Emrah Serbes Behzat Ç - verschütt gegangen

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Inhaltsangabe zu „Behzat Ç - verschütt gegangen“ von Emrah Serbes

Mürrisch, kompromisslos wie und eh je und nach dem Tod seiner Tochter auch vollkommen wortlos ist der Hauptkommissar Behzat C. auch in "verschütt gegangen" unermüdlich im Einsatz, widersetzt sich den Gepflogenheiten des türkischen Polizeiapparats und pflegt seine Vorliebe für Alkohol und Zigaretten. In dem neuen Krimi von Emrah Serbes begeben sich der desillusionierte Polizist und seine Kollegen von der Mordkommission Ankara auf die Spur eines Serienmörders, der die Polizei nach jedem Mord über die Grabstätte der Opfer informiert. Behzat C., der sich mit dem Mörder nicht nur den Psychologen, sondern auch einige andere Wesenszüge teilt, buddelt sich mit seinem Team durch die türkische Hauptstadt, hinkt dem Täter aber trotzdem immer einen Schritt hinterher.

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  • Rezension zu "Behzat Ç. - verschütt gegangen" von Emrah Serbes

    Behzat Ç - verschütt gegangen

    Karr

    10. September 2012 um 20:01

    Behzat C. - ist der Kult-Cop aus Ankara: unangepasst, engagiert, unkonventionell. Er raucht die obskure Marke 216, aber die in Kette. Er trinkt Bier, vorzugsweise aus einer in eine Zeitung eingewickelten Flasche. Er lebt mit einem dreibeinigen Kaninchen zusammen. Und der spricht kein Wort. Nein, kein Freak, sondern Behzat C., Kommissar bei der Mordkommission Ankara, und ganz und gar nicht der Shizo-Cop, nach dem die Beschreibung klingt. Okay, Behzat ist ein Raubein, einer der den Mund voll genug nehmen kann, und der ihn auch nicht halten kann, wenn er mit den Vorgesetzten aneinander gerät. Die wiederum setzen alles daran, ihm vom Psychologen einen Schatten attestieren zu lassen, um ihn endlich loszuwerden. Aber so einfach geht das nicht. Nicht mit Behzat C. Und warum schweigt Behzat C.? Überlässt das Reden den Kollegen aus dem Team - auch die auf den ersten Blick alle etwas neben der Spur. Einige so kollegial, dass sie nicht mal den richtigen Namen des anderen kennen, sondern nur seinen Spitznamen. Da gibt es den "Geist" der Mordkommission, den peniblen Schnüffler. Und es gibt den "Geier". Dazu kommen Behzats Buddy Harun und natürlich Cevdet, der alle mit seinem Ökokram nervt und das Kioto-Protokoll auswendig aufsagen kann. Dazu noch Tahsin, der Chef, der seine Mühe hat, die Arbeit der Chaoten-Truppe zu koordinieren. Und Koordination ist nötig bei diesem Fall - ein Serienmörder, der sich Lucky Luke nennt, vergräbt seine Opfer lebendig - Opfer, die alle etwas mit der Polizei zu tun haben oder hatten - bis hin zum pensionierten Polizeihund Rantanplan, der in einem alten Waschmittelkarton zwangbestattet wird. Die Aufklärung der Serie führt unsere Ermittler einmal quer durch Ankara und die moderne Türkei - farbig, schillernd, aber auch brüchig und widersprüchlich. Behzat C., der Bulle ohne Nachname, ist in seinem Job eher Kommissar Schimanski als Major Kottan, so slapstickartig auch manche Szene daherkommt. Er schweigt seit dem Tod seiner Tochter, und er wird vielleicht erst wieder reden, wenn der geklärt ist. Und sein Kampf gegen die Abschiebebestrebungen der Chefs ist nur im ersten Moment lustig, beim zweiten Blick hat er etwas Kafkeskes. ("Sie haben Bier aus einer in eine Zeitung eingewickelte Flasche getrunken?" - "Woher wollen Sie wissen, dass es Bier war, wenn die Flasche in einer Zeitung eingewickelt war?") Und seine Lebensgemeinschaft mit dem dreibeinigen Kaninchen Hoppa ist so poetisch-rührend, dass damit die polternde Macho-Attitüde unseres Helden eine ungeahnte (und unerwartete) Tiefe bekommt. Die Romane über die Türken-Cops um Behzat C. waren in der Türkei die Vorlage für eine erfolgreiche Fernsehserie - erfolgreich und nicht besonders beliebt bei gewissen herrschenden Kreisen, die alles versuchten, um die Ausstrahlung zu blockieren. Vergeblich. Behzat C. lief weiter. Und was würde unser Held seinen Widersachern dazu sagen? "Ich hab in meinem Leben mehr Katzen gef***, als du Mäuse gefangen hast" Darauf ein Bier. Ohne Zeitung.

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