Die Stadt der verbotenen Träume

von Emmi Itäranta 
4,2 Sterne bei29 Bewertungen
Die Stadt der verbotenen Träume
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Positiv (22):
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*Highlight* Poetisch, tiefgründig und grandios mit einem ruhigen Rhythmus erzählt! Hier kann man so richtig in die Geschichte eintauchen!

Kritisch (2):
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Dieses Buch war einfach nicht mein Fall. Ich werde nicht schlau aus der Story

Alle 29 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Stadt der verbotenen Träume"

Der neue Roman von der Autorin des international gefeierten Debüts »Der Geschmack von Wasser«.
Eliana ist eine pflichtbewusste Weberin im prestigeträchtigen Haus der Spinnweben. Sie kann lesen und schreiben und sie kann träumen, eine Fähigkeit, die der »Rat« der Inselstadt strengstens untersagt. Niemand spricht über die Träumer, die in der Gesellschaft geächtet werden. Eines Tages wird ein junges Mädchen bewusstlos aufgefunden. Der einzige Hinweis auf ihre Identität ist ein Wort, das auf ihre Handfläche tätowiert wurde: Eliana. Als Eliana sich dem Geheimnis des Mädchens nähert, beginnt das Lügengebäude der Obrigkeit zu bröckeln.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783038800071
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Arctis Verlag
Erscheinungsdatum:08.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Nikkeniks avatar
    Nikkenikvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses Buch war einfach nicht mein Fall. Ich werde nicht schlau aus der Story
    Ich werde nicht schlau aus der Story- irgendwas fehlt.

    Durch das wirklich schöne Cover bin ich auf dieses Buch gestoßen, auch der Klappentext klang gut.

    Leider wurde das Buch meinen Erwartungen einfach nicht gerecht. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll.

    Man wurde von jetzt auf gleich in die Story hineingeworfen. Ich hatte meine Probleme mich zurechtzufinden.
    Es war alles viel zu wenig detailliert geschrieben. Mir haben zu viele Hintergrundinformationen gefehlt. 

    Auch die Charaktere konnte ich mir schwer bildlich vorstellen. Ich hab einfach nicht in die Story gefunden. Es fällt mir echt schwer zu dieses Buch eine Rezi zu verfassen. 
    Vieles hat mich verwirrt und war einfach nicht schlüssig.

    Einige Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen.

    Der Schreibstil war ok. Ich konnte das Buch schnell lesen. Nur wie gesagt haben mir Details gefehlt.

    Mir hat das Buch leider gar nicht gefallen und mehr kann  ich dazu leider nicht sagen.

    Trotz alle dem Vergebe ich 2 Sterne. Den einen für das Wunderschöne Cover und den zweiten für die Autorin, die sich wirklich viel mühe gegeben hat, aber halt leider einfach nicht meinen Geschmack getroffen hat.

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    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: *Highlight* Poetisch, tiefgründig und grandios mit einem ruhigen Rhythmus erzählt! Hier kann man so richtig in die Geschichte eintauchen!
    Ein Highlight für mich! Poetisch, tiefgründig und grandios erzählt!

    Ich bin jetzt ehrlich gesagt ein bisschen ratlos, wie ich dieses Buch, diese Geschichte, beschreiben und vor allem vermitteln soll, was ich beim Lesen empfunden habe.
    Schon nach den ersten Zeilen wusste ich, dass es etwas besonderes ist und dass es mir gefallen wird. Bei manchen Büchern ist das so und ich wurde komplett in die Handlung eingesogen, während ich alles andere um mich herum vergessen hab!

    Es hat mich ein bisschen an "Der Report der Magd" von Margaret Atwood erinnert - fragt mich nicht warum, denn diese beiden Bücher haben eigentlich nichts gemein, bis auf das System: eine Gesellschaft, die die Menschen mit ihren Ängsten unterdrückt. Eine Thema, dass sich bei uns über Jahrhunderte immer widerspiegelt, hier aber auf so einer "un-fassbaren" Weise an den Leser herangetragen, im Laufe der Seiten aber immer konkreter wird.

    Der Schreibstil ... wie gesagt hat er mich nach den ersten Sätzen schon so beeindruckt, dass ich alleine dadurch schon völlig fasziniert weiterlesen wollte. Die Protagonistin Eliana erzählt ja aus der Ich-Perspektive und führt einen mit ruhiger und bedächtiger Weise durch die Ereignisse, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen. Es ist ein sanfter Rhythmus, dem man sich anpassen muss; er trägt einen weiter wie Wellen, mit einer wunderbar berührenden, stilsicheren Poesie. Dabei beschreibt sie auf ganz ungewöhnliche und äußerst bildhafte Weise, ohne sich abgenutzter Metaphern zu bedienen. Sowas liebe ich ja sehr, denn es wirkt erfrischend anders, komplett neu und man sieht wieder, was man alles mit Wörtern und der Sprache anstellen kann!

    Eliana lebt auf einer abgeschotteten Insel im Haus der Spinnweben mit anderen Weberinnen zusammen. Es gibt mehrere Häuser der "Kunstfertigkeiten", wie das Haus der Worte oder der Tintenschreiber. Was es damit auf sich hat wird nur angekratzt, trotzdem hat eine gute Vorstellung, bei der gerade das, was nicht ausgesprochen wird, besonders nachwirkt!
    Eliana hat kaum Kontakt zur Außenwelt, denn die "Häuser" bleiben unter sich, nur mit ihrem Bruder trifft sie sich einmal im Monat.
    Die Stimmung wirkt immer gedämpft, denn das ganze Leben basiert auf der Kontrolle des Rates, der in einem alles überragenden Turm inmitten der Insel sitzt. Es ist eine gesichtslose Macht, denn die acht Ratsmitglieder sind immer unter Masken verborgen. Kontrolle ist hier an der Tagesordnung, Kontrolle über das Leben, aber auch über die Träume - denn Träume sind hier verboten, da sie als Krankheit angesehen wird, die zum Sterben führt und ja, auch ansteckend ist! Faszinierend sind hier auch die bildlich übertragenen Motive; der alles überragende Turm ist hier nur eins von vielen Beispielen! Ein sehr prägnantes ist natürlich auch das Thema der Geschichte: die Träume.

    Für diesen Hintergrund bzw. das Verbot hätte die Autorin auch andere Möglichkeiten gehabt, doch ich fand es genial, hier die Träume zu nehmen. Mit Träumen assoziiert man ja nicht nur die vielen Gedanken im Schlaf, mit denen man seine Gefühle und Erlebnisse ordnet, sondern auch die Träume die man für sich und für seine Zukunft hat. Die positiven Hoffnungen und Wünsche, die einem das Leben lebenswert machen und ein Ziel geben, auf das man zuschreiten kann.
    Und das alles wird den Menschen genommen, Gerüchte gestreut und Angst geschürt - denn wie soll man sich verstecken, im Schlaf, wenn man am verletzlichsten ist und keinen Einfluss nehmen kann auf das, was mit einem passiert?

    "Die Bereiche sind immer in Bewegung. Nur die Schlafsäle und Kammern bleiben.
    Sie sind aus Stein gemauert, denn der Schlaf muss in feste Räume verbannt werden,
    er darf nicht frei herumwandern. Doch um die steinernen Gemäuer herum entstehen
    und verschwinden Räume, Mauern und Straßen, denn nach dem Willen der Weberfrauen
    soll nichts von Dauer sein." S. 63

    Was genau es mit dem Weben im Haus der Spinnweben auf sich hat, wird nicht explizit definiert. Es ist eher eine Ahnung, ein Hauch, eine Anspielung, wie vieles was auf der Insel passiert. Nicht alles wird bis ins kleinste Detail erklärt und doch gewinnt man einen sehr intensiven und drastischen Eindruck, der auf so unbefangene Weise erzählt wird.

    Eine großartige Geschichte, die vor allem durch ihre tiefgreifende Bedeutung und die wunderschöne tragende Schreibweise etwas ganz besonderes ist. Man fühlt sich Eliana immer ganz nah, während man mit ihr lebt, leidet und zu begreifen lernt, wie wichtig es ist, zu hinterfragen und sich selbst treu zu bleiben.

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

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    schaclas avatar
    schaclavor 5 Monaten
    Eine komplexere, düstere Geschichte, die mich nicht überzeugen kann

    Inhalt: Eliana arbeitet als Weberin im prestigeträchtigen Haus der Spinnweben. Sie kann lesen, schreiben und sie kann Träumen, eine Fähigkeit die strengstens untersagt ist. Niemand spricht über die Menschen die Träumen können, denn diese Leute werden in der Gesellschaft geächtet.

    Eines Tages wird im Haus der Spinnweben eine junge Frau bewusstlos aufgefunden. Der einzige Hinweis wer sie sein könnte, verbirgt sich in ein Wort das auf ihrer Handfläche tätowiert hat: Eliana
    Auf den Spuren der Geheimnisse von diesem unbekannten Mädchen, sieht Eliana wie das Lügengebäude des „Rates“ langsam anfängt zu bröckeln.

     

    Meine Meinung: Leider konnte mich dieses Buch nicht aus den Socken hauen. Als ich den Klappentext gelesen habe, fand ich es so spannend. Als ich dieses Buch dann jedoch gelesen habe musste ich sagen das dieses Buch bis vielleicht auf die letzten Kapitel kein bisschen spannend war.

    Der Schreibstil der Autorin finde ich nicht schlecht, doch ich hatte echt mühe mich in die Geschichte reinfallen zu lassen. Ich fand es recht mühsam und anstrengend zum Lesen. Was wiederum nicht schlecht ist für Leute die gerne anspruchsvollere Texte haben, aber für mich war es nichts.

    Zu den Charakteren muss ich leider auch sagen, dass ich meine Mühe mit ihnen hatte. Ich fand Eliana zwar zu Beginn recht sympathisch, aber ich konnte mich irgendwie kein bisschen mit ihr identifizieren, ich kam ihr einfach nicht nah. Genau dasselbe geltet auch für die anderen Charaktere im Buch, ich kam keinen irgendwie nah. Alles war für mich so Oberflächlich und das machte es mir schwer mich mit diesem Buch anzufreunden.

    Zum Inhalt selber, ich hatte meine Probleme mit der Handlung. Bis zum Schluss frag ich mich ob es nun um die Träume geht, um Eliana oder doch um das unbekannte Mädchen oder um was überhaupt? Viele Fragen bleiben bei mir offen, zumal komm noch hinzu,  dass ich mich allgemein mit dem Ende überhaupt nicht anfreunden kann. Es ist schwer zu sagen was einem an diesem Buch nicht gefällt, aber irgendwie, ich weiss nicht, bei mir bleibt so ein Nachgeschmack bei dieser Geschichte.


    Mein Fazit: Dies ist eindeutig eine Geschichte bei der man mit dem Kopf immer dabei sein muss. Ich denke, Leute die gerne bisschen düstere und komplexere Bücher mögen, sollten dieses Buch mal lesen.

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    _zeilenspringerin_s avatar
    _zeilenspringerin_vor 6 Monaten
    Mir hat irgendwas gefehlt

    Eliana lebt als Weberin in einer Inselstadt und hat ein dunkles Geheimnis. Sie ist eine Traumseherin, was vom Rat der Insel nicht geduldet und bestraft wird. Traumseher werden verfolgt und eingesperrt. Was danach mit ihnen geschieht, weiß aber niemand.
    Als plötzlich eine schwer verletzte, junge Frau in der Nähe des Hauses der Spinnweben gefunden wird, ändert sich Elianas Leben schlagartig, denn die Frau trägt ihren Namen mit einer ungewöhnlichen Tinte auf ihre Hand tätowiert. Als Eliana versucht der Vergangenheit des Mädchens auf die Spur zu kommen, findet sie gleichzeitig so einige Misstände über die Insel heraus, was sie nur in noch größere Schwierigkeiten bringt.

    Der Schreibstil in diesem doch ungewöhnlichen Buch ist sehr poetisch und bildlich. Es gibt zahlreiche Vergleiche und lange Beschreibungen. Leider hat das bei mir ein bisschen den Lesefluss gestört, da die Handlung ziemlich lange gebraucht hat, um richtig in Fahrt zu kommen. Insgesamt ist die ganze Geschichte sehr komplex, weshalb man sich beim Lesen gut konzentrieren sollte.
    Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Eliana in der Ich-Perspektive, wodurch man mit ihr gemeinsam die Geheimnisse der Insel und der Traumseher nach und nach aufdeckt.

    Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, ist sehr düster und brutal. Valeria, dem verletzt aufgefundenen Mädchen, wurde die Zunge heraus geschnitten, der Rat handelt skrupellos und auch sonst gleicht die Gesellschaft einer starken Kastengesellschaft, in der jeder seinen Platz hat und diesen auch nicht verlassen sollte. Abweichungen werden nicht gern gesehen.

    Ich wurde bis zum Ende nicht so richtig warm mit Eliana. Sie ist eine ruhige und bedachte Figur, außerdem hilfsbereit und neugierig. Auch wenn ich sie sympathisch fand, war sie mir dennoch zu unnahbar und ich hatte Schwierigkeiten mich in sie hinein zu versetzen.

    Die übrigen Nebenfiguren bleiben größtenteils recht blass. Lediglich das verletzte Mädchen fand ich sehr spannend und interessant und ich hätte mir mehr Szenen mit ihr gewünscht.

    Die Handlung selbst konnte mich leider auch nicht vollkommen überzeugen. Ich weiß gar nicht genau, was mich gestört hat, aber irgendwie war die Geschichte für mich nicht richtig "rund". Besonders auch das Ende fand ich nicht so toll. Es bleiben mir einfach zu viele Handlungsfäden offen, was zwar bestimmt so gewollt ist, mir aber trotzdem nicht gefallen hat.

    Fazit:
    Insgesamt hat die Autorin in "Die Stadt der verbotenen Träume" eine komplexe und düstere Geschichte erschaffen, die mich aber leider nicht komplett überzeugen konnte.

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    MikkaGs avatar
    MikkaGvor 7 Monaten
    Zutiefst originell und lyrisch

    Vor der Aufgabe, dieses Buch zu beschreiben, stehe ich ein wenig hilflos.
    Es gibt Bücher, die definieren sich durch eine brillant konstruierte Handlung, welche sich von A bis Z spannend und unterhaltsam abspult. Andere überzeugen durch schiere Originalität oder durch lebensechte Charaktere, und man kann genau den Finger darauf legen und sagen: Ja, das ist es. Das macht dieses Buch so besonders.
    Und damit will ich keineswegs sagen, dass "Die Stadt der verbotenen Träume" diese Eigenschaften nicht besitzt – nur liest es sich wie ein flüchtiger Traum, der kommt und geht. Motive tauchen auf und verschwinden wieder, Dinge erscheinen jäh in einem völlig anderen Licht... Vieles bleibt offen, es gibt nur wenig klare Struktur, alles ist in der Schwebe. Zwischendrin springt die Perspektive von der Ich-Erzählerin zu einer Stimme, bei der man lange nicht einmal einordnen kann, was für eine Art von Wesen da überhaupt spricht.
    Ich denke, mein Problem wird langsam deutlich? Denn das klingt völlig falsch: verworren, ermüdend, vielleicht sogar langweilig – dabei habe ich dieses Buch geliebt wie schon lange keines mehr. Aber noch mal von vorn.
    Die Welt dieses Buches ist zutiefst originell, aber die Autorin verzichtet darauf, sie dem Leser bis ins kleinste Detail zu erklären, was zum Teil daran liegt, dass auch die Hauptperson ihre Welt nicht komplett begreift. Die Menschen sind sehr gebunden an die Strukturen des Systems, in dem sie leben und werden nicht unbedingt ermutigt, Dinge zu hinterfragen. Nicht einmal im Traum sind sie frei, denn die Fähigkeit, zu träumen, gilt als ansteckende, lebensgefährliche Seuche. Ertappte Träumer verschwinden. Wohin? Wieso?
    Der Leser begleitet Eliana dabei, wie sie beginnt, das herauszufinden – und dabei entdeckt, dass sie bisher gerade mal die Spitze des Eisbergs gesehen hat.
    Für mich war die Geschichte unglaublich spannend, aber es ist in meinen Augen keine handlungsgetriebene Spannung. Zwar passiert einiges – aber es war Elianas Entwicklung, die mich so ungemein gefesselt hat. Nicht nur, dass sie anfangs vor dem Leser (und sich selbst) einiges versteckt, sie entwickelt schnell eine ungeahnte Tiefe. Dabei begeht sie durchaus gravierende Fehler, zum Teil mit tragischen Konsequenzen, aber es gab nie einen Punkt, an dem ich sie nicht gerne jeden Schritt des Weges begleitet hätte. Die Geschichte ist sehr fokussiert auf Eliana, deswegen bleiben andere Charaktere zwangsläufig etwas blasser, aber auch diese fand ich gut geschrieben. Besonders beeindruckt war ich davon, wie lebendig die Autorin den Charakter der Valeria beschreibt, obwohl diese stumm ist.
    So ganz nebenher ist das Buch übrigens ein wunderbares Beispiel dafür, dass Diversität etwas sein kann, was ganz selbstverständlich in die Handlung einfließt. Aber darüber möchte ich jetzt ungern mehr sagen, um nicht schon zu viel zu verraten.
    Die wahre Offenbarung an diesem Buch war für mich jedoch der poetische Schreibstil. Ich habe es teils auf Deutsch gelesen, teils auf Englisch gehört und kann nur sagen: die deutsche Übersetzung ist ganz sicher nicht schlecht, aber ich würde dennoch wärmstens empfehlen, das Original zu lesen. (Allerdings ist die Sprache für Anfänger vielleicht nicht ganz so einfach.)
    Hier mal zwei Beispiele für den Schreibstil in Englisch und Deutsch:In the fire that is slower than flames she stays awake, and when sleep takes her, it carries her between unravelling walls, behind darkness-holding doors, over creaked floors, in the rifts of which black water rushes. It hands her words hidden within covers, in which everything is inscribed, but the writing escapes her, and still she turns away. She wants the floors to be unbroken, she wants the walls to be whole again.Die Wände sind Schleier und Garn, doch die Tür ist aus festem Holz. Sie ist einen Spaltbreit geöffnet, und hinter ihr liegt tiefe, dichte Dunkelheit. Auf der anderen Seite ist ein rasselndes Geräusch zu hören, als würde dort jemand atmen. Ich drehe mich um. Die Spinnseidenwände schließen sich vor mir zur Sackgasse. Als ich mich ihnen nähere, glaube ich das Zischen von Worten zu hören, und hinter den Wänden spüre ich viele ineinander verflochtene Einsamkeiten.   So oder so hat Emmi Itäranta eine hypnotische Sprachmelodie. Sie bedient sich sehr ungewöhnlicher, überraschender Bilder und Metaphern, die sich dabei perfekt einfügen in die dichte Atmosphäre. Ich habe oft innegehalten und Sätze mehrmals gelesen. Die Sprache kann einem schllichtweg die Sprache verschlagen.
    Das englische Hörbuch ist einfach ein Gedicht, die Sprecherin, Aysha Kala, erweckt diese Welt beeindruckend zum Leben.
    Das Ende wird vielleicht nicht allen Lesern liegen: es ist in meinen Augen weniger ein klar definierter, unzweifelhafter Abschluss, sondern vielmehr eine Grundlage für zukünftige Möglichkeiten, die für Interpretation offen sind.
    Fazit:Es ist schwierig, dieses Buch einem einzigen Genre zuzuordnen, aber am ehesten ist es noch zwischen Dystopie und Fantasy angesiedelt. So oder so ist es unglaublich originell und bedient kein einziges der üblichen Klischees!
    Es spielt in einer Welt, in der Träumen nicht nur verboten ist, sondern die Fähigkeit dazu sogar als lebensgefährliche Seuche gilt, die auszurotten ist. Hier trifft die junge Weberin Eliana auf die schwerverletzte Valeria, der jemand die Zunge herausgeschnitten hat – und die aus unerfindlichen Gründen Elianas Namen als Tätowierung auf der Handfläche trägt. Wie sich die Geschichte weiterentwickelt ist immer wieder unerwartet und hat mich vor allem durch einen ungewöhlichen lyrischen Schreibstil beeindruckt. 
    Vor allem aber stellt Emmi Itäranta die Erwartungen des Leser immer wieder von neuem auf den Kopf, mit (alb)traumhaften Passagen und eingeschobenen Sequenzen, die sich zunächst keinem bestimmten Charakter zuordnen lassen. Man muss der Geschichte Zeit geben, sich zu entfalten, und sich darauf einstellen, dass vieles offen bleibt – aber in meinen Augen lohnt sich das.

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    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 8 Monaten
    Träume sind gefährlich...

    Die Stadt der verbotenen Träume ist ein Fantasy-Roman von Emmi Itäranta und 2017 erschienen im Arctis Verlag.

    Eliana ist eine Weberin im Haus der Spinnweben. Pflichtbewusst geht sie ihrer Tätigkeit nach, doch insgeheim kann sie viel mehr als weben, denn sie hat gelernt zu lesen und zu schreiben und sie träumt. Eine Fähigkeit, die der Rat der Inselstadt strengstens verboten hat, Träumer werden geächtet und in das Haus der Befleckten verbannt. Eines Tages wird ein junges Mädchen bewusstlos aufgefunden. Der einzige Hinweis auf ihre Identität ist ein Wort, das auf ihre Handfläche tätowiert wurde: Eliana. Als Eliana sich dem Geheimnis des Mädchens nähert, läuft sie Gefahr, dass ihr eigenes Geheimnis zu Tage tritt …

    Emmi Itäranta hat eine düstere und zugleich faszinierende Welt geschaffen, in der Träume verboten sind, die Entscheidungen des omnipräsenten aber gesichtslosen Rates nicht infrage gestellt werden und die Hoffnung im Verborgenen glimmt, ähnlich den Leuchtgläser, die auf der Insel als Lichtquelle dienen. Ein detailreicher und komplexer Mikrokosmos, in dem es viel zu entdecken gibt und dessen Ordnung anfangs schwer zu durchschauen ist, aber nichtsdestotrotz eine fantastische Welt, in die der Leser voller Spannung eintaucht. Eliana ist eine sympathische und authentische Protagonistin, deren Entwicklung man gebannt verfolgt. Auch die Nebenfiguren sind sehr gut gezeichnet, originell und glaubwürdig.

    Itäranta erzählt die Geschichte auf eine tiefgründige, zuweilen poetische, Art und Weise und erschafft eine mitunter bedrohliche Atmosphäre von Licht und Schatten, , Eine fantasievolle, spannende und traumwandlerische Geschichte, die am Ende viel Raum für eigene Gedanken lässt. Wer originelle Fantasy mit einer gut durchdachten Geschichte und einer starken Protagonistin mag, wird von diesem Roman begeistert sein.

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    Kadys avatar
    Kadyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Außergewöhnlich, anders und teils verwirrend, teils echt genial!
    Ich bin verwirrt.

    Inhalt: Eliana wohnt auf einer Insel im Hause der Weberinnen. Auf alle wirkt sie wie ein pflichtbewusstes junges Mädchen, das seinem Job nachgeht. Doch das ist sie nicht, jedenfalls nicht nur. Eliana kann träumen, eine Fähigkeit oder ein Fluch, denn Träumen ist auf der Insel verboten.Als sie die mysteriöse Valeria trifft und ihrem Geheimnis nachgeht, bringt sich Eliana in größere Gefahr als sie vermutet hätte.

    Meine Meinung: Ein interessantes, spannendes Buch, das mich am Ende etwas verwirrt hat.
    Die Charaktere: Eliana ist ein nettes Mädchen, auch wenn ich nicht ihre ganze Lebensgeschichte kenne. Sie weiß nicht immer genau, was gut für sie ist - aber wüsste ich auch nicht an ihrer Stelle.
    Valeria ist ein Mysterium. Sie hat ihre Geheimnisse und auch sie ist echt nett.
    Die Handlung/der Schreibstil: Mir gefällt der Schreibstil, der einen gleich mitnimmt und fort trägt, und auch die Handlung konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Aber auf den letzten paar Seiten kam dann einiges auf einmal, und ich bin etwas verwirrt gewesen.
    Insgesamt gefiel mir die Handlung sehr gut, gerade weil man als Leser noch mitdenken musste und auch selbst Dinge hineininterpretieren in das Geschehen.
    Das Cover: Das Cover ist total schön! Es gefällt mir echt gut und passt auch zum Inhalt. Gerade die verlaufende Farbe verleiht dem ganzen etwas besonderes.

    Mein Fazit: Ein ganz anderes Buch, in dem viel Interpretationsspielraum bleibt. Es ließ sich sehr gut lesen!

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    Letannas avatar
    Letannavor einem Jahr
    eine ungewöhnliche Geschichte

    Eliana hat eine großes Geheimnis, denn sie ist eine Traumseherin, obwohl diese Tatsache ihren sicheren Tod bedeuten kann. Denn auf  der Inselstadt, auf der sie lebt, werden alle Traumseher verfolgt und gefangen genommen. Sie verbirgt sich im Haus der Spinnweber und geht dort ihrer Arbeit nach. Ihr ganzes Leben verändert sich, als eine schwer verletzte junge Frau gefunden wird, die Elianas Namen auf ihre Handfläche tätowiert hat. Je näher sie dem Geheimnis des Mädchens kommt, ums so gefährlicher wird es für Eliana. Denn das Geheimnis des Mädchens ist gleichzeitig auch das Geheimnis der Insel.

    Erst einmal vorweg muss ich sagen, dass mir das Cover für dieses Buch unheimlich gut gefällt. Es passt sogar zur Handlung und soll vermutlich die Inselstadt darstellen.
    Die Autorin hat auf jeden Fall einen ungewöhnlichen Stil. Die Sprache ist sehr poetisch und die ganze Geschichte doch recht komplex. Am Anfang hatte ich ein wenig Schwierigkeiten mit der Handlung, aber je weiter man liest, um so klarer wird dem Leser alles. Die Welt, in die uns die Autorin entführt ist doch recht brutal und düster. Die Bewohner werden vom Rat bewusst unterdrückt und klein gehalten. Das ist ein wesentliche Aspekt der Handlung. Im Laufe der Handlung entwickelt sich eine Revolte, an der Eliana nicht unwesentlich beteiligt ist.
    Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Eliana in der Ich-Perspektive. Eliana ist eher ein ruhiger Typ, aber auch auf ihre ruhige Art sehr stark. Sie versucht immer, ihre Fähigkeit als Traumseherin und unentdeckt zu bleiben.
    Mit dem Ende bin ich persönlich eher unzufrieden. Auch wenn die Geschichte zu Ende ist, sind für mich viele Fragen offen geblieben, die die Autorin wohl der Fantasie des Lesers überlassen wollte.
    Wer gerne ungewöhnliche und poetische Fantasy mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten.

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor einem Jahr
    (Alb-)Traumhafte Welt

    Man stelle sich ein Leben vor, in einer Gesellschaft, isoliert auf einer Insel, die auf den Säulen angesehener Gilden aufgebaut ist und von einem gesichtslosen Rat regiert wird, der das Träumen als etwas Abnormales verurteilt und verfolgt wird.

    In dieser Welt schlägt sich Eliana als Weberin durchs Leben und versucht dabei angestrengt zu verheimlichen, dass sie zu der ausgestoßenen Gruppe der Träumenden gehört. Bis Valeria in ihr Leben stolpert- überfallen, misshandelt und mit ihrem Namen auf den Arm tätowiert...

    Das Buch entführt einen in eine gänzlich andere Welt, eine, in der man sich nicht unbedingt wünschen würde zu leben. Die Geschichte ist packend von Anfang an. Man möchte ebenso hinter das Geheimnis Valerias kommen wie die Hintergünde dieser gesamten Welt ergründen. Man fiebert mit Eliana und Valeria mit, hofft, bangt, rätselt...und ist zum Schluss fast etwas erschlagen durch die Offenbarungen, die einem zuteil geworden sind.

    Fazit:
    Ein Buch, das ,ebenso wenig wie die Welt, in der es spielt, Freude und Glück ausstrahlt. Es lässt einen ausgelaugt und nachdenklich zurück, als hätte man einige Zeit auf dieser Insel verbracht!

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    elafischs avatar
    elafischvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dystopisch, kurios, poetisch, mystisch - einfach anders. Nicht immer einfach zu lesen, aber ein sehr faszinierendes Buch!
    Wenn Träume den Abgrund bedeuten

    Der Arctis Verlag steht für Bücher, der etwas anderen Art. Und da macht auch dieses Buch keine Ausnahme. Ich bin sehr froh, dass es mich gefunden hat!

    Inhalt:
    Eliana lebt auf einer Insel, deren alltägliches Leben vom Rat bestimmt wird. Dieser Rat behauptet, dass alle Traumseher eine tödliche Krankheit verbreiten und diese daher separiert oder verbannt werden müssen.
    Bisher hat Eliana immer gut verbergen können, dass sie selbst eine Traumseherin ist. Doch mit dem Auftauchen eines fremden Mädchens bei den Weberinnen beginnt sich alles zu ändern.

    Meinung:
    Mir fällt es nicht leicht meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Es ist einfach so anders!
    Sowohl von der Sprache her, welche stellenweise richtig poetisch ist, als auch von der Geschichte her, die sich gar nicht recht in ein Genre einordnen lässt. Die Geschichte hat etwas dystopisches, aber auch fantastische Züge. Auch die beschriebene Welt ist unserer ähnlich und doch ganz anders.
    Durch die anspruchsvolle Sprache war das Buch nicht immer ganz leicht zu lesen. Auch erschloss sich mir die Bedeutung mancher Worte nicht immer direkt. Bei manchen erst nach einiger Überlegung, bei anderen im weiteren Verlauf der Geschichte und wenn ich ehrlich bin hatte ich bei einigen das Gefühl, dass sie mehr dem schaffen einer bestimmten Stimmung dienen, als dem vermitteln von Inhalten.
    Aber neben all dieser Poesie, hat es die Autorin geschafft auch eine spannende und fesselnde Geschichte zu erzählen. Am Anfang dauerte es für mich ein wenig bis die Geschichte in Gang kam, aber am Ende konnte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen.
    Der Schluss war dann noch einmal sehr überraschend und lässt aus meiner Sicht auch viel Interpretationsspielraum, was für mich aber gut zum Buch passt.
    Mich hat dieses Buch sehr fasziniert und ich bin wirklich froh es gelesen zu haben.

    Fazit:
    Ein dystopisch fantastisches Buch, mit einer wundervoll poetischen Sprache.
    Von mir gibt es ganz klar eine Leseempfehlung!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    NetzwerkAgenturBookmarks avatar

    Ein Kampf gegen das Böse und für das Leben, die Freiheit - und das Träumen

    Herzlich willkommen zu einer neuen Leserunde vom Arctis Verlag. Diesmal haben wir mit "Die Stadt der verbotenen Träume" einen Fantasy-Schatz für euch. Lernt den neuen Roman von Emmi Itäranta kennen.

    Eliana ist eine pflichtbewusste Weberin im prestigeträchtigen Haus der Spinnweben. Sie kann lesen und schreiben und sie kann träumen, eine Fähigkeit, die der »Rat« der Inselstadt strengstens untersagt. Niemand spricht über die Träumer, die in der Gesellschaft geächtet werden. Eines Tages wird ein junges Mädchen bewusstlos aufgefunden. Der einzige Hinweis auf ihre Identität ist ein Wort, das auf ihre Handfläche tätowiert wurde: Eliana. Als Eliana sich dem Geheimnis des Mädchens nähert, beginnt das Lügengebäude der Obrigkeit zu bröckeln.




    Emmi Itäranta, geboren 1976 in Tampere, Finnland, studierte Theaterwissenschaften und Kreatives Schreiben. Ihr Debüt, »Der Geschmack von Wasser«, wurde von ihr sowohl auf Finnisch als auch auf Englisch verfasst und entwickelte sich zu einem großen Erfolg, der in achtzehn Ländern erschien. Die Autorin lebt seit 2007 in England.


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    Letzter Beitrag von  Kadyvor einem Jahr
    https://www.lovelybooks.de/autor/Emmi-Itäranta/Die-Stadt-der-verbotenen-Träume-1446037384-w/rezension/1501370513/1501373859/ Danke, dass ich mitmachen durfte und es tut mir echt leid, dass es so lange gedauert hat mit meiner Rezi - Fakt ist, dass ich das gelesene erstmal verarbeiten musste, ich hatte keine Ahnung, was ich davon halten sollte.
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    Pressestimmen

    »Fans von Fantasy und Newcomer werden sich für Itärantas traumhaftes Werk begeistern.«
    Publishers Weekly

    »Die Fans von Margaret Atwood werden dieses Buch anbeten. Itäranta ist ein Name, den man sich merken sollte.”
    Lovereading.co.uk

    »Ein aus faszinierenden Szenen und Charakteren gesponnener, mitreißender Roman.«
    Helsingin Sanomat

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