Eric Wilson , Theresa Preston OctoberBaby: Inspiriert von einer wahren Geschichte

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Inhaltsangabe zu „OctoberBaby: Inspiriert von einer wahren Geschichte“ von Eric Wilson

Eine tiefberührende Geschichte...

— Danny
Danny
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  • Eine tief berührende Geschichte über Vergebung...

    OctoberBaby: Inspiriert von einer wahren Geschichte
    Danny

    Danny

    12. March 2015 um 13:07

    „Also meine Frau sagt immer: `Mensch sein bedeutet, wunderschön unvollkommen zu sein.` (…) Das Leben ist nicht immer schwarz oder weiß. Die Dinge sind manchmal ganz schön durcheinander. Also verabscheuen Sie das Verbrechen.“ Er hielt inne. „Aber nicht den Verbrecher.“ (S.210) Hannah Dawson hatte das Glück in einer liebevollen Familie groß zu werden. Nun studiert sie in ihrer Heimatstadt in North Carolina und träumt davon, einmal eine großartige Schauspielerin zu werden. Trotz ihrer sie liebenden und umsorgenden Eltern, ihrer Freundschaft zu ihrem Jugendfreund Jason und dem Studium quälen Hannah schreckliche Träume und das gefühl begleitet sie, dass sie nicht auf diese Welt gehört. Als sie eines Tages von ihren Eltern erfährt, dass sie adoptiert wurde und sie ihre eigene Abtreibung in der 24. Schwangerschaftswoche überlebt hat, bricht für die junge Frau eine Welt zusammen. Getrieben von dem Wunsch ihre leibliche Mutter zu finden, begibt sie sich mit ihrem Freund Jason auf den Weg nach Alabama und damit auch zurück zu ihren Wurzeln... Das Buch „Octoberbaby“, welches auch verfilmt wurde, basiert auf der wahren Lebensgeschichte von Gianna Jensen, die selbst ihre eigene Abtreibung in der 30. Schwangerschaftwoche überlebte. Der christliche Hintergrund der Geschichte sollte einem klar sein, bevor man dieses Buch beginnt. Auch wenn ich selbst eine Befürworterin des Rechts auf Abtreibung bin, so hat mich diese Geschichte doch sehr berührt. Und ich fragte mich, ob es in den USA wirklich legal ist, Abtreibungen bis in ein so hohes Stadium der Schwangerschaft vornehmen zu lassen, ohne dass es einen Beweis für eine schwere Behinderung des Ungeborenen gibt? „Octoberbaby“ ist aus der Sicht verschiedener Personen geschrieben – aus der Sicht der Krankenschwester, die in der Abtreibungsklinik arbeitete, in der Hannahs leibliche Mutter die Abtreibung vornehmen lassen wollte; aus Sicht von Hannahs Vater, der Angst hat seine Tochter zu verlieren; aus Sicht von Hannah selbst und auch aus Sicht ihrer leiblichen Mutter. Diese Perspektivwechsel garantieren einen Einblick in alle Gefühlswelten der Protagonisten. Ich war zudem darüber erstaunt, wie objektiv die Geschichte versucht wurde zu erzählen. Hannahs Mutter wird nicht als Monster perse dargestellt. Natürlich ist der Grundtenor des Buches, dass Abtreibungen einen Sünde am entstehenden Leben sind. Aber dem Leser wird die Chance gegeben, die Geschichte auch vor dem Hintergrund der Lebensgeschichte von Hannahs leiblicher Mutter zu betrachten. „Octoberbaby“ ist eine Geschichte über Vergebung und ein wirklich spannendes, emotionales und zum Nachdenken anregendes Buch. Es hat mich wirklich erstaunt.

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  • Eine Frau überlebt ihre eigene Abtreibung

    OctoberBaby: Inspiriert von einer wahren Geschichte
    Sonnenblume1988

    Sonnenblume1988

    01. June 2013 um 11:59

    Octoberbaby ist die ungewöhnliche Geschichte einer jungen Frau, die ihre eigene Abtreibung überlebte: Hannah besucht das erste Semester einer Universität in North Carolina, ist Teil einer Theatergruppe und hat in Jason einen besten Freund gefunden. Doch innerlich ist sie zerrissen. Im Gespräch mit einem Arzt offenbaren ihr ihre Eltern, dass sie Hannah adoptiert haben und Hannahs biologische Mutter versucht hat, sie abzutreiben. Geschockt und verzweifelt macht Hannah sich gemeinsam mit ihren Freunden auf den Weg zu ihrer Geburtsstadt und begibt sich auf die Suche nach ihrer Mutter… Das Buch wurde von einer wahren Geschichte inspiriert: Die US-Sängerin und Lebensrechtsaktivistin Gianna Jesse überlebte ihre eigene Abtreibung und wurde kurz nach ihrer Geburt zur Adoption freigegeben. Im März 2012 kam der Spielfilm Octoberbaby in den USA in die Kinos, der ihre Lebensgeschichte erzählt. Dieses Buch ist der Roman zum gleichnamigen Film. Abgesehen von dem einzigartigen und sehr beeindruckenden Plot hat mir die Entwicklung der Geschichte gut gefallen. Zuerst wird aus der Sicht einer Schwester, die in der Abtreibungsklinik arbeitet, erzählt. Anschließend bekommt der Leser einen Einblick in Hannahs Leben mit zwölf Jahre. Danach gibt es den Zeitsprung zu dem Hauptteil der Geschichte, in dem Hannah 19 Jahre alt ist. Zwischendurch wird in kurzen, unregelmäßigen Passagen aus der Sicht ihres besten Freundes Jason, ihrer Adoptiveltern und der Schwester der Abtreibungsklinik erzählt. Gut gefallen hat mir außerdem, dass der Roman zurückhaltend, aber immer präsent von Hannahs Glauben an Gott erzählt. Während der Nachforschungen nach ihrer Mutter erlebt Hannah für meinen Geschmack ein paar  Zufälle zu viel, so dass ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Suche außerhalb eines Romans so verläuft. Trotzdem hat es, auch aufgrund vieler Überraschungen, Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Die Sprache ist sehr einfach gehalten und die Kapitel sind kurz, so dass es sich gut zum zwischendurch lesen und zum Entspannen eignet. Außerdem hat das Lesen Spaß gemacht, weil das Buch Hoffnung vermittelt und Zusammenhalt und Liebe zeigt. Ich kann es deshalb nur weiterempfehlen.

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  • Wann ist der Mensch ein Mensch ?

    OctoberBaby: Inspiriert von einer wahren Geschichte
    Arwen10

    Arwen10

    Während einer Theateraufführung bricht Hannah zusammen. Beim Arzt erfährt sie, dass ihre Symptome nicht ungewöhnlich sind, für Menschen, die ihre eigene Abtreibung überlebt haben. Ihre Eltern sind also gar nicht ihre Eltern ! Wer ist ihre Mutter und warum wollte sie sie nicht ? Fragen, die Hannah jetzt keine Ruhe mehr lassen und zusammen mit ihrem besten Freund Jason macht sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter.... Dieser Roman behandelt das Thema "Spätabtreibung", das sind Abtreibungen nach der 12.Schwangerschaftswoche bis kurz vor der Geburt. Hannah, die Hauptperson in diesem Roman überlebt ihre Abtreibung. Wenn man ein wenig forscht, findet man immer wieder Beispiele von Kindern , die ihre Abtreibung überlebt haben. Ein bekanntes Beispiel hier in Deutschland ist Tim, der 1997 seine eigene Abtreibung überlebte. Sehr gut werden hier drei Betroffene gezeigt, die Mutter, das Kind, das medizinische Personal. Das Kind ist immer das Opfer und kann zu keiner Zeit aktiv ins Geschehen eingreifen. Die Mutter steht oft unter Druck oder wird gezwungen, oder sie belügt sich selbst. Ist es nur ein Zellklumpen, wie es oft behauptet wird ? Dies ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, sein Tun für sich Selbst zu rechtfertigen... Jede Frau, die einmal ein Kind geboren hat oder auch ein Kind irgendwann in der Schwangerschaft verloren hat, weiß es sind nicht nur Zellklumpen. Auch das medizinische Personal muss sein Tun irgendwie rechtfertigen. Wobei ich mich oft wundere, dass es möglich ist, in einem Raum ein Leben zu beenden , um im nächsten eins auf die Welt zu helfen. Das kann man doch nur verkraften, wenn man sich selbst etwas vormacht. Solange, bis es nicht mehr geht ? Es ist und bleibt ein Thema, das oft zu Diskussionen führt. Letztendlich muss jeder seine Entscheidung selbst treffen. In diesem Buch kommt ein wenig herraus, welche seelischen Folgen, es für alle Beteiligten hat. Diese Folgen werden oft vergessen. Aber es sind viele Fälle bekannt, wo Frauen nach einer Abtreibung leiden. Aber egal, was passiert ist, hat jeder von uns die Möglichkeit, seine Schuld vor Gott zu tragen. Nur dort finden wir Hilfe für unsere Seele. Aber es ist natürlich die Frage, ob man es will. Ich hoffe es, für alle Betroffenen. Und vielleicht ein wenig mehr Gedanken darüber, ob ein Mensch erst ein Mensch ab der Geburt oder doch schon früher ist.

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  • Rezension zu "OctoberBaby: Inspiriert von einer wahren Geschichte" von Eric Wilson

    OctoberBaby: Inspiriert von einer wahren Geschichte
    kira35

    kira35

    04. March 2013 um 15:40

    Hannah wächst behütet und geliebt bei ihren Eltern auf. Doch sie merkt, irgendetwas stimmt nicht mit ihr. Mit neunzehn Jahren ändert sich ihr Leben schlagartig, sie erfährt: sie wurde adoptiert... Wie auf dem Klappentext zu lesen ist, geht die Anregung zu diesem Buch ( das nach der gleichnamigen Verfilmung geschrieben wurde ) auf die Lebensgeschichte von Gianna Jessen zurück, die ihre eigene Abtreibung in der 30. Schwangerschaftswoche überlebte. Bis dato war ich wohl sehr unwissend, da mir nicht bekannt war, dass es Kinder gab, die so eine späte Abtreibung überlebt haben. Mit vielen Höhen und Tiefen wird in "Octoberbaby" die Geschichte von Hannah erzählt. Bis zu ihrem neunzehnten Lebensjahr wusste sie nicht, dass sie adoptiert wurde und ihre biologische Mutter eine Abtreibung vornehmen ließ, die fehlschlug. Ihr Leben gerät ins Wanken, das Vertrauen in ihre Eltern bekommt einen tiefen Riss. Der Schmerz und die Wut auf ihre Eltern und auch auf Gott, veranlassen sie, sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter zu machen. Mit Jason, ihrem Freund seit Kindertagen, begibt sie sich auf die Reise, in deren Verlauf sie erfährt, sie hatte einen Zwillingsbruder, der bereits nach vier Monaten verstarb. Die Reise endet in einer schmerzlichen Enttäuschung, da ihre leibliche Mutter sie verleugnet. Die innere Zerrissenheit von Hannah, ihre Wut und Enttäuschung ihren Adoptiveltern gegenüber - aber auch die Ängste, die ihre Adoptiveltern haben, sie könnte sich von ihnen lossagen, sind für den Leser nachvollziehbar beschrieben. Auch die seelischen Narben, die Hannahs biologische Mutter durch die Abtreibung zurückbehalten hat, geben Aufschluß darüber, dass solche eine Abtreibung nicht spurlos an den Frauen vorbeigeht. Für alle Beteiligten war es heilsam die Vergangenheit aufzuarbeiten, sich zu öffnen und gegenseitige Liebe und Vertrauen wieder zu zulassen. Eine bewegende, lesenswerte Geschichte, die zeigt, dass der Glaube an Gott die Kraft zur Vergebung gibt und damit die Möglichkeit das Leben wieder neu ausrichten zu können. Denn Gottes Gnade und Vergebung sind Geschenke, die jeder erfahren kann, der sein Herz für ihn öffnet.

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