Erdem Uçar Der Himmel über Nebra

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Inhaltsangabe zu „Der Himmel über Nebra“ von Erdem Uçar

Etienne Pettit fristet ein Leben als erfolgloser Kleinganove. Für den berüchtigten Patron soll er eine heikle Aufgabe erledigen: Etienne muss die Himmelsscheibe von Nebra – ein unbezahlbares Artefakt – stehlen. Dicht auf der Spur sind ihm der kauzige Kommissär Christoph Lenz und Stefanie Gerber, eine junge Fernsehjournalistin. Wird Etienne Pettit die Himmelsscheibe beschaffen können oder verhindern seine beiden Gegenspieler die Tat?

Ein Krimidebüt, das einfach Spaß macht

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Sehr spannendes Krimi-Debüt mit wahrem Hintergrund - unbedingt lesen!

— Wildpony
Wildpony

Ein anspruchsvoller Kriminalroman und ein gelungenes Debüt.

— Bibliomarie
Bibliomarie

Ein spannender Krimi, den man nicht mehr aus der Hand legen möchte.

— Prinzesschn
Prinzesschn

Ein Kunstraub, der Schweizer Kriminalgeschichte geschrieben hat. Intelligent erzählt und actionreich umgesetzt! 4 Sterne +

— Floh
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Eine wunderbare Sprache und Wortwahl entführen in ein spannendes Abenteuer

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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  • Mein Leseeindruck

    Der Himmel über Nebra
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    10. August 2016 um 15:15

    In der letzten Zeit hatte ich schon öfter das Glück, Debüts zu lesen. Debüts, die mal sehr gut oder gut, bis hin zu na ja waren. Hier hingegen hatte ich von der ersten Seite an das Gefühl, dass mich etwas tolles erwartet. Toll im Sinne von spannend und unterhaltsam. Mit dem Kleinganoven Etienne ist dem Autor ein sehr interessanter Protagonist gelungen. Aber auch die Ermittler nehmen eine besondere Rolle ein. Irgendwie sind sie mir während des Lesens auch so ein bisschen ans Herz gewachsen. Etwas irritiert war ich jedoch über die verschiedenen Handlungsstränge die ich teilweise doch recht verwirrend fand. Aber gen Ende wurde dann doch alles klar. Ich hatte zwar früher schon von der Himmelsscheibe gehört bzw. gelesen, aber nun war ich doch neugierig geworden und muss mich unbedingt mal näher darüber informieren. Vielen Dank dem Autor für die Anregung zu diesem überaus spannenden Thema und das tolle Krimidebüt.

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  • Super spannend und mit wahrem Hintergrund

    Der Himmel über Nebra
    Wildpony

    Wildpony

    12. July 2016 um 09:00

    Der Himmel über Nebra  - Erdem Uçar Kurzbeschreibung Amazon: Etienne Pettit fristet ein Leben als erfolgloser Kleinganove. Fürden berüchtigten Patron soll er eine heikle Aufgabe erledigen:Etienne muss die Himmelsscheibe von Nebra – ein unbezahlbaresArtefakt – stehlen. Dicht auf der Spur sind ihm derkauzige Kommissär Christoph Lenz und Stefanie Gerber, einejunge Fernsehjournalistin. Wird Etienne Pettit die Himmelsscheibebeschaffen können oder verhindern seine beidenGegenspieler die Tat? Mein Leseeindruck: Ein absolut spannendes Krimi-Debüt, das mich richtig gefesselt und begeistert hat. Der junge Autor Erdem Ucar konnte mich mit der Story, die auf einem wahren Kriminalfall aus der Kunstwelt basiert, vollkommen in den Bann ziehen und verblüffen. Dieser Krimi hat alles was ein Krimiherz wie meines richtig begeistert. Eine total spannende Handlung, interessante Protagonisten, zu welchen man mehr oder weniger eine Verbindung aufbauen kann, viele spannende Wendungen und auch für den Leser viel Spaß beim mit rätseln und mit ermitteln. Ich habe bis zum Ende wieder mal feststellen müssen das ich nicht der geborene Ermittler wäre und oftmals mit meinen im Hinterkopf verankerten Vermutungen total falsch gelegen habe. Den tatsächlichen Fall mit der Himmelsscheibe hatte ich bis dahin nicht gekannt und das Buch hat mich natürlich dann zum nachlesen angeregt und ich habe wieder was daraus gelernt. Fazit: Ein wirklich bewundernswertes Debüt eines Autors, dessen Name ich mir nun merken werde. Es war ein perfekter Fall, angelehnt an einen wahren Kriminalfall, und durch die Umsetzung dem Leser perfekt nahe gebracht. Der Autor versteht es durch Schreibstil und Flüssigkeit, aber auch durch die Handlung mit allen Wendungen den Leser an das Buch zu fesseln. Auch den Verlag, den ich bisher noch nicht kannte werde ich nach diesem Buch weiter im Auge behalten. Daher gibt es von mir 5 wohlverdiente Sterne für ein tolles Krimidebüt! Meine Hochachtung an den Autor!        

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  • Rezension zu "Der Himmel über Nebra" von Erdem Uçar

    Der Himmel über Nebra
    dorli

    dorli

    01. June 2016 um 15:51

    Basel. Auf einer Baustelle am Rheinhafen St. Johann wird eine Leiche gefunden. Der gealterte und dem Alkohol zugetane Kriminalkommissär Christoph Lenz bekommt diesen Fall vom ersten Staatsanwalt Andreas Bosshardt zugeteilt und macht sich zunächst eher widerwillig an die Ermittlungen…Stefanie Gerber arbeitet in der Nachrichtenredaktion des Stadtfernsehens. Sie möchte über den unbekannten Toten vom Hafen berichten, doch als sie bei der Staatsanwaltschaft nachfragt, wird der Vorfall heruntergespielt. Als ihr brisantes Videomaterial aus einer Überwachungskamera in die Hände fällt, wittert sie eine Sensation…Etienne Pettit ist ein erfolgloser Kleinganove, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Mitglied in der Organisation des berüchtigten Patrons Johann Dreyfuss zu werden. Dafür nimmt Etienne so einiges in Kauf. Schließlich bekommt er die Aufgabe, die Himmelsscheibe von Nebra zu stehlen…Grundlage für diesen Krimi ist ein wahrer Kriminalfall aus der Welt des Kunsthandels. Die 1999 von Raubgräbern nahe der Stadt Nebra gefundene Himmelsscheibe - ein Artefakt von unschätzbarem Wert aus der frühen Bronzezeit - konnte am 23. Februar 2002 bei einer fingierten Verkaufsaktion in einem Baseler Hotel von der Schweizer Polizei sichergestellt und die Hehler verhaftet werden.Erdem Uçar hat mir in „Der Himmel über Nebra“ alles geboten, was zu einem fesselnden Krimi dazugehört. Eine mitreißend erzählte Geschichte, deren Spannungskurve durchgehend auf einem hohen Niveau bleibt und die mir durch zahlreiche offene Fragen und überraschende Wendungen viel Platz zum Miträtseln und Mitgrübeln gegeben hat.Das gesamte Geschehen ist verzwickt und verwinkelt. Christoph Lenz und Stefanie Gerber versuchen beide auf ihre Art, Licht in das Dunkel um den Hafenmord zu bringen und geraten dabei in ein schwer zu durchschauendes Geflecht aus Geheimnissen und Ungereimtheiten – ein Verwirrspiel, in das auch der Leser miteinbezogen wird. Man weiß nie, wer mit wem gemeinsame Sache macht oder eben doch sein ganz eigenes Süppchen kocht. Erst am Ende des Buches wird klar, wie die zahlreichen Handlungsfäden tatsächlich miteinander verschnürt und verflochten sind und wie geplant hier von Anfang an agiert wurde.„Der Himmel über Nebra“ ist ein fesselnder, gut durchdachter Krimi mit einer schlüssigen, zu keiner Zeit vorhersehbaren Auflösung. Ein starkes Debüt von Erdem Uçar - absolut empfehlenswert!

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  • Leserunde zu "Der Himmel über Nebra" von Erdem Uçar

    Der Himmel über Nebra
    EUcar

    EUcar

    Hast du das gewusst? Am 23. Februar 2002 hat sich in Basel (Schweiz) ein echter (!) Kriminalfall ereignet, der unser archäologisches Verständnis der Menschheitsgeschichte massgeblich beeinflusst hat. Von genau diesem Fall handelt mein Debütroman. Liebe Leserinnen und LeserIch lade euch ganz herzlich zur Leserunde meines Krimis "Der Himmel über Nebra" ein. Bevor ihr weiterlest: Ich empfehle euch, auch einen Blick in den Video-Trailer zu werfen! (siehe unten)Wovon handelt der Krimi? Etienne Pettit fristet ein Leben als erfolgloser Kleinganove. Für den berüchtigten Patron soll er eine heikle Aufgabe erledigen: Etienne muss die Himmelsscheibe von Nebra – ein unbezahlbares Artefakt – stehlen. Dicht auf der Spur sind ihm der kauzige Kommissär Christoph Lenz und Stefanie Gerber, eine junge Fernsehjournalistin. Wird Etienne Pettit die Himmelsscheibe beschaffen können oder verhindern seine beiden Gegenspieler die Tat? Bewerben könnt ihr euch bis am 24.04.2016. Es handelt sich um meine erste Leserunde, deshalb würde mich folgendes interessieren: Würdet ihr wegen der Beschreibung und/oder dem Trailer das Buch lesen?Ich wünsche mir viele Bewerbungen und freue mich jetzt schon auf euer Feedback. Auf Wunsch versende ich auch signierterte Exemplare!Euer Erdem Promo-Trailer zum Buch:

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  • Krimi nach einem wahren Fall

    Der Himmel über Nebra
    irismaria

    irismaria

    „Der Himmel über Nebra“ von Erdem Uçar ist ein Krimi, der auf einem tatsächlich passierten Fall beruht, dem versuchten Verkauf der Himmelscheibe von Nebra 2002 in der Schweiz. Die Geschichte beginnt mit der Ausbreitung verschiedener Handlungsstränge, in der in fast poetischer Sprache die Akteure eingeführt werden. Da ist zum einen die Polizei rund um Kommissär Lenz, einem bärbeißigen Ermittler mit Alkoholproblem, der den Fall einer Leiche auf einer Baustelle untersucht. Der Kleinganove Etienne Pettit möchte ein Mitarbeiter des "Patrons" werden und muss sich vor dessen Handlangern durch Überfälle etc. beweisen. Stefanie ist eine junge Journalistin vom Stadtfernsehen, die eine Riesenstory wittert, als sie versehentlich statt der Polizei ein Überwachungsvideo der Baustelle erhält. Und während jeder der Akteure seine Ziele verfolgt, bahnt sich der Verkauf der Himmelscheibe an, auf die es viele abgesehen haben. Passend zum Handlungsort geht es zuerst wenig actionreich, sondern eher gemächlich zu, was sich im Lauf der Handlung ändert. Auch bei den Absichten der Figuren gibt es immer wieder Überraschungen.Die Geschichte ist sprachlich sehr schön, wenn man sich erstmal eingelesen hat, und die Handlung ist spannend. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass die Himmelscheibe mehr im Blick steht und in einem Nachwort erklärt wird, was Fiktion und was der echte Fall ist.Ich kann „Der Himmel über Nebra“ sehr empfehlen, vor allem für Leser von Qualitätskrimis.

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  • Rezension zu "Der Himmel über Nebra"

    Der Himmel über Nebra
    Zsadista

    Zsadista

    09. May 2016 um 15:09

    Etienne Pettit ist eigentlich nur ein kleiner Ganove. Er möchte aber zum großen Kreis des berüchtigten Patron gehören. So nimmt er einen Auftrag für diesen an. Er soll als letzte Prüfung ein Artefakt für ihn stehlen. Auf der anderen Seite steht der Kommissär Lenz. Dieser steht bereits am Ende seiner Laufbahn. Und das einzige was er noch will ist, den Patron zur Strecke zu bringen. Doch höhere Stellen verhindern immer wieder dass Lenz den Patron zur Strecke bringen kann. Und dann ist da noch die junge Journalistin, die erstaunlichen Biss hat und sich von nichts abschrecken lässt. „Der Himmel über Nebra“ ist der Debüt – Krimi aus der Feder des Schweizer Autors Erdem Ucar. Der Roman ist etwas unscheinbar. Das Cover ziert recht düstere Farben und es fällt einem nicht direkt ins Auge. Mit dem Titel konnte ich so auch nicht wirklich etwas anfangen. Der Klappentext jedoch gestaltet sich sehr interessant und reißt das etwas farblose Cover voll heraus. Jedoch muss man erst einmal zum Buch greifen und die Inhaltsangabe lesen um das Interesse zu wecken. Der Schreibstil des Autors ist nicht gerade einfach. Ich fand ihn sehr ansprechend, ein gehobener Sprachstil, auf den man sich einlassen muss. So ist das Buch auch nicht mal auf die Schnelle gelesen. Man muss sich damit abfinden, dass man an diesem Buch länger und tiefer liest. Manchmal kann es auch vorkommen, dass man einen Satz zweimal lesen muss. Mich störte dies nicht, wollte es aber erwähnen. Das Spiel mit Worten und den Protagonisten untereinander fand ich sehr gelungen. Ein bisschen viel wurde es mit den Doppelleben der Protagonisten. Das war etwas zu viel des Guten. Schade auch, dass das wichtige Artefakt, das dem Buch den Titel verliehen hat, am Ende keine große Rolle spielteDer Hintergrund der Geschichte basiert auf einem realen Kriminalfall von 2002, der sich in Basel abspielte. Daher fand ich den Roman nochmal interessanter, weil ich Real Crime sehr liebe. Was ich hier noch erwähnen mag ist der hohe Preis des Buches. Ich finde leider einen Preis von 34,80 Euro ( Angabe bei Amazon ) sehr hoch für ein Buch. Dies könnte dem Buch auch so einige Steine in den Weg legen, was eigentlich schade ist. Zu empfehlen für Leser, die dem gehobenen Krimi frönen. Wer nur locker, leichte Krimis mag, sollte sich das ganze zweimal überlegen. 

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  • Raffiniertes Doppelspiel

    Der Himmel über Nebra
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    Das ist ein Debüt mit Klasse. Ein Krimi, basierend auf einem echten Kriminalfall von 2002 in Basel, ein Spiel um Identitäten, Interessen und Eitelkeiten.Die berühmte Himmelscheibe von Nebra soll von Hehlern in der Schweiz verkauft werden. Längst hat die Polizei und die Staatsanwaltschaft Wind von diesem Deal bekommen und platziert ihre Leute um bei der Übergabe zuzuschlagen. Aber ganz so glatt geht das nicht, da verfolgen zu viele der involvierten Beamten eigene Interessen und nicht immer sind diese gesetzeskonform.Der Kleinganove Etienne Pettit versucht schon lange zum inneren Zirkel der Gang des mächtigen Patrons zu gehören und soll nun mit dem Diebstahl des Artefakts seine letzte Prüfung bestehen, es geht für ihn um nichts weniger als Erfolg oder Tod.Kommissär Lenz, desillusioniert, dem Leben längst überdrüssig gewordener Beamter will am Ende seiner Laufbahn den Patron zur Strecke bringen. Seit Jahrzehnten verfolgt er dessen Laufbahn und ahnt, dass der Schutz aus höchsten Kreisen den Patron fast unangreifbar macht. Bosshardt, der Chef der Staatsanwaltschaft, stellt, wie es scheint seine eigenen Interessen über die des Amts.Und dann agiert noch eine junge Journalistin vom Stadtfernsehen, die sich mit Verve in den Fall verbeißt und sich weder von der Staatsmacht, noch von Drohungen abschrecken lässt.Das Szenario ist klar, aber mit welcher Raffinesse der Autor diesen Plot entwickelt, ist erstaunlich. Er findet immer wieder einen Dreh, der den Leser fesselt. Man darf keinen Augenblick in der Konzentration nachlassen um keinen Hinweis, keine Spur zu überlesen. Hier wird der Leser mit einem intelligenten Roman gefordert und genau daraus kann man sein Vergnügen ziehen, wenn man mehr von einem Kriminalroman als Mord und Totschlag erwartet.Hat man sich eingelesen, wird man schnell mit den Personen vertraut. Uҫar beschreibt sie detailreich, lebendig und verfügt über das Können, sie dem Leser nahezubringen. Wenn er die  Perspektive wechselt und aus Sicht der Hauptpersonen erzählt, taucht man mit Haut und Haaren in die jeweilige Welt ein. Die Spannung steigert sich von Kapitel zu Kapitel steuert auf einen rasanten Schluss zu, der auch für aufmerksame Leser noch Überraschungen bereithält.Hier möchte ich kleine Einschränkungen anbringen: für meinen Geschmack waren es einige Wendungen zu viel. Jeder der Beteiligten spielte mindestens ein Doppelspiel, das zerfaserte die Handlung und wirkte letztendlich unglaubwürdig. Der Diebstahl der Himmelsscheibe geriet dabei zum Nebenschauplatz. Ich fand es schade, dass dieses Artefakt so gar keine Rolle spielte. Da führt der Titel in die Irre.Die Sprache ist anspruchsvoll und stilistisch ausgefeilt, für einen Debütroman finde ich sie erstaunlich ausgereift. Da schreibt jemand, der mit der Sprache umgehen kann. Das hat mich sehr für das Buch eingenommen. Auch dass meine Intelligenz als Leser nicht angezweifelt wird und die Lösung nicht noch einmal zusammengefasst wird, (wie es leider häufig praktiziert wird) hat mir gut gefallen.Dieser Kriminalroman ist geradezu prädestiniert für eine Verfilmung und ich hoffe, dass es die entsprechende Aufmerksamkeit findet. Die Ausstattung ist liebevoll und sehr wertig, ein warm-getöntes Papier, eine angenehme Schriftgröße runden mein Lesevergnügen ab. Der Satzspiegel hätte vielleicht etwas großzügiger ausfallen können, um noch augenfreundlicher zu sein. Ein schönes, gebundenes Buch, dem ich viele Leser wünsche.

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    • 2
  • der Patron

    Der Himmel über Nebra
    eskimo81

    eskimo81

    Etienne Pettit fristet sein leben als Kleinkrimineller. Als er die Chance hat, sich für den Patron zu bewähren, lässt er sich auf ein gewagtes Spiel ein. Er soll ein unbezahlbares Artefakt stehlen - der kauzige Kommissär Christoph Lenz und die Journalistin Stefanie Gerber heften sich an seine Fersen...Ein Schweizer Autor - ein Debüt - eine wahre GeschichteEin Buch, das vieles verspricht und mehr als das einhält. Ein genialer Krimi, unvorhersehbar, spannend und fesselnd. Man fliegt durch die Seiten und doch muss man sehr bewusst und konzentriert lesen. Ein Krimi der herausfordert - eine wundervolle Sprache, hochstehend und einfach faszinierend bietet der Krimi alles, was das Spannungsherz sich wünscht. Irgendwie hatte ich das nicht erwartet, irgendwie ging ich sehr skeptisch an das Buch heran und bin nun mehr als nur glücklich, den Schritt gewagt zu haben. WOW, was für ein Werk! Ich hoffe, dass noch sehr, sehr viele Bücher des Autors erscheinen werden. Ein Buch, das wundervoll aufgemacht ist und überzeugt - in der Aufmachung, im Schreibstil, in der Art und Weise.Gut, der Schluss war für mich nicht zu 100% "rund" - aber ein neuer Autor darf und muss auch Chancen haben, sich zu entwickeln. Aus diesem Grunde runde ich die 4.5 Sterne sehr, sehr gerne auf. Dieses Werk lohnt sich zu lesen - man wird richtiggehend als Leser verwöhnt.Fazit: Ein fantastischer Krimi. Spannend, unvorhersehbar und einfach genial. Spannend, sogar gegen Schluss noch ein Touch spannender, obwohl man das Buch die gesamte Zeit kaum aus der Hand legen kann, ists gegen Schluss überhaupt nicht mehr möglich. Ein fantastisches Debüt, das ich jedem Krimiliebhaber, der nicht was seichtes und "einfaches" sucht ans Herz legen kann. Was für ein tolles Werk!

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    • 3
  • Intelligent erzählt und actionreich umgesetzt. Ein Debütkrimi der gehobenen Klasse. Grandios!

    Der Himmel über Nebra
    Floh

    Floh

    Der Schweizer Debütautor Erdem Uçar macht nicht nur mit seinem Titel „Der Himmel über Nebra“ unheimlich neugierig, sondern auch mit einem interessanten Klapptext und dem vielversprechenden gut gewähltem Cover, samt dem Bezug zu realen Ereignissen, die sich am 23. Februar 2002 zu einer bahnbrechenden Kriminalgeschichte ereignet haben. Mit seinem Erstlingswerk "Der Himmel über Nebra" bewegt sich der Autor auf einem sehr gewagten und vielversprechenden Gebiet. Er vereint Fiktion, Realität, Fakten und den rasanten Bereich des Journalismus, der schweizerischen Kriminalbehörden und die Hintergründe eines wertfallen Kunstartefaktes. Hier gibt sich der Autor Erdem Uçar mutig, aber entschlossen und sich seinem Genre und seiner Recherche absolut sicher auf gewitztes Terrain. Er spielt mit Ermittlungsstrategien, Klischees, mit Kunst und Wortmalerei und großen Sinnfragen. Und es hat sich gelohnt. Dieses Buch wird man nicht einfach nur lesen, man wird es hinterfragen. Erschienen im reinhardt Verlag (http://www.reinhardt.ch)Inhalt:"Etienne Pettit fristet ein Leben als erfolgloser Kleinganove. Für den berüchtigten Patron soll er eine heikle Aufgabe erledigen: Etienne muss die Himmelsscheibe von Nebra – ein unbezahlbares Artefakt – stehlen. Dicht auf der Spur sind ihm der kauzige Kommissär Christoph Lenz und Stefanie Gerber, eine junge Fernsehjournalistin. Wird Etienne Pettit die Himmelsscheibe beschaffen können oder verhindern seine beiden Gegenspieler die Tat?"Schreibstil:Mit dem in Schweizer Autor Erdem Uçar erlebt man eine schriftstellerische Novität und beeindruckende Einzigartigkeit von der ersten Seite an! Sein Stil besitzt eine ganz eigene und spezielle Note, an die man sich zunächst gewöhnen muss. Erdem Uçar hat eine sehr achtvolle und intelligente Sprache und einen sehr gewählten Ton. Sein Buch wird man sehr langsam, sehr intensiv und sehr genau lesen. In jeder Zeile könnte man etwas Wichtiges herauskristallisieren und erfahren. Diese wichtigen Nuancen möchte man als neugieriger Leser keinesfalls versäumen. Besonders gelungen bringt Erdem Uçar seine Charaktere ins Spiel, denn er zeichnet sie mit stimmigen Klischees und sorgt so für geteilte Meinungen aus Antipathie und Sympathie. Seine Dialoge würzt er mit einer besonderen zeitgemäßen Sprache, schwingt mit Poesie, Mythologie, Zeitgeist, Moderne, Ironie, Sarkasmus und Kleinganoventum. So entfaltet Erdem Uçar eine enorme Kunst der besonderen Wortmalerei. Diese Art der Umsetzung, oder der Kern des Plots ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Dennoch auf gewisse Weise tiefgründig, anspruchsvoll gewürzt und mit einer Emotionsgewalt, die die Haut und Sinnesorgane benetzt. Lesen mit jeder Faser, wenn man das Geschehen auf sich wirken lässt. Er wählt eine makabre Darstellung in passenden Sequenzen und spielt mit den Gedankengängen der Protagonisten Roulette. Himmel und Hölle auf knapp 390 beladenen Seiten. Autor Erdem Uçar hat eine Art, die sicherlich nicht jedem direkt zugänglich ist, aber man sollte es als neugieriger Leser ruhig versuchen und wird vielleicht mit einem unvergesslich polarisierenden Roman belohnt. Autor Erdem Uçar schreibt sehr verwinkelt und die Geschichte baut sich nach und nach auf, ehe sie dann im großen Showdown zu einem engmaschigen Teppich verwoben wird und entlädt. Lebendig, facettenreich und bildhaft. Der Autor hat Talent und Wiedererkennungswert, zwar nicht für die große Leserschaft, aber für ein gewisses Publikum sicherlich! Sein Buch ist so filmreif verfasst, dass sich innerlich lebendige Bilder ergeben, und das Lesen zu einem Erlebnis mit allen Sinnen und Sinnfragen wird! Kein gewöhnlicher Krimi nach Schema F. Charaktere:Dank der Charaktere fühlte ich mich mitten drin! So speziell ausgearbeitete und besondere Persönlichkeiten sind mir selten in einem Roman begegnet. Bei der Darstellung der Akteure spielen nicht nur die beiden Hauptprotagonisten Kommissär Christoph Lenz und die Reporterin Stefanie Gerber eine tragende Rolle, sondern auch der gebeutelte Kleinganove Etienne Petitt, sowie einige üble Widersacher und Banden. Faszinierende Verhöre, sonderbare Hierarchien, wichtige Schlüsselrollen, Verdächtige und Marionetten. Ebenfalls Joelle, Bosshardt, Lukas, Armsturtz und Aurora werden einen wichtigen und unvergleichlichen Part in diesen behördlichen und privaten Ermittlungen einnehmen und den Fall zu einer Wende bringen. Jede so wichtige Rolle, wird auch durch zahlreiche sehr facettenreich und individuell gezeichnete Personen untermalt und geformt und eindringlich skizziert. Da der Autor in der Schweiz lebt, und er auch seine Kulissen auf das Land ausgeweitet hat, haben sich für mich als Deutsche Leserin einige Unklarheiten und Fragen ergeben, gerade der Behördenapparat funktioniert in der Schweiz anders als in Deutschland. Wer auf Lokalcharakter setzt, wird seine Erwartungen, auch die schweizerischen Einflüsse zu finden sehr gut erfüllt bekommen. Hier hat der Autor einen spannenden Pool unterschiedlicher Psychogramme, Charakterstudien und Ehrgefühl, samt Gewissen vermengt. Überraschend für den Leser ist hier auch die Wandlung wahrzunehmen, die die Charaktere, vor allem Lenz, Stefanie und Etienne durchleben zu beobachten und das eigene Schubladendenken nochmals in Frage stellen lässt. Hier schöpft der Autor Erdem Uçar aus den Vollen, er hat so viele Charaktermerkmale und so viel Klischee erschaffen, dennoch bleibt Dreh- und Angelpunkt das Sein des Kommissär Christoph Lenz mit seinen letzten Schachzügen im Amt und der Lebensgeschichte von Etienne Pettit. Schauplätze:Die einzelnen Schauplätze sind auf wenige Kulissen beschränkt. Diese einmaligen Kulissen rauben dem Leser jedoch die Sprache. Wir agieren und bewegen uns in der Schweiz. Hier fließen Erfahrungen und Recherche des Autors zusammen. Sehr gut hat er auch die zeitlichen Verschiebungen abgebildet und ein sagenhaftes Schauspiel der Perspektiven erschaffen. Schauplätze, die dem Roman neue Bilder schenken und ein facettenreiches Wechselbad an Kulisse, Gedanken und Orte bieten. Alles bewegt sich auf die große Deadline, dem 23. Februar zu. Auch der Leser begibt sich, dank der detaillierten und sehr nah differenzierten Formulierungen des Autors Erdem Uçar in die Schweiz und natürlich zusammen in das Leben von Stefanie und ihren Recherchen, sowie den Ermittlungen von Lenz und den Prüfungen und Aufgaben für Etienne. Von humorig, sarkastisch, ironisch, faszinierend, bis traurig, melancholisch, poetisch und gefühlvoll zu dramatisch und bestialisch, befangen und befreit. Erdem Uçar hat ein Händchen für bildhafte Darstellungen. Filmreif, drehbuchartig, actionreich und großes Kino! Meinung:...reicht von absolut fasziniert, völlig begeistert, total angetan bis etwas unzufrieden und zwiespältig. Der Autor hat einen tollen und einzigartigen Stil, keine Frage. Dennoch ist dieses Buch ein schwieriges Werk. Man wird es entweder Lieben, oder sich die Zähne daran ausbeißen. Ich wollte das Buch so gerne mögen, und ich habe auch glücklicherweise meine große Begeisterung daran gefunden. Ich zweifelte Anfangs, da ich hohe Erwartungen an den Inhalten der Thematik hatte. Doch hier ist es weniger der Inhalt, der mich so beeindruckt, sondern das wie, also die Umsetzung des Ganzen. Hier hat der Autor etwas für mich ganz Neues geschaffen, denn sein Roman lässt den Leser lange im Ungewissen. Die Geschichte entblättert sich erst nach und nach mit jeder der knapp 390 gelesenen Seiten und bietet erst am Ende ein komplettes Bild, das aber noch einige Handlungsstränge unbeantwortet lässt. Um sich ein handfestes Urteil bilden zu können, muss man dieses Buch wirklich erst beenden und etwas sacken lassen. Eine interessante Wahl, die mutig und gewagt zugleich ist. Leider ist das Schriftbild sehr überladen, was bei diesem anspruchsvollen Krimi den Lesefluss stellenweise etwas hindert. Dennoch muss ich loben, dass ich hier endlich wieder einen Autor gefunden habe, der mit einer Novität glänzt und mich mit einer sehr eigenen und einzigartigen Note sehr überrascht hat. Zudem ist die Farbgestaltung und das Cover eine absolut hochwertige Rundung. Sagenhafte Charaktere, faszinierende Welten und wertvolle Botschaften. Kritikpunkte:Der Autot bedient sich einer intelligenten und doch sehr anspruchsvollen sprache, er bleibt in seinem Land und jongiert natürlich auch mit hiesigen Worten und Begriffen, die manchen Leser fremd erscheinen könnten. Dieses Buch braucht viel Lesezeit, es ist kein Krimi zum Verschlingen oder für Zwischendurch, diesen Krimi atmet man ein und genießt ihn besonders intensiv. Diese Zeit sollte man sich für das Buch nehmen und gönnen. Gerade bei dem sehr hohen Kaufpreis wäre es sonst besonders schade, das Entfalten und den Wert der Umsetzung und Thematik nicht ganz nachspüren zu können. Leider wird das lesen durch den Anspruch und der kleinen Schrift etwas schwieriger. Ein Nachwort, Epilog oder eine Erklärung des Autors am Ende des Buches, besonders zu dem realen Krininalaspekten, wäre für mich ein besonderes Highlight und BonBon geworden!"Ich fürchte mich nicht vor dem Tod. Nicht vor dem unabwendbaren Dahinscheiden, das ich dem allmählichem Versagen meiner Organe zu verdanken habe, sondern vor der Tatsache, mich nicht mehr an den Kleinigkeiten erfreuen zu können, die mein kurzes Leben lebenswert machen. Ich fühle mich einsam. Verlassen." (Seite 377)Cover / Buch:Das Buch ist hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist leider doch sehr dicht und die Schrift recht klein. Da das Buch auf dem Schweizer Buchmarkt erschienen ist, hat es einen sehr stolzen Kaufpreis. Das Cover hat mich beeindruckt und ist stimmig zum besonderen Inhalt des Romans. Der Autor:"Erdem Uçar, 1987 in Basel geboren, hat an der Universität Basel Wirtschaftswissenschaften studiert. Er arbeitete beim regionalen Fernsehsender Telebasel. Nach ersten Erfahrungen bei dessen Jugendsendung war er als Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Moderator tätig."Fazit:Der Autor hat Mut bewiesen, er hat was Neues erschaffen und hat noch sehr viel Potential für weitere interessante Themen und dessen Umsetzung! Es ist sicherlich kein Werk für Jedermann, auch ich hatte etwas Anlaufschwierigkeiten. Ist man jedoch erst einmal gefangen genommen und stellt sich an die Seite der sonderbaren und polarisierenden Protagonisten, erlebt man einen speziellen Kriminalfall der besonderen Art, der Geschichte geschrieben hat. 4 lobende und gebührende Sterne für dieses anspruchsvolle Krimierlebnis! Lieber Erdem Uçar, bitte versorge uns noch mit weiteren solcher komplexen und intelligenten Krimis!

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    vielleser18

    vielleser18

    08. May 2016 um 08:14
  • Der Himmel über Nebra

    Der Himmel über Nebra
    Prinzesschn

    Prinzesschn

    07. May 2016 um 17:33

    Etienne Pettit, ein erfolgloser Kleinganove, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält, soll für den berüchtigten Patron eine heikle Aufgabe erledigen: Die Himmelsscheibe von Nebra  stehlen. Der kauzige Kommissar Lenz und die an einer Exklusivstory interessierte Fernsehjournalistin Stefanie Gerber sind ihm dabei jedoch dicht auf den Fersen.Man wird sofort ins Geschehen katapultiert & von da an, wird es einem schier unmöglich gemacht, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Eine heikle Situation jagt die nächste, der Spannungsbogen scheint durchweg gespannt & der Leser befindet sich immer mitten drin. Der bildhafte Schreibstil ist sehr angenehm & scheint immer genau die richtigen Worte für die jeweilige Situation zu finden. Er ermöglicht es einem das Gelesene im Kopf wie einen Film ablaufen zu lassen. Die Charaktere sind sehr authentisch gewählt, was Sympathie & vor allem Empathie bei mir mit sich zog.Der Fakt, dass es sich um einen echten Kriminalfall handelt, ist dann noch die Kirsche auf dem Eis.Absolute Empfehlung!

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  • eine Sprache, ein Abenteuer, eine geniale Story

    Der Himmel über Nebra
    dieFlo

    dieFlo

    Eine Sprache vom Himmel, ein Artefakt, dass viele besitzen wollen und eine spannende Story - willkommen bei "Der Himmel über Nebra" Seit langen wieder einmal hat es ein Krimi geschafft mich an den Seiten kleben , mich gefesselt und gebannt die Seiten umblättern und in eine Story versinken lassen. Etienne ist ein Ganove, ein Kleinkrimineller, der es mit Ende 20 zu nichts im Leben geschafft hat. Doch das will er nun ändern. Er will dem Patron dienen, einem Mann, der eine ganze Stadt in Schacht hält, der den Drogenhandel regiert und so erhofft er sich Ziele im Leben. Nach einer harten Einführungsphase kommt sein erster Auftrag. Die Himmelscheibe von Nebra, ein Artefakt von unermesslichen Wert, er soll sie stehlen. Gleichzeitig ist aber auch die Polizei an diesem Stück interessiert und möchte es aus dem illegalen Kunsthandel zurück zu Museen führen. Es wird ein spannender, ein unfairer Kampf und der Patron wacht über alles. Etienne weiß, versagt er: ist er tot! Schon die ersten Zeilen dieses Romanes haben mir gezeigt, dass ich mit etwas Besonderen zu tun haben werde. Der Autor beschreibt die Schmerzen nach dem Eintritt der Kugel, er beschreibt das Loslassen-Wollen um der irdischen Welt den Rücken zuzudrehen und er macht dies so wunderbar, dass der Tod einem als Freund und Wohltat erscheint. Klingt makaber - ich weiß - aber seine Worte sind so voller Gefühl, so anders - ich bin verliebt, verliebt in diese Schreibweise und sie lies mich eben in das buch fallen, wie in einen Daunenfederberg. Meine Hirnzellen jagten sich und und immer wieder versuchte ich Zusammenhänge zu erkennen, um kläglich zu scheitern. Das Cover passt wunderbar und noch etwas muss ich erwähnen: ich habe noch nie so tolles Papier in einem Roman fühlen dürfen. Story perfekt, Sprache genial, plus diese beiden Punkte = 5 Sterne ! Noch erwähnenswert ist: diese Story gab es in Echt ,-) DANKE! DANKE Erdem Ucar für diese wunderbare Lesereise und das Bereitstellen des Buches!

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