Meine Kinder haben dieses Buch in der Bücherei entdeckt und sehr gerne gelesen. Vor allem die Briefe waren ein totales Highlight. Auch das verrückte Essen fanden meine Kinder sehr lustig. Und natürlich haben uns auch die schönen Bilder und Zeichnungen sehe gut gefallen und die Kinder haben sich das Buch immer gerne genommen um diese anzuschauen.
Emma Yarlett
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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Neue Rezensionen zu Emma Yarlett
Als ein merkwürdiges Ding auftaucht, sehen viele verschiedene Tiere immer etwas ganz anderes darin. Sie rufen:
„Das … ist meins!“
– und reißen es sich unter den Nagel.
Kinder haben ein großes Gerechtigkeitsempfinden. Und wenn sie etwas besonders Schönes sehen, dann hätten sie es gerne selbst, sofort. „Meins!“ spielt beiden Gefühlen und so lässt sich sehr schön über Recht und Unrecht philosophieren. Und wenn die anderen Tiere dieses neue Wunschobjekt entdecken, vermittelt uns die ausgestanzte Seite, die dieses Objekt freigibt, ein ganz klandestines Gefühl. Als dann die tatsächliche Besitzerin auftaucht, ist übrigens keine Debatte mehr, das „Ding“ wieder herzugeben. Da lässt sich dann dann noch trefflich darüber sprechen, dass das auch bei weniger durchsetzungsstarke Tiere/Menschen der Fall sein sollte.
Ein witziges Bilderbuch, mit dem ihr nicht nur einem Ding viele verschiedene Funktionen zuweisen könnt, sondern auch über Eigentumsmoral diskutieren könnt. 5 von 5 Sternen.
Eine wundervoll, fantasievolle Geschichte
über die Angst im Allgemeinen
und die Angst im Dunkeln im Speziellen
- Ein Mutmachbuch -
für Kinder ab 3-4 Jahren
Jeder hat Ängste, so auch unser kleiner Protagonist Orion in der wirklich gefühlvollen, amüsanten und Mut machenden Geschichte von Emma Yarlett.
Orion hat Angst vor Wespen, vor platzenden Luftballons, Spinnen, dem Friseur, vor Monstern natürlich, aber auch vor Hunden, der schimpfenden Oma, Kleiderschränken, einigen Mädchen vor dem Meer, vor Gewitter, dem Weltall und noch so einigem anderen. Damit wir ihn besser verstehen, hat er sich sogar die Mühe gemacht, seine Ängste einmal in einem Bild festzuhalten. Doch all diese Ängste sind gar nichts im Vergleich zu der Angst, die er in und vor der Dunkelheit hat. Auch hierzu gibt es ein eindrucksvolles Bild, das bestimmt jeder, der Angst vor Dunkelheit hat mit spüren kann.
Orion hat schon ganz viel versucht, um Licht in die Dunkelheit zu bringen und sein Problem zu lösen.
Er hat natürlich versucht, die Dunkelheit zu meiden, er hat Möhren gegessen, um in der Dunkelheit besser sehen zu können, hat die Sonne eingefangen, hat Glühwürmchen gezüchtet, sich als Eule verkleidet, versucht eine unkaputtbare Glühbirne zu erfinden und eine Demo organisiert, um ein DunkelheitsVERBOT zu bewirken. Doch alle seine Versuche und Bemühungen, die Dunkelheit aus seinem Leben auszuschließen, waren erfolglos. Tagsüber dunkle Räume und Situationen meiden, wo es dunkel war, das ging ja vielleicht noch irgendwie, doch nachts war die Dunkelheit einfach überall. Und dann kommen zur Dunkelheit noch die seltsamen Geräusche. Dunkelheit ist einfach furchtbar, furchtbar beängstigend.
Orion kann dann einfach nicht einschlafen. Er wälzt sich hin und her, vergewissert sich, ob unter seinem Bett keine Monster sind, versucht, Ruhe zu finden, indem er sich auf den Boden legt, doch er schafft es einfach nicht einzuschlafen. Doch dieser Abend, diese Nacht, die soll anders werden, denn als Orion es gar nicht mehr aushält, geht er zum Angriff über. Er stellt sich auf sein Bett und ruft: "Jetzt reicht's! Ich hab euch satt..... ...LOS GEHT WEG!" (Zitat)
Und dann passiert etwas, was ihn erst einmal noch mehr ängstigt. Vor seinem Dachfenster wird die Dunkelheit lebendig und steigt durch das Fenster zu Orion ins Zimmer.
Ich glaube, jeder kann sich vorstellen, welch große Angst Orion da hat. Doch er weiß, dass man zu Gästen höflich sein soll. Er dreht sich von Herrn Dunkel weg, streckt ihm dann aber, ohne hinzuschauen die Hand aus und stellt sich vor. Und tatsächlich ist Herr Dunkel ganz lieb. Mitfühlend erklärt er Orion erst einmal, dass er keine Angst vor ihm haben muss, reicht ihm dann ebenfalls die Hand, die im Buch sogar durch eine bestimmte Gestaltungstechnick von allen Kindern geschüttelt werden kann, und lädt ihn auf ein Abenteuer ein.
Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass Abenteuer auch auf Orions Angstliste stehen, doch irgendwie ist das mit Herrn Dunkel anders. Er fast Vertrauen zu ihm und damit beginnt dann das Abenteuer, nachdem so viel sei verraten weder Orion noch die Kinder, die Angst vor der Dunkelheit haben, weiterhin Angst haben werden.
Zunächst zeigt Orion Herrn Dunkel, die Orte, vor denen er Angst hat, weil sich da Monster verstecken könnten, doch ob ihr es glaubt oder nicht, Monster gab es dort nicht, dafür aber zuweilen richtig viel Spaß. Dann gehen sie den unheimlichen Geräuschen nach, die alle von draußen kamen und bei näherer Betrachtung überhaupt nicht gruselig sind. Und mit jeder neuen klärenden Entdeckung weicht Orions Angst ein wenig mehr, nur die Angst vor dem Nachthimmel, die bliebt und so nimmt Herr Dunkel Orion dann mit auf ein noch größeres Abenteuer und zwar hinauf in den Sternenhimmel und zum allerallerdunkelsten Ort überhaupt.
Ja und was Orion da erlebt und feststellt, das erzählt er euch am besten ganz persönlich und höchstselbst, wenn ihr in dieses wirklich tolle Buch und seine Geschichte eintaucht, die nicht nur Mut macht und Angst nimmt, sondern auch mit einer ganz tollen Gestaltung und grandiosen Illustrationen aufwartet.
Die Dunkelheit zu personifizieren und so liebevoll und warmherzig auch als Figur wirken zu lassen ist eine ganz wundervolle Idee. Die Kinder schließen Herrn Dunkel sofort ins Herz und Orion als Identifikationsfigur sowieso. Doch wie Emma Yarlett die Geschichte vor allem über die Illustrationen und zu Beginn mit vielen kleinen beschrifteten Szenen (Bildausschnitten / Bildsequenzen) einfängt, ist genial, genauso wie den Jungen Orion zu nennen, was gleich an Weltall erinnert und eine tolle Verbindung zu Herrn Dunkel, der Dunkelheit und dem Nachthimmel darstellt.
Orion hat sich mutig seiner Angst gestellt hat obwohl er Angst hatte. Er hat Herrn Dunkel an die Hand genommen und er hat dem Jungen gezeigt, dass hinter Dingen, die einem Angst machen, meist ganz harmlose Dinge stecken. Dass man durch die besondere Gestaltung im Buch Herrn Dunkel die Hand reichen kann, ist hier nicht nur optisch schön, sondern hat auch einen emotionalen, symbolischen Charakter. Viele Kinder haben Angst im Dunkeln. Herrm Dunkel die Hand reichen können ist als würde er einen selbst einladen um mit ihm auf die Abenteuerreise zu gehen. Orion geht hier stellvertretend für alle Kinder mit. Spätestens durch das Handreichen rutscht das Kind in Orions Position und sein Abenteuer wird zum eigenen. Die Hand taucht im Handlungsverlauf 2x auf einmal beim Kennenlernen und einmal beim Verabschieden, und auch das Verabschieden hat einen Funktion, es ist das Loslassen verbunden mit der Botschaft, jetzt weißt du das ICH - die Dunkelheit nicht böse bin, das du dich vor mir nicht fürchten musst. Wenn die Kinder Herrm Dunkel wieder die Hand schütteln, ist das mehr wie ein Tschüss, es hat auch etwas von einem Versprechen, einer Bestätigung, jetzt habe ich keine Angst mehr.
So beschreiben viele Kinder ihre Gefühle zum Ende der Geschichte.
O-Ton eines 6-Jährigen:
"Orion ist doch ein Sternbild und da gibt es ganz helle Sterne. Einer hat sogar 4000 mal mehr Leuchtkraft als die Sonne. Sterne sind hell, Sternbilder sind hell, also ist Orion hell und dann hat Orion doch das Licht in sich mit dem Namen. Ich weiß aber noch mehr. Als wirr neulich in der Sternwarte waren, hat jemand gesagt, dass der Name Orion auch von etwas wie Uruanna kommen kann, so genau weiß ich das nicht mehr und das heißt Licht des Himmels."
Was mich erstaunte war, dass keines der Kindergarten- und Grundschulkinder von dem Netflix Film "Orion und Herr Dunkel" wusste (ich habe es auch nicht verraten)
Emma Yarletts Geschichte war Vorlage zu dem Film, der mit Sicherheit ganz nett ist, doch beeindruckt die Kinder (und auch mich) das Buch mit seiner Geschichte und den Bildern, wieso also einen Film im direkten Vergleich ansehen.
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