Die Schattenbucht

von Eric Berg 
3,7 Sterne bei73 Bewertungen
Die Schattenbucht
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Positiv (42):
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Was würde man selber machen, wenn sich der Plan in eine ganz andere Richtung verselbstständigt?

Kritisch (7):
B

Ganz nett. War mir aber zu unglaubwürdig.

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Inhaltsangabe zu "Die Schattenbucht"

Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…

Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Stets sind Freunde im Haus, nie ist Marlene allein. Doch der »Freundeskreis« der Adamskis macht Ina stutzig, es scheint so gar keine Gemeinsamkeiten zu geben… Was verbindet diese Menschen? Und was haben sie mit den merkwürdigen Todesfällen zu tun, die sich in ihrem Umfeld häufen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783809026426
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:Limes
Erscheinungsdatum:22.02.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.02.2016 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Taluzis avatar
    Taluzivor einem Monat
    Kurzmeinung: Was würde man selber machen, wenn sich der Plan in eine ganz andere Richtung verselbstständigt?
    Der Plan war ein anderer

    Die Psychologin Ina Bartholdy betreut nach einem Selbstmordversuch die Patientin Marlene Adamski. Ohne ersichtlichen Grund ist Marlene von ihrem Balkon gesprungen und spricht seitdem nicht mehr. Der Mann der 62jährigen Bäckersfrau umsorgt seine Frau und verhindert, dass sie nach dem Krankenhausaufenthalt ihre Therapie fortführt.

    Das Verhalten von Marlene lässt Ina keine Ruhe. Sie nimmt Kontakt zu ihrer Patientin auf, die sich nach und nach öffnet, aber dennoch was zu verbergen hat.

    Als der Mann der Bäckersfrau ermordet wird, spitzen sich die Ereignisse zu.


    „Die Schattenbucht“ von Eric Berg lässt sich locker und lebendig lesen. Es wird in zwei Zeitebenen erzählt. Die Rückblicke, was 14 Monate zuvor in der Vergangenheit geschehen ist und die Gegenwart. Dadurch ahnt der Leser schon was passiert ist, dass Marlene einen Ausweg im Selbstmord gesucht hat. Dennoch bleibt es spannend und der Autor hat so mache Handlungswendung noch parat, so dass das Ende doch überrascht.

    Über die Protagonistin Ina erfährt man viel von ihrer Arbeit als Psychologin, aber auch als Mutter und Geliebte eines jüngeren Mannes. Die weiteren Charaktere haben ein gemeinsames Ziel: einen Traum mit Geld verwirklichen. Diese Träume platzen! Aber dennoch wollen sie das nicht wahrhaben. Sie haben einen Plan! Aber dann läuft alles aus dem Ruder!

    Diese Charaktere in der Geschichte sind vielschichtig und interessant gestaltet. Dadurch wird die Geschichte und die Handlung belebt und interessant.

    Der Leser fragt sich selber, wie weit würde man gehen, wenn ein Traum platzt. Platzt, weil ein anderer Mensch einen reingelegt hat. Würde man am Traum fest halten? Was würde man selber machen, wenn sich der Plan in eine ganz andere Richtung verselbstständigt?

    „Die Schattenbucht“ ist absolut lesenswert.




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    lievke14s avatar
    lievke14vor 3 Monaten
    Ein Kriminalroman, der mehr enthält, als zunächst vermutet....

    Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

    Dieses Buch braucht einen Anlauf und zwar einen großen....

    Ich habe "Die Schattenbucht" als Urlaubslektüre gekauft, weil ich der Meinung war, an der Ostsee liest sich vielleicht ganz gut ein Krimi, der auch an der Ostsee spielt.

    Aber leider gestaltete sich der Einstieg sehr schleppend.

    Zunächst gilt es anzumerken, dass die Geschichte in zwei Zeitebenen erzählt wird. Zum einen erleben wir die Geschehnisse rund um Marlene in der Gegenwart zum Zeitpunkt ihrer Therapie und zum anderen spielt die Handlung 14 Monate davor.

    Marlene und die Personen in ihrer nächsten Umgebung werden zunächst vorgestellt. Dabei merkt man schnell, dass die alte Dame aller Wahrscheinlichkeit eine große Schuld auf sich geladen hat. Aber sie schweigt. Die Psychologin Ina versucht, die Mauer, welche Marlene umgibt Stück für Stück aufzubrechen, ihre Bemühungen laufen jedoch ins Leere. Aber nicht nur Marlene bereitet ihr Sorgen. Zeitgleich betreut sie  den Jugendlichen Christopher, der mit dem mysteriösen Verschwinden seiner Mutter nicht klarkommt und ebenfalls emotional am Boden ist.

    Ina ist eine toughe Frau Ende Dreißig, die nach einer gescheiterten Ehe nun mit einem wesentlich jüngeren Mann zusammenlebt und mit ihrem Leben eigentlich recht zufrieden ist. Sie hat klare Wertevorstellungen von ihrem Leben und ihrer Arbeit, merkt aber gerade in diesem Fall, dass die korrekte Einhaltung von beruflichen Verhaltensregeln nicht immer einfach ist. Dieser Umstand wird durch ihre pupertierende, sehr eigensinnigen Tochter Stefanie immer wieder verstärkt. Die junge Dame hält nämlich so gar nichts von den biederen Regeln ihrer Mutter.

    Marlene dagegen ist für mich leider nicht so klar definierbar. Auf der einen Seite ist sie die aufopferungsvolle, auf Harmonie bedachte Bäckersfrau, die allen und jeden zur Seite steht und wenig an sich selber denkt. Auf der anderen Seite wird sie von anderen Personen in eine Zwangslage gedrängt, aus der sie sich nicht befreien kann.

    Die Geschichte brauchte einen gewaltigen Anlauf, um mich für sie einzunehmen. Die ersten 100 Seiten waren für mich leider völlig belanglos und sogar ein wenig langweilig. Hätte mein Kindle nicht schlapp gemacht, hätte ich das Buch wahrscheinlich abgebrochen und mich einer anderen Lektüre zugewandt. So habe ich halt weitergelesen und habe es schlussendlich nicht bereut. Denn das Buch nimmt tatsächlich Fahrt auf. Die Handlung spitzt sich derart zu, dass man wirklich wissen will, wie die Charaktere aus den jeweiligen Situationen wieder herauskommen.

    Natürlich werden bestimmte Personen sehr überzogen dargestellt....der Meinung bin ich auch. Aber alles in allem hat mir das Gesamtkonstrukt im Nachhinein sehr gut gefallen.

    Neben der eigentlichen Story fand ich auch die  Dialoge zwischen Ina und ihrer Tochter sehr witzig und gelungen. Die Mutter pariert die kleinen Frechheiten und Spitzfindigkeiten ihres Sprößlings ungemein schlagfertig und beweist dadurch, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört.

    "Die Schattenbucht" ist kein nervenaufreibender Thriller, bietet aber einen interessanten Blick auf Menschen, die in einer Notsituation zu Mitteln greifen, zu denen sie im Normalfall niemals fähig gewesen wären.

    Wer hier als Leser durchhält, bekommt vielleicht doch einen lesenswerten und interessanten Krimi geboten.

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    Nati89s avatar
    Nati89vor 3 Monaten
    Die schattenbucht

    Ohne ersichtlichen Grund springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seitdem jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt nach Prerow, dort wird die 62-jährige scheinbar liebevoll umsorgt - nur6 das Verhalten des Ehemanns ist seltsam: Keine Sekunde lässt er sie allein, will er verhindern, dass Marlene mit Ina spricht? Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen in Prerow zu tun?" --


    Meine Meinung:

    Erstmal zum Cover ich find das Cover richtig schön und als ich denn klappentext durchgelesen habe, ich musste es lesen aber hatte auch Angst ob es was für mich ist und hatte es bei bloggerportal angefragt was ich auch bekommen habe und das war eine gute Entscheidung von mir es an zu fragen.

    Zu der Schrift wie auch die Geschichte und den Charakteren 
    Die Schrift war flüssig, man konnte es recht schnell durch lesen, ich fand die Gesichte recht spannend am Anfang fand ich es jeher langweilig und sehr lamigig geschrieben was dann sich sehr schnell geändert hat, ich fand auuh  die kapiteln bis zu dem anderen Kapitel lang geschrieben, da man es gut durch lesen könnte fand ich es nicht so schlimm. Zu den Charakteren Die dort beschrieben waren sehr gut beschrieben ich könnte mir sie so bildlich vorstellen wie sie aussehen bzw beschrieben worden sind. Allertigs mit dem hauptprogonisten hätte ich meine Schwierigkeiten die kam mir so komisch vor ich weiss nicht wie ich es beschreiben soll.. Das Gegenteil von zickig. 

    Wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar überlassen, Dankeschön

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    janakas avatar
    janakavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: spannend und psychologisch gut umgesetzt
    spannend und psychologisch gut umgesetzt

    *Inhalt*
    Psychologin Ina Bartholdy baut sich gerade eine neue Existenz auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst auf. Sie will ihre Patienten ein Stück ihres Lebens begleiten. Ihr nächster Fall, ein missglückter Selbstmord, gibt ihr einige Rätsel auf. Marlene Adamski steht mitten im Leben, scheint glücklich zu sein und springt eines Tages vom Balkon in die Tiefe. Seitdem spricht sie kein Wort. Ina hat echte Schwierigkeiten einen Zugang zu ihrer neuen Patientin zu bekommen. Da Marlene das Haus nicht verlässt, hat Ina auch keine Möglichkeit allein mit ihr zu reden. Warum ist immer jemand in der Nähe? Was für ein Geheimnis trägt Marlene mit sich rum?
    In einem zweiten Erzählstrang wird eine Straftat aus der Vergangenheit erzählt. Wie mögen diese beiden Geschichten zusammenhängen?

    *Meine Meinung*
    "Die Schattenbucht" von Eric Berg ist mein erstes Buch des Autors und ich bin echt begeistert. Es ist sehr spannend und fesselnd, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es innerhalb von 24 Stunden durchgelesen. Nach und nach wird das Puzzle zusammengesetzt, zwar ahne ich ab Mitte des Krimis, wie alles zusammenhängen könnte, doch dadurch wird meine Neugier nicht befriedigt und auch die Spannung wird nicht weniger. Abwechselnd werden die beiden Zeitebenen beschrieben und meist, wenn es richtig spannend wird, wechselt der Autor. Echt clever gemacht, für mich hat dies die Spannung erhöht.

    Die Charaktere sind unterschiedlich und sehr lebendig. Sie haben alle ihre Ecken und Kanten. Ina ist mir gleich sympathisch, sie kümmert sich sehr um ihre Patienten und nicht nur weil es ihr Job ist, nein weil sie auch die Menschen interessieren. Marlene dagegen kann ich sehr schlecht greifen, manchmal ist sie mitteilsam und dann wieder will und kann sie nicht reden. Irgendwie scheint sie etwas sehr Schreckliches erlebt zu haben.

    Besonders gut hat mir auch gefallen, dass wir einen Einblick in Inas Berufsleben und einen Blick in die menschliche Psyche bekommen haben. Auch wenn es morbide klingt, mich faszinieren die Abgründe menschlicher Seelen.

    *Fazit*
    Wer psychologisch gut umgesetzte Krimis mag, sollte sich diesen mal genauer anschauen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne.

    Zu guter Letzt möchte ich mich beim Bloggerportal und dem Blanvalet Verlag bedanken, dass sie mir dieses Buch als Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt haben. Das hat aber keinen Einfluss auf meine Meinung.

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    eskimo81s avatar
    eskimo81vor 9 Monaten
    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold

    Was würden Sie niemals verraten?

    Marlene Adamski verübt einen Selbstmordversuch. Ein Grund sieht Ina Bartholdy nicht - als Psychologin fühlt sie sich herausgefordert und versucht herauszufinden, was Marlene angetrieben hat. Als sie sie in ihrer Heimat besucht, wird sie von ihrem Ehemann liebevoll umsorg und doch wird Ina stutzig...

    Ich hätte es nicht erwartet, der erste Band von Eric Berg war grandios der zweite dann eine kleinere Katastrophe und hätte mich eine Freundin nicht animiert, ich hätte nicht zu diesem gegriffen. Nun bin ich froh. Der Autor hat sich gefangen und ein recht guter Psychothriller erschaffen. Zwei Erzählstränge werden zusammengeführt mit guten Cliffhängern zwischen den Kapiteln. Einzig ärgerliches, ein paar inhaltliche Fehler und auch ein paar Schreibfehler. Das hat zwischendurch zu einem Taucher geführt.

    Fazit: Eric Berg schafft, was ich nicht möglich gehalten habe. Er schreibt einen guten Psychothriller mit viel Spannung, Fesselung und gewissen Suchtfaktoren. Er ist auf einen guten Weg sein erstes Werk zu übertreffen - vielleicht mit dem nächsten Band?

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    trollchens avatar
    trollchenvor einem Jahr
    Hatte einige Längen

    Die Schattenbucht
    Herausgeber ist Limes Verlag; Auflage: 2. Auflage (22. Februar 2016) und hat 416 Seiten.
    Kurzinhalt: Wer einen Traum hat, ist zu allem fähig…

    Ohne ersichtlichen Grund und ohne emotionale Regung springt Marlene Adamski vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Sie überlebt, spricht seither jedoch kein Wort mehr. Psychologin Ina Bartholdy findet keine Erklärung für das Verhalten der 62-jährigen Bäckersfrau, doch der Fall lässt sie nicht los. Sie fährt ins mecklenburgische Prerow, um nach ihrer Patientin zu sehen.

    Marlene wird scheinbar liebevoll umsorgt. Doch das Verhalten ihres Ehemanns macht Ina stutzig. Keine Sekunde lässt er sie mit Marlene allein, will offensichtlich verhindern, dass sie mit Ina spricht. Was hat dieser Mann zu verbergen? Und was hat er mit den merkwürdigen Vorfällen zu tun, die sich in Prerow häufen?
    Mein Meinung: Ich habe schon 2 Bücher von Eric berg gelesen, bin aber diesmal ein wenig enttäuscht gewesen. Die Spannung war zwar am Anfang da, ist dann aber in der Mitte ziemlich abgeflacht und am Ende wird es wieder spannend. Aber dadurch kommen eben die vielen Längen in der Mitte, die sich sehr zäh lasen. Ansonsten ist es ein gutes Thema gewesen, auch die Protagonisten wurden gut heraus gearbeitet und manche sind auch sehr edel in ihrem Tun, manche aber wieder nicht. Aber es zeigt eben immer wieder, dass Leute, die an einer Sache arbeiten und jemand einsperren, dass bei vielen der Stress immer höher wird und ihre Toleranz sinkt. Die Psychologin war mir sehr sympathisch und hatte tolle Ecken und Kanten!
    Die Landschaftszeichnungen waren wieder sehr detailliert und nett beschrieben, so dass man gern dort oben an der Küste wäre.
    Mein Fazit: Kein schlechtes Buch, aber es hatte ja in der Mitte einige Längen, deswegen vergebe ich 4 Sterne. Es ist aber auf jeden Fall lesenswert für Krimi und Nordseefans!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Mir fehlte die Spannung.


    Beim Lesen von Küstengrab hat mir einiges gefehlt, um dem Buch fünf Sterne zu geben. Bei Schattenbucht war es genauso. Wenn ich deutsche Krimis lese, dann oftmals welche aus dem Norden sowie aus dem Süden. Dieser Krimi spielt in Prerow, das nicht weit von Rostock entfernt ist. Für mich perfekt, denn mein Freund stammt von dort  und da ich oft zu Besuch war, wäre es für mich gar nicht so schwer, nach Prerow zu fahren, um mich dort dem Buch näher zu fühlen.
    Aber wie soll ich mich einem Buch näher fühlen, wenn mich die ganze Geschichte schon nicht überzeugen konnte?
    Die Psychologin Ina Bartholdy besucht ihre Patientin Marlene Adamski, die ohne Grund vom Balkon sprang. In mir kamen sofort Zweifel auf, denn niemand springt ohne Grund von einem Balkon.
    Sie überlebte den Sturz, wird von ihrem Mann liebevoll umsorgt, all das gibt uns der Klappentext preis. Aber was steckt wirklich dahinter? Ist der Mann wirklich so liebevoll zu seiner Frau oder ist er sogar der Grund, warum sie sprang?
    Marlene verweigert sich der Mitarbeit, ihr Mann unterstützt sie darin. Für mich völlig unverständlich, denn wenn meine Frau vom Balkon springt, würde ich alles daran setzten, herauszufinden, warum sie es denn tat.  Dann tritt ein weiterer Charakter in die Geschichte, Christopher Trebuth, 15 Jahre alt und auch ein Patient der Psychologin. Seine Mutter verschwindet und er hält seinem Vater für den Täter, denn er glaub nicht daran, dass seine Mutter fortgegangen war.
    Ein Zusammenhang der Fälle? Das war für mich im ersten Moment nicht ganz klar. Ich habe mich gewundert, warum da plötzlich ein zweiter Fall ins Spiel kommt. Aber desto tiefer die Psychologin gräbt, umso mehr erfährt sie die Hintergründe des Sprunges und des Verschwindens. Spannung? Für mich keine.
    Die Beschreibung der Charaktere fand ich unspektakulär, sie konnten mich nicht begeistern. Auch die inhaltliche Zusammensetzung haute mich nicht vom Hocker. Alles in allem fand ich dieses Buch mehr langatmig und langweilig als spannend.

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    Y
    Yvibooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Guter Lesestoff mit viel Tiefgang......
    Ein gutes Thema zum Nachdenken....

    Das Thema gibt viel Input zum Nachdenken. Wie weit würdest du Gehen?  Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und mit ihnen die menschlichen Abgründe. Ich habe mit ihnen gefiebert und gelitten. Die Schreibweise ist etwas gewöhnungsbedürftig. Aber hat man sich eingelesen, ist man gefesselt. Bei mir hat es leider bis zur Hälfte des Buches gedauert. 
    Mein Lieblingszitat: "Alles, was du sagst, sollte wahr sein, aber nicht alles, was wahr ist, solltest du auch sagen." (Voltaire) 
    Das sollte eines jeden Lebensmittel sein! 

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Guter Krimi der man bedenkenlos weiterempfehlen kann.
    Marlenes Geheimnis

    Was ist wenn der Tod sich in harmloser Verkleidung bereits in unser Haus geschlichen hat? Wenn er gleich um die Ecke wohnt und Teil unseres Alltags ist? Wenn wir ihm von Zeit zu Zeit die Hand schütteln? Ihn vielleicht sogar symphatisch finden? (aus der Kurzinfo des Buches)
    Die 62-jährige Marlene Adamski springt eines Tages ohne ersichtlichen Grund vom Balkon ihres Hauses in die Tiefe. Zum Glück überlebt sie diesen Selbstmordversuch, jedoch seit diesem Ereignis hat sie kein Wort mehr von sich gegeben. Die Psychologin Ina Bartholy nimmt sich ihrer an, findet aber bisher keine Erklärung warum sie diesen Selbstmord begangen hat. Ina begibt sich ins  mecklenburgische Prerow wo Marlene untergebracht ist. Auffällig ist nur das Verhalten von Marlenes Mann, der seine Frau bemuttert und jeden Kontakt zu Ina mit ihr verhindern will. Ina bietet Marlene an sie weiterhin zu betreuen, wovon aber ihr Ehemann gar nichts hält. Ja
    aber auch in Inas Privatleben läuft nicht alles so wie es sein soll. Zwar ist sie momentan mit Bobby zusammen, der ein paar Jahre jünger ist wie sie, doch eines Tages steht Tochter Stefanie vor der Tür. Stefanie macht Ina das Leben schwer, den Bobby passt ihr so gar nicht. Welches Geheimnis um gibt Marlene und wird Ina ihr helfen können?

    Meine Meinung:
    Ein toller Krimi, mit tollen verschiedenen Charakteren denen Eric Berg in seinem Buch Leben eingehaucht hat. Da ist Daniel der den weichen Charakter hat, Bodo eher der etwas Mitfühlende, Gerd der Intelligenzmensch, Romy eine wahre Trantüte, die gute Hausfrau Marlene und der italienische Macho Giovanni allesamt sehr gut beschrieben. Die Geschichte wird in zwei verschiedenen Zeiten erzählt, die sich am Ende zusammenfügen, die Kapitel sind kurz, der Schreibstil flüssig. Am Anfang mit einem leicht schwachen Beginn, steigert sich dieser Krimi und so fügen sich nach und nach die Puzzleteile ineinander bis man dem Geheimnis auf die Spur kommt. Schön fand ich den Blick in die Arbeit Inas und in die Psyche der Menschen. Somit einfach eine andere Art Krimi wie im Allgemeinen, ein bisschen erinnerte es mich an die Bloch Serie im TV. Aber auch der Humor darf nicht zu kurz kommen bei Eric Berg. Ein lesenswertes Buch, für alle die gerne die nicht so blutige Krimis mögen und von mir 4 von 5 Sterne.

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    rike84s avatar
    rike84vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Schöner Schreibstil, interessanter Plot und gut beschriebene, normale Personen mit menschlichen Entscheidungen
    Ein Verbrechen sollte man lieber allein begehen..

    Eine Frau springt ohne ersichtlichen Grund vom Balkon ihres Hauses. Der Selbstmordversuch misslingt und so kommt Psychologin Ina Bartholdy ins Spiel. Sie ist die behandelnde Ärztin der Bäckereiinhaberin und kann sich das Verhalten ihrer Patientin nicht erklären. Als sie die entlassene Frau zu Hause besucht, kommt ihr das Verhalten des Ehemannes stutzig. Sie beginnt, eigene Nachforschungen anzustellen. Diese werden durch ihre Tochter erschwert, die sich nach Jahren beim Exmann auf einmal bei der Mutter einquartiert und die Schule abbrechen will.

    Ziemlich schnell wird klar, dass dramatische Vorfälle 14 Monate vor dem Selbstmordversuch nicht nur die Bäckerin sondern auch viele andere Leute in eine sehr heikle Situation gebracht haben. Denn es hatte sich eine Gruppe Menschen zusammengeschlossen, um etwas Kriminelles durchzuziehen..

    Stil, Machart, Meinung

    Wie man schon an meiner Inhaltsangabe erkennen kann, haben wir hier zwei Zeitebenen. Einmal die Gegenwart ab dem Selbstmordversuch der Bäckersfrau, ab der dem Leser aus Sicht von Psychologin Ina Bartholdy die Ereignisse geschildert werden. Dann gibt es abwechselnd die Zeitebene „vor 14 Monaten“, die dem Leser nicht nur einen Wissensvorsprung gibt sondern auch viele Dinge schon erklärt.

    Trotz der zwei Ebenen und dem Wissensvorsprung fragt man sich dann trotzdem immer noch so einiges, denn viele Fragen bleiben bis zum Schluss unbeantwortet. Die Mischung finde ich gelungen, es wird nicht neugierig und man gewinnt immer wieder neue Erkenntnisse und Zusammenhänge werden klar. Geschickte Cliffhanger am Ende und ein immer unheilvolleres Geschehen sorgen dafür, dass man das Buch schnell – und ohne Langeweile- gelesen hat.

    Die Fragen, die sich aus dem Teaser auf der Buchrückseite ergeben, werden übrigens recht schnell geklärt. Deshalb kann ich hier mit weiterem Inhalt nicht spoilern, es würde einfach zu viel verraten..

    Die Erzählweise ist erfrischend fluffig und locker, einige Gedankengänge und Dialoge sind humorvoll und die Mischung finde ich insgesamt sehr gelungen. Es gibt auch sehr schöne Sätze die ganz allgemeine Beobachtungen sehr schön umschreiben und das Potential zu erfolgreichen Zitaten haben, die im Zeitalter des Internets ja auf vielen Plattformen gern geteilt werden. Beispielsweise mein Favorit:

    „Für den Bäcker war Literatur etwas Ähnliches wie ein Opossum: zwar wusste er, dass es existierte, aber er hatte weder je eines zu Gesicht bekommen noch die geringste Ahnung, wozu es überhaupt gut war“(S. 42)

    Eine weitere Besonderheit ist, dass in diesem Buch irgendwie so ganz herrlich normale Charaktere in der genau richtigen Intensität gezeichnet wurden. Kein grandioser Gegenspieler gegen einen hochintelligenten oder höchstmerkwürdigen Kommissar, sondern einfach eine Geschichte mit vielen Menschen die blöde Fehler begehen, Probleme haben und überhaupt die Erkenntnis: Man sollte kriminelle Ideen wohl eher nicht in einer größeren Gruppe umsetzen, denn da kann an jeder Ecke etwas schiefgehen. Der Autor wirft hier auch einige moralische Fragen auf, ich habe an mehreren Stellen gedacht: „Was hätte ich da jetzt gemacht?“.

    Fazit

    Ich vergebe gute 4 von 5 Sternen und werde mit Sicherheit ein weiteres Buch von Eric Berg lesen, der mich besonders mit der Schreibweise und dem Plot überzeugt hat. Die Schattenbucht ist das dritte Buch von Eric Berg, es scheint sich nicht um eine Reihe zu handeln und kann ohne Vorkenntnisse als ganze Geschichte gelesen werden. Ich empfehle es vor allem Fans von Kriminalromanen und Psychothrillern, kann es auf Grund der moralischen Fragestellungen und der vielen liebevoll gestalteten Charaktere aber auch einem Großteil von Romanlesern empfehlen, wenn das Thema denn Interesse weckt.

    Wenn dir diese Rezension gefallen hat, schau doch mal auf meinem Blog vorbei: www.dietipperin.wordpress.com –ich freue mich immer über Besuch!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    bieberbrudas avatar
    Auf meinem Blog verlose ich ein Exemplars des neuen Krimis von Eric Berg: Die Schattenbucht.

    Um teilzunehmen, müsst ihr unter diesem Link eure Daten eingeben:
    http://bieberbruda.blogspot.de/2016/02/verlosung-die-schattenbucht.html

    Übrigens: Leser meines Blogs haben doppelte Chancen auf den Gewinn!

    Ich wünsche euch viel Glück! :)
    bieberbrudas avatar
    Letzter Beitrag von  bieberbrudavor 3 Jahren
    Das Buch geht an: Stefan! Viel Spaß damit :)
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