Eric Walz Die Sternjägerin

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Inhaltsangabe zu „Die Sternjägerin“ von Eric Walz

Sie entschied sich gegen die Liebe – und für ihre Berufung Um sich ihren Herzenswunsch zu erfüllen – der Erforschung der Sterne –, heiratet die junge Elisabeth Koopmann 1663 den bekannten Danziger Astronomen Johannes Hevelius. Doch zugleich ist sie nicht bereit, die Beziehung zu ihrem Geliebten Marek endgültig aufzugeben. Die verbotene Liebe droht ihre Familie zu zerstören, während ihr wissenschaftlicher Erfolg böswillige Neider hervorruft. Doch ihr Mut und ihre innere Stärke lassen Elisabeth nicht aufgeben – bis sie als Zeichnerin der ersten genauen Mondkarten in die Geschichte eingeht!

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  • Rezension zu "Die Sternjägerin" von Eric Walz

    Die Sternjägerin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. November 2012 um 10:07

    Keine Ahnung aus welchem Grund ich das Buch erst im zweiten Anlauf geschafft habe, vielleicht war es beim ersten Mal einfach der falsche Zeitpunkt.
    Dies ist nämlich ein wunderbar geschriebenes historisches Buch mit interessantem Hintergrund und einer tragischen Familiengeschichte.
    Sicher nicht mein letztes Buch des Autors.

  • Rezension zu "Die Sternjägerin" von Eric Walz

    Die Sternjägerin
    Bellexr

    Bellexr

    10. June 2012 um 18:39

    Die Astronomin und die Sternenburg . Im Jahre 1663 heiratet die junge Elisabeth Koopmann den älteren Astronomen und Stadtrat Johannes Hevelius. Diese Ehe wird nicht aus Liebe geschlossen, denn Elisabeth hat nur einen Traum: Sie möchte Astronomin werden und erhofft sich mit der Heirat den Weg in die Wissenschaft. Hierfür muss sie ihre große Liebe, den Soldaten Marek, aufgeben. Doch ihr Weg zu einer Wissenschaftlerin gestaltet sich schwierig. Erste Erfolge rufen Neider auf den Plan, die sich sogar in ihrer eigenen Familie finden. Ihre Liebe zu Marek ist sie nicht bereit aufzugeben und hieraus entwickeln sich ebenfalls Schwierigkeiten. Doch Elisabeth gibt nicht auf und wird die erste Frau sein, die eine exakte Mondkarte der Geschichte zeichnen wird. . Elisabeth Hevelius (1647 – 1693) war eine der ersten Astronominnen ihrer Zeit und lebte in Danzig, welches damals noch stark unter dem calvinistischen Einfluss stand. Kunst, Unterhaltung oder gar modische Kleidung verpönt und so wuchs die lebenslustige, neugierige Elisabeth in einem sehr strengen, tristen und freudlosen Elternhaus auf. . Eric Walz beginnt mit der Beschreibung ihres Lebens als Elisabeth knapp 16 Jahre alt ist und das erste Mal Interesse an Sternen und somit an dem nächtlichen Himmel zeigt. Nachts schleicht sie sich heimlich aus dem Haus, um den Sternenhimmel zu betrachten und um dort „Spazieren zu gehen“. Doch diese Freude währt nicht lange, denn ihre äußerst hinterhältige und durch und durch böse Tante Hemma erwischt sie hierbei. Da ihre Mutter nach dem Tod ihres Bruders Frans kaum noch am Familienleben teilnimmt, führt Tante Hemma das Regiment in der Familie und versteht es mittlerweile perfekt, ihren Vater gegen Elisabeth aufzubringen. . Durch seinen fesselnden, bildhaften und äußerst unterhaltsamen Schreibstil gelingt es Eric Walz problemlos, einen sofort in die Geschichte eintauchen zu lassen und schon bald liest man gebannt, mit welchen Schwierigkeiten sich Elisabeth auseinandersetzen muss, um ihr Ziel zu erreichen. So kann man auch wunderbar ihre Wut und ihren Hass gegenüber Tante Hemma nachempfinden, deren einziges Lebenselixier es zu sein scheint, andere Menschen so unglücklich wie möglich zu machen. Völlig herzlos, intrigant und hinterhältig versteht sie es geschickt, immer wieder ihre Fäden entsprechend zu ziehen und Andere gegen Elisabeth aufzuwiegeln, selbst als diese schon längst mit dem Astronomen Hevelius verheiratet ist. . Elisabeth selbst ist eine rebellische, dickköpfige junge Frau, die für ihren Traum auf ihre Liebe verzichtet, einzig und allein deswegen, weil sie Realistin ist und sie trotz ihrer jungen Jahre genau weiß, dass ihre Liebe zu Marek keine Zukunft hat. Hier handelt sie zwar durchaus berechnend, dennoch auch nachvollziehbar, da man sie wirklich als eine Besessene bezeichnen kann: Besessen von den Sternen und von der Erstellung einer Mondkarte. . Ihr aufregendes Leben in dem gefühlskalten, freudlosen Danzig, welches stark unter calvinistischem Einfluss steht und wo erst so nach und nach die schönen Künste, freieres Denken und eine farbenprächtige Mode zurückkehren, beschreibt Eric Walz äußerst abwechslungsreich und oft auch richtig spannend. Der Autor findet genau das richtige Maß, um die Astronomie nicht zu sehr in den Vordergrund zu rücken, sodass es für Leser, die sich eher nicht dafür interessieren, nie langatmig wird und gibt der Liebesgeschichte von Elisabeth und Marek genau so viel Raum, dass sie nie die Geschichte überlagert. So ist es Eric Walz perfekt gelungen, das aufregende und interessante Leben der Sternjägerin abwechslungsreich, prall und unterhaltsam zu erzählen.

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  • Rezension zu "Die Sternjägerin" von Eric Walz

    Die Sternjägerin
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    16. November 2011 um 16:22

    Mein erstes Buch von Eric Walz. In diesem historischen Roman beschäftigt sich der Autor mit dem Lebenswerk und dem Schaffen der Astronomin Elisabeth Hevelius, die im 17. Jahrhundert in Danzig lebte (1647-1693), also zu einer Zeit, in der die Wissenschaft nicht wirklich weit gediehen war, in Europa viele Unruhen herrschten und Frauen schon gleich gar nicht anerkannt waren als ernstzunehmende Wissenschaftlerinnen. Aber das Interesse am Weltraum und den Lebensräumen auf anderen Planeten war vorhanden. Erste Missionen Richtung Mond wurden geplant, u.a. wollte man Vögel abrichten, eine Art Schlitten Richtung Mond zu ziehen. In diese Zeit wird die Kaufmannstochter Elisabeth geboren, ein starkes, mutiges Mädel, die von Kindesbeinen an ein unglaubliches interesse am Himmel und den Gestirnen zeigte. Mit einem Ehrgeiz, der für Damen dieser Gesellschaft nicht üblich war, verfolgt sie anfangs recht naiv das Ziel, eine anerkannte Astronomin zu werden. Sie heiratete auch aus diesem Grund den damals bekannten Astronomen Johannes Hevelius (1662) und ist heute noch bekannt als Zeichnerin der ersten genauen Mondkarte und Herausgeberin des grössten Sternenatlas der damaligen Zeit. Eric Walz hat die wenigen Eckdaten, die überliefert sind, mit Erfahrungen anderer Astronominen des 17. Jahrhunderts gemischt, um die Atmosphäre und die Schwierigkeiten der damaligen Zeit möglichst zeitgetreu wiederzugeben und bettete die Geschichte in eine tragische Lebensgeschichte, die spannend und flüssig zu lesen ist. Auch für Leser, die an wirklichen historischen Begebenheiten nicht interessiert sind! Damit ist ihm eine tolle Mischung gelungen: Spannung, tragische Liebes- und Lebensgeschichte und historische Überlieferungen vermischt zu einem nicht geschichtslastigem Roman. Eher trivial geschrieben, keine Technik, keine schwierigen langatmigen Ausführungen der Astronomie, sondern die Menschen mit ihren Gebrechen, ihren Gefühlen und den Schwierigkeiten des damaligen Lebens stehen im Vordergrund. Elisabeth starb im Alter von 46 Jahren, da ihre Gesundheit durch die Aufenthalte im Freien an den primitiven Teleskopen auch im Winter bei eisigen Minusgraden über die Jahre zu sehr gelitten hatte. Eine grossartige Frau, ich freue mich, dass es dem Autor gelungen ist, sie uns in einem spannenden Roman in Erinnerung zu bringen und dort zu halten.

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  • Rezension zu "Die Sternjägerin" von Eric Walz

    Die Sternjägerin
    Penelope1

    Penelope1

    18. May 2011 um 08:52

    7. Jahrhundert in Danzig: Die von der Liebe zu den Sternen beseelte Elisabeth und ihre Schwester haben es nicht leicht: unter dem strengen Regiment der herrischen Tante Hemma kommt kaum Freude im Haus der Familie Koopmann auf. Und das Schicksal von Elisabeth scheint besiegelt zu sein: als jüngste Tochter hat sie nach dem Tod der Mutter den Haushalt ihres Vaters zu führen, eine Heirat ist somit ausgeschlossen. Lil, ihre ältere und schöne Schwester, freut sich dagegen bereits auf ihre Hochzeit mit dem Offizier Marek. Elisabeth's größter Wunsch ist es Astronomin zu werden, dafür unternimmt sie alles, scheut keine Mühen, mutig und beharrlich verfolgt sie ihr Ziel. Als ihr der wesentlich ältere Stadtrad und Astronom Hevelius die Ehe anbietet, glaubt sie sich ihrem Ziel näher als je zuvor. Sie heiratet, gibt dafür ihre Zukunft mit ihrem Geliebten zunächst auf. Doch der Weg ist hart, unermüdlich kämpft sie gegen die Vorurteile an, denn auch ihr Mann hält sie für eine Schwärmerin, die es nicht ernst genug mit der Wissenschaft meint, sondern sich lediglich am Sternenhimmel erfreuen will. Doch durch ihren unermüdlichen Fleiß und Ehrgeiz gelingt es ihr, ihrem Mann ein Projekt vorzulegen, dass ihn überzeugt, zusammen arbeiten sie an einer Sternenkarte, die alles überragt, was die Welt bisher über den Sternenhimmel weiß... Gleichzeitig muss sich Elisabeth jedoch in der Gesellschaft behaupten, als Frau des Stadtrates und Oberhaupt einer Brauerei obliegen ihr wichtige Aufgaben und es fällt ihr nicht immer leicht, auch diesen Aufgaben stets gerecht zu werden. Doch die Liebe zur Astronomie und ihre heimliche Beziehung zu einem anderen Mann geben ihr Kraft und Energie, nie aufzugeben, auch als das Schicksal wieder einmal hart zuschlägt... ** Ein historischer Roman über die Astronomin Elisabeth Hevelius, der es gelungen ist, sich in ihrer Zeit durch unermüdlichen Fleiß und Ehrgeiz einen Namen als "Sternjägerin" zu machen. In einer Zeit, in der es als Frau mehr als schwer war, sich in wissenschaftlichen Bereichen durchzusetzen. Sicherlich, der Großteil dieser Geschichte ist fiktiv, aber Erich Walz ist es gelungen, ein Bild von Elisabeth Hevelius zu erstellen, dass der damaligen Zeit mit all ihren Starrheiten und Vorurteilen entspricht und dass uns die Schwierigkeiten, mit denen Elisabeth Hevelius als weibliche, angehende Astronomin sicherlich zu kämpfen hatte, beeindruckend darstellt. Eisern geht sie ihren Weg, bleibt dennoch menschlich und sympathisch. Ihre innere Zerrissenheit, die sie zwischen ihren Gefühlen zu ihrem Liebhaber, ihrem Mann zur Astronomie hin- und herreißt, mit viel Gefühl wird ihre heimliche Beziehung zum Offizier Marek beschrieben, mit dem sie Korrespondenz über verschlüsselte Briefe führt. "Nachtfalter" und "Zauberin" tauschen viele Briefe aus und ihre mehr als schwierige Beziehung zu ihrer Schwester Lil und Tante Hemma spiegeln die Konflikte zwischen Gesellschaft, Religion und Wissenschaft. Auch Stadtrad Hevelius, der große Astronom seiner Zeit, mit dem Elisabeth eine Ehe eingeht, ist ein Mensch, der zwischen den Stühlen steht: einerseits seine Leidenschaft zur Astronomie, andererseits die starren Verhaltensmuster, die er nur schwer lockern, aber nicht ganz aufgeben kann und die verhindern, dass er seine wahren Gefühle gegenüber seine Frau zeigen kann. Die Charaktere werden überzeugend und glaubhaft dargestellt, es fällt leicht, sich in die Situation von Elisabeth, aber auch von Hevelius und sogar dem Liebhaber Marek hineinzuversetzen. die Historischen Fakten wurden gekonnt in die fiktive Geschichte eingebunden. Für mich ein gelungener Roman über eine große Frau der Astronomie, die ihren Weg gefunden und gegangen ist!

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