Der Besucher

von Eric-Emmanuel Schmitt 
4,8 Sterne bei4 Bewertungen
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"Man ist immer ein Kind, wenn man über das Leben staunt."...wunderschön gesagt

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783909081059
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:76 Seiten
Verlag:Libelle Verlag AG

Rezensionen und Bewertungen

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    Liebes_Buchvor 2 Jahren
    Freud bekommt Besuch

    Nachdem die Nazis Österreich besetzt haben, versucht Anna, ihren Vater, Sigmund Freud, zur Flucht zu bewegen. Für ihr freches Mundwerk wird sie von der Gestapo mitgenommen. Freud gerät in Panik. Da erscheint plötzlich ein merkwürdiger Besuch. Handelt es sich etwa um Gott?
    Die Idee, den Atheisten Freud mit Gott debattieren zu lassen, ist spannend.
    Die Darstellung Gottes ist theologisch nicht so stimmig. Dafür bleibt dann auch offen, ob es sich tatsächlich um Gott handelt, um den Teufel oder um einen entlaufenen Patienten aus der Nervenheilanstalt.
    Originell.

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    Nicki81s avatar
    Nicki81vor 6 Jahren
    Kurzmeinung: "Man ist immer ein Kind, wenn man über das Leben staunt."...wunderschön gesagt
    Rezension zu "Der Besucher" von Éric-Emmanuel Schmitt

    „Nur du allein kannst dich bekehren: Du bist frei! Es ist immer der Mensch, der die Stimme in sich sprechen lässt.“

    Es ist eine unruhige Nacht, in welcher „Der Besucher“ im gleichnamigen Stück Freud in dessen Arbeitszimmer aufsucht. Ein Abend im April 1938. Freud ist bereits von seiner Krebserkrankung gezeichnet und gerade musste er mit ansehen wie seine Tochter Anna von einem Nazi abgeführt wurde. Da erscheint plötzlich ein Verrückter in seinem Zimmer, der vorgibt, Gott zu sein und es entwickelt sich ein unglaublich sprachgewaltiger, sozialkritischer und zugleich höchst amüsanter Dialog. Es geht um die Menschen im Allgemeinen, um Glauben, Zweifel, Hoffnung und den Verstand. Freud erscheint es suspekt, dass gerade ihm dem Atheisten Gott erscheint. Oder ist es doch nur ein Verrückter?

    „Dort war ich, Freud, immer war ich dort, verborgen. Und du hast mich nie gefunden; und du hast mich nie verloren. Denn als ich dich sagen hörte, dass du nicht an Gott glaubst, vermeinte ich eine Nachtigall zu hören, die darüber klagte, dass sie nichts von Musik versteht."

    Es ist ein tiefsinniges Drama, bei dem sich Ernsthaftigkeit und Humor erfrischend abwechseln. Schmitt zeichnet realitätsnah die angespannte Atmosphäre Wiens während der Besetzung Österreichs durch die Hitlerarmee. Es gab kaum eine Seite, die ich nicht mehrmals gelesen habe, weil ich nicht genug bekommen konnte von dieser unnachahmlichen, wunderbaren Sprache.

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    alcuna
    Soreyas avatar
    Soreyavor 8 Jahren

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