Eric Berg Das Küstengrab

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Inhaltsangabe zu „Das Küstengrab“ von Eric Berg

Eine abgelegene Insel. Eine verhängnisvolle Vergangenheit, die sie einholt. Eine verschworene Gemeinschaft.
Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrte Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endete in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kam Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wurde schwer verletzt und leidet seither an Amnesie. Vier Monate nach dem Unfall reist Lea erneut nach Poel. Sie will herausfinden, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an nichts erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht …

Ein toller Krimi mit einem unerwarteten Ende!!

— Gartenfee007

Das Küstengrab ist ein spannender Kriminalroman mit unvorhersaberem Ende

— Alina1011

Konnte mich nicht so ganz überzeugen, erst am Ende wurde etwas Spannung aufgebaut

— makama

Von Anfang bis Ende unglaublich spannend!

— Norell

Konnte mich nicht so recht überzeugen

— Aleida

Nicht ganz so spannend wie das Nebelhaus, aber trotzdem eine gute Story inkl. Überraschungen, mit denen man nicht rechnet.

— PriJudice

Ein Küstenkrimi dem leider etwas die Spannung fehlte, allerdings wieder gut geschrieben.

— claudi-1963

Ein sehr ruhiger, aber atmosphärisch dichter und sehr beklemmender Kriminalroman

— ClaudiasWortwelten

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Lass mich los

es konnte mich am Ende doch noch überzeugen, daran hatte ich schon nicht mehr geglaubt

victoriaskrams

Flugangst 7A

Wieder ein sehr guter Fitzek. Spannend und undurchschaubar bis zum Schluß.

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Untiefen

Ich hätte mir von diesem Buch mehr erhofft.

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  • Das Küstengrab

    Das Küstengrab

    Gartenfee007

    21. September 2017 um 09:47

    Darum geht es (Klappentext):Eine abgelegene Insel. Eine verhängnisvolle Vergangenheit, die sie einholt. Eine verschworene Gemeinschaft. Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrte Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endete in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kam Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wurde schwer verletzt und leidet seither an Amnesie. Vier Monate nach dem Unfall reist Lea erneut nach Poel. Sie will herausfinden, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an nichts erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht …Meine Meinung:Der Schreibstil lässt sich einfach und auch anschaulich lesen. Am Anfang ist von Krimi noch nicht viel zu lesen, aber die Spannung kommt immer mehr und steigert sich bis zum Ende. Die Personen sind sehr unterschiedlich und das macht das Buch sehr spannend und abwechslungsreich. Das Ende hat es wirklich in sich und ist von der Auflösung her, unerwartet. Es war wirklich ein tolles Buch.

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  • Empfehlenswerter Kriminalroman der etwas anderen Art

    Das Küstengrab

    Alina1011

    21. August 2017 um 20:37

    "Das Küstengrab" ist ein Kriminalroman von Eric Berg und ist 2014 im Limes Verlag erschienen.Die Handlung spielt abwechselnd im Jahr 2010 (Mai) und 4 Monate später, in der Gegenwart. Der Krimi spielt auf der schönen Insel Poel, einem kleinen Dorf an der Ostsee.Lea die nach 23 Jahren zurück in ihren Heimatort reißt, hat einen schlimmen Autounfall. Mit an Bord war ihre Schwester, die dabei tödlich verunglückt. Seitdem leidet sie an Amnesie. Vier Monate nach dem rätselhaften Unfall kehrt sie zurück nach Poel. Lea ist vollkommen auf ihre  ehemaligen Freunde angewiesen um herauszufinden was im Mai 2010 geschehen ist. Aber sie weiß nicht wem sie trauen kann und wem nicht und wo ist Leas Jugendliebe Julian, dier seid 23 Jahren vermisst wird?Das Küstengrab ist mein erster Kriminalroman von Eric Berg. ich habe es mir ausgesucht, da ich früher oft Urlaub auf der Insel Poel mit meinen Großeltern gemacht habe.Die Handlung zeigt Lea 4 Monate vor dem Unfall und in der Gegenwart. Außerdem sind immer wieder Rückblenden eingebaut, die das Verhältnis zwischen Lea, Ihrer Schwester und ihren Freunden darstellt. Dadurch wird nach und nach aufgelöst, wie es zum Unfall kam und was es mit Julians verschwinden auf sich hat.Dies zeugt von einem großen Spannungsaufbau, sodass man immer weiter lesen muss um endlich zu erfahren wie das Buch am Ende aufgelöst wird.Die Thematik ist sehr interessant. Zum einen die Gedächnisstörungen von Lea, durch den Autounfall zum anderen warum Lea vor vier Monaten ,nach sage und schreibe 23 Jahren, urplötzlich in ihrem Heimatort auftaucht.Eric Berg hat einen flüssigen Schreibstil. Es lässt sich leicht aus der Hand lesen und ist dadurch leicht verständlich. Die Insel Poel ist gut beschrieben, dadurch fühlt man sich mittendrin im Geschehen.Das Buc ist gut herausgearbeitet und sehr detailreich, allerdings erinnert es eher an einem Roman mit "Krimiauszügen". Der Mord steht eher im Hintergrund. Vielmehr die Amnesie von Lea und das Verhältnis zu ihrer verstorbenen Schwester stehen im Mittelpunkt.Alles in allem ist Bergs Werk ein kurzweilliger Kriminalroman für zwischendurch. Er zeigt wie kurz das Leben ist und man sich lieber mit seiner Familie und geliebten Menschen versöhnen sollte, bevor es zu spät ist. Außerdem trägt jeder Mensch ein Geheimniss mit sich , welches eines Tages ans Licht kommt.Eine klare Lesempfehlung für alle die Spannung lieben und am Ende überrascht werden wollen.

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  • Spannender Krimi - mit genialem Finale

    Das Küstengrab

    SimoneQuilitz

    14. August 2017 um 11:46

    Ein sehr spannendes und fesselndes Buch um die dunklen und tiefen Geheimnisse einer Ruine auf Poel. Als Jugendliche haben Lea und ihre Freunde dort jede Minute verbracht - über 20 Jahre später treffen sich alle auf der kleinen Insel wieder. Der Tod von Leas Schwester bei einem Autounfall führt sie wieder zusammen - aber warum musste sie sterben? War es ein Unfall? Was ist mit Julian geschehen, Leas damamligem Freund? Die Geschehnisse werden immer verworrener, manchmal weiß ich als Leserin auch nicht, was ich glauben soll...sehr mitreißend geschrieben. Bis zur letzten Seite pure Spannung! Ich mag Bergs Schreibstil sehr gerne, da er auch viele Zitate berühmter Persönlichkeiten verwendet und eine sehr bildliche Sprache verwendet. Obwohl ich noch nie auf Poel war, sehe ich geradezu alle Schauplätze vor mir. Atmosphärisch dicht und geniales Ende.

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  • Das Küstengrab

    Das Küstengrab

    fraeulein_lovingbooks

    10. August 2017 um 19:43

    Inhalt Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrte Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endete in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kam Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wurde schwer verletzt und leidet seither an Amnesie. Vier Monate nach dem Unfall reist Lea erneut nach Poel. Sie will herausfinden, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an nichts erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht …(Quelle: Klappentext)  Meine Meinung Der Klappentext fasst die gesamte Geschichte in wenigen Sätzen zusammen und verschweigt nur, welches Geheimnis es ist. Das wird erst in den letzten Kapiteln aufgelöst, doch der Weg dahin ist lang und beschwerlich. Besonders für den Leser.Ich habe wollte das Buch eigentlich nach wenigen Seiten abbrechen, weil schon schnell deutlich wird, das es sehr langweilig und langwierig werden wird. Aber in der Hoffnung auf Spannung bin ich dran geblieben und habe mich bis zum Ende gequält. Nie wieder. Die Charaktere sind farblos und oberflächlich und ich konnte zu keinem einzigen eine Verbindung aufbauen. Zusätzlich sind es gefühlt 20 Personen, die in irgendeiner Weise in das Geheimnis mit eingebunden wurden und man verliert irgendwann einfach die Lust alles zu verstehen oder im Kopf die einzelnen Verbindungen aufzubröseln, damit es überhaupt einen Sinn macht. Den Kriminalroman habe ich während des Lesens vergeblich gesucht – es gibt keine Wendungen und keine Überraschungen. Nichts, was einen Krimi auszeichnet.„Das Küstengrab“ ist eine Geschichte über eine Gruppe von Freunden, die die Vergangenheit aufarbeiten und erzählen, wer von ihnen den Toten umgebracht hat. Mehr nicht. Von mir gibt´s keine Lese- und Kaufempfehlung.  Stern

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  • Für Gelegenheitsspannungsleser

    Das Küstengrab

    j125

    27. May 2017 um 10:51

    Inhalt:Seit einem schweren Autounfall, bei dem ihre Schwester ums Leben kam, leidet Lea unter einer schweren Amnesie. Einige Erinnerungen konnte sie bereits wieder erlangen, aber vor allem der Zeitraum rund um den Unfall liegen in dichtem Nebel. Gegen den Rat ihrer Psychotherapeutin begibt sie sich auf die Insel Poel, ihrer alten Heimat und Ort des Unfalls. Mit Hilfe ihrer alten Freunde versucht sie nicht nur die unmittelbare Vergangenheit aufzuarbeiten, welche zu dem Unfall führte, sondern auch die Zeit ihrer Jugend, als sich die Freunde noch nahestanden. Eins ist klar: Etwas Schreckliches ist passiert, doch wer trägt die Verantwortung und wem kann man überhaupt trauen?Meine Meinung:Das Buch stand schon sehr lang auf meiner Wunschliste, obwohl ich immer wieder gezweifelt habe, ob das Buch nicht vielleicht zu „leicht“ für mich ist. Eine Rezension von Carina hat mich jedoch überzeugt es auf meiner Wunschliste zu lassen. Ich muss leider sagen, dass mich mein Gefühl doch nicht ganz getäuscht hat. Von Beginn an hatte ich das Gefühl so etwas schon mal gelesen zu haben. In der Mitte hat sich das wieder etwas gelegt, aber dann kamen wieder Szenen wo ich dachte, dass ich das ja schon kenne. Und wenn ich es noch nirgendwo gelesen habe, dann kam es bestimmt schon in einer Produktion eines öffentlich-rechtlichen Senders vor.Mir ist klar, dass bei der Masse an verfügbaren Büchern das Rad nicht neu erfunden werden kann und das verlange ich auch gar nicht. Aber so leid es mir tut: Für mich war das eine typische „Freunde treffen sich nach etlichen Jahren wieder und realisieren, dass ihre ach so tolle Freundschaft doch irgendwie mies war“ Geschichte. Ich will nicht behaupten, dass ich von Anfang an wusste, wer was getan hat. Das wäre gelogen. Aber so gewisse Sachen deuten sich von vorneherein an und werden dann im Laufe der Geschichte immer konkreter, sodass mich am Ende nichts wirklich überraschen konnte.Schwierigkeiten hatte ich auch mit den diversen Andeutungen: „Zu diesem Zeitpunkte konnte noch niemand ahnen, dass…“ „Schon bald würden hier….“ (keine Originalzitate!) Man erwartet da endlich mal eine dolle Wendung oder überhaupt Action und dann werden die Sachen die da wie eine dunkle Gewitterwolke angekündigt werden, ganz am Ende in einem abschließenden/zusammenfassenden Kapitel aufgelöst. Das hat mich sehr enttäuscht, weil diese Andeutungen auf kommende Szenen hinweisen, die aber tatsächlich nicht dargestellt, sondern nur von einem Protagonisten am Ende erzählt werden. Weiß jetzt keiner was ich meine, aber es war halt ein Spannungsaufbau der nicht genutzt wurde. Ich möchte aber nicht den Eindruck erwecken, dass dieses Buch schlecht ist. Ich habe es innerhalb von zwei Tagen beendet, da es sich wirklich toll lesen lässt. Es konnte nur meinen Erwartungen nicht gerecht werden und mich nicht überraschen.Fazit:Für Gelegenheitsspannungsleser und Strandurlauber ist es eine empfehlenswerte Lektüre. Mich konnte das Buch leider inhaltlich nicht besonders überraschen. Schade.

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  • Amnesie

    Das Küstengrab

    makama

    10. May 2017 um 08:55

    Lea kehrt überraschend auf ihre Heimatinsel Poel zurück, die so vor über 23 Jahren nach dem Tod der Eltern verlassen hat. Zu  ihrer "großen" Schwester Sabina", die inzwischen bei der Kripo ist, hatte sie nie ein gutes Verhältnis. Der Besuch endet mit einem schweren Autounfall, bei dem Sabina stirbt und Lea ihr Gedächnis verliert.Wie ist es zu diesem Unfall gekommen..... Leawill es wissen und kehrt erneut auf die Insel zurück.Doch ihre Freunde von damals ( sie waren eine eingeschworene Gemeinschaft) machen unterschiedliche Angaben und scheinen etwas zu verbergen......Hängt es mit Julian zusammen, der im Sommer 1990, kurz vor Leas Abreise,  plötzlich verschwand......Fazit:Leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Ich fand die Geschichte eher langatmig, erst zum Schluss kam so etwas wie Spannung auf .Auch die Protagonisten wirkten auf mich eher konstruiert und nicht authentisch und auch nicht sonderlich sympathisch.Die offenen Fragen werden allerdings gelöst und der Leser weiß, was was wirklich geschehen ist und wie es zu dem Unfall kam.Von mir gibt es nur gut 3 Sterne für dieses Buch. Mehr kann ich leider nicht vergeben

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  • Eine verhängnisvolle Vergangenheit holt sie ein

    Das Küstengrab

    claudi-1963

    12. October 2016 um 14:06

    Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine verhängnisvolle Vergangenheit, die sie einholt. (Buchrückseite) Nach über 23 Jahren kehrt Lea aus Argentinien in ihr Heimatdorf Kaltenhusen auf der Insel Poel zurück. Doch leider endet dieser Besuch mit einem furchtbaren Autounfall, bei dem Lea´s Schwester Sabina ums Leben kommt und sie ihr Gedächtnis verliert. Von nun an versucht Lea alles daranzusetzen die Zeit vor dem Unfall herauszufinden. Den sie weiß auch nicht warum sie nach so vielen Jahren wieder nach Poel gekommen ist, den eigentlich wollte sie nie wieder dort zurückkehren. So fragt sie bei ihrer ehemaligen Clique nach, die sie mit offenen Armen aufnehmen und ihr zu helfen versuchen. Doch immer mehr Ungereimtheiten tauchen auf und Lea beginnt zu zweifeln, ob sie ihren Freunden wirklich trauen kann. Irgendetwas versuchen sie vor ihr zu verbergen. Was ist wirklich im Mai passiert und wie kam es zu dem Unfall? Und was ist aus ihrer Jugendliebe Julian geworden, warum ist er verschwunden? Meine Meinung: Auch in diesem Buch von Eric Berg ist die Handlung wieder in Kapitel und zwei Zeitstränge eingeteilt. Wir erleben die Lea im heute und damals bevor sie der Insel den Rücken gekehrt hat. Eric Berg ist ein Krimiautor der eher die leiseren Krimis schreibt, leider bleibt jedoch dann aber oft die Spannung auf der Strecke. Und so wirkte dieses Buch für mich eher wie ein Roman. Zwar hat der Autor einen sehr guten Schreibstil bei dem man sich bildhaft die Landschaft Poels vorstellen kann, das ist aber nicht alles was einen Krimi ausmacht. Auch die verschiedenen Charaktere der Personen, den Mauerfall hat er wieder toll beschrieben und trotzdem hat mir "Die Schattenbucht" besser gefallen. Wie auch schon in Schattenbucht, kommt hier der Humor ebenfalls ab und an vor. Das Cover ist sehr einladend, bunt, Küstenlandschaft halt und man bekommt die absolute Urlaubsstimmung. Der im Taunus geborene Autor scheint insgesamt eine Liebe zur Küste zu haben. Wäre die Spannung etwas größer gewesen, hätte der Krimi mich mehr gefesselt, so gebe ich ihm nur 3 von 5 Sterne

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  • Enttäuschend: unglaubwürdige Personen, unwahrscheinliche Handlung, verbesserungswürdiger Stil

    Das Küstengrab

    Federfee

    31. August 2016 um 13:02

    Dies ist nach meiner Einschätzung kein Kriminalroman, sondern ein Psychothriller, der mich aus verschiedenen Gründen enttäuscht hat, um so mehr, nachdem mir 'Das Nebelhaus' so gut gefallen hat. Empfehlen kann ich ihn leider nicht.Was ich zu bemängeln habe, hat schließlich dazu geführt, dass ich ab der Mitte Teile überflogen und nur noch ausgewählte Abschnitte gelesen habe, allerdings zähneknirschend.Es gibt drei Zeitebenen: die vor über 20 Jahren, als etwas Schlimmes passierte, die vor drei Monaten, als die Hauptperson Lea als Folge eines Unfalls (?) ihr Gedächtnis teilweise verlor und die von heute, wo sie wieder auf die Insel Poel (Mecklenburg) zurückkehrt, um herauszufinden, warum sie dort hingefahren ist. Das wirkt verwirrend und man muss sich immer wieder neu orientieren. Das gilt auch für die Erzählperspektive, die ständig vom Ich-Erzähler zur 3. Person wechselt.Was aber gar nicht geht, ist die ungeschickte Darstellung und Entwicklung der Personen. Mit ihnen steht und fällt ein Roman. 'Show, don't tell!' Sie können ruhig unsympathisch sein, aber man möchte ihre Vergangenheit zwischen den Jugendfreundschaften und 'heute' nicht aus einer Art gerafftem Lebenslauf erfahren, wie es hier teilweise der Fall ist.Außerdem fand ich die Personen unglaubwürdig in ihren Verhaltensweisen und die Auflösung am Schluss leuchtet so gar nicht ein und ist völlig unwahrscheinlich. Noch dazu fand ich die Personen teilweise klischeehaft, hölzern oder überzeichnet: Mike, Jacqueline – fehlt übrigens noch 'Kevin' ;-)Unglaubwürdig und kindisch fand ich die Hauptperson Lea, die nach ein paar Blicken und Küssen, nach ein wenig fürsorglichem Verhalten dies so einordnet: "Pierres Liebe traf genau den richtigen Nerv und heilte die schmerzhafteste von meinen Wunden." (S. 189) Grammatisch heißt es übrigens: … meiner Wunden'. Aber wir wissen ja: 'Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod'.Ich zitiere aus diesem Buch (S. 202) und nicht aus einem Adelsroman: "… füllte zwei sehr elegante Gläser." Jetzt überlege ich die ganze Zeit, ob meine Gläser elegant, SEHR elegant oder gar nicht elegant sind ;-)Der Gerechtigkeit halber muss ich allerdings hinzufügen, dass es auch sprachlich schöne, treffende Beschreibungen der Natur dieser Insel gibt. Aber das reißt es dann auch nicht mehr heraus.Und nun beende ich diese Rezension und gehe lecker italienisch essen, wobei mir noch ein Zitat aus dem Buch einfällt (S. 228): "Die Wangen waren weiß und speckig wie Mozzarella."

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  • Überzeugender Kriminalroman mit psycholgischem Tiefgang

    Das Küstengrab

    ClaudiasWortwelten

    30. June 2016 um 19:07

    Inhalt: Lea Mahler und ihre Schwester Sabina sind gemeinsam auf der beschaulichen Ostseeinsel Poel aufgewachsen. Nach dem tragischen Tod ihrer Eltern und der Trennung von ihrer Jugendliebe Julian, der kurz nach der Wende ohne ein Wort des Abschieds einfach verschwand, hielt Lea jedoch nichts mehr in ihrer Heimat. Außer ihrer Schwester, mit der sie sich allerdings noch nie gut verstand, war ihr nichts mehr geblieben, und so verließ sie Poel Hals über Kopf, wanderte nach Argentinien aus, heiratete dort und verwirklichte ihren Jugendtraum, Fotografin zu werden. Dreiundzwanzig Jahre später kehrt Lea nach Poel zurück. Doch kurz nach ihrer Ankunft kommt es zu einem tragischen Unfall, bei dem ihre Schwester Sabina ums Leben kommt und den Lea nur schwer verletzt überlebt. Seitdem leidet sie unter Amnesie, kann sich weder an den Unfall noch an die Tage davor erinnern und weiß auch nicht mehr, warum sie überhaupt nach Poel gekommen war. Auch ein viermonatiger Klinikaufenthalt bringt ihre Erinnerung an die Ereignisse nicht zurück. Obwohl ihre Ärztin ihr ausdrücklich davon abrät, beschließt Lea nach ihrer Entlassung aus der Klinik, sofort wieder nach Poel zurückzukehren. Sie möchte unbedingt herausfinden, was sie vor vier Monaten überhaupt veranlasst hatte, auf die Insel zu fahren, warum sie sich dort mit ihrer Schwester treffen wollte, obwohl sie sich doch inzwischen vollkommen von ihr entfremdet hatte, und wie es zu diesem schrecklichen Unfall kommen konnte. Die einzigen, die ihr helfen könnten, diese Fragen zu beantworten und ein Licht ins Dunkel ihrer Erinnerungen zu bringen, sind ihre Freunde aus Jugendtagen. Außer Julian, dessen Verschwinden nach wie vor ein Rätsel ist, leben alle Mitglieder ihrer ehemaligen Clique noch auf Poel. Allerdings haben sie sich im Lauf von mehr als zwanzig Jahren sehr verändert, begegnen Lea teilweise mit unverhohlener Ablehnung, hüllen sich in Schweigen oder verwickeln sich in Widersprüche. Jeder tischt ihr eine andere Version der Ereignisse auf, sodass sie nicht mehr weiß, wem sie noch glauben und vertrauen kann. Offenbar haben ihre ehemals besten Freunde etwas zu verbergen und hüten ein Geheimnis, das auf keinen Fall an die Oberfläche gelangen darf. Auf der Suche nach ihrer Erinnerung gelangt Lea immer mehr zu der Erkenntnis, dass die Antworten auf all ihre Fragen in der Vergangenheit und den gemeinsam verbrachten Jugendjahren zu liegen scheinen. Meine persönliche Meinung: Wenn in einem Klappentext das Wörtchen „Amnesie“ auftaucht, ist mein Interesse sofort geweckt. Auch wenn ich das ein oder andere traurige und belastende Erlebnis gerne vergessen würde, stelle ich es mir schrecklich vor, überhaupt keine Erinnerungen mehr zu haben, denn jede Erfahrung, die wir machen, prägt uns und macht uns zu dem, was wir sind. Unser Gedächtnis hilft uns, diese Erfahrungen zu sortieren, und wir brauchen diese Informationen aus unserer Vergangenheit, ums uns in unserem eigenen Leben zurechtzufinden, ansonsten käme uns nicht nur die Orientierung, sondern auch ein Teil unserer Identität abhanden. Und genau das ist Lea, der Hauptprotagonistin in Eric Bergs Kriminalroman Das Küstengrab passiert, weshalb sie alles daransetzt, ihre Erinnerungen zurückzugewinnen. Sie möchte nicht nur wissen, wie es zu dem Unfall kam, bei dem Sabina starb und bei dem sie weitaus mehr als nur ihre Schwester verloren hat, sondern ist vor allem auf der Suche nach sich selbst, denn sie hat keine Erklärung dafür, warum sie vier Monate zuvor überhaupt in ihre alte Heimat Poel, der sie für immer den Rücken kehren wollte, zurückgekehrt ist und sich mit ihrer eigentlich verhassten Schwester treffen wollte. In diesem Roman werden verschiedene Zeitebenen sehr geschickt miteinander verwoben, denn die Kapitel wechseln ständig zwischen Leas gegenwärtigen Nachforschungen im September 2013, die überwiegend aus der Ich-Perspektive geschildert werden, und den Ereignissen, die vier Monate zurückliegen und die Eric Berg dem Leser aus einer neutralen Erzählperspektive präsentiert. Außerdem wird der Blick auch immer wieder in das Jahr 1990 zurückgeworfen, in die Zeit nach der deutschen Wiedervereinigung, als sich den Jugendlichen auf der abgeschiedenen Insel Poel plötzlich völlig neue Perspektiven zu eröffnen schienen. Jeder in Leas Clique hatte damals seine Träume, doch offenbar ist es nicht allen gelungen, diese zu verwirklichen. Ich war äußerst beeindruckt, wie präzise der Autor die Protagonisten seines Romans ausgearbeitet und ihre Lebenswege nachgezeichnet hat. Durch die gewählte Ich-Perspektive kommt der Leser vor allem Lea sehr nahe. Dennoch ist sie aufgrund ihrer Erinnerungslücken natürlich die unzuverlässigste Protagonistin, deren Einschätzungen man nicht trauen kann. An ihrer Seite versucht man nun, Licht ins Dunkel zu bringen. Dabei geht es jedoch nicht nur darum, den Unfall und den Tod ihrer Schwester aufzuklären, sondern auch darum, herauszufinden, was aus Leas Jugendliebe Julian geworden ist. Je weiter die Handlung voranschreitet, umso deutlicher wird nämlich, dass die Ursachen für die jüngsten Ereignisse in der Vergangenheit zu suchen sind und in Zusammenhang mit Julians Verschwinden im Jahre 1990 stehen. Im Mittelteil seines Kriminalromans widmet sich der Autor sehr intensiv der psychologischen Ausarbeitung der verschiedenen Charaktere, denen Lea im Verlauf ihrer Nachforschungen begegnet. Obwohl die Handlung dadurch ins Stocken gerät, fand ich aber gerade diese Passagen besonders faszinierend und spannend. Fast euphorisch und voller jugendlicher Leichtherzigkeit hatten die Cliquenmitglieder im Sommer 1990 ihrer Zukunft entgegengefiebert, freuten sich, dass die Wende nun jedem von ihnen ungeahnte Möglichkeiten bot, die Welt kennenzulernen, spannende Erfahrungen zu machen, erfolgreich zu sein und Neues auszuprobieren. Nun, dreiundzwanzig Jahre später, fällt das Resümee ihres Lebens allerdings ernüchternd aus. Keiner von Leas ehemaligen Freunden scheint sein Glück gefunden zu haben, und auch der wirtschaftliche Erfolg, den der Mauerfall manchen von ihnen durchaus beschieden hatte, ging nicht automatisch mit einem zufriedenen Leben einher. Während alle auf eine glückliche Kindheit auf Poel zurückblicken können, scheint mit der Wende eher das Unglück über diese beschauliche Ostsee-Insel gekommen zu sein. Eric Berg ist es sehr gut gelungen, die Ruhe, Stille und die landschaftliche Idylle dieses Ortes einzufangen, aber auch zu zeigen, welche Abgründe sich hinter der friedlichen Fassade auftun. In dieser vermeintlich heilen Welt gären enorme Spannungen und regiert mitunter blinder Hass, Neid und Rivalität. Diese unterschwelligen Feindseligkeiten drohen zu eskalieren, als Lea wieder auf die Insel kommt und unangenehme Fragen stellt. Bis zum Ende weiß man nicht, wer letztendlich ihr Freund oder Feind ist, wem sie trauen kann und wer etwas zu verbergen hat. Durch den ständigen Perspektivenwechsel kommt man der Wahrheit aber allmählich näher. Stück für Stück können Leas Gedächtnislücken geschlossen werden, bis zuletzt ein verstörendes Geheimnis zutage tritt, mit dem ich niemals gerechnet hätte. Auch wenn ich bereits ahnte, welches Schicksal Julian ereilt hatte, war ich von der Auflösung des Rätsels sehr überrascht. Die verschiedenen Erzählstränge nähern sich im Verlauf der Handlung immer weiter an und verschmelzen am Ende zu einem stimmigen Ganzen. Wer einen nervenzerreißenden und actiongeladenen Kriminalroman erwartet, wird bei Eric Bergs Das Küstengrab vermutlich enttäuscht sein. Das Buch zeichnet sich vielmehr durch einen sehr ruhigen Erzählfluss aus und konnte mich vor allem aufgrund seiner psychologischen Tiefe überzeugen. Obwohl die Spannung mitunter ein wenig zu kurz kommt, ist dieser Krimi dennoch nie langweilig, sondern atmosphärisch dicht, düster, beklemmend und stimmte mich häufig auch sehr nachdenklich.

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  • der Palast

    Das Küstengrab

    eskimo81

    Lea reist nach 23 Jahren zurück - zurück in ihr Heimatdorf auf der Insel Poel. Ein schwerer Autounfall tötet ihre Schwester und verletzt sie schwerst. Ihre Amnesie möchte sie bekämpfen, in dem sie vier Monate nach dem Unfall zurückkehrt. Welches Geheimnis versucht ihre alte Clique zu verbergen? Das zweite Buch von Eric Berg. Sein Schreibstil bleibt gleich, er hat einfach die Art, zwei Geschichtsstränge zusammen zu führen, Vergangenheit und das "Jetzt". Das Nebelhaus hat mich begeistert, ich freute mich riesig auf das neue Buch - das Küstengrab. Leider hat mich dies etwas enttäuscht. Die Spannung war nicht annährend so hoch, eher einschläfernd. Die Spannung kam erst bei den letzten gut 100 Seiten auf. Vorher konnte ich gut das Buch weglegen oder auch mal dem Haushalt den Vorzug geben. Schade, ich hatte echt das Gefühl, ein spezieller Autor entdeckt zu haben. Wer weiss, vielleicht ist das nächste Buch wieder hervorragend? Auch störte mich die Amnesie-Geschichte. Irgendwie war das ganze nicht real. So unlogisch, unmöglich, zu sehr erfunden als das mich das ganze als ernstes und gutes Thema packen konnte. Klar gibt es Amnesie, aber so wie es bei Lea war? Das Gehirn ist kompliziert und es ist ein Krimi und kein Sachbuch, aber ein Krimi bei dem ich das Gefühl habe, alles ist abgehoben und unmöglich bereitet kein Lesevergnügen. Fazit: Der zweite Krimi von Eric Berg konnte mich leider nicht überzeugen. Einschläfernd, fad, ohne Spannung... Erst bei den gut letzten 100 Seiten wurde ich so richtig gepackt...

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    • 2
  • schon beinahe mystisch verworren. Eine Reise durch Amnesie zurück in die Vergangenheit.

    Das Küstengrab

    Floh

    Autor Eric Berg hat mich mit seinem Klapptext zu seinem zweiten Werk "Das Küstengrab" unheimlich neugierig gemacht und mich mit dem sagenhaften Cover gleich zu dem Buch geführt. Ich lerne gerne neue Autoren kennen, und da ich sein Debüt "Nebelhaus" nicht kannte, wollte ich mir nun mit seinem nächsten Werk ein Bild des Autors machen. Die Begeisterung der bisherigen Leser ist sehr hoch und gerade sein Debüt wurde in höchsten Tönen gepriesen und gelobt. Dementsprechend groß war meine Vorfreude, aber dementsprechend hoch waren auch meine selbst gesteckten Erwartungen... Erschienen im Limes Verlag (http://www.randomhouse.de/limes/) Inhalt: "Eine abgelegene Insel. Eine verschworene Gemeinschaft. Eine gemeinsame Vergangenheit, die sie verbindet. Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie. Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht …" Schreibstil: Der Schreibstil des Autors eric Berg gefällt mir sprachlich sehr gut, der Autor weiß wo er sich bewegt, und was er mitteilen will. Selbstbewusst und mit einem Spürsinn für Spannung und Mystik greift er die Story und die Geschehnisse auf und sorgt für haltlose Neugier beim Leser.  Wenn der Autor vom Dorfleben, von der Insel, der Freundschaft, der Vegetation und Geflogenheiten berichtet und unheimlich interessante Passagen und Fakten bringt, dann habe ich das Gefühl, er ist sich seiner Schreiberei absolut sicher. In den Ermittlungen, Befragungen und auf der Suche nach Antworten, was an diesem Maitag passiert sein mag empfinde ich den Krimi etwas unsicher und konstruiert. Das kann aber auch daran liegen, dass ich in den vergangenen Wochen gleich drei hochkarätige, komplexe und äußerst intelligente Krimi und Thriller regelrecht bewundert und verschlungen habe. Diesen ausgefeilten Schreibstil finde ich hier nicht, ich möchte aber auch keine Birnen mit Äpfeln vergleichen. Denn dieser Krimi hat seinen Schwerpunkt definitiv woanders als in wilder Morderei, schwerwiegender Polizeiarbeit und Blutvergießen. Der Krimi von Eric Berg liest sich leicht und flott, der Leser kann sich gut an die Seite von Lea Mahler stellen und spürt genau, welcher Motivation sie folgt um den tragischen Tod ihrer Schwester Sabina aufzuklären und Antworten zu finden und die Lücken der Amnesie zu schließen. Von Argentinien zurück in die Pampa nach Poel, zurück ind die Vergangenheit, zurück in die "alte Ruine", der Treffpunkt der Clique. Krimiautor Eric Berg besitzt einen ganz besonderen Stil, das zeigt sich schon nach wenigen Seiten in seinem spannenden Prolog der erste Fragen und Mutmaßungen aufwirft. Hier ist der Leser zum Mitdenken und Mithandeln animiert. Das ist spannend und macht Lust auf mehr. Leider ebbt diese Spannung dann auch schnell wieder ab und wird zu einem erzählenden Krimi, den man dann eher von außen betrachtet, bis gegen Ende der Ermittlungen der Spannungsbogen enorm rasant und spitz wieder aufgebaut wird und sich die Puzzleteile fügen. Der Klapptext lässt eine vielversprechende Story erwarten. Anfangs geht es auch gründlich mit vielerlei Spannung und Spuren und Passagen weiter. Das gefiel mir alles auch noch recht gut. Aber nach vielen Seiten kommt der Autor noch immer nicht zum Kern der Handlung, bzw. zum Kern der Suche nach Antworten. Es wird mehr und mehr zäh und vieles wiederholt sich einfach. Autor E. Berg beschreibt das Geschehen unterschiedlichen Standpunkten, er wechselt zwar geschickt die Perspektiven aus Kindheit und der heutigen Situation, trifft alte Bekannte, Schulfreunde und neue Wege tun sich auf, baut aber eher flache Spannungsebenen. Loben möchte ich, dass Bestsellerautor Eric Berg mit seiner Art des Schreibens und mit seinem feinen Händchen Bilder im Kopf des Lesers erzeugt und lebendig werden lässt. Das Geschilderte ist so nah und sehr real. Der Einstieg in das Buch ist etwas ganz Spezielles und schraubt zudem die Erwartungen des Lesers extrem hoch. Das war für mich das Eigentor zum Sternabzug, meiner Ansicht nach. Er trifft anfangs den Nerv der Zeit und wartet mit einem verworrenen Thema in der der Dorfgemeinschaft auf. Leider schwächelt die Umsetzung in der Spannung, so dass das Gelesene wenig Höhepunkte aufweist. Das Schriftbild ist angenehm, die Kapitel nicht allzu lang und die Wortwahl angenehm und flüssig. Keine schwere oder anspruchsvolle Kost. Auflockerung bringen die unterschiedlichen Sichtweisen und die grandiosen Schauplätze im Umland von Mecklenburg und der Ostsee, eine Inselidylle. Charaktere: Der Autor Eric Berg hat eine zunächst unüberschaubare Anzahl von Potagonisten erschaffen, die zwar sehr authentisch und sehr real wirken, aber anfangs schwer einzuordnen sind. Allen voran natürlich Lea Mahler, die nach einem Autounfall nicht nur ihre Schwester Sabina verloren hat, sondern auch Teile aus ihrem Gedächtnis und ihrer Erinnerung. Lea kommt nach knapp 23 Jahren zurück aus Argentinien in ihr Heimatdorf auf der idyllischen Ostseeinsel Poel. Ihre neuerliche Rückkehr ist nicht aus freien Stücken, sie sucht Antworten und hat sich gegen den Rat der Ärzte auf den Weg nach Poel gemacht. Hier bietet der Autor durch die Augen von der jungen Lea großes Kopfkino, was mir sehr gut gefällt. Dann erleben wir die ganze Dorfgemeinschaft, wie sie so typisch ist. Wir treffen alte Bekannte aus der Kindheit von Lea und dem Treffpunkt der alten Ruine. Alles wirkt, wie sie realer nicht sein könnte. Die derbe Sprache, der Zusammenhalt, aber auch die Rangordnungen der Clique werden gut geschildert und kristallisieren sich noch im Erwachsenenalter heraus. Nach und nach deckt Lea bei ihren Recherchen neues auf, und ihr Puzzle nimmt erschreckende Formen an. Wir erfahren aus den Einzelschicksalen von Damals und das Hier und Jetzt. Auch die vielen interessanten Nebenrollen sind mit viel Herz und Sinn erschaffen und bieten eine vollkommen runde Kullisse, aber auch sagenhaftes Potential. Schauplätze: Hier glänzt der Autor mit gutem Geschick, ein besonderer Pluspunkt. Denn Eric Berg bringt die alte Heimat und Kinderstube auf dem Ostseeörtchen der Protagonistin Lea sehr gut in den Krimi ein, zudem spielt er mit den hiesigen Sitten und Bräuchen, was mir sehr gut gefällt. Die Tiere, die Natur, die Küste, das Meer und die unbeschwerte Kindheit draußen. Viel küstennaherund aber auch dörflicher Einfluß und Lokalkolorit verwebt er in seine Handlung. Äußerst interessant und für mich eine tolle Besonderheit in dem eher langatmigem Fluß der recherchen und Ereignisse. Der Autor bietet aber nicht nur örtliche Kulissen, er bietet dem Leser auch einen Blick in die Welt von geschundenen Seelen und kranken Psychen. In eine Machenschaft aus Neid, Gier, Rache und Missgunst, die zum Tod anderer führt. Hier hat der Autor eine galante Mischung aus Haupt- und Nebenrollen erschaffen, die gut harmoniert und zu einer runden Story verwoben wird. Meinung: Leider hat mich dieser Kriminalroman in vielen Punkten nicht ganz überzeugt. Auch wenn ich Krimis liebe, sollten die vielen Stärken und Potentiale und das Können, was der Autor definitiv besitzt, auch genutzt und ausgebaut werden, sonst bin ich leider etwas enttäuscht und verliere den Lesespaß. Ein Krimi sollte aber auch so spannend sein, dass es nicht zur Gedultsprobe wird, das Ende lohnt zwar das Durchhalten, aber ein spannendes und turbulentes Ende ist leider nicht die ganze Miete. Großer Minuspunkt ist für mich die wenige Spannung, die leider den Mittelteil des Buches einnimmt. Anfang und Ende sind top. Dadurch entstehen viele Längen und das Gelesene erscheint zäh. Der Prolog war so appetitanregend, dass sich der Autor leider ein Beinchen gestellt hat. So waren meine Erwartungen einfach zuuuu hoch, alsdass ich mich zu mehr Sternen hätte bewegen können. Dennoch würde ich gern mehr vom Autor lesen, um seine Entwicklung zu erfahren, denn Können hat er, er muss es meiner Meinung nach nur vollständig nutzen und ausschöpfen. Ich werde mir sein Erstlingswerk mal vornehmen und mein Bild abrunden. Nun möchte ich natürlich auch die vielen Stärken nennen, die dieses Buch besitzt und mir große Freude bereitet hat und das Lesen für mich doch gewiss zum Erlebnis gemacht hat. Eric Berg hat mich mit seinem filmreifen und bildhaften und sehr angenehmen Schreibstil überzeugt und mich mehr als begeistert, er hat einfach den Lokaltouch, den ich auch in diesem Krimi für mich erhofft habe. Das zeigt sich auch an den Schauplätzen, Namen und Geflogenheiten. Zudem hat er tolle Schauplätze und sehr intensiv und eindringliche Charaktere erschaffen. Eine Mischung aus Sympathie, Unverständnis, Überraschungen und Verständnis. Sehr wunderbar abgestimmt. Zudem ist der Beginn des Buches ganz besonders. Großes Kopfkino und viele Facetten. Ganz großartig, aber eben nicht alles für einen Spitzenkrimi. Cover / Buch: Das Cover, so besonders wie speziell. Das Cover zog direkt meine Blicke an. Der Titel macht neugierig und der Klapptext verspricht Krimi und Ermittlungen pur! Eine Küste, ein Leuchtturm, gedeckte Beigetöne. Es läd zu Assoziationen ein. Das mag ich. Zum Autor: "Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman. Das Nebelhaus begeisterte Leser wie Kritiker gleichermaßen und stand monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Fazit: Der Krimi ist definitiv sehr idyllisch, leicht mystisch und verworren, aber wenig komplex. Dieses Werk besitzt viel Potential und der Autor muss es nur komplett ausschöpfen, dann wäre auch ich ganz begeistert gewesen. Meine zu hohen Erwartungen und der sehr spannende und interessante Prolog habenzu hohe Erwartungen geweckt, die leider nicht in allen Punkten erreicht und erfüllt werden konnten. 3,5 Sterne für die grandiosen Stärken im Buch.

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    • 16
  • Sehr langatmig!

    Das Küstengrab

    Igela

    Lea leidet nach einem Unfall, bei dem ihre Schwester umgekommen ist, unter Amnesie. Lea beschliesst dorthin zurück zu kehren, wo der Unfall passiert ist, um ihre Erinnerungen wieder zu finden. Kurzerhand reist sie in das Dorf ihrer Kindheit, nach Poel zurück. Dort hat sie vor über 20 Jahren ihre Kindheit verbracht und einige ihrer früheren Freunde leben immer noch dort. Lea entdeckt , dass ihre Schwester, die Polizistin war, etwas entdeckt hat, dass sie das Leben gekostet hat. Denn bald wird klar, dass der Unfall ein Mord war und das Motiv dazu in der Vergangenheit zu suchen ist. Da der Vorgänger des Autors so gute Kritiken hatte, war ich sehr gespannt auf "Das Küstengrab". Die Geschichte wird abwechselnd in der Gegenwart und 4 Monate vorher beschrieben . Die zeitliche Abfolge empfand ich als sehr chaotisch und unüberschaubar, da die Wechsel sehr rasch aufeinander folgen. Der Autor hat meiner Meinung nach zu viele verschiedene Figuren gewählt, teilweise wurden ihr Leben und ihr Charakter nur unzureichend beschrieben, was von mir dann sehr oberflächlich empfunden wurde. Auch war mir keine der Figuren wirklich sympathisch. Mir hat keine einen Hauch Normalität vermitteln können. Und die braucht es meiner Meinung nach , um nur ansatzweise glaubhaft zu erscheinen. Der Schreibstil kann ich als sehr detailliert beschreiben. Leider wird die Geschichte dadurch sehr langatmig und zäh. Ich bin enttäuscht von diesem Buch, habe vor allem in der Mitte mit dem Entscheid gerungen: Abrechen oder weiterlesen? Ich haben weitergelesen, zum Glück wurde es gegen Ende etwas interessanter. Trotzdem kann ich leider nur 3 Sterne geben.

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    • 4
  • Die Clique

    Das Küstengrab

    Bellexr

    04. March 2016 um 10:16

    23 Jahre ist es her, dass Lea das letzte Mal zu Hause auf Poel war. Als Teenager verließ die erfolgreiche Fotografin die Ostseeinsel, ihre Rückkehr endet tragisch. Bei einem Autounfall wird Lea schwer verletzt und verliert einen Teil ihrer Erinnerungen, ihre Schwester Sabina kommt bei dem Unfall ums Leben. Nun ist Lea körperlich wieder genesen, doch ständige Flashbacks lassen sie auf die Insel zurückkehren. Lea will wissen, was vor dem Unfall auf Poel passiert ist. In ihrem Heimatdorf Kaltenhusen angekommen, trifft sie auf ihre alte Clique, doch das Wiedersehen stößt nicht bei allen auf große Begeisterung.   Lea beginnt auf Poel Fragen zu stellen, auf die sie selten eine befriedigende Antwort erhält, sondern diese sind meist gespickt mit Halbwahrheiten oder rätselhaften Andeutungen, ohne konkret zu werden. Irgendetwas ist bei ihrem Kurzaufenthalt vor 4 Monaten auf Poel geschehen. Warum war ihre Schwester Sabina zur gleichen Zeit auf Poel und welche Bedeutung hat das Verschwinden von Lea’s Jugendfreund Julian im Sommer 1990? Immer mehr Fragen drängen sich Lea auf, ihre Erinnerungsfetzen, die sie wie schwarzweiß Fotos wahrnimmt, vermehren sich, doch zur Rätsels Lösung tragen sie kaum bei. Hinzu kommt das Verhalten ihrer ehemaligen Clique. Der eine oder andere verbirgt ganz offensichtlich etwas vor ihr, andere sind überaus freundlich oder lassen Lea ihre Abneigung deutlich spüren.   Eric Berg erzählt seinen Kriminalroman auf drei Zeitebenen. Geschehnisse aus dem Jahr 1990 spielen ganz massiv in die heutigen Ereignisse mit rein. Der Sommer 1990 war für jedes Mitglied der Clique schicksalshaft, Auslöser war der Mauerfall wenige Monate zuvor, welcher den jungen Erwachsenen plötzlich ganz neue Perspektiven bietet. Doch auch die Ereignisse rund 4 Monate vor Leas jetzigen Besuch prägen den Verlauf der eigentlichen Geschichte. Eric Berg wechselt immer wieder zwischen den Ebenen, der Hauptstrang bilden aber die heutigen Geschehnisse, welche in der Ich-Form erzählt werden.   Durch die unterschiedlichen Handlungsstränge entwickelt sich die Geschichte eher gemächlich, aber keineswegs langatmig. Eric Berg versteht es sehr gut, seine Leser bei der Stange zu halten, regelmäßig interessante Wendungen in die vielschichtige Story einzubauen und die Neugier ob der Geschehnisse rund um die Clique immer weiter zu schüren.   Mit der Zeit steigt somit nicht nur die Neugier ob dem Ausgang der Story, sondern auch die Spannung zieht kontinuierlich an. Schnell ist klar, dass Lea eigentlich niemanden trauen kann, ihre früheren Freunde sind heute Fremde, die nur ihren eigenen Vorteil und Interessen im Sinne zu haben scheinen. Düster, oft auch beklemmend, mit einem realistischen Blick zurück in die Zeit des Mauerfalls, erzählt Eric Berg einen atmosphärisch dichten Kriminalroman, den man bedenkenlos weiterempfehlen kann.

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  • Ostsee-Krimi

    Das Küstengrab

    UteSeiberth

    07. February 2016 um 19:41

    Ich bin seit längerer Zeit auf Regionalkrimis gestossen und habe erst beim Lesen dieses Krimis bemerkt,dass es der erste Krimi ist,der in den neuen Bundesländern an der Ostsee spielt.Diese Gegend ist neu für mich und ich fand es ganz interessant,wie Eric Berg eine Clique Jungedlicher aus einem kleinen Dorf auf der Insel Poel vorführt,die sich nach über 20 Jahren wieder trifft.Der Roman wird vorwiegend aus der Sicht von Lea beschrieben, die vor kurzem bei einem Verkehrsunfall ihre Schwester verloren hat und selbst seit dem Unfall an einer Amnesie leidet,was diesen Unfall angeht.Sie versucht ihre Freunde auszuquetschen um zu erfahren,was sie vielleicht zu diesem Unfall beigetragen haben könnte und ob jemand weiß,wo der verschwundene Freund Julian abgeblieben ist,der vielleicht sogar nach der Wiedervereinigung in den Westen verschwunden sein könnte.Es ist recht schwierig für sie,weil sie merkt,dass die Freunde ihr nicht alles erzählen wollen,sodaß sie bald nicht mehr weiß,wem sie eigentlich vertrauen kann.Die Handlung springt leider ziemlich oft hin und her und das machte mir dann mehr Mühe als sonst,den Faden nicht zu verlieren.Ich finde es aber sehr schön, mal einen Krimi aus den neuen Bundesländern gelesen zu haben,zu dem der Autor wohl inzwischen in Berlin lebt.

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  • Unschlüssig...

    Das Küstengrab

    BloodyBird

    26. January 2016 um 21:22

    REZENSION zu "Das Küstengrab" von Eric Berg KLAPPENTEXT : Zum ersten Mal nach 23 Jahren kehrt Lea in ihr winziges Heimatdorf auf der Insel Poel zurück. Doch der Besuch endet in einem schrecklichen Unglück. Bei einem rätselhaften Unfall kommt Leas Schwester ums Leben, Lea selbst wird schwer verletzt und leidet seither an Amnesie. Vier Monate nach dem Unfall reist Lea gegen den ausdrücklichen Rat ihrer Ärztin erneut nach Poel. Sie will herausfinden, was sie im Mai auf die Insel führte und wie es zu dem Unfall kommen konnte. Sie selbst kann sich an diese Zeit auf Poel nicht erinnern und ist auf die Hilfe ihrer alten Freunde angewiesen – doch deren Berichte widersprechen sich. Die Jugendfreunde scheinen ein Geheimnis vor Lea zu verbergen, das weit in ihre gemeinsame Vergangenheit reicht … ZUR STORY : Lea ist nach vier Monaten körperlich wieder hergestellt und beschließt sich auf den Weg nach Poel zu machen um herauszufinden, was ihrem Gehirn noch fehlt. Sie möchte vor allem wissen, wie es zu dem schrecklichen Autounfall kam, bei dem sie ihre Schwester Sabina verloren hat. Als Lea auf Poel ankommt, begegnet sie zunächst nur Pierre, dem dortigen Arzt, der damals Teil ihrer Clique war. Die beiden verlieben sich ineinander und machen sich scheinbar zusammen auf die Suche nach der Erklärung. Als sie dann auf ihre anderen alten Freunde trifft, verstricken sich diese immer wieder in Widersprüchen und Lea weiß nicht mehr, wem sie noch glauben kann und wem nicht. Hat sie letzten Endes sogar die Mitschuld an einem Mord? UMSETZUNG : Ich habe Eric Bergs lockeren und humorvollen Schreibstil sehr genossen. Der ein oder andere Lacher war auf Seiten der Protagonisten und auch jeder Charakter hat die zu ihm passenden und nachvollziehbaren Gedanken und Gefühlsgänge bekommen. Die Insel und allgemein die Umgebung war sehr treffend und bildlich beschrieben. Was das Ganze allerdings mit einem Kriminalroman zu tun haben soll, ist mir ein Rätsel... Roman ja...ich würde sogar weiter gehen und sagen Spannungsroman, aber leider ließ auch die Spannung ziemlich weitläufig zu denken übrig. Die Geschichte lief und tröpfelte so vor sich hin. Cliffhanger waren aber immer genau so gesetzt, dass ich dennoch nicht aufhören wollte zu lesen immer in der Hoffnung auf den nächsten Seiten endlich mal vollkommen mitgezogen zu werden. Auch die wechselnde Zeit hat mir sehr gefallen. Es gibt immer ein Kapitel in der Gegenwart und das folgende Kapitel vor vier Monaten. Dennoch habe ich mir wesentlich mehr Spannung erhofft. Gerade diese auf dem Rücken angegebene Raffinesse hat mir sehr gefehlt. Ich kann dem Buch somit leider nur drei Sterne geben und diese sind noch gut gemeint.

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