Erich Fried , Mehrdad Zaeri Was es ist

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Inhaltsangabe zu „Was es ist“ von Erich Fried

Jeder kennt sie, die kleinen klassischen Köstlichkeiten, die den Geschmackssinn anregen. Bisher noch nicht bekannt sind die Petits Fours, die den Tast- und Wahrnehmungssinn, sowie das Denken anregen. Dem Inhalt eine künstlerische statt einer Marzipan- oder Schokoladenform zu geben, haben sich die Künstler Franziska Neubert, Mehrdad Zaeri, Lars Henkel und das Illustratorenduo Golden Cosmos, das sind Doris Freigofas und Daniel Dolz, vorgenommen. Der Liebe, der Anmut, der Trauer und dem heiligen Sonntag sind diese ersten Petits Fours gewidmet. Erich Fried, Friedrich Schiller, Pete Seeger und Mark Twain sind mit ihren Dichtungen und Reflexionen Paten dieser kleinen Schätze, die ein wunderschönes Geschenk für Freunde, Verwandte oder einfach für einen selbst sind. Ein einmaliger Hingucker.
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  • Rezension zu "Was es ist" von Erich Fried

    Was es ist
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    02. April 2012 um 10:37

    „Was es ist Es ist Unsinn sagt die Vernunft Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist Unglück sagt die Berechnung Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst Es ist aussichtslos sagt die Einsicht Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist lächerlich sagt der Stolz Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht Es ist unmöglich sagt die Erfahrung Es ist was es ist sagt die Liebe“ Hunderttausende von Verliebten haben seit dem ersten Erscheinen von Erich Frieds „Liebesgedichten“ im Jahr 1979 dieses Gedicht ihrem Geliebten geschrieben, gesagt oder ins Ohr geflüstert, zum Zeichen, dass trotz aller Schwierigkeiten man an dieser Liebe festhalten und sie gegen alle Widerstände verteidigen wolle. Seine letzte Frau Catherine hat 2008 in ihren Erinnerungen an Erich Fried mit dem Titel „Über kurz oder lang“ (Wagenbach) in einem Buch voller revolutionärer Romantik ihr Leben mit dem Dichter beschrieben. Doch es bleibt für den, der sowohl die politischen Gedichte als auch die „Liebesgedichte" Erich Frieds geliebt hat, wie keine anderen zuvor, ein sehr bitterer Nachgeschmack. Denn es stellt sich heraus, dass jene Liebesgedichte, die Zehntausende von Liebespaaren auf sich und für sich interpretiert haben, nicht an seine Frau geschrieben sind. Erich Fried hat die schönste Lyrik, die er schrieb, nicht mit Catherine geteilt, sondern mit einer seiner zahlreichen Liebesaffären. Seine Witwe ist ihm nicht gram darum. Aber seltsamerweise der irgendwie enttäuschte Rezensent. Aber: Wie sagte Fried in jenem bekanntesten aller Liebesgedichte: "Es ist was es ist, sagt die Liebe". Wie es auch sei: „Es ist was es ist“ ist eines der schönsten Liebesgedichte, das ich kenne. Die Edition Büchergilde hat es in einer kleinen Reihe „Petits Fours“ mit Illustrationen von Mehrdad Zehri neu aufgelegt. Eindrucksvolle Bilder interpretieren auf ihre Weise ein Gedicht, das vielleicht auch mein Sohn eines Tages noch einer Frau aufschreiben wird, in einem altmodischen Brief, in dem er ihr seine Liebe gesteht.

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