Le sumo qui ne pouvait pas grossir

von Eric-Emmanuel Schmitt 
3,0 Sterne bei2 Bewertungen
Le sumo qui ne pouvait pas grossir
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Positiv (1):
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Sprachlich wundervoll, die Geschichte abwechslungsreich und weltoffen!

Kritisch (1):
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Netter, aber klischeehafter Ansatz, der durch die unsympathischen bzw. stereotypen Charaktere auch nicht zu retten ist

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Inhaltsangabe zu "Le sumo qui ne pouvait pas grossir"

Mit dieser Geschichte setzt Schmitt die Reihe seiner kleinen Romane über die Weltreligionen fort. Diesmal steht der Zen-Buddhismus im Hintergrund: Der schwächliche 15-jährige Jun lebt in Tokio auf der Straße. Die Aufforderung eines Sumo-Meisters, der sein inneres Wesen erkannt hat, sich von ihm ausbilden zu lassen, weist er mehrfach zurück. Erst als er alles verloren hat, lässt er sich darauf ein und findet zu seinem wahren Selbst. Er entwickelt sich zu einem Sumo-Champion, gibt aber bald seine Karriere auf, um als Arzt Diener der Menschheit zu werden: das Wichtigste war nicht die Meisterschaft, sondern der Weg dorthin.

Ungekürzte und unbearbeitete Textausgabe in der Originalsprache, mit Übersetzungen schwieriger Wörter am Fuß jeder Seite, Nachwort und Literaturhinweisen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783150197936
Sprache:Französisch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:115 Seiten
Verlag:Reclam, Philipp
Erscheinungsdatum:01.10.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 11.05.2010 bei Audiolib erschienen.

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    LaLectures avatar
    LaLecturevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Netter, aber klischeehafter Ansatz, der durch die unsympathischen bzw. stereotypen Charaktere auch nicht zu retten ist
    Selbst für eine Schullektüre langweilig

    Inhalt

    Der 15-jährige Jun ist vor Jahren von Zuhause abgehauen und lebt seitdem auf der Straße, wo er sich mit dem Verkauf von Schmuggelware über Wasser hält. Von sich selbst und der Welt hält er nicht viel, bis er eines Tages dem Sumomeister Shomintsu begegnet…


    Meinung

    Ich habe schon viel Gutes über Eric-Emmanuel Schmitt gehört und weiß noch, dass ich von seinem Buch „Oscar und die Dame in Rosa“, das ich irgendwann  im Religionsunterricht zumindest teilweise gelesen habe, sehr berührt war.
    Umso enttäuschter war ich von „Le sumo qui ne pouvait pas grossir“, dem leider erfolglosen Versuch, philosophisch und pädagogisch wertvoll zu sein.

    Fangen wir einmal bei Jun an, der mir von Anfang an unglaublich unsympathisch war. Er hasst einfach alles und jeden und macht auch keinerlei Anstalten, sein Leben zu ändern, obwohl er sich andauernd darüber beschwert. Als er dann Shomintsu begegnet, ändert er sich natürlich auf einmal von Grund auf und wird ein guter Mensch… - ja, klar. Der Autor kann ja gerne meiner Großmutter erzählen, dass sich ein verbitterter, mit einer traurigen und lieblosen Kindheit geschlagener Junge von einem Tag auf den anderen ändert, nur weil er sich einen Sumowettkampf anschaut, aber ich finde, dass dieser Wandel einfach nur sehr gezwungen und unrealistisch wirkte.

    Shomintsu ist zwar nicht unsympathisch, dafür aber das wandelnde Klischee des alten, weisen Mannes, der dem kleinen Jungen Tipps gibt und ihn zum erfahrenen Mann mit erwachsener Weltsicht macht. Fehler hat er natürlich keine, dafür aber eine Engelsgeduld, und das auch in Situationen, in denen ich Jun längst eine gescheuert hätte.

    Und dann wäre da noch Reiko, bei der ich mir nur denke: Sicher, dass das Buch in der Gegenwart und nicht im 18. Jahrhundert spielt? Es tut mir wirklich leid, aber ein Mädchen, dessen erste Worte „Eines Tages werden wir heiraten und ganz viele Kinder haben.“ sind und die mit 17, höchstens 18 schon Kinder haben will und offenbar sonst kein Ziel im Leben hat, kann ich nicht ernstnehmen. Wo bleibt denn die Emanzipation?

    Ich denke durch meine Charakterbeschreibungen hat man schon mitbekommen, dass ich „Le sumo…“ für die ziemlich klischeehafte und altbekannte Geschichte eines von der Welt im Stich gelassenen Jungen, dessen Leben durch einen alten, weisen Mann und ein schönes Mädchen einen neuen Sinn bekommt, halte, weshalb ich nicht mehr viel dazu sagen muss, warum mich das Buch gelangweilt hat.
    Bleibt nur noch der einzige positive Punkt: der Schreibstil. Der war nämlich sehr angenehm zu lesen (vielleicht etwas schwer für jemanden, der erst vier Jahre Französisch hat), sehr anschaulich und voller schöner Metaphern. Leider kann das die Gesamtbewertung kaum retten.


    Fazit

    Bei „Le sumo qui ne pouvait pas grossir“ handelt es sich um eine relativ fantasielose Geschichte, die jeder schon einmal irgendwo gehört hat und die leider auch nicht gerade durch vielschichtige, originelle oder sympathische Charaktere begeistern kann. Ich vergebe knapp 2 von 5 Punkten.

    Kommentare: 1
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    Einsamkeits avatar
    Einsamkeitvor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Sprachlich wundervoll, die Geschichte abwechslungsreich und weltoffen!

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