Leserpreis 2018
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Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 9 Monaten

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Wie genau lief bei dir das Erwachsenwerden ab? Wie lange warst du erwachsen, aber noch nicht "erwachsen"? Welche verrückten Menschn sind dir in deinem Leben begegnet, die dein Leben verändert haben?

Der Tag danach: Emma und ich frühstücken Nougat Bits und Zimt Dinger

Delicious. Emmas Kommentar dazu: „Let´s get rich!“ Ja, dann können wir uns mit Kaviar zum Frühstück zuschmeißen. Und rutschen dann drauf aus. Knochenbrüche, Hirnschädeltrauma, innere Blutungen. Mit dem Kaviar und dem reich sein sollten wir´s doch lieber nicht übertreiben. Vorerst. Bis wir eine bessere Krankenversicherung haben.

Emma hat versucht zu rülpsen, hat es aber leider nicht geschafft und steht jetzt am Rande des Nervenzusammenbruchs. Das sind die kleinen alltäglichen Lasten des Lebens. Oh, doch geschafft. Na dann ist die Welt ja wieder in Ordnung.

Unser Tagesplan sieht wie folgt aus: Wir gehen in einen Blumenladen, kaufen Pflanzen für unsere Wohnung und dann sind wir fertig. Unglaublich. Ob wir das alles heute schaffen?

So, jetzt mal zurück zu unserem Tagesplan mit den Blumen. Meine Mutter hat mir den Weg dorthin etwa so beschrieben: „Das ist so in Sankt Augustin, also müsst ihr Richtung Königswinter, aber halt nicht wirklich...“ Ja, gesagt, getan. In Rhöndorf angekommen fragten wir einen freundlichen Passanten nach dem Weg, der uns dann sagte, dass wir in Rhöndorf wären, er aber auch keine Ahnung hätte, wie wir nach Sankt Augustin kämen. Ich war ja auch noch fest davon überzeugt, dass wir nach Hennef müssten. Naja. Eine knappe Stunde Autofahrt später (der eigentliche Weg wäre locker in zwanzig Minuten zu schaffen, wenn man einen Orientierungssinn hätte) haben wir dann, total fertig, endlich den scheiß Blumenladen gefunden, der sich dann als riesen Gartencenter entpuppte. Das Leben hält also doch noch Überraschungen bereit.

Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns dann doch nicht für die hunderte Euro teure Palme, die nicht in unsere Wohnung gepasst hätte, sondern für einen Kaktus und ein paar fleischfressende Pflanzen, die wir sorgsam auf der Rückfahrfahrt in Emmas Fußraum verstauten. Unterwegs sammelten wir noch unseren Freund Paula und drei Döner ein. Trotz der akuten Lebensgefahr, oder der zumindest bald drohenden Fußlosigkeit. Das pure Adrenalin stand in der Luft, die Angst kroch durchs Auto, versteckte sich unter unseren Sitzen und schließlich eskalierte die stark angespannte Situation, als bei einem sehr gewagten Wendemanöver, das auch mit Gegenverkehr und Geisterfahren zu tun hatte, ein kleiner Kaktus fast aus dem Fenster gefallen wäre. Nicht nur der Kaktus war stinksauer, sondern auch wir. Emma: „Dein Fahrstil, wie eine gesengte Sau, überall Erde, MEIN DÖNER!!“ Ich: „Mach doch endlich den Führerschein, dann kannste selbst fahren, ich hab auf das ständige Gemecker keinen Nerv mehr!“ Paula stieg vorsichtshalber lieber aus dem Wagen, bevor der Kaktus und die hungrigen Fleischfresser zu Wurfgeschossen mutierten.

Wenige Sekunden später hatte sich der explosionsartig ausgebreitete Emotionsaustausch gelegt und wir fuhren nach Hause.

 


 

Die Welt der Konsolen, zweisame Einsamkeit, Flucht in eine Parallelwelt, in der man keinen echten Status hat. Man ist tot, ohne tot zu sein, man lebt nicht

Es gibt nichts was ich mehr hasse als Leute, die ihre Empfindungen nicht auf sich beziehen, sondern sie mit „man“ umschreiben: „Man hat dann immer so das Gefühl, dass...“ Ist das Leben so paradox, dass „man“ sich nicht trauen kann seine Emotionen auf sich selbst zu beziehen?

Antiindividualisierung! Es lebe der Neologismus! Und somit die Globalisierung, wie Emma und ich im Aldi feststellen mussten...

Eines Tages entdeckte ich mehr so unfreiwillig, dass unsere eher umfangreiche Pfandflaschensammlung nicht nur drei Viertel unserer Küche einnahm, nein, sondern auch, dass sie schon begann zu leben. Der Schimmel hatte sich bei uns eingenistet. Also, die Flaschen ins Auto gepackt und erst mal zu Aldi gefahren. Dort vor dem PfRNA (Pfandflaschenrücknahmeautomat) stellte Emma fest, dass es mal eine Zeit gab, in der es Supermärkte gegeben haben soll, in denen die Flaschen von einem freundlichen und kompetenten Mitarbeiter angenommen sollen sein worden. Da der PfRNA leider weder freundlich, noch kompetent war, wollte er circa die Hälfte unserer stolzen Flaschensammlung nicht annehmen, was mich spontane zu dem lauten Ausruf „Scheiß Globalisierung!“ ermutigte. Eine andere Kundin, durch meinen unerwarteten Emotionsausbruch geschockt, flüchtete in die Weiten des Einkaufsparadieses. Und jetzt lebt sie weiterhin glücklich und zufrieden mit ihrer nicht abgegebenen Pfandflaschensammlung, da dies wahrscheinlich ein einschneidendes Erlebnis in ihrem Leben dargestellt hat und sie von diesem Tag an eine mörderische Phobie vor PfRNAs hat. Das Leben läuft halt nicht nach Plan, schon gar nicht immer.

Autor: Emma Stoned
Buch: Emma: Wer ist der Wahnsinn?

Ein LovelyBooks-Nutzer

vor 9 Monaten

Plauderecke

Mehr Infos gibt es hier: https://www.amazon.de/dp/B0751H5MMM

tiffygirl007

vor 9 Monaten

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Ich finden das Buch mega spannend , da meine kleine Tochter 3,5 Jahre alt Emma heißt . Ich selber kann nur sagen das ich leider eher schnell Erwachsen werden musste, da meine Mutter Gesundheitsbedingt sehr eingeschränkt im Alltag war .
Ich habe mit 7 Jahren schon den Haushalt geschmissen , Wäsche gewaschen usw. Heutzutage finde ich das total schlimm . Man sollte solange Kind sein und das Leben genießen solange es geht . Ernst wird das Leben noch früh genug . Das werde ich auch bei meiner Tochter so umsetzen . Sie soll nicht so früh wie ich soviel Verantwortung übernehmen müssen . Das fängt noch früh genug im Leben an .

Sannnnnni

vor 9 Monaten

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Es läuft nicht immer alles nach Olan, das stimmt! Es klingt sehr spannend und auch nach einer mir sehr angenehmen Schreibweise! Wäre gern dabei‘

Tuus_Animus

vor 8 Monaten

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Also begegnet bin ich doch ernsthaft mir selbst einestages. Was mein Leben natürlich verändert hat, schmunzel. Die meisten Menschen sollen gewöhnlich sein hab ich gehört, also fehlt mir wohl dieses lebensverändernde Ereignis,wie schade. Ich bin der Furcht in mir begegnet, der Stärke und dem Wahrhaftigsein darin. Erwachsen werden ein Thema das instinktiv aus meinem Kopf verbannt wurde. Sagt mal wisst ihr wie scheisse das ist. Wie sollte ich in Zukunft als Erwachsener rein theoretisch damit umgehen aus heiterem Himmel zu lachen und mich gekonnt lächerlich zu machen. Natürlich bin ich vor dem Gesetz erwachsen, aber selbstverständlich lache ich euch aus, unzwar aus heiterem Himmel. Peterpan zb kann fliegen ich flieg nur regelmäßig auf die Fresse, ergo bleibt mir nur etwas dazwischen zu sein. Gross wurde ich mit Sarkasmus und kniffligen Ideen. Eine meiner Lieblingidee war das verprügeln der Jungs in meiner Klasse, bis sie um Hilfe flehten und meine glorreichste Erfindung, der ColaFantaSprite-Kuchen.

Daniela_Latzel

vor 8 Monaten

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Oh, danke für die Chance.
Würde mich freuen wenn ich dabei sein darf.
Liebe Grüsse Dani von Danis Reziseite

abetterway

vor 8 Monaten

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Falls es sich um ein Print handelt bewerbe ich mich für das buch und würd emich freuen das buch zu lesen.

familybooks

vor 8 Monaten

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Das Buch klingt interessant. Sehr gerne bewerbe ich mich daher für ein Printexemplar.

Rezi im Anschluss ist selbstverständlich.

Steph86

vor 8 Monaten

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Das klingt echt nach einem tollen Buch. Dann versuche ich auch mal mein Glück und bewerbe mich um Ei Printexemplar

Kingoftheapplerings

vor 8 Monaten

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Was der Wahnsinn so alles mitbringt ...

Jule_Frost

vor 8 Monaten

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Ich weiß nicht was es ist aber irgendetwas ästimiert mich an dem Buch ... es ist diffus und ich musste einige Sätze zwei mal lesen aber was ich absolut toll finde ist, dass es echt ist .
Ich würde mich wirklich sehr über ein Exemplar freuen um Emma und Co. näher kennenzulernen und in unsere eigene Welt einzutauchen :)

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