Erich Fromm The Art of Loving

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Inhaltsangabe zu „The Art of Loving“ von Erich Fromm

Erich Fromm, the renowned psychoanalyst, sees love as the ultimate need and desire of all human beings. In this book, he discusses various aspects of the subject: romantic love, the love of parents for children, brotherly love, erotic love, self-love and the love of God or the divine. (Quelle:'Flexibler Einband/10.07.1995')

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  • "Die Kunst des Liebens" und das Problem mit der heutigen Gesellschaft

    The Art of Loving
    sternblut

    sternblut

    Mit der Liebe ist das so eine Sache. Zum einen ist es eines der wohl stärksten Gefühle, die ein Mensch haben kann. Zum anderen jedoch gibt es in unserer Gesellschaft immer weniger Menschen, die in der Lage sind Liebe (dauerhaft) zu empfinden. Wieso ist das so? Was ist das Problem mit unserer Gesellschaft? Und was ist Liebe überhaupt? Mit diesen und noch mehr Fragen setzt sich Fromm in seiner Abhandlung auseinander. Das Buch fasst in etwa 4 mehr oder weniger große Bereiche, in denen die unterschiedlichen Themen behandelt werden. Dabei ist das zweite über die Theorie der Liebe das längste und gliedert sich wiederum in weitere Bereiche auf. Ich persönlich habe normalerweise eher ein Problem damit, wenn Einzelbereiche zu sehr fokussiert werden und dadurch andere Bereiche eher in den Hintergrund gerückt werden. Hier ist dieser Eindruck vollkommen ausgeblieben, was aber vermutlich auch daran liegt, dass er zu Beginn des Buches genau erläutert, wieso die Theorie der Kunst des Liebens so ausführlich besprochen werden soll im Vergleich zur Praxis. Diese Erläuterung macht die Aufteilung schlüssig. Gleichzeitig erhält man dadurch nicht den Eindruck, dass etwas in den Hintergrund gedrängt wird. Jeder Abschnitt hat den gleichen Wert, egal, ob er nun 6 oder 80 Seiten lang ist, was vermutlich auch dadurch zu erklären ist, dass man sich gleichermaßen ausreichend informiert fühlt durch die verschiedenen Kapitel. Inhaltlich sehe ich das Buch noch ein bisschen zwiespältig. Einerseits muss ich sagen, dass viele kluge Gedanken und Ideen darin stecken und ich mich an vielen Stellen wiedergefunden habe. Auf der anderen Seite neigt er teilweise dazu, zu sehr abstrakt zu denken. An manchen Stellen habe ich mich echt schwer getan, Fromm zu folgen, auch wenn es mir in dem Moment total Leid getan hat, eben weil das Buch voller schöner Zitate und Wahrheiten ist. Das Kapitel, bei dem ich mich wohl am schwersten getan habe, war das über die Liebe zu Gott. Es war interessant, informativ - aber auch sehr philosophisch. An sich keine sehr schlechte Eigenschaft einer Herangehensweise, vor allem wenn es um religiöse Sphären geht, aber ich persönlich fand teilweise schwer zu verstehen, 1. wieso er so abschweift und 2. was er mir überhaupt damit sagen will. Die meiste Zeit versucht er zwar, seine Intention genau zu erläutern, aber nicht immer scheint das ausreichend zu sein - auch über dieses Kapitel hinaus. Die meiste Zeit jedoch hat man den Eindruck, dass er genau aus dem Leben spricht. Er hat eine etwas andere Sichtweise auf die Liebe, die man sonst eben so erlebt (schön fand ich auch den Bezug auf die Unterhaltungsmedien, die uns ein bestimmtes Bild von Liebe vorgaukelt - und wie viele sich davon vereinnahmen lassen) und diese Sicht ist meiner Meinung nach nicht ganz unrealistisch. Auch wenn er ab und an abstrakt wird und man sich fragt, wie man das jetzt in seinem Leben bitte so umsetzen soll, so sind doch auch viele Gedanken dabei, die zum Nachdenken bringen und die Ansätze liefern, was im eigenen Leben falsch laufen könnte oder was man zumindest anders machen könnte (oder sollte). Interessant finde ich dabei, dass er vor allem auf die Freudsche Meinung über die Liebe eingeht und sie mal bestätigt, aber in den wesentlichen Zügen auseinandernimmt und zu seinen Bedingungen verbessert. Es zeigt, dass er sich auch außerhalb seiner Meinung informiert hat und gibt weitere Einblicke in die möglichen Auslegungsformen der Liebe. Allgemein finde ich es gut, dass er immer wieder darauf hinweist, dass es seine Auffassung ist, die er vertritt, als wolle er sie niemandem aufzwingen. Einen nicht unerheblichen Anteil macht letztlich die Frage aus, was das Problem in unserer heutigen Gesellschaft ist. Und gerade in diesem Abschnitt finde ich steckt die meiste Wahrheit. Wo auch immer sonst Abstraktes zum Vorschein kommt, hier erscheint alles eher unverblümt und direkt. Damit verknüpft sind seine Gedanken bezüglich der Natur des Menschen und wieso Liebe überhaupt notwendig ist. Ein Zitat, das diese beiden Aspekte miteinander verbindet, hat sich mir besonders eingeprägt und ist mit beim Lesen immer wieder in den Sinn gekommen: "Wie sollte ein Mensch, der in diesem Routinenetz gefangen ist, nicht vergessen, daß er ein Mensch, ein einzigartiges Individuum ist, dem nur diese einzige Chance gegeben ist, dieses Leben mit seinen Hoffnungen und Enttäuschungen, mit seinem Kummer und seiner Angst, mit seiner Sehnsucht nach Liebe und seiner Furcht vor dem Nichts und dem Abgetrenntsein zu leben?" (S. 28) Das hat mich doch sehr bewegt, weil ich doch selbst oft das Gefühl habe, wie ein Automat zu funktionieren und immer die gleichen Sätze auf der Arbeit herunterzuleiern. Ist es das, was unser Problem ist? Laut Fromm ist es zumindest eines und ein nicht gerade geringes. Sprachlich ist das Buch in den größten Teilen gut verständlich, an manchen Stellen jedoch hätte er mit Fachbegriffen ein wenig sparen können. Ich habe mir öfter gewünscht, ein Wörterbuch parat zu haben, um ein Wort nachschlagen zu können, auch wenn sich der Sinn meist von selbst durch die nachfolgenden Absätze geregelt hat. Ich denke jedoch, dass jemand, der nicht ganz so vertraut ist mit der Sprache solcher Abhandlungen durchaus seine Probleme damit haben könnte, weil es bisweilen doch ein wenig komplex wurde. Da bin ich noch sehr auf die Meinung meiner Mutter gespannt - aber die ist in meine Rezension ja nicht weiter von Bedeutung. Letztlich kann ich nur sagen, dass es ein wirklich schönes Buch ist. An manchen Stellen wirklich komplex und schwer verständlich, wenn man nicht mit den philosophischen Grundgedanken vertraut ist, aber doch irgendwie aus dem Leben gegriffen. Es regt zum Nachdenken an und zeigt viele Aspekte auf, die vermutlich jeder schon erlebt hat und die wahrscheinlich jeder früher oder später erleben wird. Ich selbst habe mich an vielen Stellen massiv angesprochen gefühlt. Zum Abschluss möchte ich noch mein Lieblingszitat mit euch teilen, das für mich "Die Kunst des Liebens" am schönsten zusammenfasst: "Die Liebe sollte im wesentlichen ein Akt des Willens, des Entschlusses sein, mein Leben völlig an das eines anderen Menschen zu binden." (S. 69)

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  • Rezension zu "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm

    The Art of Loving
    TheRavenking

    TheRavenking

    In diesem Buch beleuchtet Erich Fromm das Phänomen der Liebe aus allen möglichen Blickwinkeln. Er stellt soziologische, philosophische und psychologische Überlegungen über das Wesen der Liebe an. Fromm betrachtet Liebe als eine Kunst, die man erlernen, bzw. vervollkommnen kann, und nimmt die Gesellschaft in die Verantwortung, denn sie muss die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen, damit sich der Mensch entsprechend entfalten kann. Es ist ein sehr kritisches Buch, das auch die Frage stellt, ob Liebe überhaupt noch möglich ist, in einer Gesellschaft, die alles zur Ware degradiert. Die moderne Gesellschaft, in der alles auf Konsum und Profit ausgerichtet ist, zerstört die inneren Anlagen des Menschen und lässt ihn orientierungslos und zu echten Gefühlen unfähig zurück. Obwohl das Buch vor sechzig Jahren erschienen ist, ist es heute aktueller denn je. Fromms Forderungen nach mehr Selbstbestimmung und einer echten Demokratie wirken auch im 21. Jahrhundert noch utopisch. "Wenn der Mensch fähig sein soll zu lieben, muss seine Entfaltung das höchste Ziel der Gesellschaft sein. Die Wirtschaftsmaschine muss ihm dienen und nicht umgekehrt. Er muss in die Lage versetzt werden, mit anderen am Erleben und an der Arbeit teilzuhaben, nicht aber - bestenfalls - an den Gewinnen. Die Gesellschaft muss so organisiert werden, dass die soziale, liebende Natur des Menschen nicht von seiner gesellschaftlichen Existenz getrennt, sondern mit ihr vereint wird; dass er nicht von seinen eigenen Kräften entfremdet ist und sie nur in der Anbetung der neuen Götzen - Staat, Produktion, Konsumtion - in vermittelter Form erlebt. Nur in einer Gesellschaft, in der, wie Marx gesagt hat die volle menschliche Entfaltung des Einzelnen die Bedingung der vollen Entfaltung aller ist, kann auch die Liebe zu einer gesellschaftlich relevanten Haltung werden. Wenn es - wie ich aufzuzeigen versuchte - wahr ist, dass die Liebe die einzig befriedigende Antwort auf das Problem der menschlichen Existenz ist, dann muss jede Gesellschaft, die die Entwicklung der Liebe ausschließt, letzten Endes an ihrem Widerspruch zu den grundlegenden Notwendigkeiten der menschlichen Natur zugrunde gehen."

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  • Rezension zu "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm

    The Art of Loving
    Sokrates

    Sokrates

    22. March 2011 um 18:52

    Ein Klassiker der philosophisch-psychologischen Literatur, geschrieben für den interessierten Laien. Ich habe das Buch erstmals mit 18 Jahren gelesen und es hat mich nachhaltig geprägt. Fromm wirft zu Beginn die Frage auf, ob Lieben überhaupt eine erlernbare Fähigkeit ist oder ob man es einfach „kann“. Nach seiner Auffassung ist es eine erlernbare Kunst, die aber mit viel Mut, Neugier und Ausdauer trainiert werden muss; ein Fünkchen Reife des Einzelnen gehört wohl auch dazu. Danach geht er über zur Beschreibung der verschiedenen Arten der Liebe, so der mütterliche Liebe, der erotischen Liebe oder der Selbstliebe. Abschließend – typisch für Fromm – gelangt er zu der Einsicht, dass die Liebe in ihrer wahren, reinen Form in den westlichen Kulturen auszusterben beginnt. Sein Skeptizismus wird insoweit nicht nur in allgemeinen gesellschaftlichen Prozessen deutlich, sondern eben auch im zwischenmenschlichen, so auch bei der Liebe. Und leider muss man Fromm in Teilen Recht geben. Ich empfehle dieses Buch besonders jungen Lesern; eine gewisse menschliche Reife ist jedoch unverzichtbar, um mit dem Buch auch schon in jüngeren Jahren etwas Vernünftiges anfangen zu können.

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  • Rezension zu "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm

    The Art of Loving
    Marry

    Marry

    23. July 2010 um 10:27

    Eines der besten Bücher, das ich je gelesen habe. "Die Kunst des Liebens" ist nicht nur ein simples Fachbuch über die Liebe, sondern zugleich ein Ratgeber, Freund und Begleiter. Es regt zum Nachdenken über sich selbst und die gesamte Gesellschaft an und ist dabei doch nicht zu kompliziert geschrieben. Ich werde es sicher noch einige Male lesen, da es mich einfach nur fasziniert hat und mir in mancher Hinsicht die Augen geöffnet hat.

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  • Rezension zu "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm

    The Art of Loving
    u_kuer

    u_kuer

    08. January 2010 um 16:34

    Es gibt so vieles, was wir über die Liebe nicht wissen und nicht verstehen, und doch spüren wir sie jeden Tag in unterschiedlichsten Formen. Es gibt soviele Autoren, die sich ihr widmen, sei es in Romanen, Ratgebern oder Sachbüchern. Und ich hab schon viele gelesen. Und doch bleibt immer eines, an das ich mich besonders erinnere und es bleibt das einzige, das ich sehr oft gelesen habe. "Die Kunst des Liebens" ist nicht nur ein Fachbuch (übrigens recht "einfach" geschrieben, also kein tiefenpsychologischer Jargon), sondern es ist auch ein Wegweiser und ein Erklärungsversuch. Für mich persönlich hat dieses Buch viel verändert in meinen Sichtweisen auf mich selbst und die Welt. Es hat mir geholfen, einiges neu zu denken und bestimmte Dinge im Zusammenhang mit der Liebe neu zu sehen. Und es hat mir vor allem aufgezeigt, dass die Liebe kein unbestimmtes Gefühl ist, sondern ein Gefühl, dass ganz Bestimmtes in mir berührt, ganz viel mit mir und meiner Geschichte zu tun hat und mich vor allem ausmacht als der Mensch, der ich bin. Dafür danke ich Erich Fromm bzw. Rainer Funke (Herausgeber von sehr vielen Erich Fromm Büchern).

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  • Rezension zu "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm

    The Art of Loving
    lao

    lao

    07. August 2008 um 12:52

    Ohne dem Thema Liebe die Mystik zu nehmen analysiert Fromm das, was zwischen vermeindlich liebenden existiert, begründet jene Gefühle mit der Tatsache des untereinander bestehenden Abgetrennt-seins und den Wunsch Verbindungen einzugehen. Kritik an der westlichen Schnelllebigkeit und dem Kapitalismus geben Aufschluss, warum es immer schwierigen wird, sich aufrichtig, ehrlich und vor Allem selbstlos an einen Menschen zu binden. Zum Schluss noch ein aussagekräftiges Zitat von Fromm: "Unreife Liebe sagt: Ich liebe dich, weil ich dich brauche; Reife Liebe sagt: Ich brauche dich, weil ich dich liebe"

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  • Rezension zu "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm

    The Art of Loving
    katermurr

    katermurr

    05. August 2008 um 01:24

    ein unzeitgemäßes buch. darin liegt sein wert nicht zuletzt, denn es ist auch zeitlos, unmodisch, unmodern. es stellt fragen, erich fromm vertritt seinen unbequemen standpunkt... unvergessen: "ich liebe dich, weil ich dich brauche" versus "ich brauche dich, weil ich dich liebe" - ich habe sehr lange überhaupt nix verstanden, habe diesen "gegensatz" aber niemals vergessen. und, wunderbar, ich versteh es immer mehr. ein buch also zum mitleben und -lieben....

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  • Rezension zu "Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm

    The Art of Loving
    Ninifee

    Ninifee

    11. May 2008 um 19:30

    Dieses Buch verändert Leben. Sehr weiser Mann, sehr weise Worte. Schade für jeden, der die Gedanken dieses Genies niemals liest.