Enne Koens

 3,8 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf

Enne Koens, geb. 1974 in Amsterdam, lebt heute in Utrecht. Sie schreibt Bücher für Kinder und Erwachsene, außerdem Theaterstücke, Lieder und Drehbücher. Ihr Kinderroman Ich bin Vincent und ich habe keine Angst war 2020 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und erhielt den Leipziger Lesekompass.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Von hier aus kann man die ganze Welt sehen (ISBN: 9783836962483)

Von hier aus kann man die ganze Welt sehen

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Neu erschienen am 23.06.2024 als Gebundenes Buch bei Gerstenberg Verlag.

Alle Bücher von Enne Koens

Cover des Buches Ich bin Vincent und ich habe keine Angst (ISBN: 9783836956796)

Ich bin Vincent und ich habe keine Angst

 (7)
Erschienen am 24.06.2019
Cover des Buches Dieser Sommer mit Jente (ISBN: 9783836961264)

Dieser Sommer mit Jente

 (2)
Erschienen am 30.01.2023
Cover des Buches Von hier aus kann man die ganze Welt sehen (ISBN: 9783836962483)

Von hier aus kann man die ganze Welt sehen

 (1)
Erschienen am 23.06.2024

Neue Rezensionen zu Enne Koens

Cover des Buches Von hier aus kann man die ganze Welt sehen (ISBN: 9783836962483)
V

Rezension zu "Von hier aus kann man die ganze Welt sehen" von Enne Koens

Spurensuche
Vielleserin1957vor 10 Tagen

Dee lebt mit ihrer Mutter in einem Hochhaus am Rande der Stadt. Dee liebt ihr Zuhause mit seinen Bewohnern aus aller Welt. Eines Tages findet sie auf der Straße einen Brief; Empfänger und Absender sind unleserlich. Dee wittert ein Geheimnis, denn der Brief ist von jemandem, der jemanden sehr vermisst. Mit Vermissen kennt Dee sich aus: Ihre Mutter ist so anders als sie, dass Dee sich fragt, ob sie vielleicht adoptiert ist? Zusammen mit ihrem besten Freund Vito macht sie sich auf die Suche nach dem Empfänger des Briefes. Sie begegnen den unterschiedlichsten Menschen. Aber jede Begegnung wirft neue Fragen auf … Eine poetisch und mitreißend erzählte Geschichte, in der es um die Frage aller Fragen geht, die der eigenen Herkunft. (Klappentext)

 

Dieses Kinderbuch ist ganz anders. Es ist für mich im wirklichen Leben angesiedelt und spricht ein wichtiges Thema an, der eigenen Herkunft. Wir begleiten Dee und ihren Freund Vito auf ihrem spannenden Abenteuer. Die unterschiedlichen Charaktere sind gut beschrieben und vielleicht findet sich manch junger Leser darin wieder. Die verschiedenen Emotionen kommen gut beim Leser an. Der Schreibstil ist zügig lesbar, einfühlsam, dramatisch, aber auch humorvoll. Die Seiten fliegen nur so dahin. Es eignet sich vom Aufbau her gut zum Vorlesen, aber auch Jungleser werden gut damit zurechtkommen. Ein interessantes Buch, welches mich an manchen Stellen zum Überlegen gebracht hat.

 

Cover des Buches Dieser Sommer mit Jente (ISBN: 9783836961264)
Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Dieser Sommer mit Jente" von Enne Koens

Was bedeutet Freundschaft?
Gwhynwhyfarvor einem Jahr

«‹Hast du Angst?›, fragte sie.

Ich wollte sagen, dass ich keine Angst hatte. Wirklich nicht. Bestimmt hatte sie selbst Angst. Aber ich schaffte es nicht, auch nur ein einziges Wort herauszubringen. Ich klammerte mich an das Metallgeländer der Brücke. Meine Knie wurden weich. Zehn Meter unter mir glitzerte das Wasser.»


Die Zehnjährige Marie ist wütend: Ihre Eltern ziehen in ein Neubaugebiet. Viel lieber wäre sie in ihrem alten Zuhause in der Nähe ihrer besten Freundin Zoë geblieben. Doch schnell gewöhnt sie sich ein, genießt das ländliche Leben. Bereits am zweiten Tag lernt sie Jente kennen, die ein paar Häuser weiter wohnt. Von da an sind die Mädchen unzertrennlich. Jente ist schwierig, wild und eigensinnig, abenteuerlustig; häufig bekommt sie Tobsuchtsanfälle. Eine Kuhle in einer Wiese wird zum geheimen Ort der Mädchen, wo sie Comics lesen, Süßigkeiten essen und in den Himmel schauen. 


Schon bald bemerkt Marie, dass die Freundschaft zu Jente anders ist, als die mit Zoë. Die Kuhle ist das Geheimnis von Jente und Marie – doch eines Tages, als Marie dort verspätet ankommt, sitzt Jente hier mit anderen Kindern. Die Süßigkeiten, die Jente vom Taschengeld bezahlt hatte, sind aufgegessen, ihre Comics zerrissen. Das ist Verrat! Doch Marie kann Jente nicht widerstehen. Jente hat immer verrücktere Ideen, gefährliche …. Marie ist unwohl dabei – trotzdem lässt sie sich von Jente anfeuern, mitzumachen. Irgendwann muss sie sich entscheiden. 


Eine Geschichte über Freundschaft und Verrat und darüber, wie wichtig es ist, manchmal Nein zu sagen. Marie muss lernen, Freundschaft bedeutet nicht nur, das zu tun, was der andere will. Freundschaft heißt auch, sich gegenseitig zu respektieren. Wir wissen seit Marty McFly: «Niemand... wirklich NIEMAND nennt mich eine feige Sau!!!», was passiert, wenn man sich verleiten lässt, etwas zu tun, was völliger Blödsinn ist, bloß um nicht als hasenherzig zu gelten. Manchmal muss man feige sein – denn es ist nicht memmenhaft, sich in Gefahr zu begeben – so die Prämisse. Zu sich stehen, für sich selbst entscheiden und an einem Punkt Nein sagen. So weit eine prima Message. Schade, dass dieses Kinderbuch mit dem Ende beginnt – mit einem Cliffhanger. Ein Kinderbuch – klar, wie es am Ende ausgehen wird … Jente ist dominant, ein wütendes Mädchen, eine, die Druck auf ihre Umgebung ausübt. Eine, die Tobsuchtsanfälle bekommt, um ihren Willen zu erreichen. Wenn Marie nicht spurt, ignoriert sie die Freundin für ein paar Tage. Marie lernt nun verschiedene Arten von Freundschaft kennen und muss sich entscheiden, was für sie zählt. Enne Koens versteht es, sich in ihre Charaktere hineinzuversetzen, Sätze klingen zu lassen. Kinder können sich hier wiederfinden und über diese Situationen resümieren. Trotz allem zieht sich die Geschichte. Mir persönlich fehlte ein wenig Spannung. Der Gerstenberg Verlag gibt eine Altersempfehlung ab 10 Jahren. Eine prima Geschichte für Kinder, die weniger spannungsgeladene Literatur bevorzugen.



Enne Koens, geb. 1974 in Amsterdam, lebt heute in Utrecht. Sie schreibt Bücher für Kinder und Erwachsene, außerdem Theaterstücke, Lieder und Drehbücher. Ihr Kinderroman Ich bin Vincent und ich habe keine Angst war 2020 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und erhielt den Leipziger Lesekompass.


Cover des Buches Ich bin Vincent und ich habe keine Angst (ISBN: 9783836956796)
Hoppsis avatar

Rezension zu "Ich bin Vincent und ich habe keine Angst" von Enne Koens

Vincent
Hoppsivor 4 Jahren

Klappentext

Vincent ist elf Jahre alt und er weiß alles über das Überleben in der Wildnis. Sein Lieblingsbuch ist das große Survival-Handbuch, er kennt es fast auswendig. Ums Überleben geht es für ihn auch täglich in der Schule, denn er wird von den anderen schikaniert. Und nun steht die Klassenfahrt bevor. Einziger Lichtblick ist die neue Mitschülerin Jacqueline, genannt »Die Jacke«. Sie spricht vier Sprachen, surft, spielt E-Gitarre. Sie ist überhaupt ziemlich cool und sie scheint Vincent zu mögen. Auf der Klassenfahrt läuft die Situation dann völlig aus dem Ruder. Mitten in der Nacht findet sich Vincent allein im stockdunklen Wald wieder … Eine spannende und berührende Geschichte übers Normal- und Anderssein, Mobbing und über das tägliche Überleben.

 

Inhalt & Meinung

Vincent ist ein 11 Jahre alter Junge und sollte eigentlich Spaß haben, die Kindheit genießen und keine Angst haben müssen. Seine Realität sieht leider komplett anders aus. Vincent wird aufs heftigste von seinen Klassenkameraden gemobbt. Das heißt nicht nur mit Worten, sondern er wird verprügelt, getreten, seine Sachen werden kaputt gemacht und er muss eigentlich jeden Tag leiden. Es ist unglaublich hart gewesen, zu lesen was Vincent jeden Tag erleben muss und das es anscheinend niemand mitbekommt bzw. interessiert was da mit ihm gemacht wird und er auch nicht den Mut hat, sich Hilfe zu suchen. Mobbing ist furchtbar und das wird ins diesem Buch sehr eindrucksstark aus der Sicht von Vincent geschildert. Es ist bei weitem nicht immer schön, so nah an der Situation dran zu sein, die Ohnmacht, die Verzweiflung und das Allein sein zu spüren. Aber dadurch wirkt das Buch eben auch sehr realistisch. Irgendwann kommt ein neues Mädchen in seine Klasse und die scheint zumindest anders zu sein, als der Rest, doch so sicher ist sich Vincent da auch nicht und nachdem was er jeden Tag alles erleben muss, ist es natürlich nicht einfach jemanden zu Vertrauen. Dann steht auch noch die Klassenfahrt an, wo er mehrere Tage allein mit den Leuten aus seiner Klasse unterwegs ist. Diese jagen ihn dann auch nachts und er sieht keinen anderen Ausweg als in den Wald zu flüchten. Zum Glück ist er gut vorbereitet, denn er weiß theoretisch so ziemlich alles über das Überleben in der Wildnis, doch ist das in Wirklichkeit dann auch so einfach? Schafft er es zu überleben und aus dem Teufelskreis des Mobbings rauszukommen? Ein für mich echt heftiges, sehr bewegendes und trauriges Buch, welches die Thematik sehr eindrücklich schildert.

 

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