Enrico Marini

 4.7 Sterne bei 41 Bewertungen

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Batman: Der Dunkle Prinz

Neu erschienen am 11.09.2018 als Taschenbuch bei Panini.

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Die Adler Roms 1: Die Adler Roms 1

Die Adler Roms 1: Die Adler Roms 1

 (6)
Erschienen am 26.11.2009
Die Adler Roms 2: Die Adler Roms 2

Die Adler Roms 2: Die Adler Roms 2

 (6)
Erschienen am 27.05.2010
Der Skorpion 1: Das Teufelsmal

Der Skorpion 1: Das Teufelsmal

 (3)
Erschienen am 15.02.2001
Die Adler Roms 3: Die Adler Roms 3

Die Adler Roms 3: Die Adler Roms 3

 (3)
Erschienen am 31.01.2012
Batman: Der Dunkle Prinz

Batman: Der Dunkle Prinz

 (2)
Erschienen am 10.07.2018
Der Skorpion 8: Der Schatten des Engels

Der Skorpion 8: Der Schatten des Engels

 (2)
Erschienen am 30.07.2009
Der Skorpion 3: Das Petruskreuz

Der Skorpion 3: Das Petruskreuz

 (2)
Erschienen am 22.04.2004

Neue Rezensionen zu Enrico Marini

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Rezension zu "Batman: Der Dunkle Prinz" von Enrico Marini

Großartige Geschichte. (Beide Teile zusammen natürlich!)
Serkalowvor 4 Monaten

Nach meiner Meinung zum ersten Teil war hier ja nur eine Frage zu beantworen:

Kann der zweite Teil die Erwartungen erfüllen?

»Der dunkle Prinz« ist erzählerisch durchaus so gehalten, dass man schnell merkt, dass Marini die Geschichte ganz offensichtlich nicht als Mehrteiler geplant hatte. Warum sie dann doch in zwei Teilen erschien, könnte an Marktgegebenheiten liegen. Eine Gesamtausgabe hätte den Preis definitiv in die Höhe getrieben und ich denke, das Mutterschiff DC, ebenso wie Panini-Comics, waren sich da nicht so sicher, ob sie genügend Interessenten erreichen. (Immerhin war die Wartezeit zwischen beiden Teilen ebenso erfreulich kurz, wie die Veröffentlichung in deutsch nach dem englischen Original.)

Denn es bleibt dabei: Marini erzählt schon eine andere Geschichte aus dem Batman-Universum, die völlig losgelöst von allem funktioniert, dass im DC-Universum sonst so um den Dunklen Ritter gestrickt wird. Am ehesten könnte man Marinis Ansatz noch mit Christopher Nolans Interpretation in seinen Filmen vergleichen.

Das Batman kein Superheld, sondern ein Mensch mit allerlei technischen Schnickschnack und ja, einigen übermäßig ausgeprägten Fertigkeiten (wie oft der auf die Fresse kriegt ...) ist, macht für seine Fans einen großen Teil des Reizes dieser Figur aus.

Bei Marini sind aber auch keine übernatürlichen Schurken vorhanden. (Genial seine Interpretation von Ciller Croc. Optisch, wie erzählerisch.)

Die Story, ist viel mehr eine wunderbare Noir-Detektivgeschichte, angereichert um das klassische Thrillerelement. (Der Unterschied zwischen Krimi und Thriller ist, dass der Ermittler im ersteren Genre niemals selbst betroffen oder involviert ist.)
Könnte also eher ein Publikum ansprechen, dass nicht zu den regelmäßig erscheinenden Heftserien greift. (Insofern ist »Der dunkle Prinz« eigentlich die erste Veröffentlichung das angekündigten »DC Black Labels« ohne, dass er diesen Titel trägt.)

Ja, diese Geschichte richtet sich an ein erwachsenes Publikum.

Der Batman bei Marini ist derart involviert und betroffen, von der Entführung die der Joker hier abzieht, dass es für den Leser eine wahre Freude ist. Hier reizt Marini das Sujet der (immer wieder selbstzweifelnden und vor allem selbstzerstörerisch agierenden) Figur Batman voll und ganz aus.

Man muss mit dem Universum nicht allzu sehr vertraut sein, um Marinis Umsetzungen solch schillernder Figuren wie Catwoman oder Harley Quinn genießen zu können. Allem voran sein Joker.
Ja, der wird (in meinen Augen) sogar noch von Heath Ledgers Darstellung im Film getoppt. (Der Joker, der bei Marini wie Gene Kelly im Regen tanzt und dabei etwas über »Wayne« statt »Singing in the Rain« trällert. Großartig!)

Also bleibt es dabei:

Erzählerisch ist »Der dunkle Prinz« grandios.
Eine Geschichte, die auf Grund ihrer emotionalen Tiefe (Kind entführt) eine Intensität erreicht, die im Superheldengenre doch eher selten ist. Ein Schluss, der so genial offen und in sich geschlossen ist, wie es mir sonst tatsächlich nur bei richtig großen Romanen vorkommt. Eine Nebenfigur (Archie), die derart kongenial ausgearbeitet ist, dass sie die Hauptprotagonisten beinahe in den Schatten stellt ...

Und Marinis Strich, seine Panels, seine Perspektiven, seine Tusche, seine Schattierungen, seine Figuren, seine Mimiken, seine Actionszenen ... der Mann ist ein Gott unter den Zeichnern.

In meinen Augen reiht sich »Der dunkle Prinz« (beide Bände) jetzt schon in die ganz großen Klassiker des Batman-Kosmos (»Dark Knight Return«, »Hush«, »Long Halloween« ...) Ein und zeigt einmal mehr, dass Comic Kunst ist. Kunst, die dennoch perfekt unterhält.
Denn irgendwie liefert Marini hier fast schon ein filmisches Meisterwerk ab. Ein Meisterwerk, von dem ich dennoch hoffe, dass es nie verfilmt wird. Denn »Der dunkle Prinz« ist so wie er ist:

Genial!


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Rezension zu "Batman: Der Dunkle Prinz" von Enrico Marini

Ein amerikanisch-europäisches Comic-Meisterwerk!
Serkalowvor 7 Monaten

Für diese Rezension muss ich etwas weiter ausholen:

Comics haben mich schon sehr früh fasziniert. Als Bewohner der Welt hinter dem Eisernen Vorhang, waren es natürlich die extrem schwer zu erhaltenden Mosaik-Hefte (Digedags!) Aber glücklicherweise auch das eine oder andere Heft, das die Verwandtschaft erfolgreich rüber schmuggelte.

Dementsprechend war die Faszination auch größer, wenn mal einer der unzähligen Superhelden unter meiner Leselampe landete. Batman war schnell mein Liebling. Die anderen, die ich überhaupt kannte, waren mir einfach irgendwie immer zu »super«.

Das düstere Charisma der Figur des dunklen Ritters, die Stadt, die nicht ohnehin den Namen »Gotham« trägt, das alles fand ich weitaus spannender als z.B. Superman und sein Metropolis. Zum Glück schafften es Tim Burton und Christopher Nolan jeweils zweimal, mich mit entsprechenden Filmen zu begeistern. (Ja. Zweimal. Ich finde den dritten Nolan »Batman« einfach nur sch ...!)

Als ich nach dem Mauerfall anfing, die ersten richtigen Comicshops zu entdecken und sich mit einem Mal eine Welt jenseits der Monatshefte auftat, war »Gipsy« (gezeichnet von Enrico Marini) eines der ersten Werke, dass ich kaufte. Naiv erwarb ich es, las es, war begeistert, nur um dann schnell zu erkennen, dass es der erste Teil einer Serie war und der nächste war ewig nicht in Sicht. (Dank der Neuauflage des Splitterverlages, aus der das o.g. Titelbild ist, befindet sich die Serie nun komplett in meinem Regal.)

Ich schreibe das so ausführlich, weil 2018 auf einmal beides zusammenlief. Der Zeichner Enrico Marini, dessen Stil wohl eindeutig als »franko-belgisch« zu bezeichnen ist, nimmt sich dem uramerikanischen Mythos »Batman« an. Dann auch noch als Autor und Zeichner. (Ja, ich weiß, dass Marini »Die Adler von Rom« ebenfalls in Personalunion kreiert, habe diese aber nie gelesen, weil sie mich vom Setting her nicht interessieren.)

Nachdem ich, mit den größtenteils sehr genialen »The New 52« Geschichten von Scott Snyder wieder in das »Batman«-Universum eingestiegen bin, bedurfte es keiner zwei Sekunden und keinem Blick in die (online)Leseprobe, um den »Dunklen Prinz« von Marini im Buchladen aus dem Regal zu ziehen und zur Kasse zu tragen.

Da die Zeichnungen für mich bei einem Comic im Vordergrund stehen, bewerte ich diese zuerst:

Genial.

Der erfahrene Comicleser erkennt natürlich den franko-belgischen Stil von Marini. Mir persönlich sind seine Frauenfiguren immer etwas zu übertrieben, was die körperliche Darstellung anbelangt. Ja, hier hat er in meinen Augen einen Hang zum Sexismus.

Die eher bunte Tuschearbeit scheint auf den ersten Blick, beim Thema »Batman« ungewöhnlich farbenfroh. Doch schnell erkennt man, das Marini hier sehr genial mit gedeckten Farben arbeitet. Sein rostfarbener Ton zeigt Gotham ebenso düster, wie man es von amerikanischen Zeichnern gewohnt ist.
Das Grün und Violett des Jokers, wirkt in seiner schmutzigen Verwaschenheit tatsächlich noch irrer.
Der Strich Marinis ist in meinen Augen eh über jeden Zweifel erhaben. Er beherrscht Architektur und Setting ebenso spielend, wie Mimik und Charakter von Figuren. Gerade letzteres erscheint in amerikanischen Massenproduktionen oft vernachlässigt, so dass ich immer wieder Schwierigkeiten habe, Figuren auseinanderzuhalten.

Die Vereinigung von europäischem und amerikanischen Comic ist zeichnerisch also voll gelungen.

Die Story:

Whow.

Marini kreiert hier eine typische Krimistory. Damit bringt er die Figur Batman also auf das ursprüngliche Sujet des Detektivs zurück, nur dass es hier extrem persönlich wird. Womit es zu einem Thriller wird. (Der Unterschied zwischen Krimi und Thriller im Film ist, dass bei ersterem, der Ermittler niemals persönlich involviert/betroffen ist.)

Mittlerweile ist es ja kein Spoiler mehr, dass der Joker ein Mädchen entführt, von dem eine Kellnerin behauptet, dass es Bruce Waynes Tochter sei.

Überhaupt der Joker. WTF!

Der Joker wird von Marini derart faszinierend durchgeknallt dargestellt, wie es Heath Ledger in seiner kongenialen Interpretation vorgelegt hat. Die Messlatte, die Ledger damals verdammt hoch gehangen hat, was Joker-Darstellungen anbelangt ... Marini erreicht sie mit seiner Story und seinen Zeichnungen in einer verblüffenden Leichtigkeit.

Überhaupt wirkt dieser Batman-Comic auf seltsame Art überraschend leicht, ja beinahe verspielt und trägt dennoch die von mir so geliebte düstere Wucht in sich. Die Vereinbarung von scheinbaren Gegensätzen ist es, was dieses Werk so besonders macht.

Insgesamt ist »Batman – Der dunkle Prinz« in meinen Augen tatsächlich ein Comic-Meisterwerk und ich freue mich auf den zweiten Teil.


5 Sterne

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