Emmanuel Lepage

 4.5 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Oh, diese Mädchen!, Frühling in Tschernobyl, Ein und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Emmanuel Lepage

Emmanuel LepageOh, diese Mädchen!
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Oh, diese Mädchen!
Oh, diese Mädchen!
 (6)
Erschienen am 26.11.2010
Emmanuel LepageFrühling in Tschernobyl, Ein
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Frühling in Tschernobyl, Ein
Frühling in Tschernobyl, Ein
 (3)
Erschienen am 01.08.2013
Emmanuel LepageAr-Men
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Ar-Men
Ar-Men
 (2)
Erschienen am 22.06.2018
Emmanuel LepageMuchacho
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Muchacho
Muchacho
 (2)
Erschienen am 27.05.2008
Emmanuel LepageWeiß wie der Mond
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Weiß wie der Mond
Weiß wie der Mond
 (1)
Erschienen am 01.08.2015
Emmanuel LepageReise zum Kerguelen-Archipel
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Reise zum Kerguelen-Archipel
Reise zum Kerguelen-Archipel
 (1)
Erschienen am 01.06.2012
Emmanuel LepageRote Passion
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Rote Passion
Rote Passion
 (0)
Erschienen am 01.09.2003

Neue Rezensionen zu Emmanuel Lepage

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Flaventuss avatar

Rezension zu "Ar-Men" von Emmanuel Lepage

Dramatisch, emotional, imposant
Flaventusvor 2 Monaten

Diese Graphic Novel erzählt die Geschichte des Leuchtturms Ar Men vor der Küste Frankreichs in der Bretagne. Ein Leuchtturm, den es tatsächlich gibt und der an einer der unwirtlichsten Stellen im Atlantik steht, um Seefahrer vor den Tücken der See zu warnen.

Imposant

Diese Graphic Novel besticht durch eine famose Optik. Die raue See des Atlantiks ist mit einer außergewöhnlichen Dramatik dargestellt. Ein kleiner Turm, der den Naturgewalten trotzt. Es scheint unvorstellbar, dass die Menschen tatsächlich einen Leuchtturm an dieser Stelle errichtet haben.

Die Bilder vermitteln nicht nur ein Gefühl der dort herrschenden Naturgewalten, sondern zeigen auch eindrücklich die Abgeschiedenheit des Turms, auf dem die Leuchtturmwärter teilweise wochenlang ausharren mussten, weil der Turm mit Schiffen nicht erreichbar war.

Menschlichkeit

Diese Abgeschiedenheit führt den Leser zu eben jenen Leuchtturmwärtern, die bis zuletzt dafür gesorgt haben, dass das Leuchtfeuer brennt. Die Novel gibt einen Einblick in das Leben und die Gefühlswelt der Leuchtturmwärter und wie sehr die Einsamkeit das Leben prägt und mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen hatten.

Auch die Historie des Turms wird in die Erzählung eingebaut, so dass der Leser von der Motivation erfährt, weshalb er überhaupt erbaut wurde und wie schwierig es war, ihn an dieser Stelle zu errichten. Untermalt werden diese Erzählpassagen von den emotionalen Achterbahnfahrten der Menschen, die an dem Bau beteiligt waren.

Fazit

Ar-Men ist eine überaus dramatisch und emotional erzählte Graphic Novel. Sie verarbeitet nicht nur die Erinnerungen eines des letzten Leuchturmwärters, sondern kann diese auch noch in opulenten Bildern eindrucksvoll visualisieren. Man kann in manchen Bildern förmlich die Naturgewalt spüren und hören und schmecken, die der Atlantik dem Leuchtturm entgegen wirft.

Diese tolle Erzählung mit ihrer graphischen Umsetzung versprüht eine Authentizität, dass ich gar nicht anders kann, als eine Empfehlung für dieses Buch auszusprechen.


Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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wunderfitzs avatar

Rezension zu "Frühling in Tschernobyl, Ein" von Emmanuel Lepage

Frühling in Tschernobyl
wunderfitzvor 3 Jahren

Tschernobyl – ein Wort, düster und unwirklich, das gleichzeitig nach Dystopie und Geschichtsbuch klingt. Bilder im Kopf. Verlassene Gebäude, die Natur, die sich ihren Weg zurückbahnt, unheilvolle gelbe Warnschilder.
Und doch weiß ich so gar nichts über Tschernobyl. Natürlich, da war diese Nuklearkatastrophe in den 80ern, ein explodierender Reaktor, radioaktiver Regen,…
Na ja, aber ich als 91er Jahrgang hatte nie einen wirklichen Zugang zu Tschernobyl und war sehr froh über diesen Comicfund.

Im August machte sich der französische Zeichner Emmanuel Lepage auf eine Reise in die Ukraine um an einem Buch über Tschernobyl zu arbeiten. Mit Mundschutz und Schuhüberzügen aus Plastik, im Ohr das bedrohliche Ticken des Geigerzählers sitzt er in der gesperrten Zone und zeichnet. Abends isst und trinkt er mit den Dorfbewohnern und erfährt von ihren Geschichten und immer wieder fragt er sich, was genau er in Tschernobyl tut. Seine ursprüngliche Absicht, die Folgen der radioaktiven Verseuchung zeichnerisch zu dokumentieren gerät immer wieder ins Wanken.
Wie das Unsichtbare zeigen, vor allem, da doch gerade der Frühling in Tschernobyl einzieht und die Landschaft mit hellem Grün und blühenden Blumen überzieht.

Das Ergebnis ist ein spannender, dokumentarischer Comic. Oft in schwarz-weiß gehalten, düster und skizzenhaft, kühl und unnahbar – und doch auch immer wieder Farbexplosionen, friedliche, paradiesische Landschaften, bei denen man fast zu vergessen droht, welches unsichtbare Unheil sich hinter der Fassade verbirgt. Zart, spannend, klug und wahnsinnig schön erzählt Lepage von Tschernobyl. Nicht unbedingt von dem Tschernobyl, wegen dem er angereist ist, sondern von dem, das er vorgefunden hat.

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HelmuthSantlers avatar

Rezension zu "Reise zum Kerguelen-Archipel" von Emmanuel Lepage

Rezension zu "Reise zum Kerguelen-Archipel" von Emmanuel Lepage
HelmuthSantlervor 6 Jahren

"Das Seltsame am Reisen ist, dass man erst nachher begreift - und das auch nicht immer -, was man gesucht hatte." Emmanuel Lepage hat in "Reise zum Kerguelen-Archipel" eine ungewöhnliche Reise unternommen: zu den TAAF (französische Süd- und Antarktisgebiete), an Bord des Versorgungs- und Forschungsschiffs Marion Dufresne.

Der titelgebende Kerguelen-Archipel bildet den südlichsten Punkt der einmonatigen Fahrt: ein trostloses, sturmgebeuteltes Land in der Größe Korsikas am Ende der Welt. Durch Lepages Hand lernen wir etliche Mitglieder der Schiffscrew, Überwinterer der verschiedenen Forschungsstationen, Helikopterpiloten, Touristen, Wissenschafter kennen. Lepage wird immer wieder schmerzlich bewusst: Er ist nur auf der Durchreise. Alle Kontakte, alle Landgänge bringen ihn den Menschen, den urzeitlichen Welten gerade nahe genug, um erkennen zu können, wie unerreichbar sie für ihn bleiben.

In Schwarz-Weiß-Bildern erzählt Lepage den Ablauf der Reise; Rückblenden in seine Kindheit, Historisches und lehrreiches oder kurioses Beiwerk (wie die Fliege ohne Flügel oder der Grund, warum in der französischen Marine das Tragen einer schwarzen Krawatte Tradition ist) sind in warmen Brauntönen gehalten. Es bleiben jene Momente, in denen Lepage sich eins mit dem Betrachteten fühlt, die raren Minuten, in denen jede Trennung aufgehoben scheint. Ihnen widmet er vierfarbige Aquarelle. Die gelungensten schaffen, wozu nur Bilder in der Lage sind: Transportmittel zu sein zur Essenz eines Augenblicks.

Lepages eleganter, großformatiger Comic ist nichts für den beiläufigen Konsum. Der Grundrhythmus ist langsam. Gebrochen wird er immer wieder von Szenen hektischer Betriebsamkeit; in vielen davon sind die elementaren Naturgewalten die Hauptdarsteller, die Menschen geduldete Gäste, die sich gleichwohl keinen Fehler erlauben dürfen. Das letzte Bild zeigt, was Lepage auf dieser Reise gesucht - und gefunden - zu haben glaubt: Wolken am Nachthimmel formen ein paar aufnehmende Hände. Der Mensch wird angenommen, darf sich geborgen fühlen. In Gemeinschaft - mit Mensch und Natur.

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