Eric-Emmanuel Schmitt Adolf H. Zwei Leben

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Inhaltsangabe zu „Adolf H. Zwei Leben“ von Eric-Emmanuel Schmitt

8. Oktober 1908: »Adolf Hitler durchgefallen.« Ein einzelner Satz steht am Anfang der Katastrophe, die ein Jahrhundert erschüttert hat. Was aber, wenn die Aufnahmekommission der Wiener Kunstakademie damals anders entschieden hätte? Was, wenn der zwanzigjährige Aspirant, der sich prächtig aufs Kollorieren von Architekturpostkarten verstand, tatsächlich Maler geworden wäre? Könnte es sein, daß dieser junge Mann etwas mit uns zu tun hätte? Rückhaltlos und ohne Scheuklappen wirft Eric-Emmanuel Schmitt in seinem neuen, bislang umfangreichsten Roman die verstörende Frage nach den Bedingungen auf, die einen Menschen zu dem machen, was er ist. Parallel zu der Geschichte des Diktators Adolf Hitler erzählt der Erfolgsautor eine Lebensgeschichte im Konjunktiv, die Biographie des Kunstmalers Adolf H., in der ein Mensch sich unter der humanen Gewalt der Kunst zu einem uns Unbekannten entwickelt. Adolf H. Zwei Leben ist nicht nur eine tiefsinnige Reflexion über das Verhältnis von Kunst und Politik, Genie und Wahnsinn, es lädt uns auch dazu ein, über das Ungeheuer nachzudenken, das in jedem von uns selbst wohnt.

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    Adolf H. Zwei Leben
    dominona

    dominona

    16. October 2014 um 17:17

    Das Nachwort des Autors ist beinahe besser als das Buch - und das ist schon nicht ohne. Schmitt dekonstruiert die Figur des Hitler zu Adolf H, dem Fantasiekonstrukt, das tatsächlich Maler wird, und lässt die wahre Geschichte parallel dazu ablaufen. Menschen tendieren gerade in der Geschichte im nachhinein oft dazu zu sagen: "die Hölle sind immer die anderen.", aber Schmitt macht klar: Hitler war keine Fantasie, er war ein Mensch wie du und ich, hätte im Leben ganz anderes erreichen können und gerade das kann ängstigen. Historisch einwandfrei im Ablauf, liest sich das Werk teils etwas zäh, ist eventuelle Mühen aber defintiv wert.

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