Emmy Laybourne Monument 14

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Inhaltsangabe zu „Monument 14“ von Emmy Laybourne

Fourteen kids. One superstore. A million things that go wrong ...

Ein ziemlich gutes Buch! In der Mitte teilweise etwas schleppend, aber drumherum wirklich lesenswert!

— Tatsu
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  • Rezension zu "Monument 14" von Emmy Laybourne

    Monument 14
    Shiku

    Shiku

    06. February 2013 um 11:11

    2,5 ____________ Es ist ein ganz normaler Tag, zumindest sollte er das sein. Als Dean aber auf dem Weg zur Schule ist, wird der Bus von starkem Hagel überrascht – tatsächlich verunglückt der Bus und nur mithilfe einer anderen Busfahrerin gelangen einige überlebende Kinder in einen naheliegenden Supermarkt, wo sie sich verbarrikadieren. Wie schlimm die Lage aber tatsächlich ist, wird ihnen erst nach und nach klar. Zwar wurde jemand losgeschickt, um Hilfe zu holen, doch allzu schnell wird diese nicht kommen. Die Außenwelt ist mit Chemikalien verseucht, sodass die Kinder im Supermarkt sich momentan in der bestmöglichen Situation befinden. Das heißt nicht, dass es ihnen gut geht. Sie mögen vorerst versorgt sein, doch die Jüngeren möchten heim, während die Älteren selbst mit ihren Ängsten zu kämpfen haben. Hinzu kommt, dass sich Konflikte nicht vermeiden lassen, wenn junge Menschen auf relativ kleinem Raum auf unbestimmte Zeit zusammengepfercht sind – denn nur weil es zu einer Katastrophe kam, heißt das nicht, dass sich bestehende und vergleichsweise unwichtige Probleme in Luft auflösen. - Was macht man, wenn von einem Tag auf den anderen die eigene Welt zusammenbricht? Mit diesem Problem sehen sich die Protagonisten dieses Buches konfrontiert und sie reagieren, wie wohl die meisten zunächst reagieren würden: mit Verdrängung. Es ist wesentlich angenehmer, sich darüber zu freuen, dass man ganz allein in einem riesigen Supermarkt ist, als darüber nachzudenken, dass da draußen die Welt untergeht und die eigene Familie vielleicht schon tot ist. Wir alle sind Menschen und setzen uns ungern mit unangenehmen Dingen auseinander und das macht das Buch zu einem gewissen Grad deutlich, und zwar so, dass ich das Ganze noch gut nachvollziehen konnte. Allerdings lässt sich das nicht über alles sagen. Manche Entscheidungen grenzen schon ans Abstruse, genauso manche Entwicklungen, die wohl die Spannung erhöhen sollen und ein wenig mehr Drama mit hereinbringen, was mir persönlich aber zu viel des Guten war. Dabei hat die Geschichte solche Dinge dringend nötig, nur muss es nicht gleich „krass“ werden. Denn obwohl es ein paar Momente gibt, die dem Ganzen eine neue Wendung geben und sich niemand ewig vor der in diesem Fall bitteren Wahrheit verstecken kann, so ist die Geschichte insgesamt eher langsam. Viel passiert schlichtweg nicht, die Rettung geht kaum voran, stattdessen verfolgt das Buch die Protagonisten bei ihren Bemühungen, (mehr oder minder erfolgreich) mit der Situation umzugehen. Dadurch, dass die Autorin ab und an ein wenig über die Stränge schlägt, ist das Buch gefühlsmäßig bei Weitem nicht so intensiv, wie es sein könnte oder auch sein sollte. Vollkommen egal waren mir die Charaktere nicht und obwohl es sehr viele sind und dadurch nicht jeder in aller Genauigkeit beleuchtet werden kann, sind mir einige ein wenig ans Herz gewachsen. Es ging aber nie darüber hinaus, dass ich mir beispielsweise gewünscht hätte, man hätte sich anders entschieden – emotional war ich kaum involviert, sodass sich auch mein Interesse am nächsten Band in Grenzen hält. Dafür fehlt eindeutig die Tiefe in der Charakterisierung. Auch der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, wenn auch grundsätzlich nicht schlecht. An sich ist er sogar sehr angenehm zu lesen, denn entsprechend Deans Charakter muss man hier keine endlosen Ausschmückungen fürchten, sondern kriegt klar gesagt, was Sache ist. So etwas muss man mögen, aber wenn das der Fall ist, ist man hier nicht unbedingt an der falschen Adresse. Leider wird es ab und an auch sehr abgehackt. Immer wieder nutzt die Autorin sehr kurze Sätze, um etwas zu betonen, nutzt diese Methode aber viel zu oft, so dass es sich bisweilen liest, als würde man nach jedem kurzen Satz gegen eine Wand stoßen, ehe es im Text weiter geht. Es sollte wohl niemanden überraschen, dass das den Lesespaß ein wenig schmälert. - „Monument 14“ ist an sich nicht schlecht, könnte aber wesentlich besser sein. Sprachlich ist es manchmal ein wenig zu abgehackt und auch ansonsten gibt es vieles, das zu wünschen übrig lässt. Die wenigsten Charaktere werden ausführlich beleuchtet, was bei der Länge des Buches aber auch schwierig ist. Schwerwiegender ist, dass manches ein wenig zu sehr an den Haaren herbeigezogen wirkt, was es schwierig macht so mitzufiebern, wie man das vielleicht möchte. Zeitverschwendung mag Emmy Laybournes Buch nicht sein, aber weiterlesen möchte ich auch nicht.

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