Erich Fromm Die Kunst des Liebens

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Inhaltsangabe zu „Die Kunst des Liebens“ von Erich Fromm

«Ohne Liebe könnte die Menschheit nicht einen Tag existieren.» Erich FrommWie lässt sich in einer Zeit der Schnelllebigkeit und der Vereinzelung die ersehnte innige Verbundenheit zwischen zwei Menschen erreichen? Gibt es doch, so Erich Fromm, «kaum ein Unterfangen, das mit so ungeheuren Hoffnungen und Erwartungen begonnen wird und das mit einer solchen Regelmäßigkeit fehlschlägt wie die Liebe.» In seinem weltberühmten Essay beschreibt Fromm die Liebe als eine Kunst, die man erlernen kann. Umfassend und anschaulich ergründet er das Wesen der Liebe – nicht nur der erotischen Liebe, sondern auch der zwischen Mutter und Kind, zum Nächsten, zu sich selbst und zu Gott. Fromms Meisterwerk, eines der populärsten Bücher über die Liebe, ist ein eindringlicher Appell an seine Leser, die Wände niederzureißen, die sie von ihren Mitmenschen trennen.

Ein kleines Meisterstück. Das gibt dir eine ganz andere Sicht über die Liebe. Ich habs genossen.

— Tatjana_Otulak
Tatjana_Otulak

wundervolle Gedanken

— Claudia_Poesie
Claudia_Poesie
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    Die Kunst des Liebens
    Farbwirbel

    Farbwirbel

    Eigentlich bin ich in meiner Freizeit selten für ein Sachbuch jeglichen Metiers zu begeistern, doch als dieser Band in mein Bücherregal einzog, freute ich mich sehr, ihn lesen zu können. Nicht lange verweilte er darin, sondern wurde alsbald begonnen. Erich Fromm ist bekannt für seinen eingängigen Schreibstil, der es trotz theoretischer Grundlagen nicht erschwert, Verständnis für seine Konklusionen zu haben. In seiner Abhandlung zur Kunst des Liebens geht er verschiedenen Arten der Liebe auf den Grund und erläutert ihre Notwendigkeit und ihre Laster, doch vor allem beschreibt er den modernen Menschen des Kapitalismus, der es sich erschwert hat, zu lieben. Konkret geht er auf die Nächstenliebe, die mütterliche Liebe, erotische Liebe, Selbstliebe und der Liebe zu Gott ein. Auch wenn mich einige Themen nicht ansprachen, war es interessant seine Überlegungen dazu zu lesen. Einige Erkenntnisse waren mit bereits bekannt, andere erforderten ein konzentriertes Lesen. Fromm beschreibt die Problematik, dass die Liebe heutzutage (1956!) als ein Affekt angesehen wird, dass sie kommerzialisiert wurde und dadurch der Mensch die Unfähigkeit entwickelte, zu erkennen, dass Liebe eben Arbeit bedeutet. Liebe ist eine Aktivität und kein passiver Affekt. Sie ist etwas, das man in sich selbst entwickelt, nicht etwas, dem man verfällt. Ganz allgemein kann man den aktiven Charakter der Liebe so beschreiben, daß man sagt, sie ist in erster Linie ein Geben und nicht ein Empfangen. - S. 33 Nach einer Einleitung berichtet er also von der Theorie der Liebe, die unter anderem die genannten Liebesarten behandelt. Interessant war der Gedanke zur mütterlichen Liebe: Die idealtypische Mutter liebt erst einmal im Affekt ihr Kind, doch ist die tatsächliche Mutterliebe die, die loslassen kann und akzeptiert, dass das Kind immer selbstständiger wird. Ich bin selbst keine Mutter, doch kann ich mir vorstellen, dass dieser Prozess wirklich schwer sein kann. Das Loslassen, um Zurückkommen zu lassen. Außerdem empfand ich den Absatz zur Selbstliebe interessant. Fromm besetzt diese Art nicht negativ, denn er setzt sich nicht mit übersteuertem Egoismus gleich. Der Gedanke, man müsse sich selbst lieben, um andere lieben zu können bzw. geliebt zu werden, ist bekannt, doch wird er doch selten auch gelebt. Es ist aber auch wirklich schwer. Wie viele Verlobte oder Jungvermählte träumen vom künftigen Liebesglück und fangen bereits jetzt an, sich leid zu werden. Diese Tendenz paßt zur allgemeinen Einstellung, die für den modernen Menschen kennzeichnend ist. Er lebt in der Vergangenheit oder in der Zukunft, nicht aber in der Gegenwart. - S. 116 Der zweite Teil der Abhandlung befasst sich mit der Praxis der Liebe. Dabei stellt Fromm heraus, dass Disziplin, Geduld und Mut, ähnlich wir bei jeder anderen Profession, notwendig sind, um aufrichtig lieben zu können. Er begründet ausführlichst, warum es nicht nur eine leere Worthülse ist, wenn man sagt, Liebe sei Arbeit. Schön fand ich dabei den Gedanken, dass der Mensch generell objektiv seine Umwelt betrachten sollte. Erst dann könne er aufrichtig lieben. Ohne Vorurteile, ohne Bewertung, ohne Häme. Ein schöner Gedanke, aber ist er wirklich möglich? Ich denke, die Idee dahinter ist, sich selbst 'rein' zu halten. Nicht im religiösen Sinne, sondern im übertragenen Sinne. Wenn ich Gehässigkeit und Hass aus meinem Leben streiche, bin ich empfänglicher für Liebe und kann sie anderen schenken. Die Fähigkeit zu Lieben erfordert einen Zustand intensiver Wachheit und gesteigerter Vitalität, der nur das Ergebnis einer produktiven und tätigen Orientierung in vielen anderen Lebensbereichen sein kann. - S. 146 Am Ende beschleicht mich das Gefühl, Fromm sieht die Liebe, also die wahrhaftige, als eine Lösung für die individualistisch geprägte Gesellschaft, in der die westliche Zivilisation vereinsamt. Besonders im letzten Teil musste ich auch schon mal schmunzeln, denn einige Typen, die mit einer fremdgesteuerten Liebe Charaktereigenschaften entwickeln, kommen einem etwas bekannt vor...

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  • Die Kunst des Liebens

    Die Kunst des Liebens
    Claudia_Poesie

    Claudia_Poesie

    10. September 2016 um 15:56

    In seinem Buch "Die Kunst des Lieben" beschreibt Erich Fromm die Liebe als eine Kunst, die man erlernen kann. Zunächst geht er dabei auf die Theorie der Liebe ein und unterscheidet dabei die Eigenschaften von echter Liebe und anderer Formen von Liebe. Diese Eigenschaften, zu denen beispielsweise Mut, Disziplin, Konzentration und Geduld gehören, können nach Fromm erlernt werden. Somit ist die Charakterentwicklung eine Voraussetzung um die Kunst des Liebens zu erlangen. Der Autor zeigt zudem auf, dass sich dies in unserer heutigen Gesellschaft aufgrund des Mangels dieser notwendigen Eigenschaften als äußerst problematisch erweißt und nur noch wenige Menschen in der Lage sind wirklich zu lieben. Neben der romantischen Liebe, behandelt Fromm in seinem Buch auch Formen der Liebe zwischen Eltern und Kind, Nächstenliebe, Selbstliebe und die Liebe zu Gott.Das Buch ist wunderschön aufgemacht und lässt sich aufgrund des tollen Schreibstils sehr gut lesen. Mir hat das Buch besonders gut gefallen, da es viele neue Gedanken in mir hervorgerufen hat. Durch das Buch beschäftigt man sich mit Fragen nach der wirklichen Bedeutung von Liebe und erkennt die Probleme unserer heutigen Gesellschaft, die der Autor in einigen Abschnitten erläutert. Ich habe das Buch innerhalb weniger Tage verschlungen, da ich den Schreibstil sehr mochte und die Thematik insgesamt sehr spannend fand. Ich werde es jedoch bestimmt noch ein zweites Mal lesen, da viele erkenntnisreiche Zusammenhänge thematisiert werden, mit denen ich mich gerne nochmal beschäftigen möchte.

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