Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit

von Eric Karpeles und Marcel Proust
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Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit
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Wie Sterne aus der Verlorenen Zeit senden uns die Gemälde ihr strahlendes Licht.

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Inhaltsangabe zu "Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit"

Kaum ein Autor hat Gemälde so vollendet als erzählerisches Mittel einzusetzen gewusst wie Marcel Proust. In seinem Roman ›Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit‹ zeichnet er seine Figuren anhand von Bildern der europäischen Kunstgeschichte. Eric Karpeles macht diese enge Beziehung von Malerei und Literatur auf intelligente wie unterhaltsame Weise sichtbar. Er verbindet Botticellis Engel, Manets Kurtisanen, Mantegnas Krieger, Monets Seerosen oder Piranesis Veduten mit den entsprechenden Schilderungen im Roman und eröffnet so selbst dem erfahrenen Proustianer einen neuen Blick auf diesen großen Autor.
Mehr als 200 hervorragende Reproduktionen werden von Zitaten kommentiert. Ein erhellender Essay, der die Paarungen aus Zitat und Abbildung begleitet, amüsante Erläuterungen und ein Register aller Maler und Gemälde machen diesen Band zu einem außergewöhnlichen Handbuch.

– Der Erfolgsband zu Prousts Bilderwelt jetzt als Klappenbroschur
– Alle im Roman erwähnten Bilder in einem Band
– Hochwertige Reproduktionen

Link: www.erickarpeles.com

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783832199074
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:DuMont Buchverlag
Erscheinungsdatum:15.03.2016

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    GillGartenstadtvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Wie Sterne aus der Verlorenen Zeit senden uns die Gemälde ihr strahlendes Licht.
    Wie Sterne aus der Verlorenen Zeit

    Als ich begann die Verlorene Zeit zu suchen und im ersten Band, Unterwegs zu Swann, in die Beschreibung einer französischen Landschaft eintauchte, hatte ich plötzlich die Seerosenbilder von Claude Monet in ihrer schillernden Klarheit vor Augen. Es berührte mich sehr, als ich im Anhang las, dass sich Marcel Proust genau an dieser Stelle (Seite 248, Taschenbuchausgabe Suhrkamp) tatsächlich auf Monets Nymphéas bezieht, die ich 2004 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin gesehen habe.
    Als fleißige Fußnotenleserin spürte ich noch mehr Gemälde in Prousts Romanwelt auf und suchte sie mir im Internet zusammen oder besuchte das Mauritshuis in den Haag, um das kleine gelbe Mauerstück in Vermeers Ansicht von Delft zu suchen.
    Welch ein Genuss, nun viele dieser Meisterwerke europäischer Malerei im Druck betrachten zu dürfen und mit ihnen Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit erneut zu erleben. Wie Sterne aus der Verlorenen Zeit senden uns die Gemälde ihr strahlendes Licht! Jedes Gemälde ist mit einer kurzen zeitlichen Zuordnung im Roman und der jeweiligen prägnanten Textstelle abgebildet. Weitere interessante Informationen über die Bilder und ihre Bedeutung für Proust finden sich im Anhang, die sollte man sich trotz der leider winzigen Schrift nicht entgehen lassen!
    Dank Eric Karpeles lässt sich eine ganz besondere Dimension in Prousts Werk vertiefen; die der Kunst. Figuren, Gesichter, Kleidung, Landschaften und Stimmungen ausgewählter Gemälde flicht er geschickt in seinen Roman, was sooft mit Witz gschieht. Zum Beispiel beschreibt er den Anzug einer fiktiven Figur, die des Monsieur de Charlus, mit dem Portrait seiner realen Vorlage, gemalt von James Abbot McNeill Whistler. Arrangement in Schwarz und Gold: Graf Robert Montesquiou-Fezensac, 1891/92 (Seite 199 im vorliegenden Bildband). Jedoch zitiert Proust nicht einfach nur dieses Bild, sondern setzt noch eine Winzigkeit, einen roten Farbtupfer, hinzu: das Kreuz des Malteserordens. Es ist ein wenig so, als würde er einem Bild einen Bart aufmalen. Mit seiner Romanfigur, dem Maler Elstir (Anagramm für Whistler), schwingt Proust sogar selber den Pinsel. Diese Kreationen hätte ich auch ganz gerne noch in diesem Bildband wiedergefunden:)

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