Emylia Hall Mein Sommer am See

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Inhaltsangabe zu „Mein Sommer am See“ von Emylia Hall

Die erste Liebe, eine nicht ganz einfache Mutter-Tochter-Beziehung und ein geheimnisvolles Päckchen aus der Vergangenheit Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. 'Das Buch unserer Sommer', in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach …

Das Buch hat mich zu Tränen gerührt. Das Ende kam völlig unerwartet.

— dilara_kt
dilara_kt

Nette Familiengeschichte für zwischendurch 😁😁😁

— CorinaPf
CorinaPf

Ein Buch, auf das man sich 100%ig einlassen muss...dann wirds ein tolles Leseerlebnis!

— Miamou
Miamou

Eine sehr schöne, etwas melancholische Geschichte.

— Beagle
Beagle

Sehr gefühlvolles detailliertes Buch über Trennung, Schmerz, Liebe und Vertrauen.

— tiggger
tiggger

Mal nett für zwischendurch, nichts besonderes...

— mimimaus01
mimimaus01

Ein sehr schönes, melancholisches Buch, was aber nicht ganz so leicht zu lesen ist. Aber es lohnt sich, bis zum Schluss durchzuhalten!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Die ideale Lektüre für die letzten Sommerwochen. Ein ruhiger Sommerroman, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

— Jasmin88
Jasmin88

Mir hat es super gefallen, sprachlich schön, melancholisch und tiefgründig - eine Wohltat im Vergleich zu reiner Unterhaltungsliteratur

— Arizona
Arizona

Anders als erwartet, aber sehr gut!

— Lesefieber
Lesefieber

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  • Rezensionen
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  • Themen
  • Tolle Sommerlektüre

    Mein Sommer am See
    CorinaPf

    CorinaPf

    05. February 2016 um 10:38

    Gutes Buch nur leider bin ich am Anfang sehr schwer hineingekommen, konnte mich am Anfabg nicht wirklich in Beth hineinversetzten später jedoch je mehr ich gelesen habe desto besser ist es mir gelungen in die Geschichte einzutauchen und mich mit Beth zu identivizieren.  INHALT: Beth bekommt ein Paket von Marika ihrer Mutter. Sie will das Paket gar nicht öffnen, da sie Marika schon vor Jahren aus ihrem Leben verbannt hat. Jedoch dieNeugierde triumphiert und es enthält ein Fotoalbum mit Bildern von Urlauben in Ungarn. Beth sieht sich die Bilder an und sie erinnert sich an die Tage in Ungarn, an ihre Mutter und an die erste große Liebe. Charaktere: Am anfang mochte ich Beth nicht wirklich, doch je mehr ich las desto besser fühlte ich mit ihr. Malika war nicht die klassische Mum, mochte sievaber wegen ihrer offene Art und dass sie immer ihrem Herzen gefolgt ist.  Schreibstil: Ich michte den Schreibstil bis zum Schluss nicht wirklich, es war für mich befremdlich. Ich kann dies aber nicht beschreiben. Es fehlte mir die Gefühle diese hätten besser ausgebaute gehört  Fatsit: Ein solides Buch für zwischendurch nichts bewegendes hatte nicht pipi in den Augen aber so mal am Strand oder in der Hängematte gut zu lesen 3 1/2 Sterne 

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria
    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Die Melancholie eines Sommertags

    Mein Sommer am See
    winter-chill

    winter-chill

    24. May 2015 um 18:47

    Müsste man die Stimmung dieses Buches beschreiben, dann könnte man sie mit einem bedrückend heißen Sommertag vergleichen. Der Herbst naht schon und alles was bald bleiben wird, sind sehnsüchtige Erinnerungen an magische Sommermärchen. Emylia Halls Debüt-Roman hat mich extrem beeindruckt und mich emotional total gefangen genommen. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Beth. Sie ist Ende 20 und lebt in London. Eines Tage bekommt sie überraschend ein Päckchen aus Ungarn, darin ein Fotoalbum. Es sind Bilder von jenen Sommerferien, die Beth als Kind und Jugendliche bei ihrer Mutter Marika in Ungarn verbracht hat. Bis zu jenem Jahr, in dem der Kontakt zwischen Mutter und Tochter abrupt endete. Seitdem hat Beth versucht alle Gedanken an diese Zeit zu verdrängen. Doch das Album bringt nun alle Erinnerungen wieder zurück: an schwüle Sommertage am kühlen Waldsee, duftende Himbeerkuchen und das erste Verliebt sein. Aber auch an den Tag, an dem alles endete. „Mein Sommer am See“ ist eher ein ruhiger Roman, der vor allem durch seine Sprache und die Stimmung, die er aufbaut, besticht. Hall schreibt sehr eindringlich und bildhaft. Es fühlt sich an, als würde man selbst den Sommerurlaub in Ungarn, in der Villa Serena, verbringen, durch die Wälder streifen, sich die Sonne auf die Haut brennen lassen und sich den Bauch mit gutem Essen vollschlagen. Man fühlt aber auch die Traurigkeit und Melancholie, die sich unter dieses Gefühl von Unbeschwertheit mischt. „Mein Sommer am See“ lässt sich leicht lesen, ist aber nicht unbedingt leichte Kost. Es ist eine Geschichte über Liebe, Verlust und eine unbändige Sehnsucht. Eine bewegende Familiengeschichte, traurig, schmerzlich und bittersüß.

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  • Frühlings-Lese-Marathon vom 6.-8. März 2015!

    Queenelyza

    Queenelyza

    Ihr Lieben, wird es nicht wirklich langsam Zeit für den Frühling, für wärmere Tage ohne Heizungsluft, ohne Handschuhe und ohne Pelzstiefel? Wir meinen "ja", und deswegen läuten meine liebe Lesefreundin Lissy und ich zu einem Frühlings-Marathon! Von Freitag, 6. bis Sonntag, 8. März darf nach Herzenslust gelesen werden - es wäre jedoch kein richtiger Themen-Marathon, wenn es nicht eine kleine thematische Einschränkung geben würde. Und zwar wollen wir den Frühling dadurch hervorkitzeln, dass wir "Sonnenbücher" lesen. Also einfach Lektüre, die uns so richtig auf dem Frühling einstimmt. Das können Bücher mit Sonne auf dem Cover oder im Titel sein, die am Strand oder in einem fernen warmen Land spielen, mit tropischen Blüten drauf oder einfach einem schönen Garten in der Sonne - das schlechte Wetter muss für dieses verlängerte Wochenende einfach draußen bleiben und wir tanken Sonne, Wärme und einfach "good feelings". Freundliche helle Cover, bitte nichts Schwarzes oder Dunkles - auch wenn da Blumen drauf sind. Sonst wollen wir Euch aber nur wenig Vorgaben machen, es soll ja auch Freude machen, den Frühling herbeizulesen! Um Euch einen kleinen Eindruck zugeben, was für Bücher gemeint sein könnten, haben wir einige angehängt. Ich bin mir sicher, dass die Regale da mehr als genug hergeben. Schön wäre es natürlich, wenn ihr hier rege teilnehmt und postet, was ihr gerne lesen wollt und werdet und wie Eure Fortschritte so sind beim Lesen, dann macht es nämlich noch viel mehr Spaß! Wir freuen uns auf zahlreiche Mitleserinnen und Mitleser!

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    • 76
  • Lesechallenge Juni 2014: "Mein Sommer am See" von Emylia Hall

    Mein Sommer am See
    Daniliesing

    Daniliesing

    Im Juni möchten wir mit euch im Rahmen der Lesechallenge 2014 ein Buch lesen, das perfekt zum beginnenden Sommer passt. In diesem Monat dreht sich alles um den berührenden Debütroman "Mein Sommer am See" von Emylia Hall. Dieser erzählt von einem geheimnisvollen Päckchen aus der Vergangenheit, einer ersten Liebe sowie einer nicht ganz einfachen Mutter-Tochter-Beziehung! Ich freue mich auf die Lesechallenge im Juni 2014 mit euch! Mehr zum Buch: Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. »Das Buch unserer Sommer«, in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach … >> Leseprobe Auch dieses Mal vergeben wir wieder - zusammen mit dem btb Verlag - 50 Leseexemplare des Romans unter allen Bewerbern. Meldet euch dazu einfach im passenden Unterthema bis zum 9. Juni 2014 an und ihr habt die Chance auf eines der Bücher. Natürlich könnt ihr auch mitmachen, wenn ihr das Buch schon habt oder es euch selbst kauft. In jeder Woche gibt es ein bis zwei neue Aufgaben zum Buch, die es zu lösen gilt. Wer am Ende der Challenge (Einsendeschluss für alle Aufgaben: 1. Juli 2014) die meisten Punkte gesammelt hat, erhält einen Sony E-Reader und die Plätze 2-10 je ein tolles Buchpaket! Bewerbt euch jetzt für die Leseexemplare oder steigt einfach spontan noch bis Ende Juni mit ein. Alle Informationen zur Lesechallenge gibt es wie immer auf: http://www.lovelybooks.de/lesechallenge/

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    • 1686
  • Eindrücke, Farben, Düfte und Gefühle

    Mein Sommer am See
    tiggger

    tiggger

    Als ich den Prolog und die Leseprobe zu diesem Roman gelesen habe, musste ich unbedingt auch das Buch kaufen. Leider konnte ich an der Lesechallenge doch nicht teilnehmen, habe die Zeit mit dem Roman trotzdem sehr genossen. Dieses Buch ist sehr gefühlvoll. Die Autorin beschreibt das Erlebte sehr detailreich - man ist praktisch mitten in der Geschichte und kann die Sonne riechen und die Luft schmecken. Die Autorin hat zur Verbildlichung sehr viele Metaphern genutzt, was mir an diesem Buch ausgesprochen gut gefiel. Das hat dem Buch noch mehr Charakter verliehen. So, worum geht es überhaupt? Nicht nur der Schreibstil war etwas besonderes. In der Geschichte geht es um ein Mädchen (Erzi), dessen Mutter Marika entscheidet zurück nach Ungarn zu ziehen - in die alte Heimat, einfach so. Ohne Vater und ohne Erzi. Für Erzi bricht eine Welt zusammen, in der sie das alles nicht versteht. Aber sie entwickelt ihre eigenen Methoden, damit zurecht zu kommen. Außerdem besucht sie Marika jedes Jahr in den Sommerferien. Diese Sommerwochen sind etwas ganz besonderes. Bis etwas passiert, was ich hier nicht verraten möchte. Diese Wendung hat mich wirklich überrascht. Manchmal habe ich einige Reaktionen der Personen nicht nachvollziehen können, deshalb nur 4/5 Sternen.

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    • 2
  • Das Buch unserer Sommer

    Mein Sommer am See
    Arizona

    Arizona

    Der Roman „Mein Sommer am See“ von Emylia Hall (englische Originalausgabe „The book of summers“) handelt von Beth, Ende 20, die in London in einer Galerie arbeitet und die ganz überraschend ein Päckchen aus Ungarn bekommt. Es ist eben dieses "Buch unserer Sommer", das ihre in Ungarn lebende Mutter damals für sie mit Fotos angefertigt hat. Beth hatte seit 14 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter. Damals kam es zu einem Bruch, und auch ihre Beziehung zu ihrem Vater ist seitdem von dunklen Wolken überschattet. Aber der Leser weiß nicht, was damals vorgefallen ist. Jedes Kapitel erzählt die Geschichte eines dieser Sommers aus Beths Kindheit, anhand der Fotos in dem Buch kommen nämlich ihre Erinnerungen wieder hoch. Ihre Mutter Marika stammt aus Ungarn, und 1990, als Beth 9 Jahre alt war, fuhren sie gemeinsam in den Urlaub an den Plattensee. Dort kam ihre Mutter jedoch zu dem Entschluss Mann und Tochter zu verlassen, da sie sich in England nie richtig wohlgefühlt hatte und lieber in Ungarn leben wollte. Das war natürlich ein Schock für die beiden. Sie kommen mehr schlecht als recht alleine zuhause klar. Aber Beth – oder auch Erzsi, wie sie auf ungarisch von ihrer Mutter genannt wird – darf die Mutter im Sommer jeweils für eine Woche besuchen. Und so verbringt sie ihre Ferien in der Villa Serena, wo die Mutter mit ihrem neuen Freund Zoltan, einem Künstler, lebt. Hier blüht Erzsi auf, sie streift durch die Natur und freundet sich mit dem Nachbarjungen Tomas an. Jahr für Jahr fiebert sie nun ihren Urlauben in Ungarn entgegen. Die Monate in Devon sitzt sie fast nur als Wartezeit ab, es findet kaum ein richtiges Leben statt, sie flüchtet sich in ihre Traumwelt. Mit ihrem Vater spricht sie kaum. Es folgt Sommer auf Sommer, 1991-1997, und sie entwickelt sich zum etwas widerborstigen Teenie. Ihre Freundschaft mit Tomas wird intensiver. Doch dann kommt es zum Bruch mit der Mutter, als sie 16 Jahre alt ist - und nun erst versteht der Leser was es eigentlich auf sich hat mit dieser ganzen Familiengeschichte. Auch wenn in den Sommern gar nicht so viel passierte, aber man konnte nachvollziehen wie sehr Erzsi die Liebe ihrer temperamentvollen Mutter und die heissen Sommertage in Ungarn genoss. Und ich war auch neugierig, was bloß der Auslöser für den Bruch zu den Eltern war. Besonders schön fand ich die Szenen, in denen Beth sich aus der Gegenwart in England anhand des Fotobuches zurück in ihre eigene Kindheit / Jugend träumt, wie eine Zeitreise. Sie erlebt die Geräusche und Gerüche wieder, und kann so auch einiges von dem verarbeiten, was sie so lange schon zu verdrängen suchte. Mir hat es super gefallen, auch wenn es ein etwas langsam voranschreitendes Buch ist, mit eher leisen Tönen. Vor allem erwähnt werden muss die Sprache, so schön poetisch, voller besonderer Metaphern. Auch die Charaktere waren nicht klischeehaft, sondern authentisch. Die Stimmung ist melancholisch, aber nie kitschig. Daher passt der Aufkleber „Das Sommerbuch 2014“ eigentlich auch nicht wirklich, da es nicht locker und leicht ist, sondern anspruchsvoll und in die Tiefe gehend. Die Autorin hat selbst eine ungarische Mutter, und sie hat auch einige Wochen ihrer Kindheit in Ungarn verbracht. Hinten im Buch gibt es noch ein Rezept für Gulasch und Gurkensalat, das werde ich gerne mal ausprobieren.

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    • 3
    Floh

    Floh

    02. September 2014 um 03:46
  • Mein Sommerbuch

    Mein Sommer am See
    Nini0207

    Nini0207

    21. August 2014 um 22:45

    Das Buch "Mein Sommer am See" hat mich aufgrund der doch traurigen Familiengeschichte sehr berührt und gleichermaßen hat es die Autorin geschafft mich von Ungarn - wo auch ich familiäre Wurzeln habe- träumen zu lassen! In diesem Sommerbuch geht es um Beth, oder Erzsi wie sie liebevoll in Ungarn genannt wird, die ein Fotoalbum mit der Aufschrift: "Das Buch unserer Sommer" zugestellt bekommt! Ihre Mutter Marika hat mit Fotos Erinnerungen an die Sommerferien festgehalten, die sie bei ihr in Ungarn verbracht hat! Eine Zeit, die Beth verdrängt hatte! Doch die Erinnerungen an ihre erste Liebe, an heiße Sommertage und kühle Waldseen kehren wieder zurück! Elisabeth stellt sich nun endlich ihrer Vergangenheit und beginnt ihrem Herzen zu folgen! Ich konnte richtig in das Buch eintauchen und wollte es an vielen Stellen gar nicht mehr aus der Hand legen!

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  • Mein Sommer am See - keine unbeschwerte Strandlektüre

    Mein Sommer am See
    daneegold

    daneegold

    Im Laufe des Buches erfährt der Leser alles über die Sommererlebnisse der Protagonistin Beth über mehrere Jahre ihrer Kindheit und Jugend hinweg. Sie verbrachte die Sommer in dieser Zeit in Ungarn und lässt diese Zeit nun Revue passieren aufgrund eines ihr zugesandten Erinnerungsbuches. Eines Tages enden ihre Aufenthalte in Ungarn abrupt aufgrund eines schrecklichen Ereignisses. In ruhiger Art und Weise und mit vielen Metaphern ausgeschmückt erzählt die Autorin von den Erlebnissen und Gefühlen von Beth, die hin- und hergerissen ist zwischen zwei Welten: England, mit ihrem liebevollen aber unbeholfenen, traurig distanzierten Vater und die Sommer in Ungarn, voller Farben und Lebenslust und den ersten zärtlichen Gefühlen für einen Jungen, den gleichaltrigen Tamás. Über den Sommererlebnissen, so farbenfroh und fröhlich auch erzählt, liegt ein Schatten, der mit jedem weiteren Sommer bedrohlicher erscheint. Die Charaktere sind gut beschrieben und auch in die Gefühlswelt von Beth lässt die Autorin tief blicken. Mit der Auflösung der Geschichte ist der Autorin außerdem eine echte Überraschung geglückt. Das Ende lässt den Leser einigermaßen versöhnt zurück. Was mir persönlich nicht gefallen hat, waren Szenen, die einfach so im Raum stehen, ohne für den Fortgang der Geschichte von Bedeutung zu sein und ohne „aufgelöst“ zu werden. Das lässt mich irgendwie unzufrieden zurück. Auch waren einige (Re-)Aktionen der Protagonisten für mich absolut nicht nachvollziehbar. Gegen Ende des Buches gibt es außerdem Abschnitte, die mich beim Lesen gelangweilt haben. Fazit: Die Geschichte ist eher still und traurig und stellenweise nicht nachvollziehbar. Wer eine fröhliche Strandlektüre erwartet, wird enttäuscht.

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    • 3
  • Sommerroman mit seichtem Anfang und ein traurigem Ende

    Mein Sommer am See
    Thaliomee

    Thaliomee

    Beth ist Ende 20, studiert und wohnt in einer kleinen Studentenwohnung. Als ihr Vater sie besucht um ihr einen Brief zu bringen, der an sie adressiert ist, weiß sie sofort wer ihn abgesendet hat. Zuerst will sie das kleine Päckchen gar nicht öffnen, denn sie verbindet zu viele Erinnerungen mit dem Ort, von dem es kommt: Ungarn. Als sie es öffnet, findet sie ein Fotoalbum, erstellt von Marika, ihrer Mutter. Mit jeder Seite erinnert sie sich an einen Besuch in Ungarn, angefangen mit dem ersten Urlaub am Plattensee, in dem Marika sie und ihren Vater verlassen hat. Sie erinnert sich an Urlaube bei Marika und ihrem Freund, an die Landschaft, heiße Sommer und schließlich an den Tag, an dem sie den Kontakt zu Marika für immer abgebrochen hat. Auch das Verhältnis zu ihrem Vater ist schwierig und auch er taucht immer wieder in ihren Erinnerungen auf. Die Rahmenhandlung, die Beth als Studentin in der Gegenwart beschreibt, nimmt in diesem Buch sehr wenig Raum ein. Dadurch kann die Beschreibung der Sommerurlaube flüssig gelesen werden und wirkt nicht langweilig, auch wenn es keine dramatischen Vorfälle oder Wendungen gibt. Ungarn wird - jenseits der Touristenorte - sehr liebevoll beschrieben und man merkt, dass die Autorin das Land selbst kennen gelernt hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm und sorgt dafür, dass man über die fehlende Spannung hinwegsieht. Am Ende wird das Buch dann plötzlich sehr traurig - nicht unerwartet aber mit großen Gefühlen. Ein tiefsinniges Ende, das zum Nachdenken anregen möchte. Ein Schwachpunkt war für mich, dass ich das Handeln der Personen an einigen Stellen nicht nachvollziehen konnte. Das scheinbar doch noch „gute Ende“ war für mich einfach nur tieftraurig und von verpassten Chancen geprägt.

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    • 2
    Floh

    Floh

    20. August 2014 um 10:49
  • Ein ruhiger Sommerroman, der einen bleibenden Eindruck hinterlässt

    Mein Sommer am See
    Jasmin88

    Jasmin88

    Covergestaltung: Das Cover ist großartig! Ein wirklich tolles Motiv für ein Sommerbuch, das zum Träumen einlädt. Wunderhübsch! Meine Meinung: Wer gerne einmal ein gutes Sommerbuch liest, der sollte „Mein Sommer am See“ von Emylia Hall auf keinen Fall verpassen. Es handelt sich um einen ganz tollen Roman, der u.a. durch einen großartigen Schauplatz überzeugt. Ich habe zuvor noch kein Buch gelesen, das in Ungarn spielt und war davon sehr angetan. Ich hatte noch nie einen Bezug zu Ungarn, doch der Autorin ist es gelungen, meine Neugier für Land und Leute zu wecken. „Der Sommer am See“ ist ein ruhiges Buch. Die Erzählweise der Autorin ist sehr angenehm, ein wenig melancholisch. Sprachlich ist dieser Roman einfach wunderschön.  „Mein Sommer am See“ ist jedoch kein leichter Roman für zwischendurch, so wie die meisten Sommerromane es sind. Wer mit dieser Erwartung an das Buch herangeht, wird vielleicht enttäuscht werden. Es ist vielmehr ein sehr tiefgründiges Buch, welches zum Nachdenken anregt und die Empathie des Lesers weckt. Die Charaktere sind interessant gestaltet und der gefühlvolle Schreibstil lässt erkennen, mit wie viel Leidenschaft die Autorin an ihrem Werk gearbeitet hat. Ich werde mir den Namen „Emylia Hall“ auf jeden Fall merken und bin gespannt, welch interessanten Geschichten sie in Zukunft noch zu Papier bringen wird, denn ich mochte diese leisen und zarten Töne, mit der es ihr gelungen ist, mich in ihren Bann zu ziehen. Fazit: Die ideale Lektüre für die letzten Sommerwochen. Ein ruhiger Sommerroman, der einen  bleibenden Eindruck hinterlässt.

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    • 2
  • gutes Debüt das sehr gut unterhält

    Mein Sommer am See
    Manja82

    Manja82

    19. August 2014 um 14:47

    Kurzbeschreibung: Die erste Liebe, eine nicht ganz einfache Mutter-Tochter-Beziehung und ein geheimnisvolles Päckchen aus der Vergangenheit Eines Tages bekommt Beth ein Paket. Darin ein Album mit Fotos, Notizen und anderen Erinnerungsstücken, die Beth noch nie zuvor gesehen hat. »Das Buch unserer Sommer«, in dem ihre Mutter Marika die Erinnerung an jene Sommerferien festgehalten hat, die Beth in ihrer Jugend bei ihr in Ungarn verbrachte. Eine Zeit, in der Beth hin und her gerissen war zwischen ihrem zurückhaltenden Vater, mit dem sie im englischen Devon lebte, und der temperamentvollen Mutter, die die Sehnsucht nach der Heimat von ihrer Familie fortgetrieben hatte. Eine Zeit, in der Beth sich nichts sehnlicher wünschte, als endlich ihren Platz im Leben zu finden. Eine Zeit, die mit einer schockierenden Enthüllung endete, als Beth gerade 16 war. Seit damals hat Beth jeden Gedanken an diese Zeit weit von sich geschoben. Doch das Album bringt all ihre Erinnerungen wieder zurück – an die erste Liebe, an flirrend heiße Sommertage und kühle Waldseen. Und an den Tag, an dem alles zerbrach … (Quelle: btb Verlag) Meine Meinung: Beth und ihr Vater haben kaum Kontakt. Da besucht er sie eines Tage, was total ungewöhnlich ist. Doch sein Besuch hat einen Grund, denn er hat ein Paket für Beth. Dieses stammt von ihrer Mutter, die in Ungarn lebt und die Beth 14 Jahre nicht mehr gesehen hat. Im Paket befindet sich ein Album, voll mit Erinnerungen an längst vergangene Zeiten. Und diese Erinnerungen drängen nun wieder nach oben, obwohl Beth sie am liebsten komplett vergessen würde. Sie denkt an ihre Mutter oder auch an ihre erste Liebe. Und leider ist das auch dieser eine bestimmte Tag, den sie am liebsten streichen würde … Der Roman „Mein Sommer am See“ stammt von der Autorin Emylia Hall. Es handelt sich hierbei um das Debütwerk der Autorin. Die Charaktere des Buches sind alle samt sehr interessant und gut dargestellt. Jeder von ihnen hat etwas Besonderes an sich. Beth war mir auf Anhieb sympathisch. Sie lebt in London und hat kaum Kontakt u ihrem Vater. Manchmal, besonders gerade zu Beginn des Buches, waren mir ihre Handlungen etwas unverständlich, doch das hat sich mit der Zeit gegeben. Durch das gebrachte Paket erlebt Beth eine Reise in die Vergangenheit, die sei teilweise sehr aufwühlt. Ihr Vater David ist ein etwas schwieriger Charakter. Ich habe ihn zunächst rein gar nicht verstanden, was er eigentlich wollte. Mit der Zeit aber wurde es klarer und immer mehr wurde verständlich wieso er Beth das Paket gebracht hat. Das Verhältnis Vater und Tochter ist ziemlich angespannt. Auch die Nebenfiguren, wie Marika, die lebensfroh aber ohne jegliche Verantwortung, oder auch Támas, der nette Nachbarsjunge, sind gut herausgearbeitet. Auch hier beweist Emylia Hall ein Händchen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Sie beschreibt die Szenen sehr bildhaft, alles ist gut vorstellbar. Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Beth in der Ich-Persepktive. So hat man als Leser direkten Zugang zu ihrer Gefühlswelt und lernt sie zu verstehen. Die Handlung an sich ist emotional geschildert. Besonders zu Anfang werden viele Fragen aufgeworfen, die aber erst nach und nach beantwortet werden. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gut und die Umsetzung ist Emylia Hall ebenfalls gut gelungen. Die eingebetteten Themen, wie erste Liebe, Trennung, Schmerz aber auch Vergebung sind gut herausgearbeitet und es alles gut nachzuvollziehen. Allerdings im Mittelteil gibt es einige doch sehr langatmige Stellen, die den Lesegenuss ein wenig trüben. Ebenso hatte ich doch ein paar Probleme mit den vielen Zeitsprüngen zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Das Ende beantwortet alle aufgeworfenen Fragen zufriedenstellend und hat mich mit einem doch guten Gefühl zurückgelassen. Fazit: Alles in Allem ist „Mein Sommer am See“ von Emylia Hall ein sehr gutes Debüt der Autorin. Sympathische Charaktere, der flüssig zu lesende bildhafte Stil und eine interessant gestaltete Handlung mit einer tollen Idee dahinter haben mich hier gut unterhalten und am Ende zufrieden zurückgelassen. Durchaus lesenswert!

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  • Von der Magie heißer Sommertage und der Erinnerung an die erste Liebe (Marie Claire)

    Mein Sommer am See
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. August 2014 um 19:21

    Im Buch "Mein Sommer am See" dreht sich alles um ein Fotobuch, Sommertage und die große Liebe. Eigentlich weiß man, dass im Buch irgendwas passieren muss und man wartet ganz aufgeregt auf diese Auflösung. Und dann kommt diese Auflösung und man ist so überrascht, weil es eine so starke Wendung hat, auf die man vermutlich gar nicht kommen würde. Im nachhinein eigentlich logisch und es war eigentlich auch sehr "auffällig", aber dennoch würde man selber nicht darauf schließen.  Mich hat es begeistert und ich habe diese vielen und schönen Sommertage gemeinsam mit Beth genossen. Auch der Schreibstil ist klasse, aber irgendwie auch melancholisch, was aber dann auch wieder zum Buch passt.  Und natürlich durfte auch die erste große Liebe nicht fehlen. Es war allerdings nie kitschig und vor allem nie voraussehbar. Es ist einfach sehr nah an die Realität dran.  Und der Schluss ist spitze, auch wenn ich jetzt gerne eine Fortsetzung lesen würde.  Toll finde ich auch, dass hinten im Buch Rezepte aufgelistet sind. Insgesamt für mich ein Meisterwerk. Einziger Kritikpunkt: Ich fand es schwer zu lesen, kann aber nicht sagen, an was es lag. Trotz, dass es mir so gut gefallen hat, habe ich es nicht verschlungen. 

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  • Buchverlosung zu "Mein Sommer am See" von Emylia Hall

    Mein Sommer am See
    Buchraettin

    Buchraettin

    wurde beendet

    • 81
  • Ein Sommerbuch über 7 Sommer Mutter-Tochter-Beziehung

    Mein Sommer am See
    MareikeHerzpotenzial

    MareikeHerzpotenzial

    Eins Vorweg: Da ich in den letzten Monaten immer wieder massive Enttäuschungen durch die Klappentexte erlebt habe, habe ich ihn in diesem Fall nicht gelesen. Das war vielleicht ein Fehler, dann wäre mir schon 50 Seiten eher klar gewesen, dass Marika keine ungarische Jugendfreundin von Beth ist, sondern ihre Mutter ist, die die damals neunjährige Beth und ihren Vater in England verlassen hat. Nach dieser Trennung verbringt sie jeweils 1-2 Wochen der Sommerferien in Ungarn bei ihrer Mutter und deren neuem Lebensgefährten. Genau 7 Sommer lang geht das gut – danach herrscht Funkstille bis zum Tod von Marika. Ihr Lebensgefährte schickt Beth daraufhin ein Fotoalbum, gefüllt mit Bildern aus diesen 7 Sommern und das löst bei Beth Erinnerungen und Gefühle aus, von denen sie selbst nichts mehr wusste. Die Geschichte bekommt man aus der Ich-Perspektive erzählt, ist deshalb stark an die Gedanken und Empfindungen der Protagonistin gebunden – was sich bei dem Handlungsaufbau natürlich anbietet, jedoch auch für Verwirrung sorgt. Wie eingangs erwähnt, fiel mir der Einstieg schwer, weil ich verwirrt war über die Beziehung von Beth und Marika. Im Buch wird erst nach ca. 50 Seiten explizit erwähnt, dass Marika ihre Mutter ist – so distanziert beschreibt Beth sie zunächst. Auch sind die ersten 100 Seiten etwas langatmig und es dauert, bis man wirklich in die Vergangenheit und die schönen, aber auch bitteren Erinnerungen eintaucht. Der Aufbau ist danach sehr schön und spielerisch gestaltet, denn man blättert quasi mit Beth durch das Album, sie beschreibt einzelne Fotos und dann folgt nicht nur die Geschichte des Fotos, sondern auch die des jeweiligen Sommers. Dabei geht das Buch chronologisch vor und kann regelrecht dabei zuschauen, wie sich Beth von einem 10 jährigen Kind zu einem Teenager entwickelt. Da ich nur etwas jünger als die Protagonistin bin, war es für mich besonders spannend Beth in die 90er Jahre zu folgen. Über Ungarn selbst erfährt man relativ wenig, denn Beth und ihre Mutter verlassen kaum die abgelegene Villa auf dem Land – sie bildet das Zentrum ihrer Sommerurlaube. Einblicke in die spannende Kultur und Lebensweise der Ungarn bekommt man nur über das beschriebene Essen – und die angehängten Rezepte (übrigens eine nette Idee – irgendwie Trend dieses Jahr, oder?) und einige ungarische Phrasen mit. Die Erzählung ist atmosphärisch wirklich schön und der Sprachstil der Autorin gefällt mir richtig gut. Da es ihr Debüt ist, verzeihe ich ihr die noch etwas unausgereiften und m.M.n. nicht ganz logisch agierenden Figuren. Ich denke, bei den Charakteren gäbe es sicher noch etwas Verbesserungsbedarf, aber insgesamt ist es ein schönes Sommerbuch. Fazit: Wer eine nette, wenn auch bittersüße Sommergeschichte über eine zerbrechende Mutter-Tochter-Bindung lesen möchte, sollte hier unbedingt mal reinlesen. Nach einem etwas holprigen Start ist es ein stimmungsvolles und schönes Buch über das Erwachsen werden und die Sehnsucht nach Heimat und Familie. Bewegend und leicht zugleich.

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