Oskar und die Dame in Rosa

von Eric-Emmanuel Schmitt 
4,4 Sterne bei489 Bewertungen
Oskar und die Dame in Rosa
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Positiv (422):
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Mein absolutes Lieblingsbuch.

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Rührselig

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Inhaltsangabe zu "Oskar und die Dame in Rosa"

Der zehnjährige Oskar hat Leukämie und weiß, dass er nicht mehr lange leben wird. Die ehemalige Catcherin Madame Rosa bringt ihn auf die Idee, über alles nachzudenken, was ihn bewegt – in 13 Briefen an den lieben Gott. Unsentimental und unerschrocken erzählen Oscars Briefe von Liebe, Schmerz, Freude und Verlust. In nur wenigen Tagen erlebt er auf wundersame Weise ein ganzes Menschenleben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B00E48WGQK
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Ammann Verlag
Erscheinungsdatum:01.01.2004
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2004 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    buecher-beas avatar
    buecher-beavor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein kurzweiliger emotionaler Abend, der einem ans Herz geht.
    Auch für Menschen, die nicht an Gott glauben!

    Oscar ist zehn Jahre alt und hat unheilbar Leukämie. Seine letzten Tage verbringt er auf der Kinderstation zusammen mit Peggy Blue, Popcorn, Bacon, Einstein, Sandrine, Brigitte und den ehrenamtlichen Damen in Rosa. Eine davon ist besonders alt, weswegen er sie "Oma Rosa" nennt und schnell zu ihr Vertrauen fasst. Sie hilft ihm und seinen Eltern durch eine schwere aber wertvolle Zeit.

    Dieses kleine Büchlein hat alles, was man für einen emotionalen Abend benötigt. Es gibt wunderschöne Passagen und tieftraurige Momente, Verständnis für alle Protagonisten und ein paar schöne philosophische Sätze zum herausschreiben und darüber nachdenken.

    Meine Lieblingspassage:
    Seite 20/21
    "Was soll ich ihm (Gott) denn schreiben?"
    "Vertrau ihm deine Gedanken an. Gedanken, die man nicht ausspricht, machen schwer. Das sind Gedanken, die sich festhaken, dich belasten und dich erstarren lassen, Gedanken, die den Platz wegnehmen für neue Ideen und in dir verfaulen. Du wirst zu einer Müllhalde voller alter Gedanken, die zu stinken anfangen, wenn du sie nicht aussprichst."

    Ich danke dem Amman Verlag von Herzen, dass er solche wunderschöne philosophische Texte in so wunderschön haptischen Bänden publizierte. Immernoch habe ich den Palast der Träume von Ismail Kadare im Kopf, obwohl es schon 15 Jahre her ist, dass ich es las. 

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    Fortis avatar
    Fortivor 8 Monaten
    Ungewöhnliche, traurige und auch witzige Lektüre

    Ein krebskrankes Kind, das Briefe an Gott schreibt - wäre mir das Buch nicht so nachdrücklich ans Herz gelegt worden, hätte ich es wohl nie als Lektüre in Betracht gezogen, da ich ein missionierendes, deprimierendes Buch erwartet hätte. Aber so ist es nicht. "Oskar und die Dame in Rosa" liest sich locker und leicht, die Briefe, die der zehnjährige Oskar auf Empfehlung seiner Leih-Oma Rosa an Gott schreibt, sind kurzweilig, teilweise witzig (mir haben vor allem Oma Rosas Wrestling-/Catchergeschichten gefallen), oftmals auch tiefsinnig. Dem Autor gelingt es aber trotz aller Kurzweiligkeit, das Thema Krebs und Tod nicht zu verharmlosen. Das Themengebiet Gott und Glaube wird zwar gegen Ende immer stärker thematisiert, steht aber insgesamt nicht so extrem und offensichtlich im Mittelpunkt, wie ich gedacht hätte. Eine ungewöhnliche, kurze, gut lesbare Lektüre, der man aber auch Gelegenheit geben sollte, zu sacken.

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    Anteks avatar
    Antekvor einem Jahr
    Lieber Gott,...

    Dieses schmale, toll gebundene Büchlein kann nicht nur durch sein Äußeres bestechen, sondern auch durch die berührende, einfühlsam erzählte Geschichte, die zwischen den Buchdeckeln steckt.

    Der zehnjährige Oskar ist ein leukämiekranker Junge, bei dem keine Behandlung mehr anschlägt. Das Krankenhauspersonal und auch seine Eltern können und wollen ihm nicht sagen, dass er nur noch wenige Tage zu leben hat. Trotzdem erkennt Oskar an den mitleidigen Blicken, wie es um ihn steht. „Ich habe verstanden, dass ich ein schlechter Kranker bin, ein Kranker, der einem den Glauben daran nimmt, dass die Medizin etwas Tolles ist.“. Besonders auf seine Eltern hat er eine Wut, seit diese, nachdem sie die Diagnose erfahren haben, einfach aus dem Krankenhaus verschwunden sind. Er hat sie belauscht. Einzig Oma Rosa scheint nicht der Mut zu fehlen mit Oskar über den Tod zu reden. Sie rät ihm mit Gott zu sprechen und macht ihm dadurch und mit ihrer herrlich unbeschwerten und lebensklugen Art den Abschied leicht.

    Die Geschichte ist in Briefen an den lieben Gott verfasst. Oskar schreibt täglich einen Brief an den lieben Gott, dessen Existenz er aufgrund seiner Erziehung bisher sehr angezweifelt hat, in dem er von seinem Tag berichtet und meist auch einen Wunsch äußerst. Den letzten Brief muss Oma Rosa ergänzen.

    Der Tod ist in unserer Gesellschaft oft ein Tabu und auch ich bin mir selbst eher gehemmt, wenn ich trauernden oder eben totkranken Menschen gegenüber stehe. Genau dieses Thema und auch die Angst vor dem Sterben werden hier mehr als gelungen aufgearbeitet. Die Briefe haben mich sehr berührt und obwohl es sich um die letzten Tage des kleinen Oskars handelt, sprüht die Geschichte super viel Lebensfreude aus. Man darf viel Schmunzeln, dafür sorgen schon Oma Rosas Geschichten oder das was Oskar aus ihren Tipps macht. Der Sprachstil liest sich grandios und die Seiten fliegen fast schon zu schnell dahin, besonders weil man ja das Ende vor Augen hat.

    Der kleine Oskar ist mir von Anfang an mitten ins Herz gesprungen. Seine herrliche Art und seine Kinderlogik haben mich völlig mitgerissen. Oma Rosa, die schon „über dem Verfallsdatum“ ist, und von einer Vergangenheit als Catcherin berichtet, hat mich mit ihrer einfühlsamen, hilfsbereiten Art beeindruckt. Sie verdient meinen größten Respekt.

    Alles in allem eine herzergreifende Geschichte, die vom Abschied des kleinen Oskar berichtet und die Angst vor dem Sterben um vieles kleiner macht. Völlig begeisterte 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung.

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    A
    Anielavor 2 Jahren
    Oskar und die Dame in Rosa

    Zu Anfangs war ich sehr skeptisch als unser Religionslehrer ein Buch vorlesen wollte, aber...


    "Oma Rosa", wie sie von dem leukämiekranken Oskar genannt wird, begleitet den 10-jährigen Jungen während der letzten Tage seines Lebens.
    Die alte Dame ermutigt Oskar, seine Gedanken Gott anzuvertrauen und sich vorzustellen, jeder Tag seines Lebens wären zehn Jahre. ( Er stellt sich das vor und durch lebt sozusagen ein ganzen Leben in 12 Tagen jeder Lebensabschnitt (jeder Tag also) großartig erzählt.)
    Auf diese Weise lernt Oskar eine ganz Reihe von Emotionen kennen: Liebe, Vertrauen, Eifersucht, Glauben, aber auch Zweifel und Ängste.
    Die Dame in Rosa lehrt ihn, dass man körperliche Schmerzen nicht vermeiden, aber gegen seelische durchaus kämpfen kann.

    Ihre Lebensweisheiten, ihre Freundschaft nehmen Oskar die Angst.

    Eric-Emmanuel Schmitt ist es gelungen, durch seine Wortwahl und einfache Formulierungen die Gedanken und Gefühle eines Kindes realistisch rüber zubringen.

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    Schmitzoreks avatar
    Schmitzorekvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mein liebstes Lieblingsbuch!
    So viel Kraft auf so wenig Seiten!

    Oskar ist gerade einmal zehn Jahre alt, doch sterbenskrank. Er hat Leukämie und hat schon sehr viel Zeit seines Lebens in Krankenhäusern verbracht. Auch jetzt ist er wieder dort und belauscht eines Tages seine Eltern und seinen behandelnden Arzt. Der Arzt teilt seinen Eltern mit, dass Oskar nicht mehr lange leben wird, die Chemotherapie einfach nicht anschlägt. Anstatt, dass seine Eltern ihm von der schlechten Neuigkeit erzählen, spielen sie heile Welt – schließlich ist es nicht mehr lange bis Weihnachten. Oskar hält die Heuchelei kaum aus und findet nur Gehör bei einer ehemaligen Krankenschwester, die ehrenamtlich Patienten im Krankenhaus besucht. Mit „Oma Rosa“ kann er über alles sprechen, sie hat spannende Geschichten zu erzählen und erzählt Oskar von Gott. Mit ihr beginnt er dann auch ein Spiel zu spielen, welches Oskar ermöglicht ein ganzes Leben zu leben: er altert von nun an jeden Tag um zehn Jahre. Seine Erlebnisse hält er in Briefen an Gott fest.

    ---

    Ein anrührendes Buch über die Frage nach dem Leben und Sterben. Eric-Emmanuel Schmitt schafft eine einmalige Atmosphäre, in der er dem Leser doch einiges zumutet. Ein kleiner Junge, sterbenskrank, mit Eltern die diese Tatsache nicht wahr haben wollen und denken, ihren Sohn vor dieser Wahrheit schützen zu müssen. Ein schwieriges Thema. Und doch, in all der Schwere, schafft Schmitt immer wieder Momente der Gelassenheit, der Freude, des Glücks und der Heiterkeit. In seinen Briefen an Gott lässt Schmitt den kleinen Oskar seine Erlebnisse und Emotionen zu Papier bringen – ernst, traurig, frech, lustig und weise.

    Ein Buch über die Kraft kranker Kinder. Über die Kraft des Glaubens. Über fremde Menschen, die einem manchmal besser beistehen können, als die Allerliebsten und –nächsten. Über einen kleinen Jungen, der sein Leben gelebt hat und sich am Ende nicht mehr wünschen konnte.

    Super geeignet für Gespräche mit Jugendlichen (ab 12 Jahren) über das Thema Leben & Sterben

    Kommentare: 2
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    Puschel1304s avatar
    Puschel1304vor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine kleine traurige und zeitgleich schöne Geschichte...
    Nachdenklich, traurig und zeitgleich sehr schön...

    " Oskar und die Dame in Rosa" von Eric-Emmanuel Schmitt

    Titel:
    Der Titel "Oskar und die Dame in Rosa" verheimlicht nichts und beschönigt nichts. Es entspricht punktgenau der Handlung.

    Cover:
    Dafür, dass die Erstausgabe im Jahr 2005 erschienen ist, erinnert das Buch doch eher an eines aus ganz alten Zeiten.
    Zu sehen ist der Oskar, mit seinem "Eierkopp" der den Betrachter anschaut, während Oma Rosa an seinem Krankenhausbett im Hintergrund steht.
    Der junge Oskar wirkt auf dem Cover keineswegs traurig, ganz im Gegenteil, seine Mundwinkel sind nach oben gezogen.
    Ich empfinde das Cover als angenehm, hätte mir aber durchaus auch ein weitaus modernes für dieses Buch vorstellen können, gerade auch, um den Leser ein wenig mehr anzusprechen, dieses Buch zu kaufen.

    Klappentext:
    Der Klappentext beschreibt einen 10- jährigen Jungen, namens Oskar, der bereits weiß, dass er sterben wird. Da seine Eltern Angst haben, mit ihm über die Wahrheit zu reden, bringt Madame Rosa ihn auf die Idee, über alles nachzudenken, was ihn bewegt und dieses in Form von 13 Briefen, an Gott zu übersenden.
    Der Klappentext beschreibt passgenau den Inhalt, ohne jedoch zu viel von den kleinen, feinen Stellen zu verraten, die dieses Büchlein ausmachen.

    Schreibstil:
    Der Autor Eric- Emmanuel Schmitt schreibt auf 105 Seiten die kurze und doch bewegende Geschichte des Oskars.
    Hierbei verwendet er nicht nur die Ich-Perspektive, sondern lässt die Gedanken des kleinen Jungen in Form von 13 Briefen an Gott nieder.
    Der Sprache ist für einen 10- jährigen vollkommen angemessen und daher ist dieses Buch auch sehr einfach und schnell zu lesen, besonders aber auch, wegen der großen Schrift.

    Inhalt:
    Der Inhalt umfasst, wie bereits erwähnt, 13 Briefe an den lieben Gott, wobei der kleine Junge Oskar seinen Tag erläutert.
    Anfänglich bekommt der Leser das Gefühl, dass Madame Rosa nur in seiner Traumwelt entstanden ist und ihn ermutigt, Briefe an den Gott zu schreiben. Doch mit der Zeit ist erkennbar, dass Madame Rosa real ist, zumindest wird sie auch von anderen Menschen gesehen.
    Sie gibt Oskar eine Aufgabe, er soll sich vorstellen, jeden Tag um 10 Jahre zu altern. Sie verschweigt keineswegs die Wahrheit und besitzt ein keckes Mundwerk.
    Oskar selbst findet sich oftmals in Ironie wieder. Er scheint die Dinge zu nehmen, wie sie sind.
    Besonders niedlich ist an dieser Stelle eine Situation mit dem Arzt, den er auffordert, ihm die Wahrheit zu sagen und nicht zu verheimlichen, so wie die anderen dies machen.
    Er gibt dem Arzt an dieser Stelle sogar noch Mut mit.
    Auch scheint er sehr viel schneller zu begreifen und damit umgehen zu können, wie die Erwachsenen. Das macht dieses Buch zu etwas besonderem.
    Dieses Buch mag vielleicht kein Happy End haben, doch wo gibt es das auch, viel mehr ist es hierbei wichtig, dass dieses Buch dem Leser einiges mit auf dem Weg gibt und dies ist an dieser Stelle nicht nur Mut und Zuversicht, der Glaube zu Gott und die Liebe, sondern viel mehr auch die Gedanken und das Nachdenken, noch weit nach dem Lesen.

    Fazit:
    Dieses Buch ist sowohl für jung als auch für alt. Für mutige und für schwache. Für groß und für klein. Für Mann und für Frau.
    Dieses Buch gehört vielleicht nicht mit zu den besten und hätte mit Sicherheit viel mehr Zeilen und Seiten verdient, dennoch ist es ein Buch, was Menschen dazu bewegen kann, Kinderkrankheiten mit anderen Augen zu sehen, damit anders umzugehen. In diesem Bezug auch mit dem Tod anders umzugehen....



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    Wassollichlesens avatar
    Wassollichlesenvor 3 Jahren
    100 Jahre in 10 Tagen

    Gibt es etwas schlimmeres, als den Tod (s)eines Kindes?? Ich kann es mir kaum vorstellen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich jemand diesem Thema so nähert, wie Eric-Emmanuel Schmitt. Das Buch ist zwar nur 105 Seiten "lang", aber mehr Seiten braucht es auch nicht. Es ist genau so richtig, wie es ist, denn es steckt voller Witz (Oskar Gedankengänge sind herrlich), Ernsthaftigkeit und natürlich auch Traurigkeit und es gibt nichtsdestotrotz Hoffnung und zeigt, dass das Leben lebenswert ist.
    "Oskar und die Dame in Rosa" ist das Lieblingsbuch einer Freundin. Ich kann dies sehr gut nachvollziehen. Sie schrieb in meine Ausgabe Aristoteles' Zitat "Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen". 
    Mehr habe ich eigentlich nicht zu sagen, außer..
    Fazit
    unbedingt lesen.

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    Bouggos avatar
    Bouggovor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Rührselig
    Rührselig und unaufrichtig

    Dieses Buch beschreibt die Beziehung zwischen dem todkranken Oskar, der im Krankenhaus liegt und bei dem die Chemotherapien versagt haben. Er weiß um sein baldiges Ende, wird aber von Ärzten, Schwestern und den eigenen Eltern mehr oder weniger für dumm verkauft, indem sie ihm Optimismus vorgaukeln. Nur mit der Dame in Rosa, eine caritative Krankenhausbesucherin für vereinsamte Patienten, nimmt ihn ernst. Mit ihr kann er über den Tod, das Sterben und und den Glauben reden. Sie ist eine ehemalige Catcherin und lässt den Jungen ein Stück aus der Welt des Damencatchens miterleben.

    Oskar akzeptiert die Dame in Rosa und akzeptiert so auch ihren Vorschlag, 12 Tage lang, den letzten des Jahres, mit jedem Tag 10 Jahre älter zu werden. So erlebt Oskar paradoxerweise in dieser kurzen Zeit ein Leben, das viel länger ist, als für die meisten Menschen überhaupt nur denkbar ist. Darin schaffen es die beiden in der Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel hin, auch den Arzt und die Eltern mit seinem Sterbevorgang auszusöhnen. Diese Erlebnisse schildert Oskar in Briefen an den Lieben Gott.

    Soweit berührt die Geschichte sehr, sie ist voller guter Ideen und macht nachdenklich. Im letzten Brief, den die Dame in Rosa an Gott schreibt, gibt sie zu, dass sie ihren Beruf einer Catcherin erfunden hat. Und hier, mit diesem einen Satz, kippt der Zauber des ganzen Buches. Es löst Ärger aus, Ärger darüber, dass diese Dame es nötig hat, dem todkranken Kind eine Identität vorzugaukeln, die nicht existiert. Sie gibt sich damit auf das gleiche Niveau wie Arzt und Eltern, die aus nachvollziehbaren Ängsten nicht in der Lage sind, dies Thema anzusprechen, eben erst recht nicht bei einem Kind. Sie lügt und betrügt und hat eine Maskerade nötig. Und das vor den Augen des Gottes, an den die Briefe gerichtet sind. Sie spiegelt Aufrichtigkeit vor und ist es selbst nicht. Ein hinterhältiger Vorgang, bei dem man sich als Leser zusammen mit Oskar betrogen fühlt.

    Schade, denn die Geschichte ist gut. Ich kann nicht verstehen, wieso Herr Schmitt diese Wendung in sein Werk brachte. Ohne diesen einen Satz wäre es sehr gelungen. Wieso soll nicht eine ehemalige Catcherin kranke Kinder besuchen.

    So aber bleibt für mich nur die harte Kritik: Ein misslungenes Werk!

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    Katharina97s avatar
    Katharina97vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes/ trauriges Buch , welches einfach zu verstehen ist. Es hat sich echt gelohnt es zu lesen
    Dame in Rosa

    Ich habe das Buch von meiern Oma bekommen. Da es so kein und handlich ist, hatte ich es schnell ausgelesen. 

    In dem Buch geht es um einen zehn jährigen Jungen der Krebs hat und Briefe über sein Leben an Gott schreibt. 

    Man kann es einfach lesen und verstehen. Außerdem ist es interessant alles aus der Perspektive von Oskar zu sehen. Denn gerade Kinder denken anders als Erwachsene. Somit fühlt man mit Oskar mit, wie er seine Tage erlebt. 
    Als Fazit kann ich nur festhalten, dass es ein wunderschönes, aber auch trauriges Buch ist und es sich lohnt es zu lesen. 

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    Sooys avatar
    Sooyvor 4 Jahren
    Oskar und die Dame in Rosa

    Oskar ist 10 Jahre alt und wird häufig "Eierkopf" genannt.
    Er liegt schon seit längerem auf der Kinderstation eines Krankenhauses. 
    Er hat Krebs, Leukämie, und er weiß er wird sterben.
    Doch spricht es ihm gegenüber aus, nicht die Ärzte, nicht seine Eltern...
    Nur Oma Rosa hat immer ein offenes Ohr für ihn und das Herz auf der Zunge. 
    In Briefen, die Oskar täglich schreibt, berichtet er Gott, wie es ihm geht und wie seine Tage verlaufen.


    Ein wunderschönes Buch, welches ich in einem Rutsch gelesen habe.
    Ich hatte befürchtet, dass es unglaublich traurig werden würde, aber ich hab mehr als einmal grinsen müssen, über Oskars tolle Art mit seiner Krankheit und mit seinen Mitmenschen umzugehen und welche Sicht er auf die Welt, das Leben und den Tod hat. 
    Ich finde, dass "Oskar und die Dame in Rosa" ein Buch ist, das jeder gelesen haben sollte.

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