Erica Fischer

 4,1 Sterne bei 179 Bewertungen
Autorin von Aimée und Jaguar, Aimee und Jaguar und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Erica Fischer

Erica Fischer ist eine am 1.01.1943 in England geborene österreichische Schriftstellerin. In England lebte sie nur fünf Jahre, da ihre Eltern flohen nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland nach Großbritannien flohen, aber nach dem Krieg zurückkehrten (1948). In Österreich hat sie sich später für die Frauenbewegung und den Feminismus engagiert. Sie hat sowohl die "Neue Frauenbewegung" mitbegründet, eine Buchhandlung für Frauen (Frauenzimmer) und eine Zeitschrift für Frauen - „AUF - Eine Frauenzeitschrift“. Heute lebt Erica Fischer als Übersetzerin, Journalistin und freie Autorin in Berlin. Zu ihren größten Erfolgen zählte der ebenfalls verfilmte Roman "Aimée & Jaguar".

Neue Bücher

Cover des Buches Simone de Beauvoir (ISBN: 9783492318488)

Simone de Beauvoir

Erscheint am 30.09.2021 als Taschenbuch bei Piper.

Alle Bücher von Erica Fischer

Cover des Buches Aimée und Jaguar (ISBN: 9783462307634)

Aimée und Jaguar

 (91)
Erschienen am 02.10.2013
Cover des Buches Simone de Beauvoir (ISBN: 9783492070331)

Simone de Beauvoir

 (12)
Erschienen am 06.04.2020
Cover des Buches Himmelstraße (ISBN: 9783499245923)

Himmelstraße

 (7)
Erschienen am 01.12.2008
Cover des Buches Mein Erzengel (ISBN: 9783499253256)

Mein Erzengel

 (5)
Erschienen am 01.08.2011
Cover des Buches Die Wertheims (ISBN: 9783499622922)

Die Wertheims

 (4)
Erschienen am 02.05.2007
Cover des Buches Sita (ISBN: 9783462402223)

Sita

 (3)
Erschienen am 22.05.2018

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Erica Fischer

Cover des Buches Alt (ISBN: 9783827014184)E

Rezension zu "Alt" von Erica Fischer

Auch interessant für junge Leser!
Eva_Beimervor 5 Monaten

ERICA FISCHER: ALT. NA UND?

INHALT:

»Nichts kommt unvorhergesehener als das Alter«, schreibt Simone de Beauvoir. Das geht so manchem Rentner so, und auch Erica Fischer hat eine Weile gehadert, ehe sie sich in ihr Schicksal ergeben hat. Heute erlebt sie das Alter als eine Zeit der Freiheit. Während sie mit 50 noch darunter litt, trotz gefärbter Haare nicht mehr gesehen zu werden, ist es für sie mit 77 entlastend, endlich keinen Erwartungen an Weiblichkeit mehr entsprechen zu müssen. Neugierig spürt sie dem Zustand nach, den wir heute als Alter bezeichnen - im Selbstversuch, in der Literatur. Aber auch im Gespräch mit prominenten und anderen inspirierenden Alten über Liebe, Sex, Politik, Lebenslust und Tod. Eine kluge Annäherung an das, was wirklich zählt im Leben.

MEINE MEINUNG:

Das ist ein sehr schönes und informatives Buch über das Altwerden.

Es ist kein Ratgeber, sondern sehr persönlich aus der Sicht der Autorin geschrieben; 

es beleuchtet die unterschiedlichen Facetten des Alterns, was sehr interessant durch verschiedene Lebensgeschichten von Interviewten illustriert wird.

Erica Fischer zeigt einige Lebensläufe auf, und somit die Perspektive, dass auch im Alter noch etwas Neues und Erfüllendes beginnen kann. Zum Beispiel Susanne Scholl, die sich vehement bei den OMAS GEGEN RECHTS engagiert. Die Autorin geht aber auch auf das Thema Altersdiskriminierung ein. Es gibt eben immer wieder Situationen, in denen Jung gegen Alt ausgespielt wird – und einige springen dann begeistert auf den Zug auf. 

Als junger Mensch kann man sich einfach nicht vorstellen, wie es ist älter und alt zu werden – das geht wohl Allen so.

Deshalb empfehle ich dieses Buch fast noch mehr jungen und jüngeren Leuten, als Menschen in fortgeschrittenem Alter. Interessant und faszinierend zu lesen ist es für alle Leser!

Kommentare: 2
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Cover des Buches Simone de Beauvoir (ISBN: 9783492070331)sleepwalker1303s avatar

Rezension zu "Simone de Beauvoir" von Kate Kirkpatrick

Starkes Buch über eine sehr interessante Frau
sleepwalker1303vor einem Jahr

Ich gebe zu, Simone de Beauvoir kannte ich vor der Lektüre des Buchs nur deshalb, weil sie eine Beziehung zu Jean-Paul Sartre hatte, dessen Buch „Geschlossene Gesellschaft“ ich wiederum in der Oberstufe gelesen habe. Aber natürlich war Simone de Beauvoir viel mehr als „Freundin von“. Sie war selbst eine äußerst bemerkenswerte und interessante, eigenständige Persönlichkeit. 

Kate Kirkpatrick hat in ihrer Biografie Simons de Beauvoirs Leben und Werk in einer ansprechenden Art beschrieben. Lesbar, verständlich und tatsächlich auch durchaus unterhaltsam, gespickt mit Fußnoten und unzähligen Querverweisen – eine gelungene Mischung aus Sachbuch und Roman.

„Beauvoirs Memoiren zufolge sagte Sartre Beauvoir im Herbst 1929, sie sei ein Doppelwesen.“ – das  Gefühl hatte ich beim Lesen der Biografie immer wieder. Schon in ihrer Kindheit war Beauvoir hin- und hergerissen zwischen ihrem Wissensdurst und ihrer Rolle als katholische Tochter, „Bildung und Erfolg hätten ihr nicht nur Achtung eingebracht: Sie waren auch mit Gefühlen tiefer Einsamkeit und Orientierungslosigkeit verbunden.“ Das setzte sich später fort, als sie nach abgeschlossenen Studien versuchte, sich in der Welt und vor allem auch in der Welt der Philosophie einen Namen zu machen und sich zu emanzipieren. Ihr Bestreben war es, einen eigenen Weg zu finden und zu gehen, sich von keinem sagen zu lassen, was und wer sie sein sollte. „So sah sich Simone mit widersprechenden Erwartungen konfrontiert: Um als Frau erfolgreich zu sein, musste sie kultiviert und gebildet sein; aber nicht zu kultiviert, nicht zu gebildet“, sie wollte raus aus der Frauenrolle und sich ihrem Vater beweisen, der Schopenhauers Einstellung teilte, der Frauen als „das zweite Geschlecht“ bezeichnete und vermutete, dass „Frauen Talent haben könnten, aber niemals Genie“. Und auch in ihrer Beziehung zu Sartre war sie immer zwiegespalten.

Kate Kirkpatrick hat mit ihrem Buch ein ganz herausragendes Werk über eine herausragende Persönlichkeit geschaffen, eine Persönlichkeit, die (viel zu) lange nur als „Freundin von“ bekannt war. Manchmal ist das Buch etwas trocken und zu sachlich, die wahre Persönlichkeit Beauvoirs kann man dann eher erahnen als herauslesen. Aber alles in allem fand ich das Buch gut zu lesen, unterhaltsam und vor allem aufschlussreich. Ich habe definitiv viel daraus mitnehmen können. Über die Philosophie im Allgemeinen, Sartre und Beauvoir im Besonderen und fast noch mehr über Zeitgeist und Emanzipation. Simone de Beauvoir war so viel mehr als „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht“, denn man wird auch nicht als feministische Ikone geboren, sondern erarbeitet sich diese Bezeichnung hart und ausdauernd. Nicht nur einmal habe ich beim Lesen darüber nachgedacht, was sie wohl zur momentanen Genderdebatte wohl zu sagen gehabt hätte und zu der Aussage, dass Geschlechter nur ein gesellschaftliches Konstrukt sind. In der Diskussion hätten wir einen Geist wie ihren gut gebrauchen können. 

Abgesehen von ihrer philosophischen Leistung geht die Autorin (selbstverständlich) auch auf die Beziehung Beauvoirs zu Jean-Paul Sartre ein. Sie erklärte wohl einmal einer ihrer Schülerinnen ihr Verhältnis folgendermaßen: „dass sie sich liebten, sich aber ihre Freiheit bewahren wollten, weshalb sie nicht heirateten und andere Geliebte hatten.“ Bis zuletzt lehnte sie das Konstrukt der Ehe ab, neben der Beziehung zu Sartre unterhielt sie weitere Beziehungen, darunter auch welche zu Frauen. Allerdings befürwortete sie (für mich unverständlich) die Entkriminalisierung der Pädophilie. Trotzdem schafft es die Autorin mit nüchterner und sachlicher Sprache (übrigens dankenswerterweise gendergerecht), mir Beauvoir sehr nahe zu bringen. Als Intellektuelle, als (zeit)kritische Philosophin, aber auch als Ikone des Feminismus ihrer Zeit. Eine absolute Lese-Empfehlung und von mir 5 Sterne. 

 

 

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Cover des Buches Simone de Beauvoir (ISBN: 9783492070331)Mira123s avatar

Rezension zu "Simone de Beauvoir" von Kate Kirkpatrick

Simone de Beauvoir
Mira123vor einem Jahr

Heute gibts mal wieder eine Biografie für euch. Ich hab eh erst vor kurzem eine vorgestellt ("Wie die Freiheit schmeckt" von Tamika Campbell). Weils so schön war heute also gleich nochmal eine Rezension. Diese hier beschäftigt sich mit Simone de Beauvoir. Die kannte ich auch schon vor der Lektüre und zwar aus der Uni. Allerdings haben wir uns eigentlich nie ausschließlich auf sie beschränkt, sie wurde nur immer erwähnt, wenn wir über Judith Butler gesprochen haben. Von Beauvoir selbst kannte ich daher nur den Ausspruch: "Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht." Super spannendes Konzept, das aber zumindest in meinen Lehrveranstaltungen leider immer nur im Zusammenhang mit Butler erklärt wurde.  Das fand ich schade und deswegen habe ich mich entschlossen, jetzt endlich mal eine Biografie über Beauvoir zu lesen.

Das erste was mir an dieser Biografie aufgefallen ist? Wie wenig ich eigentlich weiß! Ich hatte zum Beispiel gar keine Ahnung, dass Beavoir eine Beziehung zu Sartre hatte oder dass sie auch andere Texte geschrieben hat, als nur den mit dem oben erwähnten Ausspruch. Ich hab noch so, so viel zu lernen und ich werde mir definitiv den ein oder anderen Text von Beauvoir kaufen oder aus der Bücherei holen. Das geht einfach nicht, dass ich da so unwissend bin!
Der zweite Punkt, der mir besonders ins Auge gestochen ist, ist wie seriös der Text wirkt. Es gibt im gesamten Text über tausend Fußnoten, mit sehr, sehr langem Verzeichnis und allen Quellen am Ende. Da hat die Autorin wirklich sehr wissenschaftlich gearbeitet, sehr brav! Liebe SachbuchautorInnen: So macht man das! So wirkt man auf seine Leser glaubwürdig!

Den einzigen Kritikpunkt, den ich hier gerne noch anbringen möchte, ist, dass die Biografie stellenweise leider etwas trocken war und sich dadurch auch gezogen hat. Stilitstisch wär da also vielleicht noch Luft nach oben. Allerdings ist das hier halt eine Biografie, also ein Sachbuch. Klar hätte die Autorin das unterhaltsamer gestalten können, dann hätte sie aber an Glaubwürdigkeit eingebüßt. Ich verstehe also, warum sie sich dazu entschieden hat, immer schön sachlich zu bleiben.

Mein Fazit? Eine verständlich geschriebene Biografie, in der sehr sauber und wissenschaftlich gearbeitet wurde. Jetzt weiß ich sehr viel Neues über eine ziemlich spannende Philosophin, die in der Uni bisher leider oft vernachlässigt wurde. Stellenweise war der Text aber leider etwas trocken.

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