Eric Berg Die Schattenbucht

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Inhaltsangabe zu „Die Schattenbucht“ von Eric Berg

Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…

Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Stets sind Freunde im Haus, nie ist Marlene allein. Doch der »Freundeskreis« der Adamskis macht Ina stutzig, es scheint so gar keine Gemeinsamkeiten zu geben… Was verbindet diese Menschen? Und was haben sie mit den merkwürdigen Todesfällen zu tun, die sich in ihrem Umfeld häufen?

Hat leider seine Längen.

— AnnieLovesTheSky

War ein bisschen zäh zum lesen. Aber gut!

— Franzip86

langatmig

— zbaubf

Guter Lesestoff mit viel Tiefgang......

— Yvibooks

Schöner Schreibstil, interessanter Plot und gut beschriebene, normale Personen mit menschlichen Entscheidungen

— rike84

Schönes, spannendes Erzähl-Konzept. Großartiger Stil. Das Tempo steigt für meinen Geschmack ein paar Seiten zu spät an.

— MarenGraf

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— Shanna1512

Dieser Eric Berg hat mich überzeugt. Hier erlebt man stetige und ständige Spannung und viel psychologische Tiefe. Moral und Rache...

— Floh

Eine verrückte Entführung mit dramatischem Ende.

— twentytwo

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Bis zum Schluss kommt man der Lösung nicht auf die Spur.

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  • Hatte einige Längen

    Die Schattenbucht

    trollchen

    24. August 2017 um 10:55

    Die SchattenbuchtHerausgeber ist Limes Verlag; Auflage: 2. Auflage (22. Februar 2016) und hat 416 Seiten. Kurzinhalt: Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen. Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?Mein Meinung: Ich habe schon 2 Bücher von Eric berg gelesen, bin aber diesmal ein wenig enttäuscht gewesen. Die Spannung war zwar am Anfang da, ist dann aber in der Mitte ziemlich abgeflacht und am Ende wird es wieder spannend. Aber dadurch kommen eben die vielen Längen in der Mitte, die sich sehr zäh lasen. Ansonsten ist es ein gutes Thema gewesen, auch die Protagonisten wurden gut heraus gearbeitet und manche sind auch sehr edel in ihrem Tun, manche aber wieder nicht. Aber es zeigt eben immer wieder, dass Leute, die an einer Sache arbeiten und jemand einsperren, dass bei vielen der Stress immer höher wird und ihre Toleranz sinkt. Die Psychologin war mir sehr sympathisch und hatte tolle Ecken und Kanten!Die Landschaftszeichnungen waren wieder sehr detailliert und nett beschrieben, so dass man gern dort oben an der Küste wäre. Mein Fazit: Kein schlechtes Buch, aber es hatte ja in der Mitte einige Längen, deswegen vergebe ich 4 Sterne. Es ist aber auf jeden Fall lesenswert für Krimi und Nordseefans!

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  • Mir fehlte die Spannung.

    Die Schattenbucht

    leaphelina

    13. May 2017 um 21:52

    Beim Lesen von Küstengrab hat mir einiges gefehlt, um dem Buch fünf Sterne zu geben. Bei Schattenbucht war es genauso. Wenn ich deutsche Krimis lese, dann oftmals welche aus dem Norden sowie aus dem Süden. Dieser Krimi spielt in Prerow, das nicht weit von Rostock entfernt ist. Für mich perfekt, denn mein Freund stammt von dort  und da ich oft zu Besuch war, wäre es für mich gar nicht so schwer, nach Prerow zu fahren, um mich dort dem Buch näher zu fühlen.Aber wie soll ich mich einem Buch näher fühlen, wenn mich die ganze Geschichte schon nicht überzeugen konnte?Die Psychologin Ina Bartholdy besucht ihre Patientin Marlene Adamski, die ohne Grund vom Balkon sprang. In mir kamen sofort Zweifel auf, denn niemand springt ohne Grund von einem Balkon.Sie überlebte den Sturz, wird von ihrem Mann liebevoll umsorgt, all das gibt uns der Klappentext preis. Aber was steckt wirklich dahinter? Ist der Mann wirklich so liebevoll zu seiner Frau oder ist er sogar der Grund, warum sie sprang?Marlene verweigert sich der Mitarbeit, ihr Mann unterstützt sie darin. Für mich völlig unverständlich, denn wenn meine Frau vom Balkon springt, würde ich alles daran setzten, herauszufinden, warum sie es denn tat.  Dann tritt ein weiterer Charakter in die Geschichte, Christopher Trebuth, 15 Jahre alt und auch ein Patient der Psychologin. Seine Mutter verschwindet und er hält seinem Vater für den Täter, denn er glaub nicht daran, dass seine Mutter fortgegangen war.Ein Zusammenhang der Fälle? Das war für mich im ersten Moment nicht ganz klar. Ich habe mich gewundert, warum da plötzlich ein zweiter Fall ins Spiel kommt. Aber desto tiefer die Psychologin gräbt, umso mehr erfährt sie die Hintergründe des Sprunges und des Verschwindens. Spannung? Für mich keine.Die Beschreibung der Charaktere fand ich unspektakulär, sie konnten mich nicht begeistern. Auch die inhaltliche Zusammensetzung haute mich nicht vom Hocker. Alles in allem fand ich dieses Buch mehr langatmig und langweilig als spannend.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
  • Ein gutes Thema zum Nachdenken....

    Die Schattenbucht

    Yvibooks

    16. October 2016 um 10:01

    Das Thema gibt viel Input zum Nachdenken. Wie weit würdest du Gehen?  Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und mit ihnen die menschlichen Abgründe. Ich habe mit ihnen gefiebert und gelitten. Die Schreibweise ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber hat man sich eingelesen, ist man gefesselt. Bei mir hat es leider bis zur Hälfte des Buches gedauert. Mein Lieblingszitat: "Alles, was du sagst, sollte wahr sein, aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen." (Voltaire) Das sollte eines jeden Lebensmittel sein! 

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  • Marlenes Geheimnis

    Die Schattenbucht

    claudi-1963

    12. October 2016 um 13:19

    Was ist wenn der Tod sich in harmloser Verkleidung bereits in unser Haus geschlichen hat? Wenn er gleich um die Ecke wohnt und Teil unseres Alltags ist? Wenn wir ihm von Zeit zu Zeit die Hand schütteln? Ihn vielleicht sogar symphatisch finden? (aus der Kurzinfo des Buches) Die 62-jährige Marlene Adamski springt eines Tages ohne ersichtlichen Grund vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Zum Glück überlebt sie diesen Selbstmordversuch, jedoch seit diesem Ereignis hat sie kein Wort mehr von sich gegeben. Die Psychologin Ina Bartholy nimmt sich ihrer an, findet aber bisher keine Erklärung warum sie diesen Selbstmord begangen hat. Ina begibt sich ins mecklenburgische Prerow wo Marlene untergebracht ist. Auffällig ist nur das Verhalten von Marlenes Mann, der seine Frau bemuttert und jeden Kontakt zu Ina mit ihr verhindern will. Ina bietet Marlene an sie weiterhin zu betreuen, wovon aber ihr Ehemann gar nichts hält. Ja aber auch in Inas Privatleben läuft nicht alles so wie es sein soll. Zwar ist sie momentan mit Bobby zusammen, der ein paar Jahre jünger ist wie sie, doch eines Tages steht Tochter Stefanie vor der Tür. Stefanie macht Ina das Leben schwer, den Bobby passt ihr so gar nicht. Welches Geheimnis um gibt Marlene und wird Ina ihr helfen können? Meine Meinung: Ein toller Krimi, mit tollen verschiedenen Charakteren denen Eric Berg in seinem Buch Leben eingehaucht hat. Da ist Daniel der den weichen Charakter hat, Bodo eher der etwas Mitfühlende, Gerd der Intelligenzmensch, Romy eine wahre Trantüte, die gute Hausfrau Marlene und der italienische Macho Giovanni allesamt sehr gut beschrieben. Die Geschichte wird in zwei verschiedenen Zeiten erzählt, die sich am Ende zusammenfügen, die Kapitel sind kurz, der Schreibstil flüssig. Am Anfang mit einem leicht schwachen Beginn, steigert sich dieser Krimi und so fügen sich nach und nach die Puzzleteile ineinander bis man dem Geheimnis auf die Spur kommt. Schön fand ich den Blick in die Arbeit Inas und in die Psyche der Menschen. Somit einfach eine andere Art Krimi wie im Allgemeinen, ein bisschen erinnerte es mich an die Bloch Serie im TV. Aber auch der Humor darf nicht zu kurz kommen bei Eric Berg. Ein lesenswertes Buch, für alle die gerne die nicht so blutige Krimis mögen und von mir 4 von 5 Sterne.

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  • Ein Verbrechen sollte man lieber allein begehen..

    Die Schattenbucht

    rike84

    03. August 2016 um 17:01

    Eine Frau springt ohne ersichtlichen Grund vom Balkon ihres Hauses. Der Selbstmordversuch misslingt und so kommt Psychologin Ina Bartholdy ins Spiel. Sie ist die behandelnde Ärztin der Bäckereiinhaberin und kann sich das Verhalten ihrer Patientin nicht erklären. Als sie die entlassene Frau zu Hause besucht, kommt ihr das Verhalten des Ehemannes stutzig. Sie beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Diese werden durch ihre Tochter erschwert, die sich nach Jahren beim Exmann auf einmal bei der Mutter einquartiert und die Schule abbrechen will. Ziemlich schnell wird klar, dass dramatische Vorfälle 14 Monate vor dem Selbstmordversuch nicht nur die Bäckerin sondern auch viele andere Leute in eine sehr heikle Situation gebracht haben. Denn es hatte sich eine Gruppe Menschen zusammengeschlossen, um etwas Kriminelles durchzuziehen.. Stil, Machart, Meinung Wie man schon an meiner Inhaltsangabe erkennen kann, haben wir hier zwei Zeitebenen. Einmal die Gegenwart ab dem Selbstmordversuch der Bäckersfrau, ab der dem Leser aus Sicht von Psychologin Ina Bartholdy die Ereignisse geschildert werden. Dann gibt es abwechselnd die Zeitebene „vor 14 Monaten“, die dem Leser nicht nur einen Wissensvorsprung gibt sondern auch viele Dinge schon erklärt. Trotz der zwei Ebenen und dem Wissensvorsprung fragt man sich dann trotzdem immer noch so einiges, denn viele Fragen bleiben bis zum Schluss unbeantwortet. Die Mischung finde ich gelungen, es wird nicht neugierig und man gewinnt immer wieder neue Erkenntnisse und Zusammenhänge werden klar. Geschickte Cliffhanger am Ende und ein immer unheilvolleres Geschehen sorgen dafür, dass man das Buch schnell – und ohne Langeweile- gelesen hat. Die Fragen, die sich aus dem Teaser auf der Buchrückseite ergeben, werden übrigens recht schnell geklärt. Deshalb kann ich hier mit weiterem Inhalt nicht spoilern, es würde einfach zu viel verraten.. Die Erzählweise ist erfrischend fluffig und locker, einige Gedankengänge und Dialoge sind humorvoll und die Mischung finde ich insgesamt sehr gelungen. Es gibt auch sehr schöne Sätze die ganz allgemeine Beobachtungen sehr schön umschreiben und das Potential zu erfolgreichen Zitaten haben, die im Zeitalter des Internets ja auf vielen Plattformen gern geteilt werden. Beispielsweise mein Favorit: „Für den Bäcker war Literatur etwas Ähnliches wie ein Opossum: zwar wusste er, dass es existierte, aber er hatte weder je eines zu Gesicht bekommen noch die geringste Ahnung, wozu es überhaupt gut war“(S. 42) Eine weitere Besonderheit ist, dass in diesem Buch irgendwie so ganz herrlich normale Charaktere in der genau richtigen Intensität gezeichnet wurden. Kein grandioser Gegenspieler gegen einen hochintelligenten oder höchstmerkwürdigen Kommissar, sondern einfach eine Geschichte mit vielen Menschen die blöde Fehler begehen, Probleme haben und überhaupt die Erkenntnis: Man sollte kriminelle Ideen wohl eher nicht in einer größeren Gruppe umsetzen, denn da kann an jeder Ecke etwas schiefgehen. Der Autor wirft hier auch einige moralische Fragen auf, ich habe an mehreren Stellen gedacht: „Was hätte ich da jetzt gemacht?“. Fazit Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen und werde mit Sicherheit ein weiteres Buch von Eric Berg lesen, der mich besonders mit der Schreibweise und dem Plot überzeugt hat. Die Schattenbucht ist das dritte Buch von Eric Berg, es scheint sich nicht um eine Reihe zu handeln und kann ohne Vorkenntnisse als ganze Geschichte gelesen werden. Ich empfehle es vor allem Fans von Kriminalromanen und Psychothrillern, kann es auf Grund der moralischen Fragestellungen und der vielen liebevoll gestalteten Charaktere aber auch einem Großteil von Romanlesern empfehlen, wenn das Thema denn Interesse weckt. Wenn dir diese Rezension gefallen hat, schau doch mal auf meinem Blog vorbei: www.dietipperin.wordpress.com –ich freue mich immer über Besuch!

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  • Die Schattenbucht

    Die Schattenbucht

    Kleine8310

    27. May 2016 um 00:54

    "Die Schattenbucht" ist ein Kriminalroman des Autors Eric Berg. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Ina Bartholdy. Ina ist Psychologin und lernt in der Klinik Marlene Adamski kennen. Frau Adamski ist ohne ersichtlichen Grund von dem Balkon ihres Hauses gesprungen, in der Absicht sich umzubringen. Seit dem Geschehen spricht die Frau mit niemandem mehr und als auch als sie entlassen wird geht sie Ina nicht aus dem Kopf.    Ohne sich vorher anzukündigen macht sich Ina auf den Weg zu den Bartholdy's und versucht Marlene zu überzeugen die Behandlung fortzusetzen. Entgegen dem Willen ihres Mannes stimmt Marlene nach einer Weile zu und Ina setzt alles daran hinter das Schweigen und die vereinzelten Andeutungen zu kommen. Denn sie ist sich sicher, dass das was ihre Patientin belastet etwas schwerwiegendes seien muss, was nicht einfach verschwinden wird ...   Ich hatte mich schon seit einer ganzen Weile sehr auf das neueste Buch von Eric Berg gefreut, da ich seine beiden vorangegangenen Bücher schon sehr gerne gelesen habe. Der Schreibstil von Herrn Berg konnte mich auch in diesem Buch wieder komplett überzeugen. Der Autor schreibt schön flüssig und die Geschichte lässt sich ohne Probleme lesen. Erzählt wird der Inhalt in der 3. Person und es finden sich zwei unterschiedliche Erzählstränge. Der eine Erzählstrang berichtet von den Geschehnissen rund um Ina Rudolph und ihre Patienten in der Gegenwart und der zweite Erzählstrang befasst sich mit den Geschehnissen die vierzehn Monate zuvor passiert sind und letztendlich zu Marlene's Suizidversuch führten.   Den Aufbau des Buches fand ich sehr gelungen. Durch die abwechselnden Erzählstränge hatte ich immer Lust weiterzulesen. Zu Beginn war ich auch noch sehr gespannt auf die Geschehnisse und wie alles mit Marlene's Suizid zusammenhängen würde. Leider flachte die Spannung für mich nach einer Weile doch zu sehr ab, da bekannt wurde um was es ging. Der Grund für eine Reihe von Geschehnissen war, mir persönlich, ein bisschen zu banal, um die nachfolgenden Taten zu rechtfertigen. Den Kontext den Herr Berg hier im Zwischenmenschlichen geschaffen hat fand ich hingegen sehr gelungen. Der Autor beleuchtet hier menschliche Abgründe und auch als Leserin kam ich automatisch ins nachdenken.    Leider war manches in der Geschichte ein bisschen zu schnell vorherzusehen, sodass ich am Ende nicht wirklich mehr überrascht wurde. Was ich eben positiv erwähnte, bei der Beleuchtung der zwischenmenschlichen Kontakte, fand ich hingegen bei Ina Rudolph manchmal negativ. Sie handelt zum Teil widersprüchlich und auch wenn man von ihrem Job als Psychologin ausgeht, waren manche Handlungen sehr grenzwertig, wenn man es mit der Realität vergleicht. Trotzdem hat mich diese Geschichte gut unterhalten und ich hoffe beim nächsten Berg'schen Werk auf ein bisschen mehr Spannung.   "Die Schattenbucht" ist ein solider Krimi, der mich gut unterhalten hat, bei dem mir an manchen Stellen aber die Handlungen der Charaktere zu realitätsfern waren!   

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  • Sehr unterhaltsamer, gut durchdachter Krimi

    Die Schattenbucht

    Enni

    09. May 2016 um 21:48

    Fazit: Ein gut durchdachter Krimi, der eine eher unterschwellige Spannung ausweist. Außerdem interessante Protagonisten. Das Ende hat mich auch wirklich überrascht! Da es mir am Anfang zu viele Infos waren, nicht die volle Punktzahl. Inhalt: Die Psychologin Ina Bartholdy hat schon viele Schicksale kennen gelernt, doch das von Marlene Adamski wirft Fragen auf. Die Frau sprang vom Balkon, doch der Selbstmordversuch scheiterte. Seither sprach sie kein Wort. Ina setzt alles daran, Marlene auch nach ihrer Entlassung weiter zu betreuen. Irgendwie muss der Bäckersfrau doch zu helfen sein... 14 Monate zuvor. Marlene, ihr Ehemann Gerd, die junge Bäckereifachverkäuferin Romy, der IT-Profi Bodo und der Bibliothekar Daniel treffen sich im Haus der Adamskis. Sie planen ein Verbrechen. Ein Mann soll entführt werden. Was führt diese Gruppe ganz normaler Menschen dazu?   Meine Meinung: Zu Beginn war ich etwas traurig, dass man von dem Verbrechen schon so viel erfährt. Der Leser weiß bereits nach kurzer Zeit, dass ein Herr Töller entführt wird. Auch das Motiv löst sich ungefähr im ersten Drittel des Buches auf. Daher war eigentlich Enttäuschung am Ende vorprogrammiert - das war aber keineswegs der Fall.  Der Autor versteht es, Handlungsstränge spannend aufzubauen. Ich kam wirklich bis zum Ende nicht dahinter, was noch alles passieren wird. Der Roman wird in zwei Zeitebenen erzählt. Dies kannte ich bereits aus dem Vorgängerroman "Das Küstengrab". Bei "Das Nebelhaus" war es wohl genauso - werde das auch bald mal lesen. Das "heute" startet mit der Behandlung von Marlene. Außerdem erfährt der Leser viel über das Leben der Psychologin, die ich auch als Hauptprotagonistin bezeichnen würde. Die Vergangenheit startet 14 Monate vorher. Als das kleine Grüppchen den "Plan" in die Tat umsetzt. Beide Handlungsstränge ergaben nach und nach viel mehr Sinn - richtig zusammen fließen sie natürlich erst am Ende. Die Charaktere mochte ich wirklich gerne. Ina wurde gut beschrieben. Auch ihre Beziehung zu dem jüngeren Bobby sowie ihrer Tochter wurde gut beschrieben. Die "Täter" waren wirklich ein richtig bunter Haufen. Daniel, die Weichflöte. Gerd, der Schlaumeier. Romy, die Trantüte. Bodo, der Mitfühlende. Und natürlich Marlene, die gute Hausfrau. Später kommt noch Giovanni, der Macho, zu der Truppe dazu. Dass der super-Plan aus dem Ruder laufen muss, dürfte dem Leser relativ schnell klar werden.

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  • Ein schreckliches Geheimnis

    Die Schattenbucht

    Kerry

    02. May 2016 um 01:52

    Die 62-jährige Marlene Adamski sitzt mit Kaffee und selbstgemachtem Kuchen auf dem Balkon ihres Hauses, steht auf und stürzt sich von demselben. Sie überlebt, doch schweigt sie über die Gründe, warum sie sich das Leben nehmen wollte. Offensichtliche Gründe für einen Selbstmord liegen auch nicht vor. Marlene führt mit ihrem Mann auf der Halbinsel Darß eine gut gehende Bäckerei, engagierte sich sozial und sang im Gemeindechor. Warum also sollte eine solche Frau, die bisher auch noch keine Anzeichen einer psychischen Erkrankung zeigte, umbringen? Psychologin Ina Bartholdy betreut Marlene während ihres Krankenhausaufenthaltes und bietet ihr an, nach ihrer Entlassung eine Therapie bei ihr zu machen. Gerd Adamski, Marlenes Ehemann, hält so gar nichts davon und überhaupt würde alles von allein wieder in Ordnung kommen, wenn seine Frau nur wieder körperlich genesen ist. Entgegen dem Willen ihres Mannes beschließt Marlene, die Therapie bei Ina zu machen, auch wenn es der Frau unheimlich schwer fällt, sich ihrer Psychologin gegenüber zu öffnen. Es scheint fast so, als belaste ein großes Geheimnis ihre Seele und sie könne dennoch nicht darüber sprechen. Dafür hinterlässt sie Hinweise, denen Ina folgt und so langsam aber sicher hinter Marlenes Geheimnis kommt. Doch nicht nur ihre Patientin hält Ina auf Trab. Seit einem Jahr ist sie mit Bobby liiert, der einige Jahre jünger ist als sie und über eine Spontanität verfügt, über die Ina immer wieder in Verzücken bringt. Zwischen den beiden läuft es sehr gut, zumindest so lange, bis Stefanie auf der Bildfläche erscheint. Bei Stefanie handelt es sich um Inas Tochter aus einer gescheiterten Ehe und eigentlich sollte diese, auf eigenen Wunsch sogar, bei ihrem Vater leben. Nun hat sie aber die Schule geschmissen und gönnt sich erst einmal eine Auszeit bei ihrer Mutter - wobei ihr der neue Mann an deren Seite so gar nicht zusagt. Zwar ist Bobby ihr gegenüber sehr aufgeschlossen, doch Stefanie kehrt das Biest heraus und macht Ina ihr derzeitiges Leben nicht unbedingt leichter - zumal da ja noch das Geheimnis von Marlene zu lüften ist, um ihr endlich Frieden zu verschaffen ... Ein schreckliches Geheimnis! Der Plot wurde spannend und abwechslungsreich erarbeitet. Wie gewohnt spielt das bergsche Buch wieder auf zwei verschiedenen Zeitebenen und ich muss sagen, diesmal hat er sich wirklich eine ganz perfide Story ausgedacht. Die Figuren wurden authentisch erarbeitet. Protagonistin Ina wurde sehr einprägsam erarbeitet. Für ihre Patientin geht sie bis ans äußerste, um ihr zu helfen, wohingegen sie privat, gerade im Umgang mit ihrer Tochter, manchmal nicht weiter weiß und hier eindeutig an ihre Grenzen stößt. Den Schreibstil empfand ich als fesselnd erarbeitet, sodass ich abschließend sagen kann, dass mir das Buch schöne Lesestunden bereitet hat.

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  • Menschliche Abgründe

    Die Schattenbucht

    UteSeiberth

    22. April 2016 um 18:56

    Von Eric Berg habe ich zuerst "Das Küstengrab" gelesen,dessen Geschichte mir sehr gut gefallen hat.Als ich dann "Die Schattenbucht" zu lesen angefangen habe, hatte ich zunehmend Schwierigkeiten mit den 2 Strängen der Erzählung. Die junge Psycholgin Ina Bartholdy hat mir sehr gut gefallen,die versucht,den unerwarteten  Sprung von Marlene Adamski von ihrem Balkon zu klären.Langsam kommt ein altes Komplott zu Tage ,das mir durch die beiden Erzählstränge eher durcheinander gewirbelt anstatt geklärt wurde.Das hat die Lektüre für mich erschwert,das "Küstengrab" hat mir besser gefallen!

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  • Eric Berg hat es drauf

    Die Schattenbucht

    lord-byron

    22. April 2016 um 14:42

    Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?Quelle AmazonEric Berg ist wirklich ein Meister des Kriminalromans. Er schafft es wie kein Zweiter seinen Figuren Leben einzuhauchen und es gelingt ihm immer wieder, mir als Leser Sympathien für die Verbrecher abzutrotzen. Keiner seiner Charaktere ist eindimensional. Alle haben ihre guten und schlechten Seiten und das finde ich so faszinierend. Auch der Plot seines 3. Krimis ist wieder meisterhaft durchdacht und hielt mich fest im Griff. Trotz schrecklicher Grippe mit tränenden Augen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Der Spannungsbogen wird konstant hoch gehalten und sorgt dafür, dass man die Geschichte in einem Rutsch lesen muss. Auch seine Landschaftsbeschreibungen passen perfekt dazu. Sie sind wunderschön, aber doch nicht ausufernd oder langatmig. Sie bewirken aber, dass man jederzeit Bilder im Kopf hat und die Story wie ein Film im Kopf abläuft. Seine Hauptfigur, Psychologin Ina Bartholdy, hat ihre Ecken und Kanten und ist nicht ohne Fehler.  Das macht sie so schrecklich sympathisch. Ich finde einfach keinen negativen Punkt, so sehr ich auch danach suche und darum kann ich nur 5 von 5 Punkten vergeben und mich auf den nächsten Krimi von Eric Berg freuen und hoffen, dass er seine Leser nicht allzu lange warten lässt. Unbedingt lesenswert. © Beate Senft                        

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  • Ruhig erzählter Kriminalroman über Rache, Schuld und Vergeltung

    Die Schattenbucht

    Spatzi79

    14. April 2016 um 13:22

    Ina Bartholdy ist Psychologin und hat aktuell gleich zwei schwierige Fälle. Die Bäckersfrau Marlene Adamski hat ohne ersichtlichen Grund versucht, sich umzubringen, indem sie von ihrem Balkon sprang. Ina tappt im Dunklen. Marlene scheint eine glückliche Ehe zu führen, ihre Bäckerei läuft gut, sie ist beliebt und engagiert in ihrer Gemeinde. Was hat diese allseits beliebte Frau zu einem Selbstmordversuch getrieben?Außerdem betreut Ina den Teenager Christopher, dessen Mutter vor einiger Zeit spurlos verschwunden ist. Hat sein Vater etwas mit ihrem Verschwinden zu tun?Als dann auch noch Inas Tochter Stefanie unerwartet bei ihrer Mutter auftaucht, wird auch Inas Privatleben ziemlich aufgemischt.Die ersten beiden Romane des Autors hatten mich sehr schnell gefesselt, hier brauchte ich ein paar Seiten länger, bis für mich wirklich Spannung aufkam. Auch vermisste ich zu Beginn die besondere Atmosphäre, die mir in „Das Nebelhaus“ und „Das Küstengrab“ so gut gefallen hatten. Auch dieses Buch spielt wieder an der mecklenburgischen Küste, aber eigentlich spielt die Gegend diesmal keine große Rolle. Das Buch steigerte sich im weiteren Verlaf aber zum Glück immer mehr, die Spannung stieg und nach und nach fügten sich die verschiedenen Handlungsstränge zusammen und ergaben ein erstes Bild, bei dem aber noch viele Puzzlestückchen fehlten.Als Leser erfährt man zwar schon recht früh von Ereignissen, die sich in der näheren Vergangenheit im Umfeld der Adamskis abgespielt haben und wie es dazu kam. Wohin das alles führte und wie es mit den heutigen Geschehnissen zusammenhängt, ergibt sich dann aber erst langsam und bis zum Ende kann der Autor noch mit einigen Überraschungen aufwarten, die mich schließlich ziemlich fassungslos zurückließen!Ein ruhig erzählter Kriminalroman über Rache, Schuld und Vergeltung sowie die Eigendynamik, die manche Entscheidungen entwickeln können!

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  • der Palast

    Das Küstengrab

    eskimo81

    Lea reist nach 23 Jahren zurück - zurück in ihr Heimatdorf auf der Insel Poel. Ein schwerer Autounfall tötet ihre Schwester und verletzt sie schwerst. Ihre Amnesie möchte sie bekämpfen, in dem sie vier Monate nach dem Unfall zurückkehrt. Welches Geheimnis versucht ihre alte Clique zu verbergen? Das zweite Buch von Eric Berg. Sein Schreibstil bleibt gleich, er hat einfach die Art, zwei Geschichtsstränge zusammen zu führen, Vergangenheit und das "Jetzt". Das Nebelhaus hat mich begeistert, ich freute mich riesig auf das neue Buch - das Küstengrab. Leider hat mich dies etwas enttäuscht. Die Spannung war nicht annährend so hoch, eher einschläfernd. Die Spannung kam erst bei den letzten gut 100 Seiten auf. Vorher konnte ich gut das Buch weglegen oder auch mal dem Haushalt den Vorzug geben. Schade, ich hatte echt das Gefühl, ein spezieller Autor entdeckt zu haben. Wer weiss, vielleicht ist das nächste Buch wieder hervorragend? Auch störte mich die Amnesie-Geschichte. Irgendwie war das ganze nicht real. So unlogisch, unmöglich, zu sehr erfunden als das mich das ganze als ernstes und gutes Thema packen konnte. Klar gibt es Amnesie, aber so wie es bei Lea war? Das Gehirn ist kompliziert und es ist ein Krimi und kein Sachbuch, aber ein Krimi bei dem ich das Gefühl habe, alles ist abgehoben und unmöglich bereitet kein Lesevergnügen. Fazit: Der zweite Krimi von Eric Berg konnte mich leider nicht überzeugen. Einschläfernd, fad, ohne Spannung... Erst bei den gut letzten 100 Seiten wurde ich so richtig gepackt...

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  • Viel Psychologie um unvorhersehbare Mordmotive. Stetig spannend und verworren.

    Die Schattenbucht

    Floh

    Autor Eric Berg befasst sich mit seinem neuen Krimi „Die Schattenbucht“ mit zwei, oder eher drei sehr interessanten Themen. Rache samt Vergeltung, mörderische Inszenierung und einen geschmiedeten Plan vergangener Tage… . Neben Eheproblemen, psychologischen Knackpunkten, Familiengeheimnissen und unsagbar unvorhersehbaren Konstellationen und Verknüpfungen und einer alten Liebe und einem augenscheinlichen Suizidversuch stößt die Psychologin Ina Bartholdy an ihre psychischen und physischen Grenzen. Selbst das Gesetz und die Bestimmungen legen ihr Handwerk und Handeln in Fesseln und lassen sie bei einem mörderischen Plan beinahe nur tatenlos zusehen… All diese Nuancen und Facetten psychischer Eindringlichkeit und Beklemmung flammen in diesem spektakulären und verworrenen und tief verwurzelten Fall lodernd auf und erhitzen die Gemüter der Familien, Männer, Angehörigen und Nachbarn. Mit seiner ermittelnden Psychologin Ina Bartholdy und den eigensinnigen und teils verborten Ehemännern oder angehörigen ihrer Patienten, setzt der Autor Eric Berg auf ein Katz- und Maus-Spiel, auf ein Fragen- und Antwortenspiel und auf menschliche Abgründe. Denn der Tod weilt unter Freunden… Hier stoßen verletzte Gefühle, Selbstbestimmtheit, Paranoia, Dorfgemeinschaft, Familie, Glaube, Moral, Ethik, Gesetz und Vergeltung aufeinander. Erschienen im Limes Verlag (http://www.randomhouse.de/Verlag/Limes/23000.rhd)Inhalt:"Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen. Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?"Handlung:Die Bäckersfrau Marlene Adamski, 62 Jahre alt, ist nach einem gescheiterten Selbstmordversuch bei der sympathischen und verständnisvollen Psychologin Ina Bartholdy in Therapie. Doch bei Marlene beißt Ina auf Granit. Die alte Dame ist zu keiner Zusammenarbeit bereit und Ina merkt schnell, dass Marlene ihr nicht offen gegenübertritt. Eine erfolgreiche Behandlung scheint so gar nicht möglich zu sein. Was treibt eine alte Dame dazu, sich vom Balkon ihres Hauses, nahezu grundlos, zu stürzen? Diese Frage lässt Ina einfach nicht mehr los und schließt sogar ihr Privatleben mit ein. Ina fasst den Entschluss sich nach der Behandlung ein Bild von der häuslichen Situation der entlassenen Patientin zu machen. Sie fährt kurzerhand ins Städtchen Prerow in Mecklenburg, wo sie bei Marlene auf ihren abweisenden Mann Gerd trifft… Warum lehnt er eine weitere Therapie so beherrscht ab? Auch die Therapie des jungen Christopher ereignet sich als schwieriger und komplexer als gedacht. Der junge Teenager verdächtigt seinen Vater am Verschwinden seiner Mutter beteiligt zu sein. Ist der Junge bloß traumatisiert oder hat er wirklich mehr gesehen, als die Polizei ermitteln kann? Auch seinen dritten Krimi beschreibt Eric Berg eher ruhig, aber mit einer steten Spannung und Anspannung. Eric Berg setzt sehr auf die menschlichen Abgründe, die sich hinter verborgenen Fassaden verstecken und bringt einen tiefenpsychologischen Fall ans Tageslicht, den nicht nur die Polizei und der Psychologin, sondern auch ein ganzes Dorf in Atem hält und vor ganz neuen Aufgaben stellt. Ein Schwur, der durchdrungen werden muss… Ein ruhiger und ungewöhnlicher Krimi. Wird Ina Bartholdy den Bruch zwischen Familie, Pakt und Rache brechen? Wird sie den Fall aufklären? Kann sie für Gerechtigkeit sorgen? Kann sie den nahen Tod aufspüren, bevor er seine Sense schwingt? Verfolgt der Mörder einen vorgefertigten Plan? Gibt es ein Muster? Wie verwurzelt sind beide Fälle und hängen sie womöglich zusammen? Schreibstil:Wie wir das von Eric Berg kennen, geht es auch in diesem Krimi eher ruhig zu. Eric Berg setzt auf Psychologie und unterschwelliger Spannung, die sich durch alle Kapitel, Perspektiven und Erzählstränge zieht. Jedoch ist die Spannung stets erstaunlich greifbar und fühlbar zu spüren. Gerade Inas Beklommenheit und große Sorge zerrt nicht nur an ihren Nerven, sondern reizt auch das Nervenkostüm der gebannten Leser. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, die sich abwechseln. In der Gegenwart versucht Ina die Hintergründe ihrer beiden Patienten zu durchschauen. Auch Inas Privatleben wird betrachtet. Vierzehn Monate zuvor trifft sich eine Gruppe sehr unterschiedlicher Menschen, um einen Plan umzusetzen, der ihnen Genugtuung verschaffen soll. Ein Rachefeldzug, ein Vergeltungsschlag. Durch viele stimmige Klischees, spontanen Anekdoten, tieferen Hintergründen und unglaublichen Konstellationen mit fein skizzierten Protagonisten versucht der Autor Eric Berg den Leser zum Schubladendenken zu animieren. Dieses Schubladendenken erweist sich jedoch als Ermittlungshindernis, denn dass, was die Protagonisten zu Tage führen und welche Entwicklungen sie selbst erleben, passt in keine Schublade. Hier hat der Autor ein interessantes Stilmittel eingesetzt, um seine Leser mit einzubeziehen und sie wirklich an den Ermittlungen teilhaben zu lassen. Sehr gekonnt und unterhaltsam. Die eigentlichen Zusammenhänge und das eigentliche weit verwurzelte Konstrukt ergeben sich erst so nach und nach. Einige meiner Vermutungen über Gründe und Verantwortlichkeit für das Geschehen wurde meist schnell wieder über den Haufen geworfen. So ist die Lösung überraschend und erschreckend, aber sehr schlüssig.Charaktere:Es ist interessant zu beobachten, wie sich die Menschen mit ihrem Tun verändern, wie sie Skrupel beiseiteschieben und wie sich menschliche Abgründe auftun. Es ist wie beim Dominoeffekt, wenn der erste Stein fällt, dann … Eine Gruppendynamik, die das Falsche damit rechtfertigt, dass alle das gleiche planen und das Selbe Ziel verfolgen. Wahn und Wahnsinn verschwimmen hier. Die Personen sind authentisch und vielschichtig dargestellt. Mit den meisten konnte ich mich jedoch wenig bis gar nicht identifizieren, da mir ihr Handeln so fremd und absurd ist. Einzig die ambitionierte Psychologin Ina war mir durch ihre Akribie und ihre Beharrlichkeit sehr angenehm und sympathisch. Sie ist eine Psychologin mit feinen Antennen, obwohl auch ihr Privatleben gerade keine leichte Phase durchzieht. Ina Bartholdy lässt sich in die Sache hineinziehen, weil sie sehr empathisch ist und etwas sehr viel tiefverwurzeltes in ihren beiden stärksten Fällen und Therapien vermutet. .Aber auch die jungen Charaktere, wie der traumatisierte Christoph, aber auch Inas pubertierende Tochter lockern den eindringlichen Fall durch jugendliche Frische und Unbekümmertheit sehr auf. Einer raffinierten Auswahl an Protagonisten und Charakteren begegnen wir hier in diesem Buch. Hier lernen wir Rollen und Nebenrollen aus allen Kulturschichten, Bildungsschichten, Familiären Konstellationen und dörflichem Ansehen kennen. Unterschiedlichste Berufsfelder und aber auch Charaktere mit unterschiedlich verlaufenden Vergangenheiten. Hier schöpft der Autor aus den Vollen, und überzeugt durch seine Charaktere. Ina Bartholdy ist eine ambitionierter Psychologin die ihren Job ernst nimmt und für Gerechtigkeit sorgt, dafür geht sie auch mal über Freundschaft und Befangenheit und stellt ihr Privatleben hinten an. Mit allen Mitteln und Wegen. Hauptprotagonisten, die vielen Vize-Hauptprotagonisten und die schmückenden Nebendarsteller. Autor Berg hat so viele Charaktere erschaffen, die mit einer eigenen Charakterstudie aufwarten und ein (noch) lebendiges Bild formen. Doch man sollte nicht vergessen: ein Killer treibt sein Unwesen im Ort… Jeder der beschriebenen Protagonisten ist auf seine eigene Art speziell und dennoch gegensätzlich. Die Darstellung der handelnden Personen ist authentisch und personifiziert geschildert. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich auch mit ihnen zu identifizieren oder sie einfach nur handeln und agieren lassen.Schauplätze:Hier habe ich eine kleine Kritik anzubringen. Das Cover lädt so wunderbar zu diesem Krimi ein. Es zeigt Strandnähe, Atmosphäre und Seeluft. Leider werden die Kulissen zwar geschildert und beschrieben, aber ein wirkliches greifbares Umfeld fällt mir schwer aufzubauen und aufleben zu lassen. Hier erlebe ich Kopfkino mit Drehpausen. Schade, schade. Hier hätte der Autor gern noch eine Schippe oben drauf geben können. Zwar werden die Klinik, die familiären Zuhause und Begebenheiten erklärt, beschrieben und mit Details versetzt, aber ich spüre keinen Wind, rieche keine Flora, erlebe keine Vegetationen durch die Monate, schmecke keine Kost und rieche kaum einen Duft. Das ist etwas dünn umgesetzt und bringt eine gewisse Distanz mit. Der Autor hätte sein mecklenburgisches Prerow und all die anderen wichtigen Kulissen gern stärker hervorbringen dürfen. Potential ist mehr als genug da. Das Dorfleben, das Familienleben, die Klinik und Praxis, das Geschäft, die Bäckerei, die Autofahrten…. Die einzelnen Schauplätze sind so vielzählig und flächendeckend wie das ganze Konstrukt an Problemen und Puzzleteilen für diesen Krimi und wie die einzigartigen Charaktere in dem Buch. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, neue Welten, entsetzliche Kulissen, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit einer einst heilen Familie kommen nicht zu kurz, könnten aber mehr Glanz und Facette in dessen Beschreibung und Lebendigkeit bieten. Meinung:Die Spannung und die Wendungen sind eher flach und fließend. Hier dominieren vorwiegend die Charaktere und die Thematik. Durch sein Knowhow schreibt Eric Berg klar, überzeugt, selbstbewusst und lässt durch Realität und Entsetzen diesen Krimi so glaubwürdig wirken. Der Leser hat bis zum Schluss das Gefühl, selber nicht zu wissen, wo der Täter zu suchen und zu finden ist. Der überraschende Showdown führt einen Täter zu Tage, den man wirklich nicht erahnt hätte. Dennoch hätte ich mir insgesamt mehr Höhen und Tiefen im Bereich der Spannung und des Nervenkitzels gewünscht. So habe ich einen soliden und bodenständigen Krimi lesen dürfen, der sich stetig aufbaut und ein schier unglaubliches und beinahe krankes Konstrukt und einen perfiden Plan zu Tage führt. Doch auch wenn es Schwächen gibt ist genügend Potential nach oben und lässt mich nichtsdestotrotz auf einen weiteren Fall von Eric Berg hoffen. Mich beeindruckt besonders die intensive Recherche und das faktische Wissen ob der Psyche des Menschen und Unmenschen des Autors. Sehr gelungen! Gerade Ina Bratholdy und ihre Klienten/Patienten und ihre private Einstellung bieten genügend Stoff für weitere Werke. Fasziniert bin ich davon, wie es dem Autor gelingt, diese unzähligen Facetten, Themen und Eindrücke in einem Plot zu verarbeiten.Dieser Krimi bedient viele Emotionen. Er wandert nicht nur auf der Schiene von Abscheu, Ekel und Mord, nein dieser Krimi stößt an, weckt Gedanken auf, informiert und bewegt zum Sinnieren. Dieser neue Krimi zog mich, anders als sein Vorgänger Das Küstengrab, von Beginn an in das Geschehen und ich konnte das Buch ungern aus der Hand legen. Faszination, Empörung, Leid und Neugier packen den Leser und binden ihn an die Ereignisse. Das Buch schwächelt leider auch an bestimmten Punkten, die ich trotz meiner positiven Stimmung nicht ungenannt lassen möchte. Hier liegen dann auch die anderthalb Sterne Abzug, da es das Genre Krimi bedient, und das leider nicht genügend Spannung bietet... Das Buch bewegt sich oft zu weit vom Kern Krimi und polizeilicher Ermittlung weg und die Erkenntnisse und Zusammenhänge erschließen sich leider erst recht spät. Wäre das Buch nicht so geballt an Informationen, Hintergründen und Psychologie, wäre es mir bestimmt etwas langatmig vorgekommen... Hier hat der Autor sicher noch Potential, nutzt aber schon eine gute Portion davon aus um einen stetig spannenden und nagenden Krimi zu schreiben. Cover / Buch:Das Buch ist absolut hochwertig und sehr schön verarbeitet. Das Schriftbild ist angenehm, die 17 Kapitel nicht allzu lang. Der Perspektivenwechsel absolut locker und kurzweilig. Das Cover des Klappbroschur gefällt mir mehr als gut. Wunderbar. Es passt zum Titel und zum spannenden und vielversprechenden Klapptext, der auf die brisante Thematik hindeutet. Der Autor:„Seit Jahren zählt Eric Berg zu den erfolgreichsten deutschen Autoren. 2013 verwirklichte er einen langgehegten schriftstellerischen Traum und veröffentlichte seinen ersten Kriminalroman Das Nebelhaus, der Leser wie Kritiker gleichermaßen begeisterte. Nach Das Küstengrab ist Die Schattenbucht nun der dritte Roman des Erfolgsautors.“ Fazit:Ein nagendes und stetig anschwellendes Konstrukt mörderischer Pläne und einen ständigen Blick in die menschliche und unmenschliche Psyche. WOW. Als Krimi-Roman unschlagbar, als Effekthaschenden-Krimi aber bis auf den Showdown doch manchmal etwas schwach! Dennoch sehr lesenswert und gelungen! 3,5 Sterne gerundet zu fairen 4 Sternen!

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    clary999

    06. April 2016 um 20:59
  • War es das wert?

    Die Schattenbucht

    JanaBabsi

    03. April 2016 um 22:02

    Die Psychologin Ina Bartholdy kommt in ihrem aktuellen Fall nicht weiter. Ihre Patientin, Marlene Adamski, 62 Jahre alt, verweigert jegliche Mitarbeit zur Aufklärung, warum sie vom Balkon ihres Hauses gesprungen ist. Marlene spricht kein Wort mit Ina und merkwürdigerweise, wird sie von ihrem Mann Gerd auch noch in ihrem Verhalten unterstützt. Sollte dem Ehemann einer Selbstmordkandidatin nicht daran gelegen sein, dass sie durch eine Therapie Hilfe bekommt, anstatt diese rigoros abzulehnen? Dieser Umstand macht die Psychologin hellhörig. Nachdem Marlene aus dem Krankenhaus entlassen wurde, nimmt Ina erneut Kontakt zu ihr auf. Nur ihrer Beharrlichkeit ist es zuzuschreiben, dass Marlene sich nach und nach öffnet. Der 15jährige Christopher Trebuth ist ein weiterer Patient von Ina Bartholdy. Vor kurzem ist seine Mutter verschwunden. Entgegen der Annahmen aller anderen Menschen in seinem Umfeld, glaubt Christopher nicht, dass sie einfach nur verschwunden ist sondern er geht davon aus, dass sie tot ist. Als Täter hat er seinen eigenen Vater im Verdacht. Auf den ersten Blick gibt es keine Verbindung zwischen dem Verschwinden von Christophers Mutter und dem Suizidversuch von Marlene Adamski. Doch je tiefer Ina in die Abgründe menschlichen Handelns blicken kann, desto offensichtlicher werden die Zusammenhänge. Und leider sind noch weitere Menschen, aus Inas direktem Umfeld, in die Sache verstrickt. Der Kriminalroman "Die Schattenbuch" von Eric Berg ist in 17 Kapitel aufgeteilt. Jedes Kapitel wiederum ist unterteilt ist einen Gegenwartstrang und einen Strang, in dem die Geschehnisse von vor 14 Monaten beschrieben werden. Der Leser kennt schon nach dem 1. Kapitel den Täterkreis und das Opfer. Das Motiv bleibt jedoch noch einige Zeit verborgen. Nach und nach lichtet sich das Dunkel und beide Handlungsebenen gehen nahtlos ineinander über. Es handelt sich um einen ruhigen Krimi. Die Geschichte wird von einer dritten Person erzählt. Obwohl sowohl Täter als auch Opfer gut ausgearbeitet sind, kann ich die Protagonisten nicht "greifen". Ihre Aktionen, die mal mehr und mal weniger gut waren, konnten bei mir keine tieferen Emotionen wecken. Ich konnte weder mit dem Opfer noch mit den Tätern mitfühlen und wahrscheinlich deswegen ihre Handlungen nicht immer verstehen. Der Schreibstil von Eric Berg ist jedoch angenehm und das Buch ist flüssig zu lesen. Am Ende bleibt es - für mich - ein guter Krimi, von dem ich mir jedoch etwas mehr erwartet hatte. 

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