Eric-Emmanuel Schmitt Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte

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Inhaltsangabe zu „Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte“ von Eric-Emmanuel Schmitt

Der Erzähler dieser phantastischen Geschichte ist ein Handelsvertreter für Spielwaren, der regelmäßig nach China reist und immer im selben Hotel absteigt. Hier herrscht im Souterrain Frau Ming wie eine Königin über ihr kleines Reich. Er plaudert mit ihr, um sein Kantonesisch zu üben. Als sie ihm eröffnet, zehn Kinder zu haben, hält er sie für eine ausgemachte Lügnerin. Und doch hört er ihren Geschichten zu: über die unerschrockenen Zwillinge Kun und Kong, die beim Nationalzirkus Artisten werden, oder die verrückte Da-Xia, die als Kind von der Idee beherrscht war, Madame Mao zu töten. Am Ende kennt er die Lebensgeschichten aller inzwischen erwachsenen Kinder und weiß auch nicht mehr, was Phantasie, was wirklich ist, so sehr hat Frau Ming ihn mit ihren Geschichten betört. Doch dann erleidet Frau Ming einen Unfall und kommt ins Krankenhaus. Und sie hat nur einen Wunsch, ihre zehn Kinder zu sehen
Ein geheimnisvolles Lebensmärchen, in dem aus Mangel Fülle wird.
Eric-Emmanuel Schmitt hat die Weisheit des Konfuzius und eine alltägliche Geschichte aus dem heutigen China auf faszinierende Weise zusammengeführt.

Sehr niedlich.

— Nil

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  • eBook Kommentar zu Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte von Eric-Emmanuel Schmitt

    Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte

    Edmund Zenker

    via eBook 'Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte'

    Wunderbare Lektüre!

    • 2
  • Eine köstliche und unterhaltsame Lektüre

    Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte

    WinfriedStanzick

    20. October 2014 um 13:24

    Mit dem neuen wiederum schmalen Roman von Eric-Emmanuel Schmitt setzt der heute in Brüssel lebende französische Schriftsteller seinen „Zyklus des Unsichtbaren“ über die Religionen dieser Welt in beeindruckender Weise fort. Nachdem er sich in früheren Büchern beschäftigt hatte mit dem Buddhismus, dem Judentum, dem Islam und auch dem Christentum, geht es in „Die zehn Kinder, die Frau Ming nie hatte“ um den Konfuzianismus.   Ein französischer Geschäftsmann steigt bei seinen Verhandlungen in einer chinesischen Stadt immer in dem gleichen Hotel ab. Während seiner taktisch eingesetzten Verhandlungspausen sucht er die Toiletten auf und trifft dort auf eine Klofrau namens Frau Ming, die sich als philosophierende Fachfrau für konfuzianische Weisheiten herausstellt. Oder ist sie bloß eine schamlose Lügnerin? Denn sie erzählt dem Erzähler bald von ihren zehn Kindern, in China bei der herrschenden Ein-Kind-Politik eigentlich unmöglich.   Da sie jedes einzelne der Kinder bei seinen Toilettenaufenthalten genau zu beschreiben in der Lage ist, gerät der Erzähler ins Zweifeln. Könnte es nicht doch sein, dass es alle diese Kinder, die mit Hilfe der Lehren des Konfuzius ihre Schwächen zu Stärken gemacht haben, wirklich existieren?   Der kleine Roman ist nicht nur eine köstliche und unterhaltsame Lektüre, sondern auch eine kluge Einführung in das Denken des Konfuzius, das auch die bleierne Zeit der Kulturrevolution überlebt hat und in China offenbar wirksamer ist, als man hierzulande weiß.    

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