Eric Fan , Terry Fan Der Nachtgärtner

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Inhaltsangabe zu „Der Nachtgärtner“ von Eric Fan

Willkommen im Grimlochweg, wo sich bald alles ändern wird Eines Tages entdeckt das Waisenkind William, der im grauen Grimlochweg wohnt, dass der Baum vor seinem Fenster sich über Nacht in die Skulptur einer weisen Eule verwandelt hat. Und in den folgenden Tagen erscheinen immer mehr kunstvolle Baumschnitte, aber keiner weiß, wie sie dorthin kommen. Doch eines Abends kann sich William an die Fersen eines mysteriösen Mannes heften und entdeckt so das Geheimnis des Nachtgärtners. Und während die düstere graue Welt von Grimloch immer heiterer und bunter wird, bekommt William eine neue Aufgabe …

Jeder kann durch uneigennütziges Engagement sein Umfeld verändern. Es reicht schon, wenn man mit Kleinigkeiten ein Zeichen setzt.

— EmmyL
EmmyL

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    Der Nachtgärtner
    EmmyL

    EmmyL

    03. April 2017 um 10:42

    Der Grimloch Weg ist eine graue Straße in einer tristen Vorstadtsiedlung. Die Menschen laufen mit gebeugtem Rücken, hängenden Köpfen, jeder für sich. Vorgärten, Häuser und Straße sind ungepflegt. Eine deprimierende Stimmung liegt wie drückender Nebel auf dem farblosen Vorstadtviertel. Eines Nachts beginnt eine wundervolle Veränderung. Ein Gärtner hat über Nacht mit seiner Gartenkunst Fantasie und Farbe in das Viertel gebracht. Im Waisenhaus am Ende der Straße wohnt William. Er wartet gespannt Nacht für Nacht auf ein neues Kunstwerk und beobachtet, wie Farbe und Lebensfreude Einzug in die Straße halten. Die bezaubernde Geschichte wird durch sehr detaillierte, realistische, am Computer kolorierte Zeichnungen illustriert. Sie sind doppelseitig bzw. einseitig vollflächig oder bestehen aus erzählend angeordneten Einzelbildern. Ein sparsamer Text begleitet die Bilder und integriert sich harmonisch. Er ergänzt die Illustrationen mit Gedanken in kurzen Sätzen ohne zu langweilen. Die Zeichnungen sind sehr empathisch. Sie zeigen, dass in der Ruhe die Kraft für Veränderungen zu finden ist. Dabei fokussieren sie das Wesentliche, so dass der Betrachter nicht überfordert ist. Atmosphärisch dicht entführen sie in die 50er Jahre. Ruhige warme Braun-, Blau- und Grüntöne verströmen den Charme einer längst vergangenen Zeit. Eigentlich könnten die ausdrucksstarken Bilder vollständig auf einen Text verzichten, denn sie zeigen viel mehr als Worte erfassen können. Nach dem ersten Vorlesen erzählen die Kinder die Geschichte am liebsten selbst. Jede Interpretation ist anders. Es macht Spaß, stiller Zuhörer zu sein. In dieser wundervollen Geschichte ist ein sehr interessanter Gedanke versteckt. Kann gemeinnütziges, bürgerschaftliches Engagement eines Einzelnen Umwelt und Mitmenschen verändern? In der Geschichte beeinflussen die fantastischen Kunstwerke das Leben der Menschen. Die Bewohner öffnen sich für ihre Umwelt indem sie innehalten, mit ihren Nachtbarn schwatzen, spontane Straßenfeste feiern und im Park spazieren gehen. Neben der einzigartigen Gartenkunst sehen die verwahrlosten Häuser sehr unästhetisch aus. Aufgerüttelt durch den krassen Gegensatz beginnen die Menschen ihre Häuser zu streichen sowie Dächer, Zäune und Vorgärten zu sanieren. Mit seiner Arbeit hat der der Gärtner Veränderungen in Gang gesetzt, die sich auch nach seinem Weggang fortsetzen. Er hat die Menschen verwandelt und damit den gesamten Stadtteil in ein freundliches, buntes, belebtes Viertel. Der von ihm ausgesäte Samen, beginnt in William Früchte zu tragen, denn der Junge beginnt ebenfalls kleine Kunstwerke zu erschaffen. Jeder kann durch uneigennütziges Engagement sein Umfeld verändern. Manchmal reicht es schon, wenn man mit Kleinigkeiten ein Zeichen setzt. Der Nachtgärtner verändert Menschen und Umfeld indem er kreativ und fantasievoll Bäume und Hecken gestaltet. Durch seine Arbeit animiert er die Menschen dazu ihre Umgebung wahrzunehmen und sich an den Veränderungen zu beteiligen. Die detaillierten, romantischen Illustrationen passen für mich sehr gut zu der etwas überspitzen, harmonischen Utopie, denn sie verdeutlichen die Veränderungen. Für das Buch wurde A4 Hochformat gewählt. Die Seiten bestehen aus einem etwas stärkeren Papier. Vorschulkinder können selbständig blättern und die Geschichte für sich erschließen. Auf dem passenden Cover betrachtet William im Mondschein einen als Eule verschnittenen Baum. Das Buch eignet sich wegen der großen überschaubaren Illustrationen auch für den Vortrag vor einer Kindergruppe. Ich habe das Buch den Schülern der 9. Klasse in Philosophie vorgestellt. Es bildete die Grundlage für sehr lange und intensive Diskussionen, ob uneigennütziges Engagement tatsächlich zu Änderungen führen kann oder ob es sich nur um eine romantische Utopie handelt. Dieses Werk ist für jeden Bücherschrank eine Bereicherung und für Visionäre eine Offenbarung.

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