Emmanuel Lepage

 4.4 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Oh, diese Mädchen!, Frühling in Tschernobyl, Ein und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Emmanuel Lepage

Cover des Buches Oh, diese Mädchen! (ISBN:9783940864505)

Oh, diese Mädchen!

 (6)
Erschienen am 26.11.2010
Cover des Buches Frühling in Tschernobyl, Ein (ISBN:9783868696196)

Frühling in Tschernobyl, Ein

 (4)
Erschienen am 01.08.2013
Cover des Buches Ar-Men (ISBN:9783962191306)

Ar-Men

 (2)
Erschienen am 22.06.2018
Cover des Buches Muchacho (ISBN:9783551776556)

Muchacho

 (2)
Erschienen am 27.05.2008
Cover des Buches Reise zum Kerguelen-Archipel (ISBN:9783868694925)

Reise zum Kerguelen-Archipel

 (2)
Erschienen am 01.06.2012
Cover des Buches Weiß wie der Mond (ISBN:9783958391468)

Weiß wie der Mond

 (2)
Erschienen am 01.08.2015
Cover des Buches Die Fahrten des Odysseus (ISBN:9783962192990)

Die Fahrten des Odysseus

 (1)
Erschienen am 18.06.2019

Neue Rezensionen zu Emmanuel Lepage

Neu

Rezension zu "Die Fahrten des Odysseus" von Emmanuel Lepage

Was für ein Kunstwerk!
Flaventusvor 14 Tagen

Diese Graphic Novel weiß zu begeistern! Mit einer facettenreichen Geschichte und großartigen Zeichnungen ist eine Ode an das große Werk von Homer erschaffen worden. Und das von einem Künstler, der schon mit der Graphic Novel »Ar-Men« gezeigt hat, wie beeindruckende Kunstwerke entstehen.

Vielfalt

In diesem Buch wird die Geschichte mit Zeichnungen, Skizzen, Aquarallen und Ölgemälden erzählt. Mit Werken, die schon in anderen (mittlerweile vergriffenen) Büchern erschienen oder unveröffentlicht in der Schublade der Künstler auf ihre Veröffentlichung gewartet haben. Eine Kombination, die erahnen lässt, dass dem Leser eine Ode an die Kunst präsentiert wird.

Denn hier wird nicht einfach die »Odysee« von Homer nacherzählt, sondern dieser Epos ist lediglich als Basis für eine Geschichte um Liebe, Kunst, Verlust und Schmerz. In geschickt gewählten Zeitebenen begleitet der Leser einen mittellosen Künstler auf der Suche nach seiner Muse und begleitet ihn auf seiner ganz persönlichen Odysee. Eine emotional erzählte Geschichte, die den Leser zu berühren weiß.

Die Zeichnungen, Illustrationen und Bilder sind dabei einfach nur großartig und werden entsprechend großflächig über eine Doppelseite hinweg dem Leser präsentiert. Dabei sprechen viele Kunstwerke für sich selbst und gehören eigentlich auf Leinwand in eine eigene Ausstellung. So oder so lohnt es sich, das Buch mehrmals in die Hände zu nehmen, um die Vielschichtigkeit zu erfahren.

Fazit

Nur selten gelingt es, mit einer Graphic Novel ein solches Kunstwerk zu schaffen. Dieses Buch ist über jede Zweifel erhaben und in vielerlei Hinsicht einfach nur großartig. Sowohl Optik als auch Erzählung konnten mich packen, verzaubern und entführen. Für dieses Buch gibt es nur eine Empfehlung: Unbedingt lesen!

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Rezension zu "Frühling in Tschernobyl, Ein" von Emmanuel Lepage

Schrecklich schön
katzenminzevor 10 Monaten

Diese Graphic Novel über das Reaktorunglück in Tschernobyl hat mich schon lange interessiert. Als dann noch eine geschätzte Booktuberin dieses Buch wärmstens empfahl, habe ich endlich zugeschlagen. Gerade der Anfang war auch sehr vielversprechend aber leider ließ meine Euphorie im Laufe der Geschichte etwas nach und ich bin nun recht unentschlossen, was ich von dem Ganzen halten soll.

Für diesem Roman ist der Zeichner, Emmanuel Lepage, tatsächlich selbst nach Tschernobyl gereist. Die meisten der Zeichnungen – oder zumindest ihre Skizzen – sind vor Ort entstanden. Der Mann weiß also, wovon er redet. Dadurch, dass es ein Berichts des Zeichners selbst ist und man ihm die ganze Zeit bei der Arbeit zuschaut, habe ich die Zeichnungen tatsächlich mehr zu schätzen gewusst. Man wird einfach mehr darauf gestoßen, was es für eine Arbeit ist und wie die Zeichnungen entstanden sind.

Die Zeichnungen sind auch der absolute Pluspunkt der Geschichte. Die Abwechslung von Bleistiftskizze, Tusche- oder Kohlezeichnung, Entwurf und detailliert ausgearbeitetem Bild, farbigen, schwarz weißen und sepiafarbenen Zeichnungen gefiel mir sehr. Die Mischung machte immer Sinn und vor allem die großformatigen farbigen Bilder sind absolut großartig anzusehen.

Zeichnerisch ist an dieser Graphic Novel also absolut nichts auszusetzen. Wunderschöne Naturbilder, eine abwechslungsreiche und kreative Umsetzung, ein angenehm skizzenhafter Stil. Wunderbar. Nur kann der Inhalt leider nicht mit der Gestaltung mithalten.

Über das Unglück selbst wird nicht allzu viel Erzählt. Zu Beginn gibt es ein paar Informationen aber dann geht mehr um den Autor selbst, seine Reise, seine Zweifel, seine Erlebnisse. Zwar entstehen dabei schöne Bilder von Tschernobyl wie es jetzt aussieht: Verfallene Gebäude, verlassene Plätze, viel Natur. Aber ich hätte mir eher einen Bericht über Tschernobyl vom Unglück bis heute gewünscht, anstatt über die Befindlichkeiten des Zeichners zu lesen. Ja, er denkt viel über das Unglück und seine Folgen nach aber es war mir alles zu sehr auf seine Person bezogen. Es ist mehr die Geschichte seiner Reise, weniger die Geschichte des Unglücks.

Wer sich also mehr Informationen über das Reaktorunglück selbst erhofft, ist hier nicht richtig. Es ist mehr eine Reflektion darauf: Gedanken und Eindrücke des Zeichners. Eine Art Reisetagebuch. Da die Qualität der Zeichnungen aber überragend ist, hatte ich trotzdem meine Freude daran. Wer mit den richtigen Voraussetzungen an diese Graphic Novel geht, kann sie wahrscheinlich noch mehr genießen.

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Rezension zu "Ar-Men" von Emmanuel Lepage

Dramatisch, emotional, imposant
Flaventusvor 2 Jahren

Diese Graphic Novel erzählt die Geschichte des Leuchtturms Ar Men vor der Küste Frankreichs in der Bretagne. Ein Leuchtturm, den es tatsächlich gibt und der an einer der unwirtlichsten Stellen im Atlantik steht, um Seefahrer vor den Tücken der See zu warnen.

Imposant

Diese Graphic Novel besticht durch eine famose Optik. Die raue See des Atlantiks ist mit einer außergewöhnlichen Dramatik dargestellt. Ein kleiner Turm, der den Naturgewalten trotzt. Es scheint unvorstellbar, dass die Menschen tatsächlich einen Leuchtturm an dieser Stelle errichtet haben.

Die Bilder vermitteln nicht nur ein Gefühl der dort herrschenden Naturgewalten, sondern zeigen auch eindrücklich die Abgeschiedenheit des Turms, auf dem die Leuchtturmwärter teilweise wochenlang ausharren mussten, weil der Turm mit Schiffen nicht erreichbar war.

Menschlichkeit

Diese Abgeschiedenheit führt den Leser zu eben jenen Leuchtturmwärtern, die bis zuletzt dafür gesorgt haben, dass das Leuchtfeuer brennt. Die Novel gibt einen Einblick in das Leben und die Gefühlswelt der Leuchtturmwärter und wie sehr die Einsamkeit das Leben prägt und mit welchen Widrigkeiten sie zu kämpfen hatten.

Auch die Historie des Turms wird in die Erzählung eingebaut, so dass der Leser von der Motivation erfährt, weshalb er überhaupt erbaut wurde und wie schwierig es war, ihn an dieser Stelle zu errichten. Untermalt werden diese Erzählpassagen von den emotionalen Achterbahnfahrten der Menschen, die an dem Bau beteiligt waren.

Fazit

Ar-Men ist eine überaus dramatisch und emotional erzählte Graphic Novel. Sie verarbeitet nicht nur die Erinnerungen eines des letzten Leuchturmwärters, sondern kann diese auch noch in opulenten Bildern eindrucksvoll visualisieren. Man kann in manchen Bildern förmlich die Naturgewalt spüren und hören und schmecken, die der Atlantik dem Leuchtturm entgegen wirft.

Diese tolle Erzählung mit ihrer graphischen Umsetzung versprüht eine Authentizität, dass ich gar nicht anders kann, als eine Empfehlung für dieses Buch auszusprechen.


Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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