Enya Kummer Julie

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Inhaltsangabe zu „Julie“ von Enya Kummer

Die siebzehnjährige Yva hat es schwer in ihrer Familie. Sie muss sich um ihren autistischen Bruder kümmern und das meiste im Haushalt erledigen, da ihre depressive Mutter dem allen nicht gewachsen ist. Der Vater ist schwer beschäftigter Jurist und verschließt vor den Problemen die Augen.
Dann ist da Yvas panische Angst vor Wasser, die sie mehr und mehr in Albträumen und im Alltag verfolgt.
Erschöpft von ihrem Leben begegnet ihr eines Tages Julie, die so ganz anders ist: selbstbewusst, gelassen, sehr direkt, aber auch liebevoll. Yva verfällt der neuen Freundin, hungert nach Begegnungen mit ihr.
Eines Tages sehen Yvas bester Schulfreund Janis und ihr Vater sie in merkwürdiger Kleidung durch die Stadt laufen. Yva verzweifelt, denn sie kann sich nicht erinnern. Nur noch in Julie sieht sie eine Hilfe. Mit Julie wird alles gut, denkt sie. Doch ist das wirklich so? Wer ist Julie, was sind das für Träume, die Yva plagen, was hat es mit den fehlenden Bildern im Fotoalbum auf sich? Was verheimlichen ihr die Eltern?

Ein spannendes Buch mit einem ernsten Hintergrund

— Miyu_Cara

Ein kleines Meisterwerk 😍❤😍❤

— YumikoChan28

Dieses Buch ist so emotional! Der Schein trügt, seht genauer hin.

— Lavendel3007

Ein superspannendes Buch, das zum Nachdenken anregt.

— Cookie1962

Sehr bewegende Geschichte über die Auswirkungen von Entscheidungen.

— puppetgirl

Ein sehr tolles Buch wo die Themen sehr schön beschrieben sind

— Sorii

Sehr spanende, psychologisch tiefe Geschichte

— Diana182

Ein ernstes Thema spannend erzählt

— michaela_sanders

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  • Rezensionen
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  • Buchverlosungen
  • Themen
  • wow, beeindruckend und gut

    Julie

    AnjaKoenig

    11. March 2018 um 19:45

    ein grossartiges buch, das mich sehr beeindruckt hat. absolute leseempfehlung für jeden der mehr wissen möchte über menschen und mögliche psychische Probleme. viele Details, die nicht unbedingt allgemein bekannt sind für laien. viel hintergrundwissen schön erläutert. eine spannende, interessante und schön geschriebene geschichte die mir totale Freude bereitet hat zu lesen. sehr emotional und zum nachdenken anregend, traurig und ernst, dennoch auch mit liebe und herz. ernstes Thema, wunderbar verarbeitet und gut zu lesen. 

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    • 2
  • Leserunde zu "Julie" von Enya Kummer

    Julie

    Enyak

    Liebe Leserinnen und Leser,ganz herzlich lade ich euch ein zur Leserunde zu meinem Roman "Julie - Am Ende ist Erinnern". Nachdem ich zusammen mit Victoria Suffrage zwei Bücher veröffentlicht habe, ist "Julie" mein erster, allein geschriebener Roman.Worum geht es?Die siebzehnjährige Yva hat es schwer in ihrer Familie. Sie muss sich um ihren autistischen Bruder kümmern und das meiste im Haushalt erledigen, da ihre depressive Mutter dem allen nicht gewachsen ist. Der Vater ist schwer beschäftigter Jurist und verschließt vor den Problemen die Augen.Dann ist da Yvas panische Angst vor Wasser, die sie mehr und mehr in Albträumen und im Alltag verfolgt. Erschöpft von ihrem Leben begegnet ihr eines Tages Julie, die so anders ist: selbstbewusst, gelassen, sehr direkt, aber auch liebevoll. Yva verfällt der neuen Freundin, hungert nach Begegnungen mit ihr.Eines Tages sehen Yvas bester Schulfreund Janis und ihr Vater sie in merkwürdiger Kleidung durch die Stadt laufen. Yva verzweifelt, denn sie kann sich nicht erinnern. Nur noch in Julie sieht sie eine Hilfe. Mit Julie wird alles gut, denkt sie. Doch ist das wirklich so?Wer ist Julie, was sind das für Träume, die Yva plagen, was hat es mit den fehlenden Bildern im Fotoalbum auf sich? Was verheimlichen ihr die Eltern?Ich verlose insgesamt 16 Bücher, davon vier Printbücher und zwölf Ebooks in den Formaten MOBI und Epub.Ich freue mich auf eure Bewerbungen und auf das gemeinsame Lesen mit euch.Eine Rezension am Ende ist erwünscht.Lieben GrußEnya

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  • Ich bin du, du bist ich!

    Julie

    Lavendel3007

    01. March 2018 um 17:48

    > "Lass das!" Schrill mein Schrei, lauter als der von Paolo, der einen hohen Jammerton ausstößt. Ich erschrecke und halte mir die Hand vor den Mund. Als fürchte ich, dass mir Schlimmeres entweichen könne. Worte, die sich nicht zurückholen lassen.Der Junge verstummt. Die Hände liegen im Schoß. Kaum wahrnehmbares Zittern. Aber ich sehe es. Die kleinen Finger bewegen sich, als klopften sie immer noch diesen Zählrhythmus. Tränen stehen in seinen fast schwarzen Augen, laufen die Wangen hinunter bis zu den Mundwinkeln. Ich kämpfe die Verzweiflung nieder und streiche meinem Bruder über den Kopf und zerzause die dunklen Locken. Er zuckt zurück. Das hätte ich wissen müssen. (S. 68)

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    • 2
  • Superspannend vom Anfang bis zum Ende

    Julie

    Cookie1962

    26. February 2018 um 14:35

    Rezension zum Buch „Julie“ von Enya Kummer Die 17-jährige Iva kümmert sich verantwortungsvoll um ihren autistischen Bruder Paolo, während ihre Mutter sich in ihrem Selbstmitleid zurückzieht und ihr Vater sich in seine Arbeit flüchtet. Yvas eigene Interessen geraten immer mehr in den Hintergrund bis sie eines Tages Julie begegnet, einem selbstbewussten und sehr eigenwilligen Menschen. Mit dieser Begegnung verändert sich für alle Beteiligten das bisherige Leben, denn Yva verändert sich, wird aufsässig und gleicht sich immer mehr Julie an. Durch Julie wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, an die sich sich aber nur schemenhaft erinnert. Immer mehr gerät sie in den Bann von Julie, bis ein grausiges Familiengeheimnis zu Tage kommt und Yva zusammenbrechen lässt.   Die Geschichte wird im unregelmäßigen Wechsel aus der Sicht von Yva, von ihrem Vater Michele und ihrem Freund Janis erzählt, so dass der Leser sich jeweils in die anderen Personen reinversetzen kann. Die einzelnen Kapitel sind relativ kurzgehalten und der Schreibstil ist flüssig. Die Autorin versteht es, eine enorme Spannung aufzubauen, die bis zum Ende bleibt. Gleichzeitig kann der Leser mutmaßen, was es mit Yva und Julie auf sich hat.   Mich hat das Buch von Anfang bis zum Ende wahnsinnig gefesselt, wie ein guter Psychothriller. Obwohl ich es liebend gerne in einem durchgelesen hätte, musste ich aus zeitlichen Gründen zwischendurch immer wieder pausieren. Dies war aber nicht schlimm, da ich durch die relativ kurzen Kapitel immer wieder schnell in das Geschehen reinkam. Ein Buch was den Leser neben der ganzen Spannung auch zum Nachdenken über richtiges oder falsches Handeln anregt. Eine absolute Empfehlung von mir.

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    • 2
  • Eine Mädchen, was an den psychischen Krankheiten ihrer Familie zu zerbrechen scheint

    Julie

    puppetgirl

    24. February 2018 um 10:44

    Titel: Julie: Am Ende ist Erinnern Autorin: Enya Kummer Erscheinungsdatum: 29. Dezember 2017 Seitenanzahl: 336 Seiten Im Roman „Julie: Am Ende ist Erinnern“ von Enya Kummer erfahren wir etwas über das Leben der Familie Foit die in Hessen in Pfungstadt lebt. Besonders geht es um Yva die Tochter der Familie. Sie ist siebzehn Jahre alt und hat in ihrem Alter schon viel Verantwortung zu tragen. Da gibt es ihren kleinen, achtjährigen Bruder Paolo. Er ist Autist und bedarf eben doch oft etwas mehr Aufmerksamkeit und der Umgang mit ihm ist nicht so einfach. Oft muss Yva ihn beschäftigen oder versuchen sich so zusammenzureißen, dass sie ihn nicht verschreckt, denn dann zieht er sich in seine eigene kleine Welt zurück. Dann gibt es noch Yvas Mutter Hanna, die an Depressionen leidet und am Anfang des Buches in einer schwerdepressiven Phase zu stecken scheint. Sie ist komplett überfordert mit dem Jungen, schiebt ihn immer mehr an seine große Schwester ab, die aber eigentlich gerade im Abiturstress steckt und auch nebenbei noch für die Familie kocht und andere Dinge im Haushalt erledigt, die ihre Mutter nicht schafft. Ja, es gibt auch einen Vater, doch der muss die Familie allein versorgen, da seine Frau ihren Job aufgegeben hat, nachdem sie nach Pfungstadt gezogen sind. So ist er viel mit seinem Beruf als Jurist beschäftigt und bekommt oft nicht mit, wie das Leben mit Paolo ist und wie es Yva belastet. Er geht auch davon aus, dass Hanna funktionieren müsste und wenn schon nicht sie, dann doch bitte seine Tochter, denn so schwer kann es doch nicht sein. Er scheint auch den Schein nach außen hin wahren zu wollen, so will er sich keine Hilfe wegen Paolo suchen und auch sonst scheint er gerade Therapeuten sehr ablehnend gegenüber zu stehen. Wir erfahren auf detaillierte Weise, wie es Yva mit der Sache geht, dass sie ein Mädchen ist, dass sich schuldig fühlt, wenn sie mal nicht so funktioniert, wie es von ihr erwartet wird und das sie eben sowohl zu Hause, als auch in der Schule funktionieren muss, denn das wird von ihr erwartet. Als ihr dann ganz plötzlich ein Mädchen in ihrem Alter über den Weg läuft, was so ganz anders ist, als sie selbst, begehrt sie langsam auf, denn sie kann und will einfach nicht mehr, was ja verständlich ist. Was ein Fotoalbum damit zu tun hat und warum Yva sich manchmal nicht mehr daran erinnern kann, was sie am Tag davor gemacht hat, dass erfahren wir auf 336 interessanten Seiten aus der Sicht von Yva selbst, von ihrem Vater Michele und ihrem besten Freund Janis. Mich hat das Buch aus eigener Erfahrung heraus vom ersten Moment an in seinen Bann gezogen, ich wollte wissen, wie das Mädchen mit der Überforderung umgeht, war oft von ihr überrascht und konnte mit ihr mitfühlen. Das Ende habe ich so nicht erwartet, also lasst euch entführen in eine Welt, die da draußen in jeder Familie so vorkommen kann. Denn oft geht es um Entscheidungen die wir treffen, die nicht nur für uns selbst Auswirkungen haben.

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    • 2
  • Wer ist Julie?

    Julie

    uffi1994

    23. February 2018 um 11:17

    Die siebzehnjährige Yva hat es nicht leicht in ihrem Leben. Der Vater flüchtet sich in die Arbeit, die Mutter ist depressiv und der kleine Bruder Paolo leidet an Autismus. Doch damit nicht genug: Immer wieder leidet das Mädchen an Gedächtnisverlust und Albträumen. Woher diese Albträume kommen, das bleibt bis zum Ende ungeklärt. Gerade diese Tatsache hat das Buch für mich unheimlich spannend gemacht. Dann lernt sie Julie kennen, ein geheimnisvolles Mädchen, von dem der Leser nicht wirklich viel erfährt und deren Anziehungskraft Yva schwer widerstehen kann. Immer wieder taucht die Freundin in Yvas Leben auf und ist oft auch genauso schnell wieder verschwunden. Erst am Ende erfahren wir, wer Julie ist und welches Geheimnis die beiden Mädchen verbindet.Das Buch habe ich vergleichsweise schnell durchgelesen, was wohl auch an der spannenden Fragestellung liegt. Während des Lesens wurde eine meiner Vermutungen, was Julie betrifft, immer plausibler und am Ende war ich auf dem richtigen Weg. Mir hat besonders gut gefallen, dass die Protagonistin kein "0815-Bilderbuch-Leben" hat, da ich mich dadurch mehr mit ihr identifizieren konnte. Vor allem die Thematik der Psyche hat es für mich sehr spannnend gemacht. Unbedingt zu empfehlen!Ich freue mich, dass ich das Buch trotzdem lesen durfte, obwohl ich anfangs kein Glück bei der Verlosung hatte.

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    • 2
  • Auch mit 17 ist man noch ein Kind

    Julie

    winniehex

    19. February 2018 um 22:17

    Yva ist noch Teenager aber muss die Pflichten ihre Mutter sozusagen übernehmen, Sie kümmert sich um ihren autistischen Bruder, macht den Haushalt usw. Ihre Mutter lebt in den Tag hinein, da Sie schwer depressiv ist und der Vater sich in seinem Beruf verkriecht. Außerdem hat Yva auch noch panische Angst vor dem Wasser, warum weiß Sie auch nicht. Aber ihre Eltern machen ein Geheimnis daraus und Yva stößt da auf großen Widerstand, erst als Sie ausgeflippte Julie trifft lebt Yva wieder etwas aus. Was ihr Freund Janis so gar nicht gefällt…Viele Geheimnisse und keine Antworten Mir war Yva sofort sympathisch, denn auch ich hatte in jungen Jahren die Rolle meiner Mutter übernehmen müssen, da diese Suchtkrank war. Wie es ihr dabei geht, kann ich nur allzu gut verstehen. Wenn man dann auch noch herausfindet, dass die eigenen Eltern was verheimlichen bist du mehr als down. Man darf nie vergessen solche Leute müssen immer schneller Erwachsener werden als „normale“ Kinder. Deswegen ist das Buch wirklich ein toller Einblick, zeigt gute Gründe auf und hat auch eine Seele. Toll, dass eine Autorin sich traut so ein Thema mal zu veröffentlichen! Vielen Dank

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    • 2
  • Rezension zu Julie

    Julie

    Sorii

    15. February 2018 um 21:37

    Familie. Sie muss sich um ihren autistischen Bruder kümmern und das meiste im Haushalt erledigen, da ihre depressive Mutter dem allen nicht gewachsen ist. Der Vater ist schwer beschäftigter Jurist und verschließt vor den Problemen die Augen. Dann ist da Yvas panische Angst vor Wasser, die sie mehr und mehr in Albträumen und im Alltag verfolgt. Erschöpft von ihrem Leben begegnet ihr eines Tages Julie, die so ganz anders ist: selbstbewusst, gelassen, sehr direkt, aber auch liebevoll. Yva verfällt der neuen Freundin, hungert nach Begegnungen mit ihr. Eines Tages sehen Yvas bester Schulfreund Janis und ihr Vater sie in merkwürdiger Kleidung durch die Stadt laufen. Yva verzweifelt, denn sie kann sich nicht erinnern. Nur noch in Julie sieht sie eine Hilfe. Mit Julie wird alles gut, denkt sie. Doch ist das wirklich so? Wer ist Julie, was sind das für Träume, die Yva plagen, was hat es mit den fehlenden Bildern im Fotoalbum auf sich? Was verheimlichen ihr die Eltern?Dieses Buch ist wirklich gut. Es werden wichtige Themen sehr gut vermittelt. Der Text ist flüssig zu lesen und man konnte sich sehr gut in die protagonistinprotago versetzten. Ich war absolut gefesselt und wollte es gar nicht mehr aus der hand legen. 

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    • 2
  • Am Ende ist Erinnern...

    Julie

    Diana182

    12. February 2018 um 16:01

    Das Cover zeigt ein junges Mädchen, was verträumt auf einen Wasseroberfläche blickt. Erst wenn man genauer hinschaut, sieht man eine blonde Frau am oberen, rechten Rand. Dieses Bild weckte sofort meine Neugier und auch der Klappentext regte zum schnellen lesen an. Der Einstig in die Geschichte gelingt recht schnell. Yva wächst mir direkt ans Herz und erhält sehr schnell mein ganzes Mitgefühl. In der Familie scheint so einiges im Argen zu liegen und alles lastet auf den Schultern des erst 17. Jährigen Mädchens. Die Eltern waren mir direkt suspekt und ich freute mich sehr, das Yva alsbald eine neue Freundin fand, die ihr etwas Trost spendete- auch wenn Julie schnell sehr sonderbar auf mich wirkte. So wird schon sehr schnell deutlich, wie tief und authentisch die Personen gezeichnet wurden. Sie wirken menschlich und nehmen schnell ein Eigenleben an. Aus vielen Sichtweisen gleitet man durch die Geschichte und kann sie aus vielen Blickwinkeln betrachten. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Einmal angefangen konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus den Händen legen und habe es fast am Stück verschlungen. Was hat es mit dieser seltsamen Julie auf sich, warum hat Yva panisch Angst vor Wasser und fast verheimlichen die Eltern? Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und detailliert. Ich konnte mir die einzelnen Szenen stets sehr gut vorstellen und hatte eigene Bilder im Kopf. Das Ende hält nochmals viele Überraschungen und Wendungen parat, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Hier wird deutlich, zu welchen Leistungen unser Gehirn fähig ist und zeigt Abgründe einer Familientragödie auf. Mein Fazit:Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Seite mitgerissen. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Die hier aufgezeigte Geschichte hält viele Überraschungen parat und ist zu keiner Zeit vorhersehbar. Das Ende löst alle anfangs vermuteten Grübeleien auf und schließt die Geschichte umfassend ab. Wer psychologisch tiefgehende Bücher mag, ist hier bestens beraten. Daher vergebe ich gerne eine Leseempfehlung und volle Punktzahl!

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    • 2
  • Sehr überzeugend

    Julie

    michaela_sanders

    12. February 2018 um 13:31

    Mir fällt es sehr schwer eine Rezension zu schreiben ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. Denn ein großer Reiz ist der Überraschungseffekt am Ende. Ein schlüssiges und glaubhaftes Ende, in dem zwar nicht alles bis ins letzte aufgeklärt wird, aber das braucht es auch gar nicht. Aber fange ich erstmal mit dem Anfang an. Mir ist die Protagonistin auf Anhieb sympathisch, man spürt ihre große Verantwortung für ihren autistischen Bruder, bei einer Mutter die sich in eine Depression zurück gezogen hat und einem Vater der sich in die Arbeit flüchtete. Ich bin sehr berührt von den Personen, sie rufen die unterschiedlichsten Gefühle hervor. Yva lernt Julie kennen, eine etwas seltsame Person, ich kann mich schlecht festlegen ob ich sie mag oder nicht. Der Schreibstil ist locker und so kommt beim Lesen des doch schwerem Thema keine düstere und depressive Stimmung auf. Vielleicht Mitgefühl mit Yva und Ärger auf die vernachlässigenden Eltern, dennoch wird deren Handelsweise am Schluss auch begreiflich. Besonders gut hat mir gefallen, dass der Roman in drei erzählerperspektiven geschrieben wurde, aus Sicht von Yva, aus Sicht des Vaters und aus Sicht ihres besten Freunde, wobei ich von Anfang an hoffte, ob sich da vielleicht etwas mehr entwicklen kann. So dass es auch noch um eine zarte, schwebende Liebesgeschichte geht, die aber nicht im Vordergrund steht. Mich hat das Buch völlig überzeugt, ehrlich, ernst aber nicht düster. Es räumt ein bischen auf mit den Klischee, Jugendliche haben nur einen Kopf fürs feiern. Es wird klar, dass schlimme Dinge passieren können, und es dennoch einen Weg gibt weiter zu gehen.

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    • 2
  • Geheimnisvolle Julie

    Julie

    bookfox2

    11. February 2018 um 21:42

    Teenager Yva hat es nicht leicht - neben dem Lernen für die Schule scheint sie auch hauptverantwortlich für ihren autistischen Bruder. Die Mutter ist aufgrund ihrer Depressionen völlig überfordert mit der Situation, der Vater sieht nicht ein, dass es ein Problem gibt und verweigert jegliche Hilfe von außen.So kommt es für Yva sehr passend, als sie im Buchladen, die bunt gekleidete und forsche Julie kennenlernt. Doch irgendwie ist diese neue Bekanntschaft seltsam - nicht immer erreichbar und dann doch plötzlich anzutreffen.Während Yva über Julie rätselt, rätselt ihr bester Freund über sie: Yva hat sich total verändert - ob das an dieser mysteriösen Julie liegt?In diesem spannenden Roman erzählt Enya Kummer eindrucksvoll, wie Yva langsam am Druck zerbricht, alleine für ihren Bruder sorgen zu müssen. Die Eltern scheinen die Augen vor der Welt zu verschließen, was ihnen früher oder später zum Verhängnis wird.Das Buch hatte für mich einen überraschend tiefen Hintergrund, den ich so vom Klappentext ausgehend gar nicht erwartet hätte, der mich aber positiv überrascht hat. Die Wendung am Ende war auch sehr passend gestaltet, hat die Handlung in ein anderes Licht gerückt und hat die Verhaltensweisen der einzelnen Charaktere erklärt und die offenen Fragen geklärt.Enya Kummer ist hier ein tolles Buch gelungen, das vermutlich für Leser jeden Alters geeignet ist und zum Nachdenken anregt.

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    • 2
  • "Einen Psychodoktor brauchen wir nicht!"

    Julie

    Antek

    10. February 2018 um 14:55

    Wann wachsen einem die Dinge über den Kopf? Die siebzehnjährige Gymnasiastin Yva, kurz vor dem Abitur, muss eigentlich die Mutterrolle in ihrer Familie übernehmen. Sich um ihren autistischen Bruder kümmern, den Haushalt meistern, Essen zubereiten, bis der Vater, vielbeschäftigter Jurist, von der Arbeit kommt, gehört zu ihren Aufgaben. Mutter Hanna ist depressiv, hat sich vom Alltag weitgehend ausgeklinkt, und Vater Michele  ist der Meinung „Ich kann mich nicht um euren Kram hier kümmern“. Dann ist da noch Yvas panische Angst vor Wasser, die sie mehr und mehr in Albträumen und im Alltag verfolgt. Was verschweigen ihr die Eltern, warum musste sie trotz ihrer Panik unbedingt Schwimmen lernen? Das Schicksal scheint es gut mit ihr zu meinen, als sie durch Zufall Julie kennenlernt. Könnte die neue Freundin, der verrückte Paradiesvogel, die so anders ist, der ihr aber so ein gutes Gefühl gibt, ihr eine Stütze sein? Freund Janis beäugt diese geheime Freundschaft misstrauisch. Die Geschichte ist interessant, teilweise auch richtig spannend, schließlich will man wissen, was die Eltern verschweigen, warum Yva diese Alpträume und diese panische Angst vor Wasser hat. Yva hat natürlich mein Mitleid geschürt, auch wenn sie sich, gerade was ihren Freund Janis betrifft, in meinen Augen phasenweise negativ entwickelt. Immer wieder hatte ich furchtbare Wut auf ihren Vater und so kann ich durchaus von einem emotionalen Roman sprechen. Richtig gepackt hat mich die Geschichte aber nicht von Anfang an. Ich habe aus unerfindlichen Gründen irgendwie den Zugang zu den Akteuren nicht so leicht gefunden. Richtig gut hat mir aber die Botschaft gefallen, dass psychische Störungen nicht einfach als „Verrückt“ abgestempelt werden dürfen und ein „Wir brauchen keinen Psychodoktor“ gänzlich der falsche Weg ist. Der lockere Schreibstil liest sich leicht. Sehr zugesagt haben mir die kurzen Kapitel, die die Geschichte jeweils in Ich-Perspektive aus Sicht der einzelnen Personen darstellen. Ganz besonders Yvas Gedanken und Gefühle werden so näher an den Leser transportiert. Ab und an hätte ich mir noch die eine oder andere kurze Erklärung gewünscht, ich konnte auch nicht alles und jedes wirklich bis ins letzte Detail nachvollziehen. Gelungen fand ich hingegen wieder sehr, die außergewöhnlichen, treffenden Vergleiche wie z.B. „Das schlechte Gewissen breitet sich aus wie ein wabbernder Wolkenteppich“ oder „Manchmal passiert er mir, dass sich die Zeit zusammenfaltet und ich am Ende der Zeitfalte wieder auftauche. Das Dazwischen fehlt mir.“ Yva ist sicher nicht zu bewundern. Sie hat es schwer, ihre Eltern wissen, wie sie ihr ein schlechtes Gewissen machen und ihr großes Pflichtbewusstsein lässt sie ihre eigenen Bedürfnisse stets zurückstecken. Zumindest so lange, bis sie Julie mit auf einen anderen Weg nimmt. Julie, anfangs sehr sympathisch, zeigt aber schnell auch ein anderes Gesicht, leider. Hannas Mutter leidet unter depressiven Phasen, allerdings weiß sie sehr genau, wie sie Yva manipulieren kann, so tief ist der Dämmerschlaf nicht. Sehr gut hat mir der autistische Bruder Paolo gefallen, dessen Verhalten authentisch gezeichnet wird. Michele, Yvas Vater, war mir von Anfang an unsympathisch. Ihm ist der Schein nach außen das Wichtigste, wie es im Inneren aussieht ist dabei wenig wichtig, das verdrängt er mehr als gekonnt. Außen Hui, innen Pfui, solche Leute mag ich grundsätzlich nicht. Gefreut habe ich mich, dass Yva in Janis einen tollen Freund hat, auf den sie sich, auch wenn nicht alles immer toll läuft, stets verlassen kann und der zu ihr steht, komme was wolle. „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ Alles in allem ein sicher wertvoller Roman, der hoffentlich viele Leser psychische Probleme in einem anderen Licht sehen lässt. Für fünf Sterne reicht es bei mir aber dennoch nicht ganz.

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    • 2
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