Eric Corbeyran , Grun Metronom

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Inhaltsangabe zu „Metronom“ von Eric Corbeyran

'Es war einmal ein König, der mithilfe eines Metronoms die Zeit beliebig kontrollieren und so seine Herrschaft ewig weiterführen konnte.' Dieses subversive Märchen mit seiner metaphorischen Botschaft wird eines Tages in der Post des Präsidenten entdeckt und sorgt für gehörigen Aufruhr innerhalb der totalitären Regierung. Niemand kennt seinen Autor, doch scheint dieser zweifellos aus den Reihen jener wenigen zu stammen, die es noch wagen, das aktuelle Regime zu kritisieren und eine Gefängnisstrafe zu riskieren. Zu jenen Leuten zählen auch Floreal Linman, ein anarchistischer Journalist bei der Vox Populi, und Lynn, eine junge Frau, die versucht, das myste-riöse Verschwinden ihres Mannes zu ergründen, der einige Wochen zuvor zu einer Weltraummission aufbrach. Eine Wahrheitssuche, die sich schnell als verzweifelter und ungleicher Kampf gegen ein diktatorisches Regime offenbart.

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  • Der Splitter Verlag tickt richtig - "Metronom" ist Science Fiction für Anspruchsvolle

    Metronom
    Kulturspion

    Kulturspion

    13. September 2014 um 00:25

    Seit Star Wars sind gigantische Raumschiffschlachten das Mass der Dinge, will man einen Science-Fiction-Fan ins Schwärmen bringen. Doch die Erzählkunst mit spekulativen Zukunftsszenarien kann weit mehr bieten als das Transponieren alter Cowboy-Geschichten in eine ausserirdische Umgebung ausgestattet mit futuristischem High Tech-Spielzeug. Pessimistische Visionen der zukünftigen Menschheitsgeschichte treffen oft einen Nerv und erzählen gerade so viel über den Zustand des Hier und Jetzt als über das fantasierte Futurum. Die Comic-Serie Metronom bietet eine solche Science-Fiction-Geschichte. Angesiedelt in einem totalitären Gesellschaftssystem, das sich aber demokratisch nennt, entfalten sich zwei Handlungsstränge.  Da ist zum einen Lynn, die unnachgiebig nach dem Verbleib ihres Mannes forscht und doch nur gegen Wälle aus Lüge und Desinformation anrennt. Ihr Mann ist von einer Müllsäuberungskation in den weiten des Alls nicht mehr zurückgekehrt und die Regierung verweigert jegliche Auskünfte. Was wird hier vertuscht?  Zum anderen ist da der ranghohe Kommissar, ein Karrierist, unnachgiebig, regierungstreu, wendig im Denken, eisern in der Ausführung. Von höchster Stelle erhält der den Auftrag, den jüngsten Versuchen einer rebellischen Geheimorganisation nachzugehen. Mit illustrierten Geschichtsbüchern wollen diese eine Revolution anzetteln. Lächerlich, in den Augen der Machthabenden. Und dennoch ist man entschlossen und ängstlich genug, das Übel im Keim zu ersticken.  Der soeben erschienene vierte Band in der Serie „Psychovirus“ spannt den Handlungsbogen geschickt zurück an den Anfang, „Nulltoleranz“, knüpft an die Ausgangslage im ersten Band an und fächert mit einer Rückblende in die Anfänge des Regimes eine weitere Ebene auf. Die Komplexität dieses feinnervig konzipierten Comics macht einen Teil seiner Faszination aus. Den anderen, und beileibe nicht den geringeren Teil steuert die filigrane Zeichenkunst des Comic-Künstler Grun (das ist Ludovic Dubois) bei. Seine detailverliebte, äusserst klare und ruhige Strichführung führt den Blick des Lesers mit einer Präzision, die einem Dirigent bei der Leitung eines Orchesters gleichkommt. Keine Hektik, keine unnötigen Nebenschauplätze, keine peinlichen Effekte oder unnötigen Grafikexperimente. Dafür ein ehrlicher, geradliniger, ökonomischer, aber niemals sparsamer Zeichenstil, der schon auf den ersten Blick überzeugt. Die Farben sind stellenweise überraschend, aber immer angenehm, gedämpft, stimmig, niemals grell oder überreizt. Eine perfekte Lektüre. Der Splitter Verlag hat hier erneut bewiesen, dass er auf dem deutschsprachigen Comic-Markt mittlerweile die erste Adresse für die Bereiche Fantasy, Historische Geschichten und Science Fiction ist. Mit einer erstaunlichen Konsistenz pflückt er die Rosinen aus der enormen französischen Tartes de Bande Dessinée und serviert sie den deutschsprachigen Fans Monat für Monat auf einem Silbertablett. Zum Glück. Denn der Heisshunger der lesenden Fangemeinde reisst nicht ab und will täglich aufs Neue gestillt sein. Momentan ist das kein Problem.

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