Eric Walz Die Giftmeisterin

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Inhaltsangabe zu „Die Giftmeisterin“ von Eric Walz

Aachen kann sehr kalt sein … und mörderisch! »Aachen, am Heiligen Abend im Jahr 799. Dies ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft: zwischen mir, der Gräfin Ermengard, und der Fremden Fionee, die von allen gemieden wird, und von der ich mittlerweile weiß, dass sie eine Giftmeisterin ist. Und es ist die Geschichte eines Verbrechens. Ich sollte besser sagen zweier Verbrechen: des einen, das ich aufgeklärt habe, und des anderen, das ich beging …« Der Tod geht um am Hof Karls des Großen und eine ungewöhnliche Frau beginnt zu ermitteln … Eine ungewöhnliche Ermittlerin zwischen Hofzeremoniell und Frauenhaus!

Fazit: Ein hervorragender historischer Krimi, der sehr realistisch ein Bild des Mittelalters zeichnet und mit einer komplexen und fesselnden Geschichte aufwarten kann.

— Bellexr

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  • Rezension zu "Die Giftmeisterin" von Eric Walz

    Die Giftmeisterin

    Bellexr

    13. April 2011 um 19:20

    Mein zweites Ich . Man schreibt das Jahr 799 nach Christus. Aachen ist noch ein Hüttendorf und die Pfalz von König Karl befindet sich mitten im Aufbau. Kurz vor Weihnachten entdeckt die Pfalzgräfin Ermengard bei einem abendlichen Spaziergang eine Leiche. Ihr Mann, der Pfalzgraf Arnulf, wird von Karl, der sich zurzeit ebenfalls in Aachen aufhält, mit den Ermittlungen betraut. Für Arnulf steht der Mörder schnell fest, doch Ermengard mag an die einfache Lösung nicht glauben und fängt an, Fragen zu stellen. Hierbei entdeckt sie einige Ungereimtheiten und es soll auch nicht bei dem einen Mord bleiben. . Eric Walz lässt seine Protagonistin Ermengard selbst ihre Geschichte erzählen. So schreibt sie in einer Nacht die ganzen Geschehnisse der vergangenen 2 Wochen als eine Art Bericht auf, wobei sie hierbei aber auch nicht auf wörtliche Rede verzichtet und die Geschichte dadurch sehr lebendig und authentisch wirkt. Und so erhält man auch einen hervorragenden Einblick in das damalige Leben, besonders was die Rechte, Pflichten und Aufgaben der adligen Frauen auf der Pfalz betreffen. Und da dies ein sehr eintöniges Leben war, kann man auch gut verstehen, dass für Ermengard die Nachforschungen für sie eine willkommene Abwechslung ist. . Immer wieder schiebt Ermengard auch Rückblenden mit ein, so bekommt man einen guten Einblick über das beschwerliche Leben an der Seite König Karls während der immer wiederkehrenden Kriege gegen die Sachsen kennen, erfährt etwas über die Hintergründe des Blutgerichts und lernt auch einige Erlebnisse aus ihrer Ehe und ihre grenzenlose Liebe zu ihrem Mann Arnulf kennen. Und diese Einschübe helfen auch, ihr Handeln im Lauf der Geschichte zu verstehen. . Die Handlung nimmt im Lauf von Ermengards Erzählungen immer wieder überraschende Wendungen an und ist sehr komplex angelegt. Eric Walz‘ Sprache ist sehr bildhaft, er lässt praktisch vor dem inneren Auge das Mittelalter aus Sicht einer Adligen entstehen. Die Stimmung des Buches ist eher etwas gedrückt, düster und nachdenklich angelegt, allerdings ist dies einmal der Jahreszeit wie auch den Hintergründen der Geschichte geschuldet, da Ermengard alle Mordopfer persönlich kannte und auch selbst bald um ihre eigene Sicherheit fürchten muss. Hinzu kommt, dass sie bei ihren Nachforschungen einige Entdeckungen macht, die sie im Nachhinein lieber nicht hätte wissen wollen. Und somit gibt das Buch die Stimmung von Ermengard wieder und ist dadurch absolut passend, überzeugend und atmosphärisch dicht umgesetzt. . Ihre Nachforschungen führen Ermengard irgendwann auch in die Hütte von Fionee. Diese seltsame Frau hat fast übersinnliche Kräfte, scheint immer die Gedanken von Ermengard lesen zu können und mit der Zeit vertraut ihr Ermengard blind. Fionee bezeichnet sich selbst als Engelmacherin, Giftmischerin und Heilerin, wirkt überaus rätselhaft und sagt generell immer die Wahrheit. Ermengard dagegen fühlt sich in ihrer Aufgabe als Pfalzgräfin nicht ausgelastet, die Beziehung von Arnulf zu seiner Konkubine Emma belastet sie stark, auch wenn sie es nach außen kaum zeigt. Sie leidet unter ihrer Kinderlosigkeit und schenkt ihre ganze Liebe ihrer Nichte Gerlindis. Sie analysiert sehr kritisch das Königspaar, vor allem das Verhalten Karls gegenüber seinen Töchtern, wie auch ihren Mitbewohnern auf der Pfalz. Nur sich selbst belügt sie wohlwissend immer wieder bei ihren Gefühlen, bis ihr Fionee den Spiegel vorhält. So ausgereift die Figuren Fionee und Ermengard gezeichnet sind, so ausgeprägt sind auch alle anderen Charaktere beschrieben und überzeugen alle durchweg. . Fazit: Ein hervorragender historischer Krimi, der sehr realistisch ein Bild des Mittelalters zeichnet und mit einer komplexen und fesselnden Geschichte aufwarten kann.

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  • Rezension zu "Die Giftmeisterin" von Eric Walz

    Die Giftmeisterin

    Ninni89

    19. January 2011 um 16:12

    Der Tod geht um, am Hofe Karl des Großen. Und das gleich mehrfach. Findet man zu Beginn der Geschichte direkt den ersten Toten, wird man schon bald darauf hingewiesen, dass noch mehr Leichen hinzukommen werden. Eric Walz versetzt den Leser in seinem Roman in das mittelalterliche Aachen, das zu diesem Zeitpunkt noch ein kleines Dorf aus Holzhütten ist, doch großes soll hier entstehen. Karl, König über die Franken plant diesen Ort zum Mittelpunkt seines Imperiums zu machen. Ein Leuchtfeuer soll es werden für das Reich, das er beherrscht. Zu dieser Zeit lebt auch Ermengard mit ihrem Mann Arnulf in Aachen. Sie sind Graf und Gräfin der Pfalz von Aachen und somit direkt dem König unterstellt. Als Ermengard über die erste Leiche, Hugo den Sohn des Sehneschalls, stolpert, werden sie und ihr Mann automatisch in die Ermittlungen involviert. Und ganz plötzlich entwickelt sich in der sittsamen, kinderlosen Frau ein ungesunder Drang den Mord aufzuklären, der vorgefallen ist. So gerät sie auch an die geheimnisvolle Fionee, die sich selbst als „Glücklichmacherin“ bezeichnet. Bald erfährt Fionee vom Unglück der Gräfin, die kein gesundes Kind auf die Welt bringen kann und dazu mit der Konkubine ihres Mannes um dessen Gunst buhlen muss. Ganz plötzlich offenbart sie Ermengard wer sie wirklich ist und wie sie ihre Kunden glücklich macht. Sie ist eine Giftmischerin. Für mich begann das Buch recht unspektakulär, da ich mich am meisten auf den Auftritt der Giftmeisterin freute, die mir lieber zu sein schien, als die ständig nörgelnde Gräfin. Doch im Laufe des Buches konnte ich auch ihre Beweggründe immer besser nachvollziehen und mich mit ihr identifizieren. Es ist erschreckend wie kühl der Mörder ist und um wen es sich bei dieser Gestalt am Ende handelt. Auch die Taten der Gräfin sind erschreckend. Wie Eric Walz in seinem Nachwort selbst sagt, hat er mit der Gräfin einen Charakter geschaffen, der zwar etwas Böses tut, aber dabei nicht abgrundtief böse ist. Der Schreibstil hat mich persönlich sehr überzeugt und mich vor allem durch den Ich-Erzähler, besonders gut in die Gräfin eintauchen lassen. Trotzdem kamen auch die anderen Charaktere nicht zu kurz, und das ist schon eine Kunst, die nicht jeder versteht. Auch im historischen Aspekt ist es durchaus gut durchdacht und überzeugend. Dass einzelne Ereignisse in der Zeit leicht versetzt wurden stört beim Lesen nur wenig und fällt nicht einmal unbedingt auf. Insgesamt ein wundervolles Stück Unterhaltung, das kein Historienfan verpassen sollte. http://licentiapoeticae.blogspot.com/2012/02/br-eric-walz-die-giftmeisterin.html

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  • Rezension zu "Die Giftmeisterin" von Eric Walz

    Die Giftmeisterin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. September 2010 um 15:14

    Aachen, kurz vor Heiligabend im Jahre 799: die Pfalzgräfin Ermengard findet mitten im Hof die Leiche des jungen Hugos. Er ist offensichtlich ermordet worden. Der Tod des jungen Offiziers ist der Auftakt einer Serie von Morden, die die Pfalz erschüttern. Der Pfalzgraf sucht nach dem Täter, um den Fall schnell abzuschließen und so die Sicherheit des Papstes sicherzustellen, der bald in Aachen erwartet wird. Doch seine Frau Ermengard glaubt nicht an die einfachen Erklärungen ihres Mannes und beginnt selbst auf eigene Faust heimliche Ermittlungen... "Die Giftmeisterin" ist mittlerweile der vierte historische Krimi von Eric Walz und ist meiner Meinung nach bis jetzt sein bester. Der Roman besticht in diesem Fall vor allem durch seine Erzählperspektive: Ermengard erzählt ihre Geschichte auch der Ich-Perspektive und der Leser begleitet sie, wie sie die Ereignisse der letzten Tage zu Papier bringt. Man kommt Ermengard so sehr nah, lernt sie kennen und lieben und leidet mir ihr. Die Erzählperspektive passt meiner Meinung nach in diesem Fall sehr gut und ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, dass ich die Sicht eines anderen Charakters kennen lernen möchte. Ich bin vollkommen in der Geschichte aufgegangen und Ermengard wurde fast so was wie eine Freundin für mich. Ihre Geschichte wird immer wieder von Rückblenden bzw. Erinnerungen unterbrochen, die sich schon alleine durch die Benutzung des Präsens vom Rest des Buches abheben. In diesen Erinnerungen lernt man eine junge Ermengard kennen und erlebt, wie sie sich verliebt und welche Schicksalsschläge sie durchmachen musste. Man lernt zu verstehen, wie Ermengard zu dem Menschen wurde, den man grade kennen lernt. Der Kriminalfall selbst ist fast, so möchte ich sagen, ein typischer Walz: wohldurchdacht leitet der Autor den Leser durch die Kälte Aachens und lässt ihn mit Ermengard nach dem Täter suchen. Bis zum Schluss rätselt man, wer es gewesen sein könnte und findet dennoch keinen Täter. Wenn der Täter dann am Ende gefasst und gestellt ist, traut man fast seinen Augen kaum, denn auf diesen Täter wäre man – oder zumindestens ich – nie im Leben gekommen. Der Überraschungseffekt ist ganz auf der Seite des Autors. "Die Giftmeisterin" ist ein spannender, fesselnder Roman, den ich mit großer Begeisterung gelesen habe und uneingeschränkt weiter empfehlen kann!

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  • Rezension zu "Die Giftmeisterin" von Eric Walz

    Die Giftmeisterin

    sabisteb

    13. August 2010 um 10:39

    Aachen im Jahre 799 n. Chr. Die Stadt wird von einer Mordserie erschüttert, der mehrere Menschen zum Opfer fallen. Das Motiv des Täters ist unklar und der Pfalzgraf sucht nach einer einfachen Erklärung, um den Fall möglichst schnell zu den Akten legen zu können. Seine Frau Ermengard beginnt heimlich zu ermitteln, und lernt dabei nicht nur viel über den Fall sondern vor allem über sich selber und ihre Stärken, besonders durch die Hilfe einer ungewöhnlichen Freundin, der Fremden Fionee, einer Giftmeisterin und Engelmacherin. Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich und überraschend. Zum einen ist eine Nebenperson die Titelheldin des Romans. Zum anderen schreibt hier ein Mann aus der Sicht einer Frau und das noch in Form einer Ich Erzählung. Der Autor Eric Walz ist ein echter Frauenversteher oder er hatte kluge Frauen als Beraterinnen. Ermengard ist 40 und schrecklich einsam und unglücklich ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Nicht nur, dass die Blüte ihrer Jahre rum ist, nein sie hatte auch viele Tot- und Fehlgeburten zu verkraften, und nun nimmt sich ihr Mann auch noch eine Konkubine, was sein gutes Recht ist. Dennoch liebt sie ihn und verzeiht ihm alles und versucht ihn sogar zu verstehen und zu unterstützen. Emma, die Konkubine, und Ermengard sind unterschiedlich, unterschiedlicher geht es nicht. Die eine eher durchschnittlich und die andere eine Schönheit. Die eine Ehefrau, die andere lustvolle Konkubine, die eine kinderlos die andere Mutter und erneut schwanger. Emma ist alles was Ermengard sich wünscht zu sein aber nie sein wird. Teilweise ist das Buch sehr bizarr bis und erinnert ein wenig an die Ingrid Noll Bücher. Überhaupt erinnert der Charakter der Ermengard an Frauengestallten aus den Noll Büchern, die zu Anfang oft schwach sind, langsam wachsen und dann wirklich grausam und sehr gemein Rache nehmen, ohne dabei wirklich böse zu sein. Es sind eigentlich gute Menschen, Ermengard ist ein guter Mensch, aber um sich selber zu schützen bleibt ihr keine andere Wahl als zu handeln, wie sie es eben tut und der Leser versteht es und kann ihre Motive sowohl nachvollziehen als auch verstehen. Fionee ist fast eine Psychologin. Sie liest in Ermengard wie in einem Buch, eine faszinierende Persönlichkeit. So ist es durchaus verständlich, warum das Buch nach einer Nebenperson benannt wurde. Ermengard leidet unter ihrer Situation ohne es wahrzunehmen. Sie wird andauernd von ihrem Mann gedemütigt und doch liebt sie ihn und hasst die 24jährige Emma, die nichts für ihre Situation kann. Ermengard ist eine unglaublich starke Frau und erst dabei zu entdecken, wer sie sein kann und was in ihr steckt. Etwas störend empfand ich die Einschübe mit den Erinnerungen. Diese Lösung wirkte auf mich irgendwie unrund und störend. Das hätte man einfach in den Text fließen lassen können, so wurden diese Rückblicke irgendwie teilweise zu einem Fremdkörper in der Geschichte. "Es ist gar nicht so einfach eine Untersuchung durchzuführen, wenn keiner wissen darf, was man tut." Damit reiht sich die ermittelnde Ermengard mit der ungewöhnlichen Ermittlerin Invita von Maria W. Peter ein. Ermengard ist keine gar so ungewöhnliche Heldin wie Invita, aber in diesem historischen Krimi wird der Fall doch auf eine ganz andere Art ermitteln, als man das von einem Krimi normalerweise gewohnt ist.

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  • Rezension zu "Die Giftmeisterin" von Eric Walz

    Die Giftmeisterin

    sueorange

    09. June 2010 um 16:47

    Aachen, Ende des Jahres 799: Gräfin Ermengard ist mit Arnulf verheiratet, der Hauptmann der Leibwache am Hofe Karls des Großen ist. Die Ehe ist überschattet, da sich Arnulf, wie es zu der Zeit gebräuchlich ist, eine Konkubine leistet und mit dieser auch ein Kind hat. Ermengard ist es jedoch nicht vergönnt Kinder zu bekommen und sie leidet sehr darunter. Trost findet Ermengard nur bei ihrer quirligen Nichte Gerlinde, manchmal auch bei ihrer Freundin Berta. Auch von dem verwitweten Gerold, dem Quartiermeister des Königs fühlt sie sich manchmal verstanden. Dann wird die Karlsburg von einem Verbrechen heimgesucht. Hugo, der ältere von Gerolds Söhnen wurde ermordet und dieses wenige Tage vor dem Eintreffen des Papstes. Und Ermengard stolpert förmlich über seine Leiche. Arnulf wird mit der Untersuchung des Falles betraut. Doch Ermengard beschließt selbst Fragen zu stellen und versucht ihrerseits den Mord aufzuklären, im Verborgenen. Da ihr eifriges Nachforschen jedoch nicht ganz geheim bleibt, begibt sie sich selbst in Gefahr. Was war die Motivation zu der Tat? Steckt etwas Politisches dahinter? Ermengards Suche führt sie auch in das „Frauenhaus“, in dem die Konkubinen des Königs mit ihren Töchtern wohnen. Auch macht sie die Bekanntschaft einer ungewöhnlichen Kräuterfrau, namens Fionee, die eine Giftmeisterin ist. Der Roman ist wie ein Briefroman aufgebaut und wird aus der Sicht von Ermengard erzählt. Durch Erinnerungen, bei denen Ermengard an vergangene Momente zurück denkt, wird es dem Leser ermöglicht nicht nur Ermengard näher kennen zu lernen, sondern auch einen besseren Blick auf die damalige Zeit zu erhaschen. Ein wirklich toller historischer Kriminalroman, so spannend, dass man ihn nur verschlingen kann.

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  • Rezension zu "Die Giftmeisterin" von Eric Walz

    Die Giftmeisterin

    Magda

    23. April 2010 um 21:14

    Aachen im Dezember 799. Karl der Große und sein ganzer Hof feiern die Ankunft des Papstes. Nur die Gräfin Ermengard sitzt in ihrem Zimmer und schreibt die Geschichte ihres Verbrechens nieder. Vor ein paar Tagen hat sie zufällig Hugos Leiche, den älteren Sohn von Gerald, dem Quatiermeisters des Königs, gefunden. Ihr Mann Arnulf wurde mit den Ermittlungen in diesem Mord vom König beauftragt. Doch die intelligente und einfallsreiche Ermengard entscheidet selber ein paar Nachforschungen durchzuführen und so den Mörder von Hugo zu finden. Sie stellt überall viele Fragen, besucht das Frauenhaus – das Zuhause von königlichen Töchtern und Konkubinen - und erfährt viele Details aus dem Leben vom ganzen Hof. Und auch ihr Privatleben bleibt von diesen Enthüllungen nicht verschont. In der gleichen Zeit lernt sie die geheimnisvolle Fremde namens Fionee kennen, die sich selbst eine Glücklichmacherin nennt. Dank Fionee erkennt Ermengard, wie unglücklich sie in Wirklichkeit ist und entscheidet sich ihr Schicksal in eigene Hände zu nehmen. Diese Entscheidung kommt gerade rechtzeitig: Ermengard wird nicht nur durch ihre Nachforschungen für einige Leute unbequem und sie gerät ins Lebensgefahr. Ein unterhaltsamer Roman, den der Autor selbst mehr einem Psychodrama als einem historischen Roman zuordnet. Die ganze Geschichte dreht sich vor allem um die Protagonistin Ermengard, die eine ungewöhnliche Frau und sehr starke Persönlichkeit ist. In ihrem Tagebuch hält sie ihre „Beichte“ fest, spricht offen über ihre Gefühle und verbirgt nichts vor dem Leser. Zwischendurch erinnert sie sich an die vergangenen Jahre und erzählt über die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Der Autor bedient sich hier einer flüssigen und bildlichen Sprache und man versinkt in die Geschichte. Vor allem Ermengards Erinnerungen bereichern diese Erzählung sehr: die romantische Liebesgeschichte von Arnulf und Ermengard, anschauliche Bilder vom Leben auf dem Gutshof, die dramatische Flucht vor dem Hunger, die prächtige königliche Tafel und, und, und... Dieses Buch hat mir sehr gefallen. Es hat mich von Anfang an gefesselt und der Ausgang der Geschichte hat mich sehr überrascht. Die tragische Geschichte von Ermengard wurde eindrucksvoll in die historische Kulisse eingefügt. Und mit Ermengard habe ich gelitten, gehofft und getrauert.

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  • Rezension zu "Die Giftmeisterin" von Eric Walz

    Die Giftmeisterin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. April 2010 um 13:20

    Es ist Weihnachten im Jahre 799. Gräfin Ermengard entdeckt bei einem nächtlichen Spaziergang eine Leiche, besser gesagt, sie stolpert über eben diese. Sogleich ist die Aufregung groß und Ermittlungen werden eingeleitet, die Graf Arnulf, Ermengards Mann, übernimmt. Doch die Gräfin macht sich selber auf den Weg um dieses Verbrechen aufzuklären, natürlich so, dass es keiner mitbekommt. Doch sie erfährt Dinge, die sie nie hatte erfahren wollen... Wir erleben dieses Buch quasi als Brief, denn Gräfin Ermengard schreibt die Geschehnisse nieder. Da dies logischerweise aus der Ich-Perspektive geschieht, hat man nicht nur das Gefühl es einfach zu lesen, es geht sogar so weit, dass man das Gefühl bekommt die Gräfin würde einem ihre Geschichte persönlich erzählen. Es wirkt dadurch alles sehr authentisch und man fühlt sich dem Geschehen wirklich verbunden und zugehörig, was mir sehr gut gefallen hat. Dadurch ist es auch fast unmöglich das Buch zur Seite zu legen, da man von Beginn an gefesselt wird und bis zum Ende nicht los kommt, weil man immer unbedingt wissen möchte wie es weiter geht. Auch die Geschichte selber hat mir gut gefallen. Besonders die Teile, in denen man mit der Gräfin auf Spurensuche geht empfand ich als äußerst spannend, da man dort immer wieder neues erfahren hat von dem man zuvor nie gedacht hätte, dass es sein könnte. Die Spannung baut sich kontinuierlich von Seite zu Seite auf, ohne zwischendurch auch nur ein wenig nachzulassen. Zwischenzeitlich werden einige Rückblenden (hier: Erinnerungen) eingefügt, durch die man das Leben in der damaligen Zeit noch besser erahnen kann, denn wirklich wissen wie es war kann, glaube ich, niemand. Dennoch lassen diese Erinnerungen eine Ahnung zu, da sie von zeitnahen Erinnerungen bis hin zu Kindheitstagen reichen, so dass man auch von Ermengards Leben einiges erfährt, was ansonsten verborgen geblieben wäre. Das Ende war für mich sehr überraschend. Natürlich stellt man selber auf so seine Überlegungen an, aber auf diese Lösung, wie sie sich bot, bin ich nicht gekommen. Ich hatte zwar zeitweise den Verdacht, dieser wurde jedoch mittels augenscheinlicher Beweise sofort wieder verbannt und ich habe bis zum Schluss nicht mehr darauf zurückgegriffen. Ich finde es sehr gut, dass das Ende somit nicht schon lange vorher eindeutig ist, so dass man wirklich einen Grund hat sich bis zum Ende fesseln zu lassen.

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