Eowyn Ivey Das Schneemädchen

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Inhaltsangabe zu „Das Schneemädchen“ von Eowyn Ivey

Alaska in den 1920er Jahren: In dem Wunsch, neu anzufangen, zieht das kinderlose Paar Mabel und Jack nach Alaska. Das harte Leben in der Wildnis setzt den unerfahrenen Neusiedlern sehr zu. Mit dem ersten Schneefall überkommt die beiden jedoch ein schon verloren geglaubter Übermut, und sie bauen zusammen ein Kind aus Schnee. Tags darauf entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen zwischen den Bäumen am Waldrand. Woher kommt das Kind? Wie kann es allein in der Wildnis überleben? Und was hat es mit den kleinen Fußspuren auf sich, die von Mabels und Jacks Blockhaus wegführen? Eine hinreißend erzählte Geschichte über Einsamkeit und Lebensfreude, Liebe und Freundschaft, einen Kinderwunsch und dessen bittersüße Erfüllung.

Langsame, atmosphärische Geschichte. Das Ende war nicht ganz mein Geschmack, aber guter Schreibstil.

— sddsina
sddsina

Ein wunderschönes Buch mit einer wirklich tollen Story. Hat was märchenhaftes. Gelungen!

— PagesofPaddy
PagesofPaddy

Für mich eines der besten Bücher, die ich in den letzten fünf Jahren gelesen habe.

— nadlo82
nadlo82

eine sehr schöne, aber traurige Geschichte

— Skyhawksister
Skyhawksister

Eine sehr schöne melancholische Geschichte.

— C-l-o-u-d
C-l-o-u-d

Absolut faszinierend!!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein ganz zauberhaftes Buch, dass den Leser sehr bewegt zurücklässt.

— Seelenschmetterling
Seelenschmetterling

Ein sehr bewegendes Buch.

— Jisbon
Jisbon

Zauberhafte Geschichte voller Hoffnung und Zuversicht in mystischer Umgebung.

— barabook
barabook

Wow! Was für ein großartiges, emotionales Buch!

— Gnomeliene
Gnomeliene

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  • BOOKAPI's KURZREZENSION

    Das Schneemädchen
    Bookapi

    Bookapi

    05. September 2017 um 14:04

    Für "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey vergebe ich von jeweils 5 möglichen Punkten : COVER    3    ⭐⭐⭐INHALT   4    ⭐⭐⭐⭐MEINUNG   4   ⭐⭐⭐⭐LESENSWERT JA>>> Mabel und Jack sind kinderlos und wohnen einsam in ihrem Haus in Alaska. Abseits der Stadt trauern die beiden insgeheim um den unerfüllten Kinderwunsch und die Leere in ihrem harten Leben. Als der Winter besonders heftig wird, bauen sie in ihrer Verzweiflung ein Kind aus Schnee. Am Tag darauf erkennen sie nicht nur Fußspuren vor ihrem Haus, sondern entdecken auch ein kleines Mädchen zwischen den Baumreihen im Wald. Mabel und Jack begeben sich auf die Suche nach dem Kind und versuchen die unbegreifliche Magie dahinter zu verstehen. Eine wunderschöne und traurige Wintergeschichte zugleich, über Liebe und Verlust, die unbedingt gelesen werden sollte!

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  • Einfach nur wundervoll!

    Das Schneemädchen
    nadlo82

    nadlo82

    08. August 2017 um 12:30

    "Das Schneemädchen" ist ein zauberhafter Roman, der voller Magie und Melancholie steckt, aber auch Spannung und Mystisches bietet. Selten hat mich ein Buch so sehr begeistert wie dieses, sodass ich von ganzem Herzen sagen kann, dass es eines der besten Bücher ist, die ich in den letzten fünf Jahren gelesen habe. Wärmstens empfehle ich es weiter - nicht nur für kalte, verschneite Winternächte, in denen der Ruf nach Märchen am lautesten schallt.

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  • Wie im Märchen…

    Das Schneemädchen
    Schwertlilie79

    Schwertlilie79

    09. February 2016 um 21:14

    Ein unerfüllter Kinderwunsch treibt Mabel und Jack in die Einsamkeit Alaskas.
    An einem verschneiten Winterabend bauen die beiden ein Mädchen aus Schnee, das - so scheint es - ganz wie in Mabels Lieblingsbuch aus Kindertagen zum Leben erwacht.
    Ein schlichtes Buch, das mich dennoch bis zum Ende gefesselt und mir das Herz gewärmt hat.

  • Außergewöhnlich und ausdrucksstark

    Das Schneemädchen
    Brunhildi

    Brunhildi

    02. January 2016 um 09:38

    Meine Meinung Zum Cover: Auf dem Cover sieht man das Schneemädchen zusammen mit ihrem Fuchs. Beide spielen eine Rolle in dem Buch. Das Cover ist schlicht gehalten und dieser Blau-Weiß-Mix gefällt mir. Zum Buch: Der Schreibstil ist ausdrucksstark und gut verständlich. Die Autorin hat es geschafft, dass automatisch Bilder im Kopf entstehen und die Geschichte wie ein Film abspielt. Besonders die Winterlandschaften kann Eowyn Ivey sehr gut beschreiben, so dass man selbst gern mal dort wäre. Die Kapitel sind recht kurz gehalten und es gibt zusätzlich immer wieder Absätze. Das Buch erzählt die Geschichte von Mabel, Jack und dem Schneemädchen. Es ist in der Vergangenheitsform geschrieben, woran ich mich zunächst etwas gewöhnen musste. Mit Mabel und Jack wurde ich lange Zeit leider nicht richtig warm. Beide waren aufgrund ihrer Schicksalsschläge sehr depressiv und jeder versuchte, es mit sich selbst auszumachen. Viele Dialoge zwischen den Beiden gab es nicht und ich hatte nur selten den Eindruck, dass sie sich überhaupt liebten. Es gibt noch ein paar Nebencharaktere, die mir sehr gut gefallen haben. Vor allem die Nachbarin Esther hat mich mit ihrer lebensfrohen und positiven Art immer mal wieder zum Schmunzeln gebracht. Ich hätte gern mehr von ihr gelesen. Sie ist wie ein kleiner Wirbelwind und erzeugte zwischendurch kleine Lichtblicke, so dass die düsteren Eindrücke sich etwas erhellten. Die Story hat mir gut gefallen, auch wenn mir ein paar Highlights gefehlt haben. Es kommt kaum zu Überraschungen und die Handlung plätschert eher vor sich hin. Spannung wird leider kaum erzeugt. Gut gefallen hat mir, dass der Schnee so eine große Rolle gespielt hat. Es werden viele Dinge aufgegriffen, die mich an meine Kindheit erinnert haben, zum Beispiel eine Schneeballschlacht, Schneeengel und ein Schneemann. Ich fand es toll zu erleben, wie Marbel und Jack ihren Neuanfang in Alaska versuchten und welche Hürden sie überwinden mussten. Am Ende bleiben noch viele Fragen offen, so dass ich nachdenklich zurück bleibe. Fazit "Das Schneemädchen" ist ein sehr ruhiges Buch, welches mich nachdenklich gestimmt hat. Es handelt sich hierbei um ein sehr außergewöhnliches und ausdrucksstarkes Buch, welches mich leider trotzdem nicht so ganz fesseln konnte.

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  • Schneemädchen

    Das Schneemädchen
    Dominikus

    Dominikus

    30. November 2015 um 13:45

    Dieser Roman spielt in Alaska 1920.Mabel und Jack haben nach einer Todgeburt die Hoffnung auf ein Kind aufgegeben.Sie ziehen in die Wildnis von Alaska und wollen sich etwas neues aufbauen. Das Leben ist karg und Jack bemüht sich, er baut eine Blockhütte, er rodet und versucht sich als Farmer. Er will Mabel, die aus  besseren Kreisen stammt, etwas bieten. Dabei übersieht er, das sie mit ihm arbeiten und nicht nur die Hausarbeit machen möchte.Mit Hilfe der Nachbarn George und Esther, mit denen eine Schöne Freundschaft ensteht, überleben sie den Winter. Besonders Esther und deren jüngster Sohn Garrett sind besonders für Mabel wichtig. Sie bauen ein Schneemädchen und am nächsten Morgen ist er geschmolzen und sie sehen  Spuren von einem Kind, sehen es auch mal, aber es läuft schnell weg. Mit Geduld können sie das Vertrauen Fainas dem Mädchen gewinnen. Aber sie willl nicht im Haus bleiben, am Abend verschwindet sie und als der Sommer beginnt, kommt sie garicht wieder. Sie glauben fast beide, das sie ein Schneemädchen ist. Die Freunde machen sich schon Sorgen um Mabels Fanthasiemädchen, denn sie sehen sie nie.Eowyn Ivey lässt uns die Natur und die Tierwelt Alaskas miterleben, es ist spannend zu lesen. Der Roman zeigt uns aber auch was der Mensch leisten kann, wenn es ums Überleben gehts und wie wichtig Freundschaft ist. Der Schreibstil ist magisch und leicht zu lesen. Ich konnte nicht anhalten und musste schnell wissen wie es weiter geht.

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  • Das Schneemädchen

    Das Schneemädchen
    buchstabentraeume

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 12:08

    Jack und Mabel sind in die Einsamkeit Alaskas aufgebrochen, um ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Ein Leben, das begleitet war von Trauer über den Verlust eines neugeborenen Kindes und bestimmt von den Blicken der Nachbarn, der Freunde, der Familie, aus denen sich vor allem Mitleid lesen ließ. In der Ferne und Stille des fremden Landes hoffen Jack und Mabel auf einen Neubeginn und auf das Vergessen. Doch das Leben in diesem rauen Land ist nicht einfach und schnell von Eintönigkeit bestimmt. Jack kümmert sich um das Holzhacken und das Jagen, Mabel sorgt für ein warmes Heim und Essen auf dem Tisch. Schnell legt sich der Alltag über das einst so glückliche Paar, das immer noch voller Liebe zueinander ist, aber verlernt hat, diese zum Ausdruck zu bringen. Schon seit Tagen liegt Schnee in der Luft, der von den Bewohnern Alaskas sehnsüchtig erwartet wird. Und tatsächlich: Eines Abends rieseln leise die ersten Flocken. Schnell wächst ein Schauer heran, der Flocke um Flocke auf die Erde segeln lässt. Und bald ist alles in weißes Pulver gehüllt. Entzückt beobachtet Mabel das bunte Flockentreiben, schlüpft in ihren Mantel und zieht ihre wärmsten Stiefel an. Sie verlässt das Haus und wartet in der Kälte auf ihren Mann. Als sie ihn erblickt, formt sie mit ihren Händen einen Schneeball und wirft diesen vorwitzig nach Jack. Fast schämt sie sich und würde den Wurf am liebsten ungeschehen machen. Auch Jack ist im ersten Moment wie erstarrt. So etwas hätte er von seiner ruhigen und genügsamen Mabel nicht erwartet. Doch die Überraschung ist schnell überwunden und Jack und Mabel starten eine Schneeballschlacht. Und diese wirkt Wunder: Endlich haben die beiden wieder Spaß zusammen, lachen gemeinsam, verbringen Zeit miteinander. Und aus einer Laune heraus bauen sie eine Schneefigur. Ein Mädchen, mit einem Schal um den Hals und einem freundlichen Gesicht. Am nächsten Morgen hat sich der Sturm beruhigt. Und die Schneefigur ist verschwunden. Zurück geblieben ist nur ein kleines Häuflein Schnee. Doch zwischen den Bäumen erkennt Jack ein kleines Mädchen. Es hat den Schal umgebunden, den vorher das Schneemädchen trug. Immer wieder taucht es auf, meist in Begleitung eines Fuchses. Wer ist das Mädchen? Wo kommt es so plötzlich her? Wo sind seine Eltern? Das Leben von Jack und Mabel gerät völlig aus dem Tritt, denn von nun an dreht es sich nur noch um das kleine Mädchen. Und Mabel erinnert sich an ein Märchenbuch, das sie in ihrer Kindheit geliebt hat. Darin ging es um ein Mädchen, das ganz aus Schnee besteht. Aber das ist schließlich nur eine Geschichte. Oder nicht? Das Schneemädchen verbringt den Winter bei Jack und Mabel, doch sobald es wärmer wird und der Schnee zu schmelzen beginnt, verlässt sie das Ehepaar, um in die Berge zu ziehen. Dorthin, wo es kälter ist. Das gemeinsame Leben von Jack, Mabel und später auch Faina - dem Schneemädchen - wird von Eowyn Ivey sehr anschaulich und lebendig erzählt. Als Leser fühlt man sich sofort in die Weite und Kälte Alaskas versetzt. Die Landschaft mit seinem reißenden Fluss und der Vielzahl an Tieren breitet sich vor dem geistigen Auge des Lesers aus. Die Autorin hat einen geschulten Blick für Details und lässt ihre Leser an der Atmosphäre der atemberaubenden Wildnis teilhaben. Sie fängt die Stimmung ihrer Charaktere und der Umgebung ein und gibt sie durch ihre detaillierten Beschreibungen an die Leser weiter. Besonders gut gelungen ist ihr dabei, die Stimmungswechsel zu beschreiben. Am Anfang liegt eine sehr deprimierte und melancholische Stimmung über dem Buch, die mit dem ersten Schneefall und vor allem dem Auftauchen von Faina lebendig und insbesondere fröhlich und hoffnungsvoll wird. Auch die Bewohner einer benachbarten Farm, mit denen sich Jack und Mabel im Verlauf des Buches anfreunden, bringen Leben und Schwung in die kleine Holzhütte. Doch die ganze Zeit liegt etwas in der Luft. Etwas, was man nicht so richtig greifen kann. Etwas Märchenhaftes, etwas Zauberhaftes. Und ständig droht die Stimmung umzuschlagen. Es gibt einige Rückschläge zu verkraften und neuen Mut zu beweisen. "Das Schneemädchen" ist nicht nur ein sehr bewegter, sondern auch ein sehr bewegender Roman. Es trifft mitten ins Herz und überzeugt durch seine Lebendigkeit, seine liebevoll gezeichneten Charaktere und seine Detailfülle. Trotz seines Umfangs und der Eintönigkeit der Wildnis Alaskas ist das Buch stets abwechslungsreich und auf eine sehr subtile Art spannend. Es lässt den Leser nicht mehr los. Das ganze Buch hindurch erfährt man nicht, ob das Schneemädchen nun real ist oder nicht. Zwar wird im Laufe des Buches klar, dass nicht nur Jack und Mabel das Schneemädchen sehen können, sondern auch die anderen Charaktere. Aber der Leser wird völlig im Unklaren darüber gelassen, ob Faina ein Mensch aus Fleisch und Blut ist, oder ob sie eben doch ein mystisches Wesen ist, das direkt dem russischen Märchen über das Schneemädchen entsprungen ist. Es gibt immer wieder Andeutungen, aus denen sich ableiten ließe, dass das Schneemädchen aus der Figur entstanden ist, die Jack und Mabel an dem Abend gebaut haben, als sie sich noch einmal so jung fühlten. Denn wieso fängt sie an zu schwitzen, sobald sie sich in der beheizten Hütte aufhält? Und wieso scheint es immer stärker zu schneien, sobald Faina in der Nähe ist? Aber dann gibt es wieder Szenen, in denen Faina so überaus menschlich erscheint. In denen sie so natürlich und lebhaft wie ein kleines Kind oder eine junge Frau auftritt. Durch das gesamte Buch zieht sich so eine ungewisse und traumhafte Stimmung, die den Leser völlig in ihren Bann nimmt. Und am Ende? Am Ende wird es Schnee geben! Mein Fazit: "Das Schneemädchen" ist ein Roman von der ganz besonderen Sorte: stimmungsvoll, bezaubernd, einzigartig!

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  • Ein Winter-Märchen

    Das Schneemädchen
    Kerry

    Kerry

    Wir schreiben das Jahr 1920: Mabel und Jack sind nunmehr ein altes Ehepaar. Beide lieben einander und doch wollten sie etwas, was ihnen keiner geben konnte: ein gemeinsames Kind. Vor zehn Jahren verlor Mabel das gemeinsame Kind und wurde danach nie wieder schwanger. In ihrer Heimat erinnert sie alles an ihren Verlust, sodass sie beschließen, in Alaska neu anzufangen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, wollen in dieser unwirklichen Gegend eine Farm aufbauen und von dieser Leben. Das erste Jahr ist für beide sehr hart - zu kalt ist der Winter, zu gering ihre Vorräte, aber mit Hilfe ihrer Nachbarn schaffen sie es, diesen ersten harten Winter zu überleben. Doch dieser erste Winter bringt ihnen auch Hoffnung. Als der erste Schnee fällt, fühlen sich beide wieder jung und machen sogar eine Schneeballschlacht. Dann bauen sie aus Übermut ein kleines Schneemädchen, das sie der Witterung entsprechend ausstaffieren. Am nächsten Morgen ist von dem Schneemädchen nur ein zusammengefallener Haufen Schnee übrig geblieben, doch die Sachen, die es trug, sind nicht mehr da. Kurz darauf sieht Mabel ein kleines Mädchen im Wald, dass diese trägt. Im Laufe des Winters sehen die beiden das kleine Mädchen immer wieder, doch kommt es ihnen nie wirklich nahe. Erst nach und nach gewinnt es Vertrauen und nähert sich immer wieder den beiden an. Schlussendlich gelingt es ihnen, das Vertrauen des Mädchens zu gewinnen und es verbringt mehr oder weniger den Winter bei ihnen. Es ist schön für das alte Ehepaar, einen so jungen Menschen um sich zu haben, blieb ihnen doch ein eigenes Kind verwehrt. Doch wer ist sie und woher kommt sie? Als der Frühling kommt, geht das Mädchen mit dem letzten Schnee zurück in den Wald. Niemand will Mabel glauben, dass es dieses kleine Mädchen, allein im Wald, wirklich gibt, doch Mabel beharrt darauf und Jack äußert sich gar nicht dazu. Eine Situation, die das Zusammenleben von Jack und Mabel nicht unbedingt einfacher macht, doch sie schaffen es über den Frühling, den Sommer, den Herbst und dann, dann ist wieder Winter und Mabel sehnt und hofft, dass das kleine Mädchen wieder den Weg zu ihnen finden wird und tatsächlich, mit dem ersten Schnee, steht sie bei den beiden vor der Tür. Doch wer ist sie, wo war sie den Sommer über, kümmert sich jemand um sie? All diese Fragen lassen Mabel einfach keine Ruhe ... Ein Winter-Märchen! Der Plot wurde sehr einfühlsam und bildgewaltig erarbeitet. Immer wieder hatte ich die jeweiligen Szenen direkt vor Augen und versank teils mit den Protagonisten in ihrer Melancholie, denn das Leben in Alaska ist alles, nur nicht einfach und schon gar nicht im Jahre 1920! Die Figuren wurden facettenreich erarbeitet, wobei mir hier die Figur der Mabel sehr ans Herz gewachsen ist, denn sie ist es, die hauptsächlich die Geschichte trägt, die an das erneute Erscheinen des kleinen Mädchens glaubt, die nie die Hoffnung aufgibt, dass dieses Mädchen schlussendlich bei ihnen bleiben würde und sie dann endlich eine richtige Familie wären. Die Sprecherin, Doris Wolters, schaffte mit viel Einfühlungsvermögen, mir als Zuhörer, die jeweiligen Szenen direkt vor Augen zu projizieren und mit teils dermaßen zu fesseln, dass ich mich nur sehr schwer von dem Hörbuch zwischenzeitlich lösen konnte.

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    • 7
  • Ein Schneemärchen

    Das Schneemädchen
    Buchgespenst

    Buchgespenst

    30. May 2015 um 20:43

    Nach einer Tragödie wollen Mabel und Jack in Alaska einen Neuanfang wagen, doch das Leben in der Wildnis ist härter als gedacht. Sie entfernen sich immer weiter voneinander und drohen nun am entbehrungsreichen Alltag endgültig zu zerbrechen. Doch eines Tages bauen sie im Übermut des ersten Schnees ein Schneekind. Am nächsten Tag ist es verschwunden, aber im Wald taucht plötzlich ein feenhaftes, blondes Mädchen auf. Wird ein Märchen Wirklichkeit?   Poetisch, melancholisch und ungeheuer zerbrechlich - eine berührende Geschichte von Einsamkeit, Freundschaft, Liebe und das Leben selbst. Ein Traum kann auf so viele Arten in Erfüllung gehen – manchmal muss man es einfach nur sehen.   Das Schweben zwischen Realität und Märchen hat mich sofort bezaubert, auch wenn die Geschichte düsterer ist als ich erwartet habe. Oft war ich nahe daran mit den Charakteren zu verzweifeln und dann gab es wieder eine Wendung, die die Geschichte emporwirbelte und die Begeisterung neu entfachte. Ein Buch so facettenreich und wunderschön wie eine Schneeflocke. Teilweise lässt es einen frösteln und dann ist man doch wieder hingerissen von seiner Einzigartigkeit.

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  • Rezension zu "Das Schneemädchen" von Eowyn Ivey

    Das Schneemädchen
    Blackfairy71

    Blackfairy71

    Eine magische Geschichte, ein schönes Märchen. So würde ich das Buch beschreiben. Die Autorin lehnt ihren Roman an das russische Märchen "Das Schneemädchen" an. Ein älteres Ehepaar kann keine Kinder bekommen, also bauen sie eines Tages ein Mädchen aus Schnee, welches lebendig wird und jeden Winter wiederkommt. Mabel und Jack (beide Ende Vierzig) ziehen in der Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts nach Alaska, angeblich ein Land wo Milch und Honig fließen. Aber das Leben als Famer ist hart und hinzu kommt, dass Mabel nie darüber hinweg kam, dass sie vor ein paar Jahren ihr Kind verloren hat. Das Paar läuft Gefahr sich auseinander zu leben. Dann, in einer Winternacht, endet eine Schneeballschlacht darin, dass sie aus Schnee ein kleines Mädchen bauen. Am nächsten Morgen ist die Figur fort, aber im Hof finden sie kleine Fußspuren im Schnee. Und dann taucht ein Mädchen bei ihnen auf, sie trägt die Kleidung des Schneemädchens und ein Fuchs begleitet sie. Genau wie in dem russischen Märchen, dass Mabels Vater ihr in ihrer Kindheit immer erzählt hat. Von da an kommt Faina, so nennt sie sich, jeden Winter wieder, verschwindet aber im Frühling hoch oben in die Berge. Aber Mabel reicht das, für sie ist das Mädchen längst ein Kindersatz geworden. Und jedes Jahr wartet sie sehnsüchtig auf die ersten Schneeflocken. Inzwischen haben sich Jack und Mabel mit den Nachbarn George und Esther Benson angefreundet, sie haben drei Jungs und als Jack einen Unfall hat, hilft der jüngste Sohn Garrett Mabel auf der Farm. Natürlich hören auch die Bensons von der Geschichte mit dem Schneemädchen, halten Faina aber für ein Hirngespinst von Mabel. Die bodenständige Esther vermutet einen "Hüttenkoller" aufgrund der Einsamkeit in Alaska. Aber nach ein paar Jahren trifft Garrett zufällig auf einer seiner Wanderungen auf das Mädchen, beide sind inzwischen fast erwachsen und es kommt wie es kommen muss... Ein tragisch-schönes Märchen in der unberührten, rauhen Wildnis Alaskas des letzten Jahrhunderts. Ein wunderbares Buch für den Herbst und Winter.

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    • 2
    NiWa

    NiWa

    25. May 2015 um 15:44
  • Meine Winterliebe wurde entflammt

    Das Schneemädchen
    Frl-Jette-Babette

    Frl-Jette-Babette

    13. May 2015 um 17:54

    Ich bin verzaubert vom Buch. Auf eine Art ist das Leben was dort beschrieben wird nicht sehr spannend auf der anderen Art ist man plötzlich genau von diesem Leben fasziniert. Das Buch ist wirklich wunderschön geschrieben, mir gefällt der Schreibstiel so sehr. Er ist so malerisch und poetisch geschrieben. Man konnte quasi den Schnee auf der Haut fühlen und die Einsamkeit spüren. Die Geschichte die auf eine Art so hart realistisch ist, ist auf der anderen Art wie ein Märchen. Schöner kann man vom Winter nicht schreiben. Der Wunsch nach einem Kind und das Leben was sie führen haben mich begeistert. Die Einfachheit des Lebensstiels in Alaska und den 20iger Jahren hat mich berührt. Es wird zwar viel vom Jagen von Tieren berichtet, doch versteht man diese Wildheit in diesem Buch.   Ich kann jedem nur ans Herz legen das Buch einmal zu lesen. Es hat mich einfach berührt, trotz seiner Einfachheit. Und das Cover hat mich eh schon verzaubert.  

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  • Lieblingsbuch

    Das Schneemädchen
    Kerstin-Scheuer

    Kerstin-Scheuer

    10. May 2015 um 22:32

    Selten wurden für Schnee und Eis schönere Wort gefunden, als es Eowyn Ivey tut. “Das Schneemädchen” zeigt die Schönheit der unberührten Wildnis Alaskas.

    Es ist ein modernes Märchen für Erwachsene, das die Leserherzen durch einen zarten Hauch Magie dahinschmelzen lässt.

    (Ausführliche Rezension: http://kerstin-scheuer.de/?p=3136)

  • Schneegezauber

    Das Schneemädchen
    NiWa

    NiWa

    Alaska in den 20er-Jahren. Das alternde Ehepaar Mabel und Jack hat alles hinter sich gelassen, um sich in der Idylle Alaskas ein neues Leben als Farmer aufzubauen. Sie wollten weg, weg von der Zivilisation, weg von der Familie, weg von den anderen Paaren, denen nicht nur Kinder, sondern sogar schon Enkel vergönnt waren.Denn Mabel und Jack sind kinderlos geblieben, ein Schicksal, mit dem sie sich nunmal abfinden müssen. Doch so verzaubert die Landschaft Alaskas scheint, so rau zeigt sie sich ihren Bewohnern. Der karge Sommer gibt wenig her und die kalte Schönheit der langen Winter ist kaum zu ertragen. Trotzdem lassen sich Mabel und Jack vom Zauber des ersten Schnees überwältigen, um sich ein Kind aus Schnee zu bauen. Und auf einmal steht ein richtiges kleines Mädchen vor der Tür. Der Leser wird mit Mabel und Jack mitten in die bezaubernde Wildnis Alaskas gesetzt. Das Leben in Alaska ist nicht leicht, in den Wintern ist man in seiner Hütte eingesperrt und während der kurzen Sommer ist so viel zutun, dass man die wärmere Zeit kaum genießen kann. Während Jack sich um Grund und Boden kümmert, zieht sich Mabel in den häuslichen Bereich zurück. Beide hängen getrennt voneinander ihren Gedanken und Sehnsüchten nach und haben schon Zweifel, ob Alaska eine gute Entscheidung war. Bis zu dem Tag, als sie den Schneemann - besser gesagt - das Schneemädchen bauen und ihnen auf einmal ein kleines Mädchen die langen Wintertage erhellt. Dieser Geschichte liegt das russische Märchen „Snegurotschka“ (Schneemädchen) zugrunde. Das Schneemädchen ist ein Kind, das in der Kälte beheimatet ist, sich in den Wald zurückzieht und ganz im Einklang mit dem Winter lebt. Genauso märchenhaft ist dieses Buch geschrieben. Von Beginn an hat man die beeindruckende Winterlandschaft Alaskas vor Augen, sieht die Sonne im Schnee glitzern und streift über schneebedeckte Wiesen und durch verschneite Wälder, wobei jeder Laut durch das prächtige Weiß gemildert wird. Die Autorin zeichnet meiner Ansicht nach ein großartiges Bild des strengen Alltags, der imposanten Landschaft und des beschwerlichen Lebens im Alaska der 20er-Jahre. Mich hat dieser Aspekt besonders fasziniert, weil ich dadurch von einer ganz anderen Lebenswelt erfahren habe. Monatelange Winter, mit nur wenigen Stunden Sonnenlicht und ganz kurze Sommer, die der Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit gewidmet sind, ein unvorstellbar harter Jahresrhythmus! Die märchenhafte Begebenheit um das Schneemädchen wird in einem sehr leisen, bezaubernden Stil erzählt. Einer schneebedeckten Märchenlandschaft entsprechend, erzählt die Autorin mit sehr ruhiger Stimme, die vielleicht insgesamt etwas zu gedämpft - dafür aber sehr zärtlich - geraten ist. Es ist ein bezauberndes Märchen für verschneite Winterstunden, zart und leise wie ein Schneegestöber und gleichzeitig eine Hommage an Alaska, an seine harten Winter, anstrengende Sommer und resoluten Menschen.

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    • 15
    Sabine17

    Sabine17

    29. March 2015 um 00:08
  • Märchen für Erwachsene

    Das Schneemädchen
    Schlehenfee

    Schlehenfee

    14. March 2015 um 17:27

    Alaska in den 1920er Jahren: Das kinderlose Ehepaar Jack und Mabel kämpft nicht nur gegen die Widrigkeiten eines Lebens in der Wildnis sondern auch gegen das zunehmende Schweigen und die Distanz zwischen ihnen selbst. Dass ihr einziger Sohn tot geboren wurde und sie Jack danach kein Kind mehr schenken konnte bekümmert Mabel sehr. Um vor den vorwurfsvollen Blicken der Verwandtschaft zu flüchten, überredete sie Jack einst zum Auswandern nach Alaska. Nun bemüht er sich der Wildnis ein Stück bewirtschaftbares Land abzutrotzen während sie immer mehr in der Blockhütte vereinsamt. Als der erste Schnee fällt bauen Jack und Mabel in einem Moment der Übermut ein Mädchen aus Schnee. Mabel zieht ihm rote Fäustlinge und einen roten Schal um. Am nächsten Morgen bemerkt Jack zwischen den Bäumen ein kleines Mädchen mit blondem Haar, rotem Schal und Fäustlingen. Das Schneemädchen Faina und die Freundschaft mit der Familie Benson schaffen es, Jack und Mabel aus ihrer Isolation zu holen. Doch was wird geschehen, wenn der Schnee schmilzt und der Winter vorbei ist? Wird Faina mit ihm fort sein? Autorin Eowyn Ivey hat sich für ihren ersten Roman von einem russischen Märchen inspirieren lassen und bindet die Geschichte von Schneemädchen Faina sehr geschickt in die Wildnis Alaskas und das harte Leben der Siedler dort ein. Sehr berührend und authentisch schildert sie die Gefühle und Gedanken des vereinsamten Ehepaars Jack und Mabel, die ein Leben miteinander führen wollten und sich nun sehr voneinander entfremdet haben. Wie die beiden wieder zueinander finden, hat mich am meisten berührt und war für mich das zentrale Thema des Buchs. Auch nach dem Ende des Buches ist einem nicht klar, was Faina wirklich ist: einfach ein Kind der Wildnis oder eine märchenhaftes, zauberhaftes Wesen. Mit diesem Mysterium spielt die Autorin geschickt und lässt Faina für Jack und Mabel sowie für den Leser mal verzaubert, mal menschlich wirken. Dieser Aspekt verleiht dem Buch etwas Märchenhaftes und macht es zu einem schönen Schmöker für Winterabende, wenn der Schnee und Wind Alaskas zum Greifen nah wird. Eowyn Ivey hat auch das Leben in ihrer Heimat Alaska in den Vordergrund gerückt und treffend und ungeschönt beschrieben. Neben der mühsamen Feldarbeit sind Jack und die Bensons aufs Fallenstellen und Jagen angewiesen. Dies ist mir klar und das akzeptiere ich auch, doch in jedem Kapitel ist vom Töten von Tieren die Rede und das war mir zu viel. Vor allem, wenn ein Tier geschossen wurde und dann liegen gelassen, weil das Fell doch nicht so schön war wie vermutet oder das Tier alt. Das entspricht nicht meinem Ethos und ich möchte auch nicht permanent darüber lesen. Leider beschert das dem „Schneemädchen“ in meinen Augen einen Stern Abzug.

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  • Das Schneemädchen - märchenhaft, doch zu "gewöhnlich"

    Das Schneemädchen
    paevalill

    paevalill

    20. January 2015 um 16:35

    Eowyns Ivey verbindet mit ihrem Erstlingswerk und internationalem Bestseller "Das Schneemädchen"ein russisches Märchen mit der -natürlich fiktiven- Realität. Die Geschichte spielt in den 1920er Jahren in Amerika. Inhalt: Ein kinderloses, älteres amerikanisches Ehepaar zieht zum Neuanfang in das kalte Alaska. Anfangs kennen sie niemanden und müssen sich zunächst mit ihrem neuen Lebensstil in der scheinbaren Wildnis arrangieren. Mithilfe ihrer Nachbarn und der Begegnung mit dem Schneemädchen finden die beiden zu ihrem persönlichen Glück und zurück ins Leben. Hintergrund: Als Hintergrund dient das russische Märchen von Snegurotschka, zu deutsch dem Schneeflöckchen oder eben Schneemädchens. Manchen mag dieses Märchen durch Alexander Ostrowski als Theaterstück bekannt sein, anderen durch Nikolai Andrejewitsch Rimski-Korsakow als Ballett. Ich persönlich kannte dieses Märchen mit all seinen Varianten nicht, trotzdem faszinierte mich das Grundthema des kinderlosen Ehepaars, das sich ein Mädchen aus Schnee baut, welches ihm bis zum Frühlingsbeginn in Gestalt eines echten, geheimnisvollen Mädchens begegnet. Charaktere: Die Protagonisten, das alte Ehepaar, stecken in einer Art Depression: Die Enttäuschung über die Kinderlosigkeit wurde nie richtig kommuniziert, die Lebensfreude ist überhaupt nicht spürbar. Stets verfolgt einen das Gefühl von Distanz zwischen den beiden, obwohl sie eine doch beachtlich lange Zeit gemeinsam weiterzuleben versuchen und gemeinsam einen Neustart in Alaska versuchen. Positiv anzumerken ist, dass jeder im Roman auftretende Charakter tatsächlich Ecken und Kanten besitzt. Dies sorgt für einiges an Charaktertiefe. Die Nachbarsfrau wirkt auf mich besonders sympathisch - eine kernige, energische Frau, die das Leben zwischen Männern in der Wildnis regelt und sich von nichts unterzukriegen lassen scheint. Vielleicht mag es an meinem eigenen jungen Alter liegen, durch das ich mich mit keinem der Charaktere wirklich identifizieren kann. Wirklich mitreißen konnte mich nämlich trotz allem irgendwie niemand. Aber das muss es vielleicht auch gar nicht. Aufbau: Das Buch ist in drei Teile gesplittet. Zwischen diesen Abschnitten lässt sich kein wirklicher Cut erkennen, vielmehr schaffen die vorangehenden Zitate aus dem russischen Märchen mehr Atmosphäre. Sprache: Sprachlich kann die Autorin mit ihren detaillierten Beschreibungen von Natur, Menschen und Tieren voll und ganz überzeugen. Stets mutet der Sprache etwas Mystisches an, das schwer in Worte zu fassen ist. An manchen Stellen hätte ich mir jedoch mehr Mut zum Ungewissen gewünscht. Mit dem scheinbaren Drang zum Realistischen verliert sich die Geschichte leider etwas zu sehr in Nebensächlichkeiten, wodurch einiges an Atmosphäre wieder verloren geht. Schade! Cover: Optisch verspricht der Band sehr viel. Das schlichte weiß-blaue Grundschema verrät Märchenhaftes, die Farbe weiß symbolisiert natürlich den Winter - das Hauptthema der Geschichte. Wirklich sehr einladend! Als Fan märchenhafter und ungewöhnlicher Geschichten war ich von dem Buch insgesamt eher enttäuscht. Die Autorin kann ihre schriftstellerischen Fähigkeiten sehr gut umsetzen, die Grundidee gefällt mir auch sehr gut. Trotzdem fehlt mir das Zauberhafte, das mich von vorne bis hinten begeistern lässt. Trotz aller Enttäuschung kann ich das Buch zumindest für jene Leser weiterempfehlen, die gerne ein gut geschriebenes Buch lesen wollen und zu phantasievollen Geschichten normalerweise abgeneigt sind. Hier könnten sie an der richtigen Stelle sein.

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  • Ein Märchenbuch wird Wirklichkeit

    Das Schneemädchen
    Bookling

    Bookling

    17. January 2015 um 03:44

    Dieser wundervolle Debütroman von Eowyn Ivey beginnt mit dem Ehepaar Jack und Mabel, das auf Mabels Wunsch nach Alaska ausgewandert ist, nachdem ihr Kind bei der Geburt gestorben ist und sie die Menschen und Kinder um sich herum nicht mehr ertragen konnte. Doch aus ihrem Wunsch, ihrem Partner bei gemeinsamer Arbeit  in der entlegenen Gegend wieder näher zu kommen, scheint nichts zu werden, weil dieser die Gesellschaft anderer Leute vermisst und ohne ihr Wissen eine Einladung zum Besuch bei einer anderen Farmersfamilie annimmt. In einem Anfall kindlicher Unbeschwertheit fängt Mabel an einem Abend eine Schneeballschlacht an, die im Bau eines Schneemädchens mit Schal und Handschuhen und allem drum und dran gipfelt. Als das Schneemädchen am nächsten Tag verschwunden ist und bald darauf ein kleines, schüchternes Mädchen mit den Handschuhen und dem Schal auftaucht, wissen die beiden nicht so recht, was sie glauben sollen, da niemand in der Gegend solch ein Mädchen zu kennen scheint. Als der Schnee schmilzt und das Mädchen verschwindet leidet das Paar wieder jeder für sich. Um sich ein Märchenbuch schicken zu lassen, aus dem ihr Vater ihr als Kind vermeindlich vorgelesen hat, schreibt Mabel ihrer Schwester einen ersten Brief, dem viele weitere folgen werden. In dem Märchenbuch geht es um ein älteres Ehepaar, das einen Schneemann baut, der dann lebendig wird. Anhand der Bilder und Informationen ihrer Schwester rekonstruiert sie die genaue Geschichte und ist sich sicher, dass das Mädchen wiederkommen wird. Eine Überzeugung die Jack keinesfalls teilt. Sie kommt mit dem ersten Schnee tatsächlich wieder und verschwindet mit seinen letzten Resten im Frühjahr. So genießen sie jeden Winter mit ihrem kleinen Mädchen, das immer kommt und geht wie sie möchte. Sowohl Jack als auch Mabel schwanken in dieser Zeit in ihrer Überzeugung, ob sie nun menschlich ist oder doch eher nicht. Während Jack eines Sommers mit verrenktem Rücken das Bett hüten muss, bekommt Mabel Hilfe von den entfernt lebenden Nachbarn.  Deren jüngster Sohn zieht zu ihnen auf den Hof, hilft mit Rat und Tat bei allen arbeiten und gehört schon richtiggehend zur Familie, als er das erste Mal auf das Mädchen trifft. Er verliebt sich sofort in sie und sucht ihre Nähe, obwohl ihr das anfangs gar nicht gefällt. Dass sich die beiden näher kommen macht auch Mabel Sorgen, weil es zu ihrem Märchenbuch passt und sie Angst hat, das Mädchen - wie in dem Buch - zu verlieren. Als das Mädchen schließlich wirklich für immer verschwindet, sind beide verzweifelt, als ihnen klar wird, dass sie wie eine Tochter für sie war und sie wieder ein Kind verloren haben. Im Unterschied zum ersten Verlust teilen sie diesmal ihr Leid und entfernen sich  so zumindest nicht von einander. Besonders in Gedanken geblieben ist mir einer der letzten Absätze des Buches. Auf Seite 446 heißt es: "Der Kummer erfasste Mabel mit solcher Macht, dass sie nur schluchzen konnte, ohne einen Ton, ohne ein Wort, geschüttelt von einer Qual, die zu überleben sie für unmöglich gehalten hätte, wenn sie ihr nicht schon einmal widerfahren wäre. Sie weinte bis ihr Inneres hohl und leer war, wischte sich mit den Fingerspitzen übers Gesicht und setzte sich auf den Stuhl, in der Erwartung, dass Jack hinausgehen und sie allein lassen würde. Doch er kniete sich vor sie, legte seinen Kopf in ihren Schoß, und sie hielten einander, teilten das Leid eines alten Mannes und einer alten Frau um den Verlust ihres einzigen Kindes." So abgedroschen es auch klingt, das Leben geht weiter, selbst wenn man es sich in diesem Moment tiefsten Leids nicht vorstellen kann. (Ich bin daran gescheitert hier passend weiterzuschreiben. Meine Gedanken rasen zu sehr. Deshalb nur so viel: Ich fand das Buch ganz wundervoll - nur eben den Schluss nicht. Ich steh nicht so auf Verlust.)

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