Eric-Emmanuel Schmitt Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

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Inhaltsangabe zu „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Eric-Emmanuel Schmitt

Die hinreißende Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft. Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, dass dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur 'der Araber an der Ecke' ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt - auch die des Glücks und des Lächelns. 'Das ist ein unendlich zartes, schönes, liebevolles Buch.' Elke Heidenreich, Lesen! 'Die Erzählung gehört zu den wenigen Büchern, die glücklich machen - auch über die letzte Seite hinaus.' Brigitte

ein schönes Buch

— Campe

Nettes kleines Büchlein, das sich zu Lesen lohnt

— Phina

Ein kleines und schönes Buch, voller Schmerz, Gedankengänge aller Art und ein wenig Humor.

— EnysBooks

Tolle Geschichte über Ethik und Moral

— Pat82

Wunderschön!!!! Monsieur Ibrahim erinnert mich an die Person Rafik Shami, warum auch immer. Unbedingt lesenswert!!!

— AnMich_09

tolle Geschichte

— Loooora

Ein Nein haben wir schon, jetzt holen wir uns ein Ja.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Eine wunderschöne kleine Geschichte.

— Samuel_Pickwick

Schade..schon zu Ende!! ...ein Buch was ich auf jeden Fall noch mal zur Hand nehmen werde...

— hannelore259

Ein wunderschönes Buch einer wunderschönen Reihe des Fischer Verlages

— mistellor

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  • Kurz, aber fein

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Phina

    09. May 2017 um 16:14

    Recht kurze Geschichte über einen kleinen Jungen, dessen Leben nicht ganz einfach verläuft, der sich aber mit einem älteren Herrn vom Lebensmittelladen anfreundet. Aus den Gesprächen ergeben sich viele Weisheiten des Lebens, u. a. darüber, was man mit einem Lächeln bewirken kann.

    Nettes kleines Büchlein, das sich zu Lesen lohnt.

  • Ein kleines und schönes Buch, voller Schmerz, Gedankengänge aller Art und ein wenig Humor.

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    EnysBooks

    10. October 2016 um 16:36

    In diesem kleinen Buch geht es um den 16 Jährigen Moses, der von seinem Vater gehasst und des Diebstahls bezichtigt wird. Was als Straftat beginnt, führt zu Monsieur Ibrahim und somit zu der Blüte von Fröhlichkeit und Freiheit. Das Cover ist leider ein anderes, als die Version die ich las, deswegen dazu kein Kommentar. Zum Inhalt: Die Geschichte ist mit vielen, kurzen und sehr einfach Sätzen schnell gelesen (eine Stunde Maximum) und verlangt grosse Vorstellungskraft. Es lässt viele Freiheiten und die Charaktere sind zwar nicht ausgearbeitet, dafür umso mehr die Geschichte an sich.   Meine Meinung: Dieses Buch ist ein Muss für alle, die Selbstfindung wollen, die den Sinn im Leben suchen, egal welche Glaubensrichtung. Und es zeigt einem, wie viel man mit einem Lächeln bewirken kann und dass es wert ist, manche Dinge zu verzeihen.

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  • Schön als Schullektüre, aber nichts für meine Freizeit

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    lesebiene27

    Inhalt: Der 11-jährige Moses wächst in Paris auf, wo er beim Einkaufen den „Araber der Straße“ Monsieur Ibrahim kennen lernt. Dieser hat einen Laden, bei dem Moses in regelmäßigen Abständen Konservendosen in dem Glauben mitgehen lässt, dass der Besitzer nichts merkt. Es entwickelt sich zwischen den beiden eine Freundschaft und Monsieur Ibrahim lehrt den Jungen das Leben. Meine Meinung: Moses ist im Alter von 11 Jahren wie selbstverständlich das erste Mal bei Prostituierten, was mich beim Lesen stutzig gemacht hat. Mag sein, dass es Jungs gibt, die in dem Alter schon solche Bedürfnisse haben, aber auf mich wirkte es unauthentisch. Aber das war nicht der einzige Fall, in dem ich den Eindruck hatte, dass der Junge deutlich älter hätte sein müssen, als dem Leser weisgemacht wurde. Das hat mir beim Lesen leider gar nicht gefallen. Der Sprachstil ist ganz nett, konnte mich aber nicht vollends überzeugen. Zwar wurden relativ kurze Sätze (und auch ein großer Schreibstil) verwendet, sodass sich das Buch gut lesen ließ – allerdings wurden meiner Meinung nach auf den knapp 100 Seiten zu viele Geschehnisse lediglich angedeutet oder nicht weiter aufgegriffen, obwohl genug Potential dagewesen wäre. Moses war mir als Junge nicht sonderlich sympathisch, allerdings hatte ich von Beginn an Mitleid mit ihm. Seine Familienverhältnisse haben dazu geführt, dass er sich von niemandem geliebt oder verstanden gefühlt hat, sodass man sich als Leser gerne um ihn gekümmert hätte. Den Ladenbesitzer Monsieur Ibrahim empfand ich als merkwürdig. Seine Weisheiten haben mir dagegen gut gefallen: Zum Beispiel empfiehlt „der Araber“ im Leben mehr zu lächeln, weil dies glücklich macht. Auch Moses hat davon profitiert und sein Leben dank des Mannes in andere Bahnen lenken können. Fazit: „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ ist ein Buch von Eric-Emmanuel Schmitt, welches ich ganz nett zu lesen fand, aber nicht weiterempfehlen möchte. Zwar gefallen mir die Lebensweisheiten, die die Geschichte vermitteln möchte, allerdings wirkt die Gesamtgeschichte auf mich zu konstruiert und zu nebensächlich, als das mich das Buch hätte mitreißen können. Ich denke, dass das Buch eine schöne Schullektüre wäre, da sie das Potential birgt, Diskussionen über das Leben und das Wirken der Vergangenheit auf das Hier und Jetzt zu entfachen. Von mir gibt es jedoch nur 3 von 5 Sternen.

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    • 2
  • Kurze Geschichte - großer Inhalt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Florah

    16. October 2015 um 15:11

    Ein jüdischer Junge in Paris, nur durch Monsieur Ibrahim unterstützt und begleitet. Die Geschichte eines in schweren Umständen lebenden Jungen und die eines alten Weisen. Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, dass dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur 'der Araber an der Ecke' ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt - auch die des Glücks und des Lächelns. Eine wunderbar leichte Geschichte die zum Nachdenken auf leichte Art anregt, mit dem leichten Schreibstil und der wirklichen toll formulierten Sprache ist dieses Buch ein Genuss. Fazit: Ein Buch für jeden der Philosophie in irgendeiner Art und Weise                  mag und sich auch mal Fragen zum Leben stellt.

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  • Die Welt der kleinen Dinge

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. September 2015 um 10:37

    ist die Welt. am Ende passt alles in einen kleinen Kiosk. Hier kommt jeder vorbei, sogar Brigit Bardot, von hier aus geht es in die Welt und zurück. Dieses Buch - und auch der Film - sind großartige Parabeln für die Frage, wo dein Platz ist - nämlich da wo du ihn dir suchst. Und Religion, Abstammung, Zugehörigkeit können jederzeit neu definiert werden. schönste Szene - der verschenkte Teddybär an die Hure. Was macht der Teddy heute? 

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  • Keine Ode an den Koran, sondern eine Ode an das Leben

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Magena

    19. August 2015 um 23:31

    Eine herzerwärmende Geschichte von einem kleinen Jungen, der sich erst mit einem nicht sehr netten Vater und bald auch als Waise durch das Leben schlägt und Ibrahim, den Ladenverkäufer an der Ecke. Ibrahim gibt den Jungen was seine Eltern ihm nicht gegeben haben - Zuwendung, Fürsorge und Liebe und auch das Handwerkzeug für ein eigenes, gutes Leben. "Momo, du hast nur ein Paar Füße, man muss auf sie aufpassen. Drücken dich die Schuhe, wechsle sie. Füße kann man nicht wechseln." (Zitat aus dem Roman) Es ist keine spannende Geschichte mit Spannung und es ist einfach schön zu lesen. Zugegeben, der Koran ist nur ein kleiner Aufhänger und trägt in der Geschichte nicht viel bei. Ein liebevolles Buch, eine Ode an das Leben. Auch der gleichnamige Film, basierend auf diese Buchvorlage, ist zu empfehlen.

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  • Wunderschön...

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    parden

    WUNDERSCHÖN... Manchmal klaut Moses, der in Paris lebt, Konserven im Laden von Monsieur Ibrahim und glaubt, daß dieser nichts merkt. Doch der hat den jüdischen Jungen schon längst durchschaut. Denn Monsieur Ibrahim, der für alle nur ›der Araber an der Ecke‹ ist, sieht mehr als andere. Er ist ein verschmitzter Weiser, der viele Geheimnisse kennt – auch die des Glücks und des Lächelns. Moses, ein elfjähriger Junge, lebt in der Rue Bleue in Paris. Sein depressiver Vater, ein jüdischer Anwalt, macht ihm stets nur Vorwürfe und hält ihm dauernd vor, wie viel besser doch sein Bruder Popol sei, der die Familie damals mit seiner Mutter verließ. Sein ganzes Erspartes lässt Moses bei den Dirnen in der Rue de Paradis, die aus ihm "einen richtigen Mann" machen sollen. Einen Freund und Weggefährten findet der Heranwachsende schließlich in dem alten Monsieur Ibrahim, der einen kleinen Krämerladen betreibt und stets nur "der Araber an der Ecke" genannt wird. Von ihm lernt Moses, was Leben, Freundschaft und ein Lächeln bedeuten... Wenn man dieses Buch einmal begonnen hat, dann kann man es nicht mehr weglegen. Herrlich leichtfüßig und amüsant verquickt Schmitt die Lebensgeschichte des heranwachsenden und vom Schicksal gebeuteltem Juden Moses mit der des weisen, lebenserfahrenen Moslem Monsieur Ibrahim. Das ist mal heiter, mal traurig, aber immer wunderschön. "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" ist ein wirklich tolles Buch, das zu lesen mir viel Spaß gemacht hat! Oder, wie Elke Heidenreich es formulierte: "Das ist ein unendlich zartes, schönes, liebevolles Buch". Ja! Und gerade angesichts der aktuellen Lage in Israel und dem Gaza-Streifen auch ein Buch der Hoffnung... © Parden

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    • 15

    Avirem

    24. May 2015 um 06:28
  • eBook Kommentar zu Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran von Éric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Ann

    16. April 2015 um 21:57 via eBook 'Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran'

    Für mich ist dieses Buch eines der zchönsten, das ich gelesen habe. Ich war fast traurig, als es zudnde war

  • Leserunde zu "Das Ende von Eddy" und "En finir avec Eddy Bellegueule" von Édouard Louis

    Das Ende von Eddy

    Hermane

    Herzlich willkommen und bienvenue à tous!  Je m'appelle Hermine et je suis française. J'ai le plaisir de travailler depuis deux mois chez LovelyBooks et d'organiser cette semaine un challenge littéraire franco-allemand! Du kennst wahrscheinlich schon Gustave Flaubert und seine "Madame Bovary" oder Marcel Proust und seine "Suche nach der verlorenen Zeit". Diese Woche wollen wir dich bei LovelyBooks  andere Teile der französischen Literatur entdecken lassen. Wir schlagen dir vor, an unserer deutsch-französischen Leserunde teilzunehmen und ein Buch auf Deutsch oder auf Französisch gemeinsam mit mir und anderen Lesern zu lesen und anschließend zu rezensieren. Dafür habe ich mir ein ganz besonderes Buch ausgesucht, das vor allem in Frankreich für Furore sorgte: "Das Ende von Eddy" oder "En finir avec Eddy Bellegueule" von Édouard Louis! „An meine Kindheit habe ich keine einzige glückliche Erinnerung“ So beginnt das autobiografische Debüt des 22-jährigen Autors Édouard Louis. Bereits im Alter von 18 Jahren begann er "En finir avec Eddy Bellegueule" zu schreiben, das 2014 ein großer Erfolg in Frankreich war: Ein Buch, das sowohl eine scharfe Abrechnung mit seiner Herkunft ist, als auch eine Beschreibung von einer besonderen ländlichen Gesellschaft. Mehr zum Inhalt: "Ich rannte weg, ganz auf einmal. Gerade hörte ich meine Mutter noch sagen ›Was soll der Scheiß jetzt wieder?‹. Aber ich wollte nicht bei ihnen bleiben, ich weigerte mich, diesen Moment mit ihnen zu teilen. Ich war schon weit weg, ich gehörte nicht mehr zu ihrer Welt, der Brief besagte es. Ich kam zu den Feldern und wanderte einen Großteil der Nacht herum, auf den Feldwegen, in der Kühle Nordfrankreichs, in dem zu dieser Jahreszeit so intensiven Geruch der Rapsfelder. Die ganze Nacht über entwarf ich mein neues Leben fern von hier. Über den Autor: Édouard Louis wurde am 30. Oktober 1992 in Hallencourt in Picardie, Nordfrankreich, geboren. Sein richtiger Name ist Eddy Bellegueule. Seit 2011 studiert er Soziologie an der École Normale Supérieure in Paris, die als eine der angesehensten Privatschulen Frankreichs gilt. Mit 21 Jahren schreibt er seinen autobiographischen Debütroman "En finir avec Eddy Bellegueule", der Nr.1-Besteller in Frankreich wird und in 18 Sprachen veröffentlicht wurde. Im März 2014 bekam er für sein Engagement gegen Homophobie den Pierre Guénin-Preis. Heute wohnt er in Paris, wo er an seinen nächsten Roman arbeitet. Gemeinsam mit dem S. Fischer Verlag und mit dem französischen Verlag Seuil verlosen wir für diese besondere zweisprachige Leserunde 10 Exemplare von "En finir avec Eddy Bellegueule" und 15 Exemplare von "Das Ende von Eddy". In deinen Beiträgen sollst du genau angeben, ob du das Buch auf Deutsch oder auf Französisch bekommen willst und einfach auf diese Fragen antworten: Hast du bereits ein Buch auf Französisch gelesen? Wenn ja, welche ist es? Und hast du vielleicht einen französischen Lieblingsautor? As-tu déjà lu un livre en français? Si oui, lequel? Quel est, si tu en as un, ton auteur français préféré? Ich freu mich auf eure Kommentare auf Deutsch oder auf Französisch! Ich drücke euch die Daumen oder wie wir in Frankreich sagen: „Je croise les doigts pour vous !“ J'ai hâte de lire vos réponses! Bonne chance à tous! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Unterthemen der Leserunde sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlich haben.

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    • 472
  • Leider nicht meins, schade

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    peedee

    Gemäss Klappentext geht es um eine religionsübergreifende Parabel über Toleranz, Weisheit, Fatalismus, Herzensgüte und über eine aussergewöhnliche Freundschaft. „Für alle Welt bin ich der Araber an der Ecke. Araber, was in unserer Branche bedeutet, nachts und auch am Sonntag geöffnet.“ Das Buch ist als Klassiker bekannt – also „muss“ ich das doch auch mal lesen: Es geht um einen elfjährigen jüdischen Jungen, Moses, der bei seinem Vater, einem Rechtsanwalt, wohnt. Der Vater erzählt, dass die Mutter die Familie nach der Geburt Moses zusammen mit Moses‘ Bruder Popol verlassen hat. In der Strasse betreibt der alte Monsieur Ibrahim, vermeintlich ein Araber, einen Laden, wo Moses des Öftern etwas klaut (aber selbstverständlich merkt Monsieur Ibrahim es). Moses „wird zum Mann“, indem er zu den Dirnen geht. Monsieur Ibrahim und Moses, den er nur Momo nennt, freunden sich an. Im weiteren Verlauf der Geschichte verlässt der Vater Moses, die Mutter taucht auf, das Geheimnis um Popol wird gelüftet, eine Adoption findet statt, eine grosse Reise angetreten. Und am Schluss erwähnt Moses seine Frau und seine Kinder. Ende. Wie, was, habe ich etwas verpasst? Erst war gerade die Reise zu Ende und schon hat Moses, der sich nun Mohammed nannte, Frau und Kinder? Leider – und das bedaure ich sehr – hat mich dieses Buch nicht gepackt. Natürlich geht es hier um eine aussergewöhnliche Freundschaft zwischen alt und jung. Und Toleranz ist immer grossgeschrieben, wenn es um unterschiedliche Religionen geht. Aber wirklich viel von der Religion beziehungsweise der gelebten Toleranz habe ich hier nicht erfahren. Ich bedaure es wirklich sehr, aber es ist nicht meins, schade!

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    • 2
  • Lächeln!

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Igelmanu66

    „Monsieur Ibrahim war schon immer alt. Alle in der Rue Bleue und in der Rue du Faubourg-Poissonnière meinten, sich erinnern zu können, dass Monsieur Ibrahim schon immer diesen Kolonialwarenladen hatte, von acht Uhr früh bis tief in die Nacht hockte er fest verankert zwischen seiner Kasse und den Putzmitteln, ein Bein im Gang, das andere unter einem Stapel von Streichholzschachteln, einen grauen Kittel über einem weißen Hemd, Zähne aus Elfenbein unter einem dürren Schnurrbart und Augen wie Pistazien, grün und braun, heller als seine bräunliche Haut voller Weisheitsflecken. Denn allgemein galt Monsieur Ibrahim als weiser Mann. Wahrscheinlich, weil er seit mindestens vierzig Jahren der Araber in einer jüdischen Straße war. Wahrscheinlich, weil er viel lächelte und wenig sprach. Wahrscheinlich, weil er sich der normalen Hektik der Menschen scheinbar entzog, besonders der Hektik der Pariser, er rührte sich nie, saß auf seinem Hocker wie ein aufgepfropfter Ast, füllte niemals, vor wem auch immer, seine Regale auf, und verschwand zwischen Mitternacht und acht Uhr früh, keiner wusste wohin.“ Der jüdische Junge Moses lebt allein mit seinem Vater in einer düsteren Wohnung in Paris. Eine Mutter hat es für ihn nie gegeben und da der Vater sehr depressiv wirkt, ist Moses schon früh auf sich selbst angewiesen. Mit 11 Jahren führt er praktisch den Haushalt, geht einkaufen und erwärmt Dosengerichte für die täglichen Mahlzeiten. Um Haushaltsgeld zu sparen, klaut er viele der Dosen. Und hat er dann genug zusammengespart, bringt er das Geld zu den Mädchen in der Rue de Paris. Auf der ganzen Welt scheint es nur einen Menschen zu geben, der sich für ihn interessiert: Monsieur Ibrahim, der Besitzer des kleinen Kolonialwarenladens an der Ecke. Er ist immer für ihn da und hat für jedes Problem und jede Lebenslage einen passenden Hinweis in seinem Koran. Nach und nach entwickelt sich zwischen beiden eine wunderbare Beziehung… Bei diesem Büchlein muss ich aufpassen, dass meine Rezi nicht länger wird als die Geschichte. Allein die Liste der Textstellen, die ich hier gerne aufführen würde, ist lang. Sogar sehr lang. Monsieur Ibrahim ist ein wunderbarer Mensch. Gäbe es doch mehr von dieser Sorte! In sich ruhend hat er stets ein offenes Ohr für Moses (oder Momo, wie er ihn nennt) und mit wachem Blick erkennt er alles, worüber der Junge nicht zu sprechen wagt. Wie er sich des vernachlässigten Jungens annimmt, ist sehr berührend zu lesen. Ohne große Sentimentalitäten steht er ihm mit Rat und Tat zur Seite und bemüht sich, auch Moses Sinn für seine Umgebung zu schärfen… Dann sind wir durch die Gärten der Champs-Elysées gelaufen, an den Theatern vorbei und am Kasperletheater. Dann in die Rue du Faubourg-Saint-Honoré, wo es viele Geschäfte gab mit den Namen bekannter Marken: Lanvin, Hermès, Saint-Laurent, Cardin…, die waren schon komisch, diese Boutiquen, alle riesengroß und ganz leer im Vergleich zum Laden von Monsieur Ibrahim, der nicht größer war als ein Badezimmer, wo aber nirgends noch ein Haar reinpasste, wo man vom Fußboden bis zur Decke auf jedem Regal, dreimal hoch- und viermal tiefgestapelt, alles Lebensnotwendige fand – und auch das nicht so Notwendige. „Es ist schon verrückt, Monsieur Ibrahim, wie arm die Schaufenster der Reichen sind. Nichts ist drin.“ „Das eben ist der Luxus, Momo, nichts im Schaufenster, nichts im Laden, alles im Preis.“ Die gerade mal 100 Seiten wollen an einem Nachmittag gelesen werden. Der Schreibstil hat manchmal etwas Poetisches an sich, ließ mich öfter schmunzeln und abwechselnd Freude und Trauer erleben. Ein kleines Büchlein, das in sich die Farbenpracht eines ganzen Lebens vereinigt. Und von dem ich mir am Ende wünschte, es wäre noch viel, viel länger gewesen. Und der Titel der Rezi? Ergibt sich aus dem Buch. Am besten nachlesen!

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    • 12
  • Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran - Eric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    milasun

    15. November 2013 um 19:54

    "Die Langsamkeit ist das Geheimnis des Glücks." Der zwölfjährige Moses wächst einsam in der Pariser Rue Blue auf, von seiner Mutter verlassen, vom Vater eher wie ein Sklave, denn ein Sohn behandelt. Zum Glück hat er aber Monsieur Ibrahim, den "Araber in der Straße", der Tag für Tag in seinem Laden sitzt und Moses nicht nur mit Konservenbüchsen versorgt, sondern auch mit der ein oder anderen Weisheit. "So verliefen unsere Gespräche. Ein Satz pro Tag. Wir hatten Zeit. Er, weil er alt war, ich, weil ich jung war." Als Moses Vater ihn ebenfalls im Stich lässt, unternehmen Moses und Monsieur Ibrahim eine Reise quer durch Europa ans Meer, "das einzige Meer"... Die Geschichte ist sprachlich sehr schön, inhaltlich dümpelt sie aber ein wenig vor sich hin. Die auf dem Buchrücken angepriesene "religionsübergreifende Parabel" hat sich mir, bis auf die Tatsache, dass Moses Jude und Monsieur Ibrahim Moslem ist, nicht erschlossen. Auch die "Blumen des Koran" sucht man in der kleinen Geschichte vergeblich. Monsieur Ibrahim weist Moses zwar immer wieder darauf hin, er wisse, was in seinem Koran stehe, teilt seine Weisheit aber weder mit Moses noch mit dem Leser, so dass ich zu dem Schluss komme, dass Eric-Emmanuel Schmitt leider nicht weiß, was im Koran steht. Nun ja. Eine nette, kleine Geschichte für Zwischendurch, der große Wow-Effekt bleibt aber aus.

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  • Rezension zu "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" von Éric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Nick_Pulina

    19. February 2013 um 21:10

    Nachdem ich die Bühnenfassung des Buches mit Ilja Richter als Ibrahim UND Moses gesehen hatte und mich dies sehr begeistert und berührt hat, bin ich sofort am nächsten Tag in die nächste Buchhandlung getrottet und habe mir das Buch gekauft und während eines langen Bades in eins durchgelesen und war genau so begeistert vom Buch wie vom Theaterstück (und dem Hörbuch und dem Film, die ich mir danach auch noch zugelegt habe). Dieses Buch spricht wirklich jeden auf seine eigene Art an. Es gibt Passagen, da möchte man nur weinen und leidet mit und in Anderen hat man Lachtränen in den Augen. Die Weltanschauung, die uns dieses Buch vermitteln möchte, hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Alles in Allem: perfekt - 5 Sterne und eine Empfehlung an Alle!

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  • Leserunde zu "Der Himmel so fern" von Kajsa Ingemarsson

    Der Himmel so fern

    DieBuchkolumnistin

    Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und auch im November haben wir für Euch ein neues Buch in der LovelyBooks Lesechallenge: "Der Himmel so fern" von Kajsa Ingemarsson. Wir vergeben für Euch wie immer 50 Exemplare des Romans, für den Ihr Euch mit Eurer Anmeldung bewerben könnt (Gewinnspielteilnahme möglich bis einschl. 07.11.2012). Ausserdem spielt Ihr mit Eurer Teilnahme um weitere tolle Preise wie einen Amazon Kindle sowie große Buchpakete und könnt mit vielen weiteren Lesern Aufgaben zum Buch lösen, zusammen diskutieren und Euch austauschen! Alle Informationen zur Lesechallenge 2012 findet Ihr hier: LeseChallenge 2012 - alle Infos Eine Frau steht allein am Rande eines Abgrunds. Hinter ihr liegen eine Ehe, Karriere, Erfolg und Geld. Vor ihr glitzern die Lichter der Großstadt. Das ist das Ende, doch im Fall zieht ihr Leben noch einmal an ihr vorbei. Rebecka erhält noch einmal die Chance, ihr Leben zu betrachten und zu erkennen, was falsch lief. Warum es für sie so schwer war, Liebe und Nähe zu ertragen, warum sie den Menschen, den sie am meisten liebte, auf Distanz halten musste.  Kajsa Ingemarsson hat einen ungemein berührenden Roman über eine Liebe geschrieben, die über den Tod hinausgeht; er handelt von Reue und Vergebung und von der Aussöhnung mit der eigenen Vergangenheit. Die Autorin Kajsa Ingemarsson war zunächst Übersetzerin und Radiomoderatorin, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Ihre Bücher erscheinen regelmäßig auf den Bestsellerlisten und werden von der Kritik hoch gelobt. Seit Jahren ist sie auch ein gefragter Gast im schwedischen Fernsehen. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in einem Vorort südlich von Stockholm. "Der Himmel so fern" ist bereits der neunte Roman von ihr, der in Deutschland veröffentlicht wurde und nimmt den Leser mit auf eine sehr traurige und dennoch auch berührende und Hoffnung bringende Reise.  Weitere Infos zu Buch und Autorin findet Ihr beim Fischer Verlag. Hier ein Interview mit der Autorin:

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    • 1249
  • Rezension zu "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" von Éric-Emmanuel Schmitt

    Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

    Primrose

    13. October 2012 um 15:59

    Wow, was für eine schöne, kleine Geschichte. Und mit "klein" meine ich "kurz". Gerade 100 Seiten umfasst das Werk, das in großen Buchstaben gedruckt ist und mir immer wieder in die Hände fiel. Nun habe ich es innerhalb kürzester Zeit gelesen und bin entzückt. ;)) Es ist eine schöne, lustige, nachdenkliche und teils traurige Geschichte. Über das Lachen und über die Freundschaft.

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