Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

von Eric-Emmanuel Schmitt 
4,1 Sterne bei702 Bewertungen
Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran
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Positiv (553):
Antigone8s avatar

Ganz wundervolles Buch über die Freundschaft, die Liebe und das Erwachsen werden.

Kritisch (26):
A

Eine kurze Erzählung über eine verstörende Kindheit.

Alle 702 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran"

Die hinreißende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, dass dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur 'der Araber an der Ecke' ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt - auch die des Glücks und des Lächelns.

'Das ist ein unendlich zartes, schönes, liebevolles Buch.' Elke Heidenreich, Lesen!

'Die Erzählung gehört zu den wenigen Büchern, die glücklich machen - auch über die letzte Seite hinaus.' Brigitte

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596509577
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:112 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.09.2006
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2003 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Anna_Resslervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine kurze Erzählung über eine verstörende Kindheit.
    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran


    Eine kurze Erzählung über die Kindheit des jungen Moses oder Momos wie er später genannt wird. 
    Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Obwohl die Erzählung eher eine Kurzfassung der Gespräche zwischen Monsieur Ibrahim und Momo ist, habe ich alles Wichtige mitbekommen. 
    Im Grunde tat mir der Junge leid... Aber mit Hilfe von Monsieur Ibrahim hat er es doch geschafft und das Ende war für mich sehr zufriedenstellend. 
    Besonders in Erinnerung blieb mir "Ich kenne meinen Koran" - ein immer wiederkehrender Satz von dem Wohl auch der Titel stammen mag.

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    Phinas avatar
    Phinavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nettes kleines Büchlein, das sich zu Lesen lohnt
    Kurz, aber fein

    Recht kurze Geschichte über einen kleinen Jungen, dessen Leben nicht ganz einfach verläuft, der sich aber mit einem älteren Herrn vom Lebensmittelladen anfreundet. Aus den Gesprächen ergeben sich viele Weisheiten des Lebens, u. a. darüber, was man mit einem Lächeln bewirken kann.

    Nettes kleines Büchlein, das sich zu Lesen lohnt.

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    EnysBookss avatar
    EnysBooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein kleines und schönes Buch, voller Schmerz, Gedankengänge aller Art und ein wenig Humor.
    Ein kleines und schönes Buch, voller Schmerz, Gedankengänge aller Art und ein wenig Humor.

    In diesem kleinen Buch geht es um den 16 Jährigen Moses, der von seinem Vater gehasst und des Diebstahls bezichtigt wird. Was als Straftat beginnt, führt zu Monsieur Ibrahim und somit zu der Blüte von Fröhlichkeit und Freiheit.

    Das Cover ist leider ein anderes, als die Version die ich las, deswegen dazu kein Kommentar.

    Zum Inhalt:

    Die Geschichte ist mit vielen, kurzen und sehr einfach Sätzen schnell gelesen (eine Stunde Maximum) und verlangt grosse Vorstellungskraft.

    Es lässt viele Freiheiten und die Charaktere sind zwar nicht ausgearbeitet, dafür umso mehr die Geschichte an sich.

     

    Meine Meinung:

    Dieses Buch ist ein Muss für alle, die Selbstfindung wollen, die den Sinn im Leben suchen, egal welche Glaubensrichtung.

    Und es zeigt einem, wie viel man mit einem Lächeln bewirken kann und dass es wert ist, manche Dinge zu verzeihen.

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    lesebiene27s avatar
    lesebiene27vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Konnte mich nicht überzeugen. Die Protagonisten und ihre Handlung wirken nicht authentisch und das Ende kam mir zu plötzlich.
    Schön als Schullektüre, aber nichts für meine Freizeit

    Inhalt:

    Der 11-jährige Moses wächst in Paris auf, wo er beim Einkaufen den „Araber der Straße“ Monsieur Ibrahim kennen lernt. Dieser hat einen Laden, bei dem Moses in regelmäßigen Abständen Konservendosen in dem Glauben mitgehen lässt, dass der Besitzer nichts merkt. Es entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft und Monsieur Ibrahim lehrt den Jungen das Leben.


    Meine Meinung:

    Moses ist im Alter von 11 Jahren wie selbstverständlich das erste Mal bei Prostituierten, was mich beim Lesen stutzig gemacht hat. Mag sein, dass es Jungs gibt, die in dem Alter schon solche Bedürfnisse haben, aber auf mich wirkte es unauthentisch. Aber das war nicht der einzige Fall, in dem ich den Eindruck hatte, dass der Junge deutlich älter hätte sein müssen, als dem Leser weisgemacht wurde. Das hat mir beim Lesen leider gar nicht gefallen.

    Der Sprachstil ist ganz nett, konnte mich aber nicht vollends überzeugen. Zwar wurden relativ kurze Sätze (und auch ein großer Schreibstil) verwendet, sodass sich das Buch gut lesen ließ – allerdings wurden meiner Meinung nach auf den knapp 100 Seiten zu viele Geschehnisse lediglich angedeutet oder nicht weiter aufgegriffen, obwohl genug Potential dagewesen wäre.

    Moses war mir als Junge nicht sonderlich sympathisch, allerdings hatte ich von Beginn an Mitleid mit ihm. Seine Familienverhältnisse haben dazu geführt, dass er sich von niemandem geliebt oder verstanden gefühlt hat, sodass man sich als Leser gerne um ihn gekümmert hätte. 
    Den Ladenbesitzer Monsieur Ibrahim empfand ich als merkwürdig. Seine Weisheiten haben mir dagegen gut gefallen: Zum Beispiel empfiehlt „der Araber“ im Leben mehr zu lächeln, weil dies glücklich macht. Auch Moses hat davon profitiert und sein Leben dank des Mannes in andere Bahnen lenken können.


    Fazit:

    „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ ist ein Buch von Eric-Emmanuel Schmitt, welches ich ganz nett zu lesen fand, aber nicht weiterempfehlen möchte. Zwar gefallen mir die Lebensweisheiten, die die Geschichte vermitteln möchte, allerdings wirkt die Gesamtgeschichte auf mich zu konstruiert und zu nebensächlich, als das mich das Buch hätte mitreißen können. Ich denke, dass das Buch eine schöne Schullektüre wäre, da sie das Potential birgt, Diskussionen über das Leben und das Wirken der Vergangenheit auf das Hier und Jetzt zu entfachen. Von mir gibt es jedoch nur 3 von 5 Sternen.

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    Florahs avatar
    Florahvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein nachdenkliches Buch über Liebe, Leben und Glaube.
    Kurze Geschichte - großer Inhalt

    Ein jüdischer Junge in Paris, nur durch Monsieur Ibrahim unterstützt und begleitet. Die Geschichte eines in schweren Umständen lebenden Jungen und die eines alten Weisen.

    Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, dass dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur 'der Araber an der Ecke' ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt - auch die des Glücks und des Lächelns.

    Eine wunderbar leichte Geschichte die zum Nachdenken auf leichte Art anregt, mit dem leichten Schreibstil und der wirklichen toll formulierten Sprache ist dieses Buch ein Genuss.

    Fazit: Ein Buch für jeden der Philosophie in irgendeiner Art und Weise                  mag und sich auch mal Fragen zum Leben stellt.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Nein haben wir schon, jetzt holen wir uns ein Ja.
    Die Welt der kleinen Dinge

    ist die Welt. am Ende passt alles in einen kleinen Kiosk. Hier kommt jeder vorbei, sogar Brigit Bardot, von hier aus geht es in die Welt und zurück. Dieses Buch - und auch der Film - sind großartige Parabeln für die Frage, wo dein Platz ist - nämlich da wo du ihn dir suchst. Und Religion, Abstammung, Zugehörigkeit können jederzeit neu definiert werden. schönste Szene - der verschenkte Teddybär an die Hure. Was macht der Teddy heute? 

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    Magenas avatar
    Magenavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein ruhiges, liebevolles Buch. Eine Ode an das Leben.
    Keine Ode an den Koran, sondern eine Ode an das Leben

    Eine herzerwärmende Geschichte von einem kleinen Jungen, der sich erst mit einem nicht sehr netten Vater und bald auch als Waise durch das Leben schlägt und Ibrahim, den Ladenverkäufer an der Ecke. Ibrahim gibt den Jungen was seine Eltern ihm nicht gegeben haben - Zuwendung, Fürsorge und Liebe und auch das Handwerkzeug für ein eigenes, gutes Leben.
    "Momo, du hast nur ein Paar Füße, man muss auf sie aufpassen. Drücken dich die Schuhe, wechsle sie. Füße kann man nicht wechseln." (Zitat aus dem Roman) Es ist keine spannende Geschichte mit Spannung und es ist einfach schön zu lesen. Zugegeben, der Koran ist nur ein kleiner Aufhänger und trägt in der Geschichte nicht viel bei. Ein liebevolles Buch, eine Ode an das Leben. Auch der gleichnamige Film, basierend auf diese Buchvorlage, ist zu empfehlen.

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    peedees avatar
    peedeevor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Leider nicht meins, schade
    Leider nicht meins, schade

    Gemäss Klappentext geht es um eine religionsübergreifende Parabel über Toleranz, Weisheit, Fatalismus, Herzensgüte und über eine aussergewöhnliche Freundschaft. „Für alle Welt bin ich der Araber an der Ecke. Araber, was in unserer Branche bedeutet, nachts und auch am Sonntag geöffnet.“

    Das Buch ist als Klassiker bekannt – also „muss“ ich das doch auch mal lesen:

    Es geht um einen elfjährigen jüdischen Jungen, Moses, der bei seinem Vater, einem Rechtsanwalt, wohnt. Der Vater erzählt, dass die Mutter die Familie nach der Geburt Moses zusammen mit Moses‘ Bruder Popol verlassen hat. In der Strasse betreibt der alte Monsieur Ibrahim, vermeintlich ein Araber, einen Laden, wo Moses des Öftern etwas klaut (aber selbstverständlich merkt Monsieur Ibrahim es). Moses „wird zum Mann“, indem er zu den Dirnen geht. Monsieur Ibrahim und Moses, den er nur Momo nennt, freunden sich an.

    Im weiteren Verlauf der Geschichte verlässt der Vater Moses, die Mutter taucht auf, das Geheimnis um Popol wird gelüftet, eine Adoption findet statt, eine grosse Reise angetreten. Und am Schluss erwähnt Moses seine Frau und seine Kinder. Ende. Wie, was, habe ich etwas verpasst? Erst war gerade die Reise zu Ende und schon hat Moses, der sich nun Mohammed nannte, Frau und Kinder?

    Leider – und das bedaure ich sehr – hat mich dieses Buch nicht gepackt. Natürlich geht es hier um eine aussergewöhnliche Freundschaft zwischen alt und jung. Und Toleranz ist immer grossgeschrieben, wenn es um unterschiedliche Religionen geht. Aber wirklich viel von der Religion beziehungsweise der gelebten Toleranz habe ich hier nicht erfahren. Ich bedaure es wirklich sehr, aber es ist nicht meins, schade!

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein kleines Büchlein, das in sich die Farbenpracht eines ganzen Lebens vereinigt. Ich wünschte, es wäre noch viel, viel länger gewesen.
    Lächeln!

    „Monsieur Ibrahim war schon immer alt. Alle in der Rue Bleue und in der Rue du Faubourg-Poissonnière meinten, sich erinnern zu können, dass Monsieur Ibrahim schon immer diesen Kolonialwarenladen hatte, von acht Uhr früh bis tief in die Nacht hockte er fest verankert zwischen seiner Kasse und den Putzmitteln, ein Bein im Gang, das andere unter einem Stapel von Streichholzschachteln, einen grauen Kittel über einem weißen Hemd, Zähne aus Elfenbein unter einem dürren Schnurrbart und Augen wie Pistazien, grün und braun, heller als seine bräunliche Haut voller Weisheitsflecken.

    Denn allgemein galt Monsieur Ibrahim als weiser Mann. Wahrscheinlich, weil er seit mindestens vierzig Jahren der Araber in einer jüdischen Straße war. Wahrscheinlich, weil er viel lächelte und wenig sprach. Wahrscheinlich, weil er sich der normalen Hektik der Menschen scheinbar entzog, besonders der Hektik der Pariser, er rührte sich nie, saß auf seinem Hocker wie ein aufgepfropfter Ast, füllte niemals, vor wem auch immer, seine Regale auf, und verschwand zwischen Mitternacht und acht Uhr früh, keiner wusste wohin.“

     

    Der jüdische Junge Moses lebt allein mit seinem Vater in einer düsteren Wohnung in Paris. Eine Mutter hat es für ihn nie gegeben und da der Vater sehr depressiv wirkt, ist Moses schon früh auf sich selbst angewiesen. Mit 11 Jahren führt er praktisch den Haushalt, geht einkaufen und erwärmt Dosengerichte für die täglichen Mahlzeiten. Um Haushaltsgeld zu sparen, klaut er viele der Dosen. Und hat er dann genug zusammengespart, bringt er das Geld zu den Mädchen in der Rue de Paris. Auf der ganzen Welt scheint es nur einen Menschen zu geben, der sich für ihn interessiert: Monsieur Ibrahim, der Besitzer des kleinen Kolonialwarenladens an der Ecke. Er ist immer für ihn da und hat für jedes Problem und jede Lebenslage einen passenden Hinweis in seinem Koran. Nach und nach entwickelt sich zwischen beiden eine wunderbare Beziehung…

     

    Bei diesem Büchlein muss ich aufpassen, dass meine Rezi nicht länger wird als die Geschichte. Allein die Liste der Textstellen, die ich hier gerne aufführen würde, ist lang. Sogar sehr lang.

     

    Monsieur Ibrahim ist ein wunderbarer Mensch. Gäbe es doch mehr von dieser Sorte! In sich ruhend hat er stets ein offenes Ohr für Moses (oder Momo, wie er ihn nennt) und mit wachem Blick erkennt er alles, worüber der Junge nicht zu sprechen wagt. Wie er sich des vernachlässigten Jungens annimmt, ist sehr berührend zu lesen. Ohne große Sentimentalitäten steht er ihm mit Rat und Tat zur Seite und bemüht sich, auch Moses Sinn für seine Umgebung zu schärfen…

    Dann sind wir durch die Gärten der Champs-Elysées gelaufen, an den Theatern vorbei und am Kasperletheater. Dann in die Rue du Faubourg-Saint-Honoré, wo es viele Geschäfte gab mit den Namen bekannter Marken: Lanvin, Hermès, Saint-Laurent, Cardin…, die waren schon komisch, diese Boutiquen, alle riesengroß und ganz leer im Vergleich zum Laden von Monsieur Ibrahim, der nicht größer war als ein Badezimmer, wo aber nirgends noch ein Haar reinpasste, wo man vom Fußboden bis zur Decke auf jedem Regal, dreimal hoch- und viermal tiefgestapelt, alles Lebensnotwendige fand – und auch das nicht so Notwendige.

    „Es ist schon verrückt, Monsieur Ibrahim, wie arm die Schaufenster der Reichen sind. Nichts ist drin.“

    „Das eben ist der Luxus, Momo, nichts im Schaufenster, nichts im Laden, alles im Preis.“

     

    Die gerade mal 100 Seiten wollen an einem Nachmittag gelesen werden. Der Schreibstil hat manchmal etwas Poetisches an sich, ließ mich öfter schmunzeln und abwechselnd Freude und Trauer erleben. Ein kleines Büchlein, das in sich die Farbenpracht eines ganzen Lebens vereinigt. Und von dem ich mir am Ende wünschte, es wäre noch viel, viel länger gewesen.

     

    Und der Titel der Rezi? Ergibt sich aus dem Buch. Am besten nachlesen!

    Kommentare: 11
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    pardens avatar
    pardenvor 4 Jahren
    Wunderschön...

    WUNDERSCHÖN...

    Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, daß dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur ›der Araber an der Ecke‹ ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt – auch die des Glücks und des Lächelns.

    Moses, ein elfjähriger Junge, lebt in der Rue Bleue in Paris. Sein depressiver Vater, ein jüdischer Anwalt, macht ihm stets nur Vorwürfe und hält ihm dauernd vor, wie viel besser doch sein Bruder Popol sei, der die Familie damals mit seiner Mutter verließ.
    Sein ganzes Erspartes lässt Moses bei den Dirnen in der Rue de Paradis, die aus ihm "einen richtigen Mann" machen sollen. Einen Freund und Weggefährten findet der Heranwachsende schließlich in dem alten Monsieur Ibrahim, der einen kleinen Krämerladen betreibt und stets nur "der Araber an der Ecke" genannt wird. Von ihm lernt Moses, was Leben, Freundschaft und ein Lächeln bedeuten...

    Wenn man dieses Buch einmal begonnen hat, dann kann man es nicht mehr weglegen. Herrlich leichtfüßig und amüsant verquickt Schmitt die Lebensgeschichte des heranwachsenden und vom Schicksal gebeuteltem Juden Moses mit der des weisen, lebenserfahrenen Moslem Monsieur Ibrahim. Das ist mal heiter, mal traurig, aber immer wunderschön. "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" ist ein wirklich tolles Buch, das zu lesen mir viel Spaß gemacht hat!

    Oder, wie Elke Heidenreich es formulierte: "Das ist ein unendlich zartes, schönes, liebevolles Buch". Ja!
    Und gerade angesichts der aktuellen Lage in Israel und dem Gaza-Streifen auch ein Buch der Hoffnung...


    © Parden

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