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Soeren

vor 5 Jahren

(4)

Im Grunde genommen ist es eine typische Hardboiled-Ganovengeschichte, wie wir sie auch aus Guy Ritchies ersten Filmen ("Bube, Dame, König, Gras" und "Snatch") kennen. Wohin man schaut, überall gibt es Halunken, die es aufeinander abgesehen haben oder sich über Ohr zu hauen versuchen. Der irische Ex-Soldat Dan, der inzwischen als Türsteher arbeitet, passt perfekt in dieses Umfeld. Ganz in Chandlerscher Tradition ist er trotz seines rabiaten Äußeren ein Gutmensch, der es sich nach dem Tod einer Freundin und Kollegin nicht nehmen lässt, persönlich Nachforschungen anzustellen. So bekommt er es mit verrückten Polizistinnen und einem verschwundenen Schönheitschirurgen zu tun und verwickelt sich in Drogengeschäfte und Mord.
Die meiste Zeit über liest sich das Buch ziemlich flott, die vielen bitterbösen Zwischenkommentare passen perfekt und lockern die ohnehin kuriose Handlung noch weiter auf. Das einzige, was im ersten Romandrittel stört, sind Dans viele Rückblicke auf seine Militärzeit. Aber sind die überwunden, entfaltet die Räuberpistole seine ganze Kraft und beschert einem etliche kurzweilige Stunden.

Autor: Eoin Colfer
Buch: Der Tod ist ein bleibender Schaden
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