Erich Ackermann Keltische Märchen und Sagen

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Inhaltsangabe zu „Keltische Märchen und Sagen“ von Erich Ackermann

Die Kelten sind ein geheimnisvolles Volk, das Jahrhunderte vor Christus in zahlreiche Länder Westeuropas eingedrungen ist. Sie haben ein vielfältiges Erbe hinterlassen, darunter einen reichen Schatz an Mythen und Märchen. Tollkühne Helden aus dem Kreis um König Artus bevölkern diesen Kosmos ebenso wie Feen und Fabelwesen, die in einer Anderswelt leben. Die keltischen Märchen sind wie ihre Bilderwelt: grotesk und fabelhaft und bis ins Üppige verschlungen. Dieser Band versammelt Märchen aus Irland, Wales, Cornwall, Schottland und der französischen Bretagne.
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    Keltische Märchen und Sagen
    Seitenfetzer

    Seitenfetzer

    07. March 2015 um 12:47

    Der Klappentext beschreibt den Inhalt des Buches relativ gut, obgleich der Anteil der Geschichten aus dem Artus-Kreis, die bereits zu Beginn des Buches abgehandelt werden, vergleichsweise gering ist. Wer sich also lediglich mit Artus auseinandersetzen möchte, sollte sich lieber anderweitig umsehen. Alle anderen an der keltischen Märchen- und Sagenwelt Interessierten bietet Keltische Märchen und Sagen hingegen eine nette, geografisch sortierte Zusammenstellung von eben diesen. Hierbei sind die zentralen Themen der Geschichten meist sehr ähnlich. So spielt das “Kleine Volk” zusammen mit dem Motiv der Liebe und Freundschaft eine der wichtigsten Rollen. Hin und wieder lassen sich aber auch geografische Besonderheiten was die bevorzugten Themen betrifft finden, sodass die aufgezählten Gebiete jeweils ihre Eigenheiten sowie Gemeinsamkeiten an Märchen aufweisen. Dieser Umstand führt jedoch auch dazu, dass sich manche Märchen teilweise wiederholen. Zwar ist keines mehr als einmal abgedruckt, doch es gibt durchaus eine Fülle, die sich so sehr ähneln, dass man das Ende schon beim Lesen vorhersagen kann. Was jedoch allen Herkunftsorten der Märchen und Sagen, nach denen auch die Über-Kapitel strukturiert sind, gemein ist, ist die Tatsache, dass man in so manchem Märchen die Inspirationsquelle für die uns heute bekannten Märchen findet. So ist Schneewittchen eindeutig von Goldbaum und Silberbaum inspiriert. Doch trotz dessen, dass man immer wieder Beeinflussungen der heute bekannten Märchen entdeckt und so manches momentan weniger populäres Sagen-Geschöpf kennenlernt, weist Keltische Märchen und Sagen auch seine Schwächen auf. Sowohl die bereits angesprochenen Wiederholungen der Geschichten als auch die Kürze, die diese teilweise haben, bringen den Lesefluss ins Stocken. Wenn man sich teilweise nach nicht einmal zwei Seiten bereits in eine neue Geschichte einlesen muss, neigt man doch dazu, das Buch weitaus schneller aus der Hand zu legen als eine zusammenhängende Geschichte von vergleichbarer Länge. Gerade bei diesen besonders kurzen Geschichten tritt oftmals auch die Frage nach dem Inhalt auf, denn dieser ist besonders bei diesen meist nicht mehr als ein kurzer Bericht eines Ereignisses, das irgendwann mal irgendwo passiert ist. Und gerade vor dem Hintergrund, dass diese Märchen und Sagen ursprünglich an langen Abenden vor dem Feuer erzählt wurden, ist es doch fraglich, ob man diese Bruchstücke von Erzählungen unbedingt in das Buch aufnehmen musste. Doch nicht nur der Inhalt der kürzesten Geschichten hinterlässt ein Fragezeichen, auch so manche etwas längere Geschichte kann den Leser verwirrt zurücklassen. Besonders in der Praxis, bei der ich so frei war Horrorgeyst ein paar der Geschichten vorzulesen, zeigte sich, dass oftmals noch Klärungsbedarf des einen oder anderen Elements beim Zuhörer besteht. Nicht zu vergessen die Sache mit den in Pferdeohren geschütteten Getränken, von der ich bereits auf Facebook berichtet hatte. Die Geschichten können also so manches mal für ordentlich Verwirrung sorgen. Insgesamt ist Keltische Märchen und Sagen also ein netter Überblick über die Märchen- und Sagenwelt der Kelten, eignet sich aber aufgrund der zumeist kurzen Geschichten und der eher selten vorhandenen Spannung mehr als ein Buch, das man über einen längeren Zeitraum immer wieder mal liest. Zudem sollte man sich auf so manche Überraschung gefasst machen. Daher vergebe ich 3 von 5 Sternen.

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