Enya K. , Victoria S. Das Murmelglas

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Inhaltsangabe zu „Das Murmelglas“ von Enya K.

Für jeden schönen Tag eine bunte Murmel in das Glas legen, um die Erinnerungen daran aufzubewahren. Das ist das Vorhaben der kleinen Lala, einem Mädchen voller Fantasie und Wissensdurst. Doch mit der Rückkehr des Stiefvaters aus dem Kosovo verändert sich alles. Vorbei sind die Momente voller Liebe und Lachen. Stattdessen bestimmen Angst und Schmerz Lalas Leben. Wird sie es trotzdem schaffen, ihr Murmelglas zu füllen? Enya K. und Victoria S. haben hier ein gefühlvolles, verträumtes Werk mit einem ernsten Hintergrund geschaffen: Kindesmissbrauch. Die Autorinnen schlüpfen in die Seele des Opfers und schildern mit ruhigen Worten die Qual der kleinen Lala. Wird sich sich ihres Peinigers entledigen können? Wie viel Kraft verbleibt solch einem Menschen? Ein eindrucksvolles, empfehlenswertes Werk. (Anmerkung des Verlags)

Dieses Buch ist ein Geschenk an alle Menschen, nur wenige werden es zu schätzen wissen. Seht nicht mehr weg.

— MissSophi

Dieses Buch greift ein schwieriges Thema sehr gut auf. Man sollte dieses Buch lesen und dann hoffentlich nnicht mehr wegsehen!

— Kerstin73

Toll. Einfach nur toll.

— Toirse

Sehr bewegend, aber auch schwere Lektüre durch die Situationen in dieser Geschichte

— saskia_heile

sehr bewegend und klasse geschrieben.

— Booky-72

Ein bewegendes Buch, mitfühlbar geschrieben ...

— MonaLida

Keine leichte Kost! Erschütternd, detailgenau, aufrüttelnd!

— mabuerele

Ein sehr dramatisches und aufrüttelndes Buch, zu einem schwierigen Thema, das bei uns immer noch zu lasch behandelt wird!

— Nefertari35
  • Rezensionen
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  • Themen
  • Dieses Buch ist ein Geschenk

    Das Murmelglas

    MissSophi

    08. October 2017 um 17:08

    Eine Glasmurmel für einen besonders schönen Tag - das hatte ich schon mal gehört. Aber dass es auch Tage gibt, die so schlimm sind, dass eine Murmel wieder entfernt werden muss....?!Lala lebt mit ihrer Mutter Angie und ihrem Stiefvater Hacke in einem kleinen Haus - anfänglich scheint alles gut zu harmonieren, bis Hacke in den Krieg eingezogen wird und traumatisiert zurückkehrt.Den Autorinnen ist es unwahrscheinlich gut gelungen, die Leidensgeschichte von Lala sehr authentisch zu skizzieren. Als Leser erleben wir es buchstäblich mit, wie Lalas Kindheit ein jähes Ende findet und wie sie mit all dem umgeht.Ich bin selbst betroffen und denke, dass ich mit guten Recht sagen kann, dass dieses Buch ein wahres Geschenk ist. Sachlich, nichts beschönigend und klar. Es gelingt ein Nebeneinander zwischen Opfer und Täter und dennoch steht Lala im Mittelpunkt - nach all den Jahren des Leidens und der Demütigung scheint sie ihren Weg zu finden und das ist es, was mir so gut gefällt: es gibt ihn, den kleinen Funken Hoffnung und es gibt Menschen, die hören und verstehen können. Danke für dieses aufrüttelnde Buch und danke für die Worte der Hoffnung auf ein Leben.

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    • 2
  • Ein absolut lesenswertes Buch....

    Das Murmelglas

    Kerstin73

    12. March 2015 um 18:32

    Dieses Buch hat mich sehr berührt und betroffen gemacht - und ich habe schon lange beim Lesen nicht mehr so viel geweint wie bei diesem Buch. Auf eine sehr ansprechende Art haben die Autorinnen dieses sehr schwierige Thema aufgegriffen. Der Schreibstil war sehr schön und ich konnte es sehr gut lesen. Der Inhalt war sehr traurig und hat mich sehr erschüttert. Ich werde noch eine Weile daran zu knacken haben, hoffe aber, dass dieses Buch die Augen öffnet und für dieses Thema sensibilisiert. Lala wird von ihrem Stiefvater geschlagen und missbraucht - körperlich und psychisch....und wie so oft, schauen alle weg, ahnen etwas,wollen es jedoch nicht wahrhaben, halten sie für verrückt und schweigen oder lügen, um den Täter zu decken. Zum Glück trifft Lala Jahre später auf Anne, die ihr hilft und sie ermutigt, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Auch, wenn es zunächst nicht so aussieht, als wenn man Lala glauben würde, trifft sie nun endlich doch noch auf Menschen, die sie ernst nehmen und ihr helfen. Ich würde dieses Buch jederzeit wieder lesen und wünsche mir, dass wir alle die Augen vor diesem Thema nicht verschließen

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  • Ein schwieriges Thema, aber ein wunderbares Buch

    Das Murmelglas

    Toirse

    03. January 2015 um 11:49

    Erster Eindruck: Auf dem Cover sieht man ein umgekipptes Glas mit Murmeln und ein Mädchen, welches zusammengekauert auf einer Wiese sitzt. Das Cover hätte mich wahrscheinlich nicht dazu gebracht mir dieses Buch näher anzuschauen. Aber ich mag auch diese mysteriösen Cover lieber auf denen man nur Andeutung zur Geschichte erkennen kann. Inhalt: Lala beschließt für jeden glücklichen Tag eine Murmel in ein Glas zu legen. Nachdem ihr Stiefvater aus dem Kosovokrieg zurückkehrt gibt es diese Tage aber nur noch selten. Er trinkt, verbringt seine Tage vor Fernsehen. Und er schlägt Lala. Am Anfang. Aber bald tut er noch ganz andere Dinge. Und Lala zieht sich in ihre Fantasiewelt zurück. Meine Meinung: Kindesmissbrauch. Kein schönes Thema. Ganz und gar kein schönes Thema. Aber eines das behandelt werden muss. Wegschauen hilft nicht. Eigentlich geht es in diesem Buch auch gar nicht so wirklich um den Missbrauch an sich. Eher darum, dass alle Wegschauen (wobei die Szene mit den Polizisten wirklich schon sehr viel Klischee beinhaltet). Und darum wie ein Opfer mit dem Missbrauch umgeht. Auch wenn „Das Murmelglas“ über weite Strecken ein sehr schwarz-weißes Bild zeichnet: Manchmal ist sich auch der Leser nicht sicher ob sich Lala das wirklich nicht nur eingebildet hat. Grade einige Szenen am Ende lassen einen da wirklich zweifeln. Die eigentliche Geschichte wird immer wieder unterbrochen von Lala Träumen. Mit ihr können wir dabei zusammen vor den Ereignissen fliehen. Dadurch wird man als Leser nicht überfordert, was ja bei dem Thema durchaus ein Problem sein kann. Fazit: Ein Buch über ein schwieriges Thema. Und über das Versagen von offiziellen Stellen. Überhaupt darüber, dass ALLE wegschauen. Noch dazu wirklich sehr gut geschrieben, wenn auch mit ein oder zwei Klischees, die ich zu mindestens gerne verzeihen. Von mir gibt es dafür 5 Sterne! Ich habe dieses Buch von den Autorinnen im Austausch für eine ehrliche Rezension bekommen. Diese Rezension erschien ursprünglich auf meinem Blog Büchernest.

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  • Sehr empfehlenswert

    Das Murmelglas

    Booky-72

    23. August 2014 um 23:29

    Auszug aus der Inhaltsangabe: Für jeden schönen Tag eine bunte Murmel in das Glas legen, um die Erinnerungen daran aufzubewahren. Das ist das Vorhaben der kleinen Lala, einem Mädchen voller Fantasie und Wissensdurst. Doch mit der Rückkehr des Stiefvaters aus dem Kosovo verändert sich alles. Vorbei sind die Momente voller Liebe und Lachen. Stattdessen bestimmen Angst und Schmerz Lalas Leben. Wird sie es trotzdem schaffen, ihr Murmelglas zu füllen? Thema Kindesmissbrauch Das Buch ist aus Sicht des Opfers geschrieben. Zeitweise ist der Stoff leicht zu verdauen, aber es hilft, hin und wieder darüber nachzudenken. Wieviel Schmerz doch so vielen Kindern auch heutzutage zugefügt wird, psysisch und physisch.

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  • Leserunde zu "Das Murmelglas" von Enya K.

    Das Murmelglas

    pat_mccraw

    Lala, ein kleines, siebenjähriges Mädchen, wächst wohl behütet zwischen ihrer Mutter und ihrem Stiefvater, einem Berufssoldaten auf. Voller Neugier erkundet sie die Welt und will alles am liebsten sofort wissen. Was ist Krieg? Wer ist Gott und darf ich ihn Papa nennen? Und wo ist mein richtiger Papa? Doch ihr Leben verändert sich, nachdem ihr Stiefvater von einem Einsatz im Kosovo wieder heimkehrt. Auf einmal nennt er sie nicht mehr „meine kleine Prinzessin“ und schenkt ihr auch keine Plüschbären. Stattdessen trinkt er, wird aggressiv und handgreiflich. Als Lala eines Tages von der Schule nach Hause kommt, beginnt ihr Alptraum, aus dem es scheinbar kein Entrinnen mehr gibt. Ihr einziger Halt sind ihr Teddy „Plüsch“, ihre Fantasiewelt, in der ihr leiblicher Papa lebt und ein Murmelglas, in dem sie ihre schönen Erinnerungen aufbewahrt … Kommen noch Murmeln hinzu? ___________________________ Es gibt 20 Ebooks im Format mobi, pdf oder epub. Papierbücher sind leider keine verfügbar.

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    • 384
  • sehr bewegend

    Das Murmelglas

    saskia_heile

    *INHALT* Für jeden schönen Tag eine bunte Murmel in das Glas legen, um die Erinnerungen daran aufzubewahren. Das ist das Vorhaben der kleinen Lala, einem Mädchen voller Fantasie und Wissensdurst. Doch mit der Rückkehr des Stiefvaters aus dem Kosovo verändert sich alles. Vorbei sind die Momente voller Liebe und Lachen. Stattdessen bestimmen Angst und Schmerz Lalas Leben. Wird sie es trotzdem schaffen, ihr Murmelglas zu füllen? Enya K. und Victoria S. haben hier ein gefühlvolles, verträumtes Werk mit einem ernsten Hintergrund geschaffen: Kindesmissbrauch. Die Autorinnen schlüpfen in die Seele des Opfers und schildern mit ruhigen Worten die Qual der kleinen Lala. Wird sich sich ihres Peinigers entledigen können? Wie viel Kraft verbleibt solch einem Menschen? Ein eindrucksvolles, empfehlenswertes Werk.  *FAZIT* Eine sehr bewegende Geschichte die sich um Kindesmissbrauch dreht, jeder einzelne Moment der dem Kind weh getan wurde fiel mir schwer zu lesen. Oft konnte ich schon vorausahnen was der Vater nun von ihr wollte, was er als nächstes Vorhaben wird und doch ließt man die kommenden Zeilen mit abgehaltenen Atem. Für lala war diese Reise schwer doch sie hat viel in dieser Zeit gelernt vor allem das sie stark war bzw ist und das hat sie geprägt diese Sache endlich durchzuziehen und zu zeigen wer richtig ist. Wie schon erwähnt eine sehr starke, bewegende und emotionale Geschichte die ausdrückt was teils wirklich viel übersehen wird. Kindermissbrauch ist ein hochangesehenen Thema was man nicht einfach unter den Tisch kehren sollte, also wenn was ist stark sein und raus damit. ;)

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    • 2
  • Das Murmelglas

    Das Murmelglas

    Solengelen

    11. August 2014 um 14:59

    Ein Kind, allein, gefesselt, was ist passiert. Rückblick: Lala freut sich, kommt doch heute der Vater nach Hause. Hacke, auch mir läuft bei dem Spitznamen ein eiskalter Schauer den Rücken runter, ist mir eigentlich zu Beginn von Lalas Erinnerung nicht unsympathisch. Aber er scheint so ein bisschen Zuckerbrot und Peitsche zu praktizieren. Er ist nicht Lalas Papa. Wo ist der? Nach dem Tod der Großmutter hält sie Zwiegesprache mit ihm. Ihre Mutter ist überfordert,  auch unterwürfig, abhängig. Offensichtlich kann sie nicht anders, ist hilflos, stellt sich taub und blind. Lala würde so gerne ihr Murmelglas mit guten Erinnerungen füllen, wird es ihr trotz allem gelingen? Der Schreibstil hat mich sofort in die Geschichte eintauchen lassen. Des Öfteren musste ich eine kurze Lesepause einlegen, so ehrlich, direkt aber auch berührend ist dieses Buch geschrieben, immer wieder "kochten" die Emotionen über. Enya und Victoria ist ein tiefgründiges, ehrliches, offenes und berührendes Werk gelungen. Das heikles Thema Missbrauch wurde hier behutsam, sensibel, aber auch ungeschminkt dargestellt. Diesem Buch gebe ich sehr gerne eine klare Leseempfehlung. Das Buch ist mehr als wert gelesen zu werden.

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  • hinsehen

    Das Murmelglas

    buecherwurm1310

    Lala, 7 Jahre, lebt mit ihren Eltern Angie und Hacke sowie der Großmutter zusammen. Für schöne Tage legt sie eine Murmel in ein Glas. Dann kommt die Großmutter ins Krankenhaus und stirbt am nächsten Tag. Lala erinnert sich plötzlich, dass sie schon einmal einen Vater hatte. Angie und Hacke sind Menschen, die eigentlich Unterstützung benötigen. Als Hacke nach einem Bundeswehreinsatz im Kosovo verletzt nach Hause kommt, keine Arbeit mehr hat, zeigt er nur noch seine schlechten Seiten. Angie ist so schwach, dass sie sich gegen Hacke nicht durchsetzen kann. Das Familienleben wird zur Hölle für alle Beteiligten, besonders aber für Lala. Sie flüchtet sich immer mehr in eine Phantasiewelt und redet mit dem leiblichen Vater. Lala muss sich die Beschimpfungen, Erniedrigungen und auch Prügel von Hacke gefallen lassen. Dann kommt es auch noch zum Missbrauch. Mit Drohungen verhindert er, dass sich Lala anderen gegenüber öffnen kann. Angie verschließt die Augen und hört auch nicht auf ihre Freundin, die verlangt, dass Angie ihr und Lalas Leben selbst in die Hand nimmt. Kann lange keine Murmeln mehr in ihr Glas legen. Später versagen auch noch die Behörden, eine Chance zu Hilfe ist vertan. Die Geschichte ist nicht einfach zu lesen, zu grauenhaft ist es, was dort geschieht. Ich habe immer wieder größere Pausen gebraucht bis ich weiter lesen konnte. Wie können Väter ihren Kinder so etwas antun? Wie können Mütter nicht wahrnehmen, was geschieht? Wie können Behörden so versagen? Der Roman soll aufrütteln, nicht wegzusehen. Der Schreibstil des Buches verändert sich genauso wie sich auch Lala ändert. Zunächst  hat sie Schuldgefühlen, flüchtet dann in ihrer Hoffnungslosigkeit in die Phantasiewelt, zum Schluss straft sie sich selbst. Dass alles wird sie ihr Leben lang verfolgen, so dass sie nie wieder unbeschwert sein kann. Eine sehr berührende Geschichte!

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    • 2
  • bewegendes Buch, das einen sehr zum Nachdenken bringt/ 4,5 Sterne

    Das Murmelglas

    hexe2408

    23. July 2014 um 19:40

    Kinder sollten eigentlich behütet und beschützt aufwachsen. Mit einer helfenden Hand der Eltern, die sie auf den rechten Weg bringen, ihnen bei Problemen zur Seite stehen und auch für ernste Themen ein offenes Ohr haben und es nicht als Spinnereien der Kleinen abtun. In der Welt eines Kindes passiert viel mehr, als Erwachsene häufig mitbekommen. Die Kids bauen sich ihre eigene Umgebung und flüchten sich in eine Fantasiewelt, wenn ihre eigene ihnen nicht bieten kann, was sie brauchen und wollen. Leider ist es nicht allen Heranwachsenden vergönnt, in einem geordneten, harmonischen Haushalt aufzuwachsen – so wie Lala. Lala lernt schon früh, was es heißt, Fehler zu machen und welche Konsequenzen man dafür zu tragen hat. Ihr Murmelglas, in das sie immer eine farbenfrohe Murmel für jeden glücklichen Tag bzw. glückliche Erlebnisse gelegt hat, fängt bald an sich zu leeren, die positiven Tage schwinden, die Angst wächst… „Das Murmelglas“ ist ein sehr aufwühlendes und bewegendes Buch, das ein kleines Mädchen auf dem schweren Weg des Lebens begleitet. Sie erlebt früh Gewalt, ist immer wieder Übergriffen ausgesetzt und versteht die Welt um sich herum nicht mehr wirklich. Egal was sie macht, nie ist es richtig und dabei kann sie gar nicht wirklich etwas dafür. Die Mutter ist blind für die schlimmen Dinge die passieren, was leider kein Einzelfall ist und Hacke tobt sich so richtig aus, bricht die kleine Lala immer mehr, bis sie in eine Welt voll Frieden und Harmonie flüchtet, die es eigentlich nicht gibt. Der Schreibstil nimmt einen gut mit durch das Buch, gibt jedoch die Möglichkeit ein Stück weit selbst zu entscheiden, wie nah man die Geschichte an sich heranlässt. Sehr emotionale, aufrüttelnde Momente werden von etwas ruhigeren, nachdenklichen Szenen abgelöst, die die Vielfältigkeit einer solch Schwierigen Situation zeigen. Durch die Perspektivwechsel erhält man unterschiedliche Einblicke in die Köpfe der Protagonisten, teilweise hilft es die Personen besser zu verstehen, teilweise macht es einen einfach nur sauer, wie ignorant man eigentlich sein kann. Ich konnte Lalas Geschichte nicht in einem Rutsch lesen und brauchte immer wieder eine Pause um das Gelesene ruhen zu lassen, darüber nachzudenken und dann mit neuer Kraft ans Werk zu gehen. Die dargestellte Handlung ist authentisch und gerade das macht sie besonders erschreckend. Immer wieder ergeht es Kindern genau so, wie es beschrieben wird und alle schauen weg… Obwohl schon frühzeitig recht klar ist, wo die Zusammenhänge zu suchen sind und man erahnt, wie Lalas Zukunft ausschauen wird, gibt es immer wieder kleinere Wendungen, die entweder überraschen oder schocken. Das Ende des Buches entlässt den Leser zwar aus dem Geschehen, doch in mir hat es noch sehr lange nachgewirkt.

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  • Ein bewegendes Buch, mitfühlbar geschrieben ...

    Das Murmelglas

    MonaLida

    16. July 2014 um 23:18

    Cover: Eine Blumenwiese mit einem Mädchen, ein umgefallenes Glas mit Murmeln, eine scheinbar heile Welt. Aber das Mädchen sitzt gebeugt, weit entfernt, eine der Murmel sieht unheimlich aus ... Das Cover ist gelungen, nur die Einbettung der Schrift gefällt mir nicht so ... Inhalt: Lala ist ein kleines Mädchen und lebt in einer eng begrenzten Welt mit Großmutter, Mutter und Stiefvater, die wenn nicht harmonisch und beborgen ist, so doch Kindheit und schöne Erlebnisse zulässt. Das ändert sich, als "Hacke", der Stiefvater aus dem Kosovo-Krieg zurückkehrt und seine Traumata nicht behandeln lässt, sondern an Lala auslässt. Schläge, Erniedrigungen, Grenzüberschreitung und schließlich Vergewaltigung zerstören die Kindheit des Mädchens. Das Buch erzählt aus der Sicht von Lala, dem Opfer. Ich habe mitgelitten, Wut empfunden und den Täter gehasst. Aber wütend war ich vor allem auch auf alle, die mit angesehen haben, wie es Lala immer schlechter ging und die nicht gehandelt haben, die sie oft nicht einmal ernst genommen haben (Behörden, Psychologen, ...). Die Mutter selbst schwach, ist hilflos, man möchte sie schütteln ... Lala bleibt im Kern unversehrt, doch dieser Kern ist verschüttet und nicht mehr zugänglich, dennoch schimmert ihre starke Persönlichkeit immer wieder durch. Der Weg zur Heilung ein steiniger ... Das Buch hat mich vom Inhalt her gepackt und es blieb bis auf Teile, die etwas langatmig dargestellt wurden, bis zum Schluss spannend und bewegend. Stil/Sprache: Zum Teil hat die Sprache gut zum Thema/Alter der Heldin gepasst, stellenweise blieb sie hinter dem Inhalt zurück. Das galt auch für den Stil ... Immer wieder spürte man, dass der Inhalt wichtiger war. Manche Bilder tauchen immer wieder auf, aber hier fehlte mir der rote Faden, ich hatte manchmal eher das Gefühl von Wiederholung ... Aber es gab wunderschöne Sätze und Passagen zwischendurch, die ich bewundert habe. Fazit: Ein wichtiges Thema für ein Buch, das aus der Sicht des Opfers schreibt und dieses uneingeschränkt in den Mittelpunkt stellt. Ein Hilferuf derer, die Hilfe so nötig brauchen. Und das gut umgesetzt. Vielen Dank an die Autorinnen, die einen spannende und informative Leserunde geboten haben.

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  • Ein Roman der aufrüttelt und bewegt

    Das Murmelglas

    Antek

    Das Murmelglas erzählt die Leidensgeschichte von Lala und zwar auf sehr aufwühlende Art und Weise. Ich hatte beim Lesen alle Gefühle von Mitleid, über Ekel, Wut, Abscheu bis hin zu Freude. Lala, das Mädchen um das es hier geht, hat wahrlich die Hölle durchlebt. Nachdem die Großmutter stirbt und der Lebensgefährte der Mutter verletzt von einem Kosovo Einsatz zurückkehrt, bricht die relativ heile Welt für Lala zusammen. Sie durchlebt Jahre der Erniedrigung, Misshandlung und dem Gefühl von Alleinsein. In einzelnen Kapiteln bekommt man einen Einblick, was ihr der Stiefvater Hacke alles angetan haben muss. Muss aber auch miterleben, wie die Mutter scheinbar hilflos daneben steht und Lala eigentlich gar keine Mutter ist. Zeiten der Hoffnung wechseln sich mit dem Gefühl der völligen Aussichtslosigkeit ab. Warum nur schaut keiner genauer hin? Ich habe so mit Lala gelitten. Das Mädchen ist mir nicht nur aus Mitleid richtig ans Herz gewachsen. Ich habe regelrecht auf eine Chance für sie gehofft um dieser Hölle zu entkommen. Was ihr meine absolute Hassfigur Hacke angetan hat, ist unbeschreiblich und nicht selten war ich wirklich den Tränen nahe. Wobei ich Lala hier eigentlich nur stellvertretend für die vielen Opfer sehe. Vor allem wenn man die traurige Wahrheit einmal an sich ran lässt und die Zahlen zu den Missbrauchsopfern ansieht. Man kann hier hautnah miterleben, wie solche Erlebnisse einen Charakter prägen. Bei den völlig irrationalen Schuldgefühlen der Opfer angefangen, über die Flucht in Fantasiewelten, Selbstbestrafung bis hin zu langjährigen schweren Traumata, die wohl nie mehr ein völlig unbeschwertes Leben zulassen. Das Autorenduo hat hier einen Roman geschaffen, der aufrüttelt. Teilweise schockierende Berichte über Behörden, die die Augen verschließen oder schlicht auch überfordert sind, stellen die Realität ungefiltert dar. Schwarze Schafe gibt es überall, so auch hier,  Polizisten oder Therapeuten, die die Wahrheit nicht erkennen. Was bedeutet, dass es ein langer  Weg sein kann, bis Betroffene wirkliche Hilfe bekommen.  Aber es kann Hilfe geben und auch dieser positive Ausblick ist glücklicherweise vorhanden. Ich kann „Das Murmelglas“ wirklich nur empfehlen und ich würde mir wünschen, dass vielleicht dadurch einige Leute wieder genauer hinschauen, wenn es jemandem schlecht geht.

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    • 2
  • Man wünscht ihr so sehr eine ganze Wagenladung voller Murmeln

    Das Murmelglas

    Code-between-lines

    13. July 2014 um 18:25

    Zum Inhalt: Lala ist gerade sieben Jahre alt, als ihr Leben sich abrupt ändert. Ihre bislang glückliche und behütete Welt wird getrübt von dem Tod der Großmutter. Und als wäre dies der Wegbereiter für den Anbruch einer dunklen und von Trauer erfüllten Phase in Lalas Leben, wenden sich die Ereignisse für Lala fortan immer weiter zum Schlechten. Ihr Stiefvater Heiko, genannt „Hacke“, ein Berufssoldat, kehrt nach einem Einsatz im Kosovo nach Hause zurück und ist nicht wieder zu erkennen. Er scheint jegliche Freude am Leben verloren zu haben, gibt sich auf, beginnt zu trinken. Schon bald erlebt Lala ihn nur noch betrunken. Doch damit nicht genug. Hacke entwickelt sich zum Tyrann, der seine Frau und seine kleine Stieftochter schikaniert und erniedrigt, wo er nur kann. Er beginnt Lala zu schlagen und schließlich vergeht er sich auch sexuell an ihr. Lala ist gefangen zwischen Angst und Hilflosigkeit, zwischen Scham und Angst. Hat sie früher für jeden guten Tag eine Glasmurmel in ein großes Glas gelegt,  kommen nun schon lange keine weitere Murmeln mehr hinzu. Lalas zaghafte Versuche, sich Gehör zu verschaffen, werden ebenso wenig gesehen, wie ihre eigentlich unüberhörbaren Hilferufe, und wo die Wahrheit doch ans Tageslicht zu kommen droht, weiß Hacke, wie er es verhindern kann... Eigene Meinung: Schnell bekommt man beim Lesen den Eindruck, dass die beiden Autorinnen Enya K. und Victoria S. sich mit diesem Buch einem Herzensthema gewidmet haben. Die kleine Lala wird sehr eindrücklich geschrieben, die Traurigkeit, die in den Zeilen liegt, welche aus der Sicht des kleinen Mädchens beschrieben werden, ist kapitelweise nahezu erdrückend und ihre hilflose Flucht in eine Phantasiewelt, um der grausamen Realität zu entkommen, wird sehr einfühlsam und  eindrucksvoll geschildert. Immer wieder klingt die reichhaltige, berufsbedingte Erfahrung der beiden Autorinnen mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen, und den daraus resultierenden psychischen Folgen heraus. Diesen Aspekt habe ich beim Lesen gleichzeitig als Segen und als Fluch empfunden. Während es einerseits dazu führt, dass die Reaktionen und Gedanken der kleinen Lala stellvertretend für so viele misshandelte Kinder sehr realistisch und lebensecht dargestellt werden und dass Buch in dieser Hinsicht einen sehr fundierten Eindruck macht, hat es für mich in einigen Kapiteln aber auch den Lesefluss zu sehr gestört, nämlich dann, wenn zu viele Facetten der seelischen Verletzung und des daraus resultierenden Verhaltens auf  Kosten eines sich zügig und schlüssig entwickelnden Handlungsstrangs geschildert wurden. Von Anfang bis Ende hatte ich ein ambivalentes Verhältnis sowohl zu Inhalt als auch zu Sprachstil der Erzählung. Während mich zu Beginn der Geschichte der als recht einfach und zum Teil nahezu als „platt“ empfundene Sprachstil gestört haben (was vermutlich auch dem Alter und dem Entwicklungsstand der Hauptfigur zu diesem Zeitpunkt geschuldet ist), habe ich diesen im Verlauf der Geschichte als deutlich angenehmener empfunden. Während es viele Kapitel gab, in denen die Geschichte so lebensnah, zart und beinahe schmerzhaft erzählt wurde, dass ich das Buch nur schlecht aus der Hand legen konnte, gab es andere Kapitel, die ich als zu langwierig (v.a. in der Mitte) empfunden habe, sowie einige Wendungen, die mir als zu konstruiert und nicht glaubhaft erschienen und die ich als zu starke Brüche in der Handlung empfunden habe. Auch die Charakteristika einiger Hauptfiguren (z.B. die von Lalas Mutter) habe ich als zu klischeehaft und zu eindimensional empfunden. Neben diesen Kritikpunkten war es für mich dennoch ein eindrucksvolles Buch, dass mir eine eindrückliche und bedrückende Sichtweise auf das Seelenleben von Opfern familiärer Gewalt vermittelt hat. 

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  • ...und keiner glaubt ihr

    Das Murmelglas

    mabuerele

    „…Ihr schaut doch alle selbst weg…“ Lala ist 7 Jahre alt. Nach einem schönen Tag mit den Eltern gibt sie zwei Murmeln zur Erinnerung in ein Glas. Am nächsten Tag kommt die Großmutter ins Krankenhaus. Das Kind bleibt allein. Plötzlich werden Gedanken lebendig, die lange verborgen waren. Neben Hacke, dem Vater, gab es früher einen Mann, den sie Papa nennen durfte. In ihrer Einsamkeit glaubt sie, dass Papa ihr nah ist.   Die Autorinnen erzählen 10 Jahre eines Lebens. Im Mittelpunkt steht Lala, die im wahrsten Sinne des Wortes durch die Hölle geht. Angie, die Mutter, braucht selbst Halt. Sie ist den Kind weder Stütze und Begleiterin. Sie schließt über Jahre die Augen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Die Angst vor einem eigenen Leben ist größer als die vor ihrem Mann. Hacke, der Stiefvater, war Hauptfeldwebel bei der Bundeswehr. Lange hat er mit Angie eine Wochenendehe geführt. Verletzt aus Kosovo zurückgekehrt und ohne Arbeit gewinnen seine dunklen Seiten die Oberhand. Er ist ein Meister der Manipulation. Das Buch beschreibt die Entwicklung detailgenau. Die Gedanken des Kindes, ihre Selbstbezichtigung und ihre Flucht in eine  Phantasiewelt wirken genauso erschütternd auf mich als Leser wie das Verhalten von Hacke und Angie. Es ist die Hoffnungslosigkeit, die lange die Geschichte durchzieht. Die Bilder, die die Autoren zeichnen, gingen bei mir als Leser nur schwer aus dem Kopf. Selbst die bunte Welt der Phantasie wurde mehr und mehr grau. Der Schreibstil ändert sich im Laufe des Buches. Er passt sich der Situation von Lala an und ist kennzeichnend für ihren Seelenzustand. Rückblicke in die Vergangenheit zeigen, was vorher schon alles schief gelaufen ist. Sie sind aber keine Begründung für das Handeln der Erwachsenen. Das obige Zitat stammt von Lala. Es ist die Quintessenz ihres Lebens, aber gleichzeitig der Anstoß für eine Wende, für die Bereitschaft aktiv zu werden. Im Buch werden die Finger in die Wunden unserer Gesellschaft gelegt. Wegschauen und Inkompetenz von Ämtern und Behörden sind nur zwei davon. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Ich habe die Rezension bewusst sachlich gehalten, obwohl die Geschichte mich tief berührt hat. Wie aber fasst man fremdes Leid in Worte? Ich denke, die Autoren wollten aufrütteln und vor der Tendenz des Wegsehens warnen. Gleichzeitig wird deutlich herausgearbeitet, dass es wichtiger ist nach dem Leid der Opfer und ihrer Zukunft zu fragen, als Entschuldigungen für die Täter zu finden.  

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    • 2
  • Das Murmelglas von Enya K. und Victoria S.

    Das Murmelglas

    Nefertari35

    09. July 2014 um 08:40

    Kurze Inhaltsangabe: Für jeden schönen Tag eine bunte Murmel in das Glas legen, um die Erinnerungen daran aufzubewahren. Das ist das Vorhaben der kleinen Lala, einem Mädchen voller Fantasie und Wissensdurst. Doch mit der Rückkehr des Stiefvaters aus dem Kosovo verändert sich alles. Vorbei sind die Momente voller Liebe und Lachen. Stattdessen bestimmen Angst und Schmerz Lalas Leben. Wird sie es trotzdem schaffen, ihr Murmelglas zu füllen? Enya K. und Victoria S. haben hier ein gefühlvolles, verträumtes Werk mit einem ernsten Hintergrund geschaffen: Kindesmissbrauch. Die Autorinnen schlüpfen in die Seele des Opfers und schildern mit ruhigen Worten die Qual der kleinen Lala. Wird sich sich ihres Peinigers entledigen können? Wie viel Kraft verbleibt solch einem Menschen? Ein eindrucksvolles, empfehlenswertes Werk. (Anmerkung des Verlags) (Quelle: Klappentext "Das Murmelglas" von Enya K. und Victoria S.) Schreibstil: Dieses Buch ist zum großen Teil aus der Sicht des Opfers geschrieben und zwar von Kindheit an. Der anfangs kindliche Schreibstil und die ebenso kindliche Erzählweise rütteln den Leser richtig auf und lassen ihn auf dramatische Art und Weise am Geschehen teilhaben. Der Leser erfährt die starken psychischen Einschnitte und körperlichen Verletzungen, wie am eigenen Leib und es ist oft sehr schwierig, weiterzulesen, da es einen so mitnimmt. Der Schreibstil ändert sich mit dem Älterwerden der Protagonistin, wird ruhiger und dann wieder wirr und aufwühlend. Man bekommt die geballte Gefühlswelt und das Unverstandensein des Mädchens mit und dann auch die Erleichterung, das ihr doch noch geholfen wird. Die beiden Autorinnen haben mit diesem Buch ein Thema aufgegriffen, das zwar immer präsent ist, aber leider auch immer noch häufig totgeschwiegen wird. Es ist mutig und großartig, das mal ein Buch, eine Geschichte aus Sicht des Opfers erzählt wird. Eigene Meinung: Da ich selber eine Geschichte in diesem Bereich erlebt habe, war es nicht so leicht dieses Buch zu lesen. Ich habe viel nachgedacht, viel gegrübelt und viel mit der Protagonistin mitgelitten. Der Schreibstil war nicht immer meins, aber das Buch ist wirklich gut geschrieben und vor allem aufrüttelnd! Das Thema Kindesmißbrauch sollte viel öfter besprochen werden und zwar, wie hier aus Sicht des Opfers. Das hat mir gut gefallen, auch wenn es sehr heftig zum lesen war. Die beiden Autorinnen haben mir oft aus der Seele geschrieben und ich habe mir gegen Schluß hin gedacht, wieso wir uns nicht alle ein Murmelglas besorgen, damit wir sehen, wieviel gute Tage es im Leben gibt. :) Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen und gebe vier Sterne.

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