Eric-Emmanuel Schmitt Der Besucher

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Inhaltsangabe zu „Der Besucher“ von Eric-Emmanuel Schmitt

"Man ist immer ein Kind, wenn man über das Leben staunt."...wunderschön gesagt

— Nicki81

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  • Freud bekommt Besuch

    Der Besucher

    Liebes_Buch

    19. November 2016 um 11:12

    Nachdem die Nazis Österreich besetzt haben, versucht Anna, ihren Vater, Sigmund Freud, zur Flucht zu bewegen. Für ihr freches Mundwerk wird sie von der Gestapo mitgenommen. Freud gerät in Panik. Da erscheint plötzlich ein merkwürdiger Besuch. Handelt es sich etwa um Gott?Die Idee, den Atheisten Freud mit Gott debattieren zu lassen, ist spannend. Die Darstellung Gottes ist theologisch nicht so stimmig. Dafür bleibt dann auch offen, ob es sich tatsächlich um Gott handelt, um den Teufel oder um einen entlaufenen Patienten aus der Nervenheilanstalt.Originell.

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  • Rezension zu "Der Besucher" von Éric-Emmanuel Schmitt

    Der Besucher

    Nicki81

    25. March 2012 um 19:41

    „Nur du allein kannst dich bekehren: Du bist frei! Es ist immer der Mensch, der die Stimme in sich sprechen lässt.“ Es ist eine unruhige Nacht, in welcher „Der Besucher“ im gleichnamigen Stück Freud in dessen Arbeitszimmer aufsucht. Ein Abend im April 1938. Freud ist bereits von seiner Krebserkrankung gezeichnet und gerade musste er mit ansehen wie seine Tochter Anna von einem Nazi abgeführt wurde. Da erscheint plötzlich ein Verrückter in seinem Zimmer, der vorgibt, Gott zu sein und es entwickelt sich ein unglaublich sprachgewaltiger, sozialkritischer und zugleich höchst amüsanter Dialog. Es geht um die Menschen im Allgemeinen, um Glauben, Zweifel, Hoffnung und den Verstand. Freud erscheint es suspekt, dass gerade ihm dem Atheisten Gott erscheint. Oder ist es doch nur ein Verrückter? „Dort war ich, Freud, immer war ich dort, verborgen. Und du hast mich nie gefunden; und du hast mich nie verloren. Denn als ich dich sagen hörte, dass du nicht an Gott glaubst, vermeinte ich eine Nachtigall zu hören, die darüber klagte, dass sie nichts von Musik versteht." Es ist ein tiefsinniges Drama, bei dem sich Ernsthaftigkeit und Humor erfrischend abwechseln. Schmitt zeichnet realitätsnah die angespannte Atmosphäre Wiens während der Besetzung Österreichs durch die Hitlerarmee. Es gab kaum eine Seite, die ich nicht mehrmals gelesen habe, weil ich nicht genug bekommen konnte von dieser unnachahmlichen, wunderbaren Sprache.

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