Eric Lindstrom

 4.4 Sterne bei 87 Bewertungen
Autor von Wie ich dich sehe, Not If I See You First und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Eric Lindstrom

Eric Lindstrom hat viele Jahre als Game Designer, Art Director und Autor in der Unterhaltungsindustrie gearbeitet und wurde dann Vor- und Grundschullehrer. Er lebt mit seiner Frau und mehreren Katzen an der Westküste der USA. Mehr unter www.ericlindstrombooks.com.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Eric Lindstrom

Cover des Buches Wie ich dich sehe (ISBN: 9783551583475)

Wie ich dich sehe

 (84)
Erschienen am 25.11.2016
Cover des Buches Not If I See You First (ISBN: 9780008146306)

Not If I See You First

 (2)
Erschienen am 31.12.2015
Cover des Buches A Tragic Kind of Wonderful (ISBN: 9780008147501)

A Tragic Kind of Wonderful

 (1)
Erschienen am 04.05.2017

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Rezension zu "Wie ich dich sehe" von Eric Lindstrom

Wie ich es sehe
Elli_Beevor 18 Tagen

BUCHBESCHREIBUNG
Parker ist blind und hat mit einem Schicksalsschlag nach dem anderen zu kämpfen, was sie aber nicht davon abhält so zu leben, wie sie es für richtig hält. Mit (selbst)ironischem Humor und eisernem Willen schlägt sie sich durch die High-School-Zeit, auch wenn sie sich eingestehen muss, dass sie ohne ihren besten Freund Scott da durch muss …

CHARAKTERE
Das Jugendbuch ist aus Parkers Perspektive geschrieben, in der Ich-Form, was es einfach macht sich in die Geschichte hineinzuversetzen. Ihr Charakter ist speziell, aber auf eine gute Art und Weise und lässt sie sympathisch erscheinen. Ihr ist viel in ihrem Leben widerfahren und dies versucht sie durch ihren ironischen Humor auszugleichen. Dies kann auch schon mal ruppig gegenüber anderen wirken, in Wahrheit ist es jedoch nur ein Selbstschutz und ihr Umgang mit dem Leben. Auch an Selbstironie spart sie nicht, so trägt sie täglich eine Augenbinde, um ihren Zustand noch einmal zu verdeutlichen, zusätzlich befinden sich Blinden-Witze-Buttons in auf ihrer Army-Jacke. Auch vom Laufen hält sie niemand ab, sie meistert dadurch etwas, das für andere undenkbar erscheint. Es gibt aber auch Situationen, in denen sie schwach wird. Diese Verletzbarkeit wird vor allem dann sichtbar, wenn es um Freundschaft und Vertrauen geht. Alles in allem ist Paker eine undenkbar starke, junge Frau, die man rasch in sein Herz schließt.

Aber auch ihre Freunde werden sehr liebenswert beschrieben. Sowohl Molly, die neu an ihrer Seite ist, da sie ihr neuer Buddy ist und Parker täglich durch den Schulalltag begleitet, als auch Sarah, Parkers beste Freundin, mit der sie in der Mittagsstunde Beratungsstunde für alle Schüler der High School anbietet und mit der sie jeden Abend telefoniert. Sarahs Augen helfen Parker den Schultag noch einmal aus einer anderen Perspektive Revue passieren zu lassen. Und dann wäre da noch Faith, Parkers alte Freundin, die eigentlich nicht mehr richtig zum Freundeskreis dazugehört. Ebenso wie Scott, der plötzlich durch eine Zusammenführung der Schulen wieder bei ihr im Klassenraum sitzt. Scott, der einst unersetzlich gewesen ist.

Das Buch beginnt mit einem weiteren Schicksalsschlag für Parker: dem Tod ihres geliebten Vaters, über den sie nicht wirklich reden kann. Ihre Mutter hat sie bereits mit ihrem Augenlicht bei einem Unfall in ihrer Kindheit verloren. Seitdem sind ihr Vater und sie allein gewesen, bis er tot aufgrund von einer Überdosis Medikamente aufgefunden wird. Plötzlich wohnen ihre Tante und deren Kinder in Parkers Haus, die ihr fremd und unvertraut sind, aber die sich um Parker kümmern müssen, denn schließlich ist sie erst 16 Jahre alt und noch dazu blind …

„Und was wirst du jetzt machen?“
„Was ich immer mache.“
„Ich meine in 10 Minuten. Da wirst du hinter ihm sitzen.“
„Aber ich werde ihn nicht sehen.“

MEINE MEINUNG
Die Amazonbeschreibung verfährt meiner Meinung nach schon zu viel von dem Buch. Zudem sie sich auch in einen anderen Jungen verliebt, in einen Schuhverkäufer – Jason -, der neu an ihre Schule kommt. Auch wenn ihre Gefühle für Scott noch tief in ihrem Herzen vorhanden sind – schließlich ist er auch ihr bester Freund gewesen – will sie Jason eine Chance geben.

Das Buch bietet unglaublich viel. Es geht nicht nur um die erste Liebe, sondern auch um die Freundschaft, um den Umgang mit toten Eltern, um Parkers Blindheit, aber auch ihren Mut nicht aufzugeben und sich Dinge zu trauen, die ihr keiner zutraut.

Nicht gefallen hat mir persönlich die Szene im Einkaufscenter mit Molly Schwester. Diese ist mir zu gekünstelt und aufgesetzt. Bin aber generell kritisch bei Models und Berühmtheiten in Erzählungen.
Davon abgesehen habe ich aber Parkers Geschichte verschlungen.

„Not if I see you first“, heißt das Buch im Original. Schade, dass dies nicht so übernommen worden ist, denn diese Aussage von Parker und Scott passt hervorragend zu der Geschichte, besser als „Wie ich dich sehe“.

„Aber sicher ist das was.“ Er drückt behutsam zu. „In jedem Menschen steckt etwas, von dem du nichts weißt. Aber dass du nichts davon weißt, heißt nicht, dass es ein Geheimnis ist, sondern nur, dass du noch nicht davon weißt.“ Er lässt meine Hand wieder los. „Und das ist gut so. Sonst hätten Menschen keinen Grund, miteinander zu sprechen.“

FAZIT
Ich habe mich mit Parker sehr wohl gefühlt, ihre Art Humor trifft genau den meinigen. Zusätzlich bin ich ein großer Fan ihrer Schlagfertigkeit und ihres Durchsetzungsvermögens. Eric Lindstrom hat es außerdem geschafft, einen durchaus authentischen Frauencharakter mit einem unglaublich sympathischen Freundeskreis zu kreieren. Gerne mehr! Sowohl von Parker, als auch von Eric …

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Rezension zu "Wie ich dich sehe" von Eric Lindstrom

Trauer, Familie & Freunde
NiWavor 3 Monaten

Parker ist blind. Dennoch unterscheidet sie sich dadurch kaum von Gleichaltrigen, sondern besteht darauf, normal behandelt zu werden. Schwieriger ist, dass das Schicksal dem blinden Mädchen wuchtige Felsen mitten auf den Lebensweg knallt.

Abgesehen von ihrem Handicap ist sie nun eine Waise. Ihre Mutter verunglückte vor Jahren bei einem Autounfall und ihr Vater ist vor wenigen Monaten gestorben. Daher hat sich das toughe Mädchen ein Belohnungssystem ausgedacht: Für jeden Tag, an dem sie nicht weint, bekommt sie ein goldenes Sternchen. 

Im Mittelpunkt steht Parkers zerrüttetes Leben, das von ihr in Anbetracht der Umstände gut gemeistert wird. Zwar ist ihr Handicap zentral, doch sie zeigt rasch, dass sie nicht auf die Blindheit reduziert werden will. Sie lässt sich keine Grenzen setzen, und trainiert unter anderem für das Laufteam ihrer Highschool. Frei nach dem Motto: Meine Augen funktionieren nicht, doch mit den Beinen ist alles in Ordnung.

Angesiedelt ist dieser Jugend-Roman im üblichen Highschool-Setting. Das Cinderella-Prinzip wird teilweise angewandt, indem Parker Erfahrungen mit Jungs und der ersten Liebe macht. Dabei spart Eric Lindstrom die üblichen Klischees nicht aus. Es treten die wohlbekannten Rowdies genauso wie die besten Freundinnen bei der obligatorischen Shopping Tour an. 

Im Vordergrund stehen - neben Parkers Handicap und dem Bedürfnis als vollständiger Mensch zu gelten - Familie, Freundschaft, Trauer und Liebe. Die Situation ist für Parkers Angehörige neu, ungewohnt und herausfordernd. Ihre Tante und ihr Onkel kümmern sich um das Mädchen so gut es geht, aber man merkt, dass sich alle Beteiligten gegenseitig erst beschnuppern müssen. Dabei sind Freundschaften für das Mädchen zentral, weil sie dadurch die unterdrückte Trauer um ihren Vater und das gewohnte Leben verarbeitet. 

Interessant finde ich, dass Parker sportlich aktiv ist. Sie lässt sich von ihrer Blindheit nicht abhalten, und hat eigene Mittel und Wege gefunden, um trotzdem unabhängig zu trainieren. Dadurch zeigt sich, dass man sich oft nur zu helfen wissen sowie Mut beweisen muss. Allerdings hat sie eine eigensinnige Seite, die sie gegenüber von Freunden und Verwandten starrsinnig agieren lässt. Das zeigt sich vor allem in ihrer ruppigen Art, die andere Menschen häufig vor den Kopf stößt.

Insgesamt fand ich Parkers Geschichte gut und informativ erzählt. Ich hatte mir ein bisschen mehr Originalität versprochen, und gehofft, dass es nicht dem üblichen Jugendroman-Schema über Schule, Freundschaft und Emotionen entspricht. Trotzdem mochte ich den Einblick in Parkers Leben, und habe eine richtig toughes - wenn auch barsches - Mädchen kennengelernt. 

Meiner Meinung nach ist „Wie ich dich sehe“ ein solider Jugendroman, der zeigt, dass Menschen in schwierigen Situationen das beste aus sich herausholen können, wenn sie die nötige Unterstützung von ihrem Umfeld haben

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Rezension zu "Wie ich dich sehe" von Eric Lindstrom

Sensibel, romantisch, witzig mit einer großen Portion Sarkasmus
EmmyLvor 5 Monaten

Bei einem schweren Verkehrsunfall verlor Parker nicht nur ihre Mutter, sondern auch ihr Augenlicht. Gemeinsam mit ihrem Vater hat sie sich trotz Blindheit Stück für Stück die Welt zurückerobert und hart an ihrer Selbständigkeit gearbeitet. Dann stirbt ihr Vater und das Leben nimmt eine erneute Wendung. Um Parker weiter zu betreuen, zieht ihre Tante mit Familie in das Haus ein. Für Parker, die Ruhe und Selbständigkeit gewohnt ist, bedeutet dies ein weiterer tiefer Einschnitt in ihr Leben. Genau wie in der Schule hält sie auch zu Hause fast alle schroff und unfreundlich von sich fern. 

Am ersten Schultag nach den Ferien kommen viele neue Schüler durch eine Schulzusammenführung an ihre Schule. Einer der Neuzugänge ist Scott. Mit dreizehn war Parker grenzenlos in Scott verliebt bis dieser eine ihrer wichtigsten Regeln verletzte und sie vor anderen bloßstellte. Obwohl Parker mit Scott nichts mehr zu tun haben möchte, gelingt es diesem ihre Abwehr zu unterwandern. Aber kann sie ihm wirklich wieder vertrauen? Hat er sich wirklich verändert?

Parker erzählt ihre Geschichte in der Ich-Form im Präsens. Manche Kapitel enthalten lange kursivgedruckte Textteile. Dort spricht Parker in einem inneren Monolog mit Ihrem Vater. Sie fragt um Rat, resümiert den Tag oder versucht Klarheit in ihre Gedanken zu bringen.

Der Roman ist eine wundervolle, interessante und romantische Liebesgeschichte. Durch den leichten, lockeren Schreibstil verliert man sich beim Lesen schnell zwischen den Zeilen. Die Dialoge sind durchweg dynamisch und witzig. Mit ihren sarkastischen Kommentaren sowie ihrer schroffen, direkten und erfrischend ehrlichen Art erobert Parker schnell die Leserherzen. Alle Charaktere werden mit ausreichender tiefe, leidenschaftlich und faszinierend beschrieben. 

Das Buch ist für Romantik liebende Leserinnen ab 14 sehr zu empfehlen.

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