Eric Karpeles , Marcel Proust Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit

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Inhaltsangabe zu „Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit“ von Eric Karpeles

Kaum ein Autor hat Gemälde so vollendet als erzählerisches Mittel einzusetzen gewusst wie Marcel Proust. In seinem Roman ›Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit‹ zeichnet er seine Figuren anhand von Bildern der europäischen Kunstgeschichte. Eric Karpeles macht diese enge Beziehung von Malerei und Literatur auf intelligente wie unterhaltsame Weise sichtbar. Er verbindet Botticellis Engel, Manets Kurtisanen, Mantegnas Krieger, Monets Seerosen oder Piranesis Veduten mit den entsprechenden Schilderungen im Roman und eröffnet so selbst dem erfahrenen Proustianer einen neuen Blick auf diesen großen Autor.
Mehr als 200 hervorragende Reproduktionen werden von Zitaten kommentiert. Ein erhellender Essay, der die Paarungen aus Zitat und Abbildung begleitet, amüsante Erläuterungen und ein Register aller Maler und Gemälde machen diesen Band zu einem außergewöhnlichen Handbuch.

– Der Erfolgsband zu Prousts Bilderwelt jetzt als Klappenbroschur
– Alle im Roman erwähnten Bilder in einem Band
– Hochwertige Reproduktionen

Link: www.erickarpeles.com

Wie Sterne aus der Verlorenen Zeit senden uns die Gemälde ihr strahlendes Licht.

— GillGartenstadt

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    Marcel Proust und die Gemälde aus der Verlorenen Zeit

    GillGartenstadt

    15. January 2018 um 10:00

    Als ich mich auf die Suche nach der Verlorenen Zeit begab und im ersten Band, Unterwegs zu Swann, in die Beschreibung einer französischen Landschaft eintauchte und dabei die Seerosenbilder von Claude Monet, die ich 2004 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin als Leihgabe des MoMa sehen durfte, in ihrer schillernden Klarheit vor Augen hatte, berührte es mich sehr, als ich im Anhang las, dass sich Marcel Proust genau an dieser Stelle (Seite 248, Taschenbuchausgabe Suhrkamp) tatsächlich auf Monets Nymphéas bezieht.Als fleißige Fußnotenleserin spürte ich noch viele weitere Gemälde in Prousts Romanwelt auf und suchte sie mir im Internet zusammen oder besuchte das Mauritshuis in den Haag, um das kleine gelbe Mauerstück in Vermeers Ansicht von Delft zu suchen.Welch ein Genuss, nun endlich viele dieser Meisterwerke europäischer Malerei im Druck betrachten zu dürfen und mit ihnen Auf der Suche nach der Verlorenen Zeit erneut zu durchleben. Wie Sterne aus der Verlorenen Zeit senden uns die Gemälde ihr strahlendes Licht. Jedes Gemälde ist mit einer kurzen zeitlichen Zuordnung im Roman und der jeweiligen prägnanten Textstelle abgebildet. Weitere interessante Informationen über die Bilder und ihre Bedeutung für Proust finden sich im Anhang, die sollte man sich trotz der leider winzigen Schrift nicht entgehen lassen! Dank Eric Karpeles lässt sich eine sehr besondere Dimension in Prousts Werk vertiefen, die der Kunst. Figuren, Gesichter, Kleidung, Landschaften, Stimmungen, flicht er geschickt in seinen Roman, was sooft sehr humorvoll geschieht. Zum Beispiel beschreibt er den Anzug einer fiktiven Figur, die des Monsieur de Charlus, mit dem Portrait seiner realen Vorlage von James Abbot McNeill Whistler, Arrangement in Schwarz und Gold: Graf Robert Montesquiou-Fezensac, 1891/92. (Seite 199 im vorliegenden Bildband) Jedoch zitiert Proust nicht einfach nur dieses Bild, sondern setzt noch eine Winzigkeit, einen roten Farbtupfer, nämlich das Kreuz des Malteserordens, hinzu. Es ist ein wenig so, als würde er mit Witz einem Bild einen Bart aufmalen. Mit seiner Romanfigur, dem Maler Elstir (Anagramm für Whistler), schwingt Proust sogar selber den Pinsel, diese Kreationen hätte ich auch ganz gerne noch in diesem Bildband wiedergefunden:)

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