der Schreibstil war ein Traum für jeden Leser. Er war klar, beschrieb Orte oder Menschen sehr detailtreu und machte neugierig auf jede weitere Seite. Was das Buch jedoch am meisten ausmacht, sind die Emotionen die es weckt. Man bangt mit Maud, hat Angst um sie und wird wütend weil ihr keiner mehr glaubt. Das Buch wird nicht langweilig egal wie oft Maud etwas vergisst, denn die Beschreibungen dazu sind einfach mal nur echt und äußerst ergreifend. Die Autorin schaffte es einen Authentizität in das Buch zu bringen, die mich mehr als nur berührte. Es fühlte sich einfach nur echt an. Auch die Verzweiflung und die Erschöpfung von Helen war deutlich spürbar und ließ die ein oder andere Träne über meine Wange laufen.Das Cover ist sehr schlicht und einfach gehalten und ist wie einer der Zettel von Maud gestaltet, die sie immer bei sich trägt. Es wirkt leicht zerknittert und ist etwas verschmiert. Der Vogel im Käfig hat eine Bedeutung welche man aus der Geschichte herauslesen kann. Mittlerweile gibt es ein neues Cover für das Buch welches mir aber zu bunt ist.Für mich war dieses Buch ein absolutes Highlight, welches ich bestimmt wieder lesen werde. Ich bin immer noch erstaunt, wie eine 28-jährige Autorin, eine so authentische Geschichte schreiben konnte, mit einem so sensiblen Thema. Auf weitere Werke von Frau Healey bin ich sehr gespannt. 

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  • Elisabeth wird vermisst...

    Elizabeth wird vermisst
    buecherwuermli

    buecherwuermli

    07. February 2017 um 20:59

    Titel: Elisabeth wird vermisst Autor: Emma Healey Seitenzahl: 400 Verlag: Lübbe Inhaltsangabe: »Elizabeth wird vermisst«, sage ich. »Habe ich dir das schon erzählt?« Ich schaue Helen an, sie mich aber nicht. »Ja, hast du. Was willst du essen?« Ich starre sie über den Rand meiner Speisekarte hinweg an. Ich habe keine Ahnung, wo wir sind. Maud hat Demenz. Und sie sorgt sich um ihre verschwundene Freundin Elizabeth. Auf der Suche nach ihr gleitet Maud immer öfter in die Vergangenheit ab. Denn kurz nach Kriegsende verschwand bereits einer ihrer liebsten Menschen spurlos, ihre Schwester Sukey ... Ein unglaublich intensives Buch aus der Sicht einer Demenzkranken Frau. Ich habe dieses Buch verschlungen. Maud tat mir teilweise sehr leid. Ich habe mir während ich gelesen habe ständig Gedanken drüber gemacht wie es wohl ist wenn mir das gleiche passiert. Wie meine Verwandten damit umgehen. Ob sie genauso wie Helen und Katy damit umgehen. Man leidet mit allen Charakteren in diesem Buch. Mit Maud weil sie verzweifelt nach Elisabeth sucht..nach ihrer Schwester sucht und mehr und mehr vergisst. Mit Helen, die mit der Krankheit ihrer Mutter leben muss und auch Katy, die ihre Oma mehr und mehr verliert! Ich wollte auch unbedingt wissen was mit Sukey passiert ist . Teilweise hatte man wirklich das Gefühl einen Krimi zu lesen. Unglaublich fand ich auch das dieses Buch von einer 28jährigen geschrieben wurde!! Fazit: Ein unglaubliches Buch über Demenz! Ein toller und intensiver Debütroman!

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  • Elizabeth wird vermisst

    Elizabeth wird vermisst
    Seehase1977

    Seehase1977

    10. September 2016 um 10:28

    Zum Inhalt:Maud Horsham lebt trotz ihrer fortgeschrittenen Demenz immer noch alleine in ihrem Haus. Ihre Tochter Helen und eine Pflegekraft sehen regelmäßig nach ihr. Maud verteilt, um nicht zu vergessen, überall in ihrer Wohnung Klebezettel mit wichtigen Informationen. Doch immer öfter verwirren sie diese kleinen gelben Gedankenstützen, anstatt ihrem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Maud vergisst, dass sie keine Pfirsichkonserven mehr kaufen soll, vergisst, dass sie sich schon ein dutzend Mal Tee gekocht hat und deswegen überall die Tassen mit kaltem Tee herumstehen, Maud erkennt manchmal weder ihre Tochter noch ihre Enkelin. Doch bei einem ist sich Maud sicher, dass ihre beste Freundin Elizabeth vermisst wird und auch wenn ihr keiner wirklich glaubt, Maud lässt sich von diesem Gedanken nicht abbringen und mach sich mit sturer Vehemenz immer wieder auf die Suche nach ihrer Freundin. Während Maud sich im Hier und Jetzt immer weniger zu Recht findet, umso klarer sind die Erinnerungen an ihre Vergangenheit, in der Maud und ihre Familie einen schweren Schicksalsschlag zu bewältigen hatte…„Elizabeth wird vermisst“ von Emma Healey hat mich ehrlich gesagt nicht von Beginn an gefesselt und begeistert, eher hat es mich anfangs etwas verwirrt und ich brauchte ein paar Seiten um mit der Story warm zu werden. Doch wenn man diese Hürde überwunden hat, dann ist man bereit Maud und ihrer Geschichte zu lauschen, die in zwei Handlungssträngen erzählt wird. Zum einen ist da die Gegenwart, welche für Maud und auch für ihre Mitmenschen immer schwerer zu bewältigen wird. Die Demenz nimmt immer mehr Raum ein, Maud findet sich oft vor irgendeinem Haus oder an einer Straßenecke wieder und weiß nicht, wo sie ist und was sie hier will. Die Suche nach ihrer besten Freundin Elizabeth treibt die verwirrte Frau immer wieder aus dem Haus, ihr eiserner Wille die Freundin zu finden lässt Maud oft über ihre Grenzen gehen. Auch wenn Mauds Krankheit wirklich tragisch und traurig ist, vor allem für ihre Tochter, die dem geistigen Verfall ihrer Mutter machtlos gegenüber steht, so musste ich doch stellenweise herzlich lachen und immer wieder schmunzeln. Manche Situationen sind einfach erfüllt von einer tragischen Komik der man sich nicht entziehen kann. Der zweite Erzählstrang führt den Leser zusammen mit Mauds Erinnerungen in die Vergangenheit. Es sind harte Kriegszeiten in denen Maud dennoch in einer liebevollen Familie aufwächst. Zu ihrer Schwester Sukey hat die junge Maud ein herzliches und inniges Verhältnis. Doch dann verschwindet Sukey eines Tages spurlos und taucht nie wieder auf. Ein Schicksalsschlag von dem sich die Familie, allen voran Maud, nie wieder erholt.In „Elizabeth wird vermisst“ versucht die junge Autorin Emma Healey, der Gesellschaft das doch ernste und Angst machende Thema „Demenz“ mit einer angemessenen Prise Humor näher zu bringen und ich finde, dies ist ihr wirklich gelungen. Zusammen mit der Geschichte aus Mauds Vergangenheit und der Suche nach ihrer besten Freundin Elizabeth liest sich dieser Roman fast schon wie ein Krimi. Ein Buch das nachdenklich und traurig stimmt, wo Humor und das tragisch Komische aber auch nicht zu kurz kommen. Eine gelungene Mischung wie ich finde. Ich habe Maud wirklich ins Herz geschlossen, ihre Geschichte hat mir schöne Lesestunden beschert, weswegen es von mir für „“Elizabeth wird vermisst“ eine absolute Leseempfehlung gibt.

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  • bewegend

    Elizabeth wird vermisst
    dieFlo

    dieFlo

    15. July 2016 um 09:12

    Maud ist über 80 und lebt noch allein in ihrem Haus, doch immer mehr müssen Zettel sie an die kleinen Dinge des Alltags erinnern und immer mehr weiß sie auch mit diesen Zetteln nichts anzufangen. Ihre Tochter lässt einen Pflegedienst kommen, doch Maud fällt es schwer, diese zu erkennen. Maud geht einkaufen und kauft immer die gleichen Dinge, dabei braucht sie diese nicht und irgendwann merkt Maud, dass ihre beste Freundin Elisabeth nicht da ist. Sie geht immer wieder zu dem Haus, wo sie lebt, aber da ist ein Fremder. Sie sucht, erstattet Anzeige und niemand glaubt ihr. Ihre Tochter Helen verzweifelt immer mehr und beschließt, dass ihre Mutter bei ihr leben soll. Doch das Zurechtfinden in einem neuen Haushalt ist schwer für Maud und da ist dieses Mädchen. Sie weiß einfach nicht, wer sie ist ....und dann ist da immer noch die Suche nach Elisabeth. Das Buch erzählt in zwei Erzählsträngen, denn neben dem Jetzt, gibt es immer wieder Erinnerungen an Mauds Jugend und an ihr Leben so kurz nach dem Krieg. An ihre Schweser, die von einem Tag auf den anderen spurlos verchwand .... Von mir eine ganz klar Leseempfehlung, dieses Debüt hat mich bewegt, mich schmunzeln lassen, mir Tränen in die Augen getrieben - dieses Buch ist : das Leben! @dieflo

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  • Gut, ungewöhnlich aber mit Längen

    Elizabeth wird vermisst
    Karen_Nieberg

    Karen_Nieberg

    11. March 2016 um 15:47

    Der Roman zieht meines Erachtens seine Stärke aus der konsequent durchgehaltenen Perspektive der dementen, gewissermaßen nach einer Art von Erlösung suchenden Maud. Der Autorin gelingt es, die anderen Charaktere - allen voran Mauds Tochter Helen - nur darüber, wie sie auf Maud reagieren, Authentizität zu verleihen.Was mich ebenfalls beeindruckt hat, ist Healeys Mut, den Leser mitarbeiten zu lassen und selbst bei der Auflösung kein Schwarz und Weiß anzubieten. Wir sehen niemals in die Köpfe der Nebenfiguren, nur in Mauds Kopf, und dadurch bleibt es uns überlassen, wie wir Motive, Schuld und den Versuch, Erlösung zu finden, am Ende einordnen.Für mich waren die vielfältigen Rückblicke der Aspekt des Romans, der die Spannung hoch gehalten hat. Mauds Demenz, ihre Suche nach Elizabeth, die wie ein Platzhalter ist, ist zwar gut aufgezogen und recherchiert, aber zieht sich meines Erachtens in die Länge. Daher kann ich nachvollziehen, wenn manche vom Schluss etwas enttäuscht waren, obwohl ich ihn selbst recht gelungen finde.

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  • Der Weg ins Vergessen

    Elizabeth wird vermisst
    Loukia

    Loukia

    24. October 2015 um 16:36

    Maud ist 82 Jahre alt und braucht jede Menge Notizzettel, um sich in ihrem Leben zu orientieren. Ganz dringend möchte sie herausfinden, was aus ihrer Freundin Elizabeth geworden ist. Doch niemand nimmt ihre Suche ernst. Während die Gegenwart für Elizabeth immer verwirrender wird, kehren die Erinnerungen an ihre Schwester zurück,deren spurloses Verschwinden in der Nachkriegszeit nie aufgeklärt wurde. Ein sehr berührender Roman über eine Frau, die ins Vergessen abgleitet. Neben aller Traurigkeit besitzt diese Geschichte Leichtigkeit, Spannung und eine ganz eigene Liebenswürdigkeit.

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  • Demenz zum Nachfühlen

    Elizabeth wird vermisst
    taigala

    taigala

    11. October 2015 um 20:26

    Dieses Buch hatte für mich viele Wow-Effekte. Da ich selbst mit Patienten dieser Krankheit arbeite, fand ich es beeindruckend, wie die Autorin es schafft, aus Sicht einer Demenzkranken zu schreiben.
    Das Umfeld, sie, die Situation,...alles wird nachvollziehbar und ein Perspektivwechsel ermöglicht. Tolles Buch!

  • Anders als erwartet...positiv

    Elizabeth wird vermisst
    knuddelbacke

    knuddelbacke

    08. July 2015 um 09:56

    Gemeinsam mit Maud begab ich mich auf eine berührende und einfühlsame Reise. Die Autorin hat ein ernstes Thema “Alzheimer” in einen wunderbaren , realistischen Roman verpackt. Das Buch hat mich trotz des ernsten Themas zwei Tage während meines Urlaubs in der Türkei gefesselt. Jedes Mal wenn ich es kurz zur Seite legen musste, hatte ich nach wenigen Minuten das Gefühl ,das Buch wieder aufzunehmen und mit Maud weiter auf die Suche nach Ihrer Freundin Elizabeth gehen zu müssen . Offen und warmherzig werden Mauds Alltag und die mit der Krankheit verbundenen Schwierigkeiten geschildert. Der Leser erfährt nicht nur wie die Familienangehörigen die Krankheit erleben und lernen müssen damit umzugehen, sondern auch wie der Erkrankte selbst den eigenen Verfall erlebt. Besonders gelungen fand ich die handvoll eingewobenen tragisch-komischen Momente, in denen sich mir trotz des ernsten Themas ein Lächeln ins Gesicht stahl.  Spannend bleibt das Buch nicht nur bis zum Schluss, weil ich mir als Leser bis nahezu zur letzten Seite die Frage stellte : Ist Elizabeth wirklich nur Fiktion? Oder gibt es sie wirklich, und wenn ja – was ist mit Ihr geschehen? Immer wieder , ausgelöst durch bestimmte Düfte oder Gegenstände, tauchen Erinnerungen aus Mauds Vergangenheit auf: Ihre Schwester verschwand als junges Mädchen und tauchte nie wieder auf. Die einzelnen Erinnerungen Mauds verdichten sich nach und nach zu einem unglaublichen Verdacht . Doch bedingt durch Ihre Alzheimer-Erkrankung scheint Ihr Niemand so recht zu glauben.  Mir hat dieser kriminalistische Aspekt sehr gut gefallen.Nicht nur das die Handlung dadurch mit einem gewissen Maß an Spannung gewürzt wurde, vielmehr gefiel mir der Gedanke, dass sich das Leben der Alzheimererkrankten nicht nur auf die eigene Krankheit reduziert.

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  • Nicht meine Erwartungen getroffen

    Elizabeth wird vermisst
    trollchen

    trollchen

    12. April 2015 um 09:10

    Elizabeth wird vermisst Herausgeber ist Bastei Lübbe (Lübbe Paperback); Auflage: Aufl. 2014 (13. März 2014) und es hat 352 Seiten. Kurzinhalt: EINE ANRÜHRENDE GESCHICHTE ÜBER VERLUST UND VERGESSEN - EMMA HEALEY TRIFFT MITTEN INS HERZ! Wie würden Sie sich fühlen, wenn Ihnen keiner mehr glaubt? Und Sie nicht mehr sicher sind, ob Sie sich selbst noch glauben können? Genauso ergeht es Maud, die an Alzheimer leidet - und die ihre Freundin vermisst. In diesem faszinierenden Roman machen wir uns gemeinsam mit Maud auf die Suche nach der verschwundenen Elizabeth und erleben dabei hautnah, wie hilflos und verletzlich Maud sich selbst und ihrer Umwelt gegenübersteht. Mit überwältigender Intensität und Emotionalität schafft es die erst 28-jährige Autorin, eine völlig neue Sicht auf Alter und Alzheimer zu eröffnen. Meine Meinung: Diesmal hatte ich mich von der sehr positiven Meinung über das Buch blenden lassen. Aber leider kann ich diese Meinung nicht teilen, ich habe das Buch nach ca. 60 Seiten zugeklappt und es sind schon 10 Seiten mehr, als ich meinen Büchern sonst schon zugestehe. Ich habe schon mehr Bücher über Demenz gelesen, aber dieses konnte mich überhaupt nicht erreichen. Von Anfang an wird zwar die Alzheimer Krankheit beschrieben, aber dadurch dass die Geschichte auch noch abrutscht in die Vergangenheit, war es für mich einfach nur verwirrend und nicht nachvollziehbar. Leider habe ich das Buch nicht zu Ende gelesen, obwohl es so viele positiven Feedbacks gibt, aber da finde ich andere Bücher über Alzheimer und Demenz gelesen und arbeite in diesem Metier und konnte gar nichts mit dem Buch anfangen, schade. Mein Fazit: Für mich ein Reinfall, obwohl ich den Hype um dieses Buch auch nicht verstehen kann. Für mich nicht nachvollziehbar und auch nicht lesbar. Nur 2 von 5 Sternen.

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  • Rührende Geschichte..

    Elizabeth wird vermisst
    kloiYvi

    kloiYvi

    26. January 2015 um 15:19

    Inhalt: Maud leidet an Alzheimer. Sie vergisst so ziemlich alles, selbst den Namen ihrer Tochter. Aber bei einem ist sie sich ganz sicher - ihre Freundin Elizabeth wird vermisst. Aber niemand glaubt ihr. Maud schreibt sich alles auf kleine Klebezettelchen um nichts zu vergessen. Dann begibt sie sich auf die Suche nach ihrer Freundin. Meine Meinung: Die Geschichte wird aus Mauds Sicht erzählt. Einmal ist sie in der Gegenwart und dann wieder in der Vergangenheit, denn es ist schonmal ein Mensch aus Mauds Umfeld spurlos verschwunden - ihre große Schwester Sukey. Ich fand es sehr rührend wie die Geschichte erzählt wurde aber es hat mich auch nachdenklich gestimmt, denn schließlich kann mich dieses Schicksal, einmal an Alzheimer zu erkranken, auch ereilen. Der Schreibstil ist einfach zu lesen, allerdings haben mich die plötzlichen Zeitsprünge etwas verwirrt. Schöne aber traurige Geschichte.

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  • Ein richtig gutes Buch zum Thema Alzheimer

    Elizabeth wird vermisst
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. November 2014 um 16:49

    Der Roman „Elizabeth wird vermisst“ befasst sich mit dem nicht ganz unumstrittenen Thema Alzheimer. Alzheimer ist sicherlich eine Krankheit die heute weite Teile der älteren Bevölkerung betreffen kann und auch wird, aktuelle Zahlen aus der Pflege – nicht nur in stationären Einrichtungen- bestätigen das. Doch wie so vieles bleibt die menschliche und die alltägliche Seite denen verborgen die nicht unmittelbar damit konfrontiert sind und damit leben müssen. Hier setzt das Buch „Elizabeth wird vermisst“ ein. Anschaulich, rührend aber auch ehrlich und manchmal in meinen Augen recht bitter beschreibt die Autorin Emma Healey in Form der demenzkranken Maud was Demenz und Alltag bedeutet. Erstaunlich mag dabei sein das die Autorin selber erst 28 Jahre alt war als sie den Roman schrieb, aber dennoch mit der Weisheit und Weitsicht einer lebensweisen alten Frau agiert. Das Buch hat mir obwohl ich mit direkter Pflege schon in Kontakt gekommen bin und daher was es bedeutet, die Augen nochmal geöffnet und mir einen neuen Blickwinkel auf die Dinge eröffnet. Vieles was ich gelesen habe war mir bisher nicht so bewusst oder ich habe es so nicht wahrgenommen. Alleine für diese Veränderung der Sichtweise hat es sich schon gelohnt das Buch zu lesen. Sicherlich gab es hier und da wieder mal Längen im Buch, auch fand ich einige Szenen aber auch Charaktere in dem Buch nicht ganz so gelungen aber welches Buch ist schon perfekt und wollen wir immer nur die perfekten High End Bestseller Bücher lesen ? FAZIT: Eigentlich sollte das Buch von jeder Pflegekraft und /oder Pflegekraft in Ausbildung gelesen werden um einen kleinen Eindruck davon zu bekommen was sie in ihrer Arbeit/Ausbildung erwartet. Interessant als Roman verpackt finde ich, ist das Thema das uns alle angeht gut verkauft worden. Von mir 4 von 5 Sternen für dieses tolle Buch.

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  • Langwährender Krimi

    Elizabeth wird vermisst
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. October 2014 um 12:37

    "Einen Moment lang habe ich so große Angst, dass ich mich nicht bewegen kann, und ich weiß nicht, was ich als Nächstes tun werde. Alles ist möglich. Ich könnte die Blumen aus ihren Beeten reißen oder die Bäume fällen, meinen Mund mit Laub vollstopfen oder mich selbst begraben, sodass Helen mich wieder ausgraben könnte". Ihre Handlungen, ihre Gedanken machen Maud, die Protagonistin in "Elizabeth wird vermisst", selber Angst. Durch die an Alzheimer erkrankte Ich-Erzählerin erhält der Leser eine spannender Sicht auf die Dinge. Denn Maud ist der Meinung ihre Freundin Elizabeth wäre verschwunden, weil sie diese nicht in ihrer Wohnung auffindet. Dabei baut Emma Healey einen Wechsel zwischen dem Jetzt, also der "Suche" Mauds nach Elizabeths und dem Damals, während der Mauds Schwester Sukey vermisst wurde und nach der Maud suchte. Dieser Wechsel intensiviert die Spannung und der Leser verknüpft automatisch Parallelen zwischen den Suchen. Man hat bereits hier die Hoffnung und Erwartung auf ein überraschendes, auflösendes Ende. Mit dem Fortlaufen der Geschichte wir es jedoch besonders im Teil der Gegenwart ziemlich langweilig - Man hat das Gefühl, als wären einige Szenen sehr in die Länge gezogen. Trotzdem bleibt der Geisteszustand Mauds, den Healey gekonnt unter anderem durch Umschreibungen für alltägliche Dinge, darstellt, für den Leser faszinierend: Mauds Handeln erscheint uns merkwürdig, ihre ständig auftretende Verwirrung wird gut klar beschrieben. Manchmal ist sogar der Leser, der über ihre Taten und Gedanken schmunzelt, aber auch verzweifelt, verwirrt. Weiterhin stellt der Leser ständig Vermutungen über die Verwicklungen in der Geschichte auf. Das Ende jedoch ist und bleibt enttäuschend und wirft ein ganz anders Licht auf die restliche Geschichte. Es ist einfach unzureichend und nicht annähernd zufriedenstellend - Man hat das Gefühl als wäre der Roman es nicht wert gewesen ihn für so ein Ende zu lesen. Fazit: "Elizabeth wird vermisst" ist ein Krimi, der zusätzlich noch die Themen Nachkriegszeit, sowie Alzheimer behandelt. Aber im Endeffekt bleibt es ein Krimi, dessen Vorfall die anderen zwei Themen stark entmachtet und zurückstellt. Wegen dem Ende ist der ganze Roman nicht empfehlenswert. Denn es wird einem so ergehen, dass das Ende ein ganz anderes Licht auf den Anfang wirft.

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  • Ein wunderbarer Roman über das Vergessen und die Erinnerung

    Elizabeth wird vermisst
    Moena

    Moena

    Die 82-jährige Maud sucht ihre beste Freundin. Seit Wochen hat sich Elizabeth nicht mehr gemeldet und auch in ihrem Haus ist sie nicht. Doch immer, wenn Maud mit jemandem über Elizabeths Verschwinden reden will, reagieren die Menschen um sie herum genervt oder ignorieren sie einfach. Niemand glaubt ihr. Und oft ist Maud nicht einmal mehr sicher, ob sie sich selbst noch glauben kann. Denn Maud leidet an Alzheimer. Innerhalb von Minuten hat sie manche Dinge vergessen. Zur Erinnerung schreibt sie sich wichtige Dinge auf kleine Notizzettel. Und immer wieder taucht Elizabeth in ihren Notizen auf. Elizabeth wird vermisst, da ist sich Maud sicher. Aber warum will ihr niemand helfen? Warum hört ihr niemand zu? Gemeinsam mit dem Leser macht sich Maud auf die Suche nach Elizabeth, stellt Nachforschungen an und gibt sogar Vermisstenanzeigen auf. Dabei geraten Gegenwart und Erinnerung immer mehr durcheinander, denn Elizabeth ist nicht die einzige, die Maud vermisst: Als Maud noch ein Kind war, verschwand auch ihre große Schwester Sukey spurlos. Maud ist als Protagonistin einfach einmalig: Durch ihre Vergesslichkeit, die sie den Leser als Ich-Erzählerin live miterleben lässt, gerät sie immer wieder in unfreiwillig komische Situationen, die mich oft zum Schmunzeln brachten. Gleichzeitig wollte ich Maud am liebsten an die Hand nehmen und mit ihr auf die Suche nach Elizabeth und Sukey gehen, weil es sonst niemand tut und weil sie ihrer Umwelt so oft hilflos gegenübersteht, ohne zu wissen warum. Amüsieren und mitfühlen – hier geht beides Hand in Hand. Maud wechselt ständig zwischen der Gegenwart, in der sie kaum fünf Minuten bei derselben Sache bleiben kann, und ihrer Vergangenheit, in der sie als junges Mädchen mit dem Verlust der Schwester umgehen muss. So ergibt sich nach und nach ein Bild für den Leser, während es für Maud immer mehr verschwimmt. Was es mit Elizabeths Verschwinden auf sich hat, kann man sich dabei recht schnell zusammenreimen. Oftmals kann man einige Informationen und Andeutungen zwischen den Zeilen herauslesen, sodass man sich ein Bild des Geschehens machen kann, auch wenn Maud es gerade nicht einzuordnen weiß. Gefesselt haben mich aber vor allem die Episoden aus Mauds Vergangenheit, an die sie sich meist durch kleine Dinge oder Handlungen erinnert. Besonders diese Teile der Geschichte sind sehr berührend und ließen mich immer wieder an dem Urteil zweifeln, das ich gerade über die handelnden Personen gefällt hatte. Am Ende fügen sich die Erinnerungen zu einem stimmigen Ganzen zusammen, das trotzdem noch einige Fragen offen lässt. Emma Healeys Schreibstil ist einfach und gerade deshalb authentisch. Mit viel Einfühlungsvermögen lässt die Autorin den Leser hinter die Fassade der Alzheimer-Krankheit blicken und gibt eine Vorstellung davon, wie es sein muss, wenn man sich selbst langsam vergisst. Gleichzeitig lässt die Geschichte dem Leser aber genügend Raum zum Schmunzeln und Aufatmen, sodass sie zwar berührt, aber nicht erdrückt. Für mich ist »Elizabeth wird vermisst« eine dieser Zufallsentdeckungen, an die man mit wenigen Erwartungen herangeht und die einen dann einfach in ihren Bann ziehen und nicht mehr loslassen. FAZIT Ein rundum gelungener und berührender Roman, der dem Leser einen ganz eigenen Blick auf Alter und Vergessen eröffnet.

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    • 3
    Moena

    Moena

    26. July 2014 um 09:52
    Floh schreibt mal wieder eine super Bewertung von dir.

    War auch mal wieder ein super Buch. ;)

  • Elizabeth wird vermisst

    Elizabeth wird vermisst
    Chani

    Chani

    Ich habe dieses Buch letzte Woche gelesen und es hat mich sehr berührt und auch nachdenklich gemacht, denn schließlich kann jeden von uns "ein solches Schicksal" treffen. Und vergesslich zu werden ist ja nicht nur für einen selbst unangenehm und immer wieder erschreckend und traurig, sondern ist eben auch für Angehörige, Familie, Bekannte, Freunde und aber auch fremde Menschen, nicht einfach. Maud beispielsweise schreibt sich ständig Gedankstützen auf Zettel. Diese steckt sie dann ein oder legt sie auf den Sessel. Und sowie sie einen der Zettel findet und liest, was darauf steht, hat sie meist den eigentlichen Sinn dafür bereits vergessen oder weiß nicht, von wann dieser Zettel ist, welcher Tag gerade ist und ob dieser Zettel wichtig ist. Daher verstrickt sie sich selbst schon oft genug in ihren Notizen und Erinnerungen. Dazu kommt, dass Maud ja das ganze Buch hindurch ihre Freundin Elizabeth vermisst und ihr aber niemand glauben oder helfen möchte. Ganz im Gegenteil, ihre Tochter Helen ist gelegentlich etwas überfordert mit den Besuchen bei ihrer Mutter. Helen muss, wie jeder andere Mensch ja auch, ihr eigenes Leben leben, muss arbeiten, kümmert sich um ihre Teenager-Tochter und hat ja selbst auch eigene Sorgen und Probleme. Und dann kommt sie beispielsweise zu ihrer Mutter, die ihr dann wirres Zeug erklärt, muss sich mit Ärzten, Nachbarn und anderen Menschen "herumschlagen", die sie mal wieder darauf hinweisen, dass ihre Mutter unnötige Dinge kauft, nachts den Sohn von Elizabeth anruft und diesen verdächtigt, dass er etwas mit ihrem Verschwinden zu tun hat oder mehrmals täglich beim Arzt anruft und um Hilfe bittet, weil sie genau diese Dinge immer wieder vergisst. Das stelle ich mir doch sehr schwer und bedrückend vor. Während des gesamten Buches lernt man Maud besser kennen. Rückblicke zeigen immer mal wieder ihr früheres Lebens mit ihrem Mann Patrick. Hier bekommt man einen schönen Einblick in Maud´s Leben. Denn zwischendurch hat Maud immer wieder klare, wache Momente, wo sie ihr vergangenes Leben ngenau vor Augen hat. Aber meist kann sie sich nie lange auf solche Momente konzentrieren und beginnt die reale Vergangenheit mit Phantasie zu füllen und brigt so wieder alles durcheinander. Die Suche nach ihrer vermissten Freundin Elizabeth zieht sich durch das Buch wie ein roter Faden. Elizabeth und Maud treffen sich für gewöhnlich einmal die Woche, denkt Maud, doch plötzlich ist Elizabeth nicht mehr zuhause anzutreffen und geht auch nicht ans Telefon. Maud fragt ständig bei ihrer Tochter nach und macht sich mehrmals allein auf den Weg zur Polizei, um sich nach Mauf zu erkundigen. Doch niemand kann oder will ihr helfen. Zum Ende des Buches erschließt sich dem Leser, was es mit Elizabeth´s Verschwinden auf sich hat, aber dies möchte ich hier nicht verraten. Das Buch war leicht zu lesen und mir hat die Geschichte um Maud sehr gut gefallen. Ich fand es traurig zu lesen, wie verstört sie leider teilweise war und wie wirr sie ist, gerade auch in den klaren Momenten, in denen ihr selbst bewusst wird, dass sie Dinge vergisst und die Vergangenheit und die Gegenwart vermischt. Das Thema Alzheimer ist in dem Buch durch Maud ja durchweg präsent und ich fand es sehr interessant, hierüber mehr zu erfahren und in Mauds´Alltag schauen zu können. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten und ich fand es sehr interessant und teilweise aber eben auch traurig. Ich habe 4 Sterne vergeben.

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    • 2
    Floh

    Floh

    22. July 2014 um 15:49
  • Starker Anfang, schwaches Ende

    Elizabeth wird vermisst
    Marcsbuecherecke

    Marcsbuecherecke

    02. July 2014 um 10:27

    Inhalt: Maud ist 80 Jahre alt und leidet an Alzheimer. Viele Dinge kann sie sich einfach nicht merken beziehungsweise verwechselt Gegebenheiten und vermischt in ihren Erinnerungen verschiedene Geschehnisse. Doch einer Sache ist sie sich ziemlich sich: Ihre Freundin Elizabeth ist verschwunden. Und keiner scheint Mauds Bedenken ernst zu nehmen. Doch Maud hat eine ähnlich traumatische Situation schon einmal erlebt und zwar als ihre große Schwester in den Jahren nach dem Krieg spurlos verschwunden ist ... Meine Meinung: Dieses Buch hat wirklich stark angefangen. Da die Geschichte aus Mauds Sicht erzählt wird, konnte ich mich sehr schnell in diesen Charakter einfinden und konnte direkt einige Schluchzer nicht zurückhalten. Zwar war ich nicht am losheulen, aber emotional gesehen, hat es mich doch sehr mitgenommen am "eigenen" Leib zu erleben, dass die Tochter nur noch genervt ist von den selben Fragen und man das Gefühl hat, ein Fremder sei im Haus, wenn der Pflegedienst kommt. Doch dann nahm das Buch von Seite zu Seite immer mehr ab. In regelmäßigen Abständen wird mit Hilfe von Rückblenden die Geschichte von Mauds Schwester Sukey erzählt und genau hier liegt in meinen Augen das Problem: Frau Healey will es irgendwie nicht so recht gelingen die beiden Geschichten von einander zu trennen. Was ich am Anfang noch als Darstellung der Krankheit interpretiert hätte, hat mich gegen Ende einfach nur noch genervt. Ich hatte das Gefühl man musste Maud nur eine Tasse Tee anbieten und schon hat sie erneut, natürlich ohne irgendwelche Verwechslungen, einen neuen Abschnitt aus ihrer Geschichte dem Leser ins Ohr geflüstert. Auch die Art und Weise wie Elizabeth' Verschwinden aufgeklärt wird, fand ich nicht gelungen. Aufgrund von Spoiler - Vermeidung kann ich hier darauf leider nicht genau eingehen. Doch jetzt kommt das, was dieses Buch vollends auf "2 Sterne" hat abrutschen lassen: ich denke ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage, dass auch Sukeys Verschwinden einen Abschluss in dieser Geschichte findet. Doch dieser Abschluss war für mich einfach nur plump und vorhersehbar. Fazit: Dieses Buch war für mich wie eine Achterbahnfahrt. Starker Anfang, rapider Abfall und am Ende hatte man zwar Spaß, aber wirklich was gebracht hat es einem nichts. Wäre das Ende nicht so gewesen, wie es ist wäre es auf jeden Fall ein grundsolides Werk gewesen. Dennoch kann ich es vielen ans Herz legen, die sich gerne auch mal mit einer sentimentalen Geschichte beschäftigen möchten. Viel Spaß beim Lesen! Bis bald!

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