Emma Viskic

 3.7 Sterne bei 43 Bewertungen

Lebenslauf von Emma Viskic

Emma Viskic ist eine preisgekrönte australische Krimiautorin. Ihr von der Kritik gefeierter Debütroman »No Sound – Die Stille des Todes« gewann den Ned Kelly Award for Best First Fiction 2016 sowie drei Davitt Awards: Bester Roman für Erwachsene, bestes Debüt und den Leser-Preis. Viskic erhielt außerdem den Ned Kelly Preis und den Thunderbolt Award für ihre Kurzfilme. Sie lernte die australische Gebärdensprache (Auslan), um die Figur von Caleb Zelic authentisch zu beschreiben. Der zweite Roman der Caleb-Zelic-Serie, »No Words – Die Sprache der Opfer« folgt unmittelbar auf Band 1. Als klassisch ausgebildete Klarinettistin hat Emmas musikalische Laufbahn von Auftritten mit José Carreras und Dame Kiri Te Kanawa bis hin zum Busking in der Londoner U-Bahn gereicht.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "No Sound – Die Stille des Todes" von Emma Viskic

Keine konstante Spannung
sleepwalker1303vor 3 Monaten

Caleb Zelic und sein bester Freund Gary Marsden arbeiten zusammen als Privatermittler. Jetzt ist Gary tot, seine Ermordung erinnert an eine Exekution. Caleb hat seine Leiche gefunden und gerät sofort in den Fokus der ermittelnden Polizisten. Hatte Gary Geheimnisse? Schließlich wurde schon früher gegen den Polizeibeamten ermittelt – damit fängt das Buch „No sound“ von Emma Viskic an. Aus dem Klappentext war klar, dass Caleb gehörlos ist, was zum ersten Mal erst am Ende des ersten Kapitels zur Sprache kommt. Das gibt dem Buch ein gewisses Alleinstellungsmerkmal gibt, denn ich kann mich nicht erinnern, schon einmal einen Thriller mit einem gehörlosen Ermittler gelesen zu haben.

Allerdings bleibt die Behinderung des Hauptcharakters das einzige Alleinstellungsmerkmal des Buchs. Insgesamt konnte es mich mit der Geschichte nicht wirklich packen. Es ist leidlich spannend, aber alles in allem kommt nichts drin vor, was man nicht schon unzählige Male wo anders gelesen hat. Stellenweise verwandelt sich der Thriller dann auch fast in einen Liebesroman rund um Caleb und seine Ex-Frau Kat, die beide sehr klar und sympathisch beschrieben werden. Die zahlreichen weiteren Charaktere bleiben, mit Ausnahme von Calebs  Kollegin Frankie und ihrem Alkoholproblem, eher blass und ungreifbar, diese fand ich aber von Anfang an nicht sehr sympathisch und eher undurchsichtig.  

Sehr gut ausgearbeitet finde ich Calebs Gehörlosigkeit und seine damit verbundenen Schwierigkeiten, die tatsächlich zum Teil anders geartet sind, als man sich als Hörender vorstellen kann. Unsaubere Aussprache macht Probleme beim Lippenlesen, Absetzen von Notrufen ist schwierig (man kann zwar seinen Text „aufsagen“, hört aber keine Reaktion) und „Ableismus“ und Diskriminierung sind da nur wenige Beispiele dessen, womit Menschen mit Behinderungen kämpfen müssen („McFarlane strich die Seite seines Notizbuchs glatt und malte langsam Buchstabe für Buchstabe darauf. Sehr groß, wie für ein Kind. Er unterstrich die beiden Wörter und drehte das Buch dann herum“ – Caleb ist gehörlos, lesen kann er durchaus!). 

Die psychologische und soziale Komponente des Buchs konnte mich weitaus mehr begeistern als der halbgare Kriminalfall. Dabei hätte das Buch sehr großes Potenzial gehabt. Auch sprachlich habe ich daran nicht auszusetzen, es ist flüssig zu lesen und unterhaltsam, die Autorin verwendet Umgangssprache, vereinzelt auch Kraftausdrücke oder Fäkalsprache. Auf die eine oder andere Person hätte sie eventuell verzichten können, allerdings werden einige Charaktere nur eingeführt, um dann sehr schnell und gewaltsam zu Tode zu kommen. Alles in allem klappt die Umsetzung des Plots nicht so richtig wirklich gut und am Schluss schien der Autorin die Lust oder die Zeit oder beides auszugehen. Was am Anfang sehr schleppend läuft, überschlägt sich gegen Ende fast und lässt mich als Leser mit vor Spannung trockenem Mund aber dennoch ein bisschen unbefriedigt zurück. Zwar ist der Schluss stimmig aber im Vergleich zum Rest des Buchs hektisch und überstürzt. Und leider fehlt ein konstanter Spannungsbogen, da wäre also noch sehr viel mehr Potenzial vorhanden gewesen, das die Autorin leider bei weitem nicht ausschöpft. Dennoch vergebe ich für die gute Idee, die immer mal wieder aufflammende (aber dann packende) Spannung, die psycho-soziale Komponente und die nette Liebesgeschichte zwischendurch 3 Sterne.

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Rezension zu "No Sound – Die Stille des Todes" von Emma Viskic

Spannender Serienauftakt...aber noch Luft nach oben
Dex-aholicvor 4 Monaten

Das Buch hat mich von Anfang an neugierig gemacht. Allein der Protagonist, Caleb, klang faszinierend und versprach ein interessantes Abenteuer. Man wird direkt in die Handlung geworfen, ohne vorher kurz einen Überblick zu bekommen, was ich gut fand. Erst im Laufe der ersten Kapitel kristallisierte sich heraus, was genau zu dem Mord an Caleb's Freund geführt zu haben scheint und dass sich mehr dahinter verbirgt als ein Überfall oder der Mord an einem angeblich korrupten Bullen. Anfangs wirkte die Handlung noch wirr und ein wenig unübersichtlich, nicht ganz ausgereift. Auch das ständige auf und ab Caleb's wirkte ein wenig, naja, nicht vertrauenserweckend. Aber das legt sich auch schnell wieder, denn dann steigt die Spannung immer weiter an. Und dann folgt ein Wendepunkt und eine Überraschung mit einem riesigen Knall. Man hat ja bei einigen Krimis oder Thrillern, dass man schon ahnen kann, wer der Täter oder der Strippenzieher ist. Das ist hier weit gefehlt! Auf die Wende bin ich überhaupt nicht vorbereitet gewesen. Alles in allem ist das Buch ein klasse Debüt, wobei noch Luft nach oben ist. Dennoch werden Caleb und Kat einem auch nach dem Buch noch im Gedächtnis bleiben. Ich kann dem Buch getrost eine Leseempfehlung geben und bin schon gespannt, was Caleb als nächstes erleben wird im 2. Band.

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Rezension zu "No Words – Die Sprache der Opfer" von Emma Viskic

Schwächelt, verglichen mit dem ersten Band
JuliaGoldfeuervor 4 Monaten

Caleb trifft beim Joggen auf eine junge Frau, die seine Hilfe zu brauchen scheint, doch der Gehörlose kann sie nicht verstehen. Kurz darauf ist die Frau tot und Caleb möchte um jeden Preis aufklären, was der Grund dafür ist. Seine Ermittlungen führen ihn nach Ressurection Bay zur dort ansässigen Gemeinschaft australischer Ureinwohner.

Im zweiten Teil der Reihe um Caleb Zelic bleibt Emma Viskic sich treu und redet nicht lange um den heißen Brei herum. »No Words« beginnt erneut mit einem Mordfall, den der Privatermittler auf eigene Faust lösen will. Leider wurde mir Caleb in diesem Band zunehmend unsympathischer, da er viel aus dem ersten Teil aufzuarbeiten hat und auch neues Leid erfährt, wodurch er sich unberechenbar und fahrlässig verhält. Ab einem gewissen Punkt ging mir das auf die Nerven. An mancher Stelle musste ich wirklich an seiner Eignung für die Ermittlungsarbeit zweifeln. Zu meiner Freude bekommt sein Bruder Ant eine gewichtigere Rolle und auch Kat und Frankie tauchen wieder auf. Der Fokus liegt wieder stark auf den Charakteren und ihren Beziehungen zueinander, die nicht immer das sind, was sie zu sein scheinen.

Ich hatte bereits im ersten Teil der Reihe ein paar Anlaufschwierigkeiten, fand mich dann aber schnell in der Geschichte zurecht. In »No Words« konnte ich leider während der gesamten Lektüre dem Fall nicht richtig folgen, zu viele Namen, zu viel hin und her. Da meine Begeisterung für den ungewöhnlichen Protagonisten und das interessante, australische Setting nun auch nicht mehr ganz frisch ist, kann ich darüber nicht hinwegsehen.

Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt auf den Punkt, direkt und ausdrucksstark. Auch wenn mir einige Figuren eher negative Gefühlsregungen entlockten, so will ich trotzdem lobend erwähnen, dass Emma Viskic es wieder geschafft hat, mich emotional zu involvieren.

Da die Reihe als Ganzes großes Potential hat, bin ich trotz der Tatsache, dass Band zwei nur mittelmäßig für mich abschneidet, schon sehr gespannt auf den dritten Teil!

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