Erich Burck Das Geschichtswerk des Titus Livius

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Inhaltsangabe zu „Das Geschichtswerk des Titus Livius“ von Erich Burck

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  • Rezension zu "Das Geschichtswerk des Titus Livius" von Erich Burck

    Das Geschichtswerk des Titus Livius
    Admiral

    Admiral

    05. January 2012 um 09:24

    Eine sehr genau Analyse des römischen Geschichtsschreibers Titus Livius von Erich Burck. Erich Burck geht hier besonders ausführlich auf alles ein, was ein interessierter Leser über Livius wissen kann und muss und soll. Erst berichtet er, um die Grundlagen zu schaffen, vom Leben des Livius, von seinem Werk und von den Quellen, also woher wir über ihn und sein Werk Bescheid wissen. Anschließend geht er etwas ins Detail: Und zwar mit einer Erörterung wie Livius gewisse Sachverhalte darstellt anhand von Feldzügen, Siegen, Kurzerzählungen, Niederlagen und Reden, um dann aus allem Bisherigem darauf zu schließen, welche Vorstellungen Livius selbst vertrat, in Bezug auf die ideale Staats- und Lebensordnung, wie sich die Verfallserscheinungen zeigten und wie dieser seine Kritik übte. Nachdem Burck nun die Zielsetzung des Historikers, also zu welchem Zweck die römische Geschichte des Livius entstand, schilderte, beginnt er einige sehr spezielle und sehr tiefgehende Kapitel. Nämlich über Hauptgestalten, deren Charakterisierung und Gegenüberstellung, wie beispielsweise Hannibal/Scipio, Philipp V./Quinctius Flaminius und Perseus/Aemilius Paulus. Ein ganzes Kapitel widmete Burck zusätzlich der Thematik, wie es Livius unter dem ersten Kaiser, nämlich Augustus erging. Letztendlich noch die Beschreibung der Sprache und des Stils Livius' und die Rezeption in der Antike selbst, in der Neuzeit und im Mittelalter (wo sie quasi nicht vorhanden war). Alles in allem sehr gelungen. Stellenweise recht trocken, aber was will man von einem wissenschaftlichen Buch erwarten ? Nichtsdestotrotz sehr interessant für Kenner aus diesem gebiet, genauso wie für Laien. Die gute Wahlweise für die Kapitel ermöglicht dem leser auch eine gute Selektion der ansprechenden Teile, sodass man nicht gezwungen ist alles zu lesen. Burck erschafft auch selbst nochmal recht gut Grundkenntnisse, wenn man kaum welche mitbringt. Desweiteren eröffnen seine dichten Indizes die Möglichkeit sehr präzise und gezielt tiefer in die Thematik mit Hilfe anderer Literatur einzusteigen. Nur leider durchspickt er sein Buch mit zahlreichen römischen Zitaten, ohne Üersetzung.

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