„Vielleicht bin ich einfach nicht mutig genug? Wenn es nach Lucy ginge, wäre alles ganz einfach: Nimm Anlauf und spring, irgendjemand fängt dich schon auf, oder im Zweifel lernst du fliegen.“
Ganz ehrlich: Das Cover hat mich zuerst gar nicht so angesprochen – der Klappentext war letztendlich der Grund, warum ich das Buch überhaupt gelesen habe. Und der hat definitiv neugierig gemacht.
Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive von Natascha und Ben erzählt, was ich persönlich richtig gerne mag. Dieser Dual POV gibt einem einfach einen besseren Einblick in beide Charaktere und ihre Gedanken.
Mit knapp 330 Seiten ist das Buch auch ziemlich schnell gelesen – und ich muss sagen: Der Spannungsbogen war größtenteils echt da. Es war durchgehend unterhaltsam und spannend, auch wenn es zum Ende hin leider etwas nachgelassen hat.
Inhaltlich bewegen wir uns in einem ziemlich bekannten Setting: neues Mädchen kommt auf eine Elite-Highschool und trifft auf den reichen Bad Boy – also dieses klassische „Poor Girl meets Rich Boy“-Trope. Nichts komplett Neues, aber irgendwie funktioniert sowas halt trotzdem immer.
Natascha ist dabei eine Protagonistin mit klaren Zielen – sie will unbedingt nach Yale. Ben hingegen träumt davon, Journalist zu werden, während sein Vater ihn lieber in der Medizin sehen würde. Auch das sind eher bekannte Muster, die man aus vielen Geschichten kennt. Teilweise hat mich das Ganze ein bisschen an Maxton Hall erinnert.
Was mich allerdings etwas gestört hat: Es gab immer wieder kleinere Logik- und Rechtschreibfehler. Nichts Dramatisches, aber zwischendurch schon ein bisschen nervig.
Außerdem hatte ich eigentlich mit einem klaren Enemies-to-Lovers-Trope gerechnet. Am Anfang ist das auch definitiv da, aber mir ging die Entwicklung der Beziehung dann einfach zu schnell. Ich bin eher ein Slow-Burn-Fan – gerade bei Enemies to Lovers – und hier war es mir fast schon ein Fast Burn.
Trotzdem: Der Cliffhanger am Ende war echt gut gemacht und lässt mich jetzt ein bisschen unsicher zurück, ob ich den zweiten Band vielleicht doch lesen werde.
Insgesamt ein unterhaltsames Buch mit bekannten Tropes, kleinen Schwächen, aber definitiv Lesespaß.
3.75/ 5 Sterne














