Erasmus von Rotterdam Das Lob der Torheit

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Inhaltsangabe zu „Das Lob der Torheit“ von Erasmus von Rotterdam

Erstmals 1511 gedruckt, ist Erasmus von Rotterdams «Lob der Torheit» ein Hauptwerk des Humanismus und bis heute ein Weltbestseller. Der Manesse Verlag feiert das Buchjubiläum mit einer bibliophilen Prachtausgabe – bereichert um eine exklusive Auswahl farbprächtiger Aquarelle von Cornelia Schleime. Wie Erasmus wirft auch die renommierte Gegenwartskünstlerin einen poetischen und provokanten Blick auf unsere Welt voller Torheiten.

Wie kommen die Menschen dazu, über die Dummheit zu lachen? Gäbe es ohne sie doch keine Leidenschaft und keine Liebe. Keine Gesellschaft hätte Bestand, kein Mensch würde dem anderen vertrauen. Erst ein gerüttelt Maß an «stultitia» – vulgo: Torheit – lässt unser Leben gelingen. Höchste Zeit also für eine Lobrede! Da sich kein anderer findet, ergreift in schönster Selbstüberschätzung Frau Stultitia persönlich das Wort. In geschliffener Sprache, dabei launig und hochironisch, führt sie uns vor Augen, was wir nicht sehen wollen: Ohne sie, die Torheit, wäre alles nichts. Nur wenn es um Prunksucht und Selbstgefälligkeit in den Reihen der Kirche geht, kennt sie keinen Spaß. Vom einfachen Priester bis zum Papst: Stultitia stellt sie alle bloß.

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  • Rezension zu "Lob der Torheit" von Erasmus von Rotterdam

    Das Lob der Torheit

    Günter Landsberger

    03. March 2011 um 11:55

    Erasmus von Rotterdam: „Das Lob der Torheit / ENCOMIUM MORIAE“, übs. und hrsg. von Anton j. Gail, Reclam UB1907/08, Stuttgart 1969 Vor zwei Wochen ist dieses erstmals im Jahre 1509 veröffentlichte Buch des großen Humanisten Erasmus von Rotterdam, das im Original naheliegenderweise in der Humanistensprache Latein abgefasst worden ist, zu meinem Buch der Woche geworden. Schon vom Titel her. Spätestens jedoch auf der Seite 68, auf der ganz aktuell zu lesen war und ist: „Was wiegt schon die Stimme der paar Klugen gegen einen solchen Haufen? Noch gerissener machen es die Plagiatoren, die den Ruhm fremder Lebensarbeit mit einigen Worten sich selbst zuwenden und sich eine Weile Gewinn davon versprechen, wenn sie auch noch so eindeutig des Plagiats überführt werden. Man muß es gesehen haben, wie sie sich in öffentlicher Anerkennung gefallen und mit dem Finger auf sich weisen lassen: „Das ist der berühmte Mann!““ Von einer speziellen Aktualität betr. Herrn zu Guttenbergs natürlich noch nichts ahnend hatten wir uns vor vier / fünf Wochen in unserem privaten Literaturkreis darauf verständigt, genau dieses Reclambändchen zu lesen und bei unserer nächsten Zusammenkunft am 28. 02. 2011 zu besprechen. So wenig umfangreich und so berühmt diese Schrift des Erasmus auch ist, einigen unserer siebenköpfigen Erwachsenengruppe machte sie zunächst doch Schwierigkeiten. Verständlich. Heute fehlt es eben doch etwas zu sehr an der geläufigen Kenntnis der antiken Götterwelt in all ihren Verästelungen, auf die ganz selbstverständlich und immer wieder bei Erasmus angespielt wird. - Nun bietet zwar die Reclamausgabe durchweg eine ganze Reihe von Anmerkungen an; für die meisten von uns war es dennoch zu ermüdend, diese immer wieder eigens nachschlagen und nachlesen zu sollen. Ein Ehepaar kam schließlich auf die gute Idee, sich zunächst das - wie sich alsbald herausstellte - „sehr gut lesbare“ biographische Erasmus-Buch von Stefan Zweig zu besorgen, durch das ihnen einerseits der für sie unerlässliche biographische und historische Kontext zu Erasmus vermittelt wurde und durch das sie andererseits immer wieder nachdrücklich auf die Schrift „Das Lob der Torheit“ geradezu neugierig gemacht wurden. Und so war die Voraussetzung für sie gewonnen, unser Reclam-Bändchen mit Gewinn zu lesen. Warum diese Schrift des Erasmus nie auf dem katholischen Index gestanden hat, fragten sie sich. Ob dabei entscheidend war, dass Erasmus durchgängig die personifizierte Torheit selber sprechen (und sich selber loben) lässt und er deshalb für die Worte der offensichtlichen Rollenfigur nicht so ohne weiteres selber haftbar gemacht werden konnte und kann? Oder ob es noch wichtiger für die Kirche war, dass er, der schon berühmte Erasmus, sich nicht auf die Seite der Reformation geschlagen hat?

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  • Rezension zu "Das Lob der Torheit" von Erasmus von Rotterdam

    Das Lob der Torheit

    matze9889

    07. October 2009 um 20:09

    Ein unterhaltsames Buch, wenn man sich dafür interessiert, was Humanisten im 16. Jahrhundert zum Vergüngen geschrieben haben. Wer die mittealterliche Sprache mag, der wird seinen Gefallen an Erasmus finden.

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