So schön das Cover auch ist, so zäh ist der Beginn des Romans, dessen Durchhalten allerdings belohnt wird! Wenn man sich in die Geschichte und in die Sprache eingefunden hat, ist dieser Roman eine interessante Erzählung aus Zeiten um 1880 und eine spannende Reise durch Alaska.
Allen Forrester reist mit einer Crew nach Alaska und soll den Wolverine River erforschen. Seine schwangere Frau Sophie bleibt in Vancouver zurück. Durch Briefe an Allen und Tagebucheinträge erfahren wir viel Schicksalhaftes von Sophie. Gleichermaßen durch Briefe von Allen aber auch aus seinen Logbucheinträgen verfolgen wir sein Abenteuer in der unerforschten Wildnis, Begegnungen mit Indianern, unliebsames Gelände, abgenagte Knochenfunde, Hungersnöte, eisige Kälte und Naturgewalten sind an der Tagesordnung!
Für beide ist dies keine ungefährliche Zeit, für Allen natürlich auch mit tödlichen Gefahren verbunden.
Und dann sind da noch Briefe zwischen Walt und Josh, die in den 1990ern geschrieben sind und deren Zusammenhang zur Geschichte zunächst unklar bleibt, aber darin wurzelt.
Es ist kein Pageturner, aber hinterher ist man doch irgendwie glücklich und stolz, dieses Buch gelesen zu haben!
Eowyn Ivey

Lebenslauf
Alle Bücher von Eowyn Ivey
Das Schneemädchen
Das Leuchten am Rand der Welt
Das Schneemädchen
Das Schneemädchen
The Snow Child
To the Bright Edge of the World
To the Bright Edge of the World: A Novel
Neue Rezensionen zu Eowyn Ivey
In Alaska, in den 20er Jahren, wollen Mabel und Jack der Hoffnungslosigkeit entfliehen und neu beginnen. Aber die Aufbruchsstimmung ist in Ernüchterung gewichen. Mabel und Jack sind nicht mehr die Jüngsten, und das harte Leben auf ihrer erst im Werden begriffenen Farm hat beide viel Kraft gekostet. In einer kargen, kleinen Hütte auf zum Teil noch nicht mal erschlossenem Ackerland lebend, weit ab von den nächsten Nachbarn, umgeben von Kälte und rauer, wilder Landschaft, ist jeder Tag ein Kampf ums Überleben. Die Beziehung der beiden leidet trotzdem sie sich aufrichtig lieben. Aber eines Abends bauen sie gemeinsam eine Schneefigur, ein Mädchen. Am nächsten Tag ist das Schneemädchen dort, aber sie sehen ein Blondes Mädchen im Wald.
Die ersten Eindrücke des Buches sind das winterliche Alaska, das die Autorin beschreibt: Einsam, still, weiß und freudlos. Der Winter steht bevor, und mit ihm lange Dunkelheit. Die Stimmung ist bedrückend. Das Land strahlt Erbarmungslosigkeit aus. Ivey schreibt schnörkellos, direkt mit wenigen Adjektive und dennoch schafft sie eine Atmosphäre, die den Leser in den Bann zieht und Bilder im Kopf malt. Was folgt, ist eine sachte, melancholische Mischung aus Märchen, semi-historischer Abenteuergeschichte und Landschaftsroman. Ivey nimmt sich viel Zeit für ihre Geschichte und ihre Figuren. Sie lässt den Leser lange im Unklaren über das ‚Schneemädchen‘. Und selbst, wenn man glaubt, das Geheimnis sei gelöst, belehrt sie ihn eines besseren und greift den märchenhaften Unterton geschickt wieder auf.
Mein Fazit: Ein Irgendwie-Märchen eingebettet in eine raue, gnadenlose, atemberaubend schöne Landschaft. Es geht um Liebe und Freundschaft, um Einsamkeit, Depression und Durchhaltevermögen. Ein sehr eigenes, besonders Buch, das den Leser mit in eine schneebedeckte Welt nimmt, in der Wirklichkeit und Traum miteinander tanzen.
Das Buchcover gefällt mir gut, der Schreibstil als solches ist auch okay, nur die Schreibweise ist doch recht merkwürdig, denn Zeichensetzung und wörtliche Rede ist oft nicht gegeben, das verschafft Minuspunkte.
Die Geschichte als solches ich einfach schön. Nur die Jagdszenen waren nicht mein Fall, aber die waren auch nicht für die Protagonistin Mabel angenehm, ich habe sie überflogen und denke, es ist halt auch dem Leben in der Wildnis geschuldet. Die Natur wurde allerdings sehr schön beschrieben. Die Protagonisten waren auch alle liebenswert und ich habe die Geschichte gerne verfolgt.
Gespräche aus der Community

Herzlich Willkommen zu der Leserunde zu „Das Schneemädchen“. Alle die Lust haben dürfen gerne mit ihren eigene Exemplaren teilnehmen. Der Start wäre am 07.01.23 😊💕

Welcome to our English discussion group. We will start reading this book together on 15 February 2021.
Hallo,
von Zeit zu Zeit sehe ich all meine Bücher durch und versuche dann auszusortieren und mir einen Überblick zu verschaffen. Ich merke, dass es mir zunehmend keine "Freude bereitet" zu viele ungelesene Bücher zu Hause zu haben. Denn irgendwie greife ich nur ganz selten nach den Büchern, die schon hier stehen und lese stattdessen die ganz neuen. Ideal wäre es also wohl in meiner Vorstellung, wenn ich einfach nur noch bei Bedarf 1-2 neue Bücher kaufen und direkt lesen würde. Nun kommt das große ABER:
Ich habe gestern abend alle ungelesenen Bücher aus dem Regal geholt, genau angesehen und überlegt. Am Ende hatte ich 3 Stapel: 1. Definitiv behalten, 2. Anlesen und dann entscheiden, 3. Definitiv weggeben
Leider war der Stapel Nr. 3 dann am Ende mit 37 Büchern verhältnismäßig klein, Stapel 1 immerhin etwas kleiner als Stapel 2. Zugleich habe ich nun ein Problem - so viele Bücher kann ich einfach nicht anlesen und so entscheiden.
Deshalb dachte ich mir, vielleicht möchtet ihr mir bei der Entscheidung helfen? Ich hänge euch mal ein Fotos der Bücher an, bei denen ich unsicher bin, ob ich sie behalten möchte. Kennt ihr etwas davon? Und was würdet ihr sagen - behalten oder weggeben? Eine Begründung für eure Entscheidung wäre natürlich spannend. Falls die Bücher auf den Fotos nicht gut genug zu erkennen sind, hänge ich sie euch an.
Ich bin es auch ein bisschen leid, Bücher zu lesen, die mich nicht völlig begeistern. Leider werde ich immer anspruchsvoller und somit ist die Chance, ein echtes Highlight zu entdecken, immer geringer. Aber vielleicht verbirgt sich hier ja doch das ein oder andere.
Ich bin gespannt, was ihr sagt!
PS: Die GEO-Zeitschriften dürfen ignoriert werden ;-)
Zusätzliche Informationen
Eowyn Ivey wurde am 06. Februar 1973 in Alaska (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.
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