Enrico Heinemann

 5 Sterne bei 1 Bewertungen

Lebenslauf von Enrico Heinemann

Enrico Heinemann studierte Romanistik und Philosophie unter anderem in Lille und Mailand und ist seit 1986 als freier Übersetzer tätig. Er hat bisher rund 180 Bücher aus dem Italienischen, Französischen und Englischen ins Deutsche übersetzt.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Chronos (ISBN: 9783406791840)

Chronos

Erscheint am 25.08.2022 als Hardcover bei C.H.Beck.
Cover des Buches Der Flug der Stare (ISBN: 9783103971774)

Der Flug der Stare

Erscheint am 31.08.2022 als Hardcover bei S. FISCHER.

Alle Bücher von Enrico Heinemann

Cover des Buches Weltmacht USA (ISBN: 9783492241281)

Weltmacht USA

 (26)
Erschienen am 01.03.2005
Cover des Buches Aufstieg und Fall des Alten Ägypten (ISBN: 9783421043467)

Aufstieg und Fall des Alten Ägypten

 (7)
Erschienen am 16.10.2012
Cover des Buches Das große tiefe Blau (ISBN: 9783423282048)

Das große tiefe Blau

 (7)
Erschienen am 15.11.2019
Cover des Buches Breitengrad Null (ISBN: 9783492240376)

Breitengrad Null

 (7)
Erschienen am 01.03.2004
Cover des Buches Maria Stuart - die Biographie (ISBN: 9783491960978)

Maria Stuart - die Biographie

 (7)
Erschienen am 01.06.2003
Cover des Buches Angriff auf die Vernunft (ISBN: 9783442155439)

Angriff auf die Vernunft

 (7)
Erschienen am 12.02.2009
Cover des Buches Das geheime Leben der Dalai Lamas (ISBN: 9783404642342)

Das geheime Leben der Dalai Lamas

 (5)
Erschienen am 09.03.2009
Cover des Buches Napoleon (ISBN: 9783827500564)

Napoleon

 (4)
Erschienen am 23.03.2015

Neue Rezensionen zu Enrico Heinemann

Cover des Buches Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft (ISBN: 9783406775208)losgelesens avatar

Rezension zu "Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft" von Luciano Rezzolla

„Sagt ein Bild mehr als tausend Worte?“
losgelesenvor 3 Monaten

2019 ging ein Bild um die ganze Welt, darauf zu sehen war ein schwarzes Loch! Eine wissenschaftliche Sensation, insbesondere wenn bedacht wird, wie etwas fotografiert werden kann, dass doch eigentlich sämtliches Licht schluckt. Als Rezensent vermute ich, dass es gar nicht so einfach, immerhin ist es mir mit der alten Sofortbildkamera noch nicht gelungen, ein schwarzes Loch zu fotografieren…

Der Physiker Luciano Rezzolla, der federführend an dem Projekt beteiligt war bringt nun mit seinem Buch „Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft – Eine Entdeckungsreise zu den Schwarzen Löchern“ Licht ins Dunkle. Es ist im Verlag C. H. Beck erschienen und insgesamt 269 Seiten dick.

Luciano Rezzolla erzählt und erklärt mit viel Fachkenntnis ohne dabei seine Leserinnen und Leser zu überfordern. Zugegeben, es muss aufmerksam gelesen werden, aber dann können sich alle auf eine spannende Entdeckungsreise zu den schwarzen Löchern begeben. Und das ist auch ziemlich aktuell, denn erst kürzlich  wurde ein weiteres Foto eines schwarzen Lochs veröffentlicht und zwar von Sagittarius A*, dem Zentrum unserer Galaxie!

„Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft“ ist ein populärwissenschaftliches Buch, das für alle interessierten Leserinnen und Leser zu empfehlen ist, die bereit sind, sich hinreichend mit dem Thema zu beschäftigen. Auch für Personen mit weniger Vorwissen, gelingt so der Einstieg problemlos, erst zum Ende könnte Luciano Rezzolla Leserinnen und Leser verlieren, da es dann durchaus anspruchsvoller wird. Aber wer bis dahin ausgehalten hat, schafft auch das Ende.

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Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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Cover des Buches Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft (ISBN: 9783406775208)Kristall86s avatar

Rezension zu "Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft" von Luciano Rezzolla

Unerklärliches gibt es bei Rezzolla nicht!
Kristall86vor 6 Monaten

Klappentext:

„Die unwiderstehliche Anziehung der Schwerkraft reicht weit über unseren Planeten hinaus – bis hin zu dem geheimnisvollen Phänomen Schwarzer Löcher. Der in Deutschland forschende und lehrende Astrophysiker Luciano Rezzolla gehört zu den Ersten, denen es gelungen ist, fotografische Bilder eines supermassiven Schwarzen Lochs zu erstellen. In diesem Buch nimmt er uns auf eine Reise zu den tiefsten Geheimnissen des Kosmos mit, um das so erstaunliche wie rätselhafte Phänomen der Schwerkraft zu erkunden.

Warum fällt ein Apfel vom Baum, anstatt in den Weltraum zu schweben? In der Schule wurde uns beigebracht, dass die Gravitation die Kraft ist, die uns und auch die Dinge an der Oberfläche unseres Planeten festhält, während er um sich selbst und um die Sonne rotiert. Doch unser Körper war mit der Schwerkraft schon lange zuvor vertraut, wie der Klammerreflex zeigt, mit dem das neugeborene Kind auf eine mögliche Bedrohung reagiert. Mit den Jahren lernen wir, mit der Schwerkraft umzugehen, und träumen zuweilen davon, sie zu überwinden. Doch ihre unwiderstehliche Anziehung reicht weit über unseren Planeten hinaus – bis hin zu dem geheimnisvollen Phänomen Schwarzer Löcher, die in ihrer Umgebung eine ungeheure Gravitation erzeugen. Wie ist es möglich, sie zu fotografieren, wenn sie doch per Definition das gesamte Licht einfangen, das auf sie trifft? Mit gesundem Menschenverstand, Talent zur Unterhaltung und so enormer Kenntnis wie Leidenschaft begleitet uns Luciano Rezzolla bei der Entdeckung eines der tiefsten Geheimnisse des Kosmos. Schritt für Schritt nähern wir uns unter seiner Führung der Wahrheit über ein Phänomen, dem nicht nur unser Körper, sondern auch unsere Neugierde nicht widerstehen kann.“


Schwarze Löcher ziehen ja meine Neugier komplett an, denn, ich muss ehrlich gestehen, da hört bei mir das Denken auf. Die Entstehung bzw. ihre Daseinsform sind einfach nicht in Worte zu beschreiben, jedenfalls für mich. Aber wenn es einer kann, dann Rezzolla. Luciano Rezzolla schaffte es 2019 mit seinem Team erstmals ein schwarzes Loch zu fotografieren - die Bilder gingen um die Welt. Es war schier unglaublich und ist es immer noch. In seinem Buch erklärt er auf so eine sympathische Art und Weise sein Wissen und die Gegebenheiten der Natur, dass man sich schier fragt, warum dieser Mann nicht damals der Astro-Lehrer in der Schule war. Er erklärt und beschreibt so herrlich genau, dass man an diesem Buch klebt aber nicht nur das. Man lernt auch etwas dazu und versteht umso besser viele Zusammenhänge. Rezzolla ist ein großer Forscher mit immensem Willen und genau das zeichnet auch seine detaillierten Erklärungen aus. Er kann Dinge erklären, von denen man selbst definitiv nicht weiß, wie sie überhaupt funktionieren. Er nimmt uns auf eine ganz spannende und faszinierende Reise mit in den Kosmos. Etwas unerklärliches gibt es für Rezzolla nicht und das ist einfach nur lesenswert und genial! 5 von 5 Sterne!

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Cover des Buches Die große Erfindung (ISBN: 9783406775406)HansDurrers avatar

Rezension zu "Die große Erfindung" von Silvia Ferrara

Von der Erschaffung der Schrift
HansDurrervor einem Jahr

Ob man ein Buch mag, entscheidet sich oft auf den ersten Seiten. Nein, nicht immer. In diesem Falle jedoch, Silvia Ferraras Die grosse Erfindung, ist es so – ich bin sofort höchst angetan. Das liegt an der Art der Erzählens, dem Ton, so stelle ich mir vor. Und daran, dass die Autorin gleichsam bei Adam und Eva, und so recht eigentlich noch früher, anfängt und Kinderfragen stellt: „Wie entsteht eine Schrift?“ Gute Frage, sagt man, wenn man keine Antwort weiss, doch Silvia Ferrara, Professorin für ‚Ägäische Kulturen‘ an der Universität Bologna, verfügt über Antworten, jedenfalls über einige.

„Heute liegen uns ungefähr ein Dutzend alte Schriften vor, die wir nicht lesen und verstehen können. Sie warten immer noch auf ihre Entzifferung. Und fast alle werden in diesem Buch behandelt …“. Etwa die Rongorongo-Zeichen, die auf der Osterinsel vorgefunden wurden. Vier der 26 mit Rongorongo beschriebenen Holztafeln befinden sich übrigens in Rom. Wie kommt das? Und was tun sie da? Silvia Ferrara, die auch Projektleiterin des vom Europäischen Forschungsrat finanzierten Projekts INSCRIBE ist, das die Erfindung und die frühen Phasen der Schrift untersucht, klärt uns auf. Und auch darüber, dass die Forschung mit 3D-Modellen arbeitet, die es erlauben, „kohärente Abfolgen von Zeichen zu erkennen, aus denen wir Muster der Morphologie (also eine Grammatik) rekonstruieren und nachvollziehen können, ob Wiederholungen, Logogramme, Zahlwörter usf. auftauchen.“

Die grosse Erfindung ist nicht nur ein überaus lehrreiches Buch, es besticht auch dadurch, dass es sehr anschaulich auf Phänomene hinweist, die einen staunen machen. Wie kann das nur sein? Wie kommt das bloss? habe ich mich bei der Lektüre oft gefragt. Nehmen wir die Osterinsel, die über dreitausend Kilometer vor der chilenischen Küste im Pazifik liegt. Dass sie überhaupt entdeckt wurde, ist ein Wunder. Dass ihre natürliche Vegetation beseitigt wurde, überrascht hingegen weniger, denn so ist der Mensch. Und dass die Inselbewohner sich für den Nabel der Welt halten, erstaunt auch nicht, denn genauso denken die auf dem Festland und in den Bergen, ja so denkt man überall auf der Welt. Ein Wunder ist hingegen, dass eine Schrift, „etwas so Komplexes und Raffiniertes in der Einöde Rapa Nuis ersonnen wurde.“

Man merkt Silvia Ferrara die Begeisterung für das Schriften-Entziffern an. Im Gegensatz zu vielen Büchern von Akademikern, denen es vor allem darum geht, zu zeigen wie belesen, gebildet und schlau sie sind, ist dieses Buch von Neugier und Entdeckerfreude durchdrungen. Mir scheint dies die Grundhaltung der Autorin – nicht nur der Wissenschaft, sondern dem Leben gegenüber.

Die grosse Erfindung handelt auch vom Forschen und von den Forschern. „Der Forscher muss mobil, muss bereit sein, dem Strom zu folgen, sich den Fesseln der Stabilität zu entziehen. Diese Sichtweise ist subjektiv. Es gibt statische Forscher. Aber zumindest für mich sind Reise und Forschung Synonyme.“

„Wir haben ein verzweifeltes Bedürfnis nach Wurzeln.“, notiert Silvia Ferrara. Und dieses steht dem wirklichen Erkennen im Weg. Genauso wie die Aufmerksamkeit, die man etwa den Maoi, den kolossalen Steinstatuen der Osterinsel, schenkt und damit von den Petroglyphen ablenkt, den in Stein gearbeiteten Felsbildern. „Die Petroglyphen, als Halbrelief eingemeisselt oder aufgemalt, sind wohl die wahren Meisterwerke der Osterinsel.“

Die grosse Erfindung gehört zu den seltenen, sehr seltenen Büchern, die mich immer mal wieder innerlich jubeln lassen. Wegen solcher Sätze: „Man kann Wissenschaft und ihr Verhältnis zu allem anderen nur begreifen, wenn man sie als das grosse Abenteuer unserer Zeit auffasst und schätzt. Sie leben nicht in unserer Zeit, Wenn Sie nicht verstehen, dass sie ein ungeheures Abenteuer, etwas Kühnes, Erregendes ist.“ Richard Feynman, Nobelpreisträger für Physik, hat das gesagt. 1963 war das. Und es beschreibt genau, was Silvia Ferraras Schreiben vermittelt.

Sie schreibt überaus vergnüglich und widmet sich so recht eigentlich der Frage: Wie soll sich der Mensch um Himmels Willen auf dieser Welt zurecht finden? Kommt ganz drauf an, was für ein Typ Mensch man ist. „Die Welt ist in zwei Typen von Menschen unterteilt: in diejenigen, die Listen erstellen (was zu tun, einzukaufen, zu sehen, zu denken, zu unterlassen ist), und in die anderen, die sich dem verweigern.“ Sie selber gehört, wenig überraschend, zur ersten Kategorie und bezeichnet sich als Hardcore-Listomanin, die auch chiffrierte Listen mit Kürzeln anlegt, die anderen unverständlich sind. Übrigens: „Der Listomane schreibt ausschliesslich und rigoros von Hand: Listen am Computer zu erstellen ist wie bei Wikipedia recherchieren – nichts bleibt hängen, alles ist am nächsten Tag wieder vergessen.“

Damit etwas hängenbleibt, muss man es wiederholen. Ständig. Man denke etwa an den Ritus der Messe. „Damit ein Phänomen am Fliegenfänger der Kultur kleben bleibt, genügt keine zufällig verlaufende Übermittlung.“ Was für ein wunderbarer Satz! Genauigkeit ist übrigens nicht vonnöten, Attraktivität ist wichtiger.

Wie muss man sich die Erschaffung der Schrift eigentlich vorstellen? Setzen sich da ein paar Leute zusammen, definieren Ziel und Vorgehen? Sich durchwursteln sei keine Option in einem Business-Plan, meinte der letzte englische Gouverneur von Hongkong, Chris Patten, einmal. Aber eben eine Realität. Das gilt auch für die Entstehung der Schrift, die von zufälligen Aspekten geprägt ist, „die Listen, Modelle und zurechtgebogene Gleichungen in kein System bringen oder erklären können.“Sinn erschliesst sich uns bekanntlich erst im Nachhinein.

Die grosse Erfindung gründet auf der Überzeugung, „dass der zündende Funke, der die Schrift entstehen liess, eine fulminante Entdeckung und eben keine Erfindung war, zumindest anfangs nicht.“ Darüber hinaus ist es reich an ganz vielfältigen Informationen, die deutlich machen, dass die Neugier von Schriftforschern (jedenfalls die von Silvia Ferrara) sich nicht auf das Entziffern von eigenartigen Zeichen beschränkt. So erfahre ich etwa, dass Tolstoi schreibsüchtig war, Diderot wegen eines neuen Hausmantels seine Garderobe und seinen Hausstand komplett erneuerte, und der laotische Analphabet Shong Lue Yang in einer Nacht des Jahres 1959 einen Traum hatte, in dem ihm eine Semisilbenschrift offenbart wurde.

Das Buch sei Andrea Zerbini gewidmet, auf den unter anderem der Satz zurückgeht: „Erkenntnis ist das Einzige, wofür wir leben.“ Und genau davon ist dieses wirklich tolle Buch geprägt, das einem bewusst macht, dass die Schrift reinste Magie ist. „Die Magie besteht darin, dass Sie sich in den Text von jemandem vertiefen, der nicht bei Ihnen ist, nicht mit Ihnen spricht und auch nicht antwortet.“

Fazit: Eine ganz wundervolle Einladung zum Staunen!

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